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Wenn der Vater die Zähne verliert, müssten dem Sohn Hände wachsen

Originalhörspiel - ein Hörspiel von Hubert Wiedfeld, WDR / RB / SR 1979


Geboren 1892 als Sohn eines Schäfers, aufgewachsen unter ärmlichsten Verhältnissen, Klempnerlehre, jahrelang als wandernder Handwerksgeselle und "Potteflicker" unterwegs, später Fabrikarbeiter, Mitglied der SPD und der Gewerkschaft, im Krieg ausgebombt, Neubeginn mit der Familie in einer provisorischen Dachbodenwohnung: Soweit, sparsam skizziert, die äußere Biographie von Günthers inzwischen verstorbenem Vater. Beim Besuch des Grabes im Braunschweigischem Heimatdorf füllen sich die Umrisse dieses Lebenslaufes durch Erinnerungen des Sohnes, Erzählungen der Mutter. Dazwischen Episoden aus der Vergangenheit, in der Fabrik, in der Dachbodenwohnung, von der Beerdigung. In dieser beinahe musikalisch strukturierten Verzahnung von äußerer und innerer Biographie entsteht schließlich das komplexe Bild eines wortkargen aber liebenswerten Mannes, der seiner politischen Überzeugung und seinem proletarischen Bewusstsein stets treu geblieben ist. Zugleich gibt die Schilderung des einzelnen Lebenslaufes Einblick in die wechselnden Zeiten, durch die er führt.

Hubert Wiedfeld, 1937 in Braunschweig geboren, gestorben 2013, schrieb ausschließlich fürs Radio. Er hat zahlreiche Hörspiele veröffentlicht und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden. "Crueland" erhielt den Prix Italia 1972, "Der Schatten und sein Schatten" wurde zum Hörspiel des Jahres 1991 gewählt.

Ursendung: 17.04.1979


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