the
SATCHMO TRILOGY PART 4 - Die Plastiktüte des Hospitanten
Autor:
Michael Bartel
Produktion:
fuenf59 2009
Musik:
Michael Bartel
Länge:
43 Min.
Mitwirkende:
Tim Knauer, Bernd Vollbrecht, Achim
Schülke, Robert Missler, Jürgen Holdorf, Robert
Kotulla, Manuela Bäcker, Simona Pahl, Sascha Draeger, Mario
Grete, Volker Hanisch, Patrick Bach, Michael Bartel, Gerhart Hinze,
Christian Rudolf, u.a.
Inhalt:
the Satchmo Trilogy Bethleham - Die
Plastiktüte des Hospitanten Ein Hörspiel von Michael
Bartel nach einer 'wahren' Begebenheit Das Krippenspiel nach
Satchmo-Art. Es ist kurz vor Weihnachten und Maria wird ein Kind
bekommen, aber leider will der Vater, Babtistico nichts davon wissen.
Ihr Arbeitskollege Jonas wäre jedoch bereit, das Kind zu
adoptieren und Maria zu heiraten. Das passt Babtistico nun auch wieder
nicht, und er überlegt sich, rechtliche Schritte einzuleiten
und handgreiflich zu werden. Da bleibt Maria und ihrem Jonas nur die
Flucht, und es geht im SUV ab in die Wälder von Bethleham
City. Doch anstatt in aller Ruhe und Abgeschiedenheit das Kind zur Welt
zu bringen, bekommt unser trautes, hochheiliges Paar allerhand
unangenehmen Besuch. Und so geben sich Kaspar Hauser und van Helsing,
die zwei Könige aus der Nervenklinik 'Morgenland', ein
Quizzlybär, Babtisticos Schergen und Pontius Pilates mit
seiner Rockertruppe hier ein Stelldichein. .....
Bemerkungen:
Kurz
nach Episode 3 folgt schon der vierte Streich der Satchmo Trilogy.
Klingt komisch, ist aber so. Rechtzeitig zu Weihnachten bringt man auch
gleich eine Folge, die die Weihnachtsgeschichte so erzählt, wie
sie in der Zukunft eben erzählt wird. Sie hat sich im Laufe der
Jahre und der Überlieferungen ein wenig geändert.
Natürlich wird hierbei das Rad nicht neu erfunden. Biblische
Geschichten zu parodieren, ist nicht die Innovation schlechthin, aber
das, was hier geboten wird, ist die logische Fortführung des
unterhaltsamen Wahnsinns der ersten drei Folgen. Die Parodie ist
gelungen, gerade weil man sehr schlüssig die Idee umsetzt, was
denn in der Zukunft von der Ursprungsgeschichte übrig bleiben könnte. Man
transportiert das in die Aufführung eines Krippenspiels, was auch
nochmal einen recht witzigen Rahmen für die Geschichte bietet. Der
Plot erinnert im positivsten Sinne an die Werke von Douglas Adams, es
wirkt aber keinesfalls wie eine entsprechende Imitation.
Die Sprecherleistungen sind erfrischend frech und dem Thema angemessen
stimmig. In der Umsetzung reduziert man in dieser Episode etwas den
Musikanteil, verzichtet auf eine spezielle Ausrichtung und sogar auf
Bonustracks. Damit hebt sich diese Folge schon aus der bisherigen Serie
heraus, wirkt eher wie ein Special, denn eine reguläre Episode.
Dafür spräche auch die geänderte Optik. Das
Hörspiel kommt im einfachen Pappschuber statt dem gewohnten
Digipack, was natürlich auch die Möglichkeiten der sonst so
liebevoll Gestaltungen etwas einschränkt. Allerdings hat man
dafür aber auch ordentlich an der Preisschraube gedreht, was die
Episode als ideale Schnupperfolge ausweist.