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Das Wunder von Wien

ein Hörspiel von Hellmut Butterweck, Rundfunk der DDR 1968


⏰ 51 Min.

🎬 Regie: Hans Knötzsch

In Wien taucht eines Tages ein Wunderrabbi auf, der Juden lebendig machen kann, die von den Nazis umgebracht worden sind. Bedingung für jeden erweckten Juden ist die Unterschrift von 36 Wiener Nichtjuden, Wien gerät in einen Taumel der Begeisterung, denn da kann Schuld abgetragen werden und schlechtes Gewissen gereinigt. Doch die anfängliche Euphorie schlägt bald um in Skepsis und Überdruss. Die Behörden erschweren die Aktion durch Bürokratie, und es wird dem Rabbi, der von Zehntausenden umgebrachten Wiener Juden bis zu diesem Zeitpunkt nur einige hundert erwecken konnte, immer schwieriger, Unterschriften zu bekommen... Das Hörspiel - auch als Theaterstück aufgeführt - ist ein fatales Gleichnis für die Verdrängung von Vergangenheit.

Hellmut Butterweck, 1927 geboren in Wien. Geprägt durch seine Erfahrungen als Zwangsarbeiter in der deutschen Rüstungsindustrie, verfasste er nach dem Krieg zahlreiche Stellungnahmen gegen antidemokratische, antisemitische und neonazistische Tendenzen, erschienen, u. v. a. in der österreichischen Wochenzeitschrift Die Furche. Bis 1992 war er dort Leiter des Ressorts Wissenschaft und Zeitgeschichte. Lebt als Autor und Theaterkritiker in Wien. Schreibt seit 1950 Lyrik und Kurzprosa, seit 1965 vorwiegend Theaterstücke und Hörspiele - darunter "Das Wunder von Wien", 1967 (als Theaterstück 1982); "Wattewand", 1973; Beweisaufnahme über die Ungerechtigkeit in einem gerechten Krieg", 1974; "Das harte Interview", 1981; "Leonardo sucht einen Job", 1983.

Walter Lendrich, geb. 27. Mai 1912 in Arnstadt; gest. 15. Juli 1999 in Köthen; nach schauspielerischer Ausbildung in Weimar, Erfurt und Leipzig begann für den begabten Künstler,der meist ´die kleine Rollen bekam, sie jedoch groß spielte´ (Eberhard Esche), eine lange und erfolgreiche Bühnenlaufbahn. Auf Engagements in Erfurt, Gießen, Braunschweig, Hannover und Göttingen folgte zu Beginn der 50er Jahre ein mehr als 40 Jahre währendes Engagement am Deutschen Theater Berlin. Daneben spielte er in DEFA- und Fernsehfilmen und stand häufig als Sprecher für Hörspiele vor dem Mikrophon (u. v. a. als Willy Loman in Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden", Rdfk. d.DDR 1961).


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