Tote aus Papier
Petra Delicado löst ihren vierten Fall
  Autor: Alicia Giménez-Bartlett
  Produktion: SWR 2007 / Luebbe Audio
  Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
  Musik: Henrik Albrecht
  Länge: 112 Min.

Mitwirkende:

Inspektor Molina: Siemen Rühaak
Pepita Lisaran: Meriam Abbas
Erzählerin / Petra Delicado: Lena Stolze
Garzon: Michael Mendl
Comisario Coronas: Bodo Primus
Marta Merchan: Doris Wolters
Juan Mallofred: Achim Hall
Minister Jorge Garcia Pacheco: Matthias Habich
Andres Nogales: Hubertus Gertzen
Anwalt: Klaus Barner
Gerd Andresen, Katja Bürkle, Brigitte Goebel, Horst Hildebrand, Herbert Schäfer, Andreas Szerda, Rebecca Szerda, Achim Thorwald, Berth Wesselmann

Inhalt:

Der Skandaljournalist Ernesto Valdés ist bekannt wie ein bunter Hund. Auch Petra Delicado, das weiblichste und spitzzüngigste Mitglied der Policía Nacional, lernt ihn kennen - als Leiche, denn Valdés ist in seiner Wohnung ermordet worden. Die Liste der Verdächtigen scheint unendlich und führt Petra Delicado in die Welt des Showbusiness. Ein rutschiges Pflaster, wie sie bald feststellen muss ...

Bemerkungen:
Im vierten Fall der spanischen Ermittlerin scheint zunächst ein wenig - gegenüber dem Vorgänger "Boten der Finsternis" - Tempo und Spannung herausgenommen worden zu sein. Der Fall beginnt etwas gefälliger, etwas normaler. Auch wenn das aufzuklärende Verbrechen doch sehr drastisch ist, lässt man dem Hörer eine gewisse Distanz, so dass sich das "Mitleiden" hier doch eher in Grenzen hält.

Dennoch gelingt es wiederum, durch die Verwicklungen in der Medienbranche, ein aktuelles, vielversprechendes und interessantes Themenfeld einzubinden und hieraus nach und nach doch noch die nötige Spannung zu entwickeln.

Leider schafft man es aber nicht ganz, die lange Spielzeit angemessen zu füllen. Hier gibt es zwar keine störenden Längen, aber manche Verwicklungen sind doch ein wenig zu konstruiert und der Fall löst sich in diesen letztlich ein wenig zu glatt auf.

Für die Umsetzung zeichnet sich wiederum Leonard Koppelmann verantwortlich, der mit dem bewährten Ensemble und ebenfalls guten neuen Stimmen in den Nebenrollen eine wirklich gelungene Produktion geschaffen hat. Diesbezüglich gibt es nichts auszusetzen - was die Geschichte hergibt, wird hier auch erstklassig hörbar umgesetzt.

Letztlich ist es die - im Vergleich zu den anderen Delicado-Fällen - etwas schwächere  Geschichte, die dafür sorgt, dass hier letztlich ein "nur" guter Krimi an die Ohren gelangt.

 

Meine Wertung: + + +

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