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Adele Spitzeder

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Martin Sperr, BR 1979


Eine wahre Geschichte: Die stellungslose Schauspielerin Adele Spitzeder setzt ihre grandiose Idee in die Tat um, den großen Banken die Kunden wegzuschnappen, indem sie zwei Prozent mehr Zinsen zahlt als die Konkurrenz. Für München und vor allem für das bäuerliche Hinterland wurde die Spitzeder zur unschlagbaren Volksbank. Sie selbst lebte herrlich und mit Freuden vom Geld ihrer Kunden, bis die Polizei – alarmiert von den herkömmlichen Bankiers – mit einer Handvoll Leuten vorstellig wurde, die alle gleichzeitig ihr Geld zurückverlangten. Die berühmt-berüchtigte Entrepreneurin hat zu ihrer Zeit nicht nur die Tagespresse beeindruckt. Die Redaktion des Brockhaus Lexikons fand 1894 ihr mehr als zwanzig Jahre zurückliegendes Wirken im Münchner Finanzwesen immer noch wichtig genug, um ihren Namen in Band 15 aufzunehmen. Ein Pfeil verweist auf "Dachauer Banken", wo in 21 Zeilen über die zwischen 1871 und 1873 von Adele Spitzeder gegründeten Schwindelbanken berichtet wird. Der damals populäre Begriff "Dachauer Banken" bezieht sich auf die Dachauer Straße in München, wo sie ihren ersten Geschäftssitz hatte.

Martin Sperr (1944–2002), Schriftsteller, Schauspieler. Theaterstücke, u. v. a. Münchner Freiheit (1971), Die Spitzeder (1977). Hörspieladaptionen, u. v. a. Landshuter Erzählungen (BR/SWF 1969), Jagdszenen aus Niederbayern (BR 1970).

Ursendung: 22.04.1979


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