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Das blaue, blaue Meer

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Nis-Momme Stockmann, rbb 2010


Milan Peschel; Bild: rbb / Hanna Lippmann
Eine Wohnsiedlung, Plattenbau, irgendwo am Rande der Stadt. Ein Ort der Perversionen und Verzweiflung. Ein Ort, wo man die Sterne nicht sehen kann. Ein Ort ohne Hoffnung. Darko ist einer von vielen Verlorenen, die hier leben. Er trägt schwer an einer alten Schuld, über die er nicht hinwegkommt. Um sie irgendwie zu vergessen, säuft er sich tagtäglich das Gehirn aus dem Leib. Vergeblich. Doch dann begegnet er Motte, der Wohnsiedlungsprostituierten, deren Körper mit Narben übersät ist. Und auf einmal ist alles anders. Auf einmal gibt es Hoffnung und die Sehnsucht nach etwas ganz anderem, etwas, das jenseits der Grenze der Wohnsiedlung liegt: das blaue, blaue Meer.

hoerspielTIPPs.net:
«Nis-Momme Stockmann schildert in seinem Stück das Leben aus Sicht von Darko, einem von vielen Heruntergek ommenen bzw. gleich Untengebliebenen in einem maroden Stadtviertel. Sein Leben ist hoffnungslos, zudem trägt er eine Schuld mit sich, mit der er nicht richtig fertig wird. Die Situation treibt ihn zum Selbstmord, der jedoch von Motte verhindert wird. Langsam beginnt zwischen diesen beiden vom Leben Geschundenen ein Stück Liebe, ein Stück Hoffnung zu keimen.

Der Autor schildert die Gedankengänge Darkos und konstruiert daran entlang die Geschichte. Er nimmt dabei wenig Rücksicht auf Gefälligkeit und einen packenden Aufbau, so dass der Hörer schon etwas Atem mitbringen muss, um hier in diese Welt hineinzufinden - und vor allem - auch dort bleiben zu wollen. Erst als sich im Text erste Schleier heben und Strukturen klarer werden, packt er den Hörer und zieht ihn in den Bann.

Bei der Umsetzung hätte ich mir persönlich etwas mehr Flair, ruhig auch etwas mehr Klischee in der Darstellung gewünscht. Die Interpretation der Schauspieler ist doch eine Spur zu klar, zu nüchtern angelegt. Hier hätte man doch ein paar mehr Akzente setzen sollen.
Stimmiger fand ich da schon die Musikuntermalung, die meist aus einem recht einfachen, wiederkehrenden Begleitrhythmus besteht, der schließlich auch am Ende in einen passenden Abschlusssong mündet.

Wer moderne Stücke mit leichtem - in diesem Fall sehr positiven - Hang zum Verkünstelten mag, der sollte sich den durchaus hörenswerten Text von Nis Momme Stockmann anhören, auch wenn die Inszenierung hier nicht in Gänze überzeugt. »

Ursendung: 15.01.2010

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 11.08.2019

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