Wallander - Tod in den Sternen
  Autor: Henning Mankell
  Produktion: Der Hörverlag 2008
  Regie: Sven Stricker
  Bearbeitung: Sven Stricker
  Musik: Jan-Peter Pflug
  Länge: 67 Min.
  Cover
 


Mitwirkende:

Kurt Wallander: Axel Milberg
Linda Wallander: Ulrike C. Tscharre
Erzähler: Andreas Fröhlich
Stefan Lindmann: Christian Stark
Martinsson: Lennardt Krüger
Ann-Britt Höglung: Kerstin Hilbig
Nyberg: Siegfried W. Kernen
Göran: Peter Jordan
Harietta Leike: Anne Weber
Eric Leike: Gerd Hinze
Sandell: Samuel Weiss
Bankangestellte: Traudel Sperber
Will: Katharina Pichler
Uwe: Hans Kahlert
David: Anton Sprick
Auktionator: Hans Sievers

Inhalt:

Ein Banküberfall gerät außer Kontrolle. Ein geistig verwirrter Mann fordert die Überweisung eines hohen Geldbetrages auf ein bestimmtes Konto. Zuerst nimmt ihn niemand ernst, doch dann droht er, die Bank mit einer Bombe in die Luft zu sprengen. Kurt Wallander, Linda und Stefan Lindman stehen vor einem Rätsel...

Henning Mankell, 1948 in Härjedalen bei Stockholm geboren, sieht sich weniger als Krimiautor denn als Gesellschaftskritiker. In den 70er Jahren veröffentlichte er - ganz Kind seiner Zeit - mehrere Werke, die sich den Klassenkampf und die Arbeiterbewegung zum Thema machten. Seit 1990 widmet er sich seinem Hauptwerk: den Fällen des Kommissar Wallander. Der Erfolg überschreitet die Landesgrenzen Schwedens bei weitem.

Bemerkungen:

Mit der Reihe "Wallander" setzt der hörverlag die gleichnamige Fernsehserie als Hörspiel um. Allerdings beginnt man hier mit der zweiten Folge, da "Vor dem Frost" schon in einer Hörspielversion vorliegt.

Dass verwirrt ein wenig, weil es Sequenzen gibt, die auf die erste Folge Bezug nehmen und daher in diesem Hörspiel etwas merkwürdig in der Luft hängen.

Mit der "Tod in den Sternen" bekommt es Wallander gleich mit einem sehr ungewöhnlichen Fall zu tun. Der Aufhänger ist gut, allerdings stört zu Beginn der "Indianer" etwas - diese Verkleidung kennt man ja schon aus "Die falsche Fährte" und nichts ist unorigineller, wenn ein Autor ohne Not bei sich selbst klaut.
Die Lösung des Falles an sich ist gar nicht so spektakulär. Mit wenigen Kniffen gelingt es aber, dem Ganzen doch eine verzwickte Note zu geben und das Hörspiel spannend zu gestalten.

Bei den Sprechern gibt man sich keine Blöße; eine - nicht nur von der Papierform - exzellente Besetzung. Die Stimmen passen perfekt zu den Figuren - hier liegt wirklich die ganz große Stärke der Produktion.

Ein Markenzeichen einer Stricker-Produktion ist ja immer der besondere Einsatz des Erzählers. Hier kommt Andreas Fröhlich stets in einem sehr seichten, fast flüsternden Ton, herüber. Die Performance ist stets gleichbleibend und reagiert auf keine Stimmungsschwankungen im Hörspiel. Ein ruhender Pol - ungewöhnlich, aber keinesfalls unpassend.

Für die Musik zeichnet sich wieder Jan-Peter Pflug verantwortlich. Die gewohnte Klasse kann er allerdings hier nicht ausleben, da die Hörspiele - wie es die Vorlage quasi verlangt - eher in seichtem Soundgewässer schippern. So beschränkt sich die Performance auf ein wenig dezente Klavier-, Saxophon- und Flötenklänge.

Sven Stricker gelingt es das Flair der Wallander-Krimis gut einzufangen und hörbar zu machen. Der Fall ist in den Details recht originell - und bietet ein ordentliches Kriminiveau. Ein gelungener Serieneinstand - der Lust auf mehr macht!

 

Meine Wertung: + + + + 

 

Link zur Hörprobe

 

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