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Im weißen Rössl am Central Park

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Johannes Müller, Philine Rinnert nach Ralph Benatzky, Jimmy Berg, EIG 2020


Im weißen Rössl am Central Park
(in schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch)
Frei nach dem Singspiel "Im weißen Rößl"

Von den Nazis verboten, wurde „Im weißen Rössl“ von deutsch-jüdischen Flüchtlingen in New York als Hommage an die Heimat gefeiert. Das musikalische Hörspiel geht den Spuren einer legendären Inszenierung im Exil nach.

Wie baut man sich nach Flucht und Vertreibung eine neue kulturelle Heimat auf? Was nimmt man mit? Was lässt man zurück? Das Singspiel „Im weißen Rößl” von 1930 ist das Heimatstück des deutschen Revuetheaters – und wurde von den Nazis verboten. In zahlreichen Inszenierungen geflüchteter Europäerinnen und Europäer lebte es jedoch weiter, zum Beispiel in Jimmy Bergs Bearbeitung „Das weiße Rössl am Central Park – in schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch”, das im Emigranten-Treffpunkt Café Vienna in New York gespielt wurde.
Zwischen Wien, Berlin und New York nähern sich Johannes Müller und Philine Rinnert der Geschichte des emigrierten Autors Jimmy Berg und seiner „Rössl”-Version. Archivfunde, biografische Bruchstücke, Interviews mit Weggefährten und die Musik der berühmten Revuevorlage verschmelzen zu einem Sing-Hörspiel über jüdisch-deutsche Fluchterfahrung und die Suche nach Heimat.

Ihr Singspiel „Im Weißen Rössl am Central Park (in schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch)“ entstand unter Verwendung von Texten aus „Das weiße Rössl am Central Park“/“The White Horse Rides again“ (Texte von Jimmy Berg) und einzelner Song-Umdichtungen aus dem Nachlass Jimmy Bergs – mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien und von Franz und Gertrude Berg – sowie unter Verwendung von „Im weißen Rößl“ (Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell, Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky, Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz).


Johannes Müller, Regisseur für Musiktheater und Philine Rinnert, Bühnenbildnerin, entwickeln gemeinsam seit 2010 Musiktheater-Hybride. Ihre Arbeiten nehmen die Vergangenheit der Oper, ihre Wirkung und Techniken ins Visier, zugleich zeigen sie auch eine Archäologie der Gegenwart, von Entertainment und Queer Culture. Seit 2010 werden sie regelmäßig durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung Berlin gefördert. Sie zeigten ihre Arbeiten unter anderem in den Sophiensaelen, Radialsystem V, Kampnagel Hamburg, brut Wien oder der Bayerischen Staatsoper München. Sie verbinden in ihren Arbeiten klassische Musik mit aktuellen Diskursen und pop-kulturellen Artefakten. Zuletzt: „Ex Machina“ für die Staatsoper Stuttgart und „Nothing will be archived oder Die Herrin der Welt“ für die Sophiensaele Berlin.

Ursendung: 02.06.2021

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 02.06.2021

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