| Sherlock
Holmes (50) Shoscombe Old Place |
|
| |
Autor: |
Daniela Wakonigg nach Arthur
Conan Doyle |
|
| |
Produktion: |
martim
2010 |
|
| |
Regie: |
Studio Maritim |
|
|
Aufnahme: |
Andreas
Beverungen |
|
|
Länge: |
62
Min. |
|
| |
|
 |
|
Mitwirkende: |
Sherlock Holmes: Christian Rode
Erzähler Watson: Peter Groeger
Dr. Watson: Peter Groeger
John Mason: Wolf Frass
Sir Robert Norberton: Reent Reins
Josiah Barnes: Kai-Henrik Möller
Stephens, Butler: Michael Harck
Mrs. Carrie Norlett, Zofe: Claudia Gahrke
Mr. Norlett: Volker Bogdan
Kutscher: Donald Arthur
|
Inhalt: |
Auf
dem Anwesen Shoscombe Old Place gehen merkwürdige Dinge vor
sich. Haben diese Dinge wirklich nur etwas mit der Aufregung vor dem
bevorstehenden Pferderennen zu tun, für das der Hausherr Sir
Robert Norberton seinen besten Hengst Shoscombe Prince angemeldet hat?
Oder ist hier ein Verbrechen geschehen? Beauftragt vom Cheftrainer des
Gestüts begeben sich Holmes und Watson auf die Suche nach
Antworten.
|
| Bemerkungen: |
Man feiert nun bei maritim die
fünfzigste Folge, das spricht für die Reihe, denn damit
gehört man schon deutlich in den Bereich der wenigen
Dauerproduktionen, die eine solch hohe Marke erreichen. Leider hat das
auch den Nachteil, dass nun damit auch der Countdown läuft, denn
jetzt gibt es nur noch zehn Episoden aus der Feder Conan Doyles, die
hier zu Gehör kommen können.
Mit "Shoscombe Old Place" vertont man eine Geschichte, die eine
Lehrstunde des Detektivs darstellt und sich hervorragend eignet,
den Hörer zum Mitraten zu animieren. Alle Fakten werden hier
präsentiert, die Lösung ergibt sich allein aus den
erwähnten Punkten. Der Fall ist in sich schlüssig und bietet
einmal mehr Holmes die Möglichkeit, den Fall nach seinem eigenen
Gerechtigkeitsgedanken zu beenden. Die Spannung generiert sich hier aus
der Klärung der Motivfrage und des Ablaufs, weniger aus besonderer
Krimiaction.
Damit ist "Shoscombe Old Place" ein typischer Holmes-Fall, der dem
Genre des gepflegten, ruhigen englischen Krimi mehr als gerecht wird.
Dem folgt auch die Umsetzung, die im bewährten Gewand einer
soliden Inszenierung mit guten Sprechern daherkommt. Natürlich
dominieren hier wieder die sehr eingespielten Peter Groeger und
Christian Rode. Die Leistung stimmt, die Improvisationen, die in dieser
Reihe manchmal zu Kritik führten, da man den Wechsel zwischen
ihnen und dem festgelegten Text zu sehr bemerkte, sind hier nicht zu
finden.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch viele gute und interessante
Stimmen zu hören, beispielsweise Wolf Frass oder Reent Reins.
Gestört hat mich nur Donald Arthur, der zwar nur einen sehr kurzen
Einsatz hat, aber aufgrund seiner Stimmfarbe und seines Akzents, hier
nicht ins Ensemble passt. Das ist kein Beinbruch, aber zumindest eine
kleine Unschönheit.
Die Jubiläums-CD kommt in Vinyl-Optik daher. Das war es dann aber
auch schon mit den Besonderheiten. Das ist zwar nicht gerade üppig
für diesen Anlass, andererseits reisst man damit auch nicht das
bewährte Format auseinander.
"Shoscombe Old Place" ist eine gute Holmes-Folge - eine der besseren
Vorlagen, eine solide Bearbeitung und Inszenierung sorgen dafür,
dass der Hörer hier eine unterhaltsame Krimistunde genießen
kann.
Meine
Wertung: + + +
|
|
|