Kostenlose Hörspiele - zusammengestellt von hoerspieltipps.net

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl immer noch im Urlaub (Ellis Kaut) BR 1970
Mon, 25 May 2020 14:44:50
Meister Eder und der Pumuckl sind im Urlaub auf einem Bauernhof. Den beiden Buben der Bäuerin kommt der Sommergast schon sehr merkwürdig vor; der spricht immer mit sich selbst und hat auch sonst einige Geheimnisse. Meister Eder und der Kobold denken sich eine Schatzgeschichte aus, um die beiden Störenfriede endlich los zu werden.

(NEU) Discovery (0) Gott würfelt nicht - hörspielprojekt 2020
Mon, 25 May 2020 14:44:01
Eine Reise in die Vergangenheit von Tia Spade – und eine Begegnung, die ihr Leben noch verändern wird.

(NEU) Gegen die Welt (Jan Brandt) DLF Kultur 2020
Mon, 25 May 2020 14:40:25
"Jericho, ein ostfriesisches Dorf, zur Zeit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung. Hier wächst Daniel Kuper, Sohn einer Drogistenfamilie auf. Ein Junge, der aufbegehrt gegen die Enge der Provinz, deren Ordnung aus den Fugen gerät.

Dallas, Perry Rhodan, Heavy Metal – ein Dorf Ende der Achtziger inmitten Ostfrieslands: Hier scheint alles seinen Gang zu gehen. Wie schon hundert Jahre zuvor gibt es Traditionen wie den Männergesangverein und den Skatclub. Jeder spielt die Rolle, in die er hineingeboren worden ist. So auch die Drogistenfamilie Kuper um Bernhard, genannt Hard und seinen Sohn Daniel Kuper. Daniel ist ein verschlossener Junge mit viel Fantasie und wenigen Möglichkeiten. Im Sommer müssen plötzlich die Geschäfte wegen der Konkurrenz der großen Ketten schließen, es beginnt zu schneien – und dann ist da noch dieser Kornk reis. ""Gegen die Welt"" zeichnet den Untergang eines Dorfes in Ostfriesland nach und thematisiert dabei die jüngere Geschichte der alten Bundesrepublik im Zeichen von Wende und Globalisierung. Vater und Sohn begehren schließlich – jeder auf seine Weise – auf, gegen die Dorfbewohner, gegen die Welt. "

Grenzfälle (1) Moi non plus - SRF 2012
Mon, 25 May 2020 14:32:44
Es beginnt alles auf Teneriffa. Die 15-jährige Amélie aus der Schweiz ist zum ersten Mal seit der Trennung ihrer Eltern mit der Mutter in die Ferien gefahren. Am Strand trifft sie Nathan aus Deutschland, der mit seinem Vater auf die Insel gekommen ist. Die beiden Teenager flirten, umkreisen sich, nähern sich langsam an. Was sie nicht wissen: Zur gleichen Zeit treffen sich Peter und Barbara, ihre alleinstehenden Elternteile, und beginnen eine stürmische Affäre. Erst am Tag der Abreise wird den Vieren schlagartig klar, in was für ein heikles Beziehungsnetz sie geraten sind. Und die Erwachsenen haben schon das Zusammenleben als schweizerisch-deutsche Patchwork-Familie verabredet. Wenn auch vorerst nur zur Probe. Zwar protestieren die Kinder vehement. Doch es bleibt dabei: Vater und Sohn aus Deutschland ziehen zum Probewohnen bei Mutter und Tochter in Zürich ein – mit unerwarteten Folgen.

Der Elch ist schuld (Jenny Reinhardt) DLR 2015
Mon, 25 May 2020 14:29:42
"Nach einem Autounfall läuft das Mädchen Sari einen endlos langen Weg, um Hilfe zu holen. Sari fährt im Auto mit Mama und Papa durch den Wald. Sie alle sind zerstritten und da treffen sie noch auf einen Elch! Papa kann den Lenker nicht halten, sie fahren in den Wald und das Auto kippt um. Was nun? Mama und Papa klemmen im Auto fest. Sari ist unverletzt und läuft los, um Hilfe zu holen. Das Auto kennt den Weg und gibt ihr gute Ratschläge, noch nie ist sie allein einen so langen Weg gelaufen. Gut, dass sie Hilfe bekommt. Ein Fuchs borgt ihr seinen halben Geruchssinn, ein Habicht breitet die Flügel aus und sieht nach, ob der Weg durch den Wald kürzer ist. Und der Elch spornt sie mit seinen schnellen Hufen zum Wettrennen an."

Weißauge (Adolf Schröder) WDR 2003
Sun, 24 May 2020 00:13:07
"Ole lernt Maxim und Weißauge im Park kennen. Weißauge ist ein Hund, so groß wie ein Wolf, mit einem grauen, struppigen Fell und spitzen Ohren. Seine Augen sind blau und manchmal weiß. Darum heißt er Weißauge. Er und Maxim sind aus Russland nach Deutschland gekommen.
Das Abenteuer beginnt, als Ole allein mit Weißauge spazieren gehen darf. Sie gehen zum Fluss und plötzlich beginnt Weißauge zu sprechen.

""Mach die Augen zu, Ole"", sagt er, ""jetzt machen wir eine Reise."" Als Ole die Augen wieder öffnet, ist er in der Steppe, in Weißauges Heimat. Er hört die Wölfe heulen und sieht die wilden Pferde galoppieren.

Seine zweite Reise mit Weißauge bringt Ole nach Dänemark, wo sein Vater gelebt hat. Ole sieht das Meer. Doch als sie wieder zurückkommen, ist etwas Aufregendes geschehen. Maxim ist im Park überfallen worden."

Die Einladung (Sabine Wen-Ching Wang) DRS 2009
Sat, 23 May 2020 16:41:03
Der Direktor lädt einen nur einmal auf den Sonnenberg. Es war ganz still geworden im Büro, als Paul die Ehre zuteil wurde: Sonnabend, sieben Uhr, c. t., mit seiner Frau Isabelle. Paul hatte stumm genickt. Doch am Sonnabend stieg Paul nicht ins Taxi, das ihn auf den Sonnenberg hätte bringen sollen - der Blumenstrauss, den Isabelle für die Frau des Direktors gekauft hatte, roch so eigenartig, und überhaupt: wem sollte er zuerst die Hand reichen, und was sollte er sagen beim Aperitif. Am Montag dann ist Paul nicht zur Arbeit gefahren. Ist stattdessen in seine Werkstatt im Keller runtergestiegen und hat an seiner Maschine getüftelt, die es zu perfektionieren gilt, während Isabelle das aufgeschobene Treffen vorbereitet: von der richtigen Kleidung zu den richtigen Worten und dem Verhalten bei Tisch will alles sorgfältig gewählt und geübt sein. Es ist nur ein kleiner Fehltritt, ein kurzer Moment des Unvermögens, der Paul und Isabelle aus der sozialen Ordnung wirft und von den gesellschaftlichen Konventionen ausschliesst. Plötzlich vermag das Paar nicht mehr teilzunehmen am täglichen Geschehen, den ordentlichen Beschäftigungen. Die Welt draussen erscheint ihm unerreichbar und unverständlich. Immer mehr zieht es sich zurück in einen eigenen Kosmos, der unvermittelt zum Phantasma der absoluten Liebe wird.

(NEU) Der Platz (Annie Ernaux) hr 2020 / DAV 2020
Sat, 23 May 2020 16:39:17
Die eigene Geschichte, auch die eigene Familie, ist Annie Ernaux’ literari-sches Thema. Nach dem Tod des Vaters schreibt sie, die studiert hat und Gymnasiallehrerin geworden ist, über ihn, den Bauerssohn, Fabrikarbeiter und Kneipenwirt. Sie schreibt, weil sie mit ihrer Herkunft gebrochen hat, weil sie und ihr Vater sich nichts mehr zu sagen hatten. Und doch versucht sie über das Schreiben, über die Sprache sich wieder ihrem Vater anzunähern, zu erklären, wie sie zur sozialen Überläuferin ins Bürgertum geworden ist. Sie beschreibt, wie sie jetzt das Leben des Vaters aus der Bedeutungslosig-keit zu holen versucht, in die sie es – und damit auch ihr eigenes früheres Leben – verdrängt hatte. Ist das der Preis des sozialen "Aufstiegs": die Verleugnung und Verdrän-gung der Herkunft, des Geschmacks, der Sprache und derUmgangsformen? Es ist ein Schreibprozess, der "selbstverständlich keine Freude" bereitet und zwischen der Welt des Vaters und der Welt der Tochter balanciert:
"Vielleicht sein größter Stolz, sogar sein Lebenszweck: dass ich eines Tages der Welt angehöre, die auf ihn herabgeblickt hatte", konstatiert Ernaux.
Mit Der Platz hat Annie Ernaux neue Maßstäbe des autobiographischen Schreibens gesetzt, indem sie das Thema der sozialen Herkunft und deren Überwindung in den Fokus nimmt.

Die Verbindung (Lisa Stadler) DRS 2003
Sat, 23 May 2020 16:37:17
Katja und Roger sind jung, verliebt und ehrgeizig. Sie arbeiten im selben Betrieb, beide in leitender Stellung. Ihre Beziehung ist ein dankbarer Nährboden für Gerüchte und Geschwätz. Dann macht Katja Karriere, und Roger wechselt den Betrieb. Er möchte Kinder, eine Familie. Das kommt bei ihr nicht gut an.

Katja und Roger trennen sich. Nach der Trennung verliert der Betrieb, in dem Katja arbeitet, einen lukrativen Auftrag an die Konkurrenz. Katja wird die Kündigung nahegelegt, da Roger, der inzwischen bei der Konkurrenz eingestiegen ist, Insiderwissen weitergegeben haben soll. Katja stellt ihren Ex-Freund zur Rede.

(NEU) Notaufnahme (Ralf N. Höhfeld) rbb 2020
Fri, 22 May 2020 12:33:13
Gebrochenen Beine, Herzinfarkte dazu Verkehrsunfälle und Stichverletzungen. In der Notaufnahme warten alle darauf, dass sie endlich an die Reihe kommen. Gut zwei Prozent aller weltweit verzehrten Gummibärchen werden in der Notaufnahme gegessen. Das Hörspiel ist ein Stück über zwölf Stunden Warten, über Ängste und Ungewissheiten, Hoffnungen und Wünsche.

(NEU) Treibsand. Im Laufe des Tages: Verloren gegangene Stimmen. (Hans Castrup) EIG 2020
Fri, 22 May 2020 11:09:53
Der Boden gerät ins Wanken: Sounds von lyrischem Sprechgesang, Tonband, präpariertem Klavier und experimentellem Xylophon fangen an zu fließen. Humorvoll und wortgewaltig.

"Bereits am Anfang. Nur ein schöner Satz. / Schatten treten / einander / still vergnügt in die Rippen."

Sounds von lyrischem Sprechgesang, präpariertem Klavier, Musique Concrète, experimentellem Xylophon. Flirren mal wortgewaltig, mal zart, mal bis zu Unkenntlichkeit geschichtet, mal ins kleinste Sample zerlegt. Da gerät der Boden ins Wanken. Ein Sog. Ein Gedankenfluss. Ein Loch. Verschwunden.

(TIPP) 300 % und die Scheiße mit dem Schulgarten (Stuart Kummer, Edgar Linscheid) EIG 2008
Thu, 21 May 2020 23:47:07
Was machen drei Schüler, wenn die neue Biolehrerin genau dort einen Schulgarten anlegen will, wo ihre versteckte Hanfplantage liegt? Dschingis, Kessy und Akte lassen nichts unversucht, um ihr Geheimnis zu retten. Nicht nur, dass die ausbleibenden Einnahmen ein ziemliches Loch in die Bandenkasse reißen würden. Sollten die drei Schüler der Max-Schmeling-Gesamtschule mit ihrem Drogengarten auffliegen, käme ihr Anführer Magnus Kahn, genannt Dschingis, mit Sicherheit zurück ins Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Und so wären die Freunde die längste Zeit die legendären "300 %" gewesen. Höchste Eisenbahn also für die "Prozente", mal wieder in die Trickkiste voller illegaler Maßnahmen zu greifen. Eine Hommage an die Hörspiele, an denen als Kind keiner vorbeikam, gestreckt mit ein paar Gramm reinstem Quatsch.

M - Eine Stadt sucht einen Mörder (Fritz Lang) BR/DLF 2003
Thu, 21 May 2020 23:32:05
In 'M' werden neuinszenierte Szenen durch die Originalstimmen von Peter Lorre in seiner Rolle als Kindermörder Beckert und Gustaf Gründgens ergänzt und zusammen mit einer zwischen historischen Stilzitaten und elektronischen Clicks & Cuts oszillierenden Musik zu einer zeitgemäßen Erzählform verwoben. Ins Hörspiel eingefügte Auszüge aus Polizeiakten weisen darauf hin, dass die Filmhandlung auf einem historischen Kriminalfall beruht.

'M' skizziert mit suggestiven Bildern, wie eine Mordserie an Kindern eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt, wie dadurch Verfolgungswahn und latenter Hass freigesetzt werden. Da der Mörder die alltägliche Ordnung, auch die der Kriminellen, auf das Empfindlichste stört, wird er nicht nur von der Polizei, sondern auch von der Unterwelt gejagt - und gefasst. Die Verbrecher inszenieren ein Tribunal, das sich bis hin zur Bestellung eines Pflichtverteidigers an den Regeln einer ordentlichen Gerichtsverhandlung orientiert, um der beabsichtigten Lynchjustiz zumindest äußerlich den Anstrich von Legitimität zu geben.

Manhattan Transfer Teil 3 (John Dos Passos) DLF / SWR 2 / HörbucHHamburg 2016
Thu, 21 May 2020 21:02:33
Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt John Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen, in dem das Jagdfieber wütet: nach Arbeit, Glück und Macht. Die Figuren der Geschichte – ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau und andere – scheinen aus der großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.

Mit Manhattan Transfer rückte John Dos Passos im Jahr 1925 mit einem Schlag in die Riege der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren setzen der preisgekrönte Regisseur Leonhard Koppelmann und der Komponist Hermann Kretzschmar diesen Roman erstmals als Hörspiel in Szene.

Zu diesem Hörspiel gibt es einen Directors Cut mit einer Spielzeit von 342 Min.

Bürger Ubu (Alfred Jarry) NDR 1977
Thu, 21 May 2020 14:25:30
Der Autor erfand das Monstrum UBU, mit dem er sich selbst identifizierte. Es wird als Verkörperung des Bürgers und des Bürgerwürgers gedeutet in "Ubu Cocu" (1'91). Die Ungeheuerlichkeiten, die in seinem Namen begangen wurden, schienen seinerzeit jeder Realität zu spotten. Inzwischen sind die längst übertroffen von einer Politik, die sich immer noch weitgehend als zivilisiert, d.h. bürgerlich versteht. Was bei Vater Ubu direkt zynisch und unverhohlen brutal ausgeführt wird - Foltern und Morden im Namen der "Pfuinanz" sowie eine allsonntägliche öffentliche Enthirnung -, bietet Muster an für Taktiken der geheimen und offenen Unterdrückung. Die Monstrosität der Hauptfigur wird durch eine elektronische Stimm-Maske vermittelt. Auch die drei Exekutoren Ubus werden als Robotergarde "vocoderisiert", d.h. mit synthetischen Stimmen ausgestattet. Die Handlung wird von Songs begleitet, die dem Schrecken Spaß abgewinnen und das Grauen zum Jahrmarktsvergnügen wenden. "Paraphysische" Erfindungen des Vater Ubu: die Schweiß-Pumpe, das Kneifschwein und die Gehirnzermantschmaschine werden akustisch montiert und dienen de n Bürgern zum Sonntagsvergnügen.

Gestatten, mein Name ist Cox Teil 7 und 8 (Rolf Becker) NWDR 1952
Thu, 21 May 2020 14:16:53
"Gestatten, mein Name ist Cox" war der Slogan der ersten deutschen Radio-Krimi-Serie, einer Produktion des NWDR aus den 50er Jahren. Um dem in deutschen Rundfunkanstalten damals üblichen Vorurteil gegen deutsche Krimis vorzubeugen, veröffentlichte der Autor Rolf Becker die Arbeit unter dem Namen seines englischen Onkels Malcolm F. Browne. Der Held der Serie, Mr. Paul Cox, ist ein frecher, ausgebuffter Spieler, der stets auf eigene Faust ermittelt, gerne an Scotland Yard vorbei, unkonventionell und nicht immer ganz legal, aber immer ganz Gentleman.

Gestatten, mein Name ist Cox Teil 5 und 6 (Rolf Becker) NWDR 1952
Thu, 21 May 2020 14:16:53
"Gestatten, mein Name ist Cox" war der Slogan der ersten deutschen Radio-Krimi-Serie, einer Produktion des NWDR aus den 50er Jahren. Um dem in deutschen Rundfunkanstalten damals üblichen Vorurteil gegen deutsche Krimis vorzubeugen, veröffentlichte der Autor Rolf Becker die Arbeit unter dem Namen seines englischen Onkels Malcolm F. Browne. Der Held der Serie, Mr. Paul Cox, ist ein frecher, ausgebuffter Spieler, der stets auf eigene Faust ermittelt, gerne an Scotland Yard vorbei, unkonventionell und nicht immer ganz legal, aber immer ganz Gentleman.

Gestatten, mein Name ist Cox Teil 3 und 4 (Rolf Becker) NWDR 1952
Thu, 21 May 2020 14:16:52
"Gestatten, mein Name ist Cox" war der Slogan der ersten deutschen Radio-Krimi-Serie, einer Produktion des NWDR aus den 50er Jahren. Um dem in deutschen Rundfunkanstalten damals üblichen Vorurteil gegen deutsche Krimis vorzubeugen, veröffentlichte der Autor Rolf Becker die Arbeit unter dem Namen seines englischen Onkels Malcolm F. Browne. Der Held der Serie, Mr. Paul Cox, ist ein frecher, ausgebuffter Spieler, der stets auf eigene Faust ermittelt, gerne an Scotland Yard vorbei, unkonventionell und nicht immer ganz legal, aber immer ganz Gentleman.

Gestatten, mein Name ist Cox Teil 1 und 2 (Rolf Becker) NWDR 1952
Thu, 21 May 2020 14:16:52
"Gestatten, mein Name ist Cox" war der Slogan der ersten deutschen Radio-Krimi-Serie, einer Produktion des NWDR aus den 50er Jahren. Um dem in deutschen Rundfunkanstalten damals üblichen Vorurteil gegen deutsche Krimis vorzubeugen, veröffentlichte der Autor Rolf Becker die Arbeit unter dem Namen seines englischen Onkels Malcolm F. Browne. Der Held der Serie, Mr. Paul Cox, ist ein frecher, ausgebuffter Spieler, der stets auf eigene Faust ermittelt, gerne an Scotland Yard vorbei, unkonventionell und nicht immer ganz legal, aber immer ganz Gentleman.

Jasseron, Rechtsanwalt und Notar (Alain Franck) DRS 1969
Thu, 21 May 2020 13:25:24
Der Sohn des in der Provinz praktizierenden Rechtsanwaltes und Notars André Jasseron ist in Paris ermordet worden. Zur Aufklärung des Geschehens werden auch die Eltern des Opfers beigezogen. Ein Inspektor der Polizei unterzieht sie einer Routinebefragung. Dabei verstricken sich Monsieur und Madame Jasseron mehr und mehr in Widersprüche.

(NEU) Der jüdische Gerichtsvollzieher (Siegfried Lichtenstaedterl) BR 2020
Thu, 21 May 2020 13:24:12
"Darf ein Jude Gerichtsvollzieher werden?" so fragt sich ganz Anthropopolis, eine beschauliche Großstadt im Großherzogtum Anthropopolitanien. Vom offenbar fahrlässig handelnden Justizminister hat tatsächlich ein Jude diesen Beamtenposten zugeschanzt bekommen. Da es aber nur einen einzigen solchen Posten im ganzen Land gibt, ist vor allem die völkische Presse besorgt, denn das Judentum besetzt ja nunmehr tatsächlich 100 % der Gerichtsvollzieherei. Ist dies die erste Etappe zur Weltherrschaft? Sein Wirken bringt dem neuen Gerichtsvollzieher schon bald vier Ermahnungen ein: Zwei, weil er beim Vollstrecken zu brutal, und zwei, weil er dabei viel zu nachlässig war. Die wackeren christlichen Anthropopolitanier sind jedenfalls entschlossen, dem Judentum den Posten schnell wieder zu entreißen, zur Not auch mit der Zusatzfrage: "Darf ein Junggeselle Gerichtsvollzieher sein?" Ein bairisch-anthropopolitanisches Hörspiel, eine behagliche Antisemitismus-Satire nach einer Kurzgeschichte aus dem Jahre 1926 von Siegfried Lichtenstaedter. Der Historiker Götz Aly hat 2019 eine Sammlung von Lichtenstaedters Texten neu herausgegeben und mit Prophet der Vernichtung betitelt: um auf dessen erstaunlich weitsichtiges, reichhaltiges und mitunter auch komisches Werk aufmerksam zu machen, darunter auch die kurze Satire Der jüdische Gerichtsvollzieher. Lichtenstaedter parodiert darin die Hetze des Völkischen Beobachters und anderer Medien und verhöhnt zudem die Faktenverweigerung des angeblich so gesunden Menschenverstandes der christlichen Mehrheit. Überraschend ist die Leichtigkeit und Spottlust mit der Lichtenstaedter, nur ein paar Jahre vor der Machtergreifung, das Nazidenken veralbert und ganz nebenbei bereits die Parallele von Antisemitismus zu Antiislamisus markiert hat.

Der nasse Fisch - Teil 8 - Goldenes Finale (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:17
Showdown am Güterbahnhof! Wer bekommt das Gold? Und alle sprechen sich mal aus – was wiederum nicht alle überleben werden.

Der nasse Fisch - Teil 7 - Die falsche Leiche (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:15
Kommissar Rath findet erst eine Waffe, die ihm untergeschoben wurde. Und dann taucht noch ein Toter auf, mit dem niemand gerechnet hat. Dumm nur, dass dieser Mann genau derjenige ist, den er dem Polizeipräsidenten gerade als Hauptverdächtigen präsentiert hat.

Der nasse Fisch - Teil 6 - Versteck-Spiel (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:14
Fräulein Ritter hat ihren Freund verloren, Kommissar Rath sein Zuhause. Er zieht bei Kollege Böhm ein, so können sich die beiden gegenseitig besser im Auge behalten. Manchmal hilft Alkohol, wenn es hart auf hart kommt.

Der nasse Fisch - Teil 5 - Ein Toter im Beton (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:12
Charly will nicht nur Tippse sein, sie kann mehr. Dass zurzeit in Berlin so viel gestorben wird, gibt ihr Gelegenheit, sich bei den Mord-Ermittlungen zu beweisen. Der unbekannte Tote aus dem Landwehrkanal, eine Leiche aus dem Beton einer Baustelle und, wenn es so weitergeht, werden noch mehr Todesfälle aufzuklären sein.

Der nasse Fisch - Teil 4 - Zucker zum Schnupfen (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:08
Rath experimentiert mit Kokain und einer Schusswaffe. Das fordert ein weiteres Opfer. Dabei sollte er den Kopf frei haben, wenn er auf eigene Faust in der Unterwelt ermittelt und mit dem personifizierten Bösen verhandelt.

Der nasse Fisch - Teil 3 - Russen-Gold (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:06
Charly und Rath kommen sich extrem nah – und das fällt Oberkommissar Wolter auf. Bisher hat er die Karten in der Hand gehalten und kann es gar nicht leiden, wenn jemand die Spielregeln ändert… Als Gewinn lockt ein Zug mit Russen-Gold.

Der nasse Fisch - Teil 2 - Noch mehr Tote (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:05
Die Polizei fischt einen Toten aus dem Landwehrkanal – offenbar zu Tode gefoltert. Zwischen brutal austeilenden Polizisten und demonstrierenden Kommunisten ist Rath während der Mai-Unruhen im Einsatz. Zahlreiche Tote liegen in den Straßen, die Stimmung in der Stadt brodelt. Und über all dem steht der Berliner Verbrecher-König Dr. Marlow.

Der nasse Fisch - Teil 1 - Willkommen in der Hauptstadt (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Thu, 21 May 2020 09:34:04
1929: Gereon Rath ist von Köln nach Berlin versetzt worden. Als Mord-Ermittler wurde er in der Domstadt untragbar, die Berliner Polizei ermöglicht ihm einen Neuanfang, allerdings nur bei der "Sitte". Der Ton in Berlin ist rau – und auch hier verfolgen den ehrgeizigen Kommissar Dämonen aus seinem früheren Leben. Gleich bei seinem ersten Einsatz in der Hauptstadt wird geschossen und Rath auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Seine Kollegen von der "Mord" fischen derweil einen Toten aus dem Landwehrkanal. Da kann Rath noch nicht ahnen, wie sehr ihn diese Leiche, die nicht die einzige bleibt, noch beschäftigen wird. Er stellt Ermittlungen auf eigene Faust an, lernt die attraktive und selbstbewusste Charly Ritter von der Mordkommission kennen, verscherzt es sich aber auch mit ihr. Seine Recherchen führen ihn quer durch das Berliner Nachtleben, ins Russen-Milieu, hinein in die Berliner Unterwelt – immer undurchsichtiger und verstrickter wird der Fall. Und irgendwo soll in Berlin noch ein legendärer Goldschatz im Wert von 80 Millionen Reichsmark aus der Zarenzeit versteckt sein. Rath muss ausloten, wem er vertrauen kann – in Berlin hat jeder eigene Interessen, offensichtlich auch die Kollegen der Polizei.

Der Autor der Buchvorlage Volker Kutscher, geboren 1962, hat mit der Krimi-Reihe um Gereon Rath mehrere Bestseller geschaffen. Der erste Fall der Gereon Rath-Romane wurde für das Fernsehen als "Babylon Berlin" (eine Produktion von X Filme Creative Pool, ARD Degeto, Sky und Beta Film mit Förderung durch den Medienboard Berlin-Brandenburg, Creative Europe Media, die Film- und Medienstiftung NRW sowie dem German Motion Picture Fund) für die ARD und Sky von Tom Tykwer und anderen mit prominenter Besetzung aufwändig verfilmt und erhielt 2018 den Grimme-Preis.


Vom Pornodreh zur Schießerei – Raths erster Einsatz in der Hauptstadt stellt ihn gleich auf eine harte Bewährungsprobe. Und dabei ahnt er nicht, dass das personifizierte Böse jeden seiner Schritte genau beobachtet.

Fragen für alle (Heike Geißler und Anke Dyes) BR 2016
Thu, 21 May 2020 09:33:34
"Wie spät ist es?
Sind Sie gerade allein?
Sind Sie froh dort zu sein, wo Sie gerade sind?
Wäre es jetzt bereits Zeit für ein wenig Alkohol?
Was fehlt?
Kann ein guter Tag schlecht beginnen?"

Fragen können offen sein oder geschlossen, allgemein oder speziell, sachlich oder persönlich. Fragen irritieren oder motivieren. Sie sind suggestiv, rhetorisch, paradox, aber auch pragmatisch, direkt, humorvoll. Sie können Antworten provozieren, Ratlosigkeit und neue Fragen. Sie können die Augen öffnen für die Welt, oder den Befragten auf sich selbst zurückwerfen. Sie speisen sich aus dem Staunen, der Neugier und der Unwissenheit, genauso aber auch aus Macht, Hierarchien und Hilflosigkeit. So vielfältig und vielschichtig Fragen sind, so wichtig bleibt eines: Dass sie gestellt werden. Und deshalb haben die Autorin Heike Geißler und die Künstlerin Anke Dyes ein scheinbar nicht enden wollendes Fragenkonvolut zusammengestellt, mit dem sie Bekannte, Passanten und den Hörer ihres Hörspiels konfrontieren. Fragen für alle stellt Fragen zu allem: Person, Gesellschaft, Politik, Medien, Moral und noch vielem mehr. In Straßeninterviews und Gesprächen untersuchen die Autorinnen die Welt, die Gefragten, den Fragenden und das Medium der Frage selbst. So heterogen die Ausgangslage ist, so divergent sind denn auch die Antworten in den Originaltönen, den Studioaufnahmen und im Kopf des Hörers, der immer mit angesprochen ist. In ihnen eröffnen sich weniger eindeutige Standpunkte, als vielmehr in Gang gesetzte Prozesse der Reflexion oder Destabilisierung und Versuche, Orientierung zu gewinnen. Fragen als vielleicht besonders zeitgemäße Form, über uns, unsere Gesellschaft und unsere Zeit Erkenntnis zu gewinnen.

"Wir haben Fragen, die wie Fragen klingen und Fragen, die wie Gesetze klingen, die verständlich oder unverständlich sind, Fragen, die sich erübrigen und sich nicht aufdrängen oder sich doch aufdrängen, die ausbleiben oder später kommen und Fragen, bei denen wir vergessen haben, wie schwer sie zu beantworten sind oder einfache Fragen, die sich wie schwere geben. Für jede, jeden, jede*n ist auf jeden Fall mindestens eine Frage da."
(Heike Geißler)

Schreckmümpfeli - Ein klitzekleiner Fehler (Doris Jäckle) SRF 2015
Tue, 19 May 2020 18:29:09
Du bist ein Genie, mein Schatz!

Cookie Mueller (Michael Farin) WDR 2013
Tue, 19 May 2020 18:26:38
"Cookie Mueller war, mehr als alles andere, eine Göttin. Mann, wie ich sie vermisse." So Kultregisseur John Waters, in dessen bizarren Filmen Cookie Mueller zum Star wurde. Aber nicht nur als Schauspielerin (und Göttin), auch als Schriftstellerin, Freigeist, Mode-Ikone, Gogo-Tänzerin, Freundin und Modell der Photographin Nan Goldin verkörperte Cookie Mueller die amerikanische Underground-Kultur der 1970er- und 1980er-Jahre – bevor AIDS, der konservative Rollback und die Vermarktung der Subkulturen zuschlugen. 1989, mit nur 40 Jahren, starb Cookie Mueller in New York. "Zum Glück", schrieb sie kurz vor ihrem Tod, "bin ich nicht die erste, die euch sagt, dass sie niemals sterben wird. Du verlierst einfach nur deinen Körper. Du bist noch dieselbe, nur dass du dir keine Sorgen wegen der Miete oder den Hypotheken mehr machen musst, oder wegen modischer Kleider. Du bist befreit von sexuellen Obsessionen. Du bist nicht mehr drogenabhängig. Du brauchst keinen Alkohol. Du musst dir keine Sorgen über Cellulitis oder Zigaretten oder Krebs oder AIDS oder Geschlechtskrankheiten machen. Du bist frei."

Finnische Tangos (Marjaleena Lembke) WDR 2001
Tue, 19 May 2020 18:01:37
Vor dem Hintergrund der finnischen Landschaft, "dem Land der zweitausend Seen mit ihren zweitausend Mücken", und den hellen Nächten im Sommer, "die kein Ende haben", präsentiert die Erzählerin Marja in schonungslos offener Weise das trostlose Bild einer vergangenen Kindheit in einer kleinen finnischen Stadt, die sie und ihre Freundin Selja erwachsen werden ließ. Beide verließen sie das Elend, in das sie hineingeboren wurden: Marja, deren Mutter sich das Leben nahm und die nach einem Streit mit der Stiefmutter vergeblich darauf wartete, dass der Vater sie wieder nach Hause holte, und Selja, die - angefangen beim Vater - Männer kaum je anders als trinkend, gewalttätig und roh erlebt hatte, und die sich andere und schönere Vorstellungen konsequent verbot. Doch während es Marja gelingt, ihrer Herkunft zu entrinnen, kehrt Selja wieder dorthin zurück und taucht nun vollends in den Sumpf ihres Milieus, der von Alkohol durchtränkt ist. Ihm, dem täglichen Rausch und dem trunkenen Blick, der häufig das Elend bedingt, gegen das angetrunken wird, scheint die Autorin mit unerbittlichem Blick auf soziale Verhältnisse und menschliche Verfasstheiten zu trotzen. Während sie darin an die skandinavische Literatur Strindbergs oder Ibsens erinnert, wirkt manch tragikomische Zusammensetzung des Unheils, manche absurde Begegnung in ähnlicher Weise verstörend, wie die alpenländischen Protagonisten in Thomas Bernhards Werken es tun.

Rolltreppen ins Nichts (Hans Delbruck) DLR 2016
Tue, 19 May 2020 10:56:12
Kultursenator Quickstedt führt stolz Journalisten über seine Baustelle, die größte in Europa. Hier bauen die öffentliche Hand und ein Investor aus Hongkong Seite an Seite. "Und warum wird hier nicht gearbeitet?", fragt Lokalreporter Grimm. Quickstedt weiß es nicht und verweist auf Diplom-Ingenieur Schmidtke, doch der ist nicht vor Ort und bleibt auch Tage später unauffindbar. Maja Scherchen, Volontärin bei der MuseumsBAU, beobachtet, wie sich ein Chinese aus Schmidtkes Büro schleicht, kurze Zeit darauf ist es ausgeräumt. Maja und Grimm beginnen mit Nachforschungen, brechen nachts in die Museumsbaustelle ein und finden ein Millionengrab, einen gigantomanischen Pfusch.

Blauensee (Eva Brunner) DRS 2007
Tue, 19 May 2020 10:52:35
Ein Luzerner Grounding, das bis heute Spuren hinterlässt. Hochfliegende Finanz- und Glamour-Träume, die ein abruptes Ende nehmen. Eva Brunner, die Stieftochter eines illustren Luzerner Bankiers, hat sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt und darüber ein Hörspiel geschrieben.

Der Bankier Erich Binder – Mäzen und mit Leidenschaft den schönen Künsten zugetan – war während Jahren das personifizierte Zentrum der besseren Luzerner Gesellschaft. Wer sich zu seinem Umfeld zählen durfte, hatte den Eintritt in die Glamourwelt aus Politik, Wirtschaft und Kunst geschafft. Die legendären gesellschaftlichen Anlässe in seinem Schloss schrieben Luzerner Geschichte. Der Bankier, der sich selber als Begründer der Luzerner Musikfestwochen bezeichnete, leitete ein Imperium von diversen Firmen, das er aufgebaut hatte. Es war derart verwinkelt und verschachtelt, dass ausser ihm niemand den Durchblick hatte. Nach dem überraschenden Selbstmord des Bankiers brach das Imperium zusammen wie ein Kartenhaus. Aber nicht nur Binder stürzte in den Abgrund, auch der Verwaltungsratspräsident der Bank sah für sich keinen Ausweg mehr.

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl auf dem Lande (Ellis Kaut) BR 1970
Tue, 19 May 2020 10:48:07
Der Meister Eder beschließt, ein paar Tage Sommerurlaub auf einem Bauernhof zu machen. Den Pumuckl nimmt er nach langem hin und her schließlich mit – und damit beginnt das Chaos. Die Söhne der Bäuerin fragen sich ohnehin schon, warum der merkwürdige Sommergast immer von "wir" spricht, obwohl er doch alleine gekommen ist. Und sie beginnen, nachzuforschen...

Zukunfts-Chroniken (Staffel 2 Teil 7) White Trash Area - hoerspielprojekt / Hörspielwerkstatt Bad Hersfeld 2020
Tue, 19 May 2020 10:15:09
Die Zukunfts-Chroniken. Bisher wurden sie noch nicht niedergeschrieben, aber wir alle nähren diese Zeilen. Heute, hier und an anderen Orten. Die Zukunft kann beginnen...

Die Vereinigten Staaten der Zukunft. Vereinigt? Nein, zerfallen in verschiedene Areas, zerrüttet durch einen Bürgerkrieg. Und die White Trash Area scheint die schlimmste unter ihnen zu sein, zumindest wenn man aus einer der privilegierten Metropolen kommt.

Norway. Today (Igor Bauersima) DLR 2001
Tue, 19 May 2020 10:02:26
Julie und August gehören zur Web-Generation. Sie kennen sich in virtuellen Welten aus, stehen aber dem "echten Leben" hilflos und überdrüssig gegenüber. A: "Wohin gehen wir denn?" J: "In den Schnee." A: " Erfrieren?" J: "O.k. Smile." Alles ist vorbereitet für einen coolen Abgang. Der Flug nach Norwegen, das Zelt auf der Klippe, Schlafsäcke, etwas zu trinken, die Kamera, die die letzten Grüße an Familie und Freunde aufnehmen soll. Aber da ist auch das Polarlicht, das über dem Abgrund erstrahlt. Und wer versorgt den Goldfisch? Und woran soll man in den letzten 10 Sekunden denken? Seit Goethes Novelle "Die Leiden des jungen Werthers" eine Selbstmordwelle auslöste, spricht man bei solchen Kurzschlusshandlungen vom "Werthereffekt". Heute treffen sich bedrohlich viele Chatter zu Selbstmordforen im Internet.

Nadja Étoilée (André Breton) SWF / NDR 1959
Tue, 19 May 2020 09:59:54
Nadja, so nennt sich die junge Frau, scheint mit geheimnisvollen Mächten im Einverständnis, die sich ihrer bedienen, um dem Dichter orakelhafte Winke und Botschaften zukommen zu lassen. Nadja ist gewissermaßen ein Wesen aus einer Zwischenwelt, einer seiner Sphäre entschlagener Elementargeist, eine Pythia, ein Medium. In den Augen ihrer Umgebung allerdings nur ein psychiatrischer Fall, der in der Klinik endet. Der Zusammenhang mit jener Neigung der Romantik, die weiblichen Grundkräfte der Welt aufzurufen, ist hier nicht zu verkennen. Zugleich aber wird jede Transzendenz geleugnet, widerrufen und alle Aufmerksamkeit gilt diesem einen Leben mit allen seinen Möglichkeiten leidenschaftlicher Steigerung. Das Hörspiel vereinigt die wesentlichen Szenen des Buches, die fast wortgetreu übernommen wurden, sowie einige andere Texte, darunter Verse Baudelaires, Zitate aus anderen Schriften Bretons und eine Litanei zur Verherrlichung des weiblichen Körpers aus der Gedichtsammlung "Le revolver â cheveux blanc". Eingeblendet werden ferner einige fragmentierte Szenen aus einem pathologisch-kriminalistischen Boulevardreißer, den der Verfasser in der Einführung zu "Nadja" erzählt und kommentiert.

Das Mammut in der Grube (Jens Raschke) DLF Kultur 2018
Sun, 17 May 2020 12:54:10
Kian hat mit seinem Papa eine Grube gegraben. Sie wollen den Säbelzahntiger fangen, der ihnen seit Wochen die Ernte vom Feld stiehlt. Da hören sie einen Schrei, laufen zur Grube und sehen, dass ein Mammut hineingestürzt ist. Es hat sich verletzt. Kian schaut nach ihm und rutscht dabei selbst in die Grube. Der Vater wirft ihm ein Seil zu, aber Kian will bei dem verletzten Tier bleiben. Er will ihm beistehen und erst wieder aus der Grube klettern, wenn das Mammut gesund ist. Seine Mama kommt mit Essen und Trinken, sein Bruder langweilt sich ohne ihn, der Papa braucht ihn für die Feldarbeit. Aber Kian bleibt beim Mammut. Die beiden freunden sich an, das kranke Mammutbein heilt und am Ende zieht eine ganze Mammutherde die beiden aus der Grube.

Ponto dos Mentirosos – Atlas eines Dorfes - Live vom Kölner Kongress 2019 (Merzouga, Nina Hellenkemper) DLF 2019
Sat, 16 May 2020 22:39:46
In diesem Live-Hörspiel verbinden sich Geschichten, Gesänge und Geräusche aus dem ältesten Dorf des neuen Brasilien mit einer opulenten Klangkomposition und einer Live-Musik-Performance. Auch 500 Jahre nachdem Pedro Cabral hier zum ersten Mal brasilianischen Boden betrat, erzählt man sich am Ponto dos Mentirosos, unter dem Lügenbaum, Geschichten. Ein fahrender Sänger zeigt uns den 'Atlas eines Dorfes' und singt vom Fluss, der in zwei Richtungen fließt. Der brasilianische Avantgarde-Musiker Bira Reis ist Instrumentenerfinder. Er hat traditionelle Berimbaus, Kalimbas und Trommeln umgebaut und ein einzigartiges Instrumentarium entwickelt, das ihm erlaubt, afro-brasilianische Rhythmik mit Mikrotonalität und abstraktem Gestus zu verbinden. Für den 'Kölner Kongress' kommt er aus Salvador da Bahia und begegnet dem Pianisten Philip Zoubek mit seinem präparierten Klavier und den Musikern des Duos Merzouga. Field-Recordings der tropischen Natur und Gesänge eines Vollmondfestes der Pataxó treffen auf die experimentellen Klänge zeitgenössischer europäischer und brasilianischer Musik. Ein transatlantisches Experiment, das Zeiten, Genres und Kulturen verschränkt. Eine tropische Radio-Nacht voll vibrierender Energie.

The Revolution Will Be Injected (Orlando de Boeykens, Tucké Royale, Hans Unstern) DLF Kultur
Fri, 15 May 2020 00:42:52
Tucké Royale, Orlando de Boeykens und Hans Unstern verhandeln in ihrer Text- und Soundmontage Liebe, Körper in Um- und Aufbruch, freundschaftliche Verbundenheit und gefährliches Wissen über die westliche Ordnung.

Tucké Royale, Orlando de Boeykens und Hans Unstern verhandeln in ihrer Text- und Soundmontage Liebe, Körper im Um- und Aufbruch, freundschaftliche Verbundenheit und gefährliches Wissen über die westliche Ordnung. Ein Hörspiel mit eigenen Texten, Packungsbeilagen einschlägiger Arzneimittel und neuen Songs. Tucké Royale ist Schauspieler und Autor. Hans Unstern macht Musik und Harfen. Orlando de Boeykens ist Tubist, der in klassischen Orchestern ebenso zu Hause ist wie in Pop- und Jazzformationen.

Träume (Günter Eich) NWDR 1951
Thu, 14 May 2020 23:59:30
Die Ursendung von Günter Eichs Hörspiel "Träume" am 19. April 1951 begann um 20.50 Uhr, etwas später als gewöhnlich, "weil man die Kinder schon in den Betten wissen" wollte. Eine "mörderische Angelegenheit" sollte es laut "Spiegel"-Vorbericht werden, und tatsächlich schien es dies für manche zu sein, der Nordwestdeutsche Rundfunk in Hamburg erhielt wütende Telefonanrufe und Beschwerdebriefe: "Wir haben da eben Ihr Hörspiel gehört, von dem Eich. Kann man den Mann nicht einsperren?" Fünf Szenen geben fünf Albträume wieder. Die Szenen spielen je in einem der fünf Kontinente, und vor jeder wird in der nüchternen Sprache einer Nachricht von irgendeinem harmlosen Menschen berichtet, der den jeweils folgenden Albtraum erleidet. ("Vermutlich werden die angenehmen Träume dieser Welt von Schurken geträumt.") Ferner stehen am Anfang und Schluss des Hörspiels und zwischen den Szenen Gedichte mahnenden, ja beschwörenden Charakters. 15 Jahre lang blieben die "Träume" in Hamburg unwiederholt. 1955 fügte der SWF Baden-Baden in die Hamburger Produktion die von Günter Eich neu geschriebenen Zwischentexte und den 6. Traum ein, der den umstrittenen 2. Traum (Kindsmord) ersetzte.

Die Gefangene Teil 1 (Marcel Proust) SWR / DLF 2019
Thu, 14 May 2020 23:13:08
Der Ich-Erzähler Marcel, Spross wohlhabender Eltern, bewegt sich in den höchsten Kreisen von Bourgeoisie und Adel. Nun liegt er in seinem Bett und erinnert sich an die Zeit, als um 1901 in Paris die junge wie lebenslustige Geliebte Albertine in seinem Elternhaus wohnte, gleich einer Gefangenen seiner Eifersucht und jenseits aller Konventionen. Aber wer ist hier Sklave, wer Herr(in) im Spiel der Metamorphosen einer Liebe, deren existenzielle Voraussetzung die Lüge ist, um ihre Intensität zu spüren? Diese ewig alte wie moderne Geschichte spiegelt Proust zugleich im tragikomischen Niedergang des homosexuellen Décadent Baron de Charlus, dessen Leidenschaft zum Geiger Morel den Intrigen des Salons von Madame Verdurin zum Opfer fällt. Die Heraufbeschwörung des erinnerten Liebesleids wird bei Proust zum kaleidoskopischen Instrument, das erst den gnadenlosen Blick auf die berauschende Vielfalt der inneren und äußeren Welt ermöglicht. Und wer will, kann Proust heute auch als Lebensberatung in eigener Sache nutzen.

Die insgesamt sieben Bände von Prousts "Recherche" müssen nicht nacheinander gelesen werden. Jeder Band beansprucht als Roman Autonomie, auch wenn die Konzeption des Gesamtwerkes als Zyklus angelegt ist. Dieser Widerspruch, der Teil von Prousts Signatur als Meisterwerk der Moderne ist, spiegelt sich in der SWR-Hörspielfassung wider, die 2018 mit dem vierten Buch, "Sodom und Gomorrha", einsetzte und mit dem fünften, "Die Gefangene", fortgesetzt wird. Die Textfassung folgt der neuen deutschen Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer, basierend auf der französischen Pléiade Ausgabe von 1988, die 2018 abgeschlossen wurde.

Manhattan Transfer Teil 2 (John Dos Passos) DLF / SWR 2 / HörbucHHamburg 2016
Thu, 14 May 2020 22:47:29
Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt John Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen, in dem das Jagdfieber wütet: nach Arbeit, Glück und Macht. Die Figuren der Geschichte – ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau und andere – scheinen aus der großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.

Mit Manhattan Transfer rückte John Dos Passos im Jahr 1925 mit einem Schlag in die Riege der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren setzen der preisgekrönte Regisseur Leonhard Koppelmann und der Komponist Hermann Kretzschmar diesen Roman erstmals als Hörspiel in Szene.

Die Feuerbringer - Eine Schlager Operetta (Tomer Gardi) WDR 2018
Thu, 14 May 2020 22:46:27
Liebe. Sehnsucht. Leidenschaft. Was ist am deutschen Schlager eigentlich deutsch? Und was passiert, wenn seine Sprache unterwandert wird von anderen Sprachen, Zungen, Vorstellungen? "Die Feuerbringer" zündeln fröhlich an der selig-schummrigen Gemütlichkeit deutscher Schlager-Leitkultur.

In allen Kulturen erzählt man sich ihre Geschichten – Geschichten von denen, die den Menschen das Feuer gebracht haben. Sie heißen Agni oder Prometheus, Maui oder Bin-Jir Bin-Jir. Sie sind immer in Bewegung, immer unterwegs. Die Feuerbringer.
In unserer Geschichte heißen sie Farrell, Sandra, Beverly und Leib. Vier, die von weither gekommen sind bis nach Deutschland, Köln, in Beverly's Café. Hier treffen sie sich jeden Tag – um abzuhängen, zu reden, zu träumen. Und hier machen sie ihren Traum wahr: Sie gründen eine Band. Die Feuerbringer.
Doch jeder Feuerbringer braucht einen Verbündeten. Deshalb ist das auch die Geschichte von Rüdiger, einem Schlagerstar, der seine besten Tage schon lange hinter sich hat. Gerade ist er vor Gericht zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert worden: "Schlagerworkshop für Migranten", ausgerechnet.
Rüdiger und die Feuerbringer – eine Begegnung, die alles verändern wird. Erst recht den deutschen Schlager. Denn in dieser Schlager-Operetta werden Wünsche Wirklichkeit: Große Träume, tiefe Gefühle, herzergreifende Dramen. Und eine deutsche Heimatmusik, die ganz neue Töne anschlägt. Und sehr viel Feuer.

Radiotatort (145) Das dritte Ohr (Lukas Holliger, Matthias Berger, Gion Mathias Cavelty) SRF 2020
Thu, 14 May 2020 22:45:19
Zweiter Teil der "Meiringer Trilogie", April 2020: H.P. Anliker, berühmter Kommissär der Zürcher Polizei, begibt sich nach Meiringen in Behandlung. Unerklärliche Hörprobleme lähmen ihn. In der Meiringer Spezialklinik, die auf "Burnout" spezialisiert ist, soll ihm geholfen werden. Doch die ländliche Idylle führt nicht zur Erholung, etwas scheint an diesem Ort zu sein, das Anliker eher noch kränker macht. Bei einem schlafwandlerischen Streifzug entdeckt er im Wald eine Leiche – die kurz darauf aber wieder verschwunden ist. Wer kann ihm bei der Lösung dieses Rätsels helfen? Die Dorfpolizei, die Schulmedizin – oder die Heilsversprechungen der esoterischen "AURIS"-Gemeinschaft?

Einen Scheiß müssen Sie! Sean Brummels Plädoyer für ein entspanntes Leben in verrückten Zeiten (Tommy Jaud) Argon Lab 2020
Thu, 14 May 2020 22:44:22
Die Welt steht für uns alle Kopf, soviel ist klar. Aber müssen Sie jetzt wirklich jeden Tag Angst haben, stundenlang vor Zoom und Hangout hocken und danach noch Yoga auf dem Balkon machen? "Einen Scheiß müssen Sie!", sagt Sean Brummel, der noch immer bestens gelaunte Motivationstrainer, Bierbrauer und Bestsellerautor. Immer wieder montags erzählt er Ihnen, wie Sie auch in verrückten Zeiten entspannt bleiben. Aus dem Amerikanischen erfunden von Tommy Jaud.

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl und die Tauben (Ellis Kaut) BR 1970
Thu, 14 May 2020 22:43:44
Pumuckl ist – verbotener Weise – im Hof, um Tauben zu füttern. Als der Kobold auf einen der Vögel springt, fliegt der aufs Dach und Pumuckl sitzt in der Regenrinne fest. Meister Eder hat alle Hände voll zu tun, um seinen Schützling zu retten.

Home-Officer Teil 5 Der Prügelknabe (Hermann Bohlen) DLF Kultur 2020
Thu, 14 May 2020 22:32:30
Showdown im Revier mit Bereichsleiterin Petrovsky: Das Urteil der Internen steht fest, und nicht nur Miro wartet mit einer Überraschung auf. Friess zeigt sich kreativ in Sachen Aktenvernichtung, und Kröte lüftet ein wohlgehütetes Geheimnis.

Home-Officer Teil 4 Locker bleiben, Friess! (Hermann Bohlen) DLF Kultur 2020
Thu, 14 May 2020 22:32:19
Die Undercover-Ermittlung aus dem Home-Office nimmt ihren Lauf: Ausgerüstet mit Funkgarnitur und Knopf im Ohr macht sich Friess auf den Weg zu Kröte. Brennecke ist live dabei und unterstützt seinen Kollegen per Audiokommentar.

Home-Officer Teil 3 Ungeklärte Umstände (Hermann Bohlen) DLF Kultur 2020
Thu, 14 May 2020 22:32:18
Nach dem Streit mit seinem Kollegen erwartet Brennecke daheim das nächste Fiasko. Auf dem Revier fühlt sich Friess zunehmend beobachtet. Als er von Nicks Schicksal erfährt, ist die Zeit ist reif für einen gemeinsamen Schlachtplan.

Home-Officer Teil 2 Die Taste mit der Forke (Hermann Bohlen) DLF Kultur 2020
Thu, 14 May 2020 22:32:17
Brennecke fällt zu Hause die Decke auf den Kopf: Das Schicksal seines toten Bruders geht ihm nicht aus dem Kopf und sein antiker PC macht, was er will. Draußen kämpft Kollege Friess weiter mit den Fettnäpfchen.

Home-Officer Teil 1 Ein Polizist allein zu Haus (Hermann Bohlen) DLF Kultur 2020
Thu, 14 May 2020 22:29:38
Nachdem Streifenpolizist Brennecke einen Drogenabhängigen angeschossen hat, wird er vom Dienst suspendiert. Derweil vergeigt sein zappeliger Kollege Friess die erste Schicht ohne den Chef nach allen Regeln der Kunst.

Gräfin Cosel Teil 5 (Józef Ignacy Kraszewski) mdr 2001
Thu, 14 May 2020 22:25:02
Sie begann mit einer Wette und endete mit 49 Jahren Festungshaft - die bis heute unvergessene Liebesgeschichte zwischen August dem Starken und Anna Constantia von Brockdorff, der späteren Reichsgräfin Cosel. Neun Jahre lang umgab der König seine Anna mit märchenhafter Pracht, machte sie zur mächtigsten Frau Sachsens. Ungewöhnlich schön, voller Klugheit, Witz und Anmut bezauberte sie nicht nur ihren August, sondern auch die Mächtigen Europas. In ihrem Haus wurde Politik gemacht, Geschichte geschrieben. Und sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Einzige von allen Mätressen des Königs gelang es der Cosel zugleich die Geliebte, Vertraute und Beraterin eines der mächtigsten Männer der damaligen Zeit zu werden. August gab ihr ein schriftliches Eheversprechen. Doch das war Annas Untergang. Die Höflinge hassten sie, fürchteten ihren Einfluss und brachten sie schließlich durch eine Intrige zu Fall. August der Starke verbannte seine Anna, die Frau, die er bis zu seinem Tode lieben wird, nach Stolpen. Ohne Prozess. Ohne Urteil. Neunundvierzig Jahre lebte die Cosel dort gefangen, von Soldaten bewacht, geächtet, vom höfischen Leben abgeschnitten, von ihren Kindern getrennt. Das Hörspiel basiert auf dem ersten Roman der bekannten Sachsen-Trilogie von Józef Ignacy Kraszewski.
In prominenter Besetzung werden Glanz, Prunk und Intrigen im Dresden August des Starken zu einem großen Hörgenuss.

