| Unser Klapperstorch heißt Miriam |
| |
Autor: |
Bettina Seipel |
| |
Produktion: |
Universal 2008 |
| |
Regie: |
Hans-Joachim Herwald |
| |
Bearbeitung: |
Ludger Billerbeck |
| |
Länge: |
94 Min. |
| |
|
 |
| |
|
|
Mitwirkende: |
Erzählerin: Katja Brügger
Anna: Florentine Draeger
Mama: Tanja
Dohse
Papa: Sascha Rotermund
Sarah: Florentine Stein
Jonathan: Flemming
Stein
Magdalena: Kerstin Draeger
Benjamin: Mark Bremer
Oma: Jutta
Krüger
Hebamme: Bettina Seipel |
Inhalt: |
Als die kleine Anna von Mama und Papa hört, dass sie ein Brüderchen bekommen
wird, hat sie ganz viele Fragen. Wie lebt der kleine "Pims" in Mamas Bauch denn
so? Und wie ist er eigentlich dahin gekommen?
In den nächsten Wochen erfahren
und lernen Anna und ihre Freunde von ihren Eltern und der Hebamme Miriam ganz
viel darüber, wie Kinder gezeugt werden, was in der Schwangerschaft so alles
passiert und was ihre Körper so einzigartig macht. Aber die Familien sprechen
auch ganz offen und interessiert über Themen wie Pubertät, Menstruation oder
Homosexualität.
Pims Geburt wird für Anna und ihre Eltern dann zu einer
wunderbaren Erfahrung... |
Bemerkungen: |
Ein Hörspiel zu einem schwierig zu transportierenden Thema. Es soll helfen, das
Thema "Aufklärung" kindgerecht weiterzugeben. Es ist zum einen Ratgeber für die
Eltern, welche Inhalte, sie wie vermitteln können, aber auch für Kinder, die
unterhaltsam mit dem Thema konfrontiert werden. Für erstere ist es sicherlich
eine unterhaltsame Alternative zu den üblichen trockenen Sachbüchern.
Anders sieht es aus, wenn man die Produktion als Kinder- und
Jugendhörspiel betrachtet: Für Kinder ist es in meinen Augen nur dann
empfehlenswert, wenn sie zumindest einen gewissen Grad an diesbezüglichem Wissen
haben. Als Komplettersatz für die elterliche Aufklärung taugt es sicherlich
nicht, da die Anforderungen, die Kinder an Zeitpunkt und Umfang der Thematik
stellen, zu unterschiedlich sind, um in 94 Minuten en bloc auf sie einprasseln
zu lassen. Insofern ist die Idee, nahezu alles, was man Kinder zu diesem Thema
vermitteln kann, in zwei CDs zu packen, in meinen Augen nicht die sinnvollste.
Hier wäre eine Seriengestaltung in kürzeren Episoden zu einzelnen
Themenbereichen vorteilhafter. So hätte vielleicht auch vermieden werden
könnten, dass Bereiche enthalten sind, die zwar angerissen, aber nicht genügend
vertieft werden können (bspw. Homosexualität).
Für die technische
Umsetzung zeichnet sich das Team von Hans-Joachim Herwald verantwortlich. Diesem
gelang auch hier eine dem Thema angemessene Gestaltung, mit sehr soliden
Sprecherleistungen, die auch beim kritischen Punkt "Kinderstimmen" zu überzeugen
wissen. Im Heer der gestandenen Sprecher taucht auch die Autorin der Vorlage,
Bettina Seipel, auf, die hier eine nicht zu beanstandende Leistung zeigt.
Die Ausgestaltung in Musik und Geräuschen ist zweckdienlich und genügt,
den jeweiligen Handlungsorten, die notwendige Kulisse zu bieten. Nicht mehr,
aber auch nicht weniger.
Ein Hörspiel, das zum Thema "Aufklärung"
eine Menge zu sagen hat und dies auch sehr gut und unterhaltsam transportiert.
Eine direkte Eignung für Kinder - die Altersempfehlung zum Hörspiel liegt bei
"ab 6 Jahren - würde ich so einfach nicht bestätigen wollen, da sollten die
Eltern schon ein gutes Stück das Thema selbst vermittelt und zudem den richtigen
Zeitpunkt lokalisiert haben.
Für Eltern ist diese Hörspiel jedoch eine
wahre Fundgrube an Antworten und Ideen rund um das Thema "Aufklärung" und zudem
eineinhalb Stunden kurzweilige Unterhaltung.
|
|