| Der Roman von weißen Ritter Tirant lo Blanc |
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Autor: |
Marti Joan de Galba, Joanot Martorell |
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Produktion: |
RB/DLR - DAV 2007 |
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Regie: |
Christiane Ohaus |
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Bearbeitung: |
Christiane Ohaus |
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Musik: |
Michael Riessler |
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Länge: |
157 Min. |
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Mitwirkende: |
Astrid Meyerfeld, Stefan Wilkening, Maik Solbach, Karina Plachetka, Werner Rehm,
Donata Höffer, Annabelle Leip, Antje von der Ahe, Sebastian Nakajew, Florian von
Manteuffel, Susana Fernandes-Genebra, Ernst Konarek, Bijan Zamani, Marietta
Meguid, Jochen Nix |
Inhalt: |
"Dies ist das beste Buch der Welt!"
schreibt Cervantes im "Don Quijote" über
diesen Ritterroman aus dem 15. Jahrhundert. Erst über 300 Jahre später holt im
Jahr 1968 Mario Vargas Llosa das Werk mit seinem "Fehdebrief zur Verfechtung der
Ehre von Tirant lo Blanc" aus der Vergessenheit; er lobt dessen moderne
Erzählkonstruktion. In der Tat gibt uns der Roman aus vielen Perspektiven ein
farbenprächtiges Bild des Ritterlebens. Er erzählt entlang dem Lebensweg seines
Helden, des jungen bretonischen Ritters Tirant lo Blanc, von strengen Regeln und
Moralvorstellungen, aber auch von deren lustvoller Übertretung, von
kulinarischen Exzessen und modischen Extravaganzen, aber auch von der harten
Realität der Religionskriege.
Tirant gelingt es schon in ganz jungen
Jahren, die Johanniter auf Rhodos von ihren moslemischen Belagerern zu befreien.
Sei es im Turnier, sei in der Schlacht, immer erweist sich als seine besondere
Stärke sein überragender Verstand und seine originelle Erfindungsgabe. Als er
allerdings zur Rettung der Stadt an den kaiserlichen Hof nach Konstantinopel
gerufen wird, haut es den starken Ritter buchstäblich aus dem Sattel, als er der
Liebe in Gestalt der schönen Prinzessin Karmesina begegnet. |
Bemerkungen: |
Auf die Hörspielumsetzung dieses Werkes habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut.
Nach dem ich die Produktion allerdings gehört hatte, stellte sich dann doch
etwas Ernüchterung ein.
Die Geschichte ist eigentlich sehr interessant
und spannend. Daraus hätte sich in der Tat ein anspruchsvolles, spannendes und
unterhaltsames Hörspiel basteln lassen. Man hat sich aber offenbar entschieden,
den Schwerpunkt sehr eindeutig auf den Bereich "Anspruchsvoll" zu legen.
Die Art der Darstellung ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sie hat auch
kaum etwas mit Hörspiel zu tun. Man hat sich stark an der Vorlage orientiert und
agiert mehr im Sinne einer Lesung mit verteilten Rollen.
Insofern
überzeugen mich auch die Sprecher nicht wirklich, da diese hier kaum ins Spielen
kommen. Das ist mir etwas zu statisch geraten. Für die Art der Umsetzung ist das
sicherlich alles in bester Ordnung, vom Hocker hauen dürfte das Gehörte, auch
unter Berücksichtigung dieses Aspektes, aber niemanden wirklich.
Eine
geeignete Kulisse wird auch kaum geschaffen, das ist doch recht spärlich und
sehr textfixiert dargestellt. Immerhin kann man bei der Musik etwas mehr
punkten. Da hat Michael Riessler ein paar sehr schöne und vor allem passende
Stücke beigesteuert und sorgt so quasi im Alleingang für eine ansprechende
Atmosphäre.
Eine Produktion, die für das, was sie stilistisch erreichen
will, nur konsequent und diesbezüglich auch nicht groß zu beanstanden ist.
Allerdings kann man mit der Art der Umsetzung bei mir keinen großen Blumentopf
gewinnen, denn richtig überzeugt hat mich das Ganze nicht.
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