Gräfin Cosel Teil 4 Die Flucht (Józef Ignacy Kraszewski) mdr 2001
Thu, 14 May 2020 22:24:57
Sie begann mit einer Wette und endete mit 49 Jahren Festungshaft - die bis heute unvergessene Liebesgeschichte zwischen August dem Starken und Anna Constantia von Brockdorff, der späteren Reichsgräfin Cosel. Neun Jahre lang umgab der König seine Anna mit märchenhafter Pracht, machte sie zur mächtigsten Frau Sachsens. Ungewöhnlich schön, voller Klugheit, Witz und Anmut bezauberte sie nicht nur ihren August, sondern auch die Mächtigen Europas. In ihrem Haus wurde Politik gemacht, Geschichte geschrieben. Und sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Einzige von allen Mätressen des Königs gelang es der Cosel zugleich die Geliebte, Vertraute und Beraterin eines der mächtigsten Männer der damaligen Zeit zu werden. August gab ihr ein schriftliches Eheversprechen. Doch das war Annas Untergang. Die Höflinge hassten sie, fürchteten ihren Einfluss und brachten sie schließlich durch eine Intrige zu Fall. August der Starke verbannte seine Anna, die Frau, die er bis zu seinem Tode lieben wird, nach Stolpen. Ohne Prozess. Ohne Urteil. Neunundvierzig Jahre lebte die Cosel dort gefangen, von Soldaten bewacht, geächtet, vom höfischen Leben abgeschnitten, von ihren Kindern getrennt. Das Hörspiel basiert auf dem ersten Roman der bekannten Sachsen-Trilogie von Józef Ignacy Kraszewski.
In prominenter Besetzung werden Glanz, Prunk und Intrigen im Dresden August des Starken zu einem großen Hörgenuss.

Gräfin Cosel Teil 3 Macht und Intrige (Józef Ignacy Kraszewski) mdr 2001
Thu, 14 May 2020 22:24:55
Sie begann mit einer Wette und endete mit 49 Jahren Festungshaft - die bis heute unvergessene Liebesgeschichte zwischen August dem Starken und Anna Constantia von Brockdorff, der späteren Reichsgräfin Cosel. Neun Jahre lang umgab der König seine Anna mit märchenhafter Pracht, machte sie zur mächtigsten Frau Sachsens. Ungewöhnlich schön, voller Klugheit, Witz und Anmut bezauberte sie nicht nur ihren August, sondern auch die Mächtigen Europas. In ihrem Haus wurde Politik gemacht, Geschichte geschrieben. Und sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Einzige von allen Mätressen des Königs gelang es der Cosel zugleich die Geliebte, Vertraute und Beraterin eines der mächtigsten Männer der damaligen Zeit zu werden. August gab ihr ein schriftliches Eheversprechen. Doch das war Annas Untergang. Die Höflinge hassten sie, fürchteten ihren Einfluss und brachten sie schließlich durch eine Intrige zu Fall. August der Starke verbannte seine Anna, die Frau, die er bis zu seinem Tode lieben wird, nach Stolpen. Ohne Prozess. Ohne Urteil. Neunundvierzig Jahre lebte die Cosel dort gefangen, von Soldaten bewacht, geächtet, vom höfischen Leben abgeschnitten, von ihren Kindern getrennt. Das Hörspiel basiert auf dem ersten Roman der bekannten Sachsen-Trilogie von Józef Ignacy Kraszewski.
In prominenter Besetzung werden Glanz, Prunk und Intrigen im Dresden August des Starken zu einem großen Hörgenuss.

Gräfin Cosel Teil 2 Der Vertrag (Józef Ignacy Kraszewski) mdr 2001
Thu, 14 May 2020 22:24:54
Sie begann mit einer Wette und endete mit 49 Jahren Festungshaft - die bis heute unvergessene Liebesgeschichte zwischen August dem Starken und Anna Constantia von Brockdorff, der späteren Reichsgräfin Cosel. Neun Jahre lang umgab der König seine Anna mit märchenhafter Pracht, machte sie zur mächtigsten Frau Sachsens. Ungewöhnlich schön, voller Klugheit, Witz und Anmut bezauberte sie nicht nur ihren August, sondern auch die Mächtigen Europas. In ihrem Haus wurde Politik gemacht, Geschichte geschrieben. Und sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Einzige von allen Mätressen des Königs gelang es der Cosel zugleich die Geliebte, Vertraute und Beraterin eines der mächtigsten Männer der damaligen Zeit zu werden. August gab ihr ein schriftliches Eheversprechen. Doch das war Annas Untergang. Die Höflinge hassten sie, fürchteten ihren Einfluss und brachten sie schließlich durch eine Intrige zu Fall. August der Starke verbannte seine Anna, die Frau, die er bis zu seinem Tode lieben wird, nach Stolpen. Ohne Prozess. Ohne Urteil. Neunundvierzig Jahre lebte die Cosel dort gefangen, von Soldaten bewacht, geächtet, vom höfischen Leben abgeschnitten, von ihren Kindern getrennt. Das Hörspiel basiert auf dem ersten Roman der bekannten Sachsen-Trilogie von Józef Ignacy Kraszewski.
In prominenter Besetzung werden Glanz, Prunk und Intrigen im Dresden August des Starken zu einem großen Hörgenuss.

Gräfin Cosel Teil 1 Die Wette (Józef Ignacy Kraszewski) mdr 2001
Thu, 14 May 2020 22:24:41
Sie begann mit einer Wette und endete mit 49 Jahren Festungshaft - die bis heute unvergessene Liebesgeschichte zwischen August dem Starken und Anna Constantia von Brockdorff, der späteren Reichsgräfin Cosel. Neun Jahre lang umgab der König seine Anna mit märchenhafter Pracht, machte sie zur mächtigsten Frau Sachsens. Ungewöhnlich schön, voller Klugheit, Witz und Anmut bezauberte sie nicht nur ihren August, sondern auch die Mächtigen Europas. In ihrem Haus wurde Politik gemacht, Geschichte geschrieben. Und sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Einzige von allen Mätressen des Königs gelang es der Cosel zugleich die Geliebte, Vertraute und Beraterin eines der mächtigsten Männer der damaligen Zeit zu werden. August gab ihr ein schriftliches Eheversprechen. Doch das war Annas Untergang. Die Höflinge hassten sie, fürchteten ihren Einfluss und brachten sie schließlich durch eine Intrige zu Fall. August der Starke verbannte seine Anna, die Frau, die er bis zu seinem Tode lieben wird, nach Stolpen. Ohne Prozess. Ohne Urteil. Neunundvierzig Jahre lebte die Cosel dort gefangen, von Soldaten bewacht, geächtet, vom höfischen Leben abgeschnitten, von ihren Kindern getrennt. Das Hörspiel basiert auf dem ersten Roman der bekannten Sachsen-Trilogie von Józef Ignacy Kraszewski.
In prominenter Besetzung werden Glanz, Prunk und Intrigen im Dresden August des Starken zu einem großen Hörgenuss.

Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg Teil 4 (François Pérache, Sabine Zovighian) WDR 2018
Thu, 14 May 2020 22:06:19
Der Schauspieler und Autor François Pérache verbindet in seinem Hörspiel Recherchen zur eigenen Familiengeschichte mit denen über die französische Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?

2. Oktober 1961: Der Algerienkrieg wütet. Der Polizist George Pérache wird in Paris von der Algerischen FLN, der Nationalen Befreiungs Front erschossen.
17. Oktober 1961: Das Massaker von Paris: Das Vorgehen der Polizei gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN führt zu fast 200 getöteten Algeriern.
13. November 2015: François Pérache, der Enkel des ermordeten Polizisten, macht sich in Paris auf den Weg in Richtung Bataclan. An diesem Abend werden hier 130 Menschen getötet und 683 verletzt werden.
Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang? Was resultiert woraus? Wie hängt Geschichte mit Geschichten zusammen? Pérache lässt Recherchiertes mit Erinnertem, Vermutetes mit Belegtem, Fakten mit Fiktionen in Verbindung treten - und Tragisches mit Komischem.

Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg Teil 3 (François Pérache, Sabine Zovighian) WDR 2018
Thu, 14 May 2020 22:06:17
Der Schauspieler und Autor François Pérache verbindet in seinem Hörspiel Recherchen zur eigenen Familiengeschichte mit denen über die französische Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?

2. Oktober 1961: Der Algerienkrieg wütet. Der Polizist George Pérache wird in Paris von der Algerischen FLN, der Nationalen Befreiungs Front erschossen.
17. Oktober 1961: Das Massaker von Paris: Das Vorgehen der Polizei gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN führt zu fast 200 getöteten Algeriern.
13. November 2015: François Pérache, der Enkel des ermordeten Polizisten, macht sich in Paris auf den Weg in Richtung Bataclan. An diesem Abend werden hier 130 Menschen getötet und 683 verletzt werden.
Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang? Was resultiert woraus? Wie hängt Geschichte mit Geschichten zusammen? Pérache lässt Recherchiertes mit Erinnertem, Vermutetes mit Belegtem, Fakten mit Fiktionen in Verbindung treten - und Tragisches mit Komischem.

Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg Teil 2 (François Pérache, Sabine Zovighian) WDR 2018
Thu, 14 May 2020 22:06:16
Der Schauspieler und Autor François Pérache verbindet in seinem Hörspiel Recherchen zur eigenen Familiengeschichte mit denen über die französische Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?

2. Oktober 1961: Der Algerienkrieg wütet. Der Polizist George Pérache wird in Paris von der Algerischen FLN, der Nationalen Befreiungs Front erschossen.
17. Oktober 1961: Das Massaker von Paris: Das Vorgehen der Polizei gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN führt zu fast 200 getöteten Algeriern.
13. November 2015: François Pérache, der Enkel des ermordeten Polizisten, macht sich in Paris auf den Weg in Richtung Bataclan. An diesem Abend werden hier 130 Menschen getötet und 683 verletzt werden.
Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang? Was resultiert woraus? Wie hängt Geschichte mit Geschichten zusammen? Pérache lässt Recherchiertes mit Erinnertem, Vermutetes mit Belegtem, Fakten mit Fiktionen in Verbindung treten - und Tragisches mit Komischem.

Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg Teil 1 (François Pérache, Sabine Zovighian) WDR 2018
Thu, 14 May 2020 22:05:52
Der Schauspieler und Autor François Pérache verbindet in seinem Hörspiel Recherchen zur eigenen Familiengeschichte mit denen über die französische Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?

2. Oktober 1961: Der Algerienkrieg wütet. Der Polizist George Pérache wird in Paris von der Algerischen FLN, der Nationalen Befreiungs Front erschossen.
17. Oktober 1961: Das Massaker von Paris: Das Vorgehen der Polizei gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN führt zu fast 200 getöteten Algeriern.
13. November 2015: François Pérache, der Enkel des ermordeten Polizisten, macht sich in Paris auf den Weg in Richtung Bataclan. An diesem Abend werden hier 130 Menschen getötet und 683 verletzt werden.
Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang? Was resultiert woraus? Wie hängt Geschichte mit Geschichten zusammen? Pérache lässt Recherchiertes mit Erinnertem, Vermutetes mit Belegtem, Fakten mit Fiktionen in Verbindung treten - und Tragisches mit Komischem.

Liebeszeugs (Hansjörg Schertenleib) DRS 2005
Do, 14 Mai 2020 06:25:43
Mit schwungvollen Strichen skizziertes Kaleidoskop rund um das Thema Liebe und was Beziehungen – oder deren Ausbleiben – so alles mit sich bringen. Leichtfüssig, verspielt, stets augenzwinkernd und manchmal mit leichter Schräglage ins Absurde.

Satomis Geheimnis (Jonas Rothlaender) SWR 2018
Sun, 10 May 2020 17:05:12
Fünf Jahre nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Über Fukushima ist wegen des Atmokraftwerks viel berichtet worden. Über die stärker betroffene Region Tohoku weiter nördlich, wo 20.000 Menschen ums Leben kamen, weiß man wenig. Deshalb ist der 51-jährige Journalist Martin im Auftrag einer großen deutschen Zeitung dorthin unterwegs. Doch zuvor hat er eine private Mission. Er will Satomi wiedersehen, seine Jugendliebe, die mit ihm vor über 20 Jahren in Freiburg studiert hat. Tatsächlich findet er sie wieder - und wieder ist es um ihn geschehen. Dass er verheiratet und Vater ist, verschweigt er ihr. Aber irgendetwas scheint auch Satomi zu verschweigen. Merkwürdig distanziert ist sie. Aber dann auch wieder ganz nah. Oder täuscht sich Martin? So wie ihn vieles täuscht. In diesem Land, das er nicht kennt. Mit Menschen, die ihm seltsam vorkommen, und Orten, die ihm sonderbar erscheinen. Und überall die Folgen von Erdbeben und Tsunami. Zwischen Faszination und Irritation beginnt Martins Wirklichkeit zu erodieren. Und dann offenbart sich Satomis Geheimnis.

Downloadmöglichkeit bis 7.1.2019

Liebe Jelena Sergejewna Teil 2 (Ljudmilla Rasumowskaja) RIAS 1990
Sun, 10 May 2020 16:53:59
Die Autorin führt in ihrem Stück vier Schüler und eine Lehrerin in einer außergewöhnlichen Situation zusammen. Jelena, die Mathe-Lehrerin, hat Geburtstag. Die Schüler bringen ihr Blumen und Geschenke, aus Liebe zu ihr, wie sie versichern. Doch bald stellt sich heraus, daß sie Zugang zu den verpatzten Mathematikarbeiten wollen und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. "Liebe Jelena Sergejewna" - ein Hörspiel voller "gemütlicher"? Szenen. Ein Stück, in dem Jugendliche vorführen, was sie von den Erwachsenen gelernt haben. Und das läßt mehr als einmal erschrecken.

Liebe Jelena Sergejewna Teil 1 (Ljudmilla Rasumowskaja) RIAS 1990
Sun, 10 May 2020 16:53:38
Die Autorin führt in ihrem Stück vier Schüler und eine Lehrerin in einer außergewöhnlichen Situation zusammen. Jelena, die Mathe-Lehrerin, hat Geburtstag. Die Schüler bringen ihr Blumen und Geschenke, aus Liebe zu ihr, wie sie versichern. Doch bald stellt sich heraus, daß sie Zugang zu den verpatzten Mathematikarbeiten wollen und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. "Liebe Jelena Sergejewna" - ein Hörspiel voller "gemütlicher"? Szenen. Ein Stück, in dem Jugendliche vorführen, was sie von den Erwachsenen gelernt haben. Und das läßt mehr als einmal erschrecken.

Wenn Pinguine fliegen (Sarah Trilsch) DLR 2016
Sun, 10 May 2020 11:20:01
Karl hält Toni für einen Jungen. Als sie das merkt, beginnt sie einen Jungen zu spielen.

In Antonias Nachbarhaus zieht am Ende der Sommerferien eine neue Familie ein. So wohnt plötzlich Karl nebenan, ein Junge, der einen anderen Jungen zum Fußballspielen sucht. Mit Mädchen möchte er nichts zu tun haben. Da Antonia von ihrer Schwester Toni gerufen wird und in Hose und T-Shirt herumläuft, denkt Karl, sie wäre ein Junge. Antonia deckt den Irrtum nicht auf, im Gegenteil: Nun spielt sie einen Jungen, sie schneidet ihre Haare ab, lernt Fußballspielen und baut sich mit ihrem Stiefvater ein Holzschwert. Da will Karl sie spontan zu Hause besuchen. Gerade noch kann Antonia all ihre Puppen, Pferdeposter und Sommerkleider verstecken. Aber lange kann sie das Spiel nicht mehr durchhalten. Was wird aus der Freundschaft, wenn Karl den Irrtum bemerkt?

Panzerschokolade (Rachel Rep) WDR 2014
Sun, 10 May 2020 11:17:54
Wäre Kurt Cobain wirklich ne coole Sau gewesen, hätte er sie damals angerufen und sie mit in den Tod gerissen. Aber was soll's, das Leben kann ja auch nette Seiten haben. Und vielleicht wird Rock-Drummerin Sharona ja eines Tages doch noch ein Rock'n'Roll-Star. Immerhin ist ihr Leben schon Rock'n'Roll total: Jobs als Barfrau hinter diversen Tresen, als Model auf den Laufstegen der Welt, als Musikerin auf fragwürdigen Bühnen oder auch mal als Nahrungsbeschafferin im Tross irgendwelcher mäßig bekannten Bands. Jeder Tag läuft anders als erwartet. Sharona ist ein Multitalent, kann alles, macht alles, Hauptsache überleben, ohne vor Langeweile zu sterben. Nur die Sache mit der versprochenen Scheinehe war vielleicht ein Fehler. Erst das Geld ausgeben und das Ganze dann absagen scheint im Nachhinein doch keine so gute Idee...
"Panzerschokolade" ist das autobiographisch inspirierte Debüt von Rachel Rep, Drummerin beim "Farin Urlaub Racing Team" und Teil der Band "Glow".

Von einem zum anderen Tag (Simone Kucher) WDR 2017
Sun, 10 May 2020 11:13:22
"Nach über 70 Jahren kehrt Fanny Löwitt zum ersten Mal an den Ort zurück, der für sie Heimat war: ein kleines Dorf in Tschechien, das sie 1945 im Zuge der ""wilden Vertreibungen"" verlassen musste.

Jetzt ist sie über 80 und mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin unterwegs zu ihrem Geburtshaus. Um dort etwas wieder zu finden, was sie vergessen hat - die Erinnerung an eine verlorene Welt und an Ereignisse, die sie lange Zeit lieber vergessen wollte.
Eine Lücke, die sich auch auf die nachfolgenden Generationen übertragen hat. Jede der Frauen hat ihre eigene Strategie entwickelt, mit diesem Erbe der Vergangenheit umzugehen. Doch auf der Reise brechen Konflikte auf, die lange überspielt wurden, und es treten Erinnerungen hervor, die sich nicht länger verdrängen lassen.
Ein Psychogramm über die Spätfolgen von Flucht und Vertreibung. "

Sackgasse im Himmel (Matt Wand) SWR 2014l
Sat, 9 May 2020 17:08:25
Matt Wand bezeichnete sein Hörspieldebüt als "audio electro-acoustimentary", basierend auf seinen umfangreichen Recherchen zur Geschichte des Zeppelins. Das Stück beschäftigt sich aber nicht vordergründig mit der Wiedergabe der chronologischen Geschichte der Luftschifffahrt. Es lädt zu einer siebentägigen Luftschiffreise mit obskuren Gästen und einem seltsamen Begleitprogramm ein. Zu dessen Hauptattraktion zählt die Hellseherin Madam Mertvyeslova, die Kontakt zu den verstorbenen Angehörigen der Mitreisenden aufnimmt.

Dode speelt keen Lotto (Bodo Schirmer) RB / NDR 2013
Fri, 8 May 2020 17:01:22
Los Angeles war ein verdammt hartes Pflaster. Sam Spade und Philip Marlowe konnten ein melancholisches Lied davon singen. Sie waren illusionslose Kerle und quälten sich mühsam durch den Sumpf von Gewalt und Korruption. So war Los Angeles. Aber wer sagt, dass eine kleine Stadt in Norddeutschland nicht mindestens ebenso hart sein kann?

Peter Meyerdierks hat schon in vielen Berufen schlimme Erfahrungen gesammelt. Irgendwann entschließt er sich, sein Glück als "Freelancer" zu versuchen, als "Privater", der den Spießbürgern die Dreckarbeit abnimmt. Was hat er schon zu verlieren? So sitzt er nun, wie es sich gehört, in seinem stinkigen Büro und wartet auf einen Auftrag. Schon bald taucht dort eine Dame auf, rätselhaft und wunderschön. Na ja, wenigstens rätselhaft. Die Sache kommt ins Rollen! Und natürlich wird ihm nichts, aber auch gar nichts geschenkt!

Unbekannte Meister 4 Werbung in Niemandes Namen - Eine Einführung in das Werk Klara Khalil (Jakob Nolte) BR 2018
Fri, 8 May 2020 16:19:55
Werbung ist nur Werbung, und sonst nichts. Eine Radiosendung beispielweise kann zum einen eine unterhaltende oder auch informative Sendung sein, aber auf der anderen Seite auch Werbung für den Sender und alle Beteiligten. Dasselbe gilt für Jobs, Freizeit, selbst Altruismus. Es gibt nichts, was nicht auch Werbung wäre. Außer Werbung. Denn Werbung ist nur Werbung. Zumindest die Werbung, an der die Außenseiterkünstlerin Klara Khalil interessiert war und die sie völlig neu gedacht hat. Sie habe den herkömmlichen Begriff von 'Reklame' revolutioniert, sagen ihre Befürworter, andere halten ihre Werke für weltfremd, elitär und nicht in einem Kontext außerhalb von Galerien und Museen denkbar. Einige wenige behaupten sogar, dass nur ihr spektakulärer Tod den treuen Kreis an Faszinierten erklären kann, der sich um sie gebildet hat. Alles, was sie ihrer Nachwelt hinterließ, waren neun Mappen mit je fünf DinA2-großen Plakaten und zwei 500 GB-Festplatten ihrer nach Datum sortierten Arbeiten. Der Großteil des Materials sind Radiowerbungen. Wobei auch ein paar Videos zu finden sind. Bis zu ihrem Tod mit 52 Jahren sind so Tausende von Clips, Einspielern, Kampagnen und Radio-Features entstanden, die, so schätzt man, von niemandem je gesehen oder gehört wurden.

Einer der wenigen klaren Einflüsse in dem Werk von Klara Khalil ist die britische Musikpionierin und Mitarbeiterin des BBC Radio Workshops Delia Derbyshire, die in den 1960er Jahren sozusagen die elektronische Musik erfunden hat. Erst nach ihrem Tod 2008 fand man, ebenso wie bei Klara Khalil, in ihrer Wohnung zahlreiche Tonbänder mit bisher nicht veröffentlichtem Material der Künstlerin. Darunter befand sich ein experimentelles Tanzstück, das dem heutigen Techno sehr ähnlich ist. Die englische Zeitung "The Times" bezeichnete Delia Derbyshire daraufhin als "Godmother of Electronic Dance Music".

Das Hörspiel "Unbekannte Meister 4", in dem Jakob Nolte mit Zitaten und Anleihen spielt, beleuchtet die Hintergründe von Khalils Arbeit. Für sie, die aufklärerische Visionen von Vermarktung hatte, war eines klar: Werbung, als ein elementarer Bestandteil der menschlichen Kommunikation, dient lediglich dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Dennoch fühlte sich diese außergewöhnliche Künstlerin beschützt vom Werberaum. Denn es ist sinnstiftend, wenn jemand möchte, dass man seine oder ihre Produkte kauft - und ohne einen Sinn wäre man immerhin verloren, so Khalil.

Das Hörspiel wurde für den "Deutschen Hörspielpreis" bzw. "ARD-Online-Award" vorgeschlagen.

Sehr selten habe ich geweint - Hörspiel nach Tagebuch- und Brieftexten aus dem 2. Weltkrieg (Ingrid Hammer) SFB 1993
Fri, 8 May 2020 16:15:35
"Weinen ist kein Ausweg, solange man in den Dingen steht. Erst wenn ich wieder bei Euch bin, im Ausruhen und Überwinden, werden wir sehr viel weinen müssen ... Hier hat auch vor den traurigsten Bildern das Weinen keinen Sinn, und das, Mitleid ist gemein, wenn es an die Stelle von Hilfe und Tat tritt. Es wächst das Gefühl der menschlichen Armut und der menschlichen Schuld, die in jedem Einzelnen wurzelt ..." Aus einem der letzten Briefe des Lehrers Robert R. an seine Frau, Rußland - November 1941. Noch immer verhindert ein Tabu die Klärung der Geschichte des Dritten Reiches: Das Tabu der Frage nach der persönlichen Beteiligung. Die Tagebuch- und Brieftexte ermöglichen einen Blick hinter die Fassaden, einen Blick auf die geheimen Gedanken derer, die den Krieg durchführten oder ertrugen, haßten oder verteidigten, die überlebten oder starben. Sie geben den Beteiligten von damals individuelle und sehr wiedersprüchliche Gesichter.

Manhattan Transfer Teil 1 (John Dos Passos) DLF / SWR 2 / HörbucHHamburg 2016
Thu, 7 May 2020 22:47:51
Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt John Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen, in dem das Jagdfieber wütet: nach Arbeit, Glück und Macht. Die Figuren der Geschichte – ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau und andere – scheinen aus der großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.

Mit Manhattan Transfer rückte John Dos Passos im Jahr 1925 mit einem Schlag in die Riege der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren setzen der preisgekrönte Regisseur Leonhard Koppelmann und der Komponist Hermann Kretzschmar diesen Roman erstmals als Hörspiel in Szene.

Zu diesem Hörspiel gibt es einen Directors Cut mit einer Spielzeit von 342 Min.

Der Krieg geht zu Ende - Chronik für Stimmen - 5. - 10. Mai 1945 / Echolot (Walter Kempowski) hr / BR / NDR / SWF 1995 / hörverlag 2015
Thu, 7 May 2020 22:38:15
In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein einmaliges historisches Archiv entstanden, das die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. Lange vor der Printveröffentlichung hatte Walter Kempowski sein Echolot-Archiv damals für den Hessischen Rundfunk geöffnet. Mehr als 200 namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus allen Teilen der Bundesrepublik lasen deutsche Familiendokumente aus den Monaten Januar bis Mai 1945. Die hr-Hörspielredaktion hatte das Material um private Dokumente aus Russland, Frankreich, England und den USA ergänzt.
Die Geschichtsforschung weiß es längst: Unsere Erinnerung verändert und verfälscht die Geschichte. Im Rückblick erzählen wir die Vergangenheit, wie wir sie heute sehen. Das Beeindruckende, teilweise auch Schockierende an dem Radioprojekt "Der Krieg geht zu Ende" war, daß die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht wurde. Alles, was zu hören ist, wurde unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebens niedergeschrieben. Das kollektive Entsetzen von einst wird ohne verfälschenden Abstand lebendig.

Wir hören stundenlang Stimmen. Es sind die Stimmen zahlloser Menschen direkt aus dem "Damals". Sie beschwören die unterschiedlichsten Bilder aus dem Zeitraum von Januar bis Mai 1945. Damals, als es endlich zu Ende ging mit dem seit sechs Jahren anhaltenden Alptraumkrieg. "Ein bombiges Neujahr", meint einer mit Galgenhumor. Ein Mädchen dagegen. "Man muß gleich einer Maschine werden, um nicht unterzugehen in der grausigen Wirklichkeit". Der sechzehnjährige Flakhelfer fühlt sich um die besten Jahre seines Lebens betrogen, denn: "Jetzt ist die Zeit, wo wir tanzen lernen würden!" Aus über 3.000 Briefen, Tagebucheintragungen und sonstigen Alltagsdokumenten sprechen, murmeln und wispern sie, beschreiben Triviales und Entsetzliches, oft beides ineinander verschraubt: das Ende des Krieges in protokollarischer Darstellung. Und zwar aus der Sicht der unzähligen Unbekannten, die ihre Erlebnisbilder in "natürliche Sprache" fassen - fernab von den konservierten Statements und Parolen offizieller Zeitgrößen.

Auf Initiative Christoph Buggerts, Hörspielchef beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, haben diese Stimmen aus Walter Kempowskis "Echolot-Archiv" jetzt einen ganzen Radiotag lang Zeit, in unser Bewusstsein zu dringen. Seit er in den sechziger Jahren mit seinem Projekt der deutschen "Spurensicherung" begannt, stellt Kempowski immer wieder eindrucksvoll sein Vertrauen in die Aussagekraft von Alltagssprache unter Beweis, seinen Glauben an die blanke Wiedergabe von Tatsachen als Denkspiel und Gedächtnisersatz für alle später Geborenen. Kempowski verzichtet dabei auf Kommentare, da die "Texteschreiber ja ihre Reflexionen mitliefern". Sein Kommentar ist der Schnitt und die Komposition des Materials. So versucht dieser Chronist imIdealfall "ein gewisses Gleichgewicht" herzustellen: zwischen Opfer und Rächer, zwischen den Seiten und Kehrseiten des Grauens. Das erschütternd thematische an diesen Zeugnissen ist gerade die private, unfrisierte Wahrnehmung, die Kempowski in jahrelanger Sammlertätigkeit zusammentrug. Das pendelt, je nach AutorIn, zwischen rührend hausbackenem Erklärenwollen und ansetzender Verdrängung:
"Wenn der Krieg aus ist, dann ist alles sicher schnell wieder vergessen" - Pause - "Wenn der Krieg vorbei ist, ist von alter deutscher Kultur sicher nur noch in kleineren Städten etwas zu finden." - Pause - "Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir nach allgemeiner Überzeugung selbst daran schuld. Und zwar nicht der kleine Mann, sondern die Führung" - Pause. So chaotisch diese letzten Monate gewesen sein müssen - der Regisseur Walter Adler entfaltet die Stimmenchronik in einer fast unheimlichen Ruhe. Ohne Hast überblendet das Hörstück die Einzelperspektiven zu einer zentralen Großaufnahme und ermöglicht so zumindest ansatzweise das wirkliche Erfassen der entsetzlichen Zeit. Gerade durch das erzählende Ausholen der vielen setzt sich ein Puzzle im Bewusstsein zusammen. Kempowski glaubt an diese Fähigkeit seines Publikums.

Temutma (Rebecca Bradley, Stewart Sloan) WDR 2002 / DAV
Thu, 7 May 2020 22:32:16
Zu Pfingsten 1934 wurde der Kapuzinerbruder Konrad von Parzham von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Fünftausend deutsche Pilger erlebten die Feierlichkeiten unmittelbar in der Peterskirche zu Rom - daheim aber feierten die deutschen Katholiken die Heiligsprechung Konrads mit, voll Dankbarkeit, daß Konrad von Parzham als zweiter Heiliger in Deutschland nach der Glaubensspaltung zur Ehre der Altäre erhoben wurde. Konrad, der am 22. Dezember 1818 als neuntes Kind der Bauersleute Birndorfer vom Venushof in Parzham zur Welt kam, wurde 1849 in den Kapuzinerorden aufgenommen und versah vom Herbst 1852 bis zum April 1894 den verantwortungsvollen und schweren Dienst eines Bruders an der Pforte im Altöttinger Kapuzinerkloster St. Anna. Für alle, die an der Pforte Rat und Hilfe suchten, für Arm und Reich, für Kinder, Bauern, Handwerksburschen, Studenten, Pilger und Angehörige aller Stände war er stets der bereitwillige Freund und Helfer, er wurde schon zu seinen Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. - Die Sendung des Bayerischen Rundfunks entwirft ein Lebensbild Bruder Konrads, das in seinen Einzelheiten den umfangreichen Akten des Passauer Seligsprechungsprozesses entnommen worden ist.

Bruder an der Pforte (Fritz Meingast) BR 1953
Thu, 7 May 2020 22:18:04
Zu Pfingsten 1934 wurde der Kapuzinerbruder Konrad von Parzham von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Fünftausend deutsche Pilger erlebten die Feierlichkeiten unmittelbar in der Peterskirche zu Rom - daheim aber feierten die deutschen Katholiken die Heiligsprechung Konrads mit, voll Dankbarkeit, daß Konrad von Parzham als zweiter Heiliger in Deutschland nach der Glaubensspaltung zur Ehre der Altäre erhoben wurde. Konrad, der am 22. Dezember 1818 als neuntes Kind der Bauersleute Birndorfer vom Venushof in Parzham zur Welt kam, wurde 1849 in den Kapuzinerorden aufgenommen und versah vom Herbst 1852 bis zum April 1894 den verantwortungsvollen und schweren Dienst eines Bruders an der Pforte im Altöttinger Kapuzinerkloster St. Anna. Für alle, die an der Pforte Rat und Hilfe suchten, für Arm und Reich, für Kinder, Bauern, Handwerksburschen, Studenten, Pilger und Angehörige aller Stände war er stets der bereitwillige Freund und Helfer, er wurde schon zu seinen Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. - Die Sendung des Bayerischen Rundfunks entwirft ein Lebensbild Bruder Konrads, das in seinen Einzelheiten den umfangreichen Akten des Passauer Seligsprechungsprozesses entnommen worden ist.

Mord in Scuol (Erika Sommer) DRS 1997
Thu, 7 May 2020 11:48:12
Ein ungewöhnlicher Montagmorgen wirft den einfachen Dorfpolizisten Chasper Caprez im Unterengadiner Scuol aus seinen Berufsgewohnheiten ins kalte Wasser: Im berühmtesten Heilbad seiner Region liegt der katholische Pfarrer im Dampfbad, nackt und mit Würgemalen am Hals.

Auch wenn ein Kriminalpsychologe aus der Kantonshauptstadt zur Untersuchung des Mordfalls eingeflogen wird, bleibt Caprez in seinen Ermittlungen hängen und wird über Nacht zum Detektiv. Der in Mordfällen unerfahrene Caprez meistert sein Erstlingswerk erstaunlich schlau, zumal ihn rundum einige geschickte Frauen zur Lösung herausfordern.

Nordlichter (Christina Baron) Bauhaus Universität Weimar 2015
Thu, 7 May 2020 06:38:18
Vielleicht ist sie der letzte Mensch. Sie weiß es nicht. Sie beschließt sich in einem Radiostudio einzurichten und eine Radiosendung zu machen. Woher kann sie wissen, ob sie gehört wird oder nicht?

(NEU) Schreckmümpfeli - Mütter sind an allem schuld (Stef Stauffer) SRF 2020
Tue, 5 May 2020 09:19:11
Eifersucht ist Liebesneid.

(NEU) Vom Hürtgenwald in Hitlers Badewanne (Susanne Krings) WDR 2020
Tue, 5 May 2020 09:12:16
John Glueck ist ein junger Amerikaner, der in der US Army das Ende des 2. Weltkriegs miterlebt. Mit dieser Figur und seinem Roman "Propaganda" hat der Schriftsteller Steffen Kopetzky im vergangenen Jahr große Erfolge bei Publikum und Kritik gefeiert. Für den WDR hat er die Erlebnisse von John Glueck in einem vierteiligen Hörspiel weiter ausgeführt: "Die Nacht im Ewigen Licht". Leider konnte die Produktion wegen der Corona-Epidemie noch nicht fertiggestellt werden.

Aber jetzt schon können Sie unveröffentlichtes Material aus dem Manuskript hören und Geschichten erfahren, die über das Hörspiel hinausführen und bisher unerzählt hinter dem Stoff liegen - im Gespräch mit dem Autor Steffen Kopetzky und den DarstellerInnen, in ersten Szenen des Hörspiels und Auszügen aus dem musikalischen Soundtrack.

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl will eine Uhr haben - BR 1970
Tue, 5 May 2020 09:10:59
Eigentlich will der Pumuckl nur seine Sehnsucht nach einer Uhr stillen, als er sich auf den Weg zu einem Uhrengeschäft macht. Doch auf einmal ist er spurlos verschwunden. Der arme Meister Eder! Wie soll er seinen Kobold nur wiederfinden?

Der König hat Geburtstag (Martin Baltscheit) WDR 2002
Tue, 5 May 2020 09:05:10
Alfabetanien! Das Land in dem die Buchstaben leben und auch der König der Buchstaben! Und genau der hat Geburtstag! Jetzt machen sich alle Untertanen daran, ein vernünftiges Geschenk für ihn zu finden, ein Gedicht vielleicht, eine Rede oder ein Lied. Aber die Suche nach dem richtigen Geschenk stellt sich als äußerst schwierig heraus, denn Buchstaben sind in ihren Ideen so vielfältig wie die Möglichkeiten ihrer Zusammensetzung und...sie streiten gerne...

Lüge eines Lebens Teil 2 (Christian von Ditfurth) DLR 2010
Tue, 5 May 2020 09:03:12
Stachelmanns Karriere als Historiker steht nach seiner glänzenden Habilitation nichts mehr im Wege. Doch dann fallen vor der Universität Schüsse, die ihn nur knapp verfehlen. "Stachelmann muss weg" fordert ein Unbekannter im Internet und startet eine Kampagne gegen Stachelmanns Forschungen über das KZ Buchenwald. Der Verlag stoppt bereits die Veröffentlichung, und Stachelmann gerät in Panik. Die Studentin Brigitte Stern irritiert ihn mit kritischen Fragen zu seinem Geschichtsbild und scheint zu wissen, dass er ganz andere Spuren verfolgen müsste.

Lüge eines Lebens Teil 1 (Christian von Ditfurth) DLR 2010
Tue, 5 May 2020 09:01:07
Stachelmanns Karriere als Historiker steht nach seiner glänzenden Habilitation nichts mehr im Wege. Doch dann fallen vor der Universität Schüsse, die ihn nur knapp verfehlen. "Stachelmann muss weg" fordert ein Unbekannter im Internet und startet eine Kampagne gegen Stachelmanns Forschungen über das KZ Buchenwald. Der Verlag stoppt bereits die Veröffentlichung, und Stachelmann gerät in Panik. Die Studentin Brigitte Stern irritiert ihn mit kritischen Fragen zu seinem Geschichtsbild und scheint zu wissen, dass er ganz andere Spuren verfolgen müsste.

Rumantsch Grischun (Ralf Schlatter) DRS 2006
Tue, 5 May 2020 08:37:13
"Rumantsch Grischun" ist die Geschichte einer Selbstsuche dreier sehr unterschiedlicher Menschen. Und es ist gleichzeitig eine augenzwinkernde Auseinandersetzung mit unserer vierten Landessprache und dem Röstigraben zwischen Olten und dem Piz Corvatsch.

Alles beginnt mit einem Migros-Kurs für Rumantsch Grischun in Olten, zu dem sich nur zwei Personen einfinden: die 67-jährige Witwe Heide Walther aus Heidelberg, die seit zwanzig Jahren in der Schweiz lebt und seit dem Lawinentod ihres Mannes in den Bündner Bergen eine besondere Beziehung zum Bündnerland hat, und die 20-jährige Martina Burki aus Zofingen, die als Sennerin auf eine Bündner Alp will.

Der Romanisch-Lehrer Vinzenz Padrutt, 42, ist ehemaliger Skilehrer und Tourenführer, kann aber seinen Beruf seit einem Unfall nicht mehr ausüben. Der Kurs, der wegen mangelnder Teilnahme nicht zustande kommt, wird privat weitergeführt. Aus der Kursbekanntschaft entstehen weitergehende Beziehungen, die auf einer Bergtour im Bündnerland eskalieren. Hilde ist überzeugt, dass zwischen dem Unfall von Vinzenz und dem Lawinentod ihres Mannes eine Verbindung besteht.

Lila und Fred (Cristin König nach Friedrich Schiller) DLR 2016
Sun, 3 May 2020 19:12:08
Lila und Fred sind ein Paar, das seine Liebe nicht leben darf. Sie treffen sich heimlich. Fred, Sohn eines Industriellen, soll den Vater durch eine Geldheirat vor der Pleite retten. Lila, die Tochter eines Musikers, der jetzt als Firmen-Hausmeister arbeitet, sorgt sich um den erkrankten Vater. Sie wird umworben von dem Assistenten des Chefs. Mit dessen Zustimmung und in eigenem Interesse will er dem Sohn die Freundin ausspannen.

(NEU) Erinnerung eines Mädchens (Annie Ernaux) SWR 2020
Sun, 3 May 2020 19:10:55
Sommer 1958: Annie Duchesne wird 18 Jahre alt. Sie arbeitet als Betreuerin in einer Ferienkolonie. Sie findet in eine Clique, zusammen feiern sie Feten, genießen ihre Jugend. Und Annie ist in H. verliebt, mit ihm hat sie ihr erstes Mal. Eine Nacht, die einen anhaltenden Schock bedeutet. Auch weil H. sie fortan ignoriert. Sie weiß nicht, wohin mit sich, und lässt sich auf andere ein. Schnell ist sie verfemt. Was folgt, sind Ausgrenzung, der Hohn der anderen, ihre eigene Scham. Und Schweigen. Denn über 55 Jahre braucht Annie Ernaux, um sich dieser "Erinnerung der Scham" stellen zu können.

Föhrenwald (Michaela Melian) BR/kunstraum muenchen 2005
Sun, 3 May 2020 17:26:27
Michaela Melián wurde im Mai 2005 für 'Föhrenwald' mit dem 55. Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

Melián erzählt die wechselvolle Geschichte der gleichnamigen, 1937 in den Isarauen gebauten Mustersiedlung. Diese diente als geschlossenes Lager für Zwangsarbeiter, nach dem Zweiten Weltkrieg als Auffanglager für Displaced Persons – europäische, meist polnische Juden, Überlebende des Holocaust, die als heimatlose Ausländer auf eine Ausreise nach Israel oder Amerika hofften. Ab 1955 hatte Föhrenwald erstmals freiwillige Bewohner, Heimatvertriebene, die sich Siedler nannten. Der Text des Hörspiels verwendet, u. v. a. transkribierte Interviews und Aufzeichnungen der damaligen Bewohner, die Komposition basiert auf Klängen – oft nur dem Rauschen und Kratzen alter Schellackplatten. Diese Tonträger wurden in den Jahren 1931-35 von Schallplattenfirmen, die mit dem 'Jüdischen Kulturbund' assoziiert waren, verlegt.

In der Begründung der Jury des Hörspielpreises der Kriegsblinden heißt es: 'Das Lager – eine Metapher für das zwanzigste Jahrhundert. Michaela Melián setzt sich mit einem bedeutenden Thema auseinander, das sie mit großer Kunst stimmig aufarbeitet. Sehr verdichtet ist der Wechsel von Zeit und Bedeutung zusammengefasst in dem lakonisch zitierten Wechsel der Straßennamen in Föhrenwald: Adolf-Hitler-Platz – Independence Place – Kolpingplatz. Bei diesem aus persönlichen Berichten und historischen Quellen gestalteten Hörspiel würdigt die Jury sowohl die sorgfältige und ergebnisreiche Recherche wie die künstlerische Darstellung. Die Erlebnisberichte werden nicht von den Zeitzeugen selbst, sondern von Schauspielern gesprochen. Dadurch werden sie vom Persönlichen abgelöst und auf eine andere Ebene gehoben. Durch die sparsam gewählten Mittel entsteht eine konzentrierte Ruhe, die den Hörer bannt. Dem rhythmischen Wechsel der Stimmen, in dem das individuelle Schicksal immer wieder durch virtuos gesetzte Zäsuren als ein gebrochenes dargestellt wird, steht die fließende Hörspielmusik gegenüber. In dieser Musik wird Zeit als ein unaufhaltsamer Fluss der Geschichte vertont, der gleichgültig über Einzelschicksale hinweggeht. Auf diese Weise setzt Melián historische Allgemeingültigkeit mit individuell Erlebtem in Beziehung und bereichert das Genre des Hörspiels um einen akustischen Ausdruck für erinnerndes Bewusstsein.'
'Föhrenwald' wurde des Weiteren als Hörspiel des Monats Juli 2005 und mit dem ARD Online Award 2005 ausgezeichnet und für den Prix Italia 2006 nominiert.

'Föhrenwald' ist als CD bei intermedium rec. erschienen.

Die Nutznießer - Arisierung in Göttingen (Gesine Schmidt) NDR 2018
Sun, 3 May 2020 17:24:09
"Unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 begannen die Nationalsozialisten mit der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland. Gesine Schmidt hat anhand tausender Seiten von Prozessakten, Zeitungsartikeln, Polizeiberichten, Briefwechseln und Transkriptionen von Augenzeugenbefragungen die systematische Vertreibung der Juden in Göttingen bis 1941 rekonstruiert. "

Unter Eis (Falk Richter) NDR 2005
Sun, 3 May 2020 17:22:16
Paul Niemand, Mustermann der Beratungsbranche, hat als Unternehmensberater ein Leben lang Konzepte zur Leistungsoptimierung von Betrieben ausgearbeitet und die Entlassung von Mitarbeitern verantwortet. Jetzt ist er zwischen 40 und 50, ausgebrannt und kann dem Druck der Arbeit nicht mehr Stand halten. Karl Sonnenschein und Aurelius Glasenapp, seine jüngeren Kollegen, erklären die Beraterphilosophie und die Methoden, der innerlichen Verödung durch die Arbeit entgegen zu wirken. Während Niemand in Erinnerungen eine Antwort auf seine Verunsicherung zu finden sucht, bewerten sie ihn: er komme nur noch auf 45 Prozent. Aber sogar Glasenapp, der jüngste, muss sich fragen, warum und für wen sie ihre Welt erschaffen. Mit Bildern der Erstarrung, der Kälte, des Festgefrorenseins beschreibt Falk Richter im zweiten Stück seines Zyklus "Das System" den Zustand unserer Kultur.

Supertrumpf (Esther Becker) DLR 2015
Sun, 3 May 2020 17:16:12
Lou ist Weltmeisterin im Warten und Weltmeisterin mit den Karten. Am liebsten spielt sie Supertrumpf, in der Pause mit ihren Schulfreunden oder in der Klinik mit den Pflegern, wenn ihre Eltern ihre Schwester Maya besuchen.

Maya war magersüchtig. Heute kommt sie nach Hause und soll wieder ganz normal zur Schule gehen. Aber nichts ist normal: unsichere Eltern, neue Regeln. Lou hat schlechte Karten im Familienquartett. Lou sorgt sich, Lou lehnt sich auf und Lou stichelt gegen die große Schwester, das Klappergestell. Zu gut kennt sie all ihre Tricks. Aber Schwester bleibt Schwester, und beide sind am Ende doch nah beieinander.

Zwei Fremde im Zug Teil 2 (Patricia Highsmith) SDR / NDR 1993
Sun, 3 May 2020 17:14:01
Der Fremde, den der junge, aufstrebende Architekt Guy Haines im Zug kennenlernt, und der sich als Charles Anthony Bruno vorstellt, macht einen schier unglaublichen Vorschlag: "Wir begehen beide einen Mord - für den anderen! Ich bringe Ihre Frau um und Sie meinen Vater! Kein Mensch weiß, daß wir uns kennen. Perfekte Alibis, verstehen Sie?" Was sich wie das Hirngespinst eines offensichtlich psychopathischen Alkoholikers ausnimmt, wird wenige Tage später erschreckende Realität. Bruno erwürgt Miriam, Guys Frau, und erwartet im Gegenzug die Ermordung seines Vaters. Haines, der von Selbstzweifeln geplagte Aufsteiger, weigert sich, aber Brunos kriminelle Energie ist unerschöpflich. Guy wird das Versprechen, daß er nicht gegeben hat, einhalten müssen.

Zwei Fremde im Zug Teil 1 (Patricia Highsmith) SDR / NDR 1993
Sun, 3 May 2020 17:14:01
Der Fremde, den der junge, aufstrebende Architekt Guy Haines im Zug kennenlernt, und der sich als Charles Anthony Bruno vorstellt, macht einen schier unglaublichen Vorschlag: "Wir begehen beide einen Mord - für den anderen! Ich bringe Ihre Frau um und Sie meinen Vater! Kein Mensch weiß, daß wir uns kennen. Perfekte Alibis, verstehen Sie?" Was sich wie das Hirngespinst eines offensichtlich psychopathischen Alkoholikers ausnimmt, wird wenige Tage später erschreckende Realität. Bruno erwürgt Miriam, Guys Frau, und erwartet im Gegenzug die Ermordung seines Vaters. Haines, der von Selbstzweifeln geplagte Aufsteiger, weigert sich, aber Brunos kriminelle Energie ist unerschöpflich. Guy wird das Versprechen, daß er nicht gegeben hat, einhalten müssen.

Krieg der Welten 2050 (Malgorzata Zerwe und David Zane Mairowitz) WDR 2015
Sun, 3 May 2020 17:10:37
Ein Szenario: Wie sieht der Krieg der Zukunft aus? Welche Mächte bekämpfen sich mit welchen Waffen? Die Zukunftsforscher George Friedman und Karlheinz Steinmüller stellen Thesen auf, flankiert von den historischen Visionen des Schriftstellers Stanislaw Lem. Gemeinsam erzählen sie eine Weltkriegsgeschichte, die morgen wahr sein könnte.

Ist das vorstellbar - ein "weltraumbasierter" Krieg zwischen den Achsen Türkei - Japan und Polen - USA? Oder gar ein Krieg im Cyberspace, wo man den Angreifer gar nicht identifizieren kann? Oder der Kampf mit geheimen Waffen, die niemand von unschuldigen Naturphänomenen unterscheiden kann? Am Ende werden die synthetischen Insekten entscheiden, schrieb Stanislaw Lem in seiner Abhandlung über "Waffensysteme des 21. Jahrhunderts". Und die Prognosen der Gegenwart nicken ihm zu.

Felicitas (Gustave Flaubert) hr 1961
Sat, 2 May 2020 18:07:03
Flauberts Werk hat entscheidenden Anteil an jener großen Liqidation der Romantik, die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts vollzieht und im Roman zum Sieg des sachlichen Interesses über die Bedürfnisse des Gemüts führt. In seinem Hauptwerk, "Madame Bovary", analysiert Flaubert mit kalter, unerbittlicher Präzision die verdinglichte Umwelt, in der für Gefühle kein Platz mehr ist. Oder nur für falsche, klischeehafte Gefühle und Stimmungen. Eine zeitgenössische Karikatur zeigt den Dichter, wie er am Seziertisch sitzt und das blutende Herz der Emma Bovary unter die Lupe nimmt. Auch in der Novelle "Un coeur simple", die unserem Hörspiel zugrunde liegt, wird ein Herz, ein "schlichtes Herz" seziert, aber mehr noch dessen herzlose Umwelt der das leidende Subjekt ausgeliefert ist: die Hausmagd Felicitas, die ihr Leben lang diente und in ihrer Sterbestunde nichts anderes für ihre Sehnsucht hat als einen ausgestopften Papagei.

(NEU) Mole Sons (3.2) Dalviks Unterwelt - hörspielprojekt 2020
Sat, 2 May 2020 13:14:35
Maggy Davies, die Enkelin von Sean und Maggie Flynn, befindet sich in Gefangenschaft der „Sons of Moles“. Doch in der jungen Punkerin Siri Ismardottir findet sie eine Verbündete. Die Flucht führt die beiden Frauen durch Dalvyks Unterwelt.

Eulenspiegel, der Seeräuber (Holger Teschke) DLR 2011
Sat, 2 May 2020 13:00:32
Till Eulenspiegel hat sich zur Fastnacht über Wulf Wulflam, den mächtigen Bürgermeister von Stralsund lustig gemacht. Dafür hat man ihn im Kerker ausgepeitscht und nun auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sein Affe Meerkatz sitzt auf seiner Schulter und weiß auch keinen Rat. Da kommt Nele, eine junge Frau und befreit die beiden in der Nacht. Eulenspiegel soll helfen, ihren Bruder Malte aus dem Kerker zu holen. Doch zunächst müssen sie vor den Wachen fliehen. Ein Boot steht bereit, und damit rudern sie hinaus auf das wilde Meer, geradewegs in die Arme von argwöhnischen Seeräubern. Klaus Störtebeker ist ihr Anführer.

Held Baltus (Lutz Hübner) DLR 2013
Fri, 1 May 2020 20:00:07
Baltus ist sechs Jahre alt und hat Angst, wenn seine Mama am Abend ausgehen will. Seine Freundin Claire ist drei Jahre älter und findet es toll, dass Baltus am Abend machen kannnwas er will. Sie schlägt vor, dass sie ge meinsam einen Horrorfilmnan schauen. Baltus fürchtet sich da vor und würde am liebsten mit Mama mitgehen. Das erlaubt sie nicht und Baltus fragt sich, warum Mama plötzlich so komisch ist. Claire erklärt es ihm: Deine Mama hat sich einen Geist eingefangen. Baltus will Mama davon befreien, er baut mit Claire eine Geisterfalle, sie funktioniert auch. Aber er fängt darin Mamas Freund ein und der ist davon gar nicht begeistert.

Werke und Tage (Michel Vinaver) rbb 2008
Fri, 1 May 2020 17:38:00
Sie sind das Herz der Kundendienstabteilung des Kaffeemühlenherstellers "Cosson": Anne, Nicole und Yvette, die als Telefonistinnen die Fragen der treuen Kunden beantworten und Reklamationen entgegennehmen, Guillermo, der die eingesandten Kaffeemühlen überprüft und Jaudouard, der Abteilungsleiter. "Cosson" steht für Qualität und Tradition, und seine Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Unternehmen. Doch "Cosson" steht vor einer Wende: Fusionierung, Rationalisierung, Abbau von Arbeitsplätzen. Ehe sie sich's versehen, geraten die Mitarbeiter der Kundendienstabteilung in den Mahlstrom der Ereignisse. Alles dreht sich: die Mühlen, die Motoren, die Beschäftigungsverhältnisse und auch das Karussell der Amouren und Beziehungen. Schnelle, bruchstückhafte, sich immer wieder kreuzende Dialoge, die sich zu einer polyphonen dramatischen Komposition verweben, sind Vinavers formale Antwort auf unsere komplexe Realität und ihre brüchig gewordenen Arbeits- und Lebensverhältnisse.

Supermänner (Jens Steiner) SRF 2014 / CMV 2015
Fri, 1 May 2020 17:35:53
Jens Steiner, Gewinner des Schweizer Buchpreises 2013, gibt sein Hörspieldebüt. In seinem ersten Radiodrama entwickelt er eine konfliktgeladene Vater-Sohn-Beziehung, in deren Mittelpunkt Jerry Siegel steht – der Erfinder des Comic-Helden "Superman".
Superman ist quasi der Urvater aller Superhelden: Übermenschlich stark, ausgestattet mit zahlreichen Wunderwaffen, dabei aber gutherzig und edel – so kämpft er seit über 80 Jahren für Gerechtigkeit auf der Welt. Klar, dass ein normaler Mensch da nicht mithalten kann. Doch genau das scheint Jerry Siegel, geistiger Vater von Superman, nicht akzeptieren zu wollen. Doch welcher Sohn, welcher Vater besteht schon einen Vergleich mit einem Superhelden? Und: Wie viel Superman steckt eigentlich in Jerry selbst?
Jens Steiner erzählt mitfühlend und pointiert zugleich vom gealterten, kauzigen Jerry Siegel, seinem Rentnerdasein in einer amerikanischen Kleinstadt, von seinen Jugend-Träumen, seinem Alters-Starrsinn... Und von dem Wirbelstrom seiner Gedankenwelt, der Jerry zwischen Utopie und Realität hin- und her spült und bald sein ganzes Weltbild zum Wanken bringt.

