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Die Höflichkeit des Genies

ein Hörspiel von Peter Hacks, mdr 2013


Wie nicht von dieser Welt wirken sie beide, wenn sie in Peter Hacks´ verschmitztem Capricchio über die unzeitgemäße Tugend freundlichen Entgegenkommens zusammentreffen: Albert Einstein und Yehudi Menuhin - zwei sanftmütige Verschwörer wider die Allmacht von Selbstbezogenheit und Eigennutz. Einstein, trotz hohen Alters eigens von Princeton nach Kalifornien gereist, um Menuhin zu sagen, wie gut ihm seine Interpretation des e-Moll-Violinkonzerts von Mendelsohn gefallen habe, lässt sich auch von den erforderlichen theoretischen Vorarbeiten nicht davon abhalten, bei dieser Gelegenheit die kaputte Klingel im Haus zu reparieren. Und Menuhin steigt vom Zug aufs Flugzeug um und engagiert ein ganzes Orchester, um Einstein hier und jetzt das Konzert noch einmal vorzuspielen. Nur um ihm eine Freude zu machen! Wem würde man einen Mangel an Höflichkeit eher verzeihen als den in ihre Inspirationen versponnenen Genies? Doch womöglich erheben gerade sie am wenigsten Anspruch darauf!

Peter Hacks, 1928 - 2003, wurde in Breslau geboren, studierte Soziologie, Philosophie, Literatur und Theaterwissenschaften in München, promovierte 1951 und ging 1955 nach Ost-Berlin. Lange Zeit war er der meistgespielte DDR-Dramatiker. Außer mit seinen zahlreichen Theaterstücken war er auch als Lyriker, Erzähler, scharfzüngiger und polemischer Essayist und Autor von Kinderbüchern erfolgreich.


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