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Lösegeld für einen Hund

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Patricia Highsmith, WDR 2006


Leslie Malton, Peter Sinn, Florian von Manteuffel, Andrea Sawatzki, Michael Wittenborn - Bild: WDR / S. Anneck
Clarence Duhammel, ein junger, engagierter Polizist in New York mit einem Diplom in Psychologie, sieht eines Tages die Chance, seine Freundin Marylyn davon zu überzeugen, dass seine Arbeit sinnvoll ist. Der Hund des Verlagslektors Edward Reynolds und seiner Frau Greta wurde entführt. Die beiden haben etliche Drohbriefe erhalten und sollen ein hohes Lösegeld zahlen. Clarence beschließt, dem sympathischen, kinderlosen Paar zu helfen. Mit dem schnell gestellten Entführer Kenneth Rowajinski, einem Psychopathen, der sein Dasein am Rande der Gesellschaft von einer mageren Invalidenrente bestreitet, scheint er zunächst leichtes Spiel zu haben. Dann aber wendet sich die Spirale der Gewalt plötzlich gegen Clarence selbst: Zuerst sieht er seine Karriere bedroht, dann wird seine Beziehung zu Marylyn zerstört, und schließlich kämpft er um seine bloße Existenz.

Patricia Highsmith (eigentlich Mary Patricia Plangman), am 19. Januar 1921 in Fort Worth/Texas geboren, wurde von ihrer Grossmutter grossgezogen. Ihre Eltern liessen sich neun Tag vor ihrer Geburt scheiden. Nach dem Studium der Anglistik (mit Nebenfach Latein) arbeitete sie in verschiedenen Jobs. Ihre erste Veröffentlichung 1945 war eine Kurzgeschichte. Ihre erste Romanveröffentlichung "Strangers on a Train" 1950 wurde zum grossen Erfolg. Populär wurde von 1955 an Tom Ripley, die Hauptfigur fünf ihrer Romane, ein fröhlicher, völlig gewissenloser Mörder. 1963 zog Highsmith nach Europa, zuerst nach Frankreich, dann 1981 ins Tessin. 1995 starb sie in einem Krankenhaus in Locarno.

hoerspielTIPPs.net:
«Ein Highsmith-Krimi, der im ersten Moment untypisch wirkt, aber jedoch recht schnell ihre Handschrift erkennen lässt. Ihre Art, die Protagnoisten - und damit auch die Leser resp. Hörer - zu quälen, erkennt man auch hier schnell wieder. Clarence, der hier in ein zunächst harmloses Verbrechen stolpert und hierdurch in richtig dickes Übel gezogen wird, ist einfach bedauernswert und man durchleidet hier jede Szene mit ihm mit. Ob sich dann doch noch alles zum Guten wendet?

Beate Andres hat die Geschichte recht gut für den Funk aufgearbeitet und in Szene gesetzt. Allerdings schafft sie es nicht wirklich mit der Umsetzung selbst, Spannungsmomente zu setzen. Außer dem, was sich aus der Geschichte selbst ergibt, ist der Unterhaltungswert etwas eingeschränkt.

Hinzukommt, dass das Hörspiel vielleicht auch etwas zu lange geraten ist. Etwas weniger, dafür dichter - das hätte der Produktion gut getan.

Bei den Sprechern lässt sich der WDR ja selten lumpen und fährt auch hier dentlich auf. Florian von Manteuffel und vor allem Kathrin Angerer haben mir hier ausgezeichnet gefallen.

Ein Hörspiel mit ein paar kleineren Schwachpunkten und Längen, das aber aufgrund der Qualität der dahinterstehenden Geschichte dennoch einen ordentlichen Eindruck macht.»

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