(NEU) Location Podcast (EBU Ars Acustica Group) EIG 2020
Fri, 1 May 2020 17:45:41
Manche Orte gibt es überall. Aber überall klingen sie ein bisschen anders. Die EBU Ars Acustica Group macht Bushaltestellen, Bibliotheken und Parkbänke zu Stationen einer akustischen Reise durch Europa. Podcatcher an, Kopfhörer auf und los geht’s.

Eine Bushaltestelle sieht aus wie eine Bushaltestelle – ganz gleich, ob sie in Schweden steht oder in Sizilien. Ihr Klang aber kann sehr unterschiedlich ausfallen. Dasselbe gilt für Bibliotheken oder Parkbänke. Deshalb nutzt die EBU Ars Acustica Group diese Orte als Einstiegspunkte für eine akustische Europareise:
Laden Sie sich unsere "Location Podcasts" herunter, begeben Sie sich zu einer Bushaltestelle, Parkbank oder Bibliothek Ihrer Wahl und setzen Sie den Kopfhörer auf. Wir beamen Ihre Ohren ans andere Ende des Kontinents.

Ein Segen für die Menschheit (Hans Helge Ott, Gottfried von Einem) WDR 1987
Thu, 30 Apr 2020 22:36:16
Fleisch von Boscalle - immer gleich gut. Das ist der vertrauenserweckende Werbespruch eines multinationalen Lebensmittelkonzerns. Dank der segensreichen Erfindung der Gen-Technik ist die Qualität der zu schlachtenden Lebewesen vorhersehbar geworden. Aber auch Menschen sind Lebewesen. Dank der segensreichen Erfindung der Gen-Technik ist ihre Qualifikation steuerbar. Streiks sind Schnee von gestern, zufriedene Arbeiter sorgen für optimalen Produktionsablauf. Der Erfolg des Unternehmens ist vorprogrammiert. Der Konzernherr ist krank? Sein Nachfolger, sein Ebenbild, ist schon abrufbereit. Alles ist austauschbar, alles. Menschen, Gliedmaßen, Organe ... Welches Organ bestimmt eigentlich die Identität des Menschen? Das ist nur eine der Fragen, die diese utopisch-realistische Satire stellt. Geschrieben haben sie Hans Helge Ott, geboren 1951, und Gottfried von Einem, Jahrgang 1940. Beide sind sowohl als Autoren wie auch als Regisseure im Rundfunk tätig.

Der Krieg geht zu Ende - Chronik für Stimmen - Ende April 1945 / Echolot (Walter Kempowski) hr / BR / NDR / SWF 1995 / hörverlag 2015
Thu, 30 Apr 2020 22:34:50
In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein einmaliges historisches Archiv entstanden, das die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. Lange vor der Printveröffentlichung hatte Walter Kempowski sein Echolot-Archiv damals für den Hessischen Rundfunk geöffnet. Mehr als 200 namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus allen Teilen der Bundesrepublik lasen deutsche Familiendokumente aus den Monaten Januar bis Mai 1945. Die hr-Hörspielredaktion hatte das Material um private Dokumente aus Russland, Frankreich, England und den USA ergänzt.
Die Geschichtsforschung weiß es längst: Unsere Erinnerung verändert und verfälscht die Geschichte. Im Rückblick erzählen wir die Vergangenheit, wie wir sie heute sehen. Das Beeindruckende, teilweise auch Schockierende an dem Radioprojekt "Der Krieg geht zu Ende" war, daß die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht wurde. Alles, was zu hören ist, wurde unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebens niedergeschrieben. Das kollektive Entsetzen von einst wird ohne verfälschenden Abstand lebendig.

Wir hören stundenlang Stimmen. Es sind die Stimmen zahlloser Menschen direkt aus dem "Damals". Sie beschwören die unterschiedlichsten Bilder aus dem Zeitraum von Januar bis Mai 1945. Damals, als es endlich zu Ende ging mit dem seit sechs Jahren anhaltenden Alptraumkrieg. "Ein bombiges Neujahr", meint einer mit Galgenhumor. Ein Mädchen dagegen. "Man muß gleich einer Maschine werden, um nicht unterzugehen in der grausigen Wirklichkeit". Der sechzehnjährige Flakhelfer fühlt sich um die besten Jahre seines Lebens betrogen, denn: "Jetzt ist die Zeit, wo wir tanzen lernen würden!" Aus über 3.000 Briefen, Tagebucheintragungen und sonstigen Alltagsdokumenten sprechen, murmeln und wispern sie, beschreiben Triviales und Entsetzliches, oft beides ineinander verschraubt: das Ende des Krieges in protokollarischer Darstellung. Und zwar aus der Sicht der unzähligen Unbekannten, die ihre Erlebnisbilder in "natürliche Sprache" fassen - fernab von den konservierten Statements und Parolen offizieller Zeitgrößen.

Auf Initiative Christoph Buggerts, Hörspielchef beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, haben diese Stimmen aus Walter Kempowskis "Echolot-Archiv" jetzt einen ganzen Radiotag lang Zeit, in unser Bewusstsein zu dringen. Seit er in den sechziger Jahren mit seinem Projekt der deutschen "Spurensicherung" begannt, stellt Kempowski immer wieder eindrucksvoll sein Vertrauen in die Aussagekraft von Alltagssprache unter Beweis, seinen Glauben an die blanke Wiedergabe von Tatsachen als Denkspiel und Gedächtnisersatz für alle später Geborenen. Kempowski verzichtet dabei auf Kommentare, da die "Texteschreiber ja ihre Reflexionen mitliefern". Sein Kommentar ist der Schnitt und die Komposition des Materials. So versucht dieser Chronist imIdealfall "ein gewisses Gleichgewicht" herzustellen: zwischen Opfer und Rächer, zwischen den Seiten und Kehrseiten des Grauens. Das erschütternd thematische an diesen Zeugnissen ist gerade die private, unfrisierte Wahrnehmung, die Kempowski in jahrelanger Sammlertätigkeit zusammentrug. Das pendelt, je nach AutorIn, zwischen rührend hausbackenem Erklärenwollen und ansetzender Verdrängung:
"Wenn der Krieg aus ist, dann ist alles sicher schnell wieder vergessen" - Pause - "Wenn der Krieg vorbei ist, ist von alter deutscher Kultur sicher nur noch in kleineren Städten etwas zu finden." - Pause - "Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir nach allgemeiner Überzeugung selbst daran schuld. Und zwar nicht der kleine Mann, sondern die Führung" - Pause. So chaotisch diese letzten Monate gewesen sein müssen - der Regisseur Walter Adler entfaltet die Stimmenchronik in einer fast unheimlichen Ruhe. Ohne Hast überblendet das Hörstück die Einzelperspektiven zu einer zentralen Großaufnahme und ermöglicht so zumindest ansatzweise das wirkliche Erfassen der entsetzlichen Zeit. Gerade durch das erzählende Ausholen der vielen setzt sich ein Puzzle im Bewusstsein zusammen. Kempowski glaubt an diese Fähigkeit seines Publikums.

Karim und Kater im Zug (Anna-Luise Böhm) DLR 2016
Thu, 30 Apr 2020 08:58:16
Als blinde Passagiere sind Mona und Karim unterwegs Richtung Norden. Als syrischer Flüchtling kann Karim kein Deutsch. Doch zum Glück hat er einen sprechenden Kater als Gefährten.

Die Geschichte spielt in einem Zug von Berlin nach Stralsund. Zwei Kinder sind ohne Fahrkarte eingestiegen, sie haben kein Geld dabei und müssen sich nun vor der Schaffnerin verstecken. Sie rennen durch den Doppelstockzug mal oben, mal unten entlang, ducken sich hinter die Koffer oder verstecken sich auf der Toilette. Das ist ein anstrengendes Spiel, zumal sich die beiden nicht kennen und sich auch noch gegenseitig im Weg sind. Mona, ein Mädchen aus Eberswalde, ist von zu Hause weggelaufen, weil sie den neuen Fernseher kaputtgemacht hat und nun den Ärger der Eltern fürchtet. Karim, ein Junge aus Syrien, ist aus einem Flüchtlingsheim abgehauen, weil dort keine Tiere erlaubt sind und er seinen Kater ins Tierheim geben sollte. Karim hat seinen Kater über alle Grenzen bis nach Deutschland geschleppt. Den Kater gibt er nicht her, der spricht viele Sprachen und übersetzt für Karim, der erst drei deutsche Worte kennt: "Dankeschön", "Tschüss" und "Wiegehtesihnen". Damit kommt Karim nicht weit. Aber dank Kater werden Mona und Karim ein gutes Team. Sie bleiben zwar nicht unentdeckt, aber sie finden einen gemeinsamen Weg.

Konferenz der Schuhe (Peter Jacobi) DLR 1999 / Pollux Audio 2002
Thu, 30 Apr 2020 08:56:01
Tim ist neun Jahre alt, spielt gern Fußball und hat in diesem Jahr schon zwei Paar Sportschuhe zerbolzt. Jetzt stehen neue vor seinem Bett. Kaum ist Tim eingeschlafen, da öffnet sich der Schuhschrank, und alle Schuhe marschieren in sein Zimmer.

Sie haben den Verdacht, dass die neuen Sportschuhe die alten absichtlich ins Verderben gedrängt haben. „Der Fall wird untersucht!“, verkünden Papas feine Herrenschuhe, die Oberschuhanwälte „Röder & Schröder“. Mühelos löst sich die Sohle von der Kappe und die Schuhe können reden: die Füße seien nur für die Schuhe da und müssten ihnen gehorchen. Am Morgen schaut Tim seine Schuhe misstrauisch an.

Die Kommentare sind frei (James Fritz) WDR 2018
Thu, 30 Apr 2020 06:51:08
Alistair Cooper ist Kolumnist und politischer Kommentator. Mit seinen aufpeitschenden Statements dominiert er hochkochende gesellschaftliche Debatten.

Zunehmend gerät die Spirale der Emotionen in den sozialen Netzwerken außer Kontrolle. Cooper erntet Hass, vielstimmigen Hass. Bis alles eskaliert und die öffentliche Meinung kippt.

Das Hörspiel, an dessen Umsetzung Studierende des Instituts für Musik und Medien, Düsseldorf und der Arturo Schauspielschule mitgewirkt haben, setzt Dynamiken medialer Ereiferung in Szene. Und stellt die Frage nach unserer Verantwortung für das, was aus Kommentarfeldern erwachsen kann.

(NEU) Verborgen (Christoph Soboll) hoespielprojekt 2020
Tue, 28 Apr 2020 20:03:00
Verborgen liegt ein Heim in weiter Ferne. Alle Jungen und Mädchen, die ihr Innerstes verloren haben, finden hier zusammen. Doch Unheil liegt über diesem Ort. Etwas lauert dort draußen, tief in den Wäldern. Und langsam scheint etwas den Schleier der Wahrheit zu lüften…

Hallo Mama, bist du da? (Jenny Reinhardt) DLR 2009
Tue, 28 Apr 2020 09:27:39
Die neunjährige Genoveva, genannt Veve, lebt in einer Patchwork-Familie und fühlt sich dort wohl. Sie setzt sich für jeden ein, der Hilfe braucht. So verteidigt sie ihren Bruder gegen Beleidigungen, hilft ihrer Freundin Nate, die schon wieder schlechte Noten bekommen hat und dem Kater Senor rettet sie das Leben. Eines Tages erfährt Veve zufällig, dass ihre leibliche Mutter ganz in der Nähe wohnt. Sie hat Sehnsucht nach ihr. Gegen das Verbot ihres Vaters klingelt sie wieder und wieder an der Wohnungstür der Mutter, aber die Tür wird ihr nicht geöffnet. Als sie endlich einen Zugang zur Wohnung findet, ist sie leer. Die Mutter ist fortgezogen.

Schreckmümpfeli - Die Wasserleiche (Mitra Devi) SRF 2015
Tue, 28 Apr 2020 09:24:44
Hohe Brücke, tiefer Fall

Yasmund (Holger Teschke) DLR 2009
Tue, 28 Apr 2020 09:10:57
Vor langer Zeit war das Leben auf der Ostseeinsel Yasmund friedlich. Die Menschen kannten die Geheimnisse des Wassers, des Feuers und der Erde. Sie verstanden die Sprachen der Tiere und der Pflanzen und sie lebten einträchtig mit den Unterirdischen und den weißen Frauen in den Wäldern und auf den Kreideklippen. Alle hatten gleichen Anteil am Reichtum der Insel. Die Männer brachten die Ernte der Felder und des Meeres ein, die Frauen heilten Krankheiten und hüteten das Feuer. Aber die Göttin der Insel besaß eine Schale aus hellem Bernstein, deren Licht weit über das Meer strahlte und die eine große Zauberkraft besaß. Sie war so berühmt, dass viele Mächtige anrückten, um sie zu erobern.

Koslik ist krank (Julia Rothenburg) NDR 2019
Tue, 28 Apr 2020 07:39:25
René Koslik, ein Mann Anfang vierzig, wird wegen Verdachts auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Ab sofort befindet er sich in einer klaustrophobischen Situation: Er darf – aus versicherungsrechtlichen Gründen – nicht nach draußen, ist quasi gefangen, irrt durch labyrinthische Gänge, wartet auf Untersuchungen, schlurft durch Speisesäle, wartet. Auf was? Auf den Urteilsspruch? Seine Exekution? Seinen Freispruch? Von einem Augenblick zum nächsten hat er die Entscheidungshoheit über sein Leben verloren. Doch dann läuft ihm im Bademantel ein ehemaliger Kommilitone über den Weg und ein Kapitel im Buch seines Lebens wird aufgeschlagen, das er lange verdrängt hatte.

Meister Eder und sein Pumuckl - Meister Eder bekommt Besuch (Ellis Kaut) BR 1971
Tue, 28 Apr 2020 07:36:50
Auch wenn es dem kleinen Kobold überhaupt nicht passt: Meister Eders Schwester kommt mit ihrer Tochter Bärbel zu Besuch. Pumuckl ist eifersüchtig wie ein Hofhund … Doch am Ende kommt alles ganz anders als befürchtet!

(TIPP) Der Mieter (Marie Belloc Lowndes) rbb kulturradio / Osterwold Audio 2018
Sun, 26 Apr 2020 14:48:19
Ein geheimnisvoller Frauenmörder treibt im Londoner East End sein Unwesen. Man nennt den Unbekannten, der seine Opfer ? alle jung und blond und hübsch ? auf schreckliche Weise verstümmelt, "Jack the Ripper". Eines Abends stellt sich bei Ellen ein neuer Untermieter vor: von Kopf bis Fuß ein Gentleman. Ellen ist begeistert, auch wenn der neue Mieter exzentrische Vorlieben hat ? zum Beispiel immer nur nachts das Haus verlässt. Dann kehrt unerwartet Daisy, Ellens 20-jährige Tochter, von einem Landaufenthalt nach Hause zurück. Auch sie ist jung und blond und hübsch...

Remake des Alfred Hitchcocks Stummfilm-Klassikers The Lodger (deutsch: Der Mieter).

(NEU) "Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung - Eine Collage entstanden zur Zeit des körperlichen Abstands - Hörspiel über die Kunst in Zeiten der Isolation (Hannes Becker, Nina Bussmann, Dmitrij Gawrisch & Lena Vöcklinghaus, Christina Hansen, Maren Kames, Julia Kandzora, Judith Keller, Thomas Köck, Joël László, Mateja Meded, Kevin Rittberger, Gerhild Steinbuch, u.a.) DLF Kultur 2020"
Sun, 26 Apr 2020 12:46:19
"Begonnen hat es mit einer Stimme, aufgenommen mit dem Handy. Nun sind da ganz viele Stimmen und gemeinsam singen sie Lieder der Versammlung. Ein polyphones Hörspiel und eine Einladung zum einander (zu)hören.

Es beginnt mit Ratlosigkeit und dem Gefühl einer echten Ungewissheit, die sich von sonst empfundenen Unsicherheiten radikal unterscheidet. Wer macht wann wieder wo Kunst? Wer alleine ist und schreibt und zeichnet? Wer zusammen ist in einem Raum und spricht und spielt? Wer sich bewegt und andere berührt? Wie schnell vergisst eine Gesellschaft? Diese Fragen werden untereinander diskutiert und führen zur Ermüdung, denn es gibt gerade viel Wichtigeres. Aber was tun wir jetzt? Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit ist größer denn je.

Von dieser Zeit zu erzählen, ohne nur von dieser Zeit zu erzählen. Das haben wir uns vorgenommen. Zusammensein, zusammen handeln, das tun auch die, die alleine sind und an die anderen denken. Autor*innen schreiben Texte, die aus der schreibenden Einsamkeit heraus einen Raum für eine Gemeinschaft aufmachen. Erzählen als Solidarität: Wir funken Geschichten raus aus der Quarantäne und denken aneinander und denken miteinander nach. Feministisch, antirassistisch, vielstimmig.

Wie können wir uns jetzt versammeln, wenn wir uns nicht versammeln können? Vielleicht beim Zuhören, das ja ohnehin am Anfang steht, wenn man darüber nachdenkt, was es heißt füreinander da zu sein, solidarisch zu sein miteinander.

""Bevor wir angefangen haben zu schreiben, saßen die Bildschirmköpfe von Thomas, Gerhild und mir auch leuchtend in so einem mitternächtlichen Meeting und haben sich im Brustton der Überzeugung gegenseitig versichert, wir würden auf gar keinen Fall irgendwas über Corona schreiben, auf gar keinen Fall. So dass ich beim Schreiben ständig den Kopf schütteln und schmunzeln musste, während es so fast monothematisch aus mir rausgeplätschert ist. (…)""
(Auszug aus dem Hörspiel, Maren Kames)

""Meine Fragen sind: Wer ist noch da, wo sind sie, und mit wem kann ich mich verbünden?""
(Dorothee Elmiger) "

Die schwarze Rita (Heidi Knetsch und Stefan Richwien) WDR / BR / DLR / NDR 2000
Sun, 26 Apr 2020 12:42:26
Der 10-jährige Felix fährt mit dem Nachtzug nach Rom. Dort soll er bei seiner Tante die Ferien verbringen. Während der Zug rattert, kommt ein geheimnisvolles, ganz in schwarz gekleidetes Mädchen in sein Zugabteil. Die "schwarze Rita" hat nicht nur miserable Manieren, sie erzählt auch von Zugüberfällen – und hat sogar ein Messer im Stiefel versteckt. Als der Zug unerwartet hält, verschwindet das Mädchen hastig. Da entdeckt Felix, dass ihm sein Reisegeld fehlt. Also springt er ihr hinterher...

Das Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjang (Jörg Buttgereit) WDR 2014
Sun, 26 Apr 2020 12:40:29
Es war einmal ein geliebter Führer, der hieß Kim Jong-il. Jong-il bedeutet so viel wie "aufrechte Sonne", denn der geliebte Führer war sehr weise. Was Kim Jong-il auch machte, es gelang. Er war zum Beispiel auch ein großartiger Filmproduzent, der die Welt mit vielen tollen Filmen beschenkte. Diese Filme waren sogar noch viel besser als seine Lieblingsfilme "Rambo", "Freitag der 13." und "James Bond"! Böse Zungen meinten zwar, dass Kim Jong-ils Filme allesamt Propagandafilme wären, aber Menschen wie der geliebte Führer haben immer viele Neider. Diese Neider behaupteten auch, der unglaubliche Super-Kim hätte die südkoreanische Schauspielerin Choi Eun-hee und ihren Ex-Mann, den Regisseur Shin San-ok, entführen und einsperren lassen. Angeblich soll er sie gezwungen haben, Filme für ihn zu machen, bis sie nach vielen, vielen Jahren während einer Reise fliehen konnten. Aber das sind natürlich alles gemeine Lügen, die im Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjang nichts zu suchen haben.

Bouncing Bavaria (Lorey:Auftrag) hr 2014
Sun, 26 Apr 2020 12:35:20
"Das Regie- und Autorenduo Auftrag:Lorey entwickelte sein Stück Bouncing in Bavaria in enger Zusammenarbeit mit den beiden Schauspielern Traute Hoess und Felix von Manteuffel. Es geht um deren sehr persönliche Erinne-rungen, um Erlebtes und gleichermaßen Erfundenes und den vagen Raum, der dazwischen liegt. Um Momente, die dem Leben eine unerwartete Wen-dung geben, um Augenblicke des Kontrollverlusts und des Glücks, um kleine Begebenheiten, die manchmal genügen, die Welt ganz anders zu begreifen als zuvor, um die eigene Vergänglichkeit, das Vergessen und das Verschwinden. Und es entsteht zugleich eine kollektive Erinnerung eben jener Zeit, die die Biographien der beiden abdecken. Erinnern bedeu-tet Anhalten, Aufmerken, Sammeln und Verweilen. In Bouncing in Bavaria wird damit gespielt, indem das Erinnerte des einen zum Ausgangspunkt des anderen wird, und Erinnertes auch Fiktionales evoziert. Auftrag:Lorey inszenieren keine dramatischen Texte, sie suchen nach an-deren Möglichkeiten, sie benutzen Realität, um deren theatrales Potenzial zu erkunden.

Ihre Inszenierungen ergeben sich aus der Logik des versammelten Mate-rials: aus Rechercheergebnissen, aus den Biographien, den Interessen und den besonderen Fähigkeiten der Beteiligten, aus gesellschaftlichen Diskur-sen und aus der individuellen Wahrnehmung des Publikums."

Der verzauberte Einbrecher (Christa Kozik) DLR 1997
Sat, 25 Apr 2020 10:53:35
Die Schule ist aus. Christoph liegt auf dem Sofa und liest ein spannendes Buch. Da klappt die Wohnungstür, Christoph versteckt sich, er will Mama erschrecken. Er springt hinter dem Schrank hervor, doch es ist nicht Mama, es ist ein Einbrecher. Der sucht das Haushaltsgeld. "In der grünen Tasse, im Küchenschrank, sind noch 17 Mark 50, aber sonst ist hier nichts zu holen, wir haben nicht mal einen Fernseher", erklärt Christoph und versucht, den Einbrecher in ein Gespräch zu verwickeln - vielleicht kann man ihn ja ablenken. Ein Profi kann das nicht sein, denn er droht mit einer Wasserpistole. Durch eine Geheimtür kann Christoph schließlich fliehen. Er holt seine Mutter, die bewaffnet sich mit einem großen Stockschirm, rast in die Wohnung und steht plötzlich vor einem Einbrecher, der auf dem Sofa liegt und liest.

Draussen vor der Tür Teil 1 (Wolfgang Borchert) DRS 1969
Sat, 25 Apr 2020 10:47:42
Draussen vor der Tür" gilt als deutsches Nachkriegsdrama schlechthin. Es erzählt die vergeblichen Versuche eines Kriegsheimkehrers, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. "Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will" (Borchert), machte seinen Autor über Nacht berühmt.

Beckmann, der Frontsoldat, kehrt heim. Die Kniescheibe zerschossen. Elf gefallene Kameraden auf dem Gewissen. Drei Jahre Sibirien in den Knochen. Von seiner Frau und deren Liebhaber aus dem Hause gejagt, will Beckmann verzweifelt ins trübe Elbwasser. Doch das Leben holt Beckmann mit seinem schönsten Lächeln zurück.

Ein Schwarm Regenbrachvögel (Marten t'Hart) hr 2004
Fri, 24 Apr 2020 16:15:35
Anl. des Todes Norbert Schaeffers

In diesem frühen Werk des niederländischen Autors sind bereits all seine späteren Themen in ungleich radikalerer und elementarerer Weise enthalten: die geistige Enge der Provinz, streng calvinistischer Glaubensfanatismus, die Entbehrungen der Nachkriegszeit, das schon in früher Kindheit erfahrene Gefühl von Einsamkeit und Isolation, unerwiderte Liebesbemühungen, schließlich die leidenschaftliche Liebe zur Musik. Anlässlich des Todes von Norbert Schaeffer, einem der prägendsten Hörspielregisseure und -bearbeiter, ändern wir unser Hörspielprogramm und senden seine Produktion "Ein Schwarm Regenbrachvögel" nach dem Roman von Maarten t’Hart. Der 30jährige Maarten, inzwischen ein erfolgreicher Wissenschaftler und Professor für Gewebezüchtung, wächst auf in der Abgeschiedenheit des niederländischen Reetlandes; ohne Geschwister und Spielkameraden, mit einem fast stummen Vater, ist die Mutter seine einzige Bezugsperson. Sie liebt er, bis auch sie bei einem der seltenen Stadtbesuche einen ihn traumatisierenden Verrat begeht. Von seinen Mitschülern und seiner heimlichen Liebe Martha abgelehnt, bleibt Maarten zeitlebens anderen Menschen gegenüber fremd - er ist dem Wahnsinn nahe. Als er bei der Hochzeit seines besten Freundes Marthas jüngere Schwester, eine Biologin, kennenlernt, vereinbart er mit ihr ein Rendezvous. Es ist das erste Mal, dass er sich mit einem Mädchen verabredet. Doch kurz darauf ergibt sich für ihn die Möglichkeit, seine Jugendliebe Martha wiederzusehen ... In eindringlichen akustischen Rückblicken auf seine Kindheit und in poetischen Landschaftpanoramen wird Maartens Biographie dargestellt. "Und es schien, dass ich mir plötzlich bewußt werden würde, was das hieß: sterben. Vielleicht war das sogar schlimmer als der eigentliche Tod, denn auf ihn folgte ja nichts mehr. Aber auf den Gedanken, unwiderruflich einmal sterben zu müssen, folgt unweigerlich ein lebenslanges Warten auf den Tod."

Dies ist kein Liebeslied - Bekenntnis eines Pop-Besessenen (Christian Gasser) DRS 2003
Fri, 24 Apr 2020 13:12:04
Soll ich einer geordneten Plattensammlung den Vorzug geben oder einer ordentlichen Beziehung? Was ist wichtiger, das richtige Lied oder das richtige Mädchen? Unaufhörlich kreisen Fragen dieser Art im Kopf eines Pop-Besessenen, der sich das Scheitern einer langjährigen Beziehung eingestehen muss.

Noch während er der verflossenen Liebe nachtrauert, beginnt er auch schon mit dem Zusammenstellen eines neuen Mix-Tapes, einer Kassette mit verführerischen Songs, für seine neue Flamme. Auf der nun all seine Hoffnungen ruhen.

Zwischendurch erinnert sich der Pop-Besessene an seine ersten bittersüssen Liebeserfahrungen, die mehr als zwanzig Jahre zurückliegen. Und es wird ihm bewusst, welch übergrosse Bedeutung die Popmusik seit jeher in seinem Leben einnimmt.

(NEU) Im Dickicht der Einzelheiten (Wilhelm Genazino) hr 2020
Fri, 24 Apr 2020 13:08:13
Marion Tiedtke als Chefdramaturgin des Schauspiels Frankfurt und Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt, initiierten 2018 eine neue Reihe für das Theater, in der Autor*innen Biografien in dieser Stadt zum Ausgangspunkt ihres Schreibens wählen. Den Anfang machte der im Dezember 2018 verstorbene Büchner-Preisträger und Frankfurter Autor Wilhelm Genazino.

Genazino war ein Romantiker des Gewöhnlichen, der immer wieder den banalsten Fundstücken ein geheimnisvolles Ansehen, dem vermeintlich Bekannten den Zauber des Unentdeckten, dem Endlichen einen nachhaltigen Schein verleihen konnte, so auch in diesem seinem letzten veröffentlichten Text. Er stellt in seinem Monodrama Im Dickicht der Einzelheiten einen Flaneur in den Mittelpunkt, der durch die Mainmetropole streift und dabei Straßenszenen und Alltägliches mit persönlichen Erinnerungen verknüpft. So entsteht das poetisches Bild eines Einzelnen in einer modernen Großstadt, der über Heimat, Erfolg, seine Schriftstellerei räsoniert und sich dabei immer wieder am öffentlichen Raum und seinen Widrigkeiten reibt. Der Schauspieler Matthias Redlhammer verkörpert diesen Flaneur nicht nur mit seiner Stimme, er begleitet seinen Spaziergang durch Frankfurt zusätzlich mit Schlagzeug und Mundharmonika und erspielt so neben der Erzählebene eine weitere Dimension. Die Inszenierung für das Schauspiel Frankfurt besorgte der Intendant des Hauses, Anselm Weber.

Der Sandelf (Edith Nesbit) DLR 2009 / DAV 2011
Fri, 24 Apr 2020 13:05:11
Dass alle Wünsche in Erfüllung gehen - wer hat davon noch nicht geträumt? Für Anthea, Robert und Cyril wird dieser Traum Wirklichkeit, als sie dem Sandelf begegnen, einem übellaunigen Wesen mit der Gabe, Wünsche wahr werden zu lassen. Die Geschwister müssen bald erkennen, dass es fatale Folgen haben kann, wenn alle Sehnsüchte in Erfüllung gehen. Das fantastische Hörspiel mit Boris Aljinovic in der Rolle des griesgrämigen Sandelfs lässt keine Kinderwünsche offen!

Geheimagent Marlowe Teil 3 (Dieter Kühn) WDR 2007
Fri, 24 Apr 2020 13:02:43
Marlowe kehrt von Frankreich zurück nach Dover. Die Franzosen haben seine Identität aufgedeckt und ihn gezwungen als Doppelagent zu arbeiten.

Geheimagent Marlowe Teil 2 (Dieter Kühn) WDR 2007
Fri, 24 Apr 2020 13:02:42
Für die Öffentlichkeit sitzt Marlowe für 10 Jahre im Gefängnis. Doch tatsächlich spioniert er in Frankreich.

Geheimagent Marlowe Teil 1 (Dieter Kühn) WDR 2007
Fri, 24 Apr 2020 13:01:23
Der Dichter Christopher Marlowe wird verdächtigt William Bradley, den Sohn des Gastwirts erstochen zu haben. Ihm droht die Todesstrafe.

Der Tod des James Dean (Alfred Andersch) SWF/hr/RB 1959
Fri, 24 Apr 2020 06:50:02
Am 30.9.55 starb Dean bei Salinas bei einem Autounfall. Er wurde, 24jährig, zu einem weltweiten Idol und Sinnbild einer Epoche, der 'Beat-Epoche' . In Amerika fand sie zuerst ihre Sprache, in den Filmen Deans ebenso wie in den Gedichten von Alan Ginsberg, E.E. Cummings, Kenneth Patten und Kenneth Rexroth. Ausschnitte aus deren Gedichten werden in dieser Montage zwei Reportagen gegenübergestellt: einem Bericht des amerikanischen Schriftstellers John Dos Passos über Leben und Tod des James Dean und einer Reportage des Journalisten Robert Lowry über den Weltmeisterschaftskampf im Mittelgewicht. Dieser Kampf symbolisiert, worum es innerhalb der Beat-Epoche ging: Um den Kampf des ´David´ Jugend gegen den ´Goliath´ Gesellschaft. James Dean verkörpert den Stil, in dem dieser Kampf geführt wurde.

liebesrap (Gesine Schmidt) DLF 2011
Fri, 24 Apr 2020 06:43:29
Vanessa und Yusuf sind ein Liebespaar aus Berlin-Neukölln. Sie sind 15 Jahre alt. Er Türke, sie Berlinerin. Die Autorin Gesine Schmidt hat die beiden Jugendlichen ein halbes Jahr lang begleitet und aufgeschrieben, was sich alles in ihrem Leben ereignet hat: Von ihrer Liebe, von ihren Träumen, von Konflikten mit der Polizei, Schul- und Drogenproblemen, Streit in der Familie, Schwangerschaftsabbruch ...Yusuf und Vanessa erzählen ihre Geschichte in ihren eigenen Worten. Die Autorin hat nichts hinzuerfunden. Auch nicht die überraschend poetischen Passagen dieser Liebesgeschichte aus dem Armenviertel Neuköllns, die an die grossen Liebesepen der Weltliteratur erinnern

Geld - Wortakrobatik (Ulrike Haage nach Getrude Stein) DLF 2016
Fri, 24 Apr 2020 06:35:07
"Es ist schon sehr komisch mit dem Geld", schreibt Gertrude Stein in einem von fünf kurzen Texten, die 1936 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurden.
"Was die Menschen von den Tieren unterscheidet, ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen... Aber was kein Tier kann, ist zählen, und was kein Tier kennt, ist Geld."

In ihrem ureigenen Stil aus rhythmisierter Prosa, Wiederholungen und Satzschleifen reflektiert Stein Aspekte eines aktuellen Themas: Ist Geld nun Geld oder ist Geld nun nicht Geld? Gertrude Steins Texte bilden die Grundlage für eine Sprach- und Soundperformance der Berliner Musikerin und Klangkünstlerin Ulrike Haage. Auf zwei Flügeln, einer davon mit Münzen und Geldscheinen präpariert, interpretiert sie ihren Soundtrack, der das Thema Geld zunächst in Töne verwandelt. Gertrude Steins Texte stehen im Dialog mit Einwürfen und Kommentaren von Aesop, Carson McCullers, Marcel Mauss und anderen.

The Alfred Hitchcock Show: Malice Aforethought (Alfred Hitchcock, Francis Iles) Lawrence and Lee 1945 / BR 1999
Thu, 23 Apr 2020 19:27:54
Alfred Hitchcocks einzige Hörspielarbeit "The Alfred Hitchcock Show" aus dem Jahr 1945 war Vorbild für seine erfolgreiche Fernsehserie "Alfred Hitchcock präsentiert" (1955-65). Erzählt wird Francis Iles‘ "Vorsätzlich. Die Geschichte eines gewöhnlichen Verbrechens."

Edmond Bickley wird aus Mangel an Beweisen vom Verdacht freigesprochen, seine Frau Julia heimtückisch mit einer Überdosis Morphium ermordet zu haben. Als er daraufhin seiner Geliebten einen Antrag macht, teilt diese ihm mit, dass sie einen anderen heiraten möchte. Bickley versucht sie und seinen Rivalen zu vergiften, doch diesmal kommt er nicht mit dem Leben davon.

Englisches Originalhörspiel mit einer Einführung von Michael Farin und Hans Schmid.

Helvetistan (Michael Herzig) SRF 2017
Thu, 23 Apr 2020 15:42:15
Krimipodcast des SRF

Sie ist eine der Quotenfrauen bei der Zürcher Stadtpolizei. Und sie ist die Hauptfigur in den Kriminalromanen von Michael Herzig: Johanna di Napoli, die Revierdetektivin mit dem Hang zu Alleingängen. Jetzt kann man ihr erstmals im Hörspiel begegnen. Dabei kommt sie der Rüstungslobby in die Quere.

Der Berner Michael Herzig hat der Marke "Züri-Krimi" in den letzten Jahren viel neuen Schwung verpasst. Das hat nicht nur mit den spektakulären und glaubwürdig grundierten Plots des langjährigen Mitarbeiters im Zürcher Sozialamt zu tun. Vielmehr ist dafür seine Protagonistin Johanna di Napoli verantwortlich. Die im männerbündisch geprägten Polizeikorps mehr schlecht als recht geduldete Quereinsteigerin ist eine Figur mit Ecken und Kanten. Sie geht ihren eigenen Weg, beruflich wie privat, und rennt zuweilen auch geradeaus ins Verderben.

Nach vier Fällen in Romanform ermittelt Johanna di Napoli nun erstmals als Hörspielfigur. Auch für Michael Herzig ist das eine Premiere – sogar eine doppelte: Mit "Helvetistan" legt er nicht nur seine erste Radioarbeit, sondern gleichzeitig sein erstes Werk auf Mundart vor. Dabei geht es um einen Fall, der es in sich hat. Beteiligt sind unter anderem: ein toter Asylbewerber aus Afrika, ein zwielichtiger Agent aus dem Kaukasus und eine prominente Zürcher Anwältin, die mit Waffendeals in der Grauzone ihr Geld verdient.

Cortez lernt Sprechen (Hans Zimmer) DLR 2004
Thu, 23 Apr 2020 10:16:56
Nickel ist neun Jahre alt und lebt seit einem halben Jahr allein mit seinem Vater und Cortez, dem Papagei. Alle drei träumen davon, mit einem Schiff auf den Kanälen durch ganz Europa zu fahren. Doch noch haben sie kein Schiff. Erst soll Cortez sprechen lernen, dann kauft der Vater ein Schiff. Für Nickel ist dieser Traum sehr wichtig, er übt jeden Tag mit dem Papagei sprechen, besorgt Schiffskarten und lädt schon mal seine Freundin auf das Schiff ein. Nickel hat Schwierigkeiten in der Schule. Tim, ein Mitschüler, erpresst ihn. In seinen Träumen als Schiffskapitän Nickel kann er mühelos den Piraten Tim besiegen und das hilft ihm letztlich auch in der Wirklichkeit.

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (Eric-Emmanuel Schmitt) NDR 2001
Thu, 23 Apr 2020 06:10:45
Anlässlich des Todes von Hörspielmacher Norbert Schaeffer: Eine religionsübergreifende Parabel über Weisheit, Toleranz, Fatalismus, Güte und eine ungewöhnliche Freundschaft. Der weltweite Theatererfolg von Eric-Emmanuel Schmitt in der Inszenierung von Norbert Schaeffer.

In der Schule und zu Hause angeschnauzt zu werden, Einkäufe zu schleppen und das Leben als Sohn eines mürrischen Rechtsanwalts allein ohne Liebe in einer großen dunklen Pariser Wohnung zu verbringen - der elfjährige Moses hat es ziemlich satt. Der einzige Lichtblick für den Jungen ist Monsieur Ibrahim, der alte Kolonialwarenhändler in der Rue Bleue und der einzige Araber in einer jüdischen Straße". Ihn zu beklauen, hält Moses - trotz einiger Gewissensbisse - für akzeptabel. Doch der - so stellt er erschreckt fest - kann offenbar seine Gedanken lesen. Die Begegnung des jüdischen Jungen mit dem alten Weisen, der ihm die Welt und "seinen Koran" erklärt, zeitigt unerwartete Folgen. Nach dem plötzlichen Selbstmord seines Vaters wird Moses von Monsieur Ibrahim adoptiert. Er reist schließlich mit ihm in seine Heimat. Dort stirbt Monsieur Ibrahim. Zurück in Paris führt Moses den Laden in der Rue Bleue weiter.

Emily Bell und der erste Schultag (Heidi Knetsch, Stefan Richwien) DLR 2009
Wed, 22 Apr 2020 16:02:08
An ihrem ersten Schultag muss Emily Bell alleine zur Schule gehen. Eine Vogelscheuche zeigt ihr den Weg. Der Hausmeister empfängt sie mit einer fröhlichen Fanfare, saust mit ihr auf Rollschuhen ins Klassenzimmer, er ist Olympiasieger und das will Emily auch werden. Egal wovon die Lehrer berichten, Emily interessiert alles: Regenwürmer, Pizzanoten, Hechtrollen, Bazillenjagd und die Träume der Fledermäuse. Am Ende des Unterrichts stehen alle Lehrer Spalier und singen ihr ein Abschiedslied. Emily ist sehr mit diesem ersten Tag zufrieden. Nur ihre Mutter zu Hause behauptet, sie wäre in der falschen Schule gewesen.

Matti Orava (Jenny Reinhardt) DLR 2004
Wed, 22 Apr 2020 08:06:01
Pamina ist neun Jahre alt und seit einigen Tagen mit ihren Eltern im Sommerurlaub. Leider fahren die älteren Geschwister nicht mehr mit, und auf der finnischen Insel ist auch sonst niemand, mit dem Pami spielen könnte. Den Laptop hatte die Mutter leider wieder ausgepackt, weil Pami im Urlaub die Natur genießen soll. Der Urlaub ist sehr langweilig, bis eines Tages die Eltern von einem Ausflug ewig nicht zurückkommen. Pami sorgt sich schon. Da taucht Matti Orava auf, ein finnischer Naturgeist, und die beiden suchen gemeinsam die Eltern.

Schreckmümpfeli - Wenn die Äpfel reif sind (Kamil Krejci) DRS 2009
Wed, 22 Apr 2020 08:03:37
Erben ist mit viel Aufwand verbunden.

(NEU) Zukunfts-Chroniken (Staffel 3 Teil 05) T-Code - hoespielprojekt 2020
Wed, 22 Apr 2020 07:51:49
Die Zukunfts-Chroniken. Bisher wurden sie noch nicht niedergeschrieben, aber wir alle nähren diese Zeilen. Heute, hier und an anderen Orten. Die Zukunft kann beginnen...

Der T-Code ist der ganze Stolz des Planeten Osmah, ein autonomes Sicherheitssystem, das alle gleichbehandelt und nicht menschlich subjektiver Schwäche unterliegt, denn von ihm gesteuerte Pobots, vernetzte Sicherheitsroboter, sorgen für Schutz und Ordnung.
Sumit interessiert das alles nicht, er landet auf Osmah, um seine Schwester zu besuchen.

Hans im Mausefell oder Die lachende Katze (Holger Teschke) DLR 1996
Wed, 22 Apr 2020 07:49:37
Dem Grafen von Rabenstein geht jeder schlaue Bauer in Mecklenburg aus dem Weg. Doch Hans, ein armer Knecht, muss ihm dienen, wenn er nicht verhungern will. Wie scheußlich die Arbeit auch ist, Hans darf sich auf keinen Fall beschweren, denn es gilt die Abmachung: Wer flucht, den holt der Teufel. Schwere Proben muss Hans bestehen – leckere Speisen soll er kochen und darf nicht kosten, ein wütender Falke jagt ihn und ein Gespenst will ihm jeden Knochen brechen. Hans hätte längst geflucht, wenn nicht seine Freundin, die lachende Katze, bei ihm wäre. Sie weiß immer einen Rat. Und so kommt es, dass nicht Hans, sondern der Graf vom Teufel geholt wird, denn er flucht über den Hans im Mausfell und seine lachende Katze.

Cocktail für eine Leiche (Party für eine Leiche) (Patrick Hamilton) Audoba 2018
Wed, 22 Apr 2020 07:46:52
Der perfekte Mord. Gibt es ihn? Die Studenten Brandon und Granillo sind davon überzeugt, ihn gerade begangen zu haben. Niemand kann ihnen etwas nachweisen, es gibt weder Zeugen noch Motiv. Und während Granillo Gewissensbisse plagen, ist Brandon komplett mit sich und der Tat im Reinen. Um nicht zu sagen: enthusiastisch. Es war seine Idee, nur um der Erfahrung und Gefahr willen zu töten. Das Opfer, Mitstudent Ronald, liegt nun leblos in einer Truhe im Wohnzimmer auf der, für den zusätzlichen Nervenkitzel, das Buffet für die gleich beginnende Cocktailparty angerichtet wird. Die Gäste fangen an, über den Inhalt des gut verschlossenen Möbelstücks zu spekulieren. Nur Rupert Cadell, Dichter, Philosoph und guter Bekannter der drei jungen Männer, beginnt zu ahnen, wie nah die harmlosen Witze der Wahrheit kommen...

Patrick Hamiltons Theaterstück "Cocktail für eine Leiche" erschien 1929 unter dem Titel "Rope" und wurde noch im gleichen Jahr in London und am Broadway uraufgeführt.

(NEU) Seltene Klänge und Instrumente im Home-Office (Frieder Butzmann) DLF Kultur 2020
Wed, 22 Apr 2020 06:29:49
Kamm, Bürste, Kosmetikpinsel, Salatschleuder. Frieder Butzmann – von Beruf "Crachmacheur" – lädt dazu ein, Alltagsgegenstände neu zu betrachten. Neu zu hören, neu zu nutzen.

Wie heißt das billige Musikinstrument, das bei "Lovely Rita" zum Einsatz kommt? Wie schnell vergeht ein Frühlingslied? Wie langsam kann ein Liebesgedicht erklingen? Frieder Butzmann unternimmt Ausflüge in die Musikgeschichte, erzählt aufschlussreiche Anekdoten und entwickelt Do-It-Yourself-Anleitungen. Fundiert, spielerisch, und immer originell.

Seine Hörstücke sind "Wurfsendungen extended". Die "Wurfsendung" ist das kürzeste Hörspiel der Welt, von Deutschlandfunk Kultur. Im veränderten Zeitgefühl während der Corona-Pandemie dehnt sich die Wurfsendung von 45 Sekunden auf einige Minuten aus. Von ganz handfesten Musikinstrumenten bis zur akustischen Vorstellungskraft – "Ihre Fantasie ist der einzige Maßstab".

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl passt auf (Ellis Kaut) BR 1973
Wed, 22 Apr 2020 06:00:35
Pumuckl hat einen Auftrag: Er soll aufpassen, dass die kleine Gabi mit ihrem Dreirad nicht auf die Straße fährt. Der Kobold als Babysitter - ob das eine gute Idee vom Meister Eder war?

Die Macher (Rainer Puchert) DRS 1975
Wed, 22 Apr 2020 05:58:45
Es ist Nacht. Es regnet. Zwei Männer sitzen in einem Auto und warten. Warten, bis sie "machen" können, was ihnen die Firma auftrug. Sie wissen zwar "was" sie machen sollen, aber nicht "warum". Sie haben einen Auftrag zu erledigen. Sie werden dafür bezahlt. Und das genügt ihnen.

Im Mundart-Hörspiel "Die Macher" spielen die beiden bekannten Schweizer Volksschauspieler Ruedi Walter und Walo Lüönd zwei Männer, die im Auto sitzen und auf einen Mann warten, den sie nur von einer Fotografie her kennen. Sie sollen einen Auftrag ausführen und werden dafür bezahlt, nicht zu hinterfragen. Bis sie jedoch ihre Arbeit tun können, langweilen sich die beiden Herren, schimpfen, ärgern sich über das Sauwetter und träumen von einem anderen, besseren Leben.

Stadt aus Glas Teil 4 (Paul Auster) WDR / BR 1997 / der hörverlag 2000
Wed, 22 Apr 2020 05:39:32
David Quinn versucht Virginia Stillman zu erreichen. Hat aber keinen Erfolg. Das Telefon ist besetzt. Er irrt durch New York und seine Gedanken - einem unbekannten Ziel entgegen.

Stadt aus Glas Teil 3 (Paul Auster) WDR / BR 1997 / der hörverlag 2000
Wed, 22 Apr 2020 05:39:31
Beim Treffen mit einem psychisch kranken Hochschullehrer gibt Krimiautor Quinn sich als dessen Sohn aus. Aber wer ist nun der Privatdetektiv Paul Auster?

Stadt aus Glas Teil 2 (Paul Auster) WDR / BR 1997 / der hörverlag 2000
Wed, 22 Apr 2020 05:39:30
Eine Frau verwechselt den Krimiautor Daniel Quinn mit dem Privatdetektiv Paul Auster und gibt ihm einen Auftrag. Quinn nimmt den Auftrag an und muss einen psychisch kranken Hochschullehrer observieren.

Stadt aus Glas Teil 1 (Paul Auster) WDR / BR 1997 / der hörverlag 2000
Wed, 22 Apr 2020 05:39:29
Krimiautor Daniel Quinn erhält einen unheimlichen Anruf. Der Beginn einer surrealen Geschichte und der Anfang von Paul Austers New York Trilogie.

Turing Bytes - Botschaften aus einer unsichtbaren Welt (Nika Bertram) WDR 2014
Sun, 19 Apr 2020 14:23:33
Turing war ein stiller Held, Nerd und Hacker. Er hatte die Erfindung des Computers ermöglicht und die Codes der deutschen Enigma-Maschinen geknackt. Nach Kriegsende erklärten die Briten ihn jedoch selbst aufgrund seiner Homosexualität zum "Sicherheitsrisiko" und verurteilten ihn zur chemischen Kastration. Am 7. Juni 1954 biss Alan Turing in einen mit Zyanid vergifteten Apfel, alle begonnenen Projekte starben mit ihm. Was sind die fehlenden "Turing Bytes"? Welchen Code wollte er als nächstes knacken? Etwa den Code des Lebens?

Die junge Bioinformatikerin Eileen versucht 60 Jahre später, Turings Rätsel zu entschlüsseln. Im Nachlass ihrer Mutter, die auch für den britischen Geheimdienst gearbeitet hat, hat Eileen eine Nachricht von Turing mit Hinweisen auf einen "Silberschatz" gefunden. Die Suche danach wird für Eileen zum Beginn einer Obsession.

Die Sache mit dem Schutzengel (Anna Böhm) DLF Kultur 2019
Sun, 19 Apr 2020 14:14:54
Merlins Schutzengel ist sehr fleißig, er erledigt die Hausaufgaben und schleppt ihm die Schulmappe hinterher. Allerdings passt er auch auf, dass man weder nascht noch Horrorfilme guckt. Als der unsichtbare Beschützer sogar Merlins Liebesbriefe verbessert, reicht es gewaltig. Zusammen mit seinen Freunden Hektor und Mia versucht Merlin, den wohlmeinenden Engel loszuwerden – und erlebt eine mächtige Überraschung. Ausgerechnet da werden die Kinder von Räuber Rubbs überfallen. Jetzt wäre ein Schutzengel ganz schön praktisch. Oder schaffen sie das allein?

Der Schatz der Nibelungen (Karlheinz Koinegg) WDR 1998 / Igel Records 1998
Sun, 19 Apr 2020 01:40:45
Bei ihrer Tour mit einem Ausflugdampfer auf dem Rhein besuchen Pit und Paula den Drachenfels und die Nibelungenhalle. Angesichts des langweiligen Gipsdrachens, den sie dort vorfinden, sind sie zunächst enttäuscht. Aber plötzlich taucht ein merkwürdiges Wesen neben ihnen auf und behauptet, ein Götterbote zu sein. Loki - so nennt sich die kleine Gestalt mit dem Flügelhelm - verkündet obendrein kühn, er sei der beste Freund Siegfrieds gewesen. Siegfried, der heldenhafte Hühne und Drachentöter aus der Nibelungensage? Bevor Pit und Paula überhaupt anfangen können, an diesen Angaben zu zweifeln, befinden sie sich schon in einer abenteuerlichen und vergnüglichen Geschichte und erfahren, was es wirklich mit dem Schatz des Nibelungen auf sich hatte.

Der Ekel (Jean-Paul Sartre) hr 1962
Sun, 19 Apr 2020 01:27:56
Antoine Roquetin übermannt plötzlich der Ekel. Zuwider ist ihm alles, was ihm tagtäglich begegnet. Jean-Paul Sartres Roman über die menschliche Freiheit – und die Sinnlosigkeit der Existenz.

"Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein." Mit dieser Grunderfahrung befasst sich Sartres Roman "Der Ekel", erschienen 1938. Antoine Roquentin lebt darin in selbst gewählter Einsamkeit und beschäftigt sich mit der Abfassung einer historischen Biografie. Gleichzeitig registriert er in seinem Tagebuch die Veränderungen, die während dieser Zeit in ihm selbst vorgehen. Zunächst erfasst ihn das Gefühl, nicht mehr frei zu sein, sondern eingeschlossen in die erstarrte Welt der Dinge. Die nächste Erkenntnis betrifft die Struktur der Zeit: "Die Vergangenheit existiert nicht." Roquentin gibt daraufhin seine historischen Studien auf. Zuletzt erscheint ihm seine eigene Existenz als fragwürdig, ja überflüssig. Freudlosigkeit und Ekel sind die Folge.

türken, feuer (Özlem Özgül Dündar) WDR 2020
Sun, 19 Apr 2020 01:17:54
Auf einmal ist alles anders. Fünf Menschen sterben in einem brennenden Haus – und das ganze Land spricht davon. Ist sowas zu fassen?

Am 29. Mai 1993 kommen in Solingen fünf Menschen türkischer Abstammung bei einem Brandanschlag ums Leben. Eine von ihnen ist Gürsün İnce, die sich für ihre dreijährige Tochter opfert, als sie mit ihr aus dem Fenster springt. Das Hörspiel gibt ihr eine Stimme. Ihr und weiteren Frauen: die Mutter eines mutmaßlichen Täters, eine zweite Tote und eine Überlebende, sie alle kreisen in Gedanken um die Katastrophe und das Leben mit dem Schmerz. Der Fenstersprung, die Angst vor dem Feuer und das Schweigen, bis die Polizei eintrifft: Die Frauen bleiben in ihrem Erleben gefangen und suchen trotzdem nach Austausch, Begegnung und der Möglichkeit eines Gesprächs.

(NEU) Das weiße Dorf (Teresa Dopler) rbb 2020
Sat, 18 Apr 2020 17:43:48

Hundediebe (Gabriele Herzog) DLR Berlin 2004
Sat, 18 Apr 2020 17:27:12
Anne und Philipp sind Geschwister. Sie ist zehn, er ist elf Jahre alt und die beiden streiten sich von früh bis spät. Eines Tages finden sie in ihrem Garten einen Hund. Er sieht lieb aus und ist so zutraulich, dass er gar nicht wieder weglaufen will. Die beiden verlieben sich in den Hund und tun alles dafür, dass er bei ihnen bleiben darf. Doch als die Mutter am Hundehalsband die Adresse der Besitzerin findet, besteht sie darauf, dass der Hund zurückgebracht wird. Anne und Philipp sind entsetzt, wie böse die Besitzerin den Hund behandelt. Und sie beschließen: Dort darf der Hund nicht bleiben, irgend etwas muss ihnen einfallen, so einig waren sich die beiden noch nie.

