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Auf der Strecke bleiben

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von David Hare, SR/DLR 2004


London, 15. April 2004. Es ist wohl nur in Großbritannien möglich, dass auf einer der besten Bühnen des Landes ein Stück über die misslungene Privatisierung der Bahn aufgeführt wird. Und dass es auch noch zu einem Hit wird. Der renommierte britische Dramatiker David Hare befragte Schienenarbeiter, Politiker und Überlebende der vier schweren Bahnunfälle der vergangenen sieben Jahre für sein Stück ´Permanent Way´. In dem Stück beschreibt Hare die verrotteten Züge, die chronische Unpünktlichkeit, die Schlampigkeit der Betreiber.´ (Berliner Zeitung, 16. April 2004)
Dass Hare nicht übertreibt, belegen die dramatischen Ereignisse, seitdem die staatseigene ´British Rail´ zu nicht weniger als 106(!) Gesellschaften privatisiert wurde. Verschuldung und Sanierungsbedarf belaufen sich heute auf eine zweistellige Milliardensumme, so dass aktuell eine Wiederverstaatlichung auch auf höchster Ebene diskutiert wird. Mancher wird bei Hares absurd-ironischem und zugleich auf Fakten basierendem Stück ins Grübeln kommen, ob nicht auch hierzulande etwas ´auf der Strecke bleibt´...


David Hare, 2003 mit dem "Oscar" für die beste Drehbuchadaption ("The Hours") in den Schlagzeilen, gründete 21-jährig eine Wanderbühne, wurde umgehend als Hausautor ans Royal Court Theatre verpflichtet.

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«Tja, dass das entsprechenden Bühnenstück in England ein Erfolg wurde, liegt vielleicht auch zu einem nicht unerheblichen Teil daran, dass man dort auch näher am Thema ist. Zwar gibt es einige Parallelen auch zur hiesigen Bahn, dennoch kann ich mir kaum etwas Langweiligeres vorstellen, als daraus ein fast 80 Minütiges Hörspiel zu machen.

Zumal diese Produktion sich auch nicht die Mühe gibt, in irgendeiner Form ansprechend zu sein. Statements werden aneinandergeklatscht, die sich zum Teil inhaltlich wiederholen und dadurch auch nicht wirklich ansprechender werden.

Diese Hörzeit sollte man sich wirklich sparen und für Besseres aufheben.»

Ursendung: 07.11.2004


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