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Glasauge

ein Hörspiel von Johanna Sinisalo, WDR 2009


Anna-Maria Kuricová; Bild: WDR / Sibylle Anneck
Die schüchterne Möchtegern-Journalistin Taru kann es kaum glauben: Sie wird ins Autorenteam der Erfolgs-Soap "Unser Viertel" aufgenommen. Und für die neue Figur, die sie in die Serie schreibt, erntet sie sogar Lob von der unterkühlten Chefautorin Paula. Alles läuft rund. Bis Taru eine beunruhigende Entdeckung macht: Was immer der von ihr entworfenen Figur Satu geschieht, spielt sich kurz darauf auch in ihrem eigenen Leben ab. Wie Satu macht sich Taru bei ihrem heimlichen Schwarm unmöglich, wie Satu leidet sie plötzlich unter "stressbedingter" Akne. Und als Satus nervige Cousine per Unfall aus der Serie herausgeschrieben werden soll, kann Taru das reale Unglück nur knapp verhindern. Denn die stressige Cousine ist im wahren Leben niemand anders als Tarus Schwester.Wie aber kann eine Soap das Leben bestimmen? Es gibt nur eine, die hinter diesen mysteriösen Manipulationen stecken kann: Chefautorin Paula. Taru beschließt, zurückzuschlagen – mit den Mitteln der Vorabendserie.

Johanna Sinisalo, 1958 im finnischen Lappland geboren, Dramatikerin, TV-Autorin, Comictexterin und Essayistin. Mit ihrem Roman "Troll" landete sie einen Welterfolg und gewann mehrere Preise, darunter den Finlandia Preis, die renommierteste Auszeichnung für finnische Literatur. "Troll" wurde auch als Hörspiel für den WDR bearbeitet (2005).

hoerspielTIPPs.net:
«Für bitterböse Geschichten scheint Skandinavien ein gutes Pflaster zu sein. Wenngleich man hier meist an reine Krimis denkt, zeigt Johanna Sinisalo, dass es auch mit einer Spur Phantastik funktionieren kann.

Ihre originelle Geschichte um ein Redaktionsteam einer Fernsehsoap, ist zwar im Grunde nicht neu, in der hier dargestellten Form aber schon ungewöhnlich. "Glasauge" ist aufgrund der Parallelität von Fiktion und Realität richtig unterhaltsam und sorgt aufgrund der zum Teil sehr drastischen Entwicklungen schon für eine ordentliche Portion Nervenkitzel.

Die Umsetzung dieser Geschichte verlangt nicht viel. Der Großteil der Szenen läuft im Büroalltag bzw. auf Afterworkpartys ab, dazu ein paar wenige eingestreute Actionszenen, alles wurde hier mit ausreichenden akustischen Kulissen ausgekleidet, sodass sich ein recht gut vorstellbares Gesamtbild des Hörspiels ergibt.

Auch die Rollen sind mit jungen und unverbrauchten Stimmen sehr gut besetzt. Nett ist auch der kleine Cameo-Auftritt von Peer Augustinski.

Dieses Hörspiel kratzt ganz gewaltig an der Höchstwertung, ein richtige gute und spannende Produktion, die ich nur empfehlen kann.»

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Vorstellung im OhrCast


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