...und alles nur wäg de Milch! (Neil Gaiman) SRF 2018
Sat, 18 Apr 2020 17:17:11
Das kennt man ja: Papa will nur mal schnell Milch fürs Frühstück besorgen - aber es dauert eine halbe Ewigkeit, bis er wieder auftaucht. Und dann erzählt er auch noch diese völlig verrückte Geschichte, wie er von ausserirdischen Glibberglitschern entführt wurde und mit einem Stegosaurus auf Zeitreise ging, in einem Heissluftballon! Dass er dabei Piraten, Vampiren und pastellfarbigen Ponys begegnete und nur dank der Milch das absolut endgültige Ende des Universums verhindern konnte, das glaubt doch einfach kein Mensch, oder?

Rogge (Helga Bürster) RB / NDR 2015
Sun, 19 Apr 2020 01:46:26
Am 17. April 1945 nehmen die britischen Truppen das "Reichsmusterdorf" Dötlingen bei Oldenburg ein. Der Krieg ist vorbei. Aber drei Tage vorher, am 14. April, hasten die Nazis des Dorfes noch ratlos herum. Einige verstecken sich, einige kämpfen noch, in der aussichtslosen Situation umso erbitterter. Die berüchtigte "Werwolf"-Gruppe wütet gegen "Verräter". An diesem 14. April wird der Bauer Willi Rogge von ihnen ermordet, weil er Nazi-Gegner war, weil er den Hitlerguß verweigerte, weil er fälschlich der Plünderei bezichtigt wurde – und weil er sie an die Sieger verraten könnte.
Am 14. April 2014 erschien der Spiegel mit der Titelgeschichte "Mein Vater, der Mörder" von Cordt Schnibben. Sein Vater war ein "Werwolf", war einer der Mittäter gewesen. Schnibben holte die Geschehnisse wieder ans Tageslicht.

Die Autorin Helga Bürster lebt in Dötlingen und wusste von "dieser Geschichte". Man erinnerte sich im Dorf, wie man sich an eine böse, aber überstandene Krankheit erinnert. Helga Bürster hat daraufhin ein Hörspiel geschrieben, in dem einer der Mörder auf den Sohn des Opfers trifft. Und der zieht ihn zur Rechenschaft.
Wie soll es weitergehen in einem Dorf, in dem die Nachkommen des Opfers neben den Nachkommen der Mörder leben?

Seerauch Teil 3 (Mischa Zickler) WDR 2017
Fri, 17 Apr 2020 13:08:39
Sie nennen sich "PSI-Kader" - Privacy, Security, Intelligence - und sehen sich als eine Mischung aus Wikileaks, Chaos Computer Club und Bürgerrechtsbewegung. Doch als die fünf jungen Deutschen ein Video ins Internet stellen, ahnen sie nicht, was sie damit auslösen.

Denn die Bilder von angeblich in Afghanistan folternden Bundeswehrsoldaten lassen das offizielle Deutschland zurückschlagen. Auf der Flucht vor der Polizei wird ein Mitglied des "PSI-Kaders" erschossen, während sich die anderen über den Bodensee nach Österreich retten und um Asyl bitten. Die Folge ist eine schwere Krise zwischen den beiden Ländern, die sogar militärisch zu werden droht. Als immer mehr Leute sterben, deckt die österreichische Geheimdienstchefin gemeinsam mit dem deutschen Verfassungsschutz eine Verschwörung auf, die bis in höchste Berliner Regierungskreise reicht.

Seerauch Teil 2 (Mischa Zickler) WDR 2017
Fri, 17 Apr 2020 13:08:39
Sie nennen sich "PSI-Kader" - Privacy, Security, Intelligence - und sehen sich als eine Mischung aus Wikileaks, Chaos Computer Club und Bürgerrechtsbewegung. Doch als die fünf jungen Deutschen ein Video ins Internet stellen, ahnen sie nicht, was sie damit auslösen.

Denn die Bilder von angeblich in Afghanistan folternden Bundeswehrsoldaten lassen das offizielle Deutschland zurückschlagen. Auf der Flucht vor der Polizei wird ein Mitglied des "PSI-Kaders" erschossen, während sich die anderen über den Bodensee nach Österreich retten und um Asyl bitten. Die Folge ist eine schwere Krise zwischen den beiden Ländern, die sogar militärisch zu werden droht. Als immer mehr Leute sterben, deckt die österreichische Geheimdienstchefin gemeinsam mit dem deutschen Verfassungsschutz eine Verschwörung auf, die bis in höchste Berliner Regierungskreise reicht.

Seerauch Teil 1 (Mischa Zickler) WDR 2017
Fri, 17 Apr 2020 13:08:38
Sie nennen sich "PSI-Kader" - Privacy, Security, Intelligence - und sehen sich als eine Mischung aus Wikileaks, Chaos Computer Club und Bürgerrechtsbewegung. Doch als die fünf jungen Deutschen ein Video ins Internet stellen, ahnen sie nicht, was sie damit auslösen.

Denn die Bilder von angeblich in Afghanistan folternden Bundeswehrsoldaten lassen das offizielle Deutschland zurückschlagen. Auf der Flucht vor der Polizei wird ein Mitglied des "PSI-Kaders" erschossen, während sich die anderen über den Bodensee nach Österreich retten und um Asyl bitten. Die Folge ist eine schwere Krise zwischen den beiden Ländern, die sogar militärisch zu werden droht. Als immer mehr Leute sterben, deckt die österreichische Geheimdienstchefin gemeinsam mit dem deutschen Verfassungsschutz eine Verschwörung auf, die bis in höchste Berliner Regierungskreise reicht.

Der Fliegenforscher möchte Madame Celestine kennen lernen (Fritz Sauter) SRF 2014
Fri, 17 Apr 2020 09:44:41

Olga bleibt Olga (Franz Zauleck) DLR 1996
Fri, 17 Apr 2020 09:15:10
Unter weißen Kühen wird eines Tages ein schwarzes Kälbchen geboren, das Olga heißt. Die weißen Kühe jagen Olga weg, sie darf nicht mitspielen. Da fliegt ihr Spielzeug, ein bunter Propeller, auf eine Wolke. Olga klettert hinterher und steht vor einer Fee. Den Propeller tauscht die Fee gegen drei Wünsche ein. Olga wünscht sich, eine weiße Kuh zu sein. Sie klettert hinab. Doch die Wolke ist inzwischen weitergeflogen, und so landet Olga nun bei schwarzen Kühen. Wieder wird sie weggejagt. Der Weg nach Hause ist weit und gefährlich. Ohne den zweiten Wunsch wäre sie nie zu Hause angekommen. Als Mama und Papa sie nicht erkennen, hat sie glücklicherweise noch ihren dritten Wunsch frei.

(NEU) Die besten Sprüche aller Zeiten (Michel Decar) DLF Kultur 2020
Thu, 16 Apr 2020 23:26:00
An Bord einer Sonde der European Space Agency befindet sich ein Sprachkurs, mit dem außerirdisches Leben fit gemacht werden soll für die komplexe Struktur unserer modernen Gesellschaft.

Wenn wir uns in der komplexen Struktur unserer modernen Welt manchmal kaum zurechtfinden, wie soll es erst außerirdischem Leben möglich sein, hier zu bestehen? Dieses Hörspiel bietet einen Konversationskurs, in dem alltägliche Gesprächssituationen durchgespielt und tiefere Einblicke in unser menschliches Dasein ermöglicht werden. Auch für Gäste außerhalb des Sonnensystems.
"Es gibt Tage, da sitze ich im Büro und irgendeine Mail kommt rein, irgendeine Anfrage. Und die einzig passende Antwort darauf wäre, sich auf der Stelle umzubringen. Damit wäre allen geholfen: der Umwelt, dem Planeten, meiner Mutter. Aber dann trau ich mich doch nicht, dann beantworte ich stattdessen diese Mail und schreibe darunter 'Mit lieben Grüßen'. Und genau da liegt das Problem."

Mord in Venedig Teil 3 (Val Gielgud) DRS 1975
Thu, 16 Apr 2020 10:15:51
Das kleine Ferienabenteuer der Privatdetektive Humphrey und Greg hat sich zugespitzt. Aus der Erpressung (der Schauspielerin Angelina) ist Mord geworden (am Schauspieler Alexander). Und der Fall wird immer komplizierter. Alle spielen ein doppeltes Spiel – und zwar nicht nur die Schauspieler ...

Mord in Venedig Teil 2 (Val Gielgud) DRS 1975
Thu, 16 Apr 2020 10:15:51
Den Urlaub in Venedig mit einem kleinen Auftrag etwas auflockern – für die beiden Privatdetektive Humphrey und Greg war das einfach zu verlockend. Erst recht, wenn die Auftraggeberin eine Hollywood-Sexbombe ist. Und die Verdächtige eine schöne junge Frau. Na wenn das mal kein Fehler war ...

Mord in Venedig Teil 1 (Val Gielgud) DRS 1975
Thu, 16 Apr 2020 10:15:50
Eigentlich wollten die Privatdetektive Humphrey und Greg einfach nur Urlaub machen, in Venedig. Eigentlich. Als sie dann gebeten werden, einer Filmdiva zu helfen, die erpresst wird, können sie natürlich nicht nein sagen. Denn eigentlich handelt sich ja um einen einfachen Fall. Eigentlich ...

Die Van Berg Konstante Teil 3 (Serotonin) WDR 2018
Thu, 16 Apr 2020 09:57:43
Als "Frostmann" hat Van Berg eine Riesenwelle ausgelöst. Die hat nicht nur ihn, sondern auch die, die ihn gefunden haben, kräftig durcheinander gewirbelt. Aber was passiert, wenn die Welle abebbt und die Aufmerksamkeit weiterzieht?

Die Van Berg Konstante Teil 2 (Serotonin) WDR 2018
Thu, 16 Apr 2020 09:57:43
Mann überlebt Jahrzehnte im ewigen Eis! Politik, Presse, und die sozialen Medien drehen durch. Alle versuchen die Sensation auszuschlachten und die maximale Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Van Berg und seine Geschichte werden zum Spielball der Interessen.

Die Van Berg Konstante Teil 1 (Serotonin) WDR 2018
Thu, 16 Apr 2020 09:57:42
Vor 130 Jahren ist er verschollen - und jetzt wieder zum Leben erwacht! Tiefgefroren überlebte der Wissenschaftler Van Berg im ewigen Eis. Wenig später flieht er aus der Pathologie, und von nun an sind alle hinter ihm her.

(NEU) Radiotatort (144) Der menschliche Faktor (Sabine Stein ) NDR 2020
Thu, 16 Apr 2020 09:15:08
In einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt erleidet die allseits beliebte Kioskbesitzerin Oma Fietz in Folge eines brutalen Raubüberfalls einen Herzinfarkt und stirbt. Eine junge Frau steht bald im Fokus der polizeilichen Ermittlungen - die Verdächtigte verstrickt sich in Widersprüche, hat zur Tatzeit kein Alibi aufzuweisen. Für die aufgebrachte Öffentlichkeit ist der Fall schnell klar. Ein Unbekannter hat bereits Namen und Adresse der Tatverdächtigen ins Netz gestellt. Viral wie real auf der Straße tobt sich nun der Volkszorn aus. Als nach drei Tagen die Unschuld der jungen Frau erwiesen ist, ist der Geist aus der Flasche und lässt sich nicht wieder einfangen. Die zu Unrecht Beschuldigte kommt alsbald bei einem "Unfall" zu Tode. Bettina Breuer ist von der Unfall-These wenig überzeugt und versucht, sich vor Ort ein wahrheitsgemäßes Bild dieser tragischen Hetze zu machen.

Läuft bei dir, Frau Holle (Anna Böhm) DLF Kultur 2017
Thu, 16 Apr 2020 09:08:25
Als Pepe auf YouTube ein rätselhaftes Video entdeckt, sieht sie ihre Chance zu einer Knaller-Enthüllungsstory.

Pepe ist eine ehrgeizige Journalistin - leider hat ihre Zeitung bislang nur zwei Leser, nämlich Mama und Opa. Als sie auf YouTube ein rätselhaftes Video entdeckt, sieht sie ihre Chance zu einer Knaller-Enthüllungsstory. Dafür muss sie allerdings in den Brunnen von Frau Holle springen. Und wer ist einmal wieder vor ihr da? Ihre große Schwester Golda, die ein YouTube-Star ist und auch zu Frau Holle will. Ein Wettbewerb um die aufregendste Story des Jahres entbrennt, bei der auch Brote und Äpfel ein Wörtchen mitzureden haben. Der Hahn will ein Smartphone und der Gärtner hat eins. Und wo ist eigentlich Frau Holle?

Taschenpapa (Peter Jacobi) DLR 2002
Thu, 16 Apr 2020 08:28:35

(NEU) Zukunfts-Chroniken (Staffel 3 Teil 4) Hexenloch - hoerspielprojekt 2020
Thu, 16 Apr 2020 10:23:44
Die Zukunft kann beginnen… 200 Jahre sind vergangen seit dem die Erde als toter Planet von der Menschheit verlassen wurde. Aber alten Aufzeichnungen zufolge gibt es etwas auf der alten Erde, was die Forschungen an einer neuen Spezies zum Ziel führen könnte. Eine Einheit der neuen Erde soll diesen Hinweisen nachgehen. Und alle Anzeichen führen zu einer Höhle unter dem Meeresspiegel. Doch in dem sogenannten „Hexenloch“ lauert etwas unvorstellbares auf Dr. Sadie Gardner und ihre Mitstreiter.

(NEU) Hörspielmagazin EXTRA: Jenseits der Null
Tue, 14 Apr 2020 09:34:58
Die Produktion des Hörspiels "Die Enden der Parabel" nach dem Roman des amerikanischen Schriftstellers Thomas Pynchon ist in jeder Hinsicht ein Großprojekt. Erstmalig hat der Autor einer Bearbeitung seines Opus Magnum zugestimmt. In der Regie von Klaus Buhlert ist ein fast 15stündiges, hochkarätig besetztes Hörspiel entstanden.

Salz im Kaffee (Jenny Reinhardt) DLR 2008
Tue, 14 Apr 2020 09:05:39
Etienne wohnt in einem Kinderheim. Vor einigen Wochen hat sein bester Freund ein neues Zuhause gefunden. Nun versucht Etienne es auch. Familie Meier hat er sich ausgesucht - Mama, Papa, Lola und Ludwig und sogar noch ein Onkel. Die gefallen ihm. Etienne hat einen tollen Plan: Er zieht heimlich bei Familie Meier auf dem Dachboden ein. In der Nacht, wenn alle schlafen, kommt er herunter und deckt schon den Frühstückstisch, räumt die Wohnung auf und putzt die Fenster... Am Morgen werden alle staunen. Nach einer Woche wird er dann vom Dachboden herunterkommen, alle freuen sich und wollen, dass er für immer bleibt. Doch ganz so einfach funktioniert es leider nicht.

Schreckmümpfeli - Caput Mortuum (Sina Ness) SRF 2015
Tue, 14 Apr 2020 07:15:32
In der Kunst verewigt

Am Königsweg (Elfriede Jelinek) BR 2017 - Kurzfassung
Mon, 13 Apr 2020 12:28:05
Am Abend, an dem Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, begann Elfriede Jelinek, ihr Stück "Am Königsweg" zu schreiben. Vor Trumps Amtseinführung hatte die Autorin eine erste Fassung des Textes abgeschlossen. Der Bayerische Rundfunk präsentiert seine Hörspielproduktion "Am Königsweg" als deutsche Erstinszenierung in zwei Varianten: Eine Fassung in drei Teilen, die in der Gesamtlänge von vier Stunden den ungekürzten Text ausbreitet, und eine eigenständige, das gesamte Material komprimierende Miniaturfassung, die ebenfalls in drei Teile gegliedert, in 53 Minuten eine "Königsweg-Abkürzung" anbietet. Schon die Konstellation hier Elfriede Jelinek, dort Donald Trump verspricht einen Schaukampf: Auf der einen Seite die Literaturnobelpreisträgerin und Dramatikerin, die in ihren Werken ebenso sprachmusikalisch wie -analytisch die Inszenierungen politischer Macht und Verbrechen seziert und offenlegt, auf der anderen Seite ein skrupellos agierender Milliardär, Bauunternehmer und Skandalproduzent, der in einer jähen Wendung jene politische Rolle übernimmt, die ihn zum mächtigsten Mann der Welt werden lässt. Karl Bruckmaier zur Inszenierung: "'Wollen Sie das neueste Orakel hören? Nein, wollen Sie nicht.' So fragt das Orakel und beantwortet die Frage sofort im voreingestellten Gekränktheitsmodus. Dabei wäre es des Orakels vornehmste Aufgabe, Fragen zu beantworten und nicht zu stellen. Aber in Zeiten, in denen jedes Medium seltsam einhellige Antworten ausspuckt, was den König und seinen Weg betrifft ('So einen entsetzlichen Typen hätten wir nie haben wollen, haben Sie sein Gesicht gesehen, sein Haar?'), dürfen wir froh sein, in Elfriede Jelinek eine ebenso gekränkte wie wohlfrisierte Pythia zu kennen, die im Halbdunkel der aufsteigenden Wortdünste erst einmal allen Anwesenden mit dem Blindenstock die Augen aussticht, bevor sie hellsichtig um sich schlägt und dafür sorgt, dass niemand ohne blaue Flecken den Heimweg nach Theben antreten muss: 'Ans Messer trau ich mich noch nicht, das hat schon ganz andre geblendet als mich, bin eher eine Blenderin.' Am besten wird es sein, wir schnitzen uns ein paar Puppen, die an unserer Stelle die Prügel einstecken: Kermit können wir gerade noch erkennen, Homer Simpson, Miss Piggy, Butt-Head ohne Beavis, einen zähen Österreicher und zwei Sehende ohne Augenlicht, die in einer Löwinger-Bühnen-Aufführung der Elektra mitwirken möchten. Und Elfriede samt Jelinek als doppeltes Lottchen. Abgeschmeckt wird mit etwas Gelaber vom allfälligen Stimmvieh, fertig ist das Königsmahl à la Grand Guignol. Ein Kasperltheater also, spezialisiert auf blutrünstige Horrorstoffe. Natürlich ohne auch nur einen natürlichen Inhaltsstoff. Komplett naturidentisch. Selbstevident. Politisch. Das Drama in drei Teilen wird musikalisch je neu eingekleidet: Den Auftakt besorgt Sven-Åke Johansson mit Loops und Lösungen, die man sich beim Urvater der amerikanischen Militärmusik John Philip Sousa geborgt hat, im zweiten Aufzug tragen wir das Blau des amerikanischen Südens, von Elliott Sharp in kaum kenntliche Längen gezogen, bevor es zu einem Blues von Robert Johnson zusammenschnalzt. Den Abschluss im dritten Akt steuert der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik Berlin bei mit dem Königsversteher-Machwerk "The Occasional Oratorio" von Georg Friedrich Händel, in Bezug gesetzt zu Trumps Inaugurationsfeierlichkeiten.

Meister Eder und sein Pumuckl - Pumuckl und Puwackl (Ellis Kaut) BR 1970
Mon, 13 Apr 2020 12:27:22
Aus einem übrig gebliebenen Stück Holz schnitzt der Meister Eder eine Marionette, die genauso aussieht wie der Pumuckl und an ihren Schnüren auch fast so lebendig wirkt. Misstrauisch beäugt der Kobold den "Puwackl".

Der Troll im Treppenhaus (Kilian Laypold) BR 2016
Mon, 13 Apr 2020 12:26:48
"Die zehnjährige Lili ist nachmittags oft alleine zu Hause. Sie stellt sich dann vor, sie wäre eine Prinzessin, Prinzessin Lili, die mit ihrer dummen Zofe schimpft und überdies berühmt ist für ihr gutes Benehmen! Da klingelt es plötzlich an der Tür und eine unheimliche und unheimlich schlecht erzogene Person fordert fluchend und rotzend von Lili Benimm-Unterricht. Mann oder Frau? Sie selbst behauptet, ein Trollweib zu sein, das die Schnauze voll hat von Grobheit und Hass und schlechtem Benehmen. Aber Trolle gibt's doch gar nicht, oder? Lili macht natürlich nicht auf, aber sie entschließt sich nach einer Weile, den Unterricht im Treppenhaus abzuhalten. Dabei lernt sie ihre unberechenbare Schülerin, ihren finsteren Nachbarn und nicht zuletzt sich selbst von einer Seite kennen, die sie sich nie hätte träumen lassen. Die Geschichte spielt mit Märchenelementen, einer bitteren Wahrheit und lustigen und schrägen Nebenrollen, die immer wieder die Treppe herunter oder herauf poltern.

Auf Studioaufnahmen, sowie Geräusche und Atmosphären aus dem Archiv wurde bei dieser Produktion komplett verzichtet. DER TROLL IM TREPPENHAUS wurde ausschließlich in einem alten Münchner Mietshaus in der Nähe des Sendlinger Tors aufgenommen. Auch die Musik, die in Gestalt einer versponnenen Hausbewohnerin auftritt, besser gesagt aufspielt. "

(NEU) Nebenan das Meer (Frauke Angel) DLF Kultur 2020
Mon, 13 Apr 2020 12:25:47
Draußen scheint die Sonne, doch drinnen bei Familie Merkel herrscht trübe Stimmung. Wie jedes Jahr haben sie auch diesen Sommer weder Zeit noch Geld für einen Urlaub. Doch dann hat Tochter Miriam plötzlich eine Idee, wie der Traumurlaub zu retten ist: Familie Merkel braucht eindeutig einen Papa! Einen mit Zeit, Geld, Wohnwagen und Hund. Aber wo soll dieser Traumtyp herkommen? Ausgerechnet die Kleinste der Merkel-Geschwister weiß die Antwort: dort, wo Mama sich jeden Abend herumtreibt natürlich!

(NEU) Auf der Suche nach dem Glück (Silke Wolfrum) BR 2020
Sun, 12 Apr 2020 14:45:20
Gockel Dante ist schon ein toller Hecht, so schön und stark! Angeblich bekommt er besondere Pilze ins Futter gemischt. Das müssen Glücks-Pilze sein, folgert Küken Max, und will auch sowas haben. Also ab in den Wald! Sonntagshuhn und Max verstecken sich im Traktor-Anhänger und brechen auf zum Abenteuer ihres Lebens. Doch im Wald lauert der Fuchs! Zum Glück treffen sie dort auch andere Tiere. Können Huhn und Hähnchen den Gefahren des Waldes trotzen? Den Pilz finden? Damit glücklich werden? Und was ist überhaupt, Glück?

(NEU) Das Wunder von Narnia Teil 2 (C. S. Lewis) SWR / NDR 2020
Sun, 12 Apr 2020 14:37:30
Digory und Polly leben in London. Als sie einen Geheimgang zwischen ihren Häusern entdecken, geraten sie ungewollt in das Land Charn. Hier herrscht die grausame Königin Jadis, die über Hexenkräfte verfügt. Die Kinder haben allen Grund, sich zu fürchten, doch dann begegnen sie dem Löwen Aslan, der das geheimnisvolle Land Narnia erschafft. Narnia ist die Heimat der sprechenden Tiere. Die Kinder sind begeistert: Unerschrocken erforschen sie das fremde Land.

(NEU) Das Wunder von Narnia Teil 1 (C. S. Lewis) SWR / NDR 2020
Sun, 12 Apr 2020 14:37:30
Digory und Polly leben in London. Als sie einen Geheimgang zwischen ihren Häusern entdecken, geraten sie ungewollt in das Land Charn. Hier herrscht die grausame Königin Jadis, die über Hexenkräfte verfügt. Die Kinder haben allen Grund, sich zu fürchten, doch dann begegnen sie dem Löwen Aslan, der das geheimnisvolle Land Narnia erschafft. Narnia ist die Heimat der sprechenden Tiere. Die Kinder sind begeistert: Unerschrocken erforschen sie das fremde Land.

Die verzauberten Kinder (Gabriele Neumann nach Jewgenij Schwarz) DLR 2001
Sun, 12 Apr 2020 14:25:10
Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Felix, war neun Jahre alt und bummelte gerne durch die Stadt. Eines Tages, als er wieder einmal zu spät zur Schule kam, war er plötzlich ein alter Mann. Und niemand in der Schule erkannte ihn. Er lief nach Hause, aber auch seine Mutter wusste nicht, wer dieser alte Mann sein sollte. Nur die Straßenkatze, die er immer gefüttert hatte, die erkannte ihn. Und sie hilft ihm auch das Geheimnis zu ergründen. Zeiträuber haben ihm und drei anderen Kindern die Zeit gestohlen. Bis Mitternacht haben sie noch eine Chance. Nun muss Felix die beiden anderen verzauberten Kinder finden.

Die Alarmbereiten (Kathrin Röggla) BR 2009
Sun, 12 Apr 2020 01:21:36
In Redaktionssitzungen, den Talkformaten, Radio- und Fernsehsendungen, in Elternbeiräten, den Mitarbeiterbesprechungen und öffentlichen Sicherheitshinweisen – überall tönt der Katastrophensound. Wir sind ständig konfrontiert mit Schutzbestimmung, Ängsten, Norm-Messungen, Vorsichtsmaßnahmen, Verbrauchertipps, aber auch Zerstörungs- und Gewaltphantasien, Untergangserzählungen und Endzeitgeschichten. Die derzeit vorherrschende Erzählform der Wissenschaft ist das Szenario. Die Prognose ihr Ziel. Was passiert, wenn A und B eintreten, und wenn C auf sich warten lässt. Daneben beobachten wir argwöhnisch jeden wirtschaftlichen Aufschwung der ehemaligen Schwellenländer, der mit steigenden Treibhausgas-Emissionen einhergeht. Nicht zu vergessen der nach oben schnellende Ölpreis! Und gab nicht der größte russische Ölkonzern im letzten Frühjahr bekannt, sie hätten ihren Förderzenit bereits überschritten? wir wissen es nicht mehr so genau. Ein Gefühl der Vagheit hat sich längst eingeschlichen, eine Unsicherheit und eine beständige Ahnung der Desinformation. In unserem Bewusstsein überlagern sich die Dinge, Ströme von Informationen verschiedenster Provenienz und emotionaler Lagen, die wir oft nicht mehr zu sortieren wissen. Und was machen wir? Wir arbeiten diese Ängste und Vorstellungen klein, reagieren mit Übersprungshandlungen, Verdrängungsmechanismen, rationalen und irrationalen Dementi. In Tausenden von Überlegungen, kolportiertem Halbwissen, Paranoiaphantasien, aber auch Ablenkungsmodellen findet eine Telefon-Beschwörung auf allen Ebenen des fernmündlichen Universums statt: als Talkformat im Radio mit Zuhörerzuschaltung, als intimes nächtliches Telefongespräch oder Hörerbeschimpfung, in Warteschleifen oder Telefonwerbeformaten. Im Zentrum steht eine Kassandrasekretärin, deren Unmut alles zu organisieren scheint und die ihren eigenen Prophezeiungen nur hinterherhinken kann, obwohl sie diese nur zu gerne überholen würde. Denn schließlich ist es immer besser, schon am Ausgang der Geschichte zu stehen, als sie noch vor sich zu haben.

(NEU) Matthäus-Passion (Leonhard Koppelmann nach Martin Luther, Picander, Paul Gerhardt) ORF 2020
Sun, 12 Apr 2020 01:14:11
Die 1727 uraufgeführte Matthäus-Passion gilt als eines der zentralen Werke der abendländischen Musik. "Wer das Christentum völlig verlernt hat, der hört es hier wirklich wie ein Evangelium", schrieb Friedrich Nietzsche. Bachs Musik ist nicht bloße Textbegleiterin, sie transzendiert den Text "am Kognitivum und der Ratio vorbei". Umgekehrt könnte man, so der Psychiater Mathias Hirsch, sagen, dass "der Text in Worte fasst, was die Musik ausdrückt".

Die Matthäus-Passion sei "ein Beziehungsdrama, in dem Liebe, Verrat und Verlassenwerden Schuld erzeugen und dank der (nicht zuletzt musikalischen) Verarbeitung durch Reue schließlich Versöhnung entsteht. Die dramatische Handlung lädt zu vielfältigen Identifikationen ein: zur Abwehr des tragischen Geschehens, zur Identifikation mit Jesus als Leidendem, vom Vater Verlassenen, zur Identifikation mit den am Tod Jesu Schuldigen und zur Identifikation mit einer parentifizierenden Rollenumkehr".

Die Matthäus-Passion verherrlicht das Heilswerk Jesu und bekräftigte antisemitische Haltungen. Sie hinterlässt die Gemeinde "in Trauer und Tränen und nicht in Hoffnung und Gewissheit".

Mit heiler Haut - Der wilde Westen (Celine Minard) WDR 2015
Sat, 11 Apr 2020 11:50:13
Der Wilde Westen. Menschen auf der Reise durch die Great Plains, auf der Suche nach Heimat, nach einem neuen Leben. Ohne voneinander zu wissen, steuern sie alle auf einen Punkt zu, auf die noch namenlose Stadt, die gerade erst entsteht. Es ist ein Ringen um Zivilisation inmitten einer bedrohlichen Naturlandschaft, an der Nahtstelle zweier Epochen. Natur, Schamanismus und gesetzlose Gewalt stehen dem Anfang der Moderne mit Unternehmertum, Gewaltenteilung und Industrialisierung gegenüber. Ein Kampf zwischen Freiheit und Anpassung, zwischen Individualismus und Gemeinschaft. Der Urkonflikt des modernen Menschen. Ein musikalisches, radiophones und humorvolles Western-Gemälde, das den heldenhaften Nihilismus des New-Hollywood-Cinemas und die ironische Brechung des Spaghettiwesterns zitiert. Mit Helden und Schurken und Showdown und allem, was ein richtiger Western so braucht.

Die Entführung aus dem Serail (Feridun Zaimoglu, Günter Senkel) SRF 2016
Sat, 11 Apr 2020 11:49:21
Ein morgenländischer Sommernachtstraum – Zaimoglu und Senkel verwandeln die "erste deutsche Oper", Mozarts berühmtes Singspiel in einen poetischen Abenteuertraum widerstreitender Temperamente und Sitten. "La Scintilla dei Fiati" brilliert mit charaktervollen Interpretationen der vertrauten Melodien.

Die Harmoniemusik der Oper "Die Entführung aus dem Serail", die sogenannte "Donaueschinger Harmoniemusik", wurde um 1785-87 von W.A. Mozart selbst erstellt. Die aussergewöhnlich hohe Qualität des mozartischen Arrangements, die Lebendigkeit und Aktualität des Stoffes, sowie die Tatsache, dass sie noch nie auf historischen Instrumenten aufgenommen wurde, führte zur Entstehung dieses Hörspiels und der Neueinspielung der Musik durch "La Scintilla dei Fiati".

Das Libretto von 1782 wurde 2014/2015 von Feridun Zaimoglu zusammen mit Günter Senkel neu geschrieben. Es bleibt im Wesentlichen der Handlung und den auftretenden Figuren der Oper treu, trägt aber nun deutlich eine neue künstlerische Handschrift. Neben der bildkräftigen Sprache Zaimoglus und Senkels wurden die Figuren stärker psychologisch unterfüttert, die Handlungen szenisch konkretisiert und die Komik des Ganzen stärker herausgearbeitet. Mozart hätte seine Freude gehabt.

Peterchens Mondfahrt (Gerdt von Bassewitz) DLR 1998
Sat, 11 Apr 2020 11:38:39
Peter und seine Schwester Anne liegen im Bett, haben das Fenster weit geöffnet und wollen gerade einschlafen. Da fliegt ein Käfer ins Zimmer, kreist um die Lampe und singt dabei ein merkwürdiges Lied über seinen Urgroßvater. Dem hat ein Holzdieb mit der Axt ein Bein abgehackt. Die Nachtfee hat den Dieb zur Strafe auf den Mond verbannt. Leider hat er auch das Käferbein mitgenommen. Seitdem suchen alle Käfer aus dieser Familie zwei Kinder, die nie ein Tier gequält haben. Nur solche Kinder können zum Mond fliegen und das verlorene Bein zurückholen. Anne fliegt sofort los, Peter würde lieber schlafen, aber er kann seine kleine Schwester auf einer so gefährlichen Reise nicht alleine lassen.

Die Gesellschaft vom Dachboden (Ernst Kreuder) BR 2003
Sat, 11 Apr 2020 01:40:26
Auf dem Dachboden eines deutschen Kleinstadthauses beginnt ein Verschwörermärchen: Sechs höchst eigenwillige Männer haben es satt, ihr Leben trübsinnig-rechtschaffen und in ordentlicher kleinbürgerlicher Manier zu vergeuden. Unter dem Motto "jeder sein eigener Phantast" gründen sie als vehemente Absage an die moderne Industriegesellschaft auf dem Dachboden zwischen abgestellten Kisten, ausrangierten Körben und Vogelkäfigen eine Gegenwelt: den Geheimbund wider die Dummheit. Ihre sieben Programmpunkte: Aufrichtigkeit, Anhänglichkeit, Beharrlichkeit, Barmherzigkeit, Überschwänglichkeit, Friedfertigkeit und Wandelbarkeit. Die Gesellschaft vom Dachboden wurde 1946 von der Kritik als "Zaubergarten skurriler deutscher Träumerei" bezeichnet, "bizarre Phantastik, verhaltene Heiterkeit und grotesker Überschwang" machten es zu einem international beachteten Buch deutscher Nachkriegsliteratur.

S Grossmami, d Miethai und ich (Tanya Lieske) SRF 2016
Fri, 10 Apr 2020 22:28:08
Es ist nicht ganz gewöhnlich bei der Grossmutter aufzuwachsen. Aber Salila kennt es nicht anders und ist mit Grossmama Henriette sehr glücklich. Henriette ist nicht alt. Während sie mit "Killerblick" alles im Griff hat und für das Quartier tausend Sachen repariert, ist Salila Klassenbeste. Salila und Henriette sind ein "winning team"!

Auf dem Innenhof, in der Kastanie neben Grossmamas kleiner Werkstatt, hat Salina alles, was ihr Herz begehrt. Doch dann sollen Henriette und Salila aus dem Haus ausziehen. Auf der einen Seite hat sich ein "Erbfall" ergeben, die alte Vermieterin ist gestorben, und auf der anderen Seite ist das Quartier sehr "in" und Baulöwen interessieren sich für das Haus, in dem Henriette und Salina wohnen. Das passt den beiden gar nicht. Nur... immer wenn Salila über diesen "Erbfall reden will, reagiert Henriette sehr eigenartig. Was ist los? Plötzlich fühlt sich Salila sehr einsam. Zum Glück ist da noch ihr Freund Mehmet. Zusammen kommen sie auf Rätsels Lösung.

Unter dem Milchwald (Dylan Thomas) NWDR 1954
Fri, 10 Apr 2020 22:20:31
Es ist Frühling, mondlose Nacht in der kleinen Stadt, sternlos und bibelschwarz ..." So beginnt der Tag in der fiktiven Stadt Llaregyb im Hörspiel "Under the Milk Wood"/"Unter dem Milchwald" von Dylan Thomas. Mit einer Fülle an sinnlichen Metaphern, mit Liedern, Stimmen und zahllosen Geräuscheffekten wird ein Tag im Leben eines kleinen walisischen Fischerdörfchens erzählt. Der Hörer bekommt Einblick in eine Seefahrerschenke, in das jalousienblinde Eßzimmer des Schulhauses, in die heimlichen Brautkammern unverheirateter Mädchen, in die Träume des blinden Kapitäns Cat und das Liebesleben des bigamen Bäckers Dai Bread. Dylan horcht in die Selbstgespräche der Menschen, vernimmt die Stoßseufzer verschiedener Lieben, spioniert in ihren Briefen, lauscht den Phantasien unterdrückter Mordlust. "Das Spiel für Stimmen" schrieb Dylan 1953, wenige Tage vor seinem Tod, im Auftrag der BBC. Nach der Sendung 1954 avancierte es zum wohl berühmtesten Hörspiel der Rundfunkgeschichte. Den äußerst schwierigen Text hat Erich Fried meisterlich und einfühlsam ins Deutsche übersetzt.

Aus der Tiefe (Ruth Johanna Benrath) rbb 2018
Fri, 10 Apr 2020 22:15:12
"Am Anfang wie am Ende Dunkel, unter den Augenlidern eine Spur von Licht. Dunkelorange, violett. Ein Flackern, ein Flüstern. Ein Säuseln." Ein Mensch stirbt. Zeitlebens war er ein Arbeitstier, Familienmensch, Wissenschaftler, Theologe. Nun hängt er am Dialysegerät, beobachtet seinen Verfall. Spürt, wie alle Lebensfunktionen schwinden, wie er physisch zum Schatten seiner selbst wird, abhängig von Pflege und medizinischen Geräten. Der Geist jedoch scheint davon abgehoben. Alles ist präsent: noch geplante Arbeiten, Texte, die noch nicht verfasst sind, griechische Vokabelreihen, Gedanken, die der Niederschrift harren, Lieder, Erinnerungen an die Kindheit und die eigenen Kinder. Der Geist kämpft, kämpft gegen den Verfall, so lange es geht. Irgendwann geht es dann nicht mehr.

Tödliche Intrige (Arnaldur Indridason) WDR 2010 / Lübbe Audio 2011
Fri, 10 Apr 2020 20:13:46
Die Juristin Sara bekommt ein gut dotiertes Angebot: Sie soll den isländischen Reeder und Multimillionär Tomas Ottoson bei Fragen des EU-Rechts beraten. Sara nimmt an, vor allem weil Ottosons attraktive Frau Betty sie inständig darum bittet. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich schnell ein Liebesverhältnis. Als Sara am eigenen Leib erfahren muss, dass der reiche Geschäftsmann ein brutaler Tyrann ist, lässt sie sich auf Bettys mörderischen Plan ein.

(NEU) Ein paar Dutzend Worte - Eine Reise von Köln nach Brest und Minsk (Jochen Langner nach Swetlana Alexijewitsch) DLF / Theater im Bauturm Köln / Kryly Khalopa Theater Brest 2019
Fri, 10 Apr 2020 19:06:22
"Fünf Schauspieler machen sich auf den Weg von Deutschland nach Weißrussland. Ein Ensemble unterschiedlicher Generationen und kultureller Herkunft: aus Deutschland, der Republik Kongo, der Ukraine, Tunesien und Weißrussland. Im Gepäck ein Theaterstück nach dem Buch ,Die letzten Zeugen' der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Alexijewitsch sammelt in diesem Roman der Stimmen die Kindheitserinnerungen Erwachsener aus der Zeit des NS-Terrors und der Verbrechen der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung Weißrusslands. ,Die letzten Zeugen' berichten nicht nur von der Vergangenheit, sondern berühren Erinnerungen und Traumata, die Kriegsflüchtlinge auch heute erleben. Das Hörspiel erzählt die Geschichte einer Reise in einen fast vergessenen Krieg und führt direkt in das Spannungsfeld West- und Osteuropas zwischen gegenseitiger Annäherung und Entfremdung. Entstanden ist ein akustisches Reisetagebuch, in dem das Ensemble seine alltäglichen Eindrücke, Gedanken und Begegnungen festhält, stetig auf der Spur nach dem Wesen der Erinnerung, dem, was uns in ihr verbindet und trennt."

Tauben fliegen nur nach Hause (Hans Zimmer) DLR 2013
Fri, 10 Apr 2020 18:36:40
Lara möchte unbedingt, dass ihre Eltern wieder mit ihr zusammen in einer Wohnung leben. Sie lässt nichts unversucht. Columbus, eine Brieftaube kehrt in einen leeren Taubenschlag zurück, alle Tauben sind weg, auch Onkel Paul, der Taubenvater ist nicht mehr da. Nur Pitsch, ein Straßentäuber begrüßt sie. Mit ihm könnte sie durch die Stadt streifen, aber sie wartet immer wieder auf all die anderen. Und Lara beobachtet das vom Fenster aus. Ihr Papa ist Musiker und macht Musik aus Vogelstimmen, die er aufnimmt. Auch Tauben eignen sich dazu. Lara findet das ein bisschen verrückt. Aber viel mehr stört sie, dass ihre Mutter weggezogen ist und sie nun immer zwischen den Eltern pendeln muss. Es wäre so schön, wenn alle wieder zusammen zu Hause wohnen würden.

Die Welpen Teil 3 (Pawel Salzman) DLF Kultur 2018
Fri, 10 Apr 2020 18:32:48
Mit seinen formal wie inhaltlich drastischen Darstellungen rührt „Die Welpen“ von Pawel Salzman, wenn auch nie explizit oder gar moralisierend, an existenzielle Fragen nach dem Verhältnis von körperlichen Bedürfnissen, Gewalt, Moral und Zivilisation. Auf ihrem Weg aus den Wäldern über Land in die Stadt erleben die zwei Welpen Brutalität und Rohheit in allen Facetten, beobachtend oder dem Geschehen ausgeliefert. Realität und Traum vermischen sich. Der Mensch, ein Tier und umgekehrt. Der zu Tode geprügelte Welpe kämpft sich ins Leben zurück.

Die Welpen Teil 2 (Pawel Salzman) DLF Kultur 2018
Fri, 10 Apr 2020 18:32:47
Das Collagenhafte des Romans „Die Welpen“ von Pawel Salzman zeigt sich sowohl in der Handlung als auch an seiner künstlerischen Umsetzung. So greift er unter anderem Motive der Fantastik auf und lässt Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen. Tiere können daher wie selbstverständlich sprechen. Nicht nur der Mensch ist grausam, auch die Natur. Sie ist bei Salzman keineswegs ein Idyll. Regen, Kälte und Überflutungen bilden das lebensfeindliche Hintergrundpanorama, vor dem marodierende Soldaten und Verhungernde wüten. Die beiden Welpen, abenteuerlustig und aggressiv der eine, verträumt der andere, erleben zwei Überfälle hungriger Bauern, Raubmorde und die Völlerei der Besitzenden. Und sie beobachten den Todeskampf des Hasen, der für die schwangere Häsin Kohl gestohlen hat und werden selbst Opfer einer listigen, kaltblütigen Eule.

Die Welpen Teil 1 (Pawel Salzman) DLF Kultur 2018
Fri, 10 Apr 2020 18:32:43
„Die Welpen“ blieb der einzige Roman des russischen Schriftstellers und bildenden Künstlers Pawel Salzman. Er arbeitete mehr als 50 Jahre an dem Werk, das erst posthum erschien. Salzman experimentiert darin mit zahlreichen Literaturgattungen, mit Themen und mit Motiven. Die zwei Welpen seines Fragment gebliebenen Romans durchstreifen ein gewaltsames Russland. Sie kommen aus den ostsibirischen Wäldern und gelangen nach Leningrad. Die Menschen, denen sie begegnen und die teils Tiergestalt annehmen, leiden Hunger, Kälte, sind Gewalt ausgesetzt, üben Gewalt aus, versuchen wie sie zu überleben.

(NEU) Vom Rohen und Gekochten (Jan Jelinek) SWR 2020
Thu, 9 Apr 2020 22:48:26
Vom Rohen und Gekochten" hält materielle Transformationsprozesse klanglich fest. Das Ergebnis sind akustische Zustandsbeschreibungen, die zu einer Klangkomposition verwoben werden. Jan Jelinek beobachtet das Künstlerpaar Thomas und Renée Rapedius beim Entwerfen ihrer Papier- und Metallobjekte, den Fotografen Peter Granser bei der rituellen Zubereitung von Japanischem Tee, lässt Glas zerspringen, Metall verbiegen und Holz verbrennen. Die so entstandenen Tondokumente verdichtet er zu einer Collage über die Konsistenz von Material.

Schöne neue Welt Teil 6 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:35
Auch wenn sich John in die Einsamkeit der Wälder zurückzieht, bleibt ihm die schöne neue Welt immer dicht auf den Fersen. Sein vermeintlicher „Peitschentrick“ wird zur Attraktion der Saison. Als schließlich auch noch Lenina auftaucht, ist Johns Schicksal besiegelt.

Schöne neue Welt Teil 5 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:34
John, der nie staatlich konditioniert wurde, spricht von Dingen wie Liebe und Freiheit. Er beginnt die herrschende Ordnung zunehmend in Frage zu stellen. Nach einem dramatischen Zwischenfall am Krankenbett seiner Mutter zettelt er einen Aufstand unter dem Delta-Krankenhauspersonal an. Mit fatalen Folgen…

Schöne neue Welt Teil 4 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:34
Bernard organisiert die Rückkehr von John und seiner Mutter Linda. Als „John Savage“ wird der rätselhafte, schöne Wilde gefeiert wie ein Super-Star, während sich Linda in den Soma-Dauerrausch zurückzieht.

Schöne neue Welt Teil 3 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:33
Bei ihrem Ausflug in ein Eingeborenenreservats machen Bernard und Lenina die erschütternde Bekanntschaft mit einem jungen Halbwilden, der in Shakespeare-Versen spricht. Seine Existenz an diesem Ort ist ein Rätsel.

Schöne neue Welt Teil 2 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:33
Der Alpha-Plus Bernard fühlt sich zunehmend fremd in der Welt, die ihn umgibt. Die staatlich verordneten Freizeitbetätigungen stoßen ihn ab. Und auch seine Bekanntschaft mit Lenina steht unter keinem guten Stern.

Schöne neue Welt Teil 1 (Aldous Huxley) rbb / DAV 2016
Thu, 9 Apr 2020 15:23:29
Im späten 26. Jahrhundert unserer Zeitrechnung scheint die Welt perfekt zu sein: Armut, Krankheit und Alter sind abgeschafft und mit uneingeschränktem Kopulieren und Konsumieren werden die Menschen bei Laune gehalten. Und sollte sich doch irgendwann mal ein Problem auftun, gibt es Soma, die Droge, die alle Unannehmlichkeiten hinwegfegt.

Kinder werden nicht mehr geboren, sondern in Laboratorien gezeugt und in staatlichen Brutanstalten körperlich und geistig so manipuliert, dass sie ihre späteren gesellschaftlichen Aufgaben perfekt erfüllen.

(NEU) Pirate Prentice' Paranoia (Klaus Buhlert) SWR 2020
Thu, 9 Apr 2020 14:59:23
Der Roman "Gravity’s Rainbow" beginnt mit einem Albtraum. Pirate Prentice träumt ihn. Nein, Gnade gibt’s nicht mehr! Rettung? Auch negativ. Absolute Zero. Da läuft der Schall rückwärts! Direkt hinein in den Terror von Weltkrieg II.
Klaus Buhlert

Am 17. und 18. April dieses Jahres wird die weltweit erste Bearbeitung von Thomas Pynchons legendärem Roman "Gravity’s Rainbow" (dt. "Die Enden der Parabel") in SWR2 ausgestrahlt. Klaus Buhlert hat über zwei Jahre an der Hörspielfassung dieses Romans gearbeitet. Dabei sammelten und verdichteten sich in Buhlerts Kopf, auf seinen Tonbändern und Festplatten zahlreiche Sound- und Fundstücke. Material, auf das er für ein neues Radiostück zwischen Ars Acustica und Hörspiel zurückgreift. Immer wieder neu ordnete und mixte er seine akustischen Fantasien von Geoffrey "Pirate" Prentice' – einem britischen Geheimdienstoffizier – paranoiden Träumen von der V2, Hitlers "Wunderwaffe", und der Evakuierung Londons. Eine "Soundreise mit Umwegen" zurück zum Anfang des Romans – das Heulen ist eine V2, die aus dem Himmel über London mitten in den Zweiten Weltkrieg herabstürzt. Und überraschenderweise gibt es dabei Parallelen zu Rilkes "Duineser Elegien". Buhlerts Stück versteht sich zugleich als ein audiophiles High-End-Experiment, das bewusst jenseits von Techniken wie Kunstkopf oder binauraler Aufnahme- wie Wiedergabetechniken die Ausdrucksmöglichkeiten einer stereophonen Mischung für Kopfhörer ausreizt.

Der Zitherspieler (Georg Glasl, Sabine Reithmaier) BR 2011
Thu, 9 Apr 2020 12:42:51

Northanger Abbey Teil 2 (Jane Austen) hr / der hörverlag 2019
Thu, 9 Apr 2020 09:42:34

Northanger Abbey Teil 1 (Jane Austen) hr / der hörverlag 2019
Thu, 9 Apr 2020 09:42:34
Augenzwinkernd und liebevoll beschreibt Austen ihre Heldin, von der sie gleich zu Anfang sagt, dass sie sich eigentlich gar nicht zur Romanheldin eigne.

Als Catherine von Freunden der Familie eingeladen wird, mit in den mondänen Kurort Bath zu reisen, verlässt sie das beschauliche Landleben ihrer großen Familie und taucht ein in die Vergnügungen des gesellschaftlichen Hotspots Bath.

Dort freundet sie sich mit der von allen Männern begehrten Isabella Thorpe an und verliebt sich in den jungen Geistlichen Henry Tilney.
Auf Einladung von Henrys Vater reist Catherine mit Familie Tilney auf deren Anwesen Northanger Abbey. Sie ist hocherfreut über diese Gelegenheit und hofft ihre Bekanntschaft mit Henry vertiefen zu können. Außerdem verspricht sie sich einen überaus aufregenden Aufenthalt in dem alten Klostergemäuer – ein Ort, wie aus einem ihrer geliebten Schauerromane, der ihre Phantasie bedenklich anregt. Schon bald glaubt sie tatsächlich, einem dunklen Familiengeheimnis der Tilneys auf der Spur zu sein, wodurch ihr Wunsch Henry näherzukommen plötzlich in Gefahr gerät. Northanger Abbey, von Silke Hildebrandt atmosphärisch dicht mit Musik von Jakob Diehl inszeniert, wird im Oktober 2019 als Hörbuch beim Hörverlag erscheinen.

(NEU) Szene in Beige (Frank Schulz) NDR 2020
Thu, 9 Apr 2020 08:51:55
"Altwerden ist nichts für Feiglinge". In seiner Komödie mit Tiefgang konfrontiert Autor Frank Schulz seinen Helden mit dem "Juniorseniorentum", das mit der sechsten Null beginnt.

(NEU) Ortswechsel und kein Bär in Sicht (Angelika Voigt) NDR 2020
Thu, 9 Apr 2020 08:51:33
Zwei Paare in der Antarktis auf der Flucht vor der Welt und vor sich selbst.

Who moves - Eine mehrspurige Montage der Beweggründe (Swoosh Lieu) NDR / DLR 2019
Thu, 9 Apr 2020 08:49:08
Boote, Zäune, Züge, Camps, das offene Meer, Menschenmengen im Transitraum – das sind Bilder von Migration, die die mediale Darstellung dominieren. Wer macht diese Bilder und wie kommen Frauen* darin vor? Was können Bilder verraten und anders erzählen, wenn wir sie gemeinsam de- und remontieren? In ihrem Hörspiel werfen Swoosh Lieu einen feministischen Blick auf das Thema Migration und fragen: Warum setzen sich Frauen* freiwillig oder unfreiwillig seit Generationen und in unterschiedlichen politischen Kontexten in Bewegung? Warum setzen sie sich über Grenzen hinweg, wofür kämpfen sie? Ausgehend von einer gemeinsamen Bildbetrachtung mit bewegten Frauen* stellen sie sich die Frage nach der Macht der Bilder und dem Privileg des Blicks, nach Ausdrucksmöglichkeiten und Wahrnehmungsweisen.

Who cares - Eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden (Swoosh Lieu, Katharina Speckmann) NDR 2017
Thu, 9 Apr 2020 08:18:26
Who Cares?! – die Altenpflegerin, die alleinerziehende Mutter, die Kindergärtnerin, die Krankenpflegerin – Frauen, die pflegen, erziehen, putzen, kochen und haushalten klingen unterschiedlich, ihre Stimmen sind besondere Stimmen. Die Materialität der Stimme und ihre Modulation ist vielfältig einsetzbar, sie unterliegt einer Funktion und markiert das Geschlecht. In bestimmten Situationen ist sie gar als Maske einsetzbar. Bewusst oder unbewusst spielen Tonfall, Höhe, Sprechtempo und Wortwahl stets eine Rolle. Das Hörspiel befragt den Einsatz der weiblichen Stimme in Care-Berufen. Wie setzen die Frauen bewusst ihre Stimmen ein? Nutzen sie eine bestimmte Stimme zur Adressierung? Anhand dieser O-Töne in Kombination mit berühmten und berüchtigten Frauenstimmen und der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten, wird die Vielstimmigkeit der Sorgetragenden versammelt. Das Hörspiel widmet sich der Frage, wer eigentlich welche Stimme hat und welche Geschichte erzählt, untersucht Mechanismen der Reproduktion von weiblichen (Stimm-) Bildern und die Möglichkeiten ihrer Dekonstruktion. "Das akustische Bild unserer Stimme impliziert stets auch ein Bild von uns selbst." (Helga Finter)

Nie mehr warten - Ein Sprech-, Sing- und Musikdrama zur Russischen Revolution 1917 (Dietmar Dath) SWR 2017
Thu, 9 Apr 2020 08:11:00
A, B und C – eine Stimme für den Umsturz, eine dagegen und eine, die sich nicht entscheiden will: Das Stück bildet den Moment ab, in dem Lenin aus dem Exil zurückkehrt und deutlich macht, dass die Revolution, die das Regime des Zaren gestürzt hat, ihm nicht genügt. Der Umsturz, der nach seinem alten russischen Kalenderzeitraum "Februarrevolution" heißt, war für ihn nur das Vorspiel einer Umwälzung hin zum Sozialismus. Das Szenario ist ein dreiseitiger Konflikt: Ja, nein, vielleicht. Alle drei Standpunkte, die während des Dramas in Bewegung geraten, sind in einer Krise und wissen das: Stimme A will nie mehr warten, bis die Gelegenheit zum Versuch da ist, eine völlig neue Gesellschaftsgeschichte zu beginnen, Stimme B will nie mehr warten, bis endlich das friedliche und gesetzmäßige, ruhige und freie Leben beginnt, also die Zeit von Krieg und Aufstand vorbei ist, und Stimme C will nie mehr auf den Moment warten, an dem sich zeigt, welche der beiden anderen Haltungen die unbezweifelbar richtige ist. Alle drei erleben die historische Situation "zwischen Februar und Oktober" 1917 als eine ungeheure Anstrengung, in der zwar alles auf eine Entscheidung hindrängt, die aber eben noch nicht gefallen ist. So wird die Gegenwart ständig von Rückblicken und Visionen heimgesucht. Eine besondere, geheimnisvolle Rolle spielen Briefe Lenins an seine Geliebte Inessa Armand, deren verborgener zweiter Text zwischen den Zeilen sich im Drama "Nie mehr warten" als eine Art Song herausstellt.

