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Der Polarforscher

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von T.C. Boyle, rbb - Hörverlag 2009


⏰ 55 Min.

🎬 Regie: Martin Heindel

Übersetzung: Dirk van Gunsteren

Dramaturgie: Regine Ahrem

Technische Realisierung: Monika Steffens, Martin Seelig

Regieassistenz: Maya Marckwordt

🛠 Bearbeitung: Martin Heindel

🎼 Musik: Ralf Haarmann

🎤 Mit: Matthias Matschke, Hans Peter Hallwachs, David Nathan, Bert Franzke, Tilo Schmitz, Oliver Stritzel, Uta Hallant

Hans-Peter Hallwachs - Bild: rbb / Hanna Lippmann
Was für eine schaurige Expedition! Ein Segelschiff voller Polarforscher macht sich von Brooklyn aus auf zum Nordpol. Doch die "Endeavor" wird von Eisbergen zermalmt, die Proviantvorräte fallen den Hunden zum Opfer, die Besatzung kämpft vergeblich gegen erfrorene Gliedmaßen bei minus 47 Grad. Und wer versteht schon die eigensinnig blutrünstigen Bräuche der neufundländischen Eskimos . Regisseur Martin Heindel verwandelt die frühe schwarzhumorige Erzählung von T.C. Boyle in ein tragikomisches Hör-Abenteuer. Das Klangkunstlabor sorgt dabei für den passenden arktischen Sound.

T. C. Boyle, 1948 geboren in Peekskill, New York, wuchs in schwierigen Familienverhältnissen auf. Nach ausschweifenden Jugendjahren in der Hippie- und Protestbewegung der 60er Jahre war Boyle Lehrer an der High School in Peekskill und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten in namhaften Zeitschriften.

hoerspielTIPPs.net:
«In seiner Kurzgeschichte "Arctic Explorer" erzählt T. C. Boyle vom Scheitern einer Mission in die Arktis. In diese makabre Kurzgeschichte obsiegt letztlich der einfache Eskimo über die vermeintlichen Botschafter der Wissenschaft und Forschung. Dabei ist es gar nicht mal das, was den Hörer an dieser Geschichte fasziniert, hier spricht eher der sehr düstere und derbe Humor an, den Martin Heindl in auch in dieser Bearbeitung des frühen Werkes Boyles gut transportiert.

Formal ist es zwar ein Hörspiel, hat aber doch eher das Format einer Lesung, die großen Erzählanteile passen aber sehr gut zum gemächlichen Tempo der Produktion. Diese Langsamkeit ist wichtig, zum einem, um die Kulisse glaubhaft zu machen, zum anderen, damit die Spannungselemente aus der Geschichte selbst heraus wirken können.

Das Stück bringt viel "arktisches" Flair mit, was nicht zuletzt den gelungenen Kompositionen des Künstlers Haarmann zu verdanken ist.

Martin Heindel ist mit dieser Produktion ein sehr stimmiges Stück gelungen, das den schwarzen Humor in der weißen Hölle akustisch gut trägt. Die Dramatik wird diesem Aspekt ein wenig geopfert, was aber letztlich kein Beinbruch ist, da der Unterhaltungswert auf andere Weise generiert werden kann. Eine durchaus interessante Produktion!»

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Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 27.09.2009

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 16.10.2009


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