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Anhand der Geschichte des Klaviers setzt sich die Musikerin Coila-Leah Enderstein mit Überlegenheitsdenken, Eurozentrismus und dem kolonialen Erbe in der klassischen Musik des Westens auseinander.
Am Anfang war die Saite. Später folgte die Erfindung des Klaviers und mit ihm die Entstehung der musikalischen Hochkultur. So der Gründungsmythos der klassischen Musik des Westens.
In dieser experimentellen Lecture-Performance dekonstruiert die Pianistin Coila-Leah Enderstein den kolonialen Allgemeingültigkeitsanspruch der westlichen Musik. Die einzelne Saite wird zum Ausgangspunkt für ein gespanntes Netz: Aus dem geöffneten Flügel heraus zieht die die Pianisten Saite um Saite in den Raum hinein. So entstehen neue Verbindungen jenseits des tradierten Kanons.
Coila-Leah Enderstein ist eine südafrikanische Pianistin, Künstlerin und Performerin. Ihre jüngsten Arbeiten befassen sich mit (Post)-Kolonialität und klanglicher Praxis.
Ursendung: 12.12.2025
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