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Dylan denken

ein Hörspiel von Theo Roos, Günther Janssen, BR 2001


""Dylan denken" sind Coverversionen, Protokolle einer langjährigen Zusammenarbeit mit einer Idee im Kopf: "Dylan denken". Im Studio tauschten die Musiker und Autoren Günther Janssen und Theo Roos kontroverse philosophische und musikalische Ansichten zum Komplex Bob Dylan aus. Und luden Gäste zum "Dylan denken" ein. "Oral culture. Sound statt Schrift. Auf Dylans Stimmbändern, auf seinem Gitarrenhals und manchmal auf den Klaviertasten durchkreuzt Sound die Schrift. Texte sind nicht die Botschaft, sondern Medium für Sound. Seine Soundphilosophie ist noch nicht formuliert worden. Deshalb ´Dylan denken´ - und zwar im Hören auf den Sound. Wenn man Dylan im Hören denkt oder im Denken hört, bekommt Geschichte wieder Sound. Worte werden zu Tonzeichen. ´You speak to me in a sign language (...) You taking advantage bringing me down. Can you make any sound!´, so singt er selbst im Song ´sign language´. Wir antworten dem Dichtersänger mit unseren Tonzeichen. Out of mind. Auch mit eigenwilligen Coverversionen, etwa von Dylankennern und -liebhabern wie Klaus Theweleit, dem Lacan´schen Übersetzer und Psychoanalytiker Norbert Haas, Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz, Elisabeth Bronfen. Eben ein Hörstück für den Dylan-Sound" (Günther Janssen/Theo Roos). "

Theo Roos, geboren 1953, studierte Philosophie, Sport und Germanistik in Bochum und trat als Sänger und Gitarrist in verschiedenen Bands auf. 1987/88 arbeitete er mit der Regisseurin Andrea Breth am Schauspielhaus Bochum zusammen, seit 1988 ist er freier Filmemacher, Musiker und Philosoph. Er schreibt Essays für Zeitschriften und Sammelbände, fürs Fernsehen und Radio. Roos wurde 1987 mit dem 1. Fernsehpreis der RIAS Berlin Kommission ausgezeichnet.

🔥 Hörspiel des Monats Mai 2001

Ursendung: 25.05.2001


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