Das Evangelium nach Jesus Christus Teil 2 (José Saramago) NDR 2007
Thu, 9 Apr 2020 07:31:45
Der portugiesische Nobelpreisträger erzählt die Geschehnisse des Neuen Testaments auf spannende Weise als eine Art Reportagebericht über das Leben Jesu. Darin lässt er Jesus - wie auch Gott und den Teufel - selbst zu Wort kommen. Jesus erscheint als Suchender und zugleich sündiger Mensch, der erst schrittweise seine göttliche Bestimmung erfährt. Er trägt die Schuld seines Vaters Josef mit sich, der, um seinen Sohn zu retten, die Einwohner Bethlehems nicht vor der bevorstehenden Ermordung ihrer Kinder gewarnt hat. Ein Hirte, identisch mit dem Engel der Offenbarung und zugleich dem Teufel, wird zur Schlüsselfigur, Jesus seiner Bestimmung zuzuführen. Der Menschensohn erscheint nur als Teil von Gottes Plan, seine Macht zu erhalten, die er durch die mangelnde Gläubigkeit seines Volkes bedroht sieht. Dafür benötigt Gott einen Märtyrer. Erst am Kreuz und in dem abgewandelten Ruf gipfelnd 'Menschen, vergebt ihm, denn er weiß nicht, was er getan hat', erkennt Jesus die ihm zugedachte Rolle. Saramago stellte in seinem 1991 erschienenen und im katholischen Portugal heftig umstrittenen Roman das Evangelium in einen religionskritischen Diskurs, der gegenwärtig hochaktuell erscheint.

Das Evangelium nach Jesus Christus Teil 1 (José Saramago) NDR 2007
Thu, 9 Apr 2020 07:31:01
Der portugiesische Nobelpreisträger erzählt die Geschehnisse des Neuen Testaments auf spannende Weise als eine Art Reportagebericht über das Leben Jesu. Darin lässt er Jesus - wie auch Gott und den Teufel - selbst zu Wort kommen. Jesus erscheint als Suchender und zugleich sündiger Mensch, der erst schrittweise seine göttliche Bestimmung erfährt. Er trägt die Schuld seines Vaters Josef mit sich, der, um seinen Sohn zu retten, die Einwohner Bethlehems nicht vor der bevorstehenden Ermordung ihrer Kinder gewarnt hat. Ein Hirte, identisch mit dem Engel der Offenbarung und zugleich dem Teufel, wird zur Schlüsselfigur, Jesus seiner Bestimmung zuzuführen. Der Menschensohn erscheint nur als Teil von Gottes Plan, seine Macht zu erhalten, die er durch die mangelnde Gläubigkeit seines Volkes bedroht sieht. Dafür benötigt Gott einen Märtyrer. Erst am Kreuz und in dem abgewandelten Ruf gipfelnd 'Menschen, vergebt ihm, denn er weiß nicht, was er getan hat', erkennt Jesus die ihm zugedachte Rolle. Saramago stellte in seinem 1991 erschienenen und im katholischen Portugal heftig umstrittenen Roman das Evangelium in einen religionskritischen Diskurs, der gegenwärtig hochaktuell erscheint.

Einschwein (Anna Böhm) DLR 2014
Thu, 9 Apr 2020 07:25:48
Wer zehn Jahre alt wird, bekommt ein Fabeltier: einen Flugdrachen, einen Wurm mit zwei Köpfen oder einen Witze erzählenden Frosch. Emmi wünscht sich ein sanftes Einhorn voller Magie. Mit einem Einhorn sähe das Leben ganz anders aus, denn dann würden die anderen sie nicht mehr ärgern und rumschubsen. Dann dürfte sie immer mitspielen und wäre sicher sehr beliebt. Aber an ihrem zehnten Geburtstag steht kein Einhorn vor ihr, sondern ein rosa Hausschwein mit einem langen Horn: ein Einschwein. Es ist dick und tollpatschig, es grunzt und pupst und knabbert alles an. Emmi findet, dass Einschwein ein richtiges Mobbingschwein ist! Damit kann sie sich unmöglich vor den anderen Kindern sehen lassen. Was soll sie nur machen mit diesem Einschwein?

(NEU) Nebraska (Wolfram Höll) SRF 2019 / 2020
Thu, 9 Apr 2020 07:08:10
Bruce Springsteen, das ist eine Rock-Ikone, die Stadien füllt. Vor allem aber ist das ein grossartiger Erzähler. Im Hörspiel zum 70. Geburtstag Springsteens werden Motive und Figuren aus seinen Songs zu einer neuen Story collagiert. Zu einem musikalischen Roadmovie durch ein anderes Amerika.

Es geht um die kleinen Leute mit grossen Träumen, um die Abgehängten, die Sitzengelassenen, aber auch um die, die ausbrechen oder durchbrennen. Springsteen, die Ikone der amerikanischen Linken, hat sich in seinen Liedern dieser Leute angenommen - vor allem in den 1980er-Jahren mit bahnbrechenden Alben wie "The River", "Nebraska", "Born in the U.S.A." und "Tunnel of Love". Und heute, wo man diese Leute fast vergessen hatte, da bringen sie sich selbst ins Rampenlicht, indem sie Donald Trump wählen...

Konrad und die Liga der Elternlosen (Christian Ulmcke) DLR 2006
Tue, 7 Apr 2020 10:22:37

(NEU) Schreckmümpfeli - Gift und Galle (Klaus Enser-Schlag) SRF 2020
Tue, 7 Apr 2020 06:17:08
Wer nicht hören will, muss fühlen.

(NEU) Pamelas Potentiale - Zauber, Flöte, Deluxe Teil 2 (Pauline Jacob, Isabel Mehl, Georg Conrad) WDR 2020
Tue, 7 Apr 2020 06:11:20
Teil 2
Musik
Die Opernsängerin Pamela hat schlechte Laune. Gestern war ihr 28. Geburtstag – und sie ist noch immer nicht berühmt. Vielleicht reicht ihr Talent ja gar nicht aus?

Die letzte Chance, dem "Klub 27" beizutreten, hat sie jedenfalls ordentlich vergeigt: Sie lebt noch. Wenn das mal kein überzeugendes Indiz dafür ist, dass sie nicht gut genug singt. Sonst wäre sie doch spätestens vorgestern elendig verreckt, wie Amy und Janis – und Carmen, Eurydike, Tosca, Madonna. Doch dann ruft plötzlich Iris an, eine einflussreiche Agentin oder so: "Beweis mir bis Büroschluss, dass du genügend Follower*innen hast – und ich bring dich auf die ganz große Bühne!" Pamela hat eine neue Aufgabe und eine Riesenchance noch dazu, aber wird es ihr gelingen?
Die (Anti-)Heldin läuft gegen die Uhr an, getragen von Opern-Motiven aus der "Zauberflöte". Dabei hinterfragt sie aktuelle Themen des Musiktheaters und die gängige Meinung, dass man sich einfach nur erfolgreich vermarkten muss. Pamela flattert zwischen Potential-Duett und Burn-Out-Arie hin und her, bis sie sich endlich von den Vorgaben anderer lossagt.

(NEU) Pamelas Potentiale - Zauber, Flöte, Deluxe Teil 1 (Pauline Jacob, Isabel Mehl, Georg Conrad) WDR 2020
Tue, 7 Apr 2020 06:11:13
Teil 1
Opern-Spaß
Die Opernsängerin Pamela hat schlechte Laune. Gestern war ihr 28. Geburtstag – und sie ist noch immer nicht berühmt. Vielleicht reicht ihr Talent ja gar nicht aus?

Die letzte Chance, dem "Klub 27" beizutreten, hat sie jedenfalls ordentlich vergeigt: Sie lebt noch. Wenn das mal kein überzeugendes Indiz dafür ist, dass sie nicht gut genug singt. Sonst wäre sie doch spätestens vorgestern elendig verreckt, wie Amy und Janis – und Carmen, Eurydike, Tosca, Madonna. Doch dann ruft plötzlich Iris an, eine einflussreiche Agentin oder so: "Beweis mir bis Büroschluss, dass du genügend Follower*innen hast – und ich bring dich auf die ganz große Bühne!" Pamela hat eine neue Aufgabe und eine Riesenchance noch dazu, aber wird es ihr gelingen?
Die (Anti-)Heldin läuft gegen die Uhr an, getragen von Opern-Motiven aus der "Zauberflöte". Dabei hinterfragt sie aktuelle Themen des Musiktheaters und die gängige Meinung, dass man sich einfach nur erfolgreich vermarkten muss. Pamela flattert zwischen Potential-Duett und Burn-Out-Arie hin und her, bis sie sich endlich von den Vorgaben anderer lossagt.

Meister Eder und sein Pumuckl - Der verdrehte Tag - Pumeister und Edermuckl (Ellis Kaut) BR 1972
Mon, 6 Apr 2020 11:53:18
Heute bringt Pumuckl nicht nur die Werkstatt und das Leben von Meister Eder durcheinander, sondern gleich auch noch die ganze Sprache.

(NEU) Mord Nord Ost (5) Opferlamm - hoerspielprojekt 2020
Mon, 6 Apr 2020 11:40:13
Das Vertrauen von Kommissar Anton Jäger wird auf eine harte Probe gestellt. Menschen denen er vertraut hatte, zeigen plötzlich ihr wahres Gesicht. Die Schlinge zieht sich immer enger zu und dann taucht auch noch eine Leiche auf, die eine Kettenreaktion von Ereignissen auslöst.

Tyrannosaurus Max (Peter Jacobi) DLR 2014
Mon, 6 Apr 2020 09:11:59
Laura ist zehn Jahre alt. Sie hat einen kleinen Bruder, der in den Kindergarten geht und ständig alle nervt. Eines Morgens setzt sich eine kleine Riesenechse zur Familie an den Küchentisch. Es ist Max, der über Nacht in einen Tyrannosaurus verwandelt wurde. Alle erschrecken sich, nur Mama und Papa tun so, als hätte ihr Sohn nur einen schuppigen Ausschlag. Da Max so nicht in den Kindergarten gehen kann, muss Laura ihn hüten. Und das ist schwer, denn Tyrannosaurus Max wächst schnell, brüllt laut und stampft wild durch die Wohnung.

Hell of fame (Jörg Albrecht) BR 2013
Fri, 10 Apr 2020 23:10:55
Den Forever 27-Club hat er nicht mehr geschafft, aber 31 ist auch noch früh: Der Autor Jörg Albrecht ist gestorben, und ein Feature widmet sich diesem kurzen, abgebrochenen Leben. Freunde und Kollegen des Verstorbenen treten auf und ab. Lieblingsfilme werden anzitiert, Schnipsel aus Leben und Werk ineinander geblendet, Verschwörungstheorien über den Tod gestrickt. War es die Arbeit, die ihn umgebracht hat, oder der Versuch, ein möglichst gutes Leben zu führen? Wer weiß besser darüber Bescheid: der Literaturwissenschaftler, die Agentin oder die Wahrsagerin? Und muß man den Toten überhaupt nachrufen, um sie zum Reden zu bringen?

Mit Hell Of Fame schreibt Jörg Albrecht einen Nachruf auf sich selbst. Was anfangs wie die Chronik eines einzelnen Lebens aussieht, gleitet ab, überschlägt sich, wird zur Darstellung einer global ausgeweiteten urban-medialen Sphäre, in der die Bilder so stark geworden sind, dass sie die Subjekte, die sie abbilden sollen, längst abgedrängt haben. Aber wohin? Dorthin, wo man, aus Feigheit davor, über ordentliche Honorare zu streiten, mit dem Kurator nur Kaffee trinkt? Ist das Problem, dass niemand mehr hinter die Bilder schauen kann, oder dass es kein kohärentes Bild mehr gibt? Auch im aufpolierten Image des Autors, den niemand versteht, blitzt schon genug auf, zum Beispiel eine Vielzahl prekärer Existenzen in dieser einen Existenz.

Immer wieder fragt der Nachruf auch, was ein Nachruf überhaupt sein kann, wenn er schon seit Monaten, manchmal Jahren oder gar Jahrzehnten fertig in der Schublade liegt. Oder, andersrum gefragt: Wenn die Bilder, die man erfüllen will, das Leben schon danach abtasten, was nach dem Tod davon bleibt, was heißt es dann noch, zu leben? Hat die Möglichkeit, dass alles "larger than life" sein kann, endgültig ausgedient? Oder müssen wir überhaupt aufhören, über Leben zu sprechen und eher eine andere Kategorie finden für das, was wir tun, jeden Tag?

(NEU) Jagd auf Tilla Fuchs (David Garnett, Annette von Droste-Hülshoff) SWR 2020
Sun, 5 Apr 2020 14:21:42
Auf einem verliebten Waldspaziergang geraten ein Mann und seine Frau, Tilla Fuchs, in die Nähe einer Jagd. Er geht voran und hat ein Gewehr. Sie läuft hinterher und hat Angst. Als er sich nach ihr umdreht, hat sie sich in einen Fuchs verwandelt. Mann und Füchsin kehren in ihr gemeinsames Leben zurück. Aber kann das gutgehen?

WARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF! 'Schland Of Confusion (andcompany, Co.) WDR 2016
Sun, 5 Apr 2020 13:04:42
Ist sie zurück, die German Angst? Oder war sie nie weg? Die Performer von andcompany&Co. schließen die aktuelle Paranoia mit den Weltuntergangsszenarien der 80er-Jahre kurz. Resultat: Ein Katastrophen-Musical mit kathartischem Effekt.

Terror, Flüchtlingswelle, Islamismus, Kondensstreifen am Himmel, Big Brother USA und kleiner Zar Putin - alles bedrohlich. Wir haben Angst! Wer immer "wir" auch sind. Die Friedensbewegung 2.0 formiert sich zur Mahnwache, wo um die Ecke schon die "patriotischen Europäer" warten. Ist das die Rückkehr des Verdrängten? Hören wir im Sorgenbürgerchor etwa die Echos aus den 80ern, als die Angst vor Aufrüstung bis unter die Bettdecke kroch? Als Friedenstauben flogen und Frankie goes to Hollywood im Musikvideo die Welt explodieren ließen? andcompany&Co. schreddern ihre Mixtapes und liken die Bombe. Back to No Future! Denn die Zeitreise zurück führt geradewegs ins Herz der Gegenwart.

Super-Laura (Hakon Ovreas) WDR 2018
Sun, 5 Apr 2020 12:42:18
Laura versteht die Welt nicht mehr. Papa ist früher von der Bohrinsel zurück, warum will er aber nicht sagen. Lauras Schwester Marit malt sich neuerdings die Lippen rot und Mama ist so mit den Vorbereitungen für den Wintermarkt beschäftigt, dass sie keine Zeit hat, die Gemeinde vor einer Katastrophe zu bewahren. Also muss Laura die Sache selbst in die Hand nehmen. Denn der stinkreiche Unternehmer Tom Hahn will seine riesige Hühnerfarm ausgerechnet da hochziehen, wo jetzt ihre Hütte steht. Der Bürgermeister hat den Bau schon bewilligt. Aber zum Glück hat Laura Spürsinn und zwei Superhelden Freunde, mit denen man einen Plan nach dem anderen aushecken kann...

Doktor Proktors Pupspulver (Jo Nesbo) WDR 2015 / der hörverlag 2015
Sat, 4 Apr 2020 23:38:43
Eines Tages im Mai, kurz vor dem Norwegischen Nationalfeiertag, die Sonne scheint bereits über Olso, da rumpelt ein Umzugswagen durch die Kanonenstraße. Mit an Bord: Bulle, ein zu klein geratener Junge mit verbeulter Trompete und verrückten Ideen unter seinem roten Schopf. Direkt neben seinem neuen Zuhause wohnt der Erfinder Doktor Proktor, der so zugewachsen und struppig ist wie sein Garten. Ein genialer Erfinder mit gebrochenem Herzen. Lise wohnt gegenüber, ist vielleicht nicht so vorlaut wie Bulle, aber dafür genial im Nachdenken. Gemeinsam vollenden die drei die Rezeptur für ein Pupspulver. Nach einigen mehr oder weniger heiklen Selbstversuchen stehen die Schüler Schlange, um ein Tütchen von dem herrlichen Spaß zu bekommen. Eine zweite, viel stärkere Variante des Pulvers soll der NASA angeboten werden, um Astronauten ohne Rakete auf den Mond schießen zu können.

Charlotte Löwensköld (Selma Lagerlöf) hr 1952
Sat, 4 Apr 2020 14:33:04
Charlotte Löwensköld, die dem Roman der großen schwedischen Dichterin Selma Lagerlöf den Namen gab, gehört zu den unvergeßlichen Gestalten der schwedischen Dichtung. Charlotte ist ein junges schwedisches Mädchen, nicht glänzend und schön, aber heiter und mitreißend in ihrem Temperament und echt in ihrer Zuneigung und Liebe. Ein lachendes Menschenkind, das seinen Kummer und seine Sorge so gut zu verbergen weiß, das alles daransetzt, um dem geliebten Menschen zu helfen, selbst dann noch, als es zurückgestoßen alleinsteht, von Verdächtigungen und Anfeindungen umgeben. Ja selbst ihren Stolz überwindet Charlotte, ohne daß ihre natürliche Kraft gebrochen wird. Um sie ist die gesunde, herbe Luft Schwedens und die Gelassenheit einer Zeit, in der noch die Postkutschen fuhren. Ihre Geschichte geht gut aus, und jeder, der ihr begegnet, wird ihr den aufrichtigen und wohlwollenden Hüttenbesitzer Schagerström gönnen, der sie am Schluß heimführt.

Ellbogen Teil 2 (Fatma Aydemir) SRF 2019
Sat, 4 Apr 2020 12:57:17
Wut ist eine eruptive, unkalkulierbare Kraft. Sie frisst sich langsam durch die sorgsam gewahrte Fassade, bis sie plötzlich und ungeplant explodiert. Dann genügt manchmal "ein kleiner Schubs an der richtigen Stelle", und alles scheint verloren.

Die siebzehnjährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler.

"Ellbogen" erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles.

Big Jim und die Vogelmorde (Woflgang Mahlow) DLR 1996
Sat, 4 Apr 2020 12:17:53
Big Jim ist acht Jahre alt und möchte mit der Katze Edeltraut einen Ausflug machen. Mit seinem Baseballschläger zwingt er Olaf Schmidt - so heißt das Auto seines Vaters -, mit ihm ins Blaue zu fahren. Doch unterwegs werden sie in einen Kriminalfall verwickelt. Edeltraut, das vornehme Katzenfräulein, soll einen Papagei gerupft und getötet haben. Kein Wort wahr! Aber wenn sie den Fall nicht aufklären, wird sie das dicke Polizeiauto erbarmungslos abtransportieren. So wird aus dem Ausflug ein spannendes Detektivspiel. Und natürlich lösen die Drei den Fall!

Swartsuer - Dinner for söss (Heinke Hannig) RB / NDR 2013
Fri, 3 Apr 2020 15:20:31
Ja, die modernen Zeiten! Man sitzt vor der Glotze, geht kaum noch vor die Tür, kennt seine Nachbarn nicht mehr richtig - wie einsam das ist! Aber zum Glück gehören zum modernen Leben ja auch Ratgeberliteratur, Selbsthilfegruppen und die verschiedensten Freizeitangebote. Gegen Einsamkeit ist ein >Blind Dinner< das Mittel der Wahl!

Ein bunter Seniorenkreis trifft sich hier: die alten Schwestern Isolde und Greta, Eva und Hermann Knall, kürzlich erst zugezogen und noch unternehmungslustig, sowie Pastor in Ruhe August Twisselpiep und sein Freund Karl. Sie alle wollen ihren Bekanntenkreis in froher Runde erweitern.

Die Schwestern sind für die Vorsuppe zuständig und haben sich für ein Gericht entschieden, das bestimmt jedem Freude macht: eine Blutsuppe mit allerhand Gekröse, Essig und leckeren Klößen, die "Schwarzsauer" heißt. Wohl bekomm´s!

Commissario Brunetti (11) Die dunkle Stunde der Serenissima - Teil 2 (Donna Leon) WDR / NDR 2003
Fri, 3 Apr 2020 10:19:01
Commissario Brunetti wollte herausfinden, ob Claudia Leonardos Großvater im Zweiten Weltkrieg Verbrechen begangen hat. Kurz darauf wird sie ermordet. Hängt der Mord mit dem Großvater zusammen?

Commissario Brunetti (11) Die dunkle Stunde der Serenissima - Teil 1 (Donna Leon) WDR / NDR 2003 / der hörverlag 2004
Fri, 3 Apr 2020 10:19:00
Commissario Brunetti kann die Bitte einer jungen Studentin nicht abschlagen. Er will herausfinden, ob die Vorwürfe gegen ihren Großvater im Zweiten Weltkrieg wirklich wahr sind.

Nass wie Hundeschnauze (Jenny Reinhardt) DLR 2002
Fri, 3 Apr 2020 10:18:29
Mara, neun Jahre alt und schüchtern, hat große Angst vor Hunden. Das liegt in der Familie. Trotzdem rettet sie mit Arams Hilfe einen winzigen weißen Welpen aus dem Flakenfließ. Beide nennen ihn Drushok, das bedeutet "Kleiner Freund". Aram kommt aus Tbilissi und sagt, er könne alles. Sogar Box-Champion war er schon. Allerdings wohnt er im Ausländerheim und darf Drushok nicht mitnehmen. Also steckt ihn Mara unter die Jacke: Nie mehr wird sie den Hund hergeben! Sie kann die Eltern fast überzeugen, doch der Tierarzt stellt fest: Drushok ist ein Kampfhund. Nun muss Mara um ihn kämpfen. Sie tut das mit allen Tricks und Arams unerschöpflichen Kräften. Aber da gibt es jemanden, der keine guten Absichten hat!

(NEU) Erben, interaktiv (Andy Suess) Brainflower Media 2020
Fri, 3 Apr 2020 08:55:49
Der neueste Schrei in Sachen Erbangelegenheiten? Kommen sie in das Notarbüro Kramer und nehmen sie teil an der interaktiven Beerbung und agieren sie mit dem Verstorbenen selbst.

Gift (Lot Vekemans) mdr 2012
Fri, 3 Apr 2020 07:52:04
Vor mehr als zehn Jahren haben sie sich getrennt, jetzt treffen sie sich wieder: an dem Ort, wo ihr Kind begraben ist. Der Mann ging nach der Scheidung weg und hat ein neues Leben begonnen, wird bald wieder Vater werden. Die Frau ist geblieben, im gemeinsamen Haus, hat sich der Trauer überlassen und kann schon den bloßen Gedanken an Veränderung nicht ertragen. Der Anlass des Treffens ist ein Brief, in dem die Umbettung des Kindes angekündigt wird. Im Boden des Friedhofs wurde Gift gefunden. Aber warum lässt sich die ganze Zeit niemand von der Friedhofsverwaltung sehen?

Die Fabrik (Martin Heindel) WDR 2016
Fri, 3 Apr 2020 07:07:45
Vier Stockwerke, keine Fenster, keine Türen: Die Fabrik.
Die Fabrik ist leer. Nur die Grundrisse der Maschinen sind noch da. Was wurde hier hergestellt? Was ist im Keller? Wie viele Kellergeschosse hat dieses seltsame Gebäude?

Wenn dieser alte Kasten mal nicht "der geilste Abenteuer-Parcours ever" ist! Die Freunde müssen unbedingt rein in das Ding. Aber ohne Türen und Fenster? Schwierig. Als sie endlich drin sind, haben sie keine Ahnung, wie sie das geschafft haben. Und erst recht keine Ahnung, wie sie da wieder rauskommen. Zum Glück gibt es den "Guide", der scheint helfen zu können.
Aber je länger sie im Innern des monströsen Klotzes herumirren, desto unklarer werden die Dinge. Was passiert hier wirklich, und was nicht? Kann es sein, dass Barbie und Ken wirklich so heißen? Waren das nicht nur Spitznamen für das perfekte Paar? Aber warum kann Barbie sich dann beim besten Willen nicht mehr an ihren richtigen Namen erinnern?

Don Don Don Quijote – Attackéee (Hans Block) DLF / Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2014
Thu, 2 Apr 2020 22:51:17
Cervantes' berühmteste Romanfigur zieht es vor im krisengeschüttelten, feudalen Spanien die Wahrheit seiner alten Ritterromane zu leben und konstruiert sich deswegen eine fast perfekte eigene Welt. Die Rede ist von Don Quijote, der sich aufmacht, um Abenteuer zu erleben, die ihm in seinem maroden Kaff versagt sind. Auf ein Hörspiel gepresst, scheint diese Geschichte 500 Jahre später immer noch verheerende Wirkung zu haben. Infiziert von einer neuen Ausstrahlung der Geschichte des heldenhaften Ritters werfen Hunderte Hörer ihren bürgerlichen Namen über Bord, stülpen sich die Maske des Don Quijotes über, um mit einer gehörigen Portion unironischem Idealismus in die Schlacht zu ziehen unter dem Motto: 'Die Welt ist veränderbar!'. Vielleicht eine neue Erfolgsgeschichte des Hörfunks oder einfach nur das große Scheitern? Schalten Sie ein, wenn Sie sich trauen...

(NEU) Entscheidungen in einer optionalen Gesellschaft (Mercedes Lauenstein) BR 2020
Thu, 2 Apr 2020 10:21:00
Sie heißen Nina, Jonas, Violette und Erik. Sie sind Ende 20, Mitte 30, Mitte 50 und Mitte 60. Sie haben lose Beziehungen, sind verheiratet oder Single. Sie haben Kinder oder auch nicht. Sie leben ihr Leben selbstbestimmt, so wie sie das immer gewollt haben – im Großen und Ganzen. Genauer betrachtet allerdings leben sie ein Leben voller dringlicher Zwänge und billiger Kompromisse. Wobei: so schlimm ist es auch wieder nicht. Oder vielleicht doch? Sicher ist auf jeden Fall eines: Solange sie keine Entscheidungen treffen, wird sich ihr Leben nicht weiterentwickeln. Aber können sie es überhaupt wagen, ihren Wünschen nachzugehen oder haben sie sich nicht bedingungslos darauf eingelassen, immer das zu tun, was von ihnen erwartet wird?

Sie sinnieren – daheim, unterwegs in der Stadt, beim Schwimmen, im Flugzeug. Sie hadern. Mit ihrem wirklichen Leben und mit ihrem möglichen bzw. ihrem nicht möglichen.

Und sie werden sich treffen, alle vier, bei diesem Essen heute Abend. Wie sie sich dort verhalten, falls sie überhaupt hingehen werden, ist noch nicht entschieden.

"Ich habe entschieden: ich möchte etwas über Entscheidungen machen. Wie treffen wir Entscheidungen? Was steckt hinter der Angst, Entscheidungen zu treffen? Sind Entscheidungen oder sollten Entscheidungen überhaupt ein intellektueller Prozess sein? Was ist mit der Intuition, die einem den Weg weist? Wie sehr haben wir unser Leben überhaupt in der Hand? Was passiert, wenn ein Mensch in der absoluten Entscheidungslosigkeit verharrt – aus Angst, das Leben vergeudet zu haben durch die falsche Entscheidung? Nicht merkend, dass er sein Leben am tragischsten vergeudet indem er gar keine Entscheidung fällt? All diese Fragen laufen immer auf dasselbe hinaus: auf die Angst, am Ende des Lebens die eigenen Entscheidungen zu bereuen. Kann passieren!"
(Mercedes Lauenstein)

Helena (Elena Zieser nach Hella Vahl) Experimentelles Radio Weimar 2019
Thu, 2 Apr 2020 10:08:24
Geschichte über eine Freundschaft zweier junger Frauen. Früher haben sie alles miteinander geteilt, das Leben und ihre intimsten Gedanken. Dann kam der Bruch. Nach Jahren findet die eine auf einem Diktiergerät Traumprotokolle der anderen – und macht ein unterhaltsam-melancholisches Hörspiel daraus.

Freundschaft ist eine Geschichte, die sich selbst erzählt. Mit einem Anfang und einem Ende, ein Raum im Raum, der sich immer wieder neu erfindet und der am Ende wieder einen Anfang markiert.

"Helena" ist die Geschichte einer Frauenfreundschaft. Die eine findet nach Jahren längst vergessene Traumaufnahmen der anderen wieder und beginnt sich zu erinnern: an die Liebe, die gemeinsame Zeit, den Bruch und daran, wie sie einander verloren haben. Dazwischen sind die Träume (Originaltonaufnahmen von 2013–2015) zu hören, die einen Einblick in eine absurde, höchst fragile und sensible Welt ermöglichen und in seltsamer Verbindung zur Freundschaft der beiden Frauen stehen.

Elena Zieser hat im Rahmen ihres Studiums "Medienkunst/Mediengestaltung" am Lehrstuhl Experimentelles Radio der Bauhaus-Universität Weimar dieses Hörspiel als Master-Abschlussarbeit realisiert.

Anruf aus dem Jenseits oder Femme fatale (Robert Junod) DRS 1980
Thu, 2 Apr 2020 09:59:11
Jacqueline ist Witwe, und zwar eine ziemlich junge. Ihr Mann ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Nun will Jacqueline wieder heiraten, einen Kollegen ihres Mannes. Doch anstatt für immer zu schweigen, taucht der Totgeglaubte wieder auf – und will seinen Anteil vom Hochzeitskuchen.

Ein Krimiklassiker aus der Feder von Robert Junod. Über die Liebe des Lebens und die Liebe zur Lebensversicherung. Bis dass der Tod sie scheidet, und darüber hinaus...

Mein Name ist Paul Cox - Teil 4 - Mord ist strafbar (Rolf und Alexandra Becker) DRS 1956
Thu, 2 Apr 2020 09:29:05
Steinchen um Steinchen fügt sich das Mosaik allmählich zusammen. Tatsachen kommen ans Licht (wobei die Methoden der Wahrheitsfindung manchmal recht rabiat sind, Stichwort Kidnapping oder Prügel). Doch auch wenn nun für alle klar ist, dass Paul Cox nicht der Mörder ist – wer war's dann?

Mein Name ist Paul Cox - Teil 3 - Die schöne Helena (Rolf und Alexandra Becker) DRS 1956
Thu, 2 Apr 2020 09:27:12
Paul Cox jagt seiner verschwundenen Braut Margit Simmons hinterher. Cox wiederum wird von Scotland Yard gejagt. Denn er wird verdächtig, den Anwalt Wallings ermordet zu haben. In Wallings Wohnung begibt sich Cox auf Spurensuche – und trifft auf die schöne Helena Bernhardt ...

Mattis und die Himbeerdiebin (Hans Zimmer) DLR 2016
Thu, 2 Apr 2020 09:16:37
Eigentlich wollte Mattis ja in den Sommerferien ins Ferienlager, während seine Eltern auf Kreuzfahrt gehen. Aber ins Ferienlager fährt auch Rick. Da kann er nicht hin, auf keinen Fall. Opa Konrad ist die Rettung. Der wohnt im kleinen Bahnwärterhaus an der Bahnlinie, auf der keine Züge mehr fahren. Bei dem kann Mattis die Ferien verbringen, Drachenbilder malen, Konrad beim Himbeerpflücken helfen, Himbeerdiebe fangen und mit Opa Konrad ein Schienenfahrrad, eine Draisine bauen. Und dazu hat er auch noch Ruhe vor Rick. Aber so einfach ist das alles dann doch nicht: Der Himbeerdieb ist eine Diebin und heißt Miriam und Rick ist gar nicht im Ferienlager. Und ob die Draisine zum Ende der Ferien wirklich fertig wird, ist ganz und gar ungewiss!

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe (Christian Frascella) NDR 2013
Wed, 1 Apr 2020 19:29:44
Eigentlich ist sein Leben schon ruiniert, bevor es so richtig begonnen hat. Die Mutter ist mit einem 13 Jahre jüngeren Tankwart durchgebrannt, der Vater Gelegenheitsarbeiter und meistens alkoholisiert, die Schwester, eine Frömmlerin, die das Haus nur zu Kirchgängen verlässt. Und er selbst: ein prügelnder, aufgeblasener, waschechter Macho von 16 Jahren, einer von den richtig harten Jungs, die keinen Schmerz kennen und selbst am Boden noch große Sprüche klopfen. Und Schläge kassiert er jede Menge. Sogar Chiara, die unnahbare Angebetete aus dem Minimarkt, verpasst ihm ob seiner Rüpelhaftigkeit buchstäblich eins auf die Nase. Was der Beginn einer großen Liebe sein könnte. Doch zuvor muss der großmäulige Held noch allerlei Abenteuer bestehen. Er lässt sich von einem meisterhaft boxenden Nebenbuhler krankenhausreif schlagen, geht einem perfiden Kapitalistenchef in die Fänge und begegnet dem Tod, der seinen Vater holen will.

(NEU - Stereofassung) Tell me something good Stockhausen - Digitale Gesänge (Christian Wittmann, Georg Zeitblom) NDR / DLF / BR 2020
Wed, 1 Apr 2020 16:09:00
The Story goes like this: 1956 versuchte Stockhausen im Gesang der Jünglinge Dystopie und Utopie zu vereinen. Eine der vielen Legenden um dieses Kunstwerk könnte lauten, dass der Komponist aus der Schwärze seiner eigenen Kindheit und den Flammen des Holocaust einen Lobgesang auf den Herrn erschaffen wollte und dazu die Unschuld des Knabengesangs mit elektronischer Musik verschmolz. Doch, so betonte der Schöpfer des Kunstwerks selbst, ging es beim Gesang der Jünglinge im Feuerofen nicht um den Inhalt, sondern um das rituelle Moment der Sprache. Sein selbst proklamiertes Ziel war, mit einer 5-Kanal-Klangmaschine die damaligen Mono-Hörgewohnheiten signifikant zu erweitern – und was könnte sich besser dazu eignen, als seine Installation im Kölner Dom zu Ehren Gottes erklingen zu lassen. Visionär, provokant, kalkuliert – wie dem auch sei. Das Werk wurde seitens der Kirchengemeinde als zu denaturiert abgelehnt. Auch diese Erfahrung dürfte Stockhausen 1971 zu einer seiner klügsten Thesen geführt haben: "Change the method! - New methods change the experience. New experiences change man." Ein halbes Jahrhundert nach seiner legendären Lecture "Four Criteria of Electronic Music" verändert das Hörspielduo "wittmann/ zeitblom" ihre Methodik und treibt inspiriert vom "echten Leben" auf einem Strom der hyperrealen Klangsynthese im binauralen 3D-Hörraum. Geht es beim Gesang der Jünglinge noch um die Vermischung von Mensch und analoger Technik, wird in ihren dreidimensional- angelegten, rein digitalen Gesängen die Maschine zur Solistin. Alles Organische ist in ihr aufgegangen. Planvoll denaturiert, entmännlicht, entweiblicht, divers. Ein neues Wesen, "Enhance", steuert uns durch Beobachtungen aus unserem schizophrenen, medialen, postfaktischen, von disruptiven Technologien und Denkschablonen geprägten Alltag und propagiert die Notwenigkeit des Datazentrismus. "Weißt du, wer da spricht?" – Never mind! The Story goes like this: 50 Minuten Human Voice Machine mit mikrorhythmischen Sprachsamples, generiert aus Texten von Nick Bostrom, Rosa Luxemburg, Yuval Noah Harari, einem AI-Poem-Generator, Julius Sturm, Robert Barry u.a.. Smart systems, smart love, smart life, smart dust. Just do it.

(NEU - 3D-Fssung) Tell me something good Stockhausen - Digitale Gesänge (Christian Wittmann, Georg Zeitblom) NDR / DLF / BR 2020
Wed, 1 Apr 2020 16:04:57
The Story goes like this: 1956 versuchte Stockhausen im Gesang der Jünglinge Dystopie und Utopie zu vereinen. Eine der vielen Legenden um dieses Kunstwerk könnte lauten, dass der Komponist aus der Schwärze seiner eigenen Kindheit und den Flammen des Holocaust einen Lobgesang auf den Herrn erschaffen wollte und dazu die Unschuld des Knabengesangs mit elektronischer Musik verschmolz. Doch, so betonte der Schöpfer des Kunstwerks selbst, ging es beim Gesang der Jünglinge im Feuerofen nicht um den Inhalt, sondern um das rituelle Moment der Sprache. Sein selbst proklamiertes Ziel war, mit einer 5-Kanal-Klangmaschine die damaligen Mono-Hörgewohnheiten signifikant zu erweitern – und was könnte sich besser dazu eignen, als seine Installation im Kölner Dom zu Ehren Gottes erklingen zu lassen. Visionär, provokant, kalkuliert – wie dem auch sei. Das Werk wurde seitens der Kirchengemeinde als zu denaturiert abgelehnt. Auch diese Erfahrung dürfte Stockhausen 1971 zu einer seiner klügsten Thesen geführt haben: "Change the method! - New methods change the experience. New experiences change man." Ein halbes Jahrhundert nach seiner legendären Lecture "Four Criteria of Electronic Music" verändert das Hörspielduo "wittmann/ zeitblom" ihre Methodik und treibt inspiriert vom "echten Leben" auf einem Strom der hyperrealen Klangsynthese im binauralen 3D-Hörraum. Geht es beim Gesang der Jünglinge noch um die Vermischung von Mensch und analoger Technik, wird in ihren dreidimensional- angelegten, rein digitalen Gesängen die Maschine zur Solistin. Alles Organische ist in ihr aufgegangen. Planvoll denaturiert, entmännlicht, entweiblicht, divers. Ein neues Wesen, "Enhance", steuert uns durch Beobachtungen aus unserem schizophrenen, medialen, postfaktischen, von disruptiven Technologien und Denkschablonen geprägten Alltag und propagiert die Notwenigkeit des Datazentrismus. "Weißt du, wer da spricht?" – Never mind! The Story goes like this: 50 Minuten Human Voice Machine mit mikrorhythmischen Sprachsamples, generiert aus Texten von Nick Bostrom, Rosa Luxemburg, Yuval Noah Harari, einem AI-Poem-Generator, Julius Sturm, Robert Barry u.a.. Smart systems, smart love, smart life, smart dust. Just do it.

Moabit (Volker Kutscher) RB / WDR / SWR 2018
Wed, 1 Apr 2020 14:47:35
In der Krimiserie von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath ist Charlotte Ritter die weibliche Hauptfigur. Die attraktive und selbstbewusste Charly ist die große Liebe des Kommissars. Zu Beginn der Krimiserie "Der nasse Fisch" arbeitet sie bei der Berliner Mordkommission als Stenotypistin. Sie will aber mehr und studiert auch Jura. In "Moabit" wird ihre Vorgeschichte erzählt, als sie noch Lotte heißt und bei ihren Eltern wohnt in einer Beamtenwohnung in Nähe des Gefängnisses Moabit. Ihr Vater arbeitet dort als Oberaufseher. Gerade hat Lotte das Abitur geschafft, und dies, obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammt. Mit ihrer Freundin Greta entdeckt sie das Berliner Nachtleben, durchstreift heimlich die angesagten Tanzlokale. Tagsüber lernt sie Schreibmaschine, um ihr Studium selber finanzieren zu können. Ihr Vater wird eines Tages Opfer eines brutalen Verbrechens. Ein Vorfall, der Charlottes weiteres Leben prägt und aus der Lotte letzten Endes Charly macht.

Vorstellung im OhrCast


Der schüchterne Jan und die lebensfrohe Sylke, seit kurzem ein Paar, fahren zum ersten Mal gemeinsam in Urlaub. Campen auf einer dänischen Insel. Auf einmal ist Jan spurlos verschwunden. Als er nach drei Tagen wieder auftaucht, spricht er nicht mehr. Was ist geschehen? Jan hat einen Zaun entdeckt, hinter dem Unglaubliches geschieht. Er hat Obdachlose, Alkoholiker und Geisteskranke in einem Lagerraum gesehen. Und Klaus kennen gelernt, der wie selbstverständlich Worte wie "Führer", "Rasse", "Opferbereitschaft" oder "Volksgesundheit" ausspricht. "Zuerst waren es nur Worte, die mich erschreckten", sagt Jan. "Sie schienen sich nicht mit ihrer Bedeutung zu verbinden, schwebten als Worthülsen um mich herum, bis sie sich ganz plötzlich mit Inhalt füllten." "Spinnennetz im Stacheldraht" erzählt von bedrohlichem Gedankengut, das noch immer aktuell ist und unversehens Realität werden kann. Und fragt danach, ob Liebe dagegen etwas ausrichten kann.

Im Elfenwald herrscht große Aufregung. Jannis, ein Elfenkind hat einen Schrat geweckt. Was für ein Pech, glauben die Elfen doch, dass Schrate Unglück bringen. Deshalb verbannen sie Jannis aus dem Elfenwald. Der Schrat Wendel bleibt immer an Jannis Seite, das ist sein Gesetz, wer ihn geweckt hat, dem folgt er fortan. Und es kommt noch schlimmer. Der Zauberer Holunder lässt einen gewaltigen Sturm durch den Elfenwald fegen. Dabei werden Jannis beste Freundin Motte und sogar die Elfenkönigin Titania weit weg geweht. Jannis macht sich mit Wendel auf die Suche, er will den Elfenwald retten.

Chatten kann tödlich sein.

Wasserratten gegen Piranhas! Beide Schwimmmannschaften wollen den Pokal unbedingt. Aber während die Wasserratten mit ihrer Trainerin Emma hart trainieren, arbeiten die Piranhas mit unfairen Mitteln. Sie schubsen – natürlich nur aus Versehen – und dann ist plötzlich Emmas Handy mit den geheimen Trainingsmethoden verschwunden. Jetzt werden die Wasserratten auch noch zu Detektiven.

Filo hat eine Maschine erfunden, die Superkräfte verleihen soll. Ihre Freunde Emil und Robin sind skeptisch, denn Filos Erfindungen funktionieren eigentlich nie. Trotzdem probieren sie das Gerät aus, denn echte Superhelden wären sie natürlich gern. Doch Filos Maschine hat einen Baufehler: Statt aus ihnen bärenstarke Helden zu machen, lockt sie einen intergalaktischen Superschurken aus den finstersten Winkeln des Universums an. Der schleimige Dr. Popanz Wilhelmi will die Welt ins Chaos zu stürzen

Stachelmann findet heraus, dass sein Freund Ossi Winter kurz vor seinem Tod in Heidelberg war, um den 30 Jahre zurückliegenden Thingstätten-Mord aufzudecken. Musste Ossi deswegen sterben?

Stachelmanns bester Freund, Kommissar Ossi Winter, wird tot an seinem Schreibtisch gefunden. Um ihn herum Dokumente aus der gemeinsamen Studenten- und Aktivistenzeit im Heidelberg der 70er Jahre. War es Suizid? Stachelmann hat Zweifel.

Berta (krank an den Füssen) und Marta (krank im Kopf) sind Schwestern. Alt geworden leben sie, aufeinander angewiesen, im Haus ihrer Kindheit. Nachts, vor dem Einschlafen erzählen sie sich Geschichten, harmlose und schreckliche.

Sie schlagen die Zeit tot mit Schäfchen zählen, Gedanken tauschen, Träume erfinden, Gewitter beschwören... Dabei rufen sie längst vergangene Erinnerungen wach, philosophieren über Himmel und Hölle und über den Vollmond, rezitieren alte Sprüche und Lieder. Dazwischen nistet sich die Angst vor Einbrechern ein und die Hoffnung auf den Schutzengel wird beschworen. Eine köstlich tragikomische Welt zwischen Schlafstube und Firmament.

Nicht nur der Schreinermeister Eder, sondern auch der Drechslermeister Zacharias hat einen Kobold. Und dieser Kobold hat sich auf Schlüssel spezialisiert - April, April!

"Auf der Jagd nach einem Meeresungeheuer, das Schiffe auf allen Ozeanen angreift, geraten der Tiefseeforscher Professor Aronnax, sein Assistent Conseil und der Harpunier Ned Land an Bord eines geheimnisvollen Unterseeboots. Die "" Nautilus"", die Kapitän Nemo kommandiert, wird zum Gefängnis der drei Freunde. Wer das U-Boot einmal betreten hat, darf es nie wieder verlassen. Professor Aronnax und Conseil sind fasziniert von den Wundern des Unterwasserreichs. Aber Ned Land erträgt die Gefangenschaft nicht und sucht nach einer Möglichkeit zur Flucht. Er entdeckt ein Mädchen an Bord, es ist die Tochter des Kapitäns, vielleicht wird sie ihm helfen!?"

Fiodor ist Torwart, genauer gesagt zweiter Torwart und heute spielt sein Verein im Pokal gegen den SSV Billingen. Und da Kalid, der erste Torwart, sich am Vortag beim Training mit Fiodor am Knie verletzt hat und ausfällt, muss Fiodor im Pokalspiel im Tor stehen. "Noch nie seid ihr als Mannschaft im Pokal so weit gekommen”, versucht der Trainer das Team zu motivieren. "Wenn man so weit kommt, Jungs, dann kommen irgendwann die Billingens dieser Welt. Und dann zeigt es sich: Steht ihr oder fallt ihr um?” Und leider fällt Fiodor um, vielmehr fliegt er beim alles entscheidenden Neunmeter in die falsche Ecke. In seinem Frust fleht er den Fußballgott an: "Fußballgott, wo bist du, wenn man dich braucht!” Der Fußballgott hört Fiodors Klagen und gewährt ihm eine zweite Chance. Dadurch gerät Fiodor in eine Zeitschleife und muss fortan denselben Tag, immer wieder und wieder aufs Neue erleben. Doch wie kann er aus dieser Zeitschleife wieder entkommen?

Schluss mit lustig: Der frustrierte Ex-Ingenieur Rudolf frisiert einen alten Braunkohlebagger und frisst sich damit durch Deutschland. Sein Ziel: die Zerstörung des Reichstags. Durch Zufall landet die linke Klimaaktivistin Louisa mit im Führerhaus des gigantischen Fahrzeugs: "Wutbürger" trifft auf "Gutmenschen".

Das stählerne Monstrum ist nicht aufzuhalten, ein Aussteigen ist für die Aktivistin völlig unmöglich - und bis Berlin sind es noch drei Tage. Ungewollt haben Rudolf und Louisa mehr als genug Gelegenheit, über ihre Positionen zu diskutieren - und sich darüber zu streiten, was dem Bagger zum Opfer fallen darf und was nicht. Drei Tage voller Kampf - aber auch der Beginn einer sich allen Widrigkeiten zum Trotz entwickelnden Freundschaft. Einer Freundschaft, die aber an einer entscheidenden Frage zu zerbrechen droht: Soll man den Reichstag nun unterbuddeln oder nicht?

Sie trugen karierte Hemden, weiße Socken und lange Haare. Ihr Erkennungszeichen war das Edelweiß, "Edelweißpiraten" der Name, den sie sich gegeben hatten. Wenn sie am Wochenende zum Felsensee im Siebengebirge fuhren, zum Zelten und Lieder Singen, konnte es vorkommen, dass sie unterwegs von Polizei und Hitlerjugend aufgehalten und verprügelt wurden. Es sei denn, die Edelweißpiraten waren in der Überzahl - dann bekamen die "Nazis" Keile. Man ließ sich eben nicht alles gefallen und zeigte, dass man sich wehren konnte. Einer von ihnen war Fritz, ein aus der HJ "unehrenhaft" entlassener Kölner Junge, dem Kadavergehorsam und Drill zuwider waren. Er und seine Freunde trafen sich abends vor den Luftschutzbunkern der Stadt - sie sangen und lachten und begannen, Flugblätter zu verteilen und Parolen gegen den Krieg auf Hauswände und Eisenbahnwaggons zu schreiben. Schließlich die Denunziation und Verhaftung. Fritz wurde in eine winzige Zelle in EL-DE-Haus, dem Kölner Gestapohauptquartier, gepfercht und anschließend ins Gestapogefängnis nach Brauweiler geschafft. Hier folterte und demütigte man ihn. Doch Fritz gestand nichts.

Wir betrachteten das immer noch hinten im Stall auf der Seite liegende Pferd. Man hatte ihm eine Decke übergeworfen. Und es ragten nur seine Insektenbeine heraus, sein schrecklich langer Hals, an dessen Ende der Kopf hing, den auch nur zu heben es keine Kraft mehr hatte, knochig, zu groß mit seinen eingefallenen Backen, seinem nassen Fell, seinen langen gelben von den aufgeworfenen Lippen entblößten Zähnen. Nur das Auge schien noch zu leben, riesig, schmerzerfüllt, schrecklich, und von der glänzenden gewölbten Oberfläche widergespiegelt konnte ich uns sehen, unsere drei im Halbkreis verzerrten Silhouetten.

Eine finstere Regennacht während des Zweiten Weltkriegs. Der Erzähler und sein Regiment, französische Dragoner, reiten gen Osten, Richtung Berlin. Hungrig, durstig, verstört vor Angst und Müdigkeit, beziehen sie Quartier in einem nordfranzösischen Dorf. Dort werden sie Zeuge des langsamen Sterbens eines verletzten Armeepferdes, in dessen Auge sich die Agonie des Krieges zu spiegeln scheint. "Das Pferd", erstmals 1958 in der Zeitschrift "Les Lettres Nouvelles" veröffentlicht, ist eine frühe Verarbeitung des Flandern-Materials, das den Autor bis zu seinem großen Antikriegsroman "Die Straße in Flandern" von 1960 über Jahre beschäftigte. In diesem erinnert er an das militärische Desaster Frankreichs von 1940, das ihn als Kavalleristen beinahe das Leben gekostet hätte. Mit dem Motiv der unschuldig leidenden Kreatur verarbeitet Simon das Grauen des Krieges und zollt zugleich der Natur, ihrer Schönheit und Wahrhaftigkeit, seinen Respekt.

Fritzi, Hinterhofhund und pummelige Promenadenmischung, hat es nicht leicht. Zu oft ist er allein zu Haus und leider auf die Informationen von Silberpudel Amadeus angewiesen. Amadeus darf viermal am Tag Gassi gehen, und da lernt er jede Menge Hundefreundinnen im Kiez kennen. Eine Freundin würde Fritzi schon reichen, aber dafür müsste er öfter auf die Straße. Sehnsüchtig wartet er hinter der Wohnungstür. Wenn Amadeus nach Hause kommt, kann er für ein paar Minuten durch den Zeitungsschlitz mit ihm plaudern. Danach ist er wieder allein. Ausgerechnet Melinda, die gerissene Hauskatze weiß Rat. Aber kann man Katzen wirklich trauen?

Paul Cox steht unter Mordverdacht. Alle Indizien im Mordfall Wallings sprechen gegen ihn. Und es kommt noch Schlimmer: Sogar seine Verlobte Margit Simmons spielt ein doppeltes Spiel ... und ist jetzt verschwunden. Bei der Suche nach ihr stellt sich Cox dummerweise selber ein Bein....

Wut ist eine eruptive, unkalkulierbare Kraft. Sie frisst sich langsam durch die sorgsam gewahrte Fassade, bis sie plötzlich und ungeplant explodiert. Dann genügt manchmal "ein kleiner Schubs an der richtigen Stelle", und alles scheint verloren.

Die siebzehnjährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler.

"Ellbogen" erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles.

Ist es böse und demagogisch? Eine Verherrlichung des Krieges? Oder am Ende in seiner Wirkung ein Antikriegsbuch? Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" ist inzwischen vor allem eines: ein Mythos.

"In Stahlgewittern" war einer der ersten literarischen Erlebnisberichte über den Ersten Weltkrieg. Das Buch machte schnell von sich reden und ist bis heute umstritten. Es beruht auf den Kriegstagebüchern, die Jünger an der Front führte und wurde vom Autor zeitlebens immer wieder überarbeitet. Helmuth Kiesel, Herausgeber der historisch-kritischen Ernst Jünger-Ausgabe, kommentiert und kontrapunktiert diesen schillernden Text, seine Entstehungsgeschichte und seine Rezeption.

Ist Blut im Kriegstagebuch? Wie erkennt ein Philologe Trauerarbeit? Textsplitter und Granatsplitter - ein sinnstiftendes Nebeneinander? Soll der Krieg befremdlich bleiben oder erklärt? Reflexionen eines Wissenschaftlers. Und Texte eines Mannes, der als 19-jähriger in den Krieg zog.

Schon Eva wollte sich partout nicht bescheiden. Obwohl es ihr, recht besehen, bombastisch gut gegangen sein muss, damals, im Paradies, reichte ihr der Status quo nicht aus. Sie wollte mehr und dann aß sie die verbotenen Früchte vom Baum der Erkenntnis und stürzte uns alle ins Elend. Das Wünschen ist gefährlich und ausgesprochen gefräßig. Schon Wilhelm Busch wusste: Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge. Aber der Mensch kann nicht anders. Das Wünschen ist ihm angeboren, eine anthropologische Konstante, so alt wie die Menschheitsgeschichte. Die Bibel, Mythen und Märchen, die Literatur, alle erzählen davon.

Elisabeth Burchhardt untersucht das Phänomen auf vielerlei Art. Auf dokumentarische - sie ging als Fee gewandet mit verstecktem Mikro auf den Kiez und ließ sich von Männern und Frauen ihre geheimen Herzens-Wünsche ins Ohr flüstern - und auf phänomenologische, philosophische, psychologische Art. Sie macht einen Ausflug in die modernen Wunsch-Welten, in denen Briefe ans Universum geschickt werden und Wunsch-Gurus die Kunst des richtigen Wünschens lehren.

