| Santo subito - Sofort heilig! |
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Autor: |
Eberhard Petschinka |
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Produktion: |
MDR/ORF 2007 |
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Regie: |
Eberhard Petschinka |
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Musik: |
Wolfgang Mitterer |
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Länge: |
62 Min |
Mitwirkende: |
Peter Groeger, Ernst Jacobi, Felix von Manteuffel, Gerd Baltus u. a. |
Inhalt: |
Zehntausend Gläubige unterbrechen im April 2005 die Totenmesse von Johannes Paul
II. und skandieren "Santo subito sofort heilig!" Zwei Monate später wird das
Verfahren der Seligsprechung feierlich eröffnet. Es muss nachgewiesen werden,
dass Johannes Paul II. nach seinem Tod ein Wunder vollbracht hat.
Um den
Seligsprechungsprozess voranzutreiben, muss in Petschinkas surrealistischem
Traumspiel der Schauspieler Roberto Benigni vor der vatikanischen Kongregation
seine Geschichte erzählen, die vielleicht ein Wunder bergen könnte. Damit der
Papst nun endlich die ewige Ruhe finden möge, wurde Benigni auserkoren, an
dessen Sterbebett den Don Quijote zu spielen. Aber da der berühmte Schauspieler
nicht ohne Sünden ist, bedarf es einiger Vorkehrungen, das Verfahren zur
Seligsprechung des Papstes zu einem glücklichen Abschluss kommen zu
lassen.
"Santo subito - sofort heilig!" wurde im Oktober 2007 mit dem
europäischen Medienpreis Prix Europa ausgezeichnet. Die Jury lobte das Hörspiel
augenzwinkernd als "provokanten und absolut lustigen Radiokarneval" ganz im
Sinne von Miguel Cervantes, der einmal gesagt habe: "Wenn in einer Geschichte
ein Geheimnis verborgen ist, dann muss diese Geschichte erzählt
werden."
Eberhard Petschinka, geboren 1953 in Wien, arbeitet als
Schriftsteller, Maler und Dramatiker und ist Autor und Regisseur zahlreicher
Radiostücke. Für sein Hörspiel "Rafael Sanchez erzählt: ‚Spiel mir das Lied vom
Tod'" (WDR/ORF/MDR 1998) erhielt er gemeinsam mit Rafael Sanchez den
Hörspielpreis der Kriegsblinden sowie den Premio Ondas. |
Bemerkungen: |
Auch wenn ich persönlich die riesige
Begeisterungswelle, die dieses Hörspiel auslöste, nicht ganz
nachvollziehen kann, darf man diesem Stück allerdings den hohen
Unterhaltungswert nicht absprechen.
Wer es skurril mag, der ist hier genau richtig. Die Groteske um den sterbenden
Papst Johannes Paul II, dem Roberto Begnini letztmals den Don Quichote geben
soll, gräbt tief und kritisch an der katolischen Kirche, ohne jedoch dabei das
Augenzwinkern außer Acht zu lassen. Auch wenn es zuweilen etwas bissig und
herber zugeht, wirkt es insgesamt doch alles recht nett. Ein Anspieltipp für
alle, die es gerne mal etwas schräger mögen.
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