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Die Päpstin

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Donna Cross, mdr - DAV 2000


Rom vor tausend Jahren, in der Mitte des 9. Jahrhunderts. Die Bevölkerung und die Oberhäupter der Christenheit haben einen neuen Papst gewählt. Doch dieser Johannes Anglicus I. ist in Wahrheit - eine Frau. Geboren 814 in Ingelheim, gelingt es dem hochbegabten Mädchen, an der bischöflichen Schola in Dorstadt Aufnahme zu finden, gefördert vor allem von Gerold, Markgraf von Villaris. Nicht lange allerdings, und Johanna sieht mehr in ihm als einen Lehrmeister in geistlichen und weltlichen Künsten. Da erzwingt Gerolds Ehefrau, dass Johanna verheiratet werden soll. Doch während der Trauungszeremonie brechen marodierende Normannen brandschatzend und mordend in die Kirche ein. Wie durch ein Wunder bleibt Johanna verschont. An diesem Tag schneidet sie sich die Haare ab und geht als Benediktiner-Mönch Johannes Anglicus in das berühmte Kloster zu Fulda. Dort macht sie sich mit dem medizinischen Wissen ihrer Epoche vertraut, ja sie gewinnt sogar Einblick in die Schriften griechischer Ärzte, vor allem des Hippokrates. Nicht selten erzielt sie mit ihrer unorthodoxen Behandlung überraschende Heilerfolge. Doch als sie während einer Pestepidemie die Gläubigen zum Abendmahl nicht mehr alle aus einem Kelch trinken lässt, droht ihr die Geißelung - und ihre Entdeckung als Frau. Es gelingt ihr, zu fliehen und sich durchzuschlagen bis nach Rom, in die Heilige Stadt. Sie wird berühmt als Arzt, unterstützt von der schönen Marioza, der Geliebten Benedicts, des mächtigen Bruders des - wie Johanna herausfinden wird - gichtkranken Papstes Sergius, dessen Leiden sie heilt und der sie zu seinem Leibarzt beruft.

Doch mit dem Ruhm gewinnt Johanna auch Feinde. Nachdem der zu Kräften gekommene Papst seinem Bruder die Amtsgeschäfte wieder aus der Hand genommen hat, gelingt es Benedict, Johanna in den Kerker werfen zu lassen. Erst als Kaiser Lothar mit einem fränkischen Heer Rom bedroht und Sergius auf ihre Hilfe angewiesen ist, holt man sie zurück. Während Papst und Kaiser ihren Frieden besiegeln, sieht Johanna den wieder, in den sie einst verliebt gewesen ist: Gerold, jetzt Heerführer in kaiserlichen Diensten. Er ist bereit, mit Johanna zu fliehen. Doch sie weist ihn zurück. Denn nun sind es die Sarazenen, die Rom heimsuchen. Papst Sergius stirbt. Bei der Wahl des neuen Papstes hält Johanna zu Kardinal Leo und schafft sich damit in Kardinal Anastasius ihren gefährlichsten Gegenspieler. Zwar wird sie als Nomenclator Leos IV. einer der höchsten Beamten des Vatikans, doch dann fällt Leo einem (von Anastasius angestifteten) Giftanschlag zum Opfer. Und Johanna wird - als Johannes Anglicus I. - zu seinem Nachfolger gewählt. Und sie will ihr Amt nutzen: Um die Armenviertel der Stadt mit Wasser zu versorgen oder gar um eine Schule für Frauen einzurichten. Während einer Hochwasserkatastrophe können sich Gerold und Johanna gerade noch in ein von der Außenwelt abgeschnittenes Gebäude retten - und sind sich dort näher als jemals zuvor. Doch gerade deshalb will Gerold Rom endgültig verlassen. Was er nicht weiß: Johanna ist schwanger. Da kehrt Anastasius mit Unterstützung des Kaisers nach Rom zurück und stellt Gerold unter Anklage des Hochverrats. Dank Johannas Verteidigung kommt Gerold frei - doch nur, um einem Meuchelmörder zum Opfer zu fallen. Johanna erleidet eine Fehlgeburt und stirbt.


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Ursendung: 28.02.2000


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