Starke Stücke. Edvard Grieg: Die Peer Gynt Suiten

von Cornelia Ferstl



Regie: Cornelia Ferstl
BR / Igel Genius 2009
54 Min. (Hörspiel CD 1) 31 Min. (Musik CD 2)

Mit:

Erzähler: Stefan Wilkening
Edvard Grieg: Marcus Morlinghaus
Ludvig Josephson: Michael Schwarzmaier
Ole Trolleboll: Stefan Lehnen
Pelle Trolleboll: Kai Taschner
Mama Jullie Trolleboll: Ulrike Arnold
Großpapa Trolleboll: Harry Teschner
Uroma Milla Trolleboll: Helga Fellerer-Lynen
Kobold Furu: Hans Jürgen Stockerl
Peer Gynt: Konstantin Moreth
Hedda: Franziska Ball
Grüngekleidete: Jutta Schattenmaier




Wenn kleine Trolle lauschen… Dirigent Josephson und Edvard Grieg unterhalten sich über ihr neues Stück „Peer Gynt“ und so erfährt der kleine Troll zu seinem Entsetzen, dass der Bergkönig seine Tochter mit dem Menschensohn Peer Gynt vermählen wird. Die fiktive Handlung des Bühnenstückes versteht der Troll als Realität. Hatte nicht der Bergkönig einst dem Großvater Trolleboll versprochen, seine Tochter werde mit einem Troll der legendären Trollebolls vermählt? Aufgebracht trägt der Troll das Gehörte dem Familienrat vor; der beschließt, die Hochzeit sofort und mit allen Kräften zu verhindern.

Ihre Mission führt die Trolle ins Theater von Oslo, dort beginnen sie zu verstehen, dass das Bühnengeschehen eine Geschichte ist und erfahren noch vieles andere mehr über Peer Gynt und seine Abenteuer.


Bemerkungen:

Die dritte Ausgabe der "Starken Stücke" widmt sich Edvard Griegs Peer-Gynt-Suiten. Dabei findet der Komponist nur ganz kurz und ganz am Rande Erwähnung. Cornelia Ferstl erzählt die Geschichte etwas anders, als man es in der Reihe gewohnt ist und gibt die Hauptrollen dieser Geschichte den Trollen und Kobolden.
Der Hörer begleitet deren Reise zur Aufführung von "Peer Gynt". Mit einer gelungenen Beiläufigkeit bringt man die Geschichte dieses Stückes und damit auch Griegs Musik näher, ohne dass man es hier mit einer zu trockenen Wissensvermittlung zu tun bekäme.

Dieses Trollabenteuer wird zudem sehr lebendig inszeniert. Die gut agierenden Sprecher sind mit hörbarem Spaß bei der Sache und vermitteln diesen an den Hörer weiter. Ergänzt wird das mit einem gut sortierten Einsatz der Musik, die natürlich hier auf Edvard Griegs Peer-Gynt-Suiten beschränkt ist, was es nicht ganz einfach macht, stets die nötige Stimmung zu transportieren. Aber das Ergebnis kann sich auch diesbezüglich hören lassen.


Nach der "Zauberflöte" ein weiterer sehr ordentlicher Eintrag in diese Reihe. Cornelia Ferstl inszeniert hier eine Geschichte, die eine recht junge Zielgruppe ansprechen kann, aber auch für erwachsene Ohren durchaus Unterhaltsames (und natürlich Wissenswertes) bietet.
 
Meine Wertung: + + + + 
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