An einem schönen Pariser Maimorgen fallen plötzlich Schüsse. Vor einer Einkaufspassage strecken Maschinengewehre zwei Menschen nieder. Ein Motorrad rast davon. Commissaire Daquin und sein Team sind geschockt: Einer von ihnen ist tot, erschossen an der Seite einer Unbekannten. Warum war Romero ohne Wissen der Kollegen unterwegs? Hat er sich in zwielichtige Machenschaften verstrickt? Eine Fährte gibt es, und die führt ins Fußballstadion des FC Lisle-sur-Seine, der gerade um die Meisterschaft kämpft. Nicht gerade Daquins bevorzugtes Terrain. Doch der Commissaire ist nicht der Typ, der den Ball flach hält. Und das Flutlicht wirft trübe Schatten.

Mit 50 Jahren schrieb Dominique Manotti ihren ersten Politthriller. Ihre Noir-Krimis verweisen auf das Werk des amerikanischen Schriftstellers James Ellroy und sind politisch brisant, entlarvend und zornig. Diese eigenwillige Kombination macht Manottis einzigartigen Stil aus: eine Mischung aus journalistischer Dichte, schlaglichtartig verknappter Subjektivität und schnörkelloser Psychologie. "Abpfiff" bildet den Abschluss der Manotti-Reihe von SWR und NDR.

Mrs Chataway erlebt eine Überraschung

Endlich erfahren wir, wie alles begann: Im ersten Fall für Paul Cox! In den er natürlich, wie sollte es anders sein, unfreiwillig hineingerät ... Rechtsanwalt Wallings liegt tot in seiner Wohnung. Erstochen mit dem Taschenmesser des charmanten Bonvivants Paul Cox ...

"Alfred Hitchcock meets Enid Blyton": Nirgendwo auf der Welt sind Hörspiele beliebter und erfolgreicher als in Deutschland. Besondere Blütezeitwaren die 1980er Jahre, in denen vor allem für die Jugend Hörspiele auf Schallplatte und Kassette produziert wurden. Serien wie Die drei ???, Fünf Freunde, TKKG oder Hanni und Nanni haben Generationen geprägt und sindbis heute so erfolgreich, dass sie auch rund vierzig Jahre später mit neuenFolgen fortgesetzt werden und als "Kult" gelten. Mit dieser Persiflage ehrtdas RadioLiveTheater diese Hörspielserien – ein Fest für alle 80er-Fans undKassettenkinder.Denn wer kennt sie nicht? Die neugierigen und abenteuerlustigen ZwillingeNicci & Vicci, die gemeinsam mit ihren Freundinnen im Internat ihre Späße treiben. Am ersten Tag der Sommerferien wird aus dem Spaß plötzlich tierischer Ernst, als eine Mitschülerin verschwindet. Sofort drängt sich der grauenvolle Verdacht auf, dass sie verschleppt wurde – etwa von einer Bestie, die der Legende nach in der Gegend ihr Unwesen treibt, dem Karpatenkalb von Vankerville? Das riecht nach einem neuen Fall für die 2 ii-Pünktchen-Detektive Nicci & Vicci. Bei ihrer halsbrecherischen Suche im unheimlichen Dartmoor treffen sie auf grüne Geister, verrückte Vögel und müssen Rätsel mit vielen ??? lösen. Dabei verlieren sie zwar um ein Haar Nerven und Unschuld, aber nie den Humor.

Im Frühling 1822 wird der junge Gaston de Nueil zur Erholung in die Normandie geschickt. Er hört von einer gewissen Mme de Beauséant, die vor den Augen von ganz Paris von ihrem Geliebten verlassen wurde und nun von der Gesellschaft zurückgezogen lebt. Durch eine List gelingt es Gaston, zu der älteren und erfahrenen Mme de Beauséant vorzudringen. Als er sie ein zweites Mal aufsuchen will, ist sie abgereist: In die Schweiz.

"Eine freie Stimme der freien Welt" wollte er sein: der Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS Berlin). Im russischen Sektor war diese Stimme wenig willkommen und wurde deshalb von Störsendern überlagert. So erging es vielen Radioprogrammen entlang des Eisernen Vorhangs. Dabei entfalteten die Störsender ihre eigene Klangästhetik und Botschaft. Das Künstlerduo Dani Gal und Ghazi Barakat macht den Lärm im Äther zum Ausgangspunkt eines Hörstücks über Information und deren Scheitern.

Ein seltsames Wetterphänomen bricht über Europa herein, der Hitzesturm "Scirocco". Nur in "Heaven", der Studiostadt, in der die Soaps gedreht werden, ist alles paradiesisch. Als der junge Autor Newman erfährt, dass er dort arbeiten darf, wird für ihn ein Lebenstraum wahr.

Doch die Stadt der Schönen und Reichen entpuppt sich schon bald als Haifischbecken, in dem jeder nur an seinem eigenen Aufstieg interessiert ist - koste es, was es wolle. Newman gerät in die Gesellschaft einer mörderischen Elite-Clique, die ihren besonderen Kick daraus bezieht, Menschen in den Tod zu treiben - bis sie plötzlich selbst einer nach dem anderen auf unheimliche Weise ums Leben kommen. Ist einer von ihnen für diese Todesfälle verantwortlich oder ist da jemand auf einem Rachefeldzug? Und während draußen die Menschen aus den europäischen Großstädten fliehen, kommt Newman der Wahrheit über Heaven auf die Spur.

"""Ich fühle mich vielfältig. Ich bin wie ein Zimmer mit unzähligen, wundersamen Spiegeln, die eine zentrale Wirklichkeit falsch und verzerrt reflektieren, eine Wirklichkeit, die sich in allen und in keinem dieser Spiegel findet."" Der in Südafrika aufgewachsene und erst mit 17 Jahren nach Portugal zurückgekehrte Dichter und Handelskorrespondent Fernando Pessoa bleibt zeitlebens ein Wandler zwischen den Welten und den Kulturen, ein Getriebener, der bescheiden in der Unterstadt Lissabons seiner Büroarbeit nachgeht, aber wie ein Besessener schreibt und eine neue portugiesische Literatur fordert. Kaum ein anderer Autor hat die Auflösung der Ich-Grenzen so weit getrieben wie er – durch bewusstes Spiel, phantasievolle Maskerade und eine ""angeborene, beständige Neigung zur Entpersönlichung und Verstellung"", wie er seine Aufspaltung in zahlreiche fiktive Persönlichkeiten 1935 beschreibt. Alberto Caeiro, Álvaro de Campos und Ricardo Reis sind nur drei der Heteronyme, die Pessoa ein Leben lang begleiteten, durch die er sich ausdrückte und in denen er teilweise verschwand. So berichtet Pessoa, wie sich am 8. März 1914 eines seiner Heteronyme personalisierte und sein Meister werden sollte: ""Ich schriebüber dreißig Gedichte in einem Zuge in einer Art von Ekstase. Es war der triumphale Tag meines Lebens - einen zweiten dieser Art werde ich nicht erleben. Und dann erschien jemand in mir, dem ich sogleich den Namen Alberto Caeiro gab. Entschuldigen Sie das Absurde des Satzes: In mir war mein Meister erschienen.""

In Taperecordings eines metaphysischen Ingenieurs hat Kai Grehn kurze Erzählungen, Gedichte, Texte und Sätze von Pessoa zu einer Partitur vereint und diese vertont. Es sind poetische Miniaturen, Erkundungen mittels Sprache eines von der Philosophie stark beeinflussten Dichters. Texte, die einem die transzendenten und existentiellen Empfindungen Pessoas, sein widersprüchliches Wesen, seine Realitätsverweigerung, die Liebe zu seinen Mitmenschen, seinen weiten geistigen Horizont, aber auch seine Einsamkeit und Fremdheit näherbringen. Wer könnte diese Texte besser interpretieren als Robert Gwisdek, der 2017 als Käptn Peng auf dem Album Das nullte Kapitel mit dem Song Meister und Idiot die Hymne einer Persönlichkeitsspaltung veröffentlichte. Mit ihm hat Kai Grehn über mehrere Tage und Nächte Sprachaufnahmen gemacht. Das gesamte Geräusch- und Sounddesign für die Produktion wurde im heutigen Lissabon aufgenommen und der Musiker Shaban lieferte den Soundtrack dazu. ""Unter all den Zeilen und Versen Pessoas findet sich ein Satz, der bei dieser Arbeit für mich die gleiche Bedeutung besessen hat, wie für die Seefahrer in früheren Zeiten der Polarstern: ""Die Musik, der Mond und die Träume sind meine magischen Waffen"".""
(Kai Grehn)"

"Hölderlin? Nein, kennt er nicht, ist er auch nicht. Heute ist er Scardanelli, gestern Fürstlicher Biebliedekarius, morgen Killalusimeno. Hölderlin ist ein Sufi der deutschen Literatur, ein Sonderling, närrisch und verlacht, bis hin zum Aufschrei, zum Verglühen, zur Auflösung. Andere schreiben über Mystik, er verkörpert sie: "Nimm mich, wie ich mich gebe, und denke, dass es besser ist zu sterben, weil man lebte, als zu leben, weil man nie gelebt!" Das könnte auch O-Ton der Sufis im 10. Jahrhundert sein, und klingt 200 Jahre nach Hölderlin zugleich wie eine Fanfare des Rock 'n' Roll: "It's better to burn out than to fade away" - so nämlich singt es Neil Young 1979 in My My, Hey Hey (Out of the blue) - und im Abschiedsbrief von Kurt Cobain findet man genau diese Zeile... In späteren Briefen an seine Mutter nimmt Hölderlin in höchst förmlichen Worten Abstand von seiner Höflichkeit gegenüber ihr und der Welt: "Verehrungswürdige Mutter! Ich habe die Ehre, Ihnen zu bezeugen, dass ich über den von Ihnen empfangenen Brief recht erfreut seyn musste. Ihre vortrefflichen Äußerungen sind mir sehr wohltätig, und die Dankbarkeit, die ich Ihnen schuldig bin, kommt hinzu zu der Bewunderung Ihrer vortrefflichen Gesinnungen." Berichte aus Hölderlins zweiter Lebenshälfte, einer Zeit der Umnachtung im Tübinger Turm - die gleichwohl noch einige der hellsichtigsten Verse deutscher Sprache hervorgebracht hat, klingen schauderhaft. Selbst Hölderlins Mutter, die ihm und allen gegenüber so durchhaltend steif war, explodieren in den Briefen plötzlich die Gefühle. Trotzdem hat sie Friedrich, ihren Sohn, in den verbliebenen fast vierzig Jahren nicht ein einziges Mal besucht. Um die fünfzig Gedichte und etwas weniger Briefe dieses Zeitraums sind in offenbar zufälliger Auswahl erhalten. Wie man sie zu lesen hat und wofür sie wohl stehen, war von Anfang bis heute eine offene und stets faszinierende Frage, die meist unabhängig von der Auslegung seiner großen Dichtung diskutiert wurde." (Klaus Buhlert)

Chrissi hat fast die Schule angezündet. Aber nur aus Versehen! Trotzdem darf er nicht mit zur großen Schulfahrt und muss mit zwei anderen Kindern, die auch was ausgefressen haben, in der Schule bleiben. Und mit der strengen Direktorin, die ihnen Strafarbeiten aufbrummt. Nö! Chrissi nimmt sich fest vor, die ganze Woche über wütend in der Ecke zu sitzen. Doch dann liegt ein halber Döner in der Schulküche und das ist nur der Anfang der Spukerei. Chrissi überredet die beiden anderen Kinder, dem Phantom auf die Spur zu kommen. Dafür brauchen sie einen Plan und gute Nerven. Am Ende sind sich alle einig: Dieses Grusel­abenteuer in der leeren Schule erweist sich als tausendmal aufregender als die verpasste Reise!

Es ist Sommer, Onkel Theo und seine Nichte Amelie wollen in den Urlaub fahren. Onkel Theo liebt Italien und möchte dieses schöne Land seiner Nichte zeigen. Er schwärmt: Dort ist es warm, man kann den ganzen Tag baden und das schönste Eis essen. Gut gelaunt steigen beide aus dem Zug und suchen das Hotel 'Zur letzten Pizza'. Leider ohne Erfolg. Sie sind in den falschen Zug gestiegen. Sie sind in Öttepötten in Finnland gelandet. Und nun? Onkel Theo, seine Nichte Amelie und die vielen freundlichen Finnen tun einfach so, als wäre hier Italien.

"Ein junges Mädchen, Ina, träumt sich durch ihre Beziehung zu Jan und ihr Leben in Berlin. ""Berlin ist Spaß, aber kein Zuhause"", sagt sie. Und Jan: ""Ich bin hier geboren und ich werde hier auch mal sterben."" Während der gemeinsamen U-Bahn-Fahrten, der Beziehungsspielchen und des alltäglichen Geplänkels, schwingen immer die Fragen mit: was ist das eigentlich, diese Liebesbeziehung zu Jan, passen sie überhaupt zusammen? Wohin soll es gehen? Was kann man erleben und mit wem?

2007 hat Hörspielmacher Nick-Julian Lehmann zusammen mit den Schauspielern Marie-Charlott Schube und Till Grossmann das Liebespaar Jan und Ina ins Leben gerufen. Und dann über ein Jahrzehnt lang verfolgt. Ursprünglich als Hörspielserie mit unregelmässiger Erscheinung produziert, können wir die beiden und die Entwicklung ihrer Beziehung über die Jahre hinweg begleiten: miterleben, wie aus Jugendlichen Erwachsene werden, hören, wie ihre Liebe vorbeigeht und sie trotzdem nicht loslässt. Und nach Jahren ein Wiedertreffen, das das Rad von Neuem antreibt.

Die Geschichte kommt unaufwändig daher - ""field recordings"" von Berlin vermitteln ein glaubhaftes Gefühl von Realität, die oft improvisierten Dialoge stellen Lebensnähe her und bleiben auch bei komplexen Themen so verständlich, als belausche man ein Pärchen in der U-Bahn

"Ein junges Mädchen, Ina, träumt sich durch ihre Beziehung zu Jan und ihr Leben in Berlin. ""Berlin ist Spaß, aber kein Zuhause"", sagt sie. Und Jan: ""Ich bin hier geboren und ich werde hier auch mal sterben."" Während der gemeinsamen U-Bahn-Fahrten, der Beziehungsspielchen und des alltäglichen Geplänkels, schwingen immer die Fragen mit: was ist das eigentlich, diese Liebesbeziehung zu Jan, passen sie überhaupt zusammen? Wohin soll es gehen? Was kann man erleben und mit wem?

2007 hat Hörspielmacher Nick-Julian Lehmann zusammen mit den Schauspielern Marie-Charlott Schube und Till Grossmann das Liebespaar Jan und Ina ins Leben gerufen. Und dann über ein Jahrzehnt lang verfolgt. Ursprünglich als Hörspielserie mit unregelmässiger Erscheinung produziert, können wir die beiden und die Entwicklung ihrer Beziehung über die Jahre hinweg begleiten: miterleben, wie aus Jugendlichen Erwachsene werden, hören, wie ihre Liebe vorbeigeht und sie trotzdem nicht loslässt. Und nach Jahren ein Wiedertreffen, das das Rad von Neuem antreibt.

Die Geschichte kommt unaufwändig daher - ""field recordings"" von Berlin vermitteln ein glaubhaftes Gefühl von Realität, die oft improvisierten Dialoge stellen Lebensnähe her und bleiben auch bei komplexen Themen so verständlich, als belausche man ein Pärchen in der U-Bahn

"Nach einem Autounfall läuft das Mädchen Sari einen endlos langen Weg, um Hilfe zu holen. Sari fährt im Auto mit Mama und Papa durch den Wald. Sie alle sind zerstritten und da treffen sie noch auf einen Elch! Papa kann den Lenker nicht halten, sie fahren in den Wald und das Auto kippt um. Was nun? Mama und Papa klemmen im Auto fest. Sari ist unverletzt und läuft los, um Hilfe zu holen. Das Auto kennt den Weg und gibt ihr gute Ratschläge, noch nie ist sie allein einen so langen Weg gelaufen. Gut, dass sie Hilfe bekommt. Ein Fuchs borgt ihr seinen halben Geruchssinn, ein Habicht breitet die Flügel aus und sieht nach, ob der Weg durch den Wald kürzer ist. Und der Elch spornt sie mit seinen schnellen Hufen zum Wettrennen an."

Auf der Fahrt von Brasilien nach Afrika gerät der junge Robinson in einen schweren Sturm und erleidet Schiffbruch. Er kann sich als einziger der Mannschaft mit dem Hund Jack auf eine Insel retten. Aus den Trümmern des Wracks birgt Robinson Waffen, Vorräte und die Schiffskatze Moll.
Er findet eine Felsenhöhle, baut sich eine Hütte aus Treibholz und beginnt, die Insel zu erkunden. Von seinen Streifzügen bringt er den Papagei Poll mit, der ihn von nun an mit Jack und Moll Gesellschaft leistet. Eines Tages beobachtet er, wie Kanus mit Eingeborenen landen und Gefangene bringen. Einem von ihnen gelingt die Flucht, Robinson rettet ihn, gibt ihm den Namen Freitag und nimmt ihn in seine kleine Gemeinschaft auf. Da erscheint eines Tages ein Schiff am Horizont.
Für Robinson und seine Freunde heißt es, Abschied von der Insel und Kurs auf ein unbekanntes Zuhause zu nehmen

Glück auf! Helm ab!

Die sozialen Netzwerke bieten immer wieder eine Angriffsfläche für die Menschen. Und oft kann das Internet auch großen Schaden anrichten. Kommissar Anton Jäger bekommt es mit einem unheimlichen Kettenbrief zu tun, der in einzelnen Fällen sogar zum Tode führt. Wird er es schaffen, diesen Fall zu lösen?

Zufällig gerät Philipp im Internet auf die Seite von Superdad-Solutions, klickt herum, wird nach seinen Wünschen gefragt und schon hat er bestellt. Als er nach der Kreditkartennummer gefragt wird, macht er schnell aus. Doch zwei Tage später bringt der Lieferservice ein großes Paket und heraus steigt der bestellte Pap@mat. Zuerst ist das wunderbar, weil er sich für alles interessiert, was Philipp macht. Er hilft ihm bei den Hausaufgaben und spielt stundenlang mit ihm am Computer. Aber dann entdeckt ihn Mama und es gibt Ärger ohne Ende.

Peter Bichsel – einer der wenigen wahrhaft echten Kurzgeschichtenschreiber – wird 80 Jahre alt. Zu seinem Geburtstag realisiert SRF eine Hörcollage mit Geschichten aus seinem Erstlingswerk "Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen".

Als seine ersten 21 Geschichten, die teilweise nicht länger als eine Druckseite sind, 1964 erschienen, wurde der 29-jährige Peter Bichsel auf einen Schlag zur literarischen Sensation. Als subtiler Beobachter ohne erkennbare Neugier beschreibt er den Alltag der kleinen Leute und breitet eine Reihe scheinbar idyllischer Alltagssituationen aus. Doch hinter dieser Idylle, im Verborgenen, lauern die Einsamkeit und die immerwährende Unfähigkeit zur zwischenmenschlichen Kommunikation.

In der Hörcollage "Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen" führt uns Peter Bichsel durch ein Geschichtenhaus, in dem in jedem Stockwerk "jemand wohnt". Die junge Frau, die wartet: auf eine Freundin oder eine Kollegin, den Zug, den Abend. Ein Mann, der Papierblumen verkauft. Ein Ehepaar, das Lichtbilder zeigt. Ein Mann, der kein Klavier kaufen möchte, aber seiner Frau eines kauft. Eine Frau, die einen Brief vom Meer bekommt. Ein Mann, dem es in der Wohnung zu kalt ist und der vom Auswandern träumt. Die Tante, die das Klavier ihrer Mutter erbt. Die Familie, die auf die Tochter wartet. Und natürlich Frau Blum, die den Milchmann kennen lernen möchte.

Pumuckl freut sich über jede Blume, die aus der Erde herausspitzt. Das kleine Beet im Hof ist sein ganzes Glück, und die drei feuerroten Tulpen haben dem kleinen Kobold den Kopf verdreht. Doch das Tulpenglück ist schon bald zerstört und Pumuckl empört.

Seit fünfzehn Jahren studiert Vittorio Kowalski wie besessen die Wetter-daten eines fernen Alpendorfs. Er kennt die Hoch- und Tiefwetterlagen eines jeden Tages auswendig, ist mit den täglichen Luftdruckschwankungen, Niederschlagsmengen und Sonnenstunden vertraut. Dann wird er mit diesem verrückten Spezialwissen sogar Wettkönig bei Wetten, dass …?. Niemand kann sich dieses Faible erklären. Außer vielleicht ein gewisser Wolf Haas, der die Vorgeschichte des Helden recherchiert und eine Liebesgeschichte entdeckt hat, die es allemal lohnt als Roman erzählt zu werden, so poetisch und detailreich, dass selbst die Rezensentin sich in ihn zu verlieben scheint.

Wer bin ich, wenn ich all die Daten hätte, die die anderen über mich haben – NSA, Google, Facebook, Amazon und Co? Philine Velhagen hat sich eine Woche lang selbst abgehört und ihr eigenes Leben retrospektiv neu ausgelesen.

Wir alle wissen es: Wir werden abgehört, getrackt, ausgewertet und zu Profilen vervollständigt. Zu kriminalistischen Zwecken, nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten oder nach anderen Algorhythmen, die gerade von Interesse sind. Warum sich diese Strategien nicht zu eigen machen? Ich werde meine eigene NSA. Ich zeichne mich auf und sortiere mich um - alphabetisch, emotional, finanziell, nach Themen, Vorlieben, Farben oder Gesprächspartnern. Danach höre ich mich wieder. Höre mein Leben. Oder ist es eigentlich ganz anders gewesen? Was wäre, wenn ich meine Biografie, mein Leben umschneide und damit neue Lebensgeschichten erfinde? Steckt in meinen Gesprächen das Leben einer Terroristin? Einer heimlichen Geliebten? Erfinden wir uns nicht eh jeden Moment neu? Und wer bin ich gerade, wenn ich mir selbst beim Leben zuhöre?
"I'm your private dancer" nutzt gängige Abhörpraktiken, um die Gegensätze von Privat und Öffentlich, Realität und Fiktion in einem tragi-komischen Hütchenspiel zum Verschwinden zu bringen.

Die eine frisst Motten, der andere Körner. Sie verbringt den Tag lieber kopfüber hängend, er kopfhoch stehend. Sie ist schwarz, er blau. Frau Fledder ist eine Fledermaus, die es in sich hat – und sich Hals über Flügel in Herrn Zitrone verliebt, einen kleinen blauen Wellensittich, von der eher sensiblen, ängstlichen Sorte. Ausgerechnet er wohnt bei Marie, die ihm am liebsten Gruselgeschichten vorliest. Mit Jonas, dem neuen Nachbarsjungen, versteht er sich jedoch auf Anhieb bestens. Zu dumm nur, dass dieser eine feine Spürnase für die dunklen Seiten manch anderer Nachbarn hat und selbst vor einer nächtlichen Verbrecherjagd nicht zurückschreckt. Dabei wird Herr Zitrone plötzlich mutiger, als er es sich je erträumt hat. Ein flatterhaft poetischer Kinderkrimi über das Anders- und Mutigsein.

Worte sind das Ein und Alles, behauptet Frau Rumpf, die Klassenlehrerin der 3b. Sie beschreiben die Dinge, sie können schmeicheln, aber auch sehr verletzen. Das weiß ihr bester Schüler im Diktat, Kevin Keck, genannt Keks, nur allzu gut. Ausgerechnet der Buchstabe K bringt ihn zum Stottern. Zum Glück kennt keiner sein Geheimnis - bis auf Lukas. Gegen immer höhere "Belohnungen" verspricht er nichts zu verraten. Was eher aus Übermut begann, wird zu einer gemeinen Erpressung. Kevin ist ziemlich verzweifelt, denn er weiß nicht, wohin das noch führt. Soll er vielleicht lieber mit dem Versteckspiel aufhören? Er traut sich nicht. Doch dann kommt ein Neuer in die Klasse. Er ist klein, gnomenartig und grottenschlecht in "Rächtschraipung". Aber mit seinen Wortschöpfungen, lustigen Sprachspielereien, einem unsichtbaren "Umbassaka" und dem "Äffett", das alle Wörter verdreht, stellt er nicht nur das Leben von Keks und Lukas, sondern der ganzen Klasse auf den Kopf.

Vor vielen Jahren lebten an einem russischen Königshof eine Königin, eine Küchenmagd und eine Hündin. Eines Tages hatten alle drei von dem gleichen Fisch gegessen und so kam es, dass sie alle drei am gleichen Tag einen Sohn zur Welt brachten: Einen Königssohn, einen Küchensohn und einen Hundesohn. Gemeinsam wuchsen die drei heran, und schon nach wenigen Wochen waren sie kräftige junge Burschen geworden. Der König schenkte jedem einen Hengst, Reisegeld und eine neun Pfund schwere Keule. Damit zogen die drei in fremde Länder, um sich zu zeigen und zu beweisen, wie es sich für Recken gehört.

Anna Bender ist acht und ist da zu Hause, wo andere Kinder mit ihren Eltern sonntags spazieren gehen: im Zoo. Ihr Vater arbeitet dort als Futtermeister

"In der Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb der Krepphändler Bokushi Suzuki in seinem Buch Schneeland Symphonie des Alltags die Feste und Rituale der Bewohner des japanischen Echigo, einer Gegend, in der es ungewöhnlich viel schneit, der Schnee sich viele Meter hoch auftürmt und bis in den Mai hinein liegen bleibt. Mit diesem Reisebericht im Gepäck begab ich mich im Winter 2010/11 ins Schneeland, um in der Gegenwart die Mythen und Märchen der Vergangenheit aufzuspüren." (Ulrike Ottinger) Rahmenhandlung des Hörspiels ist die poetische Geschichte von Takeo und Mako, zweier Studenten, die ihre Neujahrsferien im Schneeland verbringen wollen. Auf ihrer beschwerlichen Reise durch Echigo lockt sie der Geist einer Füchsin in ein einsames Haus. In einer berauschten Neujahrsnacht schlüpft sie in die Gestalt Makos und verwandelt sich in eine wunderschöne Frau, um Takeo zu gewinnen. Beide finden sich in der Edo-Zeit wieder. Die Shamisen-Spielerin begleitet den Tanz der schönen Füchsin mit einem alten Geisha-Lied auf ihrem aus dem Holz des Khaki-Baumes gefertigten und mit Hundehaut bespannten Instrument. Am nächsten Morgen führen Takeo und Mako ihre Reise fort. Dabei begegnen sie Bauern, die ihre Dächer mit großen Schaufeln vom Schnee befreien und Frauen, die aus feinsten Flachsfäden lange Bahnen von Krepp weben. Sie wohnen Ritualen bei, die in Echigo auch heute noch zur gelebten Tradition gehören. Zur Abwehr der Reis pickenden Vögel werden auf den Feldern Opfertürme aus Schnee errichtet. Bei einer Hochzeit findet das traditionelle Bräutigamwerfen statt und im Tempel werden die Vorbereitungen für das Fest der Wegegötter getroffen. Die guten Wünsche für das neue Jahr werden auf bunte Papierschleifen geschrieben, an eine Reisstrohpyramide gebunden und verbrannt.

Der zweite Teil des Hörspiels beginnt mit der Verbannung der Protagonisten auf die Insel Sado, wo sie zum Frondienst in den Goldminen gezwungen werden. Der über tausendjährigen Verbannungsgeschichte der Insel verdanken wir die traurigsten und zugleich schönsten Liebesgedichte. Ebenso alt ist die Geschichte ihrer legendären Gold- und Silberminen, bei deren Ausbeutung schon portugiesische Jesuiten halfen, und von denen schon drei Jahrhunderte zuvor Marco Polo zu berichten wusste. Aus den gesammelten Originaltönen des Alltags, der Feste, Rituale und der fiktiven Erzählung um das Paar aus der Edo-Zeit, musikalisch begleitet vom Gesang zum Shamisen-Spiel Yumiko Tanakas, entsteht eine atmosphärisch dichte Montage.

"In der Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb der Krepphändler Bokushi Suzuki in seinem Buch Schneeland Symphonie des Alltags die Feste und Rituale der Bewohner des japanischen Echigo, einer Gegend, in der es ungewöhnlich viel schneit, der Schnee sich viele Meter hoch auftürmt und bis in den Mai hinein liegen bleibt. Mit diesem Reisebericht im Gepäck begab ich mich im Winter 2010/11 ins Schneeland, um in der Gegenwart die Mythen und Märchen der Vergangenheit aufzuspüren." (Ulrike Ottinger) Rahmenhandlung des Hörspiels ist die poetische Geschichte von Takeo und Mako, zweier Studenten, die ihre Neujahrsferien im Schneeland verbringen wollen. Auf ihrer beschwerlichen Reise durch Echigo lockt sie der Geist einer Füchsin in ein einsames Haus. In einer berauschten Neujahrsnacht schlüpft sie in die Gestalt Makos und verwandelt sich in eine wunderschöne Frau, um Takeo zu gewinnen. Beide finden sich in der Edo-Zeit wieder. Die Shamisen-Spielerin begleitet den Tanz der schönen Füchsin mit einem alten Geisha-Lied auf ihrem aus dem Holz des Khaki-Baumes gefertigten und mit Hundehaut bespannten Instrument. Am nächsten Morgen führen Takeo und Mako ihre Reise fort. Dabei begegnen sie Bauern, die ihre Dächer mit großen Schaufeln vom Schnee befreien und Frauen, die aus feinsten Flachsfäden lange Bahnen von Krepp weben. Sie wohnen Ritualen bei, die in Echigo auch heute noch zur gelebten Tradition gehören. Zur Abwehr der Reis pickenden Vögel werden auf den Feldern Opfertürme aus Schnee errichtet. Bei einer Hochzeit findet das traditionelle Bräutigamwerfen statt und im Tempel werden die Vorbereitungen für das Fest der Wegegötter getroffen. Die guten Wünsche für das neue Jahr werden auf bunte Papierschleifen geschrieben, an eine Reisstrohpyramide gebunden und verbrannt.

Der zweite Teil des Hörspiels beginnt mit der Verbannung der Protagonisten auf die Insel Sado, wo sie zum Frondienst in den Goldminen gezwungen werden. Der über tausendjährigen Verbannungsgeschichte der Insel verdanken wir die traurigsten und zugleich schönsten Liebesgedichte. Ebenso alt ist die Geschichte ihrer legendären Gold- und Silberminen, bei deren Ausbeutung schon portugiesische Jesuiten halfen, und von denen schon drei Jahrhunderte zuvor Marco Polo zu berichten wusste. Aus den gesammelten Originaltönen des Alltags, der Feste, Rituale und der fiktiven Erzählung um das Paar aus der Edo-Zeit, musikalisch begleitet vom Gesang zum Shamisen-Spiel Yumiko Tanakas, entsteht eine atmosphärisch dichte Montage.

Ein Paar macht Wanderurlaub in der Wildnis und erlebt seltsame Dinge: Kann wirklich so viel gleichzeitig schiefgehen? Sind die Leute nicht alle ein bisschen komisch? Oder verlieren die beiden langsam den Verstand?

Marie und Paul haben von Anfang an ein komisches Gefühl. Dafür, dass der Nationalpark so berühmt ist, sind sie ganz schön allein. Die Wege sind viel anspruchsvoller, als die Karten das versprechen. Sowieso macht ihnen die Hitze zu schaffen. Und dann passieren wirklich seltsame Dinge. Und im Dorf weiß natürlich niemand nichts. So hatten sie sich den Sommerurlaub nun wirklich nicht vorgestellt.

Einmal in den Kopf einer anderen Person: Dieses Hörspiel macht es möglich. Das Stück wird online in 3D-Audio angeboten – und aus beiden Perspektiven: Kopfhörer auf und als Marie oder Paul die Reise ganz direkt erleben, als ganz persönlichen (Horror-)Trip.

Ein Paar macht Wanderurlaub in der Wildnis und erlebt seltsame Dinge: Kann wirklich so viel gleichzeitig schiefgehen? Sind die Leute nicht alle ein bisschen komisch? Oder verlieren die beiden langsam den Verstand?

Marie und Paul haben von Anfang an ein komisches Gefühl. Dafür, dass der Nationalpark so berühmt ist, sind sie ganz schön allein. Die Wege sind viel anspruchsvoller, als die Karten das versprechen. Sowieso macht ihnen die Hitze zu schaffen. Und dann passieren wirklich seltsame Dinge. Und im Dorf weiß natürlich niemand nichts. So hatten sie sich den Sommerurlaub nun wirklich nicht vorgestellt.

Einmal in den Kopf einer anderen Person: Dieses Hörspiel macht es möglich. Das Stück wird online in 3D-Audio angeboten – und aus beiden Perspektiven: Kopfhörer auf und als Marie oder Paul die Reise ganz direkt erleben, als ganz persönlichen (Horror-)Trip.

Wunden gibt es, die wie Lepra an der Seele nagen, langsam, in der Einsamkeit."
In "Die blinde Eule" beschreibt der iranische Schriftsteller Sadegh Hedayat die Opiumdelirien eines verstörten Federkastenmalers, der sich nach Zärtlichkeit und Schönheit sehnt, Allah und die Welt der "Canaille", also des Pöbels, angeekelt meidet und schließlich seine Frau, die er nur "Dirne" nennt und die sich ihm verweigert, bestialisch ermordet. Die Beseitigung dieser Leiche mithilfe eines Totengräbers mündet in eine rätselhafte und fatale Reise in das Reich der Toten, der Traumbilder, der Spiegelungen und Ängste. Sein fiebriges Ich wendet sich immer wieder an die blinde Eule, seinem Schatten, dem er von seinem Leben und Siechtum berichtet.

Hölderlin verbrachte seine letzten 36 Lebensjahre in einem Turmzimmer zwischen Phasen der Geistesgegenwart und der "Geistesgestörtheit", bevor er im Alter von 73 Jahren starb. Ob er wirklich geisteskrank war, ist für diese Arbeit unerheblich. Poesie als Gesang war für Hölderlin die Muttersprache des Menschengeschlechtes. Und der Ton galt ihm als das "wahrste Bild des reinen Seelenwesens". Ulrich Land ist Autor und Sprecher eines Librettos aus Textfragmenten sowie Briefen, die Hölderlin aus dem Turm an seine Mutter schrieb. Rilo Chmielorz und Pedro López haben ein Klanggebilde darüber gebaut: einen äußeren Turm, der sich allmählich aufzulösen scheint und sich in einen inneren Turm verwandelt. Behutsam wird Hölderlins Sprache transformiert und langsam in Musik verwandelt.

1807. Im beschaulichen Tübingen sind zwei unnatürliche Todesfälle in kurzer Folge zu beklagen. Oder sind es sogar drei?

Ein Drucker, ein Fremder – und der Schlosserlehrling etwa auch? Und was haben die Toten mit der Verskunst Hölderlins zu schaffen? Jenes Dichters, der sein Dasein am Rande des Wahnsinns in einem Turmzimmer fristet und traumschöne Poesie verfasst. Richter Heckle und Gendarm Burger versuchen mit den modernsten Untersuchungsmethoden Licht in die Finsternis um Hölderlin zu bringen.

Was bedeutet es, Gegenwart zu leben? Das Duo NUM sucht einen akustischen Ausdruck für den flüchtigen Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Klangkünstler orientieren sich dabei an ihren persönlichen Erfahrungen: Aus dem Iran nach Georgien emigriert, versuchen sie in Tiflis, sich ein neues Leben und eine neue künstlerische Laufbahn aufzubauen. Ihre Lebenswelt und ihre Gedanken verarbeiten sie anhand einer grafischen Partitur zu einer Klangkomposition.

Da die in diesem Hörspiel verwendeten Materialien Gegenstand laufender Ermittlungen sind, ist es dem WDR nicht gestattet, der Öffentlichkeit vorab eine Inhaltsangabe der Sendung zur Verfügung zu stellen. Umfang und Ausgestaltung des Materials unterliegen einer strengen Kontrolle der zuständigen Behörden und werden erst kurz vor der eigentlichen Ausstrahlung einer definitiven Freigabe unterliegen. Hintergrund dieser Maßnahme ist der Schutz der an den Ermittlungen beteiligten Personen, betroffener Technologie und der Öffentlichkeit.

In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein einmaliges historisches Archiv entstanden, das die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. Lange vor der Printveröffentlichung hatte Walter Kempowski sein Echolot-Archiv damals für den Hessischen Rundfunk geöffnet. Mehr als 200 namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus allen Teilen der Bundesrepublik lasen deutsche Familiendokumente aus den Monaten Januar bis Mai 1945. Die hr-Hörspielredaktion hatte das Material um private Dokumente aus Russland, Frankreich, England und den USA ergänzt.
Die Geschichtsforschung weiß es längst: Unsere Erinnerung verändert und verfälscht die Geschichte. Im Rückblick erzählen wir die Vergangenheit, wie wir sie heute sehen. Das Beeindruckende, teilweise auch Schockierende an dem Radioprojekt "Der Krieg geht zu Ende" war, daß die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht wurde. Alles, was zu hören ist, wurde unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebens niedergeschrieben. Das kollektive Entsetzen von einst wird ohne verfälschenden Abstand lebendig.

Wir hören stundenlang Stimmen. Es sind die Stimmen zahlloser Menschen direkt aus dem "Damals". Sie beschwören die unterschiedlichsten Bilder aus dem Zeitraum von Januar bis Mai 1945. Damals, als es endlich zu Ende ging mit dem seit sechs Jahren anhaltenden Alptraumkrieg. "Ein bombiges Neujahr", meint einer mit Galgenhumor. Ein Mädchen dagegen. "Man muß gleich einer Maschine werden, um nicht unterzugehen in der grausigen Wirklichkeit". Der sechzehnjährige Flakhelfer fühlt sich um die besten Jahre seines Lebens betrogen, denn: "Jetzt ist die Zeit, wo wir tanzen lernen würden!" Aus über 3.000 Briefen, Tagebucheintragungen und sonstigen Alltagsdokumenten sprechen, murmeln und wispern sie, beschreiben Triviales und Entsetzliches, oft beides ineinander verschraubt: das Ende des Krieges in protokollarischer Darstellung. Und zwar aus der Sicht der unzähligen Unbekannten, die ihre Erlebnisbilder in "natürliche Sprache" fassen - fernab von den konservierten Statements und Parolen offizieller Zeitgrößen.

Auf Initiative Christoph Buggerts, Hörspielchef beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, haben diese Stimmen aus Walter Kempowskis "Echolot-Archiv" jetzt einen ganzen Radiotag lang Zeit, in unser Bewusstsein zu dringen. Seit er in den sechziger Jahren mit seinem Projekt der deutschen "Spurensicherung" begannt, stellt Kempowski immer wieder eindrucksvoll sein Vertrauen in die Aussagekraft von Alltagssprache unter Beweis, seinen Glauben an die blanke Wiedergabe von Tatsachen als Denkspiel und Gedächtnisersatz für alle später Geborenen. Kempowski verzichtet dabei auf Kommentare, da die "Texteschreiber ja ihre Reflexionen mitliefern". Sein Kommentar ist der Schnitt und die Komposition des Materials. So versucht dieser Chronist imIdealfall "ein gewisses Gleichgewicht" herzustellen: zwischen Opfer und Rächer, zwischen den Seiten und Kehrseiten des Grauens. Das erschütternd thematische an diesen Zeugnissen ist gerade die private, unfrisierte Wahrnehmung, die Kempowski in jahrelanger Sammlertätigkeit zusammentrug. Das pendelt, je nach AutorIn, zwischen rührend hausbackenem Erklärenwollen und ansetzender Verdrängung:
"Wenn der Krieg aus ist, dann ist alles sicher schnell wieder vergessen" - Pause - "Wenn der Krieg vorbei ist, ist von alter deutscher Kultur sicher nur noch in kleineren Städten etwas zu finden." - Pause - "Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir nach allgemeiner Überzeugung selbst daran schuld. Und zwar nicht der kleine Mann, sondern die Führung" - Pause. So chaotisch diese letzten Monate gewesen sein müssen - der Regisseur Walter Adler entfaltet die Stimmenchronik in einer fast unheimlichen Ruhe. Ohne Hast überblendet das Hörstück die Einzelperspektiven zu einer zentralen Großaufnahme und ermöglicht so zumindest ansatzweise das wirkliche Erfassen der entsetzlichen Zeit. Gerade durch das erzählende Ausholen der vielen setzt sich ein Puzzle im Bewusstsein zusammen. Kempowski glaubt an diese Fähigkeit seines Publikums.

Sir Luke Enderby hat soeben siegreich die Anklage in einem Mordprozess geführt. Dank seiner Redekunst ist der sogenannte "Blondinenmörder" verurteilt worden, obwohl dessen Schuld nicht eindeutig bewiesen werden konnte. Seine Ehefrau hätte ihn entlasten können, aber sie war zum Zeitpunkt der Verhandlung krank und wurde nicht gehört. Lady Enderby verabscheut nicht nur die Arroganz und die Selbstsicherheit, mit der ihr Gatte seine "legalen Tricks" einsetzt, sie weiß auch, dass er seit einiger Zeit eine Affäre hat. Aber Julia Keene, seine Geliebte, weiß mehr über den "Blondinenmörder" als Enderby ahnen kann. Ihr Cottage, in das sie Enderby für ein gemeinsames Wochenende entführt, wird zur tödlichen Falle. Das kleine Kriminalhörspiel der berühmten englischen Autorin wurde im vergangenen Jahr wiederentdeckt und erscheint hier erstmals in deutschsprachiger Produktion.

Kinder lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Die eine hat ein Haustier, die andere wünscht sich eins. Charlotte gehört zu letzterer. Sie sehnt sich nach nichts mehr als einem Tier zum Schmusen, Knuddeln und Verwöhnen, einem treuen Freund eben, dem sie all ihre Geheimnisse anvertrauen kann. Zu dumm nur, dass ihrer Mutter auf keinen Fall ein Tier ins Haus kommt. Da beißt die Maus keinen Faden ab und Charlotte auf Granit! Als selbst der pupsig kleine Nachbarsjunge einen Hamster bekommt, glaubt Charlotte, ihr Schwein pfeift und setzt alles, aber auch wirklich alles daran, doch noch an ein Tier zu kommen.

Atmosphärisches Hörspiel um Schuld und Mitschuld auf allen Seiten. Bei der Suche nach dem einen Mörder offenbaren sich Abgründe in nahezu allen Figuren im Grossstadtdschungel Berlin. Auch der leitende Kommissar schleppt seine Traumata mit sich herum.

Die schöne Yulia Kirsch liegt tot am Ufer des Berliner Landwehrkanals. Ein Jogger findet sie in den frühen Morgenstunden in einer Lache aus Blut. Hauptkommissar Jan Kovac hat eine harte Nacht hinter sich, als er am Tatort eintrifft. Der erst kürzlich nach Berlin strafversetzte Kovac ist unbeliebt im Kollegenkreis. Als Ermittler des LKA hat er in Konstanz eine Kindsmörderin geschützt, von der er sich hatte verführen lassen. Seine Karriere und sein Privatleben sind seitdem aus der Bahn geworfen.
Im Mordfall an Yulia Kirsch will der Hauptkommissar keinen Fehler begehen und verfolgt alle Spuren penibel, obwohl der Täter offensichtlich ist: der ehemalige Lebensgefährte des Opfers, Stefan Selsky.
Bald offenbart sich, dass nicht nur die Pflegeeltern von Yulia Kirschs Sohn Yanik ein Motiv für einen Mord haben, sondern auch ein erfolgreicher Journalist.

Patrick Findeis legt in seinem Hörspiel "Zwanzig auf Selsky" den Fokus auf das Opfer, das Schicksal einer jungen Frau, die sich nach einem Tiefschlag langsam erholt, der ein Happyend jedoch nicht vergönnt ist. Und er taucht tief in die Innenwelten all seiner Figuren ein, einige tragen Mitschuld an Yulias Schicksal.

"Die späten Gedichte Hölderlins galten lange als zu vernachlässigende Erzeugnisse eines geistig Umnachteten. Mochte er einst ein großer Dichter gewesen sein, nun war er dem Wahnsinn erlegen. Man konnte ihn besuchen in seinem Tübinger Turmzimmer. Dann würde er wohl sein Klavierspiel unterbrechen und auf Bestellung ein Gedicht schreiben – Der Mensch oder Das fröhliche Leben oder ein Jahreszeitengedicht – je nach Wunsch. Gezeichnet ""mit Untertänigkeit Scardanelli"". Über Hölderlins Erkrankung und die Umstände ihres Ausbrechens ist viel spekuliert worden. War ihm etwas zugestoßen auf der Reise von Bordeaux heim nach Nürtingen, die er zu Fuß unternommen hatte? War es die Nachricht vom Tod seiner Geliebten Susette Gontard, seiner Diotima? War es das Scheitern auf allen Gebieten, die mangelnde Anerkennung durch die dichterischen Großgestirne Goethe und Schiller, das Fristen seines Daseins als Hauslehrer oder die sich nicht erfüllende Hoffnung auf die Französische Revolution? Verbürgt ist, dass Hölderlin bis zur Unkenntlichkeit verwahrlost und verwirrt zu Hause eintraf. Verbürgt ist auch, dass die Mutter ihn in die berühmt-berüchtigte Autenrieth'scheKlinik brachte, wo er sich über sieben Monate einer Behandlung mit einer Ledermaske unterziehen musste. Verbürgt ist schließlich, dass Hölderlin von da an nicht mehr schrieb wie bisher. Vorbei die Oden und Elegien, die Hexameter und freien Rhythmen. ""April und Mai und Julius sind ferne./ Ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne."" Doch Hölderlin schrieb. Er schrieb Gedichte. Man mag ihnen ihr stetig fließendes Versmaß vorwerfen, ihre Garantie auf den Reim, ihren beschränkten Wortschatz. Doch wenn man ihnen nachlauscht, ihrer Klarheit und Einfachheit, dann ahnt man, dass etwas unter der Oberfläche schlummert. Die Ideen von einst? Ein tieferes Wissen? Wie schreiben – wie unter allen Umständen schreiben, auch nach den erschütterndsten Erfahrungen, den schwersten Krisen? Das ist die Frage, der dieses Hörspiel nachspürt. Gemeinsam mit der Musik verwebt die Regie die Texte von Friedrich Hölderlin und Ruth Johanna Benrath zu einem inneren Dialog und verbindet das Damals mit einem heutigen Klang. Wo die Worte nicht mehr auffindbar sind, werden sie zu Musik."

Eine nicht allzu weit in die Ferne fantasierte Zukunft: Die Vereinigten Staaten von Europa haben der europäischen Rechten einen Landstrich zur Selbstverwaltung überlassen – das Neuland. Lotte Weimer, auf Dienstreise in Neuland unterwegs, wurde von einer streunenden Katze gebissen. War das Tier mit Tollwut infiziert? Im Schlepptau der Soziologin Dr. Anke-Tine Verhörn, deren Institut in Neuland eine Forschungs-Datsche unterhält, macht sich Lotte auf die Suche nach dem Tier. Denn wenn die Katze noch lebt, ist alles gut. Es wird eine Reise zwischen die Fronten von Paranoia und Realität. "Once you agree to the concept of fact, you already been fucked." Momente der Erdung liefert der ehrliche Folk Soundtrack.

Wie oft muss das Saarland nur als Vergleichsgröße herhalten: Ein Waldbrand, ein Eisberg so groß wie ... Also warum nicht das Saarland als Testgebiet zur Erprobung des bedingungslosen Grundeinkommens auswählen? Das finden jedenfalls Karl Daniel und seine Mitstreiter der Saarlouiser Bürgerinitiative "Pilot BGE". Karls früherer Schulkamerad Sebastian Keller, inzwischen Stadtrat, ist aufgebracht: Mit diesem "Drückeberger"-Image zieht man bestimmt keine neuen, dringend benötigten Investoren ins Saarland. Beim Info-Abend der Bürgerinitiative geht es gerade hoch her, als eine Nachricht die Veranstaltung sprengt: Im angrenzenden Stadtpark wurde ein Obdachloser tot aufgefunden. Niemand will etwas gesehen haben, aber die Rivalität zwischen Karl und Sebastian spielt den Kommissaren Paquet und Gentner in die Hände.

Im Dunkeln ist gut munkeln

Auf dem Schulweg müssen Tim und Clärchen eine unerwartete Rettungsaktion starten, denn Orje, ein kleines grünes Ampelmännchen, steckt in der Klemme. Und damit nicht genug. Orjes bester Freund, das rote Ampelmännchen, ist spurlos verschwunden. Tim und Clärchen stellen Nachforschungen an und dabei kommt der schreckliche Verdacht auf, dass der kleine Rote in großer Gefahr ist. Keine Frage – die Kinder müssen helfen, auch wenn Clärchens Papa davon überhaupt nicht begeistert ist. Denn der hat große Pläne mit seiner Tochter.

Als eines Morgens die Polizei vor Jeff Suttons Tür steht, kann der Taxifahrer nicht fassen, was man ihm vorwirft: Er soll ein zwölfjähriges Mädchen entführt und vergewaltigt haben. Der Beweis: Fingerabdrücke im Appartement der Familie. Vor zwei Tagen hatte er die Mutter des Opfers vom Flughafen nach Hause gefahren, und auf ihre Bitte hin in der Wohnung gewartet, während sie das Wechselgeld holen ging. Jeff Sutton wird in Untersuchungshaft genommen und zur eigenen Sicherheit im Todestrakt untergebracht – denn als mutmaßlicher Vergewaltiger lebt es sich gefährlich im Gefängnis. Robert, ein gefühlskalter Mörder, ist dort sein einziger Gefährte. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld. Aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt der Fall eine überraschende Wendung. Ein Krimi, der auf einer wahren Geschichte beruht.

Wenn Knödel schweben, Biergläser fallen, und Schlüssel fliegen, geht es wohl kaum mit rechten Dingen zu – außer es passiert am Stammtisch eines Koboldbesitzers.

Früher waren sich die Kulturmenschen Eberhard und Charlotte einig: Arbeit und Liebe sind Verstehenskünste. Er kam aus seiner Redaktion, sie tauchte aus den Wörterbüchern auf, sie beide redeten und flogen auf, ins Offene. Heute schlafen sie in getrennten Zimmern, horchen an Türen nach Lebenszeichen. Lotte konzentriert sich auf Buchstaben und Yogaübungen. Eberhard fühlt sich nur wahr, wenn er alleine mit sich ist. Er würde fast alles für Lotte tun. Eberhard ist ein Friedensfreund. Und Frau Kaiser, die Nachbarin, spricht mit einer Amsel.

Friedrich Hölderlin, dessen Gesamtwerk erst der Nachwelt erschlossen wurde, verdankte seine Leserschaft bei Lebzeiten vor allem dem Briefroman, der 1797/99 bei Cotta in Tübingen erschien. Vor dem Hintergrund des griechischen Freiheitskampfes seit 1770, der Hölderlins Generation für die Wiederbelebung antiker Ideale begeisterte, spiegelt der Roman auch den unterdrückten Freiheitsdrang im eigenen Lande. Die brieflichen Unterhaltungen des Griechen Hyperion mit seinem deutschen Freund Bellarmin und seiner geliebten Diotima sind bittere Analysen der eigenen Gegenwart und Rückblicke auf hoffnungsvolle Versuche, an der Misere der Verhältnisse etwas zu ändern. Hyperion, zu Deutsch der Drobenwandelnde, verrät die Ideale nicht, die er zu leben versucht, und bewahrt gerade im Rückzug seine kritische Position.

100 Jahre nach dem legendären Eröffnungsabend des Cabaret Voltaire in Zürich, konfrontiert Gadji Beri # 2016 die heutige Lebenswirklichkeit mit DADA. Gegenwärtige Kunstrevolten, Rebellionen gegen den Sinn, Utopien zur Rettung der missbrauchten Sprache, das Beleuchten "alternativloser" Produktionsprozesse und konsumistischer Freizeitzwänge, sowie das Aufdecken und Umdeuten leerer Signifikanten in Politik, Werbung und Kriegsrhetorik: Homo oeconomicus meets gadji beri bimba glandridi lonni cadori. Wittmann/Zeitblom spannen einen Bogen von Hugo Balls Lautgedichten zu digitaler Kombinatorik, von Baudelaire, Rimbaud, Marinetti, Jarry zu Mark Fishers aktueller Hauntologyströmung und den Schriften von Jonathan Meese und John Bock, von Emmy Hennings Chansons zu sinistrer Dub-Electronic und Vocal-Loops à la Chicago Footstep, von futuristischen Manifesten zu künstlerisch-politischen Aktionen der virtual community.

Krümel ist todkrank. Er weiß, dass er bald sterben wird und hat Angst. Aber sein größerer Bruder Jonathan tröstet ihn. Er erzählt ihm von Nangijala. So heißt das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Es ist ein Land voller Sagen und Abenteuer, irgendwo hinter den Sternen gelegen, sagt Jonathan. Jedoch, wer hätte gedacht, dass Jonathan vor Krümel nach Nangijala geht? Krümel und Jonathan treffen sich im geheimnisvollen Paradies und Krümel, der sich selbst für den ängstlichsten Jungen hält, den er kennt, muss bald sehr viel Mut beweisen. Das friedliche, freie Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht und für die Brüder Löwenherz beginnt ein Abenteuer, dessen Größe der kleine Krümel sich in seinen furchtlosesten Nächten nicht hätte erträumen können.

