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Der Graf von Monte Christo

ein Hörspiel von Alexandre Dumas d.Ä., mdr / BR / ORF 1997


Im Jahre 1815 wird in Marseille der junge Seemann Edmond Dantes, Zweiter Offizier auf der "Pharaon", vom Fleck weg verhaftet und in die Kerkerlöcher der Festungsinsel If verbracht - wie es aussieht, auf immer. Allein unter seinen Mitgefangenen befindet sich ein gewisser Abb` Faria, der in langwährender Arbeit einen Gang bis in seine Zelle gräbt und für wahnsinnig gilt. Ihm verdankt Dantes Klarheit darüber, wer und was ihn zu Fall gebracht hat: nämlich die verleumderische Beschuldigung pro-napoleonischer, hochverräterischer Umtriebe durch seine beiden Rivalen, den Fischer Fernand, der wie er um die schöne Katalanin Mercedes wirbt, und den Buchhalter Danglars, der ihm die Gunst ihres Reeders Morrel mißgönnt. Ein Komplott, befördert, zu allem Unglück, vom geheimen Interesse des Staatsanwalts von Villefort, einen Stolperstein auf seiner eigenen Laufbahn aus dem Weg zu räumen. - Doch nicht allein das: der sonderbare Abb` vermacht ihm darüber hinaus ein ungeheures Vermögen, welches auf der Insel Monte-Cristo versteckt liegt. Und er verschafft ihm schließlich durch seinen Tod sogar die Freiheit, denn es ist der Sack, mit dem der Leichnam des Abbés ins Meer geworfen werden soll, mittels dessen Dantès nach vierzehn Jahren Haft die Flucht gelingt. - Jetzt brennt er auf Rache. Dennoch bezähmt er über acht Jahre sein Herz, während derer er als Graf von Monte-Cristo die Welt bereist und unbemerkt alle nur denkbaren Erkundigungen über seine Widersacher einzieht.Fast ein Vierteljahrhundert nach seiner Verhaftung, acht Jahre nach seiner Flucht aus der Festung If, kommt Edmond Dantes zu Beginn des Jahres 1838 nach Paris. Als Graf von Monte-Cristo erregt er seiner märchenhaften Reichtümer wegen überall großes Aufsehen. Schon bald steht er auf vertrautem Fuße mit einigen der hochangesehensten Familien - es sind die seiner drei Todfeinde. Der einstige Fischer Fernand - er hat Mercedes, Edmonds Braut, geheiratet - hat es bis zum Grafen von Morcerf und Mitglied der Pairskammer gebracht. Dank verpflichtet ihn Monte-Cristo, der seinen Sohn Albert von Morcerf in Rom aus den Händen von Banditen gerettet hat. Der Buchhalter Danglars ist inzwischen Baron und der reichste Bankier der Stadt. Der Graf vertraut ihm nicht nur seine beträchtlichen Geldgeschäfte an, sondern gibt ihm auch einen äußerst vermögenden Schwiegersohn (mit dem allerdings weiter nicht bekannten Namen Andrea Cavalcanti) an die Hand. Und auch Staatsanwalt von Villefort ist längst nicht mehr in Marseille. Doch selbst als Generalstaatsanwalt des Königs kommt er nicht umhin, der Einladung des Grafen von Monte-Cristo in eben jenes Landhaus in Auteuil zu folgen, in dessen Garten er einst einen einer geheimen Affäre entstammenden Sohn gleich nach der Geburt vergraben hat. Noch weiß er nicht, daß der Junge wie durch ein Wunder am Leben geblieben ist. Noch weiß er auch nichts von dem Fläschchen mit Gift, das seine Frau von Monte-Cristo als Arznei erbat, und kann keinen Zusammenhang herstellen zu den plötzlichen Todesfällen, die sich in seinem Hause häufen und einen schrecklichen Verdacht auf seine Tochter Valentine fallen lassen. Fernand von Morcerf wird in der Sitzung der Pairskammer beschuldigt, einst als französischer Instrukteur die griechischen Verbündeten an die Türken verraten und den Befehlshaber ermordet zu haben. Dessen Tochter, die Monte-Cristo aus der Sklaverei freigekauft und nach Paris geholt hat, kann ihn überführen. Morcerf schießt sich eine Kugel in den Kopf. Albert von Morcerf fordert daraufhin den Grafen, doch seiner Mutter - der Mercedes von einst - gelingt es, Edmond Dantes dazu zu bewegen, auf Genugtuung zu verzichten. Kurze Zeit später steht Baron Danglars vor rätselhaften Zusammenbrüchen seiner Finanzgeschäfte, er setzt alles auf das Vermögen seines Schwiegersohns Andrea Cavalcanti, als dieser als entflohener Galeerensträfling verhaftet wird. Ruiniert und von Frau und Tochter verlassen, flieht er mit den letzten Geldern, bis ihn Banditen bis auf den letzten Heller ausplündern. Erst als der Hungertod schon gewiß scheint, schenkt Monte-Cristo ihm die Freiheit. Unterdessen scheint auch Valentine von Villefort Opfer eines Giftanschlags geworden zu sein. Doch Maximilian Morrel, dem Sohn seines einstigen Handelsherrn und Geliebten Valentines, zuliebe, beschließt Monte-Cristo, Valentine von der Rache auszunehmen, ja, für ihr Glück zu sorgen. Nachdem der Staatsanwalt seine eigene Frau als Giftmischerin erkennt und sie zum Tod von eigener Hand verurteilt, kommt in dem Prozeß gegen Andrea Cavalcanti zu Tage, daß der ergriffene Sträfling niemand anderes als das von ihm nach der Geburt lebendig vergrabene Kind ist. Auf sein eigenes Urteil wartend, auf die Leichname seiner Frau und seines Sohnes starrend, verliert Herr von Villefort den Verstand. Der Graf von Monte-Cristo zieht unter eine sehr alte Rechnung den letzten Strich.


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