Wieso? Weshalb? Warum? - Die Baustelle
  von
Kerstin M. Schuld
  Produktion: Jumbo 2009
Hörspielbearbeitung: Inga Reuters
Regie: Inga Reuters und Joszi Sorokowski
Musik: Ulrich Maske / Inga Reuters / Trad.
    Länge: 34 Min.
 
Mitwirkende: Niklas Heinecke, Lea Sprick
Inhalt: Auf einer Baustelle gibt es viel zu entdecken. Schritt für Schritt können die Kleinen mitverfolgen, wie ein Haus und eine Straße gebaut werden. Welche Baumaschinen helfen mit? Welcher Bauarbeiter braucht welches Werkzeug? Und wann kann die Familie endlich in ihr neues Haus einziehen?

Bemerkungen: Die beliebte gleichnamige Buchreihe aus dem Ravensburger Verlag gibt es nun auch als Hörbuchfassung. In der Folge "Die Baustelle" unterhält sich ein Erwachsener mit einem Kind über alles, was sich auf einer solchen tut. Unterbrochen werden diese Dialoge mit Musik in Form von Mitsing- und Mitmachliedern, Gedichten und Merkversen.

Die Erwachsenen, die vielleicht hoffen, bei dieser Fassung vom Vorlesen entbunden zu sein, bekommen eine neue Aufgabe. Denn nur zuhören reicht hier nicht, es darf und muss fleißig mitgemacht werden. Vieles sollte - gerade für die angesprochene Zielgruppe - visualisiert werden. Das Booklet gibt da wertvolle Tipps zur Umsetzung.

Natürlich habe ich mich auch dieser Aufgabe gestellt und mit meinen drei Kindern (derzeit zwischen zwei und sechs Jahren) die CD gemeinsam "durchgespielt".  Das hat für eine gute halbe Stunde Familienspaß gesorgt, der sich bei allen Beteiligten einstellte und bei dem nur eine kleinere Schwäche aufgefallen ist.

So wäre es sehr hilfreich gewesen, wenn Abbildungen aller beschriebenen Maschinen im Booklet vorhanden gewesen wären - wer schon mal versucht hat z. B. einen Betonmischer ohne Hilfsmittel zu visualisieren, kann sich ungefähr vorstellen, in welche Not man da geraten kann.

Was für das erwachsene Ohr wie ein Manko klingt, sind die zum Teil sehr bemühten und merkwürdigen Texte, die sich insbesondere in gewöhnungsbedürftigen Reimen niederschlagen. Das stellt sich letztlich bei den Kindern allerdings überhaupt nicht als Fehler dar, denn diese können damit bestens umgehen und für sie ist es auch absolut einprägsam.

Letztlich: Die Kinder hatten Spaß (der Papa aber auch) und konnten hier sehr viel mitmachen. Insofern funktioniert die CD wie gewünscht und bekommt daher auch eine Empfehlung von mir.

Für Kinder (sowieso) und aktive Eltern ist "Die Baustelle" genau richtig! 



   
Meine Wertung: + + +
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Wieso? Weshalb? Warum?
  von
Angela Weinhold
  Produktion: Jumbo 2009
Hörspielbearbeitung: Stefanie Müthel und Inga Reuters
Regie: Stefanie Müthel und Joszi Sorokowski
Musik: Ulrich Maske / /Bettina Göschl
    Länge: 25 Min.
 

Mit:

Marion Elskis, Lea Sprick

Inhalt: Wie wächst das Baby im Bauch? Was braucht ein Baby? Und wie ist es, wenn man kleine Geschwister hat?

Bemerkungen: Nachdem ich schon "Die Baustelle" aus der Reihe kannte, stellte ich micht bei dieser Folge nun ebenfalls auf eine entsprechende Mitmachfolge ein. Thematisch bedingt geht es hier diesbezüglich aber  entspannter zu. Die Geschichte ist doch deutlich besser zum reinen Zuhören geeignet, und das "Mitmachen" ist weniger Pflicht als Kür.

Viel Lehrreiches kann das Kind hier mitnehmen, da alles sehr kindgerecht in Dialogen, die wieder durch Lieder und Reime aufgelockert sind, erzählt wird. Allerdings ist die Empfehlung "Ab 2 Jahre" für mein Empfinden doch arg niedrig angesetzt, da hier viele Informationen nur durch Zuhören möglich sind und ein Visualisieren durch die Eltern nur selten in geeigneter Form möglich ist.

Davon abgesehen ist das Thema insbesondere für angehende Geschwister natürlich höchst interessant und sicherlich auch besser nachzuvollziehen, als wenn man es abstrakt seinen Kindern näher bringen will.

Insofern schränken diese Faktoren die Zielgruppe ein wenig ein. 



Meine Wertung: + +
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Wieso? Weshalb? Warum? - Unser Essen
  von
Doris Rübel
  Produktion: Jumbo 2009
Hörspielbearbeitung: Inga Reuters
Regie: Inga Reuters und Joszi Sorokowski
Musik: Ulrich Maske / Jens Kronbügel / Vienna Symphonic Library
    Länge: 74 Min.
 
Mitwirkende: Sonja Szylowicki, Daniel Wahl, Niklas Heinecke, Tim Niebuhr, Marion Elskis und Lea, Tim, Antonia, Rosita, Henri, Leah und Mira

Gesang: Sonja Szyowicke, Blanche, Daja, Murat und Julian


Inhalt: Spaghetti, Eis, Pizza und Pommes - das mögen fast alle Kinder. Aber was braucht unser Körper wirklich? Und wo kommt unser Essen her? Die Spur führt Sonja und die Kinder Ida und Lasse in Sonjas Garten, zum Markt, zum Hafen und zum Bauernhof. Und was haben die Menschen früher gegessen? Die drei probieren es aus und backen ein Steinzeitbrot. Beim Abschlussbuffet stellen Kinder aus aller Welt ihr Lieblingsessen vor.