Ein ironischer Sprecher, der direkt mit den Protagonistinnen und Protagonisten, sowie mit den Hörerinnen und Hörern kommuniziert, führt durch Jelineks frühes Hörspiel. Im Mittelpunkt steht der Konkurrenzkampf zweier Wirtshäuser in Wien West, die beide den Anspruch erheben, das wahre und einzige in der Gegend zu sein. Alles dreht sich um das Liebesleben der Wirtstochter Erni, die den Gästen den Kopf verdreht. Junge Männer, mehr oder weniger sympathisch, sind fast zu allem bereit und voll motorisiert.

Elfriede Jelinek greift klassische Elemente des Westerns auf und leiht sich gegen Ende Elemente aus der Gattung des Volksstückes. Das Gute kämpft gegen das Böse. Doppelmoral und ein Happy-End, das möglicherweise doch keines ist. Eine echte Wiener Vorstadtgeschichte...

"Seit über einem halben Jahrhundert verlieren die Amerikaner alle Kriege und erobern alle Märkte." Commissaire Théo Daquin weiß, wovon er spricht. "Kesseltreiben", der aktuellste Manotti-Titel, schildert die Übernahme eines französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten, umrankt von organisierter Kriminalität, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Es geht um die Übernahme eines Energieriesen, die Hintergründe sind der Realität entnommen. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse: Ein Manager des französischen Energiekonzerns Orstam reist in die USA und wird gleich am Flughafen verhaftet. In Montreal kommen zwei einflussreiche Geschäftsleute zu Tode – da hält Mittelsmann Ludovic Castelvieux es für ratsam, schleunigst abzutauchen. Von Paris aus versucht er, sein Schäflein ins Trockene zu bringen. Da ihn die Mafia im Visier hat, braucht er dringend Verbündete. Und wendet sich an einen alten Bekannten beim französischen Nachrichtendienst ... Indessen wird die unbequeme Ermittlerin Commandant Noria Ghozali versetzt – in die Abteilung zum Schutz der wirtschaftlichen Sicherheit. Dafür hat sie weder Ausbildung noch Erfahrung. Doch zwei jüngere Kollegen verfügen über die nötigen Kenntnisse und Kontakte, und schnell bilden die drei ein eingeschworenes Team, das den Energieriesen Orstam unter die Lupe nimmt. Was sie ans Tageslicht fördern, ist überaus erschreckend. Der Noir-Politthriller schaffte es auf Platz 2 der Krimibestenliste: "Böses Lehrstück mit langer Halbwertzeit."

Diesmal hat Kommissar Sejer gleich zwei Fälle auf einmal zu klären. Eine alte Frau wurde ermordet und eine Bank überfallen. Zudem ist Erkki Johrma aus der psychiatrischen Klinik geflohen. Der dicke Kannik hat ihn oben bei der alten Halldis gesehen. Für die Leute aus dem Dorf steht das Urteil fest: Erkki hat die Alte auf dem Gewissen. Doch ganz so einfach scheint der Fall nicht zu liegen. Denn Erkki ist plötzlich verschwunden, und Sejer vermutet, dass er die Geisel des Bankräubers ist ...

Am 3. Juni beginnt das Ende der Menschheit: Alle werden schwul. Alle verlieren den Überblick. Dann sind die schlimmsten Befürchtungen von Homo-Hassern wie Beatrix von Storch und Akif Pirinrci wahr geworden, und alle Menschen auf dem gesamten Globus verlieben sich durch eine unerklärliche Umerziehung in die nächst beste Person (oder mehrere zugleich). Die totale Verschwulung.Hilfe! Doch wie verändert sich die Erde, wenn alle Menschen nur noch Liebe machen und niemand mehr geboren wird? Sterben die Menschen alt, nihilistisch und zerknautscht? Oder bereitet die Menschheit den sicheren Übergang in ein Zeitalter ohne sich selbst vor? Dann wird nachts geknutscht, tags Mikroplastik aus dem Ozean gefiltert und sich langsam entleerende Siedlungen werden durch Sprengungen an Pilze, Pflanzen und Getier übergeben.Kriege und Religionen werden eine vage Erinnerung. GAYA ist das erste Science-Fiction-Hörspiel, in dem die Menschheit nicht überlebt. Keine einzige Kernfamilie bleibt verschont. GAYA ist die liebste Apokalypse ever!

Und das alles kurz vor dem Besuch des chinesischen Präsidenten, der, so befürchten gut informierte Kreise, in der Tat mehr als nur einen Anschlag auf das prestigeträchtige deutsch-chinesische Pandazuchtprogramm sehen könnte. Und so muss die Mordkommission widerwillig aber unter Hochdruck von allen Seiten die Arbeit aufnehmen. Als dann noch ein menschlicher Toter im Zoo gefunden wird, schaltet sich der BND ein – was die Angelegenheit nicht leichter macht.

Als kollektive Biografie oder auch unpersönliche Biografie wird Annie Ernauxs Text Die Jahre vielfach beschrieben. Annie Ernaux schildert durchaus ihre persönliche Geschichte und gibt Zeugnis ihrer ganz eigenen Erinnerungen. Die Lebensgeschichte der Autorin, Jahrgang 1940, wird anhand von sehr plastisch erzählten Beispielen zusammengesetzt: Schulhofszenen, Familienzusammenkünfte, Moden, Konsumverhalten, sprachliche Marotten, politische Ereignisse und immer wieder der sich in der Zeit wandelnde Umgang mit Sexualität – ausgehend von ihrer Kindheit im provinziellen Frankreich bis in die heutige Zeit. Der Rückblick auf das eigene Leben verdichtet sich durch die Vielzahl sehr fein beobachteter Details trotz des individuellen Ausgangsmaterials zu einem soziologischen Blick auf die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, der sich losgelöst vom französischen Kontext auch auf hiesige Verhältnisse übertragen lässt. Ernaux erzählt ihr Erwachsenwerden auch als Geschichte einer Emanzipation. Innerhalb der Zwänge der jeweiligen historischen Umstände zeigt sie die Herausforderungen, das eigene Leben zu gestalten. Die ungewöhnliche Form, sich einer verallgemeinernden Distanz zu bedienen, unterstreicht das Kollektive dieser Frauen-Biografie, was in der Hörspielinszenierung der Regisseurin Luise Voigt mit verschiedenen Frauenstimmen hervorgehoben wird.


"Ruth und Georg, Viviane und Alexander. Die zwei Paare in ihren Fünfzigern sind seit jungen Jahren gut befreundet. Aber jetzt sind die Kinder aus dem Haus und stattdessen ist ""die Oma"", Ruths Mutter, als familiärer Pflegefall eingezogen. Der Kontakt ist spärlich geworden - aber heute hat es endlich einmal wieder geklappt: Viviane und Alexander sind zum Abendessen bei Ruth und Georg eingeladen.

Man spricht über alte Zeiten, die Kinder, die berufliche Erfolglosigkeit. Der Abend changiert zwischen deutlicher Entfremdung und alter Verbundenheit – alles überlagernd jedoch die Pflegelast, die Ruth zwar allein trägt, die aber auch ihre Beziehung zu Georg in Mitleidenschaft zieht. Am Ende haben die Paarkonstellationen gewechselt, Ausbrüche werden spontan geplant und durchgeführt – und ein Mord geschieht. "

Dieser Film hat Musikgeschichte geschrieben: 'Step Across the Border' begeisterte 1990 eine ganze Generation für die improvisierte Musik. Zwei Jahre begleiteten die Filmemacher Nicolas Humbert und Werner Penzel Musiker wie Fred Frith, Tom Cora, John Zorn und Iva Bittòva durch die Welt, filmten bei Konzerten, Proben, in Hotelzimmern und unter freiem Himmel. Dabei improvisierten sie genauso virtuos wie die Musiker. Nur ein Bruchteil der Tonaufnahmen ist tatsächlich in den Film eingeflossen. Die Magnetbänder lagerten in einer Blechkiste. 30 Jahre später hat sich Nicolas Humbert erneut an das Material gewagt.

Martin Landau ist nicht einfach als Feriengast an den Nordseedeich gekommen. Er sucht etwas, nur weiß er nicht genau, was es ist. Er weiß nur, dass sein Vater hier vor einem halben Jahrhundert plötzlich verschwand. Der alte Rentner Telkamp aber, der erinnert sich sehr genau, und es zeigt sich, dass das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte Fortsetzungen hatte.

Ab Mitte Dreißig beginnt sich das Zeitfenster langsam zu schließen, in dem man noch rein könnte ins richtige Leben mit erfüllter Partnerschaft und Kaffee-und-Kuchen auf der Natursteinterrasse. Denkt Paul und überlässt sämtliche Daten seines Lebens – genetische Disposition, Finanzstatus, sexuelle Präferenzen, Träume und prägende Kindheitserlebnisse – einer Partnerschaftsagentur. Denn "Perfect Match" verspricht Null Zukunftsrisiko mit Geld-zurück-Garantie. Während Paul Speichelproben und Zeugnisse abgibt, absolviert seine beste Freundin Karo noch tapfer Dates, denn: "Ich misstraue jedem, der das Wort Glück auf ein Plakat druckt." Gemeinsam gucken sie "American Beauty" auf DVD, zelebrieren ihre unerfüllten Sehnsüchte. Wie Paul hat sich auch Jonas bei "Perfect Match" angemeldet. Weil er nicht an Zufälle glaubt. "Wenn die Ampel plötzlich auf Grün springt, sobald ich heranfahre. Wenn sich aus dem Rauschen des schlecht eingestellten Radiosenders eine Liedzeile herausschält, die ich das letzte Mal in meiner Kindheit gehört habe. Dann ist das kein Zufall, sondern Mathematik." Doch was passiert, wenn man dem mathematisch perfekten Partner schließlich begegnet, das Sehnen plötzlich ein Ende hat? In Anspielung auf F. Scotts Fitzgeralds Roman "Tender is the Night" beschreibt das Hörspiel Lust und Frust der scheinbar risikofreien Liebe in Zeiten von Tinder, Parship und Co.

Die S-Bahn auf der nächtlichen Fahrt von Dortmund nach Düsseldorf. Henk hat auf der Pferderennbahn einen Haufen Geld gewonnen und einen Trip eingeworfen. Henk fühlt sich großartig, jedenfalls bis zu dem Moment, in dem das Acid seine Arbeit aufnimmt. Für Henk beginnt nun die wirkliche Heimfahrt. Verwirrt steigt er auf halber Strecke aus und lässt den Rucksack voller Geld stehen. Claudi ist mit ihren Gedanken ganz woanders, als sie den Rucksack bemerkt. In dem Behindertenheim, in dem sie sich für ein freiwilliges soziales Jahr ausbeuten lässt. Bei Thorsten, mit dem sie zusammenwohnt. Bei ihrem Fahrrad, das einen Platten hat. Alles läuft nicht so, wie Claudi sich das wünscht. Und jetzt weiß sie nicht, ob sie das Geld behalten soll. Ralf hat lange an seiner Kontaktanzeige gefeilt. Trotzdem hat ihn keine Frau auf der Single-Party angesprochen. Schon wieder nicht. Auf ihm lastet ein Fluch, was Frauen betrifft. Aber davon will er einfach nichts wissen. Ralf kann die Zeichen nicht deuten. Mal wieder. Als er Claudi anspricht, entgleist die S-Bahn...

Handwerk hat goldenen Boden.

Für Pumuckl gibt es wenig Schlimmeres als Katzen. Aber wenn für so ein miauendes Monster ein Finderlohn versprochen wird, lohnt es sich ja vielleicht, seinen inneren Schweinehund zu überwinden.

Krümel ist todkrank. Er weiß, dass er bald sterben wird und hat Angst. Aber sein größerer Bruder Jonathan tröstet ihn. Er erzählt ihm von Nangijala. So heißt das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Es ist ein Land voller Sagen und Abenteuer, irgendwo hinter den Sternen gelegen, sagt Jonathan. Jedoch, wer hätte gedacht, dass Jonathan vor Krümel nach Nangijala geht? Krümel und Jonathan treffen sich im geheimnisvollen Paradies und Krümel, der sich selbst für den ängstlichsten Jungen hält, den er kennt, muss bald sehr viel Mut beweisen. Das friedliche, freie Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht und für die Brüder Löwenherz beginnt ein Abenteuer, dessen Größe der kleine Krümel sich in seinen furchtlosesten Nächten nicht hätte erträumen können.

"""Ich gab mir mehr als andere Mühe, seine Launen zu ertragen, und während die wenigen seiner vormaligen Freunde, die ihn in seiner nun mehr als zwanzigjährigen Einsamkeit besuchten, nur ein paar Augenblicke verweilen mochten, sei es, dass ihr Mitleid zu rege wurde, dass sie von der Erscheinung eines so beklagenswerten geistigen Zerfalls sich zu tief erschüttert fühlten, oder dass sie schnell damit fertig waren, indem sie vermeinten, man könne nun eben einmal kein vernünftiges Wort mehr mit ihm reden, und es verlohne sich der Mühe nicht, dem psychischen Zustand des Verwirrten einige Aufmerksamkeit zu schenken, so hielt ich keine Stunde für verloren, die ich ihm widmete, besuchte ihn ununterbrochen viele Jahre lang, sah ihn oft bei mir, nahm ihn auf einsame Spaziergänge, in Gärten und Weinberge mit mir, gab ihm zuweilen Papier zum Schreiben, durchsuchte seine noch übrigen Schriften, brachte ihm Bücher, ließ mir vorlesen, und bewegte ihn unzählige Mal, Klavier zu spielen und zu singen. So wurde ich nach und nach an ihn gewöhnt und legte das Grauen ab, das wir in der Nähe solcher unseligen Geister fühlen, so wie er seinerseits sich an mich gewöhnte, und die Scheu ablegte, die ihn von jedem, ihm nicht ganz bekannten Menschen trennt."" Wilhelm Waiblinger, Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn "

Anfang Dezember 1801 machte sich Friedrich Hölderlin von Nürtingen auf nach Bordeaux. Ihn trieb, wie er schrieb, »die Herzens- und die Nahrungsnot«. In Frankreich hoffte er, endlich die Existenz aufbauen zu können, die ihm zu Hause immer versagt geblieben war. Die "Winterreise" sollte zum endgültigen Wendepunkt in seinem Leben und Schreiben werden: Das Vorhaben lässt sich gut an. Er wird freundlich empfangen und wohnt "fast zu herrlich". Doch schon nach wenigen Wochen lässt er sich wieder einen Pass ausstellen und kehrt zurück. Sein Zustand ist trostlos. Die Freunde in Stuttgart erkennen ihn schier nicht wieder. Er ist vollkommen erschöpft und erregt zugleich, "leichenblass, abgemagert, von hohlem wildem Auge, langem Haar und Bart, und gekleidet wie ein Bettler". Was bloß war geschehen? Über 200 Jahre später wandert Thomas Knubben auf Hölderlins Spuren von Nürtingen nach Bordeaux. In seinen Reisebericht fließen neben kulturgeschichtlichen und essayistischen Betrachtungen literaturwissenschaftliche Reflexionen über den Wandel der Hölderlin-Rezeption ein. Nebenbei liefert Knubben eine spannende Abhandlung über Bordeaux, das Anfang des 19. Jahrhunderts eine kosmopolitische Handelsstadt war. Ihr Reichtum basierte auf dem Sklavenhandel, die Kommunikationswege waren erstaunlich gut vernetzt. Könnte es sein, dass Hölderlin bereits in Bordeaux von der schweren Krankheit seiner Geliebten, Susette Gontard, erfahren hatte?

Regina Bayer, Facharbeiterin in einem Großbetrieb, nicht verheiratet und Mutter zweier Kinder, wird von ihrem Freund verlassen. Eines Morgens fasst sie den Entschluss, sich über ein vom Betrieb beworbenes Abendstudium zur Ingenieurin weiterzubilden. Von Kollegen und Vorgesetzten wird sie gemobbt und zurückgewiesen: Wie soll das gehen, ein Abendstudium als alleinerziehende Mutter? Bereits mittags lässt sie allen Mut sinken.

Sie sind die Töchter weltberühmter Mütter. Und genau das ist ihr Problem. Wie wird man den Schatten der eigenen Übermutter los? Deshalb kommen sie in das renommierte Schweizer Institut Elektra. Gegründet von der Tochter von Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum, werden hier die Nachkommen bekannter Persönlichkeiten gecoacht, um sich vom Einfluss ihrer übermächtigen Mütter zu emanzipieren. Auf die Mütter, fertig, los! Hier ist der Ort der hemmungslos parteiischen Abrechnung. "Institut Elektra" spielt lustvoll Variationen und Deformationen, Höhenflüge und Abgründe der Mutter-Tochter-Beziehung durch – im Clash von Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung, Vermarktung und Kunst, Rabenmüttern und undankbaren Blagen, Patriarchat und Emanzipation. Alle kriegen ihr Fett ab – böse, komisch und überzogen. Wie könnte es anders sein, wenn abgerechnet wird? Ein Showdown der Mutter-Tochter-Klischees, musikalisch orchestriert von Françoise Cactus (im Hörspiel die Tochter von Marlene Dietrich)/Stereo Total.

Eine alte Hamburger Konsulin entdeckt, wie in dem spielzeugartigen Labyrinth, dem Geschenk eines Geschäftsfreundes an ihren verstorbenen Gatten, nacheinander Hunde und sogar Menschen verschwinden. Niemand kann ergründen, was mit ihnen geschieht. In einem finanziellen Engpass beschließt die Konsulin, mit Hilfe des Labyrinths für eine moralische Säuberung der Stadt zu sorgen. Sie annonciert: wer jemanden weiß, den er für überflüssig hält, etcetera, möge in ihre Beratungsstunde kommen. an Kundschaft ist kein Mangel. Die Konsulin macht Entdeckungen, die sie nicht erwartet und auch nicht für möglich gehalten hat.

Ein Tag im Leben von Kunst und Kunstfälschung: zwei ziemlich beste Freundinnen und beide haben, wie immer schon, viel zu tun. Die eine verwaltet das authentisch Schöne und dessen Erzeuger, die andere bedient den Schlund des Marktes mit Erzeugnissen, die schöner sind als das Original. Business as usual – bis die Fälscherin mal wieder in Panik verfällt, durch ein neues Gutachten auffliegen zu können. Auch ihre Freundin kann die wackelnde Provenienz niemals untermauern. Im Laufe dieses Arbeitstages treffen sie Fachleute, die klarmachen, dass es eher das Drumherum ist, das den Konflikt zwischen beiden schürt, als ihr jeweiliges Wesen. Nur wenn eine Fälschung lang genug im Museum hängt, wird sie vielleicht zum Original. Früher - oder eben später.

Wut ist eine eruptive, unkalkulierbare Kraft. Sie frisst sich langsam durch die sorgsam gewahrte Fassade, bis sie plötzlich und ungeplant explodiert. Dann genügt manchmal "ein kleiner Schubs an der richtigen Stelle", und alles scheint verloren.

Die siebzehnjährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler.

"Ellbogen" erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles.




39 neue, unveröffentlichte Text-Bild-Collagen von Herta Müller bilden das Ausgangsmaterial des Hörstücks. "Ich muss auch da in Kürzestform immer etwas erzählen", so die Autorin über ihre Collagen: "Der Rhythmus der Sätze muss da sein. Man muss es laut lesen können, ohne mit der Zunge zu stolpern. Und ich muss das Bild der Sätze im Kopf gesehen haben, um sie auf ihre Plausibilität zu prüfen. Das ist mit den Collagen genauso wie in der Prosa." Die bedrückende Atmosphäre, die Müllers Romane bestimmen, verdichtet sich in den Collagen auf surreale Weise. Das Hörstück zeichnet den Weg einer Bedrohung nach, der sich ein Ich ausgesetzt sieht. Jemand muss es verleumdet haben, das weiß schon der Wind, über den wiederholt gesagt wird, er sei so frisch wie Milch, so alt wie Lehm. Die Kräfte arbeiten im Verborgenen. Kaum aber wird es Tag, wird der, der aufrecht "Ich" sagt, abgeholt. Eine Fahrt, wohin? Ein Verhör. Und vermeintliche Freiheit. Die Bedrohung ist nun überall. Die Akteure der Hörcollage sind zwei Stimmen und die Stille. Die Stimmen erzählen, und die Stille schweigt nicht: Auch das Nichtgesagte kann gehört werden. Es haust in den Stimmen und färbt die Wörter.

"Seit über einem halben Jahrhundert verlieren die Amerikaner alle Kriege und erobern alle Märkte." Commissaire Théo Daquin weiß, wovon er spricht. "Kesseltreiben", der aktuellste Manotti-Titel, schildert die Übernahme eines französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten, umrankt von organisierter Kriminalität, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Es geht um die Übernahme eines Energieriesen, die Hintergründe sind der Realität entnommen. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse: Ein Manager des französischen Energiekonzerns Orstam reist in die USA und wird gleich am Flughafen verhaftet. In Montreal kommen zwei einflussreiche Geschäftsleute zu Tode – da hält Mittelsmann Ludovic Castelvieux es für ratsam, schleunigst abzutauchen. Von Paris aus versucht er, sein Schäflein ins Trockene zu bringen. Da ihn die Mafia im Visier hat, braucht er dringend Verbündete. Und wendet sich an einen alten Bekannten beim französischen Nachrichtendienst ... Indessen wird die unbequeme Ermittlerin Commandant Noria Ghozali versetzt – in die Abteilung zum Schutz der wirtschaftlichen Sicherheit. Dafür hat sie weder Ausbildung noch Erfahrung. Doch zwei jüngere Kollegen verfügen über die nötigen Kenntnisse und Kontakte, und schnell bilden die drei ein eingeschworenes Team, das den Energieriesen Orstam unter die Lupe nimmt. Was sie ans Tageslicht fördern, ist überaus erschreckend. Der Noir-Politthriller schaffte es auf Platz 2 der Krimibestenliste: "Böses Lehrstück mit langer Halbwertzeit."

"Seit über einem halben Jahrhundert verlieren die Amerikaner alle Kriege und erobern alle Märkte." Commissaire Théo Daquin weiß, wovon er spricht. "Kesseltreiben", der aktuellste Manotti-Titel, schildert die Übernahme eines französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten, umrankt von organisierter Kriminalität, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Es geht um die Übernahme eines Energieriesen, die Hintergründe sind der Realität entnommen. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse: Ein Manager des französischen Energiekonzerns Orstam reist in die USA und wird gleich am Flughafen verhaftet. In Montreal kommen zwei einflussreiche Geschäftsleute zu Tode – da hält Mittelsmann Ludovic Castelvieux es für ratsam, schleunigst abzutauchen. Von Paris aus versucht er, sein Schäflein ins Trockene zu bringen. Da ihn die Mafia im Visier hat, braucht er dringend Verbündete. Und wendet sich an einen alten Bekannten beim französischen Nachrichtendienst ... Indessen wird die unbequeme Ermittlerin Commandant Noria Ghozali versetzt – in die Abteilung zum Schutz der wirtschaftlichen Sicherheit. Dafür hat sie weder Ausbildung noch Erfahrung. Doch zwei jüngere Kollegen verfügen über die nötigen Kenntnisse und Kontakte, und schnell bilden die drei ein eingeschworenes Team, das den Energieriesen Orstam unter die Lupe nimmt. Was sie ans Tageslicht fördern, ist überaus erschreckend. Der Noir-Politthriller schaffte es auf Platz 2 der Krimibestenliste: "Böses Lehrstück mit langer Halbwertzeit."

"Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine zarte Seerose. Mit ihren filigranen Blüten bevölkert sie Sümpfe und Wasserflächen in Südamerika. Die westliche Wissenschaft nennt sie: Nymphoides humboldtiana, Humboldts Seekanne. Mindestens ebenso gut steht ihr aber der Name Yvoty mboporã pónhuregua: „Fünfblättrige Blume des Geistes der Felder und Wälder: Du wirst eines Tages fortgehen, aber ich nicht.“ Diese Bezeichnung stammt von dem Guarani-Lehrer Maximino Rodrigues. Seine Vorfahren lebten in Südamerika, lange bevor Humboldt dort auftauchte.
Die Künstlerin Maria Thereza Alves und die Komponistin Lucrecia Dalt suchen nach indigenen Namen für die Pflanzen im Botanischen Garten Berlin. Mit ihrem Hörstück öffnen sie einen Raum für die vielschichtigen Stimmen des Urwalds – organisch und anorganisch, menschlich und nicht-menschlich, spekulativ und real. Dabei zeigen sie auch, wie diese Stimmen durch europäische Kolonisatoren zum Schweigen gebracht wurden."

"Was das Ertauben Ludwig van Beethovens für ihn als Menschen und Komponisten, Musikanten bedeutete und zur Folge hatte, unabhängig von dem Erlernen oder Ersterben verschiedenster Kommunikationsmechanismen und -taktiken, können wir Hörenden uns nicht vorstellen. Das ist eine Dimension von Stille, Erstummen, die wir Hörenden nicht ermessen können. Was ist Hören, was ist Hörvermögen? Wie verband Beethoven die hörbare mit der unhörbaren Welt, in der er lebte? Er schob verschlüsselte Informationen, Partituren, wie Kassiber durch den Türspalt seiner kreischend detonierenden, eruptiven Innenwelt." (Helmut Oehring)

Als Hörspiel entwirft Helmut Oehring seine dokupoetische Funkoper, die auf der Textebene aus Ludwig van Beethovens "Konversationsheften", seinen Briefen und dem "Heiligenstädter Testament" zitiert. Diese Zeugnisse konfrontiert er mit verschiedenen O-Ton-Interviews zum Thema "Hören".Die musikalische Ebene versucht dabei, jegliche Illustration zu unterlaufen, und ist als autonomer Kompositions-Kosmos angelegt, in dem Oehring splitterhaft (und sich damit bewusst auf die frühromantische Fragmenttheorie beziehend) die Musik Beethoven "erhört" und für sich "nachhört".

Hat er oder hat er nicht? Seine Frau ermordet? Lorenz Mettler meldet der Polizei, er habe seine Frau umgebracht. Das Motiv: Unterdrückung. Während der Verhöre kommen auch dem ermittelnden Polizeichef Zweifel, was seine eigene Ehe angeht...

Im Hörspiel "Wenn Träume wahr werden" greift der Schweizer Autor Walter Matthias Diggelmann, der hochsensible Moralist, 1975 ein damals höchst aktuelles Thema auf: die Emanzipation der Frau. Es war das Jahr, in dem sich Esther Vilar, Autorin der Streitschrift "Der dressierte Mann", und die Ikone der Frauenbewegung, Alice Schwarzer, ein epochales TV-Duell lieferten. Diggelmann antwortet darauf mit einem Duell zweier Männer, die es nicht nur satthaben, ihren Frauen die Heldenrolle vorzuspielen und dennoch als Versager zu gelten – sie haben es überhaupt satt, eine Rolle zu spielen: als Mann, im Beruf und in der Gesellschaft. Als Ausweg bleibt nur Mord. Doch erweist sich dieser Akt der Befreiung als Bumerang.

Hat er oder hat er nicht? Seine Frau ermordet? Lorenz Mettler meldet der Polizei, er habe seine Frau umgebracht. Das Motiv: Unterdrückung. Während der Verhöre kommen auch dem ermittelnden Polizeichef Zweifel, was seine eigene Ehe angeht...

Im Hörspiel "Wenn Träume wahr werden" greift der Schweizer Autor Walter Matthias Diggelmann, der hochsensible Moralist, 1975 ein damals höchst aktuelles Thema auf: die Emanzipation der Frau. Es war das Jahr, in dem sich Esther Vilar, Autorin der Streitschrift "Der dressierte Mann", und die Ikone der Frauenbewegung, Alice Schwarzer, ein epochales TV-Duell lieferten. Diggelmann antwortet darauf mit einem Duell zweier Männer, die es nicht nur satthaben, ihren Frauen die Heldenrolle vorzuspielen und dennoch als Versager zu gelten – sie haben es überhaupt satt, eine Rolle zu spielen: als Mann, im Beruf und in der Gesellschaft. Als Ausweg bleibt nur Mord. Doch erweist sich dieser Akt der Befreiung als Bumerang.

Hannelore lebte als Tochter eines Juden in Köln und überlebte den Terror der Nazis, weil es Menschen gab, die ihr halfen. Zum Beispiel die katholische Nonne, die das Mädchen versteckte, als sie ins Vernichtungslager verschleppt werden sollte. Oder der Malermeister aus der Kölner Südstadt, der sie und ihre Eltern in seiner Wohnung beherbergte. Hannelores beste Freundin, zahlreiche Mitschüler, ihre Lieblingstante, ihre Vettern und Kusinen wurden umgebracht, Opfer eines bespiellosen staatlichen Terrors. Daran erinnert ein Brunnen in Köln, der die Namen aller von den Nazis getöteten jüdischen Kinder der Stadt zeigt. Hier trifft ein alter Mann einen Jungen, dem er nach und nach die Geschichte von Hannelore erzählt, in die er selbst verstrickt ist und die seine Schuld und Scham offenbart.

Aus der Perspektive von Alltagsmenschen werden der Terror der Nazizeit und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges gespiegelt.

Als er starb, war Hans Abraham erst acht Jahre alt. In einem Park in Köln passierte es, fast direkt vor seiner Haustür. Hier hatte er häufig gespielt oder war spazieren gegangen. So wie auch an diesem Tag im September 1936. Man erzählt, dass seine Mutter und sein kleiner Bruder es hilflos mit ansehen mussten. Vielleicht hat der kleine Gerd ihn noch gewarnt: 'Pass auf, Hans Abraham! Die Nazis!' Doch da hatten sie ihn schon gepackt. Es waren Mitglieder der HJ. Sie schlugen auf den Jungen ein, bis er leblos am Boden lag. Warum? Weil sein Vater Jude war. Wenige Tage später starb Hans Abraham an seinen Verletzungen. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd beerdigt. Auf dem Grabstein steht der Satz: 'Umgekommen durch eine irregeleitete Jugend'.

Das Hörspiel Kornkreise von Monika Geier bildet den Auftakt unserer neuen Reihe Feminist Gangsta. Hier und an mindestens zwei weiteren Terminen in diesem Jahr werden neue Krimis von deutschsprachigen Autorinnen zu hören sein. Mit Monika Geier, Simone Buchholz und Zoë Beck schreiben drei spannende Autorinnen, aus einer insgesamt gerade extrem starken Szene deutschsprachiger Krimischriftstellerinnen, für das Hörspiel – weitere werden folgen. Denn gut die Hälfte aller neuen Kriminalromane wird von Frauen geschrieben, und der größere Teil der Leserschaft ist weiblich, also darf man erwarten, dass hier längst Gleichberechtigung herrscht. Dennoch gingen die renommierten Preise in den letzten 10 Jahren immer noch zu etwa zwei Dritteln an Männer. Weil sie einfach besser schreiben? Wohl kaum, aber die Jurys weisen ebenfalls einen geringeren Frauenanteil auf. Wir interessieren uns in unserer Reihe Feminist Gangsta explizit für die weibliche Perspektive auf das Genre und gehen der Frage nach, ob es denn tatsächlich spezielle Eigenarten in diesen Krimis gibt. Dazu werden wir im Rahmen des Auftakts zu dieser Reihe ein Gespräch mit den drei Autorinnen führen, das im Anschluss an Kornkreise gesendet wird. Der Reihentitel ist durchaus programmatisch gemeint, auch wenn wir mit dem Impuls zu mehr Gleichberechtigung eine zentrale gesellschaftliche Frage ins Zentrum stellen, wollen wir nicht den Spaß und die Lust am Genre vernachlässigen – also unbedingt Feminismus, aber mindestens ebensoviel Gangsta! In Kornkreise nimmt uns die Autorin mit in ein Umweltcamp für Jugend-liche, die sich für die Wiederansiedlung von Luchsen und für den vom Aussterben bedrohten Hamster einsetzen. Es herrscht bestes Sommerwetter, und zur abendlichen Zerstreuung haben die beiden Campleiter*innen Nora und Oz den engagierten Umweltaktivisten und Jagdgegner Franz Knieper für einen Vortrag über den wahren Ursprung von Kornkreisen eingeladen. Alles bestens also? Die laue Nacht und der klare Sternenhimmel verführen Nora und Franz dazu, selbst einen Kornkreis zu machen – dann fällt ein Schuss und ausgerechnet der erklärte Jagdgegner ist tot. Einfach nur ein unglücklicher Jagdunfall?

Winter 1922. Walching, ein kleines Dorf in den Alpen. Die vorweihnachtliche Idylle trügt, denn noch sind die Zeiten unruhig und die Wunden des Krieges nicht verheilt. Da wird in der Kammer eines Bergbauernhofes ein junges Mädchen von seinen Zieheltern tot aufgefunden. Alles deutet auf drei vagabundierende Männer als Täter hin. Auch Inspektor Kajetan, der vom nahen Landgericht zu Routineermittlungen nach Walching geschickt wurde, zweifelt zunächst nicht daran. Bis ihn widersprüchliche Zeugenaussagen mißtrauisch werden lassen. Immer deutlicher wird, daß es sich um alles andere als einen "normalen" Mordfall handelt...

Winter 1922. Walching, ein kleines Dorf in den Alpen. Die vorweihnachtliche Idylle trügt, denn noch sind die Zeiten unruhig und die Wunden des Krieges nicht verheilt. Da wird in der Kammer eines Bergbauernhofes ein junges Mädchen von seinen Zieheltern tot aufgefunden. Alles deutet auf drei vagabundierende Männer als Täter hin. Auch Inspektor Kajetan, der vom nahen Landgericht zu Routineermittlungen nach Walching geschickt wurde, zweifelt zunächst nicht daran. Bis ihn widersprüchliche Zeugenaussagen mißtrauisch werden lassen. Immer deutlicher wird, daß es sich um alles andere als einen "normalen" Mordfall handelt...

Als es richtig schlimm wurde, habe ich angefangen zu schreiben. Mit einem Kugelschreiber saß ich auf meinem Krankenhausbett und spie in die Kladde, was in meinem Kopf war, was da tobte, die ganzen Splitter, den ganzen Schrecken. In den schlimmsten Momenten waren mein Stift und meine Hand kaum noch ein Teil von mir, sie waren Dokumentare meiner ungeheuren Wut auf mich selbst, meiner wilden Verachtung für alles, was ich war. Nun sind diese Satzfetzen, diese Spuren eines Kampfes ein Hörspiel. Es ist ein Text über meine Zeit in der Klinik und die hilflose Zeit danach, die Innenansicht meiner Depression. In den guten Momenten bin ich froh, dieses Dokument aus den Tiefen meiner Verzweiflung mitgebracht zu haben.“ Benjamin Maacks Text wird in Buchform im Frühjahr 2020 bei Suhrkamp publiziert und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.

"Nyotaimori ist eine extrem ausgefeilte japanische Tradition, die darin besteht, Sushi vom regungslosen Körper einer nackten Frau zu essen. Diese generationenalte Praxis treibt das Ethos der Geisha auf die Spitze: totale Dienstfertigkeit, Zerstreuung des Kunden und Unterwerfung unter den Kunden. Natürlich bleibt Nyotaimori wegen seiner extremen Kostspieligkeit reichen Männern vorbehalten ..." Oder den Kreativen auf der Weihnachtsfeier ihrer Werbeagentur, nach dem Motto "work hard, party harder", wie Maude, freiberufliche Journalistin, bei ihrer Recherche über Berufe der Zukunft erfährt. Im Hörspiel "Nyotaimori" geht es aber um unsere aktuelle Arbeitswelt: Maudes Urlaub droht zu platzen, weil sie zu viele schlecht bezahlte Aufträge angenommen hat. Als ihre Freundin sie aus Wut mit einem BH an den Schreibtischstuhl fesselt, öffnet sie damit eine Art satirisch-hyperreales Wurmloch, das Maude, ihre Freundin, aber auch Arbeitende in Texas, Japan und Indien einsaugt und anderswo wieder ausspuckt. Sollte es doch einen Ausweg aus diesem lebenslangen Hamsterrad geben?

Darin: Hörspiel des Monats„Woyzeck“ nach dem Theaterstück von Georg Büchner. Neuproduktionen im März Der Hörspielkomponist Andreas Bick Klangkunstprojekt „You will go away one day but I will not“. Karlsruher Postulate

Das Hörstück "Again As" geht aus der gleichnamigen Schallplattenveröffentlichung und einer Sound-Installation hervor. Das Sprachmaterial, das sich auf den beiden Seiten der Schallplatte befindet, tritt in einen künstlichen und abstrakten Dialog. Felder aus einzelnen Wörtern wiederholen sich in verschiedenen Zyklen und kombinieren sich immer wieder aufs Neue zu unvorhersehbaren Bedeutungszusammenhängen. So entsteht beim Hören ein weites Möglichkeitsfeld für einen potenziell endlosen Textstrang: abstrakte Satzfragmente, unregelmäßig getaktete Listen und aufblitzende Sinnzusammenhänge bilden den Output dieses plattenspielerischen Textgenerators.Das akustische Material besteht dabei aus ein- und zweisilbigen Wörtern, die im Herbst 2018 von der Newswebsite "The New York Times" und dem Imageboard "4chan" gesammelt wurden und von zwei synthetischen Stimmen ausgegeben wurden. Die Auswahl der Wörter soll einerseits den Charakter der Quellen widerspiegeln, andererseits werden ausschließlich mehrdeutige und homophone Wörter verwendet, um die Möglichkeiten für Sinn und Bedeutung zu vervielfältigen.In dieser kombinatorischen Filter-Bubble werden die geloopten Wörter zu einer Schreibmethode, die bruchstückhafte Erzählungen über die Diskussionskultur im Internet hervorbringen und gleichzeitig den Hörer in ihrem Mantra versinken lassen kann.

Ein Blaumann ist eine prima Tarnung.

Als Pumuckl versteht, dass man sich ohne Geld nichts kaufen kann, braucht er selbstverständlich nichts dringender als Geld. Zu seinem großen "Glückerl", bekommt er vom Eder "ein Stückerl". Doch was kauft sich ein Kobold mit seinem "Fuffzgerl"?

Der Pumuckl will nichts lieber als in die Schule gehen... doch was die Kinder im Unterricht lernen, überzeugt ihn nicht. Als er dann auch noch an einem Kaugummi hängen bleibt, ist die Angst groß!

Das Hörspiel zeigt exemplarisch, wie ein heikles Thema auf subtile, gar poetische Art und Weise angegangen werden kann. Der Autor schreibt da aus eigenen Erfahrungen. "Ach & Och" wurde nicht nur in die Schweizer Hörspiel-Anthologie von Reinhart Stumm aufgenommen, sondern gab ihr auch die Überschrift.

Das Hörspiel von Markus Kägi widmet sich einem brisanten Thema: Der Homosexualität, die wie die neusten Vorkommnisse zeigen, in weiten Kreisen immer noch stigmatisiert wird. Der Autor versteht es gekonnt, die Probleme und seelischen Nöte gesellschaftlicher Ausgrenzung aufzuzeigen. Alfred und Emil sind seit vierzig Jahren Freunde. Alfred ist verheiratet und hat Kinder, Emil ist ledig. Die jahrelange Freundschaft ist geprägt von einer gemeinsamen Leidenschaft - für Männer. Mit seiner Heirat begann also für Alfred ein Doppelleben.

Stachelmanns erstochener Kollege Griesmann war in den 80er Jahren DDR- Fluchthelfer – und saß zuvor selbst in einem Stasigefängnis. Während Historiker Stachelmann ehemalige Bekannte des Toten aufsucht, will ihm jemand den Mord anhängen.

Gerade noch war er sein Hauptkonkurrent, jetzt liegt er tot in seinem Kofferraum: Stachelmanns neuer Uni-Kollege Griesbach wurde ermordet und nun will jemand Stachelmann den Mord anhängen. Also muss der Historiker mal wieder selbst ermitteln.

Robert ist neun Jahre alt und vor wenigen Wochen mit seiner Mutter aus einem kleinen Ort in Mecklenburg nach Berlin gezogen. Er muss nur drei Kurven fahren, dann ist er in der Schule. Heute ist ein Fahrradausflug geplant.

Robert liebt sein bunt angemaltes Fahrrad, aber Marie, ein Mädchen aus seiner Klasse, spottet über seine "Klapperkiste". Sie fährt ihm in die Seite, er stürzt und sie macht ihn vor allen lächerlich. Robert biegt ab, bummelt durch einen Spielzeugladen und lernt dort Bill, eine Actionfigur kennen. Bill wartet schon lange auf ein Abenteuer, er springt in Roberts Rucksack und gemeinsam schmieden sie Rachepläne. Leider übertreiben die beiden und bekommen viel Ärger.

Eine Sommernacht. Vier Menschen sind unterwegs. Ihre Wege kreuzen sich flüchtig. Unterwegs begegnen sie dem Tod, dem Abschied und dem Neuanfang. Nina, getrieben von Selbstzweifel und Hysterie, leidet unter übermächtiger Prüfungsangst. Sie steht vor einer wichtigen Entscheidung. Panisch streift sie durch die nächtliche Großstadt und will wissen, was ihr Leben wert ist. Norbert trauert um seine Freundin, die er bei einem Unfall verloren hat. Er hat sich vom Tag verabschiedet. Als Zeitungskurier lebt er nur nachts. Er beobachtet die Menschen, bleibt auf Distanz, philosophiert über die Energie der Nacht. Nele ist ausgerissen. Sie will Fledermäuse fangen. Ihre ganze Klasse soll sehen, dass sie wirklich eine Expertin ist und dass Fledermäuse Glücksboten sind. Unerschrocken radelt sie durch die Nacht und stößt dabei auf ein Hindernis, das ihren Plan in Frage stellt. Malte jagt im Glücksrausch über die Landstraße, schmiedet Zukunftspläne. Er hat gerade erfahren, dass er eine tödliche Krankheit überwunden hat. Noch weiß er nicht, dass sich sein Leben in dieser Nacht ein zweites Mal wenden wird. Ein unsichtbarer Beobachter begleitet sie, nimmt ihre Bilder auf, wie die Welle der Nacht sie durch die Dunkelheit trägt - an den Rand des Morgens.

In GEH DICHT DICHTIG! tritt die in Berlin lebende Autorin Ruth Johanna Benrath in einen fiktiven Dialog mit der von ihr verehrten Wiener Dichterin Elfriede Gerstl (1932-2009), die zu den Größen der österreichischen Literatur nach 1945 zählt. Gerstl verfasste Gedichte, Essays, kurze Prosastücke und "Denkkrümel", wie sie selbst einige ihrer Texte nannte. Sie stammte aus einer jüdischen Zahnarztfamilie und überlebte die Verfolgung durch die Nationalsozialisten in Verstecken in Wien. Nach 1945 studierte Gerstl Medizin und Psychologie, brach das Studium aber ab und verbrachte die 1960er Jahre in Berlin, bis sie 1968 nach Wien zurückkehrte. 1980 betrachtete Elfriede Gerstl in ihrem Essay Aus der Not ein Hörspiel machen, zur Not ein Hörspiel hören die Chance des Hörspiels im Verursachen von "Denkanstößen". Diesen Gedanken nimmt Benrath in GEH DICHT DICHTIG! auf, indem sie aus Anlass von Gerstls 10. Todestag mit eigenen Texten auf deren "Denkkrümel" antwortet. Dabei werden Gerstls Formprinzipien des Schreibens - Witz, Sprachspiel, Pointe, Kritik am Bestehenden - sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der sprachlichen Ebene aufgegriffen und von der aus den USA stammenden Stimmkünstlerin und Komponistin Lauren Newton weitergesponnen. Die Inszenierung von Christine Nagel folgt auch auf der akustisch-musikalischen Ebene dem Dialog-Modell. So werden sprachspielerische Grundprinzipien von Elfriede Gerstls Texte auf der akustischen Ebene widergespiegelt. Die Sprechenden durch- und erleben mit ihrer Stimme den Text, sie nutzen alle Möglichkeiten, vom Flüstern bis zu gesangsähnlichen Momenten. Lauren Newton übernimmt den musikalischen Teil und improvisiert mit ihrer Stimme wie mit einem Instrument zu dem Sprachdialog der beiden Autorinnenstimmen, die sich zu einem Text-Klangraum verweben.

Ein Vater schreibt Briefe an seine Tochter. Er ist Soldat im Zweiten Weltkrieg, weit weg. Er dient an der Ostfront, in der Ukraine. Barbara, an die sich die Briefe richten, lebt mit der Mutter in Amsterdam. Sie ist noch klein, erst vier Jahre alt. Deshalb malt der Vater viele bunte Bilder zwischen die Briefzeilen. Es sind wunderschöne Briefe, traurig und fröhlich zugleich. "Oft bin ich bang, dass du mich beinahe vergessen hast oder nicht mehr kennst, wenn ich im Sommer für ein paar Tage nach Amsterdam komme", schreibt der Soldat und malt von sich ein kleines Portrait: "mit einem Hut aus Eisen und den großen schwarzen Schuhen. Damit du nicht bang vor mir bist, wenn ich komme." Doch aus dem Besuch wird nichts mehr. Leo Meter, so heißt der Soldat, wird im Juli 1944 erschossen. Barbara und ihre Mutter überleben den Krieg. Und die wunderbaren Briefe bleiben erhalten, die von einem ungewöhnlichen Menschen erzählen. Einem, der die Nazis bekämpfte, die Kunst liebte und vom Krieg nichts wissen wollte.

"Warum hast du geschwiegen, warum hast du es wohl verschwiegen ... auf welchem Boden wir stehen?" fragt Josef Winkler in seinem Text seinen verstorbenen Vater. Erst spät, nach dem Tod des Vaters, erfährt Winkler, dass der Roggen für das tägliche Brot der Familie auf einem Feld des kleinen Dorfes im Kärntner Drautal, der Sautratten, angebaut wurde, in dem 1945 der Leichnam Odilo Globocniks verscharrt worden war. Globocnik hatte sich in den letzten Kriegstagen in Kärnten versteckt und als er entdeckt wurde, mit Zyankali Selbstmord begangen. Er war der Organisator und Leiter der sogenannten "Aktion Reinhardt", maßgeblich verantwortlich für die Ermordung von mehr als eineinhalb Millionen Juden und Roma in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 und bis zuletzt stolz darauf.

"Alle haben sie vom Brot aus den SAUTRATTEN gekostet und haben vom Brot aus den SAUTRATTEN gelebt, das aus dem Kadaver des Judenmassenmörders wuchs und haben dieses tägliche Brot gib uns heute weitergereicht in die nächste und übernächste Generation ...", schreibt Winkler in dem 2017 für das Burgtheater entstandenen Text, "Warum hast du geschwiegen, mein Tate, warum hast du es wohl verschwiegen, denn du mußt es gewußt haben, wie all die anderen im Dorf..."

Ein Flugzeug gerät in Turbulenzen, trudelt und: stürzt ab. Tim, ein junger Arzt, legt in dem Augenblick des Gewahrwerdens der Katastrophe, ein Moment, in dem alles stillzustehen scheint, ein Gelübde ab: sollte er das Unglück überleben, wird er in die afrikanische Krankenstation zurückkehren, in der er gerade einige Monate gearbeitet hat. Für den Rest seines Lebens.

Das Unerwartete tritt ein, er überlebt. Und er bleibt seinem im Innern getroffenen Gelübde treu. Nun trifft er in der Heimat auf die Menschen, die ihm nahestehen, auf Mutter und Vater, auf den engsten Freund, die beste Freundin und auf seine Lebensgefährtin, die das erste gemeinsame Kind erwartet. Sie scheinen alle großes Verständnis für seine getroffene Entscheidung zu zeigen, allerdings folgt ihrer Rationalität immer ein ganz großes ABER… – es war doch keine freie, sondern eine in einer extremen Notsituation getroffene Entscheidung, und so fort. Die alltäglichen Ausflüchte des Lebens bilden die conditio sine qua non, mit der sich trefflich (weiter)leben lässt...

Tims Beharrlichkeit bringt sie aus der Fassung: Warum gibt er alles auf, um dorthin zurückzukehren? Tim scheint sich durch sein existentiales Versprechen in einen anderen verwandelt zu haben, in eine andere Möglichkeit seiner selbst. Ist es denn so unmöglich, an etwas zu glauben, das größer ist als man selbst? Dies ist kein Stück über Religion, wohl aber ein tief religiöses.

Der Cum-Ex-Skandal wurde als größter Steuerraub in der Geschichte Europas bezeichnet. Allein in Deutschland wurden bis 2016 durch die geplanten Aktiengeschäfte über 30 Milliarden Euro an der Steuer vorbei geschleust. Umso erstaunlicher ist, dass die Berichterstattung schnell wieder aus dem öffentlichen Diskurs verschwand.„Kein Schafspelz kein Wolf“ widmet sich dem Gemisch aus journalistischem Aufklärungswillen, Verschwendungswahn und Männlichkeit aus den verschiedenen Perspektiven der Beteiligten und stellt erneut Fragen: Kann es der investigativen Journalistin gelingen, einen Bundestagsabgeordneten und einen Anwalt zu überführen, auch wenn diese Drahtzieher gar nicht gegen das Recht verstoßen haben? „Kein Schafspelz Kein Wolf“ ist eine Hörspieladaption des gleichnamigen Theaterstücks von Julian Mahid Carly, dass 2019 im Rahmen des „What a mess - it’s Cum-Ex“-Festivals am Studio Naxos in Frankfurt uraufgeführt wurde. Regisseurin des Theaterstücks war Malin Lamparter, die Einrichtung für das Hörspiel ist von Arne Köhler.

"Vogelzwitschern, Laubbläser, Brunnen, Kieswege. Radiophoner Essay über Geschichte und Gegenwart der Gartenakustik.

Frühling und Vogelzwitschern, Sommer und Freibad, Herbst und Laubbläser: Wir wissen genau, wie sich ein Park zu verschiedenen Jahreszeiten anhört und können uns seinem Klang nicht entziehen. Neben typischen Geräuschmustern sind künstlerisch komponierte Klänge ein wichtiger Teil der Gartengestaltung.
Das Ensemble aus Pflanzen und Tieren, Brunnen und Kieswegen, Musik und Stimmen klingt immer anders: von Epoche zu Epoche, im Sommer und im Winter, tagsüber oder nachts. Bettina Oppermann und Sam Auinger durchstreifen Geschichte und Gegenwart der Gartenakustik in einem radiophonen Essay. "

Bislang Teil eines Zusammenschlusses interdisziplinärer Kräfte ist die Gruppe der "Theoretiker im Exil" eine Analyseeinheit innerhalb des "Pilotprojekts für Gefahrenabwehr und Horizontschutz". Die Gruppe genau zu verorten, wäre verfehlt. Irgendeine Staateneinheit hat ihr den Auftrag gegeben, die Grenzen als Zonen neu zu denken. "Wenn man Innen und Außen falsch bemisst, und: vergisst, dass das Außen das Innen des Außen ist, kommt man ins Stolpern - auf der Suche nach der eigenen Position, sagte Elke. "Kunze verknüpft hier das Schleifenprinzip einer paranoiden Denkmaschine mit popmusikalisch rhythmisierten Soundloops.

"How dare you!", "Wie könnt ihr es wagen!" - diese drei Worte werden am 23. September 2019 zum unauslöschlichen Teil des kollektiven Gedächtnisses. Es ist der wohl bekannteste Ausschnitt aus der Rede der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg vor dem UN-Klimagipfel in New York, einer Rede mit einer deutlichen Botschaft an alle anwesenden UNVertreter: Wie können es diese wagen, zu glauben, dass man den drohenden Klimawandel und die Gefahr einer Massenauslöschung abwenden könne, indem man einfach weitermache, wie bisher?
Ihre Wutrede, wie manche sie nennen, provoziert zahllose mediale Reaktionen von Aktivisten, Politikern, Schülern, Wissenschaftlern, digitalen und analogen Medienmachern. Neben dem Inhalt polarisiert dabei vor allem der emotionale Vortragsstil Greta Thunbergs, rückt sie hier doch von ihrem bislang sachlichen Tonfall bei Reden ab. Wut und Enttäuschung sind ganz deutlich in ihrer Stimme zu hören. Für viele ist diese Emotionalität ein notwendiger Weckruf für mehr Klimaschutz, anderen geht sie zu weit, auch wenn sie in der Sache zustimmen.
Einige Journalisten, YouTuber oder Netznutzer provoziert dieser emotionale Auftritt zu abfälligen und hasserfüllten Kommentaren über das "behinderte Mädchen" – bei Thunberg wurde das Asperger-Syndrom, eine Form von Autismus, diagnostiziert – andere spinnen Verschwörungstheorien darüber, welcher mächtige Akteur Greta Thunberg im Hintergrund steuere. Doch ganz unabhängig vom Inhalt dieser vielfältigen Reaktionen lässt die Rede der schwedischen Aktivistin eine Momentaufnahme entstehen, welche die Ängste, aber auch Hoffnungen und Wünsche von Menschen auf der ganzen Welt sichtbar macht. Diese Zeit-Dokumente, Greta Thunbergs Rede und ihre Medienechos, bilden das ausschließliche Ausgangsmaterial des Hörspiels How dare you. Ausschnitte aus Reden, Interviews, Talk-Formaten und Kommentaren zu Greta Thunbergs UN-Rede werden dabei einer akustischmusikalischen Befragung unterzogen: sie werden gesampelt, moduliert, geschichtet, isoliert, wiederholt, kontrastiert und dabei nach ihrer kollektiven und individuellen Bedeutung untersucht. Aus kleinsten akustischen Splittern entsteht dabei ein vielstimmiges Gegenwartspanorama über den Kampf um die Deutungshoheit der Zukunft auf unserem Planeten.

Eine Spurensuche danach, was Kunst (sein) kann: In einer Kleinstadt sind seltsame Geräusche in der Öffentlichkeit zu hören. Niemand kann deren Herkunft oder Zweck benennen.

Unsichtbare Zikaden, Hubschrauber und vermeintlich politische Reden erzeugen Diskussionsbedarf unter den Bürgern: Ist es der technische Fehler eines Radiosenders? Führt "die Regierung" heimlich Tests durch? Handelt es sich um akustische Abwehrmaßnahmen, um kackende Tauben aus der Innenstadt zu vertreiben? Oder ist es am Ende vielleicht Kunst?

