Hörspiel-Veröffentlichtungen am 01.07.2011


Mark Brandis (15) Aktenzeichen: Illegal

2128: Grischa Romen hat sich verliebt — in die chinesische Astrophysikerin Ko Ai, die im Rahmen eines internationalen Projekts auf der HERMES gearbeitet hat. Seine Gefühle werden erwidert, doch einer gemeinsamen Zukunft steht ihre republikanische Herkunft im Weg. Als bekannt wird, dass sie eine »illegale Geburt« ist, der bei Rückkehr in ihre Heimat die Exekution droht, wendet sich Romen an seinen Commander und Freund Mark Brandis, der bald darauf Kopf und Kragen riskiert, um den beiden zu helfen. Erst als es zu spät ist, erkennt Brandis, wie skrupellos die Bürokratien der Staaten ihre Ziele verfolgen...
 

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Mark Brandis (16) Operation Sonnenfracht

2129: Commander Brandis und seine Crew haben zur Jubiläumspräsentation der VEGA Dienst als Ausstellungsführer in San Francisco. Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben lässt die San-Andreas-Spalte, auf der die Stadt steht, aufbrechen. Der Hangar stürzt ein, und nur Brandis' Geistesgegenwart verhindert, dass die HERMES zusammen mit dem Rest der VEGA-Raumschiffe vor Ort zerstört wird. Die Stadt geht im Erdbeben unter. In der Nachbesprechung eröffnet Direktor Harris erschreckende Fakten: schon bald werde dieses Unglück durch ein weit größeres abgelöst, wenn kein Wunder geschieht ...

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Ordensschwester Amélie (7) Gebrochene Herzen



Weil Remy Bass noch immer im Krankenhaus liegt, kümmern sich Amélie und Marc in seiner Abwesenheit um das Detektivbüro. Da kommt ihnen Madame Menasses Auftrag gerade recht. Die junge Frau will ihren Mann wegen einer vermeintlichen Affäre beschatten lassen. Mit dem Wagen nimmt Marc die Verfolgung des Mannes auf und gerät mitten in einen rätselhaften Todesfall!

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William Golding: Herr der Fliegen

Zuerst war sie ihnen vorgekommen wie das Paradies: die unberührte, menschenleere Insel in den Tropen, auf die ihre Maschine abgestürzt ist. Es ist Mai 1943, und es ist Krieg. Das Flugzeug hatte den Knabenchor - Schüler einer englischen Eliteschule - von einem Auftritt nach Hause bringen sollen. Jetzt jedoch müssen Ralph und Piggy und Simon, genau wie Jack und alle die andern zusehen, wie sie überleben, bis man sie findet und zurückholt. Besonders schwer scheint es nicht: Die Natur ist üppig und strotzt vor Leben, die Vögel sind so zutraulich, daß sie sich ihnen auf die Schultern setzen. Das größte Tier ist eine Art Schwein, es kennt keine Feinde und läßt sich leicht jagen. Wie Robinson bauen sie Hütten, halten oben auf dem Berg ein Feuer in Gang, um Rauchzeichen geben zu können. Doch die Jungs um Jack, der so gern kommandiert, sind von der wilden Freiheit ohne Erwachsene, ohne Kultur und Zivilisation viel zu fasziniert, um die Regeln zu achten. Sie wollen jagen und töten, sie wollen Urmenschen sein, Wilde, Tiere am liebsten. Werden Ralph und Piggy es schaffen, sich gegen sie zu wehren? Wenn selbst Simon, dem Träumer, der "Herr der Fliegen" erscheint, der ihn weglocken will, nach drüben, dahin, wo es eine Lust ist, roh und böse zu sein? Tod und Feuer kommen auf die Insel, ein anderer Krieg, und vom Paradies bleibt nur die Erinnerung an die ersten Tage und an das Licht, in dem es lag.
 
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Die Island-Sage (Saga vom weisen Njál)
Neuauflage von "Der Baum des Haders"

In kaum einem anderen Land ist die Faszination des geschriebenen Wortes so groß wie auf Island. Zeugnis davon legen vor allem die im Mittelalter auf der Insel entstandenen Sagas ab, umfang- und personenreiche Familiengeschichten, die zur Zeit der Christianisierung im 10. und 11. Jahrhundert spielen, zum Teil also unmittelbar nach der "Landnahme", der Besiedlung. Von vielen herausragenden zeitgenössischen Dichtern sind sie als hypermoderne Literatur gepriesen worden, die ihnen als Vorläufer, ja als Vorbild des modernen Romans gelten. Für die Isländer sind die Sagas bis auf den heutigen Tag mehr als Literatur, sie sind, fast einer religiösen Wirkung gleich, eine Art zeitloser Kraftquelle, aus der sich Stärke und Hoffnung schöpfen ließen im jahrhundertelangen Existenzkampf dieses ersten "demokratischen" Landes in Europa. "Die Geschichte vom weisen Njál", so der Titel einer deutschsprachigen Übersetzung, gilt unter den vielen isländischen Familien-Sagas als die literarisch reifeste. Im Original "Njálssaga", kurz "Njála"oder auch nach dem Hauptereignis des Mordbrandes "Brennu-Njáls-Saga" genannt, enthält sie die durchgängigen Motive der Saga-Literatur: das harte Ringen um Besitz, die daraus resultierenden Kämpfe, gerichtlichen Auseinandersetzungen, Erschlagungen und Blutrachen. Der Existenzkampf gerät zu einem unaufhaltsamen Kreislauf der Gewalt, in den alle hinein gerissen werden, ein Kreislauf, der sich aus sich selbst erneuert - selbst gegen den Willen der Hauptakteure. Diese sind Njál und Gunnar, der eine Richter des Allthing, der die blutigen Fehden durch weise Rechtssprüche zu beenden sucht, der andere, sein bester Partner bei diesem Versuch, ein kühner Kämpfer und einer der besonnensten Männer seines Landes. Doch der Friedenswille dieser beiden Männer kann das von Njál vorhergesehene Unheil nicht abwenden: Auch wenn der "Baum des Haders" welkt, ein einziges Samenkorn genügt, ihn erneut zum Sprießen zu bringen.

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