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Die Abenteuer des Huckleberry Finn

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Mark Twain, SWR 2002 / der hörverlag 2002


⏰ 99 Min.

🎬 Regie: Alexander Schuhmacher

Übersetzung: Andreas Nohl

Redaktion: Stefanie Hoster

Technische Realisierung: Jean Szymczak, Andreas Stoffels

Regieassistenz: Christoph Richter

🛠 Bearbeitung: Robert Schoen

🎼 Musik: Hank Shizzoe

🎤 Mit: Huckleberry Finn: Marc Hosemann
Tom Sawyer: Denis Moschitto
Hucks Vater: Thomas Piper
Jim: Calvin Burke
Fährmann: Gerlach Fiedler
Turner: Ernst Konarek
Herzog: Martin Semmelrogge
König: Michael Habeck
Yolk: Gottfried Breitfuß
Mary Jane: Isabella Archan
Onkel Silas: Heinrich Giskes
Tante Sally: Hille Darjes
Mrs. Loftus: Christine Davis
Tommy: Patrick Heppt
Ben: Karl Friedrich Seraphim
Joe: Christian Brey
Turner: Ernst Konarek
Prediger: Andreas Klaue
Gerd Andresen, Hubertus Gertzen, Joachim Hall, Michael Holz, Sibylle Dinse, Andrea Hörnke-Trieß

""Nette Menschen können einem echt eine Last sein. Ich meine, es war wirklich nett von der Witwe Douglas, dass sie mich bei sich aufgenommen hat. Aber dass die Witwe aus mir nen sifilisierten Menschen hat machen wollen mit scheußlich regelmäßigen Mahlzeiten, Zähne putzen und anständig sein und dauernd im Haus wohnen: das ist ein schweres Leben."
Kaum ist Huckleberry Finn den "sifilisatorischen" Maßnahmen der Witwe Douglas entkommen, da taucht sein versoffener Vater auf und traktiert ihn mit Besäufnissen und Prügeln. Und schließlich kehrt er allen, die ihn drangsalieren, den Rücken, flieht mit dem Negersklaven Jim auf einem Floß den Mississippi hinunter. Huck ist kein großer Denker, aber er spürt instinktiv die Knoten, die die Erziehung in uns verursacht. Er sieht die Verbiegungen, die sich die Menschen antun, um gesellschaftlich anerkannt zu sein. Also flieht er zurück zur Natur, in ein Leben ohne Zeitplan, auf dem gleichmäßig dahinströmenden Fluß.
Das Leben ist leicht, solange man auf einer Flussinsel liegt, Fische grillt, Pfeife raucht und sich Geschichten erzählt. Aber überall lauern Gefahren. Jim ist schließlich seiner Herrin entlaufen und Huck ist untergetaucht, indem er den Leuten seine eigene Ermordung vorgespielt hat. Beide sind auf der Flucht, und auf dem Fluss ist allerhand böses Volk unterwegs. Das Idyll hat ein Ende, als sie in die Hände zweier Hochstapler geraten, die sich des Flosses bemächtigen und von dort aus ihre Betrügereien an Land organisieren. Sie machen mit der Dummheit und Eitelkeit der Leute ein kleines Vermögen. Als sie sich jedoch als Erben des gerade verstorbenen Peter Wilks ausgeben, haben sie den Bogen überspannt.

CD des Monats des Institutes für angewandte Kindermedienforschung - IFAK, Stuttgart, im November 2003 - aus der Begründung der Jury:
´Das Hörspiel ist hervorragend in Szene gesetzt. Durch die stimmungsvollen akustischen Effekte, wie das Rauschen des Flusses und das Knistern des Lagerfeuers, taucht der Hörer mühelos ein in die Welt von Huckleberry Finn. Kein Wunder, denn die Produktion hat keine Mühen gescheut. Der Schauspieler Martin Semmelrogge robbt auf dem Studioboden durch echtes Laub und Marc Hosemann scheint tatsächlich die kräftigen Ohrfeigen von Tommy Piper am eigenen Leib zu spüren. Die Blues- und Country-Musik von Hank Shizzoe sorgt für das richtige Mississippi-Feeling.
Optimal sind die professionellen Sprecher für die einzelnen Charaktere gewählt: Der Schauspieler Marc Hosemann verkörpert ideal mit flapsigem und frechem Unterton die Hauptfigur Huck. Martin Semmelrogge überzeugt mit seiner ausdrucksstarken, unnachahmlichen ´drecksfrechen´ Stimme als Hochstapler Herzog, und Tommy Piper, bekannt als ´Alf´-Stimme, spricht kratzig wie ein Reibeisen den besoffenen Vater von Huck. Ein aufwendig produziertes Hörerlebnis voller Spannung und dichter Atmosphäre für alle Abenteuer-Fans ab 9 Jahren.´"


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Vorstellung im OhrCast


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