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Een Held in Dörpskroog

Mundarthörspiel - ein Hörspiel von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen nach John Millington Synge, RB / NDR 2006


⏰ 49 Min.

🎬 Regie: Hans Helge Ott

🎼 Musik: Serge Weber

🎤 Mit: Robert Eder, Birte Kretschmer, Oskar Ketelhut, Rolf Nagel, u.v.a.

Irgendwann im 19. Jahrhundert, ein sehr abgelegenes Fleckchen Erde, wohin die Polizei sich nur am Tage traut, weil sie sonst befürchten muss, den Schmugglern und Schwarzbrennern in die Quere zu kommen. In dieser Einöde: ein Gasthof. Und eines Tages steht ein fremder junger Mann in der Tür und bittet um Obdach, er habe nämlich eine schreckliche Untat begangen. Die Phantasie der halbwilden Dörfler ist geweckt, und es beginnt eine der absurdesten, komischsten, wildesten - und wahrsten Geschichten der Theatergeschichte!

John Millington Synge (1871 - 1909), irischer Dramatiker aus Dublin, verbrachte trotz seines Musik- und Sprachenstudiums und einiger Auslandsaufenthalte den größten und wichtigsten Teil seines Arbeitslebens auf Inishmoor, einer der damals noch sehr wilden und abgelegenen Aran-Inseln vor der irischen Westküste. Dort fand er die Stoffe, die ihm als Vorlagen für seine Stücke dienten. Er ist, da er seine Bühnensprache durch den Dialekt der Inseln beeinflussen ließ, als Mundartdichter zu bezeichnen.

hoerspielTIPPs.net:
«John Millington Synges Theaterstück, das ursprünglich in irischer Mundart verfasst wurde, feierte seine großen Erfolge jedoch sowohl in der englischen, als auch in der deutschen Hochsprache. Für Radio Bremen und den NDR wurde das Stück ins Plattdeutsche übertragen und auch die Handlung nach Norddeutschland verlegt. Damit bringt man die Geschichte wieder näher an ihren Ursprung. Sie kann indes authentisch auch nur in einer provinziellen Kulisse, in der man noch am ehesten eine solch merkwürdige Auffassung von Recht und Gesetz, wie sie hier der Plot erfordert, glaubhaft platzieren kann.

Das Titel gebende Heldentum besteht nämlich in der Tatsache, dass der Protagonist sich gegen seinen Vater dauerhaft durchgesetzt hat - indem er diesen erschlagen hat. Ein wahrhafter Mann, der die - überschaubare - Frauenwelt des Ortes, in den er geflohen ist, gehörig durcheinanderwirbelt.

Natürlich finden sich - wie es sich für ein solch volkstümliches Stück gehört - einige Wendungen, die die Ernsthaftigkeit auch schnell relativieren und aus dem Krimi- ins deutlich humorige Fach holt.

Die Schauspieler haben mit dem leichten Stoff nur wenige Probleme. Allerdings gelingt es ihnen aber auch nur bedingt, die Geschichte so zu präsentieren, dass der merkwürdige Plot durch das Spiel glaubhafter wird.

Eine originelle, allerdings auch seltsam anmutende Geschichte, die für eine Radiostunde angenehmer Unterhaltung in plattdeutscher Sprache sorgen kann.»

Vorstellung im OhrCast


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