Wallander (8) Tödliche Fracht
  nach einer Geschichte von Henning Mankell
  Produktion: der hörverlag 2009
  Bearbeitung und Regie: Sven Stricker
  technische Realisation: Kay Poppe
  Musik: Jan-Peter Pflug
  Länge: 61 Min.
 

Mitwirkende:

Erzähler: Andreas Fröhlich
Wallander: Axel Milberg
Linda Wallander: Ulrike C. Tscharre
Stefan Lindman: Christian Stark
Nyberg: Hannes Hellmann
Henrietta: Sandra Borgmann
Karin Berglund: Katerina Poladjan
Hosse: Jürgen Uter
Abtissin: Elga Schütz
Dealer: Vladimir Pavic
Oskar  Oskarsson: Martin May

sowie Kay Poppe, Jan-Peter Pflug und Sven Stricker

Inhalt:

In der Ystader Polizei geht ein Hinweis ein, dass ein herrenloser LKW-Container seit mehreren Tagen im Wald steht. Linda Wallander und ihren Kollegen offenbart sich darin ein grausamer Fund: Neun Leichen und ein kleines Kind, das wie durch ein Wunder noch am Leben ist. Ein brutaler Menschenhändlerring scheint in Ystad sein Unwesen zu treiben.

Bemerkungen:
Ein Krimi, mit nicht gerade ungewöhnlichem Plot - zumindest der Ausgangslage nach. Den Schockeffekt, den man mit dem Thema "Menschenhandel" erzielen kann, hat schon in anderen Umsetzungen ordentlich gewirkt, er funktioniert auch hier.

Die Geschichte nutzt den Aufhänger gut und setzt auf eine kontinurierliche und schlüssige Weiterentwicklung des Plots, der dann aber, als das Drogenthema mit ins Spiel kommt, etwas überreizt wirkt. Die Mischung wird zwar in sich logisch geklärt, ist allerdings nicht rundum glaubwürdig. Es genügt immerhin für eine solide Handlung, die sich auf dem Schnitt der bisherigen Reihe bewegt.

Das Paket der Inszenierung ist auch hier wieder erstklassig. Die Art, wie stimmig Szenerie und Figuren in das Hörspiel transportiert werden ist erstklassig. Natürlich bedient man sich akustischer Klischees, aber man schafft einen ganz eigenen, unverwechselbaren Rahmen. Neben Musik und Geräuschuntermalung sind es insbesondere die Sprecher, deren Leistungen letztlich zu dem stimmigen Gesamtbild mitbeitragen. Insbesondere der fast flüsternde Andreas Fröhlich zählt als Erzähler formal schon zur Kulisse, da diese besondere Form des Einsatzes viel zur besonderen Atmosphäre dieser Produktionen beiträgt.
Glänzend agiert auch wieder Axel Milberg, der hier als Wallander auch wieder ein paar Ecken und Kanten mehr spielen darf. Auch wenn diese hier hervorgehoben werden, das sonstige Ensemble überzeugt hier ebenfalls durchweg. Gelungene Besetzungen und passende Charakterisierungen gehören zu den Qualitätskonstanten dieser Reihe.

Auch wenn die Geschichte etwas zu schwach ist, um eine höhere Wertung zu erzielen, genügt sie immer noch für einem ordentichen Krimigenuss. In Verbindung mit der erstklassigen Inszenierung reicht es für ein sattes "Gut" und eine erneute Empfehlung.

Meine Wertung: + + +

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