Starke Stücke für Kinder - Johann Sebastian Bach - Die Matthäuspassion
  Autor: Sylvia Schreiber
  Produktion: BR / Igel Genius
  Regie: Sylvia Schreiber
  Musik: Johann Sebastian Bach
  Länge: Hörspiel: 73 Min.
Musik aus "Mattäuspassion": 54 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Stefan Wilkening
Johann Sebastian Bach: Stefan Hunstein
Anna Magdalena Bach: Anna Silvia Lilienfeld
Picander: Michael Schwarzmaier
Schuldirektor: Helmut Stange
Carl Philipp Emanuel Bach: Rafael Grigo
August: Gabriel Ascanio Hecker
Kalkanten: Freddy Böhle und Christoph Jablonka

Flöte: Ilona Hanning
Cembalo: Max Hanft
Violine: Stefana Titeica
Orgel: Matthias Keller

Inhalt:

Leipzig, im November 1726. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht leicht von der Hand gehen will..


Bemerkungen: Neben der "Zauberflöte" bringt Igel Records in der Reihe "Starke Stücke für Kinder"  auch eine Mischung aus Hörspiel und Musik zu Bachs Matthäuspassion.

Das Skript stammt hier von Sylvia Schreiber, die etwas sachlicher an das Thema herangeht. Dadurch wirkt die Produktion zwar entsprechend nüchtern, so, wie man es eigentlich erwarten darf, kommt aber dadurch auch nicht annähernd an den Unterhaltungswert der "Zauberflöte" heran.

Das mag zwar nicht der primäre Zweck der Produktion sein. Gerade bei einer Produktion, die sich an die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen richtet, sollte man diesen Punkt aber trotzdem immer im Auge behalten.

Die Geschichte hat hier zwar einige unterhaltsame Momente, es schleichen sich aber in der recht langen Spieldauer von 73 Minuten aber auch einige Längen ein, die das Hörinteresse immer mal wieder erlahmen lassen.

Die Umsetzung ist sehr solide und lässt keine Mängel erkennen. Die Leistungen der Sprecher genügen, um die Geschichte zu erzählen. Es gelingt ihnen allerdings auch nicht, besondere Akzente zu setzen und so der Produktion ein paar Glanzpunkte zu verleihen.

Die Einbindung der Musik ist natürlich thematisch vorgegeben. Hier punktet dieses Hörspiel aufgrund des originellen Reihenkonzeptes.


Auch wenn "Die Matthäuspassion", zumindest im direkten Vergleich mit der "Zauberflöte", ein wenig spröde wirkt, bleibt die Produktion allein aufgrund der sehr guten Reihenidee, das Werden eines größeren Musikstückes in einem Hörspiel aufzuarbeiten, noch immer empfehlenswert.
   
Meine Wertung: + +
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