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Doktor Murkes gesammeltes Schweigen

ein Lesung von Heinrich Böll, SR 1965


⏰ 57 Min.

🎬 Regie: Wolfgang Drescher

🎼 Musik: Fritz Maldener

🎤 Mit: Dieter Hufschmidt

Es reicht! Dr. Murke, Redakteur der Abteilung Kulturelles Wort, kann den Namen Bur-Malottke nicht mehr hören. Den einflussreichen Essayisten reut es, dass er in seinen Nachkriegsvorträgen Gott beim Namen genannt hat. Er zieht jetzt die unverbindlichere Wendung ´jenes höhere Wesen, das wir verehren´ vor. Auf Veranlassung des Intendanten muss Murke schneiden, (sich rächend) neu aufnehmen, montieren. Die überflüssigen ´Gott´-Schnipsel können prompt in einer anderen Sendung ratloses Schweigen ersetzen - Schweigen ist nun mal im Rundfunk nicht gefragt. Nur Murke vom Kulturellen Wort hat dafür Verwendung. Er montiert sich aus Protest gegen gesinnungslos-geschwätzige Betriebsamkeit, an der er doch mitwirken muss, aus den Tonbandschnipseln ein Kontrastprogramm für den persönlichen Gebrauch.

Heinrich Böll, wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren. Nach dem Abitur arbeitete er in einer Buchhandlung, dann begann er ein Germanistikstudium. 1939 wurde er in die Wehrmacht eingezogen. Er blieb Soldat, bis er im April 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet, aus der er im September wieder entlassen wurde. Ab 1947 arbeitete er als freier Schriftsteller, schrieb Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele und Theaterstücke. Er machte sich auch einen Namen als Übersetzer aus dem Englischen. Für sein Werk erhielt er 1967 den Büchner-Preis und 1972 den Nobel-Preis für Literatur. Er war Präsident des Deutschen und des Internationalen PEN-Clubs. Er starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich.


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