| Säntis |
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Autor: |
Martin Walser |
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Produktion: |
WDR/BR/SWF 1978 |
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Regie: |
Alf Brustellin |
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Länge: |
84 Min. |
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Mitwirkende: |
Joseph Bierbichler, Maria Singer, Hans Wyprächtiger, Franziska Walser, Edgar
Selge, Heidy Forster u.a. |
Inhalt: |
Liebesqual und künstlerische Inspiration. Sieben Jahre lang litt der berühmte
und wohlhabende Schriftsteller Fritz Färber unter einer Schreibblockade. In
diesen sieben Jahren war er glücklich mit der um vieles jüngeren Fotografin
Gertrud liiert. Als diese ihn Hals über Kopf verlässt - ausgerechnet mit einem
noch unbekannten, von ihm protegierten, jungen Autor - folgt eine Phase tiefsten
emotionalen Schmerzes, aber auch eine Zeit intensiver literarischer
Schaffenskraft. Der verlassene Autor engagiert den Privatdetektiv und
Hochstapler Thassilo S. Grübel, der das junge Liebesglück seiner Ex-Geliebten
beobachten und lückenlose Berichte abliefern soll. Grübel, dessen Honorar mit
der Dauer seines Einsatzes steigt, verpackt seine Ermittlungsergebnisse in
ausgefeilte Texte. In denen spielt der Berg Säntis - der in Sichtweite von
Färbers Haus liegt - eine größere Rolle als die Rückkehrwilligkeit der
abtrünnigen Freundin. Zunehmend rückt die Dringlichkeit der Zurückeroberung der
Geliebten in den Hintergrund; von vornehmlicher Wichtigkeit ist nun die
literarische Qualität von Färbers neuem Werk. Und als das Buch erscheint, erlebt
Grübel eine merkwürdige Überraschung und das getrennte Paar keine gebührliche
Wiedervereinigung.
Martin Walser, geb. 1927, deutscher
Schriftsteller. 1949-57 Arbeit beim SDR als Reporter, Regisseur und
Hörspielautor. Seit 1957 freier Schriftsteller. Auszeichnungen u.a.
Büchner-Preis (1981), Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1998). Hörspiele
u.a. "Ein grenzenloser Nachmittag" (BR 1958), "Nero läßt grüßen" (BR 1986),
"Alexander und Annette" (SWF 1996). |
Bemerkungen: |
Der dritte Bodenseekrimi von Martin Walser kann dem Leitspruch "Aller guten
Dinge sind drei" nur bedingt gerecht werden. Zu zäh zieht sich die Geschichte,
die zudem nur aufgrund der stark gezeichneten Charaktere eine gewisse
Originalität hat. Insofern ist der Unterhaltungswert mäßig und steht in keinem
Verhältnis zur extrem langen Spielzeit.
Was man dem Stück zu Gute halten muss
- es ist mal ein etwas anderer Krimi als üblich. |
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