| Wallander (3) Am Rande der Finsternis |
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nach einer Geschichte von Henning Mankell |
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Produktion: |
der hörverlag 2008 |
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Bearbeitung und Regie: |
Sven Stricker |
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technische Realisation: |
Kay Poppe |
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Musik: |
Jan-Peter Pflug |
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Länge: |
66 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Andreas Fröhlich
Wallander: Axel Milberg
Linda Wallander: Ulrike
C. Tscharre
Stefan Lindman: Christian Stark
Martinsson: Lennardt
Krüger
Ann-Britt Höglund: Kerstin Hilbig
Nyberg: Hannes Hellmann
Ole
Svendsen: Eckart Dux
Frisk: Uli Plessmann
Ralph Sahlin: Clemens von
Ramin
Jeanna Sahlin: Barbara Zapatka
Tove Sahlin: Joana
Thinius
Hausmeister: Sascha Rotermund
Ärztin: Maria Hartmann
Robert
Folkesson: Lutz Herkenrath
Sara Bruck: Lotte Flack
Ärztin im St. Lars:
Julia Gille
Schwester: Céline Fontanges |
Inhalt: |
Auf einer Landstraße nahe bei Ystad wird in einem Auto ein verlassenes Kleinkind
entdeckt. Vom Fahrer und Vater des Kindes, dem Bootsbauer Carl Svendsen, fehlt
jegliche Spur. Während sich Kommissar Wallander bei seinen Ermittlungen zunächst
auf den Verwandten- und Freundeskreis des Verschwundenen konzentriert, findet
Linda Wallander heraus, dass Carl Svendsens 14-jährige Tochter Anja sich vor
längerer Zeit erhängt hat. Linda spürt intuitiv einen Zusammenhang zwischen Carl
Svendsens Verschwinden und dem damaligen Selbstmord seiner Tochter. Im
Kinderzimmer des toten Mädchens, das der trauernde Vater seither nicht angerührt
hat, entdeckt Linda auf dem Computer schockierende Fotos. Und ihr wird
schlagartig klar, dass sie einer skrupellosen Bande von Erpressern und
Drogendealern auf der Spur sind, die auf dem Schulhof ihre wehrlosen Opfer
suchen. Doch wie kann das alles vor den Augen der Lehrer geschehen? |
Bemerkungen: |
Dieser Krimi hat mich von der ersten Minute an
gefesselt. Das liegt zum einen an dem sehr emotionalen Plot der
Geschichte, aber auch an der dazu perfekt passenden Atmosphäre des
Stückes. Gerade diese Tiefe passt perfekt ins Klischee einer
skandinavische Kulisse. Die Geschichte und die darin verwickelten
Figuren wirken absolut glaubhaft.
Sven Stricker hat die Vorlage sehr adäquat umgesetzt. Er
lässt die Dramatik der Geschichte aus sich selbst heraus
entwickeln und verzichtet auf aufgesetzt wirkende
Spannungselemente. Das sorgt für genau die ruhige
Atmosphäre, die die Geschichte braucht, um richtig zu wirken. Dies
wird mit einer unaufdringlichen, aber nachvollziehbaren
Geräuschkulisse und der wie gewohnt sehr passend gewählten
Musik von Jan-Peter Pflug unterstützt.
Großen Anteil an der Qualität haben auch hier die Sprecher.
Erzähler Andreas Fröhlich passt sich mit seinen fast
geflüsterten Passagen an die ruhige Inszenierung an. Es wirkt fast
so, als wolle er den Hörer nicht stören. Ein Stilmittel, das
vielleicht in anderen Bereichen befremdlich wirken würde, hier
passt es allerdings perfekt.
Unterstützung erfährt er dadurch, dass Gedankengänge der
einzelnen Figuren auch von diesen selbst gesprochen werden. Eine
ebenfalls sehr gelungene Methode um Erzählerlastigkeit zu
verhindern.
Sehr überzeugend ist auch hier das Protagonisten-Team. Axel
Milberg kann als Wallander glänzen, zumal diese Figur hier eine
besondere persönliche Nervenprobe bestehen muss, die der Rolle
eine weitere Facette hinzufügt.
Aber auch die restliche Stammcrew schafft mit guten Leistungen viel Glaubwürdigkeit.
Bei den Gastsprechern fiel mir insbesondere Eckart Dux als Ole Svendsen
sehr positiv auf. Er versteht es eindrucksvoll, dieser vom
Schicksal gebeutelten Figur, die richtige Farbe zu verleihen.
"Am Rande der Finsternis" ist ein nahezu perfekter skandinavischer
Krimi. Hier passt einfach alles zusammen. Thema, Plot, Atmosphäre,
Kulisse und Figuren verschmelzen zu einem sehr empfehlenstwertem
Hörspiel.
Genauso muss ein Wallander klingen! |
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