Willi und die Wunder dieser Welt 
  Produktion: Lübbe Audio 2009
  Regie: Anne Sinnwell, Florian Fickel
  Musik: Philipp F. Kölmel, Patrick Buttmann, Dieter Hoelsch, Martina Eisenreich
  Länge: 51 Min.
 


Mitwirkende:

Willi Weitzel, Nico Blüthgen, Shaun Bobier, Irmgard Klinger, Michael Martin, Jennefer Maclean, Jan-Olaf Meynecke, Azusa Mori, Torsten Scheibler, Nobumichi Tosa

Inhalt:

„Willi und die Wunder der Welt“ ist das Abenteuer-Hörspiel zum gleichnamigen Kinofilm. Mit Augen und Ohren eines Kindes entdeckt Willi die großen, offensichtlichen und kleinen, versteckten Wunder dieser Welt. Er hört die Eisbären brüllen, er schlägt sich durch den dichten Regenwald und lauscht nachts den fremden Geräuschen in der "grünen Hölle". Er genießt die Ruhe in der unendlichen Weite der Sahara, lernt echte Tuareg kennen und ist überwältigt von den Reizen, die ihm eine asiatische Megacity entgegenwirft. Auf seinen Reisen durchlebt der Reporter Höhen und Tiefen, bangt, empfindet Glück, Schmerz, Ekel, Angst und Spannung. Willi nimmt seine Zuhörer mit auf eine sinnliche Reise zu unterschiedlichen Menschen, Kulturen und Lebensräumen.


Bemerkungen: "Willi will's wissen" ist bei uns schon Fernsehpflichtprogramm und hat hier andere Wissensformate für Kinder schon hinter sich gelassen. Insofern waren wir natürlich alle auf den ersten Kinofilm und das Hörspiel dazu gespannt. Das Hörspiel haben wir gehört, der Film steht noch aus.

Um es gleich vorweg zu sagen: Das Hörspiel polarisiert - Die Meinungen zwischen dem alten Mann, der die Rezension tippt, und dem familieneigenen Testhörer in der Zielgruppe liegen doch weit auseinander.

Der Papa mäkelt beispielsweise herum, dass die Reise - zumindest im Hörspiel - wenig Sinn macht. Willi will seiner verstorbenen Freundin einen letzten Wunsch erfüllen und ihr Sand aus der Sahara mitbringen. Daher führt ihn die erste Reise zunächst mal nach....Australien? Es mag kleinkariert klingen, aber es scheint auf den ersten Blick ein Umweg zu sein.

Am Sohnemann prallen solche Bedenken ab. Hier zählt das Abenteuer, das auf Willi im Dschungel wartet und die Sequenz, als der Jeep im Fluss stecken bleibt und man zu Fuß durch das Wasser waten muss, in dem sich ein paar Krokodile tummeln, spült  mit ihrer Spannung Bedenken wegen logischer Zusammenhänge fort.

Wo der kleine dem großen Hörer allerdings Recht geben muss, ist, dass vieles im Hörspiel nur bedingt funktioniert, weil die Geschichte einfach oft von Bildern lebt. Da reichen oftmals auch die zugespielten Erklärungen Willi Weitzels kaum aus, um das Geschehen adäquat zu transportieren. Vielleicht erklärt sich so aber die kurze Spielzeit, da man eventuell hier auf nicht umsetzbare Szenen gänzlich verzichten musste.

Überhaupt muss man auch sagen, dass Willi Weitzel in dieser zusätzlichen Tonspur merkwürdig verkrampft wirkt. Seine ansonsten so lockere Art fehlt hier einfach und schmälert ein wenig den Hörgenuss.

Die einzelnen Episoden sind ansonsten sehr vergnüglich und das, was die Vorstellungskraft zulässt, kann hier auch ganz gut unterhalten (auch hier den Sohn, mehr als den Vater).


Da hier die familieninternen Meinungen zuweit auseinander liegen, gibt es auch zwei Wertungen: Die miesepetrige vom Papa, die bessere vom Sohnemann.
   
unsere Wertung: + / - bzw. + + +
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