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Watchdog

ein Hörspiel von Sabine Stein, NDR 2011


Jean-Boris Szymczak, Ton, Regisseurin Judith Lorentz und Hüseyin Ekici als Murat - Bild: NDR / Anke Beims
Man nennt ihn nur den "Lutscher". Er ist schmächtiger als die anderen, Zahnspangenträger, ein Außenseiter, den niemand freiwillig zu sich in die Sportgruppe wählt. Mit allen Mitteln kämpft er darum, dazuzugehören. Am liebsten wäre er wie Murat, so cool und kaltschnäuzig. Anfangs dient er sich ihm mit Geschenken an. Dann versucht er, mit einem perfiden Coup seinen Respekt zu ertrotzen. Er sucht sich ein Opfer, das genauso schwach ist wie er selbst: den Physiklehrer. Ihn filmt er. Zunächst bei seinen stets misslingenden Unterrichts-Performances, wenn seine Schulstunden von renitenten Schülern sabotiert werden und ihm die Apfelbutzen um die Ohren fliegen. Dann zu Hause, wenn er sich mit der Büroklammer im Ohr herumpult. Schließlich montiert er ihn in pikante Sexszenerien. Alle Videos stellt er ins Netz. So wächst der Lutscher empor zum heimlichen Drahtzieher einer Entblößungs-Kampagne, eines Schauprozesses, einer öffentlichen Exekution, wird zum selbsternannten "watchdog" und "cyber warrior". Derweil gerät Großmaul Murat ins Zentrum der schulinternen Nachforschungen. Ihm traut man die fiesen Filme am ehesten zu. Auf einmal kämpfen alle um ihr Leben: Murat, der unschuldig ist, der Lehrer, der sich wehren muss und Nils, der um jeden Preis siegen will. In einem atemberaubenden show down führt Sabine Stein ihre genauestens recherchierte Geschichte über Cyber-Mobbing einem Ende zu, das im klassischen Sinne tragisch ist.

hoerspielTIPPs.net:
«Ein großartiges Hörspiel über Cybermobbing - Obwohl man sich so mancher Klischees bedient, bleibt Sabine Steins Hörspiel glaubwürdig. Interessant wird es nicht nur durch die bloße Darstellung des Problemkreises, sondern durch die sehr gute Opfer- Täterverschiebung. Die Erkenntnis, dass es hier kein reines Gut und Böse geben muss, und wie schnell aus Tätern eben auch Opfer werden können (ohne dass man dies hier an den Haaren herbeizerren müsste), würde schon für eine Empfehlung ausreichen.

Hinzu kommt eine sehr gelungene, lebendige Inszenierung mit sehr guten Schauspielern, u. v. a. einem herausragenden Matthias Brandt.»

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 27.06.2020

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