Schrei der Angst (2) Spuren aus Blut

Nach einer Idee der Fehsebrothers
Gesamtleitung: Marc Fehse
Produktion: Marctropolis
Idee und Umsetzung: Marc Fehse
Musik & Sound FX: Marc Fehse, Thomas Christes, Knut Bussian

Phasenmusik 2010




Introsprecher : Ernst Meincke
Sprecher: Christian Rode
Miguel del Canto: Martin May
Doris Debrochet: Annette Gunkel 
Director Shown: Detlef Bierstedt
Oberst Soboljew: Bodo Wolf
Kommentator: Thomas Nero Wolf
Phillip Schwarz: Andreas Sparberg
Annie Garth: Sylvia Lüder-Nogler
Maria: Karen Schulz-Vobach
Anton: Martin Sabel
Arzt: Sven Matthias
Nadeschda: Jule Frenk
Volker: Patrick Holtheuer
Wassili: Stefan Peters
Saizwe: Marc Fehse
Taxifahrer: Stanislav Torbotrous


Die Polizistin Doris Debrochet ist erneut in den Fängen des perversen Feeders. Unter Drogen gesetzt verschleppt er sie in die menschenleere Taiga am russischen Polarmeer, um dort wieder mit dem Mästen seines Opfers zu beginnen.

Ein Ritualmord in Quebec an einer dicken Frau, bringt Agent Michael del Canto auf eine heiße Fährte. Die Spur führt ihn ins verschneite St. Petersburg. Sein Partner wird Oberst Gregori Soboljew der dem russischen Sonderkommando der OMOH Truppen angehört. Oberst Soboljew ist schon seit langer Zeit einer Organisation auf der Spur, die für Organ -und Menschenhandel in seinem Visier sind. Bei einem gezielten Einsatz gegen die Organisation wird die junge Prostituierte Maria verhaftet, die wichtige Informationen besitzt. Unterdessen gelingt es Doris Debrochet ihren Peiniger zu überwältigen und zu töten. Doch sie ist jetzt in einer Wüste aus Eis gefangen und der Leichnam des Feeders ist verschwunden.



 

Bemerkungen:

Nach dem Einstand der Serie "Schrei der Angst" mit der Episode "Feeder" erscheint nun - knapp ein halbes Jahr später - die Fortführung der Geschichte mit der Folge "Feeder 2 - Spur aus Blut". Man hat die kurze Zeit gut genutzt, denn man ruhte sich nicht auf dem damals schon attestierten Potential aus, sondern man nahm sich vielmehr der Kritikpunkte an und hat diese ausgeräumt. Dabei beweisen die Macher, dass man sich als Produzent durchaus dem Feedback mal hingeben kann, ohne sein eigenes Produkt zu verfälschen oder sich zum Büttel der Fans zu machen.

In der Tat kommt der zweite Teil wesentlich kompakter und dichter daher. Die Story spielt nun hauptsächlich in Russland und teilt sich dort in den düsteren Abgrund von St. Petersburg und die Szenerie der einsamen Hütte von Philip Schwarz, dem Feeder. In beiden Fällen gelingt eine sehr eindringliche Kulisse, in der die zum Teil sehr blutige Geschichte gut transportiert wird. Die Soundkulisse ist hier wieder großartig. Die sehr präsente Untermalung mit Musik und Geräuschen sorgt dafür, dass die Geschichte passend zum Handlungsverlauf atmosphärisch ausgestattet und der Spannungsfaktor unterstrichen wird.

Beim Sprecherensemble gab es eine Änderung: Christian Rode übernimmt nun den Erzählerpart. Seine Stimmfarbe passt hierfür hervorragend und er löst die Aufgabe - wie zu erwarten - mit Bravour. Sehr positiv fällt diesbezüglich auf, dass man den Erzählanteil im Vergleich zur ersten Episode deutlich reduziert und mehr auf die Dialoge verteilt hat. Dass dabei dann auch mal die eine oder andere überflüssige Information den Text schon mal holprig machen kann, lässt sich angesichts der ansonsten gut erzählten Story verschmerzen. Allen Schauspielern gelingt es, die Texte glaubhaft zu transportieren, eine gute Regie- und Ensemblearbeit kann man hier durchaus attestieren.

Ein Problem, dass sich im Hörspiel nur schwer lösen lässt, ist das Einbinden mehrerer Sprachen. Auch hier werden  zwei gesprochen, amerikanisch und russisch, wobei man letztere als Akzent anlegt, um dies unterscheiden zu können. Das funktioniert hier ganz gut, auch wenn ich mir die russichen Dialoge auch in dieser Sprache und die Vermitllung der Information auf anderem Wege gewünscht hätte.


Insgesamt muss man sagen, dass man mit dieser zweiten Episode einen sehr deutlichen Qualitätssprung nach oben gemacht hat. Man konnte in nahezu allen Bereichen Verbesserungen erzielen, so dass das Hörspiel das schon vorhandene Potential viel gefälliger ans Ohr des Hörers bringt.

So gibt es diesmal auch eine deutlichere Empfehlung, wobei ich auch hier diejenigen mit schwachen Nerven warnen möchte - es bleibt blutig!

 
Meine Wertung: + + + +
   
Zum Interview mit Marc Fehse im Hörspiel-Blog
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