| Wildernacht
- Die verlorenen Tagebücher |
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Autor: |
Joachim Masannek |
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Bearbeitung:
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Barbara van den Speulhof |
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Produktion: |
der hörverlag 2009 |
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Regie: |
Barbara van den Speulhof |
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Musik: |
Voker Barber, Song "Wildernacht von Hassliebe |
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Länge: |
147 Min. |
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Mitwirkende: |
Michael Klondeik: Erik Borner
Sally / Sally Wild Blanche / Stimme: Nora Jokosha
Kurz Null Null Zero / Lancelot / Merlin: Peter Wenke
Galahad / Artus: Bodo Henkel
Genevra / Sean Dark: Martina Römert
Art: Marius Clarén
Ko-Kahla-Bold / Golddoppelpfündchen: Birgitta Assheuer
Peter: Hennes Bender
Diamond / Junge: Hendrik Geist
Goldfinger: Flora van den Speulhof
Blinde Hexe: Barbara van den Speulhof
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Inhalt: |
Die verlorenen Tagebücher des Michael
Klondeik erzählen von einem Land, das uns Menschen seit 1500
Jahren vor dem Bösen beschützt. Und sie
erzählen von Michael Klondeik selbst, der vor 16 Jahren
aufbrach und sein Leben riskierte. Er schrieb die Geschichte von
Wildernacht auf, damit sie nie verloren geht. Denn sonst käme
das Böse aus Wildernacht auch in unsere Welt und es
würde uns vernichten. Doch Klondeik ließ seine
Tagebücher aus Angst verschwinden. Jetzt, 2009, tauchen sie
wieder auf. Und alles liegt an uns: Falls das Böse nicht schon
unter uns ist, haben wir nur noch eine Chance, es zu besiegen:
Klondeiks Tagebücher!
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| Bemerkungen: |
Bei
der Ankündigung, aus den "verlorenen Tagebüchern" ein
Hörspiel zu machen und diese vor der Lesung zu "Wildernacht" zu
veröffentlichen, war meine Skepsis schon recht groß. Das
Buch lebt ja nicht nur vom Text allein, sondern auch insbesondere von
der optischen Darstellung. Gelingt es, das akustisch umzusetzen?
Oder, falls nicht, gelingt die Geschichte auch ohne diesen formalen
Aspekt?
Letztere Frage würde ich mit einem "Jein" beantworten. Die
Geschichte bleibt in der akustischen Umsetzung genauso originell und
interessant. Allerdings macht sie es dem Hörer nicht wirklich
leicht, einen Zugang zu finden, denn das Fehlen der optischen Aspekte
macht die Story eine Spur chaotischer als nötig.
Der Wechsel zwischen den Handlungsebenen ist nur bedingt
nachvollziehbar, da er nur aus dem Inhalt, und damit leicht
zeitversetzt, klar wird. Immerhin bringt das Booklet einige Hilfe, da
man hier die einzelnen Figuren ziemlich gut erklärt und zumindest
auf diese Art, dem Hörer etwas hilft.
Die Umsetzung ist aus technischer Sicht nicht zu beanstanden.
Allerdings stören hier zwei Aspekte: Zum einen hätte ich
mir mehr "Hörspiel" gewünscht, denn das, was hier zu
Ohren kommt, hat mehr den Charakter einer Lesung mit kleinen
Hörspieleinspielern - richtige Dialoge gibt es allerdings nur
selten. Natürlich "spielt" hier der Erzähler seine
Rolle, aber das ist bei einem Tagebuch normal und reicht mir insofern
nicht für eine entsprechende Einordnung. Begriff
"Hörspiel" führt hier daher meines Erachtens leicht in
die Irre.
Der andere Aspekt ist der, dass es unbedingt nötig gewesen
wäre, die verschiedenen Ebenen deutlicher hervorzuheben, um dem
Hörer den doch verzwickten Plot etwas eingängiger zu
gestalten.
Bei den Sprechern lastet der Großteil auf Erik Borner, der sehr
glaubhaft und stets im Tempo der Geschichte agiert. Auch alle anderen
Sprecher können sich hören lassen, wenngleich man hier kaum
viel dazu sagen kann, da - wie gesagt - großartiges Dialogspiel
nicht aufkommt.
Ein wenig schade ist es schon: Da hat man eine gute Geschichte und
zeigt auch in der Inszenierung, dass man in der Lage ist, eine gute
Vertonung vorzulegen. Leider erweist sich dann, dass beides hier nicht
richtig zusammenfindet, und so das Ergebnis nicht ganz überzeugen
kann. Immerhin, wer das nötige Interesse an der Geschichte
mitbringt, und / oder die Vorlage kennt, der dürfte hier durchaus
auf seine Kosten kommen. |
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