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Der Plan von der Abschaffung des Dunkels

ein Hörspiel von Peter Høeg, SWR 2007 / der hörverlag 2008


In seinem autobiografisch geprägten Roman ´Der Plan von der Abschaffung des Dunkels´ berichtet der Ich-Erzähler Peter Høeg, der als Vierzehnjähriger nach zahlreichen Waisenhaus- und Kinderheimaufenthalten in Biehls Privatinternat landete, von einem Planversuch, zu dessen Opfer und gleichzeitigem Beobachter er selbst wurde.
´Es war der Plan, alle Kinder in der dänischen Volksschule zu versammeln, auch die gestörten und die straffälligen, auch die schwierigen Schüler, alle bis zur Schwachsinnsgrenze. Biehls Privatschule sollte zum Modell für diese Integration werden ... ´ (P. Høeg)
Der Plan, der an Biehls Privatschule realisiert werden sollte, ´betraf das ganze Universum ... Alle waren sie sicher, dass sie ewige Werte verteidigten. Sie sprachen es nicht direkt aus, vielleicht dachten sie es auch nicht direkt. Aber irgendwo untereinander waren sie absolut sicher, dass sie recht hatten, und dass ihre Ideen und Gedanken mit künftigen Generationen von Kindern, die erwachsen wurden, hinaus in die Welt fliegen und sich über das Land verbreiten würden, und darüber hinaus, vielleicht bis zu den Mauren. Dass man eines Tages ... alle dazu bringen konnte, ihre Ideale von Fleiß und Präzision zu respektieren, und dann würden alle Lebewesen im Universum friedlich zusammenleben ...´ (P.Høeg)


hoerspielTIPPs.net:
«Peter Høegs Roman trägt autobiographische Züge. Er legt dabei offenbar mehr Wert darauf, die Geschichte literarisch anspruchsvoll und hintergründig zu halten, als ihr spannende Fiktion beizumischen. Insofern erzeugt die Erzählung nur mäßigen Unterhaltungswert und zieht sich leider etwas zu sehr durch die Spielzeit.

Man sollte daher schon mehr Interesse am Stil Peter Høegs denn am Plot selbst haben, um hier angenehm unterhalten zu werden. Denn diesbezüglich kann die Geschichte durchaus punkten.
Die Sprecherleistungen sind auf einem soliden Niveau, wie man es von einer Radioproduktion des SWR gewohnt ist. Einzig ein paar kleine Makel hat hier und da die Regie offenbar überhört. Das hat mich etwas erstaunt, da so etwas bei einer solchen Produktion doch eher selten ist. Ein Beinbruch ist das zwar nicht, ungewohnt bleibt es doch.

Bei der Inszenierung hat man sich hier eher zurückgehalten und ist nur sehr spärlich mit Musik und Geräuschen umgegangen. Hier wollte man vielleicht den Fokus auf der Geschichte belassen. Für meinen Geschmack ein Fehler. Hier hätte man mit etwas mehr Einsatz eine glaubhafte Kulisse zaubern können, ohne dass die Geschichte wesentlich ins Hintertreffen geraten wäre.

Insgesamt eine Produktion, die mich nicht überzeugen konnte. Sie ist zwar in sich recht stimmig, sorgt aber leider nur im stilistischen Bereich für einen angemessenen Unterhaltungswert.»

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Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 25.01.2008


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