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Von Menschen, die sich fressen oder All you can eat

ein Hörspiel von Paula Köhlmeier, WDR/ORF/DLR 2008


Jacob, fünfundzwanzig, unrasiert, barfuß, die großen Zehen zu groß, geht eine Straße entlang. Die Straße ist leer und müde. Jacob ist müde. Er dreht sich nach Autos um. In seiner linken Hand hält er ein Schild: ´Wien´.
Bob Dylan singt: ´I want you´.
Hier ist Wien.
Marie liegt auf einem großen Bett. Das Kopfpolster ist rot. Maries Haare sind schwarz. Schwarze Haare auf einem roten Kissen.
Volle Aschenbecher, Essensreste und dreckige Wäsche. Das ist Augustin, das ist sein Zimmer. Dunkel und riecht nicht gut.
Der Berg von hinten. Augustin schaut zum Fenster hinaus. Er läßt niemanden in sein Gesicht.
Rutha sitzt am Fenster an einem kleinen Tisch. Ihre Augen sind verweint. Sie hat weinen gewählt.
Jacob telefoniert: Fusco? Es ist schlimmer als ich dachte. Der Walfisch macht sie völlig kaputt. Der Walfisch hat beide Frauen. Der Walfisch muß weg.
Jetzt beginnt das Spiel.´ (Auszüge aus dem Stück)


hoerspielTIPPs.net:
«Machtmensch Augustin hat zwei Frauen, Rutha und Marie, in den Bann geschlagen und Jacob, der Ex von Marie, will diesen brechen, da er ihn als schädlich für beide empfindet. Er versucht Allianzen zu schmieden, um Jacob zu beseitigen.

Eigentlich eine gute und runde Geschichte, die Paula Köhlmeier zu erzählen hat. Der Plot um menschliche Abhängigkeiten und deren (gewaltsamen) Befreiung daraus, hat viel Tiefe und setzt mitunter auch derbe Akzente.

Allerdings ist die Erzählweise zu gekünstelt, um die Geschichte wirklich gut und annehmbar zu erzählen. Man braucht recht lange, um sich an den eigenwilligen Stil zu gewöhnen und so braucht man schon einiges an Durchhaltevermögen, um hier nicht vorzeitig das Hörinteresse zu verlieren.

Ein guter Plot in einer (zu) gewöhnungsbedürftigen Umsetzung.»


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