Starke Stücke. Johann
Sebastian Bach: Das Weihnachts-Oratorium
von Markus Vanhoefer

BR / Igel Genius 2009
Regie: Markus Vanhoefer
Dauer: 52 Min. (Hörspiel - CD 1), 61 Min. (Musik - CD 2)
Erzähler:
Stefan Wilkening
Johann Sebastian Bach: Stefan Hunstein
Anna Magdalena Bach: Julia Fischer
Picander: Burchard Dabinnus
Ratsherren: Tobias Lelle, Ulrich Frank
Bartholomäus Hebestreit: Gabriel Ascanio Hecker
August: Rafael Grigo
Cembalo: Max Hanft
Leipzig,
im Advent des Jahres 1734. Johann Sebastian Bach sitzt
bibbernd in der Componierstube der Thomasschule. Es ist der
kälteste Winter seit langem, so kalt, dass angeblich sogar die
Vögel an den Ästen festfrieren. Der Komponist hat
sich Großes für die feierlichen
Weihnachts-Gottesdienste der beiden Leipziger Hauptkirchen, St. Thomas
und St. Nikolai, vorgenommen. Er möchte die Geschichte von
Christi Geburt mit Tönen erzählen, aber der strenge
Frost hält ihn vom Arbeiten ab. Bis ihn eine Tasse Kaffee und
ein fehlgeleiteter Schneeball auf den richtigen Weg bringen. Die Zeit
drängt. Wird es Johann Sebastian Bach dennoch schaffen, sein
Werk bis zu den Weihnachtsfeiertagen zu vollenden?
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Bemerkungen:
Die Reihe "Starke Stücke" hat mit diesern Produktion ihren
vierten Eintrag und bereits zum zweiten Male behandelt man ein Werk von
Johann Sebastian Bach. Auch wenn ich mir da etwas mehr Bandbreite
gewüncht hätte, hat mir zumindest diese Ausgabe doch zumidest besser gefallen als "Die Matthäuspassion".
Das liegt insbesondere daran, dass die Geschichte etwas lebendiger
ist und die Wissenvermittlung besser transportiert wird.
Es mag natürlich auch etwas in der Figur Bachs begründet
sein, die auch hier einfach nicht wirklich gut als Protagonist
funktioniert. Es gelingt hier besser, da man den Fokus etwas verwischt
bzw. diesen auf die Figur des Schülers Hebestreit legt.
Die Besetzung ist ähnlich, leider nicht genauso, wie bei der
"Matthäuspassion". Dass es mit den Sprechern und Terminen nicht
klappt, lässt sich nicht immer vermeiden, schade ist es
trotzdem. Ungeachtet dessen, ist die Ensembleleistung nicht zu
beanstanden, alle Sprecher tragen ihre Texte lebendig und
glaubwürdig vor.
Die Untermalung ist natürlich auch hier auf die dem Thema
entsprechenen Werke reduziert. Gerade hier ist es natürlich
schwierig, verschiedene Emotionen zu begleiten, da die Stimmung der
Stücke kaum variiert.
Ein ordentlicher Eintrag in dieser Reihe, der allerdings nicht zu deren
Highlights aufschließen kann. "Bach" funktioniert offenbar in
diesem sehr lobenswerten Konzept nicht ganz so gut. Immerhin schafft
man es aber, eine etwas bessere Produktion vorzulegen, als man es mit
der ersten Folge um diesen Komponisten getan hat. |
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