Bemerkungen: Die Buch-Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" ist bei Eltern und Kinder glechermaßen beliebt. Logische Konsequenz ist natürlich eine Hörbuchfassung. Allerdings ist das bei Sachthemen, zumal wenn sie auf eine sehr junge Zuhörergruppe zugeschnitten sind, nicht so ganz einfach.

Im Gegensatz zur ersten Folge "Auf der Baustelle" steht hier weniger das Mitmachen, als das Zuhören im Mittelpunkt. Hier werden 16 Fragen rund um das Thema Ernährung in kleinen Spielszenen zwischen einer und acht Minuten Spielzeit beantwortet. Allerdings wirkt das Ganze hier nicht sonderlich lebendig, da man hier sehr viel Stoff vermitteln will und dabei etwas das Spielerische vermissen lässt. Hier wäre weniger Inhalt, dafür aber mehr Unterhaltsames und Abwechslung geboten gewesen, zumal das Thema ja in der Zielgruppe vermutlich nicht zu den favorisierten gehört.

Unter den fast immer gleichen Mustern der einzelnen Sequenzen können die Sprecher kaum auf sich aufmerksam machen. Die Texte sind  zu zielführend, als dass sie echt wirken können. Insofern überzeugt das Gehörte nicht wirklich, an den Sprechern selbst liegt dies jedoch weniger.

Die Szenen sind ausreichend mit Geräuschen untermalt, so dass die Szenerie nachvollziehbar wird. Musik gibt es nur losgelöst; ein Stückchen nach jeder Wissensequenz. Wobei dies keine kurzen Trennerjingels sind, sondern jeweils eine gute Minute ausgespielt werden. Das mag sinnvoll sein, um Zeit zu schaffen, damit der davor gehörte "Stoff" besser verarbeitet werden kann, nimmt aber auch leider ein wenig den Schwung aus der Geschichte.


So gern meine Kinder und ich die Bücher aus der Reihe mögen, richtig warm mit der Hörfassung werden wir - zumindest in diesem Fall - nicht. Hier liegt der Fokus etwas zu sehr auf der reinen Wissensvermittlung, so dass der Hörspaß ein wenig zu kurz kommt.
So dürfte die Produktion zwar für alle die eine Empfehlung sein, die möglichst viel zum Thema "Ernährung" wissen wollen, allerdings um ein entsprechendes Interesse zu wecken, reicht es meines Erachtens nicht.



   
Meine Wertung: +
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Wieso? Weshalb? Warum? - Bei den Wikingern
  von
Peter Nieländer
  Produktion: Jumbo 2009
Hörspielbearbeitung: Inga Reuters
Regie: Inga Reuters und Joszi Sorokowski
Musik: Ulrich Maske / Vienna Symphonic Library
    Länge: 74 Min.
 
Mitwirkende: Robert Missler, Niklas Heinecke, Tanja Dohse, Joszi Sorokowski, Tim Viereck, Celine Neumann, Henri Lücke, Mira Linzenmeier

Gesang: Robert Missler, Blanche, Daja, Murat und Julian


Inhalt: Auf einer Rudertour begegnen Robert und die Kinder Ilvi und Eric einem Wikingerschiff. Die Besatzung nimmt sie mit auf eine Zeitreise in ihr Dorf. Hier lernen die drei eine Familie kennen und erleben mit, wie die Wikinger wohnten, was sie aßen und was die Kinder spielten. In der Stadt Haithabu bestaunen Robert und die Kinder Handwerkskunst und Waren aus aller Welt. Gebannt lauschen sie den Geschichten um die Wikingergötter. Die Zauberkraft der Runen hilft ihnen schließlich in ihre Zeit zurückzukehren.


Bemerkungen: Obwohl diese Folge in Aufbau und Darstellung der Vorgängerfolge "Unser Essen" entspricht, kommt "Bei den Wikingern" schon deutlich unterhaltsamer daher.
Das liegt zum einen am Thema selbst, da dies mit deutlich mehr Spannung präsentiert werden kann. Der Aufhänger mit der Zeitreise ist zwar etwas merkwürdig, sorgt aber dafür, dass man viel interessanter mit dem Thema Wikinger umgehen vermag. Vor allem, da man auf diese Art doch weniger theoretisch erzählen muss, sondern direkt vom Alltag der Wikinger berichten kann.

Das schlägt sich auch auf das Skript nieder, das hier eher eine lebendige Geschichte erzählt. Diese Rahmenhandlung wirkt Wunder, da so auch die Dialoge echter wirken. So sind auch die Sprecherleistungen deutlich besser, weil man doch eher dem Begriff Hörspiel gerecht wird.

Die auch hier lang ausgespielten Musikstücke bremsen die Geschichte zwar auch etwas aus, allerdings findet der Hörer durch das gelungen inszenierte Ambiente der Wikingerzeit, schnell wieder ins Thema zurück.


Mit dieser Produktion zeigt man, dass die erfolgreiche Buchreihe auch als Hörbuchumsetzung funktionieren kann, sobald es wie hier gelingt, die Vermittlung von Wissen die richtige Portion Unterhaltung gegenüberzustellen. So wird "Bei den Wikingern" eine der empfehlenswertesten Episoden der Reihe.
 
Meine Wertung: + + +
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