Wallander (4) Ein Toter aus Afrika
  nach einer Geschichte von Henning Mankell
  Produktion: der hörverlag 2008
  Bearbeitung und Regie: Sven Stricker
  technische Realisation: Kay Poppe
  Musik: Jan-Peter Pflug,
  Länge: 71 Min.
 

Mitwirkende:

Erzähler: Andreas Fröhlich
Wallander: Axel Milberg
Linda Wallander: Ulrike C. Tscharre
Stefan Lindman: Christian Stark
Martinsson: Lennardt Krüger
Ann-Britt Höglund: Kerstin Hilbig
Nyberg: Hannes Hellmann
Kenneth Nilsson: Michael Prelle
Maj, seine Frau: Carla Becker
Farzan: Erik Schäffler
Arvid: Andreas Döhler
Lisa: Céline Fontanges
Lasse: Peter Woy
Mia, seine Frau: Sonja Szylowicki
Eva: Victoria von Trauttmansdorff
Diao: Oumar Koita
Wächter: Sascha Rotermund

Inhalt:

Es herrscht Wahlkampf in Ystad. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen bereitet die sozialdemokratische Partei einen Auftritt des Politikers Kenneth Nilsson vor. Als wäre das nicht genug Stress für die lokale Polizei, wird in einem Güterzug von Ystad nach Polen eine Leiche gefunden: ein ermordeter Schwarzafrikaner. Die Tat und das mutmaßliche Motiv bleiben für Kommissar Wallander ebenso rätselhaft wie die Frage, weshalb der Mann sich in Schweden aufhielt. Bei der Ermittlung stoßen sie auf die Spur des Afrikaners Diao, einen Freund des Toten, der seit der Mordnacht verschwunden ist. Erstaunt geht Wallander und sein Team den Spuren einer vor langer Zeit in Afrika begangenen Bluttat nach...

Bemerkungen:

Diese Geschichte konnte mich weniger überzeugen. Hier fehlt dem Plot für meinen Geschmack etwas von dem besonderen Flair, das einen skandinavischen Krimi ausmacht.  Dazu kommt, dass die Geschichte zwar mit überraschenden Wendungen aufwarten kann, diese aber hier und da etwas klischeehaft sind und mitunter zu  leichtgängig verzahnt wurden. Das Thema an sich ist nicht schlecht und der Fall kann auch für Spannung sorgen, das letzte Quentchen fehlt allerdings.

An der Umsetzung liegt es nicht, dass dieses Hörspiel im Vergleich nicht ganz so gut abschneidet. Denn die Inszenierung ist wieder eine Klasse für sich. Sie passt sich ein wenig dem - im Vergleich zur dritten Folge -  etwas rauherem Thema an und unterstützt so die Geschichte wiederum perfekt.  Auch hier sorgt man mit einer adäquatem Musik- und Geräuschkulisse für die jeweils passende Untermalung.

Die Sprecher agieren auf dem gewohnt guten Niveau. Herausragend - bei den Stammsprechern, eigentlich wie immer: Axel Milberg und Ulrike Tscharre. Bei den Nebenrollen sei die gute Leistung von Michael Prelle erwähnt, der es schafft, die etwas merkwürdig charakterisierte Figur des Kenneth Nilsson, so gut zu spielen, dass diese trotzdem absolut glaubhaft bleibt.


Ein solider Krimi, der etwas darunter leidet, dass er mit gängigen und austauschbaren Klischees spielt. Dadurch geht ein wenig das Flair des Besonderen verloren.  Dennoch kann der Fall mit ein paar sehr guten und überraschenden Wendungen und der wie üblich guten Inszenierung aufwarten.

 

Meine Wertung: + + +

 



 

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