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An der Eisgrenze

SF-Hörspiel - ein Hörspiel von Hermann Ebeling, SDR 1981


Die vierte Warmzeit, in der sich die Weltzivilisation entwickelt hatte, ist zu Ende gegangen. Das Eis dringt weiter nach Süden vor. Während die Regierung immer noch von einer vorübergehenden Änderung des Großraumklimas spricht, glauben die betroffenen Menschen nicht mehr an Besserung.
Die Eisgrenze verläuft mitten durch Europa, doch im Süden, jenseits der Tundra, wird nie über den Norden berichtet. Die wenigen Menschen, die dort in klirrender Kälte noch ausharren, fühlen sich vergessen. Große Flächen ehemals bewohnter Gebiete sind bereits unter den Eismassen begraben, die vordringenden Gletscherzerstören alles, was ihnen im Weg steht. Im Grenzgebiet, das nur mit einer speziellen Genehmigung betreten oder verlassen werden darf, sind Lebensmittel rar, Unterkünfte kaum noch bewohnbar. Das Sekretariat für Wetter und Energie beauftragt seine Mitarbeiterin Carla Cavallero, über die Tätigkeit der Klimastation in einer dieser Siedlungen zu berichten. Durch Eis und Schneesturm wird Carla von einem gewissem Duschek zu einer Ruine gelotst, in deren Keller Dr. Feininger haust. Feininger, der Leiter der Klimastation, ist ein anerkannter Klimatologe, der einst mit seiner ‚Kritik der Eiszeittheorie´ Aufsehen erregt hatte. Hier am Ort arbeitet er anscheinend so diskret, dass niemand weiß, was er eigentlich treibt. Da der schroffe Eigenbrötler Feininger sich vehement gegen jegliche Gesellschaft wehrt, versucht Carla, über Duschek an ihn heranzukommen. Er erklärt ihr, dass in dieser Siedlung ein jeder zum Goldgräber wird und nur noch aus Egoismus, Gier und Berechnung handelt. Duschek selber lebt vom Schmuggel, und sogar Feininger betreibt krumme Geschäfte. Aber auch Carla ist in Bezug auf ihre Absichten nicht ganz aufrichtig.


Ursendung: 13.04.1981


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