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Judas

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Marcel Pagnol, BR 1998


Fast zweitausend Jahre galt der Verräter Judas als ein Schurke ohne Gleichen, bis man aus neuerem Geschichts- und Religionsverständnis heraus anfing, in ihm eine tragische Figur zu sehen, einen gläubigen Juden, der sich als Werkzeug seines grausamen Gottes sah. So auch der Jesus bis zu seinem Selbstmord unzweifelhaft liebende Jünger Judas bei Marcel Pagnol: Am Vorabend des Passahfestes zu den Seinen, armen Weinbauern, heimgekehrt, muß er sich verstecken. Römische Soldaten fahndeten schon auf Befehl des Pontius Pilatus nach Jesus und seinen Anhängern, die der Hohe Rat als Rebellen und Gotteslästerer denunziert hat. Judas Vater rät ihm, das Versteck des Jesus preiszugeben, der Centurio billige ihm dann Straffreiheit zu. Doch Judas will davon nichts wissen, sondern macht sich auf den Weg nach Jerusalem, um mit Jesus gemeinsam das Osterfest zu feiern. Jesus sagt dort vor allen anderen zu ihm, daß er, Judas, es sein wird, der ihn verrät, damit sich das Los des Messias erfüllt wird wie es in der Schrift steht. Judas flieht voller Verzweiflung in sein Dorf zurück und bittet dort einen Alten um Rat. Der verweist ihn auf den Propheten Jesaia, der verkündete "Wenn er der Messias ist,was hat er dann zu fürchten? Wenn Du für ihn fürchtest, beweist das, daß du nicht an ihn glaubst". Judas nimmt die schwere Schuld des Verrats auf sich, weil er glaubt.

Ursendung: 31.03.1988


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