| Ungeduld
des Herzens |
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Autor: |
Stefan Zweig |
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Produktion: |
SWF/WDR/DRS/ORF 1961 |
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Regie: |
Gert Westphal |
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Bearbeitung: |
Gert Westphal |
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Musik: |
Peter Zwetkoff |
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Länge: |
122 Min |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Walter Andreas Schwarz
Hofmiller: Matthias Fuchs
Kekesvalva: Kurt Ebbinghaus
Edith: Gustl Halenke
Ilona: Dagmar von Thomas
Doktor Kondor: Viktor Stefan Görtz
Oberst: Alfred Schlageter
Ferenz: Nikolaus Haenel
Joschi: Peter Neubauer
Goldbaum: Kurt Julius Schwarz
Die blinde Frau Kondor: Helga Roloff
Portier: Kurt Beck
Telefonfräulein: Kristin Hausmann
Hannes Schütz, Ernst Ehlert, Irene Marwitz, Barbara von
Annenkoff, Rudolf Siegel, Friedel Münzer, Ferdinand Mussi,
Erich Elstner, Ludwig Göttl, Ursula Wondrak, Wolfgang
Ammerbacher, Ilsemarie Schnering, Maria Schratt-Dressek, Paul
Dättel
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Inhalt: |
In den letzten Tagen der alten Donaumonarchie
wird in einer kleinen Garnisonstadt der Ulanenleutnant Anton Hofmiller
aufs Schloß der Kekesfalvas eingeladen. Beim Walzer fordert
er die Tochter des Hauses zum Tanz auf - ein schlimmer Affront, denn
die junge Edith ist gelähmt. Um seinen Fehler wieder gut zu
machen, beginnt Anton die Kranke regelmäßig zu
besuchen. Der reiche Herr von Kekesfalvar, der seine Tochter
abgöttisch liebt, setzt große Erwartungen in den
Offizier, dessen Gesellschaft Edith so gut zu bekommen scheint. Bald
hat sich das junge Mädchen leidenschaftlich in Anton verliebt
und hofft, in allernächster Zeit ihre Gesundheit
wiederzuerlangen.
Aus Mitleid und Schwäche willigt Hofmiller in die Verlobung
ein. Am Abend aber verleugnet er vor den Kameraden seine Braut. Am
nächsten Morgen erfährt er vom Selbstmord Ediths. Den
Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebt der junge Offizier als gerechte
Strafe und mögliche Erlösung. "Ich flüchtete
in den Krieg wie ein Verbrecher ins Dunkel: Ich suchte den Tod, aber er
nahm mich nicht an."
Die berühmte Hörspielfassung aus dem Jahre 1961 wird
von einem Walzer getragen. Für die Komposition des Walzers
erhielt Peter Zwetkoff den Karl-Sczuka-Preis.
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| Bemerkungen: |
Eine sehr interssante Geschichte, die allerdings
unter einer viel zu langen Bearbeitung leitet. Denn die Quintessenz
hätte man auch in einem deutlich kürzen
Hörspiel unterbringen können, ohne dass man zuviel
"Geschichte" verloren hätte.
Das Zaudern des Protagonisten wird zwar so natürlich viel
besser dem Hörer nahegebracht, leider langweilt es aber auch
irgendwann.
Die Umsetzung ist sehr gelungen, allerdings auch sehr
gewöhnungsbedürftig, denn die permanente
Walzeruntermalung, das Milieu und der Dialekt geben dem Ganzen schon
eine gewisse "Sissi"-Romantik, den die Geschichte eigentlich nicht
verdient hat. Dennoch sind weite Teile auch von den Motiven
geprägt und so lässt sich der Eindruck der zu
leichten Unterhaltung erst gegen Ende ausräumen.
Die Sprecher agieren hier großartig, sie passen sehr gut in
die insgesamt auch exzellente Kulisse.
Ein Hörspiel, dass inhaltlich überrascht, eine
perfekte, wenn auch gewöhnungsbedürftige Form besitzt
und nur den Nachteil hat, dass es um Einiges zu lang geraten ist.
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