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Der Reigen

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Arthur Schnitzler, NDR 1963


In zehn frech-frivolen, melancholischen Dialogen zwischen Personen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten läßt Schnitzler seine Figuren das aussprechen, was sie vor und nach der intimen Umarmung bewegt. Geheuchelte und echt empfundene Gefühle, Banalitäten, Sentimentalitäten und Brutalitäten. Das zweimalige Auftreten jeder Figur verkettet die Szenen: Die Dirne lockt den Soldaten zu sich heran, der danach zu dem Stubenmädchen geht, welches seinerseits heimliche Schäferstündchen mit dem jungen Herrn unterhält, dessen Verhältnis eine luxuriöse Frau ist, deren Ehegatte sich heimlich mit dem "süßen Mädel" trifft, welches einem Dichter angehört, der sich andererseits einer Schauspielerin widmet, die wiederum einen Grafen verführt, um ihn dann, im Morgendämmern schließlich, an die Dirne weiterzureichen. Im letzten Paar schließt sich der Reigen.

Arthur Schnitzler (1862-1931), als Sohn eines Medizin-Professors in Wien geboren, praktizierte nach dem Medizinstudium selbst als Arzt, bevor er sich ausschließlich seinen literarischen Arbeiten widmete. Sein erster Theatererfolg gelang ihm mit "Liebelei", uraufgeführt 1895 am Wiener Burgtheater. Als Arthur Schnitzler im Winter 1896/97 den "Reigen" schrieb, glaubte er nicht an eine baldige Aufführung. Seinen Privatdruck versah er mit dem Vermerk: "Ein Erscheinen der nachfolgenden Szenen ist vorläufig ausgeschlossen." Rund 20 Jahre später wurde das Stück von Max Reinhardt im Berliner Kleinen Schauspielhaus uraufgeführt. Die Folge war ein berühmter Skandalprozess, bei dem bereits "kulturpolitische" Argumente des Dritten Reichs anklangen. Die Produktion des NDR war die erste Rundfunkaufführung des Stücks überhaupt.

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Ursendung: 06.10.1963

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 07.11.2011


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