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Der Junge mit dem Baum auf dem Kopf

ein Hörspiel von Osborn Bladini, SWR 2008


⏰ 86 Min.

🎬 Regie: Walter Adler

🎤 Mit: Svea Ahlin: Grischa Huber
Yngve Strid: Felix von Manteuffel
Liz Seal: Lena Stolze
Anna Seal: Carolin Imcke
Asa Magnusson: Judith Engel
Ramo Bojkovic: Milenko Goranovic
Valentino Bojkovic: Alija Salkic
Radiosprecher: Chrisian Büssen

Rissna, ein Dorf mitten in den schwedischen Wäldern. Weit weg vom Meer, weit weg von der Hauptstadt im Süden. Ein Ort, in dem nichts passiert, normalerweise. Doch seit einiger Zeit sieht Svea, die kinderlose Pfarrerswitwe, nachts eine Gestalt auf der Straße stehen. Es ist ein kleiner Junge mit einer Birke auf dem Kopf. Sie wächst aus seinem Kopf und trägt, mitten im Winter, grüne Blätter. Es scheint, als sei Svea nicht die einzige, die den Jungen gesehen hat. Dann sorgt der Jahrhundertsturm ´Gudrun´ für die Vernichtung des wertvollen Holzes in der Region, das splitternd zu Boden kracht und das Dorf von der Stromversorgung und schneller Hilfe abschneidet. Die Holzspekulantin Liz ist ruiniert, aber ihre Tochter Anna findet Rissna plötzlich gar nicht mehr so öde wie früher. Neu in der Dorfgemeinschaft ist die junge Priesterin Åsa. Bisher wurde sie von den meisten ignoriert. Doch in Dunkelheit und Kälte, scheinbar von Übersinnlichem umgeben, verändert sich alles und Wünsche und Ängste brechen auf.


Osborn Bladini geboren 1955 in Göteborg/Schweden, lebt heute in Jonsered bei Göteborg. Er arbeitete zehn Jahre als Lehrer, bevor er begann, Bücher, Hörspiele und Drehbücher zu schreiben.
Mittlerweile ist er darüber hinaus Produzent für Lehr- und Wirtschaftsfilme. Mehrere seiner Hörspiele wurden in anderen europäischen Ländern gesendet.


hoerspielTIPPs.net:
«Eine interessante Geschichte, die sich allerdings zu sehr in literarischen Geflechten ergeht und so nicht richtig von der Stelle kommt. Leider, denn dass die Erzählung Hand und Fuß hat, merkt man gegen Ende, wenn Fäden zusammenlaufen. Vorher ist der Wirrwarr groß und der Hörer verliert sich zu schnell in den losen Dialogen.

Man sollte hier nicht nur ein Faible für ungewöhnliche Geschichten, sondern auch einiges an Geduld mitbringen.

Bei der Umsetzung lässt man dem Text viel Raum und lenkt nicht großartig davon ab. Das gilt sowohl für die Kulisse, aber auch für die Sprecher. Diese wirken mir hier viel zu farblos. Es sind kaum Charaktere hörbar. Auch wenn der Fokus auf dem Inhalt liegt, ein wenig mehr Farbe hätte den Hörgenuss sicherlich vergrößert, ohne der Geschichte zu schaden.


Ein Hörspiel, das einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Zum einen ist da eine gute und originelle Geschichte, die aber zum anderen etwas zu selbstverliebt daherkommt und sich in der Umsetzung dem Hörer nicht wirklich anbietet.

Puristen unter den Radiohörspielfans und Freunde schöngeistiger Literatur solten hier aber mal auf jeden Fall ein Ohr riskieren.»


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