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Abschiedsgeschenk

ein Hörspiel von Gert Roland Stiepel, NDR 2013


Regisseur Christoph Dietrich und Reiner Schöne - Bild: NDR/David Paprocki
Deutschland im Jahr 2040. Es herrscht demographischer Notstand. Die Vergreisung der Gesellschaft und die damit aufgeworfenen Probleme schreien nach einer politischen Lösung. Der alte Mensch ist zum unzumutbaren Kostenfaktor geworden. Die Krankenkassen bluten aus, dem Gesundheitssystem droht der Kollaps. Der Staat erlässt ein Abschiedsgesetz, die Kassen versprechen all jenen eine Prämie, die freiwillig aus dem Leben scheiden. Das Geschäft mit dem Tod blüht. Kommerziell geführte Sterbekliniken, die sich als innovative Start-ups verstehen, versprechen ein sorgenfreies, glückliches, in jedem Fall würdiges Ableben.

Paul denkt noch lange nicht ans Sterben und hat noch viel Lebensfreude. Nur: so mancher Abschiedskandidat gerät ins Schwanken. Paul zum Beispiel. Er sitzt nach einem Schlaganfall im Rollstuhl. Sein "Restlebenswertindex" ist gering. Im Falle seines freiwilligen Ablebens winkt seiner Frau die satte Prämie. Sein Sohn könnte sich davon eine lebensnotwenige Operation finanzieren. Doch dann entdeckt Paul buchstäblich in letzter Minute das Leben, die Lust daran. Was nun? Eine bissige Satire, die eine Menge Fragen aufwirft. Konsequent denkt der Autor zuende, was als futuristisches Szenario heute schon erschreckend wahrscheinlich scheint.


Gert Roland Stiepel ist promovierter Theaterwissenschaftler und Germanist. Nach dem Studium arbeitete er als Redakteur in einer Filmproduktion. Danach entwickelte er audiovisuelle Lehrfilme und -programme für die Erwachsenen-Bildung, ehe er als Creativ-Director in die Werbung ging. Ende der 80er-Jahre konzipierte er, zusammen mit Peter Jacobi, eine Serie von Mitmach-Hörspielen für den WDR.

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 29.01.2017

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