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Die Grandauers und ihre Zeit (22) Grandauers Heimtücke

ein Hörspiel von Willy Purucker, BR 1983


Am 7. Oktober 1935 wird Benno Grandauers Schwager Kurt Soleder verhaftet. Nach Aussagen eines anonymen Zeugen soll sich der Rundfunk-Programmgestalter zu der staatsfeindlichen Behauptung verstiegen haben, dass die Wiederaufrüstung des deutschen Reiches nicht der Sicherung des Friedens dient, sondern der Vorbereitung für einen Krieg. Die Tatsache, dass Kurts Frau Sara Jüdin ist, erschwert den Fall natürlich. Denn seit dem erst wenige Wochen zurückliegenden Nürnberger Reichsparteitag, auf dem die sogenannten Nürnberger Gesetze ‚zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre´ erlassen wurden, ist die Heirat zwischen Juden und Deutschen bei Zuchthausstrafe verboten. Vorher geschlossene Ehen können daher für nichtig erklärt werden. Obwohl Benno Polizeibeamter ist, sieht er keine Möglichkeit, dem Bruder seiner Frau zu helfen. Und sein eigener Bruder, der Staatsanwalt, hat Wichtigeres zu tun. Traudl Grandauer aber zögert nicht, ihre Schwägerin zum Prozess zu begleiten. Auch Bennos pensionierter Chef, Oberkommissär Grüner, ist zur Unterstützung mitgekommen. Der Angeklagte wird wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz für schuldig befunden und zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt. Gegen das Urteil ist ein Rechtsmittel nicht zulässig.


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