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Der Staatssekretär und sein Steckenpferd

Originalhörspiel - ein Hörspiel von Kurt Heynicke, hr 1955


v.l.n.r.: Rosemarie Gerstenberg, Joseph Offenbach und Regisseur Mathias Neumann, hinten Horst Beilke; Bild: hr/Kurt Bethke
Könige sammeln Briefmarken, Premierminister malen in Öl. Der Staatssekretär in Heynickes Hörspiel hat sich dem interessanten Gebiet der Höhlenforschung zugewandt. Wie dieser hohe Beamte seines mit Leidenschaft gerittenen Steckenpferdes wegen in Konflikt mit seinen Amtspflichten gerät, und wie er sich mit Hilfe seines recht selbständig werdenden Doppelgängers in eine schwierige Lage hinein- und wieder herausmanövriert, das schildert Kurt Heynicke mit der ihm eigenen Mischung aus Witz, Ironie und Lebensweisheit. Seine sowohl an menschlichen Bezügen als auch an witzigen Situationen reiche Komödie hat sich mittlerweile auch im Fernsehen und auf der Bühne bewährt. Hier ist der in Deutschland so oft missglückte Versuch einer politischen Satire gelungen.

Kurt Heynicke (1891-1985) schrieb Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte, Theaterstücke, Drehbücher für Spielfilme und Fernsehspiele sowie Hörspiele. Im Ersten Weltkrieg nahm er als Freiwilliger am Sanitätsdienst teil. Während dieser Zeit erschienen erste Gedichte in Herwarth Waldens Zeitschrift "Der Sturm". Als literarisch bedeutend gilt vor allem seine Lyrik, mit der sich Heynicke zwar als typischer Vertreter der expressionistischen Bewegung auswies, ohne jedoch deren Radikalität zu teilen.

Ursendung: 01.08.1955


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