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Das steinerne Brautbett

ein Hörspiel von Harry Mulisch, mdr 2005


⏰ 82 Min.

🎬 Regie: Norbert Schaeffer

🛠 Bearbeitung: Lou Brouwers

🎼 Musik: Mario Schneider

🎤 Mit: Erzähler: Christian Redl
Corinth: Marcus Kiepe
Hella: Frauke Poolman
Ludwig: Hilmar Eichhorn
Schneiderhahn: Berthold Toetzke
Ruprecht: Günter Grabbert
Karger: Götz Schweighöfer
Eva: Susanne Bard
Paul / Lautsprecher: Ulrich Lenk
Paula: Petra Ehlert
Erich / Kellner: Peter Treuner
Erwin / Portier: Siegfried Worch
Zamoyski: Waclaw Stawny
Karin: Anja Schneider
Archie: Stefan Kaminsky
Jimmy: Torben Kessler
Harry: Max Urlacher
Patrick: Jörg Malchow


1956, elf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, reist Norman Corinth aus Baltimore, USA, zu einem Internationalen Zahnärztekongress nach Dresden, DDR. In eine zerstörte Stadt, die Trümmerwüste der alliierten Bombardements am 13. und 14. Februar 1945. Auch ihn hat diese Nacht gezeichnet: er hat, ein junger Soldat, zur Besatzung eines der amerikanischen Bomber gehört, die die Angriffe auf Dresden flogen. Ihr Flugzeug wurde abgeschossen, sie konnten sich zu den Russen retten, aber seitdem zieht sich eine Narbe längs durch sein Gesicht und teilt es in zwei Hälften. Sieger und zugleich Opfer des Krieges, streift er durch die Stadt, fiebrig und somnambul, ein Gefangener seiner Gedanken und Wahrnehmungen. Stößt auf Menschen: auf Schneiderhahn, den Westdeutschen, als vermeintlicher Lagerarzt ein Feind, wie man ihn sich wünscht. Auf Ludwig, den Villenbesitzer am Weißen Hirsch, Geschäftsmann und kein Freund der neuen Ordnung. Auf die Frau, die in der brennenden Stadt in den Fluss geflüchtet war, als er über sie hinwegflog, den Finger am Abzug des Maschinengewehrs. Auf Hella, seine offizielle Betreuerin, die er sich nimmt in einer Anwandlung von aggressiver Lebensgier, die doch kein Entkommen aus seiner Versteinerung gewährt. Und sitzt wieder in der Maschine, die über dem Feuermeer ihre Bomben ausklinkt. ´Zwischen den Massenmorden der Hunnen und den Konzentrationslagern Hitlers ist keine Zeit vergangen. Sie liegen nebeneinander auf dem Grund der Ewigkeit. Er dachte, und dort liegt auch Dresden.´


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