Ein Künstler begleitet – zunächst inkognito – seine akustische Stadtrauminstallation in der Provinz und die Menschen, die sich ihr gegenüber verhalten. Es entwickelt sich Freundschaft zu einem ohnwagenparkplatzbetreibersohn, Rivalität mit einem Ordnungsamtsmitarbeiter und ein Roadmovie.

Eine Spurensuche danach, was Kunst (sein) kann: In einer Kleinstadt sind seltsame Geräusche in der Öffentlichkeit zu hören. Niemand kann deren Herkunft oder Zweck benennen.

Unsichtbare Zikaden, Hubschrauber und vermeintlich politische Reden erzeugen Diskussionsbedarf unter den Bürgern: Ist es der technische Fehler eines Radiosenders? Führt "die Regierung" heimlich Tests durch? Handelt es sich um akustische Abwehrmaßnahmen, um kackende Tauben aus der Innenstadt zu vertreiben? Oder ist es am Ende vielleicht Kunst?

Ein Künstler begleitet – zunächst inkognito – seine akustische Stadtrauminstallation in der Provinz und die Menschen, die sich ihr gegenüber verhalten. Es entwickelt sich Freundschaft zu einem ohnwagenparkplatzbetreibersohn, Rivalität mit einem Ordnungsamtsmitarbeiter und ein Roadmovie.

Inmitten von zunehmendem Alltagsrassismus, Celebrity-Kult, Rollenklischees, postkolonialer Diversitätsproblematik und der Übermacht des Ökonomischen liefern sich fünf prekär und flexibel reisende Kulturarbeiter*innen unterschiedlicher Herkunft einen Spoken Word Battle ihrer Erfahrungen und Träume. Sie agieren fast wie vom Kulturbetrieb ferngesteuerte Avatare in einem Computerspiel, wechseln dabei aber ständig die Rollen und bilden zugleich eine Art Chorkörper. So formen sie zusammen die Stimme einer multiplen Identität, die Klischees dekonstruiert und Gemeinsamkeiten erkennbar werden lässt. Der Schauplatz dieser von Stefan Panhans inszenierten Wirklichkeit: ein Hostelzimmer – als Mikrokosmos einer Welt des zwangsflexibilisierten Kulturprekariat – ausgestattet mit den obligatorisch kargen Doppelstockbetten und darüber hinaus noch diversen Selbstoptimierungsutensilien. Wie in einer gemeinschaftlichen gymnastischen Übung kämpfen die Charaktere darin um Stimme und Gehör und schließen neue Allianzen. HOSTEL entstand im Rahmen des Stipendiums der Stiftung Niedersachsen für Medienkunst am Edith-Russ-Haus. Es ist ursprünglich eine Videoinstallation in Form einer vierteiligen Miniserie – zwischen fiktiver Doku-Soap, Kammerspiel und Gameshow, und basiert zu weiten Teilen auf Erlebnissen der beteiligten Performer selbst.

Ihr Alltag ist streng getaktet, nichts darf schiefgehen. Schnell den Sohn am Kindergarten abliefern, keine Minute verlieren, um pünktlich zur Arbeit zu kommen und der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen. Im täglichen Überlebenskampf wird einer Mutter das Kind zum Gegner.

Alleinerziehend sein heißt, den Stress alleine zu tragen - auch die Marotten und den Trotz des Kindes. Es bedeutet Chaos- und Stressmanagement. Und frisst auf, was doch jede Mutter im Überfluss zu haben hat: Liebe für das eigene Kind und Vertrauen in das Gute darin. "Terrorkind" macht uns mit einer Mutter bekannt, der der liebende Blick auf ihr Kind abhanden kommt und deren Welt aus dem Takt gerät.

In der Karibischen See wurden 1961 die Gäste einer Yacht ermordet. Nur das Mädchen Terry Jo entkam diesem Schicksal. Sie trieb mehrere Stunden im Wasser, ehe sie von einem Frachtschiff aufgenommen wurde. Noch auf der Schwelle der Bewußtlosigkeit erzählte sie den Hergang des Verbrechens. Dieser Fall der Terry Jo dient einem Hörspieltext zur Vorlage, der mit Hilfe eines Computers zustande gekommen ist. Aus dem authentischen Wortmaterial, den Sprachfetzen der Bewußtlosen, ergibt sich in Anwendung der Kombinatorik allmählich der Ablauf des Verbrechens.

Eine junge Frau stellt sich dem größten Verlust ihres Lebens: Während ihrer Schwangerschaft verliert sie ihr Kind.

Meike wird ungewollt schwanger. Gegen den Rat aller entscheidet sie sich, das Kind zu behalten. Sie ist eine begeistert in ihrer Schwangerschaft, bis diese im achten Monat abrupt endet. Auf der Suche nach dem Sinn ihrer eigenen Geschichte beginnt Meike zu erzählen. Sie versucht sich von ihrem Schmerz zu lösen, sich zu erinnern, an die unbändige Freude über dieses Kind, diese Vorfreude, die schlagartig in Trauer umschlug.

Zwei Damen, zwei Welten - ein Ziel!

Scham und Missgunst, dezente Wut, genervte Heiterkeit und Allerweltsprobleme ohne Ende: Vier Insassen der täglichen Kommunikationskompetenz sprechen mit einem Apparat, mit der Amme. Ein Kinderspiel. Die Amme antwortet. Und sie fragt, hakt nach, wird pampig, verheddert sich in dubiosen Ausflüchten, stellt freche Behauptungen auf. Groteske Rededuelle sind die Folge. Es geht um nichts und um alles. Um die Frage: Wer spricht? Und: Wie funktioniert die Katastrophe der kommunikativen Maschine Gesellschaft, wie entstehen diese Minidramen mit ihren Winkelzügen und Abgründen? Mensch und Maschine kommen sich in Streit und Intimität, in ihren jeweiligen Unvollkommenheiten näher (als würden sie aus nichts sonst bestehen). Was ist Intelligenz? Der Apparat, die Amme, nimmt jede Gewissheit. Kommunikation ist nicht, was gelingt, sondern das sind die Fehler und Sprünge, die Vieldeutigkeiten und Paradoxien, das Unwahrscheinliche. Vier Duellanten spielen ein einfach kompliziertes Spiel mit der Amme, Mouse On Mars geben dem Ganzen den rhythmischen Spin und die musikalische Dimension.

Leo Heger ist für ein halbes Jahr zum Stadtschreiber eines kleinen Kaffs ernannt worden. Er spürt, dass er nicht sehr willkommen ist. So versucht er, das Beste daraus zu machen und bändelt mit der Sekretärin des Bürgermeisters an. Auf diese Weise wird er auch schnell mit den Geschehnissen im Ort vertraut: Die Einheimischen sind in Aufruhr, denn demnächst sollen Asylbewerber in das neu errichtete Heim einziehen. Und plötzlich zeigt sich, dass Leo nicht nur als Literat gekommen ist.

"I bin a beese Frau", so spricht Theres von sich selbst. Hart ist sie – zu sich und allen andern. Allein sitzt sie am Fenster und schimpft über alles und jeden da draußen. Das Leben hat ihr böse mitgespielt, besonders die Männer. Doch die aus ihrer Familie sind jetzt tot, mit anderen will sie nichts mehr zu tun haben. Ohne zu wissen, was das ist, schleppt die Theres ein Trauma mit sich herum. In einem schonungslosen Monolog versinkt sie immer tiefer in die Abgründe, die ihr das Leben bisweilen zur Hölle werden ließen. Durch Sprechen kommt sie zu sich und lässt den Hörer hinter die Maske der "bösen Frau" blicken. Es zeigt sich, wozu sie sich die Maske hat zulegen müssen: als Schutzschild. Im selbstvergewissernden Erzählen wird sie immer weicher und entzieht ihrer "Bosheit" den Grund. Früher hatte sie niemanden zum Zuhören und also auch keine Sprache. Die muss sie sich im einsam kreisenden Selbstgespräch des Alters hart erringen. Von diesem Hörspiel gibt es drei Fassungen: Der SWR produziert auf Elsässerditsch und in Badischer Mundart, SRF in Ürnerditsch: Alemannische Nachbarn vergleichen sich.

Eine verregnete Dezembernacht des Jahres 1950: Ein Mann verlädt sein spärliches Hab und Gut auf einen Güterzug. Wie viele andere erhofft er sich mit der Übersiedlung aus dem Niedersächsischen nach Rheinhessen einen neuen Anfang. Auf der beschwerlichen Bahnfahrt nach Süden kommen sich der bücherversessene Erzähler und eine resolute junge Witwe näher. In seinem 1953 erschienenen Kurzroman "Die Umsiedler" schildert Arno Schmidt das Drama der erzwungenen Auswanderung - zwischen 1944 und 1950 waren mehr als 12 Millionen Deutsche auf der Flucht gen Westen - mit großer Eindringlichkeit. Autorin Anna Pein und Regisseur Oliver Sturm übersetzen Schmidts literarisches Fotoalbum in akustische Bilder.

1995 im Berliner Hörspielstudio: Elf amerikanische Frauen, allesamt „gelernte Berlinerinnen“ sprechen, angeführt von Holly-Jane Rahlens, über ihre Herkunft. „Was es heißt, in Amerika Jüdin und Frau zu sein“. Ein vitales Literatur-Entertainment!

Holly-Jane Rahlens, Jahrgang 1950, lebt seit den 70er-Jahren in Berlin, sie ist eine „gelernte Berlinerin aus Brooklyn“. Körperliche Ertüchtigung fördert die Kreativität, hat sie gelernt, jetzt handelt sie danach: Auf einem geräuschvollen Skilanglauftrainer kommt sie im Hörspielstudio außer Atem und in Fahrt. Erzählt wird temperamentvoll und mit Humor vom Leben amerikanischer Jüdinnen, was sie verbindet, die Legende ihrer Herkunft. Rahlens holt sich Hilfe, zehn „gelernte Berlinerinnen amerikanischer Herkunft“, Schauspielerinnen, Entertainerinnen, stürmen das Studio. Gelesen wird Literatur von Frauen zum Thema, Stand 1995. Und was hat Prince Charles mit alledem zu tun?

Teil 4 - Die zweite Verwandlung

Eine merkwürdige alte Frau bringt eines Tages eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit in die Apotheke von Apotheker Sternheim und überlässt sie ihm. Dieser blaue Saft fällt seinem Sohn Max in die Hände, der gern mit all den Flüssigkeiten, Salzen und Farben im Hinterzimmer der Apotheke experimentiert. Er kann nicht wissen, dass seine letzte Mixtur, mit eben dieser blauen Tinktur der alten Frau, alle Pflanzen unnatürlich schnell wachsen lässt. Und als sein Hund, den er nach langen Diskussionen endlich zum 12. Geburtstag bekommen hat, von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, passiert etwas ganz und gar Unglaubliches...

Ein Angler stößt an einem einsamen Plätzchen an der Gose-Elbe auf eine menschliche Leiche. Es handelt sich um einen Mann: ca. 40 Jahre alt, 75 Kilo schwer, 1,82 groß, Identität nicht feststellbar. Wer ist dieser Unbekannte, den niemand zu vermissen scheint? Was hat ihn an diesen entlegenen Ort verschlagen? Welches Drama mag sich hier abgespielt haben? Als die Polizei endlich den Namen des Toten herausgefunden hat, zeigt sich, dass dieser schon vor seinem Tod nahezu verschwunden war. Die Recherche manifestiert die erschütternde Absurdität eines menschlichen Lebens, das kaum bleibende Spuren hinterlässt.

"Mein Name ist Kohn, Ruth Kohn. Wer mich bittet, mich zu entspannen, tut das auf eigene Gefahr." In ihrem zweiten Fall hat es die Detektivin wider Willen mit der Berufsgruppe zu tun, die ihr am meisten suspekt ist: Therapeuten. Bühne frei für die Gräfin persönlich, die Erfinderin der "Serapie" – der gothic-inspirierten Sexreise in die eigene Psyche. Wie bei jeder guten Therapie wird Ruth mit all den Dingen, die sie lieber verdrängen würde, konfrontiert, zum Beispiel mit Vampiren, Zeitreisen und Skript-Theorie. Doch auch die Gräfin hat ihre dunklen Geheimnisse, was sich spätestens herausstellt, als ihr Exfreund versucht, sie aus dem Jenseits zu erschießen. Ein Retro-Radio-Horror-Comedy-Krimi, in dem sich Penisse wirklich in Schlangen verwandeln und der Tod keine Entschuldigung für schlechtes Benehmen ist.

Nur widerwillig hat Omi eingesehen, dass sie nicht mehr länger alleine in dem großen Haus wohnen kann und besser in ein Altenheim umzieht. Einige Möbel kann sie mitnehmen, andere werden an die Nachbarn verschenkt. Omi kann Philipp überreden, die große Kamelia in ihrem Garten auszugraben und in ihr neues Zuhause zu bringen. Zwischen den Wurzeln entdecken Philipp und sein Freund Ben eine Metallkiste. Darin finden sie jedoch zu ihrer Enttäuschung keinen Schatz, sondern Briefe.

Der "Schwarze Mann" ist ein Waldstück im einsamen Grenzgebiet der Schnee-Eifel, im Niemandsland des zusammengebrochenen Westwalls. In dieser von Panzern und Granaten verwüsteten Landschaft spielt die Geschichte zweier gefallener Soldaten: eines amerikanischen GIs und eines deutschen Landsers. Aus verschiedenen räumlichen und zeitlichen Perspektiven entwickelt der Autor eine gespenstische und surreale Szenerie, vor der die Absurdität und unmenschliche Grausamkeit des Krieges offenbar wird.

Eine Frau gewinnt den Geschlechterkampf – doch nicht.

Nele ist gestorben. Ihrem Freund Robert und ihren Ex-Mann Leo hat sie einen Koffer vermacht mit scheinbar belanglosen Dingen und Papieren. Doch zwischen all dem wertlosen Kram entdecken die Männer plötzlich eine Anleitung, eine Bank zu auszurauben. Trauen sich die beiden das zu?
Zur selben Zeit in einem Café sitzt eine Frau, die die Männer bei ihrem Abenteuer per Videoüberwachung beobachtet. Es ist Nele. Was bezweckt sie mit ihrer Anleitung zum Bankraub, dem Vortäuschen des eigenen Todes? Alles entpuppt sich als ausgetüftelte Konstruktion, die Nele für und mit Freund Robert ausgeheckt hat, um Leo loszuwerden. Und obwohl der Plan ihrem Genie entspringt, obwohl sie die Fäden in der Hand hält und das Wissen, gerät Nele ins Stolpern. Über ihre Unsicherheit, über ihre Vergangenheit und ihre Aussichten. Die Macht will nicht auf ihre Seite wechseln. Die Rache wird scheitern.

Eine Party. Die Gäste: nicht jung, nicht alt, der Mittelschicht zugehörig, irgendwie funktionstüchtig, in permanenter Selbstfindung und Selbstinszenierung. Sie sind die Kindeskinder der Kriegskinder, die Kinder der Hippies und verspießten Kleinbürger. Als Null-Bock-Generation verpönt, als Generation Golf gebrandmarkt, sind sie jetzt in der Mitte des Lebens angekommen. In ihrer schönen Biowelt stricken sie an den Lebensentwürfen für die Kinder, pflegen trotz der richtigen Investmentfonds linksliberale Positionen und verlieren sich mit jedem Satz im Ungefähren ihres "Wohlstandsreservats". Eine heitermelancholische Bestandsaufnahme eines schütteren Lebensgefühls: Für immer jung, schon steinalt. Prost! Und am Ende noch ein Erinnerungsfoto. Es gibt zwar nichts zu feiern, trotzdem schön, dass ihr alle da seid.

Paul Kruske hatte die Augen nicht auf bei der Berufswahl: Statt Musiker ist er Hauptkommissar geworden - das macht sein Leben nicht unbedingt einfach.

Als eine Frauenleiche mit einer seltsamen Tätowierung gefunden wird, macht sich Kruske mit seinem Kollegen "Oleg" Russek eher unwillig an die Routinearbeiten. Als kurz darauf aber noch eine tote Frau mit ähnlichen Zeichen gefunden wird, erkennt Kruske plötzlich, dass die beiden Fälle direkt mit ihm selbst zu tun haben. Und dass sich Musik und Berufsleben mehr berühren können als gedacht.

Kaum einer kann die Schweizer so einfangen wie er: Ernst Burren. Was er im Alltag beobachtet, formt er zu Geschichten. Belehrt dabei nicht, schönt nicht, verklärt nicht, sondern unterhält und zeigt: Menschen.

In den 46 Mundartgeschichten, die 2003 unter dem Titel "Chrüzfahrte" im Cosmos Verlag erschienen sind, erweist sich Ernst Burren einmal mehr als subtiler Beobachter seiner Zeitgenossen. Die kleinen, scheinbar alltäglichen Geschichten, die er in Schulzimmern, Wirtshäusern oder auf Bahnfahrten aufgeschnappt hat, werden unter seiner Hand zu dichten, kleinen Kunstwerken. Sie erzählen vom Leben und Sterben, von den Freuden und Leiden eines jeden von uns. Und viel und oft lacht man, wenn man sie liest oder hört, und fast ebenso oft bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Für dieses Hörspiel wurden aus der Sammlung 19 Geschichten ausgewählt.

Ueber allen Gipfeln / Ist Ruh'." - das schrieb Johann Wolfgang von Goethe 1780 an die Holzwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn bei Ilmenau. 'Wandrers Nachtlied' ist seitdem zum Inbegriff deutscher Lyrik geworden, übersetzt in rund 60 Sprachen. Nun hat die Radiokünstlerin Antje Vowinckel 10 internationale Musiker und Lyrikerinnen auf Goethes Spuren geschickt. Mit Mikrofon und Aufnahmegerät schritten sie den Goethewanderweg in Ilmenau ab und hatten dabei zwei Aufgaben zu erfüllen: Sie sollten permanent ihre Beobachtungen aussprechen, und sie sollten Goethes Gedicht aus einer ihnen bekannten Sprache ins Deutsche rückübersetzen. 'Goethe to go' ist Teil von Antje Vowinckels Werkreihe rund um das automatische Sprechen.

Alle reden vom Wetter, alle reden vom Klima – es ist Zeit, diesen Diskurs künstlerisch zu führen.
Seit Menschengedenken existiert der Wunsch, ins Wettergeschehen auf der Erde einzugreifen. An die Stelle ritueller oder religiöser Wetterbeschwörungen ist heute ein unter Klimawissenschaftlern, Politikern, Wirtschaftsfachleuten und Militärs offen und konkret geführter Diskurs über die weltweite Beeinflussung der Atmosphäre bis hinauf in die Stratosphäre durch Chemie und Physik getreten. Wetter verliert seinen "Wildlife"-Charakter.
Werner Cee beschäftigt sich schon seit Jahren mit diesem Thema und hat aus seinen Arbeitsmaterialien – altem genutzten wie ungenutzten sowie neuem Audiomaterial – den Soundtrack eines dystopischen Szenarios komponiert. Auf der Textebene collagiert er historische Zeugnisse (etwa von Lord Byron und Jón Steingrímsson über den Ausbruch des Laki-Vulkans 1783/84) mit zeitgenössischen Gedichten (wie den "Cloud Songs" von Bettina Obrecht) sowie Field-Recordings über eine Ätna-Beschwörung mit Dokumenten und Patentschriften aus dem US Patent and Trademark Office zum Geo-Engineering. Sie alle lässt er auf eine Klangwelt aus Soundscapes und irisierenden Atmosphären treffen – von traumverlorenen Landschaften bis hin zu apokalyptischem Unwetter.
Werner Cees Text-Musik-Stück bewegt sich entlang der ambivalenten Utopien von ergebener Naturfaszination und ergiebiger Naturbeherrschung, in denen es die eine richtige Antwort bisher nicht gibt oder auch vielleicht nie geben kann.

Unter seltsamen Umständen wird dem Minister ein Aktenstück überreicht, an dessen Vernichtung manche Politiker ein Interesse haben. Was sind die Hintergründe der Affäre? Maigret wird es herausfinden.

"Der Vorhang", sagt der Schauspieler und meint jenes Stück Stoff, das im Jargon der Bühnenarbeiter schlicht "Lappen" genannt wird, "ist das Laken, auf dem sich der Geist mit der Kunst vermählt, griechisch-tragisch, die gepolsterte Barrikade, vor der jeder aufrecht spielende Schauspieler dem Peloton der Kritiker ausgeliefert ist, die Fahne der Kulturrevolution, mit der man ihm die Augen verbindet und das Leichentuch, das man über ihn breitet wie eine Verhüllung des Denkmals Realität" - sagt's und weigert sich standhaft, die Bühne zu verlassen, die ihm wie eine Insel in der Härte und Kälte der Welt erscheint. Er will einfach nicht mehr nach Hause gehen, daran können auch der Schäferhund Bernhard und der Mann von der Security nichts ändern, der wenig einfühlsam darauf hinweist, dass es für die Bühnenarbeiter eine Drecksarbeit sei, liegengebliebene Schauspieler wegzuräumen. Zwischen Schauspieler, Herr und Hund entfacht der Autor ein "Vokalbombardement" und "nichts, wirklich nichts, soll dazu verleiten, seinen Inhalt ernster zu nehmen, als er nicht ist."

Die Bewohner der Erde schlafen ruhig, denn sie haben nicht die geringste Vorstellung von dem Planeten, auf dem sie sich befinden. Sie begreifen nicht, wie sehr das, was sie für den festen Rahmen ihrer Existenz halten, ins Taumeln geraten ist. Sie weigern sich, in Erwägung zu ziehen, dass ihre Art die Erde zu bewohnen zu einer ökologischen Krise geführt hat, die vielleicht nur ein kleiner Teil der Menschheit überleben wird. Kosmokoloss. Eine Tragikomödie über das Klima und den Erdball zielt auf diese Kluft zwischen der Größe dieser Krise und der Fähigkeit der Menschen, sie wahrzunehmen, zu fühlen und zu verstehen. Es ist dieser historische Moment der Unsicherheit, in dem sich in einem imaginären Theaterzelt Personen und Ideen aus der politischen Gegenwart und Geschichte sowie Figuren aus der griechischen Mythologie, der heiligen Schrift und der romantischen Literatur versammeln. Die Kontroverse entfaltet sich, als die Erdbewohner aus ihren Träumen erwachen und sich schwerfällig auf den Weg zu einer Baustelle machen, wo sich der Umriss einer riesigen Arche gegen den Himmel abzeichnet: Gab es nicht immer feuchte Sommer und milde Winter? Oder haben wir die Rückkopplungsmechanismen der Erdoberfläche unwiderruflich destabilisiert und Gaia wird uns ertränken wie die Kätzchen? Wie sollen wir mit den Monstern umgehen, die wir erschaffen haben? Was ist Maß aller Dinge, wenn wir es nicht mehr sind? Wie können wir abgesicherte wissenschaftliche Fakten produzieren? Warum schließt sich die wissenschaftliche Debatte nicht? Sollen wir auch ohne absolute Gewissheit handeln? Rasch entsteht auf der Bühne des Theaters die Welt des "Anthropozän", einer Welt, die von einer Spezies beschädigt wurde, deren profanes Ende durch bunte PowerPoint-Präsentationen verkündet wird.

Kosmokoloss ist das erste Theaterstück des französischen Philosophen und Anthropologen Bruno Latour, der sich seit vielen Jahren der Problematik der politischen Ökologie widmet. Auf der Suche nach einer neuen Eloquenz des Politischen ist das Theater eine mögliche Form, die dem Missverhältnis zwischen der Bedeutung der aktuellen Ereignisse und dem engen Repertoire der Empfindungen und Gefühle, mit denen wir auf sie reagieren, begegnet. Die französische Originalversion entstand 2011 in Zusammenarbeit mit Frédérique Ait-Touati und Chloé Latour im Rahmen des Forschungsprojektes Gaia Global Circus.

Grundlage des Hörstücks ist ein Band mit Kurzgeschichten, mit dem Ror Wolf 2005 seine umfassende "Enzyklopädie für unerschrockene Leser" abgeschlossen hat. "Bis ins Jahr 2001", so Ror Wolf, "arbeitete Raoul Tranchirer ohne sichtbare Ermüdungserscheinungen an seiner vielbändigen "Enzyklopädie für unerschrockene Leser", dieser einzigartigen Besichtigung der Wirklichkeit, der Weichheit und Bleichheit, der Geschwindigkeit und Geschmacklosigkeit, Gemütlichkeit und Gefräßigkeit, der Trockenheit, der Feuchtigkeit, der Gelassenheit und Verlassenheit, der Gewöhnlichkeit, der Empfindlichkeit, der Grausamkeit, Einsamkeit, Schamlosigkeit und Bequemlichkeit, vor allem aber der Selbstverständlichkeit aller dieser Erscheinungen. Enzyklopädien sind, wie wir wissen, ihrem Wesen nach unabschließbar. Für Tranchirers Enzyklopädie gilt das nicht. Zweifellos wird er die Welt weiterhin beobachten, von oben, aus dem 42. Stockwerk, aber er wird sich nicht mehr dazu äußern. Nach seinen "Bemerkungen über die Stille" schweigt Raoul Tranchirer...

Programmänderung aus Anlass des Todes Ror Wolfs

Ein Sonntagnachmittag daheim: Bertha und Anton unterhalten sich, ohne daß sie sich wirklich etwas zu sagen hätten. Er möchte Zeitung lesen, sie Radio hören. Dort beginnt gerade ein Hörspiel. Während Anton sich gelangweilt mit seiner Zeitung zurückzieht, hört Bertha zu ihrer Verwunderung eine Frau und einen Mann einen Dialog sprechen, der Wort für Wort identisch ist mit den Worten, die sie gerade noch mit Anton gewechselt hat. Und es kommt noch schlimmer: Als der herbeigerufene Anton, ebenfalls höchst irritiert, beim Sender anruft, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen, klingelt das Telefon - im Radio. Ein gewitztes Spiel mit Sein und Schein, Alptraum und Wirklichkeit.

Ror Wolfs Fußballhörspiele aus den siebziger Jahren - montiert aus Originaltönen von Reportern, Experten, Fans - haben den Fußball für die Literatur und die Hörspielkunst entdeckt.

Anlässlich des Todes Ror Wolfs am 17. Februar 2020

Eine Explosion kommt selten allein.

Für die Patientinnen und Patienten ist ein Spitalaufenthalt eine befremdliche Erfahrung: Man ist sich, einem undurchschaubaren Betrieb und wildfremden Menschen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Man hat Zeit, man fühlt sich einsam. Und wenn dann noch permanent russische Musik erklingt, so erliegt man, ob man will oder nicht, dem eigenartigen Spitalgroove...

Der Hobby-Wissenschaftler Jean-Paul Marat und der Chefchemiker der Akademie der Wissenschaften, Antoine Lavoisier, liefern sich einen Kampf mit Worten. Es geht Marat darum, in der Welt der Wissenschaft akzeptiert zu werden, doch Lavoisier lehnt ab. Marat ist tief verletzt und reagiert mit einem vernichtenden Schlag.

Eines Tages war es soweit. Die Eltern mussten weg. Meine Mutter mit dem schwachen Sinn, mein Vater mit der Werkzeugsammlung." Das Kind sägt die Wohnung seiner Eltern aus und lässt sie mit ihrem ganzen Plunder davonschwimmen wie ein Floß. Kuckucksuhr, Wellensittiche, Zuckerstreuer und das ganze Arsenal an Küchenweisheiten segeln unter Möwengelächter durch ihre eigene Haltlosigkeit. Das Absurde scheint nie unterzugehen. "Aus den Gesichtern der Eltern hatte die Zeit längst eine Maske gemacht, aber ihre Seelen bewegten sich noch.

Am 26. August 1819, kurz vor seinem siebzigsten Geburtstag, besteigt Johann Wolfgang von Goethe in Jena seine Kutsche, um zur Kur nach Karlsbad zu fahren. Von Alterswehwehchen abgesehen, geht es dem Geheimrat bestens. Sein "West-Östlicher Divan" liegt im Erstdruck vor, die ersten Exemplare sind an Verwandte und Freunde verschickt. Und begeisterte Rückmeldungen gibt es auch schon. Allerdings sind nicht alle Verse im "Divan" von Goethe. Einige stammen – anonym – von Marianne von Willemer. Die Frau eines Jugendfreundes ist für Goethe mehr als nur Muse. So weit, so wirklich. Dann aber geschieht etwas, was nie geschehen ist. Buchstäblich am Wegesrand steht Hartwig Hundt, Schriftsteller, Demagoge, Hetzer und Antisemit. Hundt erkennt Goethe nicht. Goethe weiß nicht, wer Hundt ist. Aber er nimmt den Mann mit. Auf der Weiterfahrt entwickelt sich ein seltsames Gespräch zwischen den beiden. Über Religion und Politik, über Islam und Judentum, über Pressefreiheit und Bürgerrechte, über falsche Gerüchte und erlogene Wahrheiten. Es wird eine Fahrt durch "verdunkelnde Deutschheit" – und sie führt gedanklich direkt in die Gegenwart.

Am 26. August 1819, kurz vor seinem siebzigsten Geburtstag, besteigt Johann Wolfgang von Goethe in Jena seine Kutsche, um zur Kur nach Karlsbad zu fahren. Von Alterswehwehchen abgesehen, geht es dem Geheimrat bestens. Sein "West-Östlicher Divan" liegt im Erstdruck vor, die ersten Exemplare sind an Verwandte und Freunde verschickt. Und begeisterte Rückmeldungen gibt es auch schon. Allerdings sind nicht alle Verse im "Divan" von Goethe. Einige stammen – anonym – von Marianne von Willemer. Die Frau eines Jugendfreundes ist für Goethe mehr als nur Muse. So weit, so wirklich. Dann aber geschieht etwas, was nie geschehen ist. Buchstäblich am Wegesrand steht Hartwig Hundt, Schriftsteller, Demagoge, Hetzer und Antisemit. Hundt erkennt Goethe nicht. Goethe weiß nicht, wer Hundt ist. Aber er nimmt den Mann mit. Auf der Weiterfahrt entwickelt sich ein seltsames Gespräch zwischen den beiden. Über Religion und Politik, über Islam und Judentum, über Pressefreiheit und Bürgerrechte, über falsche Gerüchte und erlogene Wahrheiten. Es wird eine Fahrt durch "verdunkelnde Deutschheit" – und sie führt gedanklich direkt in die Gegenwart.

Der 10-jährige Felix fährt mit dem Nachtzug nach Rom. Dort soll er bei seiner Tante die Ferien verbringen. Während der Zug rattert, kommt ein geheimnisvolles, ganz in schwarz gekleidetes Mädchen in sein Zugabteil. Die "schwarze Rita" hat nicht nur miserable Manieren, sie erzählt auch von Zugüberfällen – und hat sogar ein Messer im Stiefel versteckt. Als der Zug unerwartet hält, verschwindet das Mädchen hastig. Da entdeckt Felix, dass ihm sein Reisegeld fehlt. Also springt er ihr hinterher...

Teil 3 - Die Verwandlung

Eine merkwürdige alte Frau bringt eines Tages eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit in die Apotheke von Apotheker Sternheim und überlässt sie ihm. Dieser blaue Saft fällt seinem Sohn Max in die Hände, der gern mit all den Flüssigkeiten, Salzen und Farben im Hinterzimmer der Apotheke experimentiert. Er kann nicht wissen, dass seine letzte Mixtur, mit eben dieser blauen Tinktur der alten Frau, alle Pflanzen unnatürlich schnell wachsen lässt. Und als sein Hund, den er nach langen Diskussionen endlich zum 12. Geburtstag bekommen hat, von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, passiert etwas ganz und gar Unglaubliches...

Fiston Mwanza Mujila ist ein kongolesischer französischsprachiger Schriftsteller, der seit 2009 in Graz lebt. Sein Romandebüt "Tram 83" stand 2015 auf der Longlist des Man Booker International Prize und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Internationalen Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt 2017 und dem Peter-Rosegger-Literaturpreis 2018.
Der Burgschauspieler Philipp Hauß hat "Tram 83" für das Radio inszeniert, unter seiner Regie werden in der Hörspielfassung von "Tram 83" bekannte Burgschauspieler/innen zu hören sein.
Wie der Roman erzählt das Hörspiel vom Schriftsteller Lucien, von seinen Versuchen, literarisch von diesem utopisch-dystopischen Ort, dem Nachtclub "Tram 83", zu erzählen.
Aber nicht die Handlung oder die Entwicklung der Figuren – außer Lucien noch Requiem, der Verleger Malingeau, Emilienne, die Diva der Eisenbahntrassen und die Küken – stehen im Vordergrund, sondern der Klang dieser Welt. Das, was Literatur, sowohl der Roman selbst als auch das Schreiben Luciens im Roman, in Worte, die aufeinanderfolgen, fasst, versucht das Hörspiel gleichzeitig und ohne Worte zu erzählen. "Tram 83" ist trotz aller Kongo-Bezüge ein fiktiver Ort, also keine Dokumentation einer afrikanischen Community, sondern der Traum einer Bar, die Fantasie über eine Bar. "Das Hörspiel soll", so Philipp Hauß, "keine Nach-Erzählung des kompletten Romans sein, sondern ein Hör-Eindruck, als habe man eine Nacht mit Tschechow und Beckett in einer von Hieronymus Bosch eingerichteten Bar am Ende der Welt verbracht..."

"Während alle Bewohner ihre Apartments verlassen, harren zwei Nachtwärter in der Tiefgarage eines luxuriösen Wohnkomplexes aus. Von der Außenwelt isoliert, sich selbst und ihren Wahnvorstellungen überlassen.

Michel und Harry sind Wachmänner. Von der Tiefgarage aus kontrollieren sie den Zugang zu einer Reihe von Luxusapartments. Die Außenwelt erblicken sie nur durch das Garagentor: Draußen muss sich etwas Schlimmes zugetragen haben, eine nukleare Katastrophe vielleicht oder ein Krieg. Nach und nach verlassen die Bewohner den Block, aber Michel und Harry halten mit eiserner Disziplin die Stellung. Als ein dritter Wachmann auftaucht, eskaliert die Situation. Wurde er geschickt, um die beiden zu überprüfen? Oder hat er es auf den letzten Bewohner abgesehen, der das Gebäude anscheinend nie verlassen hat? Peter Terrins Thriller ist eine ebenso beklemmende wie komische Parabel auf den stetig wachsenden Kontrollwahn in unserer Gesellschaft. "

In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein einmaliges historisches Archiv entstanden, das die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. Lange vor der Printveröffentlichung hatte Walter Kempowski sein Echolot-Archiv damals für den Hessischen Rundfunk geöffnet. Mehr als 200 namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus allen Teilen der Bundesrepublik lasen deutsche Familiendokumente aus den Monaten Januar bis Mai 1945. Die hr-Hörspielredaktion hatte das Material um private Dokumente aus Russland, Frankreich, England und den USA ergänzt.
Die Geschichtsforschung weiß es längst: Unsere Erinnerung verändert und verfälscht die Geschichte. Im Rückblick erzählen wir die Vergangenheit, wie wir sie heute sehen. Das Beeindruckende, teilweise auch Schockierende an dem Radioprojekt "Der Krieg geht zu Ende" war, daß die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht wurde. Alles, was zu hören ist, wurde unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebens niedergeschrieben. Das kollektive Entsetzen von einst wird ohne verfälschenden Abstand lebendig.

Wir hören stundenlang Stimmen. Es sind die Stimmen zahlloser Menschen direkt aus dem "Damals". Sie beschwören die unterschiedlichsten Bilder aus dem Zeitraum von Januar bis Mai 1945. Damals, als es endlich zu Ende ging mit dem seit sechs Jahren anhaltenden Alptraumkrieg. "Ein bombiges Neujahr", meint einer mit Galgenhumor. Ein Mädchen dagegen. "Man muß gleich einer Maschine werden, um nicht unterzugehen in der grausigen Wirklichkeit". Der sechzehnjährige Flakhelfer fühlt sich um die besten Jahre seines Lebens betrogen, denn: "Jetzt ist die Zeit, wo wir tanzen lernen würden!" Aus über 3.000 Briefen, Tagebucheintragungen und sonstigen Alltagsdokumenten sprechen, murmeln und wispern sie, beschreiben Triviales und Entsetzliches, oft beides ineinander verschraubt: das Ende des Krieges in protokollarischer Darstellung. Und zwar aus der Sicht der unzähligen Unbekannten, die ihre Erlebnisbilder in "natürliche Sprache" fassen - fernab von den konservierten Statements und Parolen offizieller Zeitgrößen.

Auf Initiative Christoph Buggerts, Hörspielchef beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, haben diese Stimmen aus Walter Kempowskis "Echolot-Archiv" jetzt einen ganzen Radiotag lang Zeit, in unser Bewusstsein zu dringen. Seit er in den sechziger Jahren mit seinem Projekt der deutschen "Spurensicherung" begannt, stellt Kempowski immer wieder eindrucksvoll sein Vertrauen in die Aussagekraft von Alltagssprache unter Beweis, seinen Glauben an die blanke Wiedergabe von Tatsachen als Denkspiel und Gedächtnisersatz für alle später Geborenen. Kempowski verzichtet dabei auf Kommentare, da die "Texteschreiber ja ihre Reflexionen mitliefern". Sein Kommentar ist der Schnitt und die Komposition des Materials. So versucht dieser Chronist imIdealfall "ein gewisses Gleichgewicht" herzustellen: zwischen Opfer und Rächer, zwischen den Seiten und Kehrseiten des Grauens. Das erschütternd thematische an diesen Zeugnissen ist gerade die private, unfrisierte Wahrnehmung, die Kempowski in jahrelanger Sammlertätigkeit zusammentrug. Das pendelt, je nach AutorIn, zwischen rührend hausbackenem Erklärenwollen und ansetzender Verdrängung:
"Wenn der Krieg aus ist, dann ist alles sicher schnell wieder vergessen" - Pause - "Wenn der Krieg vorbei ist, ist von alter deutscher Kultur sicher nur noch in kleineren Städten etwas zu finden." - Pause - "Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir nach allgemeiner Überzeugung selbst daran schuld. Und zwar nicht der kleine Mann, sondern die Führung" - Pause. So chaotisch diese letzten Monate gewesen sein müssen - der Regisseur Walter Adler entfaltet die Stimmenchronik in einer fast unheimlichen Ruhe. Ohne Hast überblendet das Hörstück die Einzelperspektiven zu einer zentralen Großaufnahme und ermöglicht so zumindest ansatzweise das wirkliche Erfassen der entsetzlichen Zeit. Gerade durch das erzählende Ausholen der vielen setzt sich ein Puzzle im Bewusstsein zusammen. Kempowski glaubt an diese Fähigkeit seines Publikums.

In einer Parallelmontage erzählt „Dienstbare Geister“ von zwei gegenläufigen Migrationsgeschichten. Eine junge, mittellose Frau zieht 1905 von Berlin in die deutsche Kolonie Kamerun. Dort erreicht sie ihren sozialen Aufstieg – ganz nach kolonialer Selbstverständlichkeit – durch Ausbeutung der Bediensteten und einheimischen Nachbarn. 2015 kommt ein junger Mann von Kamerun nach Deutschland. Mit viel Anstrengung erarbeitet er sich eine feste Stelle in Berlin. Doch eines Tages soll er seiner Chefin einen Dienst erweisen und gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen. Die Kolonialzeit greift wie ein Poltergeist ins Heute, umgekehrt hört man in der Kolonialgeschichte Vorboten einer Zukunft, die an unsere Gegenwart erinnert.

„Dienstbare Geister“ ist der Hauptteil von Paul Plampers ›Fremde & Geister‹-Trilogie über die Konstruktion des Fremden. Das Hörspiel erzählt von zwei gegenläufigen Migrationsbewegungen: 1905 verlässt eine mittellose junge Frau Berlin und wandert in die deutsche Kolonie Kamerun aus. Ihr sozialer Aufstieg geschieht auf Kosten der einheimischen Nachbarn und Bediensteten, die beharrlich und vergeblich Widerstand gegen die Deutschen leisten – unter anderem gegen Landraub und Zwang zur Arbeit mit der Peitsche. 2015 bricht ein junger Mann aus Kamerun Richtung Deutschland auf. Er sieht für sich keine Alternative zum reichen Europa. Durch beharrliche Selbstausbeutung erkämpft er sich in Berlin schließlich eine feste Stelle. Zunehmend verliert er die Verbindung zu seiner Heimat. Aber eines Tages soll er seiner Chefin einen Dienst erweisen und gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen. Europas Kolonialgewalt und die Folgen als Parallelmontage.

Erneuter Amoklauf in einer Schule. Hat man aus Winnenden nichts gelernt? Doch – und trotzdem konnte die Tat eines Schülers nicht verhindert werden. Xaver Finkbeiner und Nina Brändle vom LKA Stuttgart stehen unter Druck: Was waren die Beweggründe des siebzehn-jährigen Tristan? Indizien für Mobbing oder Rachemotive fehlen. Komisch sei er gewesen, sagen Mitschüler, richtig gemocht habe ihn niemand. Woher er die Waffe hatte, die er schließlich gegen sich selbst richtete, ist ebenso rätselhaft. Die Ermittler stoßen auf das Darknet, jenes weltumspannende Netz, das kaum Spuren hinterlässt. Finden sich dort die Lieferanten und Mitverantwortlichen? Der Fall nimmt Anleihen bei der jüngsten deutschen Rechtsgeschichte, in der erstmals der Betreiber eines Darknet-Forums wegen Mittäterschaft verurteilt wurde.

Das "Tösstaler Anneli" ist nach Johanna Spyris "Heidi" wohl das berühmteste Mädchen der Schweizer Jugendbuchliteratur. Das aufgeweckte, krausköpfige Anneli erlebt die Frühindustrialisierung vor rund 150 Jahren im abgelegenen Tösstal im Kanton Zürich.
Anneli wächst als eines von acht Kindern Mitte des 19. Jahrhunderts in Turbenthal auf. Die Malerwerkstatt des Vaters ernährt die Familie – bescheiden zwar, aber ausreichend. Doch als der Vater viel zu früh aus dem Leben gerissen wird, müssen seine Kinder in die Spinnereifabrik arbeiten gehen, damit die Familie überleben kann.

Einem aufmerksamen Lehrer verdanken wir Olga Meyers Bestseller-Roman: Als Lehrerin hatte Meyer ihren Schülern Kindheitserlebnisse ihrer Tösstaler Mutter Anna erzählt und diese Erinnerungen für den Unterricht aufgeschrieben. Ihr Kollege Robert Suter nahm ohne ihr Wissen die Blätter an sich, und 1918 brachte die Vereinigung der Schulbibliothekare der Stadt Zürich Olga Meyers erstes Jugendbuch "Anneli. Erlebnisse eines kleinen Landmädchens" für die Schulhausbibliotheken heraus. Ein Jahr später übernahm der Rascher-Verlag das Buch. In der Folge erschienen 1927 "Anneli kämpft um Sonne und Freiheit" und 1934 "Anneli am Ziel und am Anfang".

Lina ist sieben Jahre alt und weiß alles über Tiere. Sogar über den Kabeljau. Das sagt sie selbst und ihre Oma auch. Am liebsten spielt Lina mit Omas weißem Kater Titus und erzählt ihm alles. Sogar, dass sie erst einen einzigen Liebesbrief von Kenneth hat. Denn Kenneth traut sich nichts. Da ist Kater Titus viel mutiger und das kann nur an seinem silbernen Bart liegen. Kurzerhand schneidet Lina ihm die eine Seite ab. Noch vor dem Abendbrot. Sie will Kenneth die Barthaare schenken. Die werden ihn mutiger machen, hofft Lina. Aber dazu kommt sie gar nicht. Aus allen Himmelsrichtungen strömen Tiere in Linas Garten, sie sind entsetzt darüber, was Lina dem arglosen Kater angetan hat. Sie suchen nach einer Strafe.

L. A. ist ein Sehnsuchtsort, ein Versprechen von Glück und Schönheit, von Reichtum und Ruhm, von Beach Boys und Surfern - der Stadt gewordene Amerikanische Traum. Mehr "Go West" geht nicht. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Nirgends im Land gibt es mehr Obdachlose als in Downtown L. A., weite Teile des Stadtgebiets sind von Gangs beherrschte No Go-Areas ohne soziales Leben und ohne Ausweg. Und auch der vermeintliche Glamour Hollywoods ist bei Licht betrachtet nur eine Reminiszenz an eine goldene Vergangenheit. In Tom Nogas Hörspiel irren drei Protagonisten durch eine Stadt, die keine Stadt ist, die keine Mitte und nichts Urbanes hat, die viel verspricht und nichts hält. Sie irren einem Showdown entgegen, der zufällig und unvermeidlich zugleich ist - und damit typisch L. A.

Aude ist schwanger. Das Kind hat Trisomie 21, ihre Freundin Lou rät zur Abtreibung. Sie will nicht, dass Aude ihre Arbeit als Ingenieurin aufgibt, um eine deprimierende Mutterrolle zu übernehmen.

"Wenn du zu mir gerannt bist, dann deshalb, weil du ganz genau wusstest, dass du zur Stimme der Vernunft rennst: Abtreibung."
Aude ist schwanger, ihr Kind hat Trisomie 21. Es gibt nur einen Menschen, mit dem sie darüber sprechen will: Ihre beste Freundin Lou. Die beiden kennen sich seit frühester Kindheit. Lou rät ihr davon ab, das Kind zu bekommen. Aude soll sich nicht die Zukunft versauen. Sie soll nicht der ganzen Welt beweisen, dass sie dazu bereit ist, ihren Beruf als Ingenieurin aufzugeben, um eine deprimierende Mutterrolle zu übernehmen.

2. Teil: Kontakt

Sechs Schüsse in den Hinterkopf seiner Opfer, geräuschlos ausgeführt mit einer Gasdruckpistole, sind sein Markenzeichen. Acht Morde innerhalb von acht Monaten. Ein hochintelligenter Serienkiller, der sich den Namen des österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein zugelegt hat, hält die Ermittlungsbehörden der Londoner Supermetropole des Jahres 2013 in Atem. Ihm ist gelungen, was keiner für möglich gehalten hat: einzudringen in die Computerdatei des sogenannten 'Lombroso-Programms', in dem unter Codenamen potentielle Gewalttäter, sogenannte 'VMK-Negative' gespeichert sind. Wittgenstein ist einer von ihnen und er ist - den Codenamen seiner Opfer folgend - auf dem besten Wege, die gesamte Elite der Abendländischen Kulturgeschichte auszurotten. Seine Opfer, die - wie er selbst - aufgrund einer abweichenden DNS-Information als potentielle Verbrecher gekennzeichnet sind, tragen die Namen von Descartes, Spinoza oder Russell. 'Ich töte, weil es keinen logischen Grund gibt, nicht zu töten', lautet die provozierend simple Erklärung Wittgensteins für seine Taten. Seine eigenwillige aber messerscharf deduzierte Lesart des österreichischen Philosophen, der in Cambridge gelebt hat, fordert die attraktive aber männerfeindliche Chefermittlerin 'Jake' heraus. Sie ist gezwungen, sich in einen hochphilosophischen Diskurs mit dem Serientäter zu begeben. Denn - es steht weit mehr auf dem Spiel, als nur einen Killer zu überführen: die politische Legitimation eines demokratisch installierten Überwachungsstaates, der in seinen Datenbanken ein gnadenloses Selektionsprogramm verborgen hält. Mit seinem philosophisch unterfütterten Thriller, der 1994 erschien, stieg Philip Kerr zum international hochgehandelten Bestsellerautor auf.

1. Teil: Blutige Grüße

Sechs Schüsse in den Hinterkopf seiner Opfer, geräuschlos ausgeführt mit einer Gasdruckpistole, sind sein Markenzeichen. Acht Morde innerhalb von acht Monaten. Ein hochintelligenter Serienkiller, der sich den Namen des österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein zugelegt hat, hält die Ermittlungsbehörden der Londoner Supermetropole des Jahres 2013 in Atem. Ihm ist gelungen, was keiner für möglich gehalten hat: einzudringen in die Computerdatei des sogenannten 'Lombroso-Programms', in dem unter Codenamen potentielle Gewalttäter, sogenannte 'VMK-Negative' gespeichert sind. Wittgenstein ist einer von ihnen und er ist - den Codenamen seiner Opfer folgend - auf dem besten Wege, die gesamte Elite der Abendländischen Kulturgeschichte auszurotten. Seine Opfer, die - wie er selbst - aufgrund einer abweichenden DNS-Information als potentielle Verbrecher gekennzeichnet sind, tragen die Namen von Descartes, Spinoza oder Russell. 'Ich töte, weil es keinen logischen Grund gibt, nicht zu töten', lautet die provozierend simple Erklärung Wittgensteins für seine Taten. Seine eigenwillige aber messerscharf deduzierte Lesart des österreichischen Philosophen, der in Cambridge gelebt hat, fordert die attraktive aber männerfeindliche Chefermittlerin 'Jake' heraus. Sie ist gezwungen, sich in einen hochphilosophischen Diskurs mit dem Serientäter zu begeben. Denn - es steht weit mehr auf dem Spiel, als nur einen Killer zu überführen: die politische Legitimation eines demokratisch installierten Überwachungsstaates, der in seinen Datenbanken ein gnadenloses Selektionsprogramm verborgen hält. Mit seinem philosophisch unterfütterten Thriller, der 1994 erschien, stieg Philip Kerr zum international hochgehandelten Bestsellerautor auf.

Teil 2 - Überraschung für Steinheim

Eine merkwürdige alte Frau bringt eines Tages eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit in die Apotheke von Apotheker Sternheim und überlässt sie ihm. Dieser blaue Saft fällt seinem Sohn Max in die Hände, der gern mit all den Flüssigkeiten, Salzen und Farben im Hinterzimmer der Apotheke experimentiert. Er kann nicht wissen, dass seine letzte Mixtur, mit eben dieser blauen Tinktur der alten Frau, alle Pflanzen unnatürlich schnell wachsen lässt. Und als sein Hund, den er nach langen Diskussionen endlich zum 12. Geburtstag bekommen hat, von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, passiert etwas ganz und gar Unglaubliches...

Seinem Hörspiel legte Robert Schoen folgende Zeilen bei: "Im Englischen gibt es den Begriff serendipity als Bezeichnung für etwas zufällig Gefundenes, das man so gar nicht gesucht hat. So kam man Amerika, dem Sekundenkleber oder Viagra auf die Schliche. 'Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist', soll Louis Pasteur gesagt haben. So strebe ich also an, mich dem Zufall so anzubiedern, dass er mich bei meinem Vorhaben unterstütze, die Pasteur’sche 'kosmisch asymmetrische Kraft" anzuzapfen, um eine Rundfunkgroteske zu synthetisieren, die an den ästhetischen Grenzen des Genres Hörspiel herumstrolcht. Die Groteske schreibt sich dabei akustisch weitgehend selbst. In den Schreibpausen tauchen dabei immer wieder Fragen auf: Was ist ein Hörspiel, wo verläuft die Demarkationslinie zwischen Inszenierung und Realität, und welches Märchen wird die kleine Nora mit verbunden Augen aus dem großen russischen Märchenbuch mit dem Wolf vorne drauf picken?! Ort der Aufnahmen, Texte, Studio, Menschen in ihrem Spiel, Musik und ihre Macher – alles wird vom Zufall bestimmt, von der Laune der Würfel, einem Zufallsgenerator, Gott. Wie es sich für ein – noch so asymmetrisches – Hörspiel gehört, wird es natürlich zahlreiche Geräusche geben (auch altkirchenslawische), weiterhin Pausen, einen unbekümmerten Prinzen, reichlich Wodka, aufgedunsene Riesenfische, einen wütenden Intendanten sowie einen Ausflug an die Quelle des Heiligen Mitrofan. Entgrenzgänger: Oh, du Kassiber an den statistisch nicht messbaren Teil der Radiohörerschaft!"

Ein fast perfekter Mord. Yoshitaka Mashiba ist ein gutaussehender, wohlsituierter Mann im besten Alter. Mit seiner attraktiven Frau Ayane scheint er eine Bilderbuchehe zu führen. Doch diese fußt auf einer gnadenlosen Abmachung. Sollte Ayane ihm innerhalb einer von ihm gesetzten Frist keinen Nachwuchs schenken, wird er sich von ihr trennen. Ayane weiß, dass sie diese Bedingung nicht wird erfüllen können und ist verzweifelt. Bei einer Abendgesellschaft ergreift sie die Gelegenheit. Am darauffolgenden Tag verabschiedet sie sich von ihrem Mann und ihrer jungen Mitarbeiterin Hiromi und bricht zu einem Besuch ihrer kranken Eltern auf.

Als Ayane, die Frau des Hauses abgereist ist, verabreden sich die sehr junge Hiromi und Yoshitaka, die seit einiger Zeit eine heimliche Liaison pflegen, sogleich zu einer gemeinsamen Liebesnacht. Doch als Hiromi am Abend in Yoshitakas Villa ankommt, findet sie den Geliebten tot am Boden liegend vor. Neben sich eine verschüttete Kaffeetasse. Der ermittelnde Kommissar hat es mit zwei potentiellen Täterinnen zu tun. Der Ehefrau und der Geliebten. Beide wirken auf ihn sympathisch. Und jede der Beiden auf den ersten und den zweiten Blick völlig unverdächtig. Die Ehefrau hat sogar ein wasserfestes Alibi, da sie zum Zeitpunkt des Giftmordes nicht in der Stadt war.

Überall auf der Welt verschwinden die Strände. Auch Hiddensee und Sylt versinken. Trotzdem schüttet ein Berliner Baumagnat in der Ostsee eine künstliche Insel mit Meersand auf, er verschiebt die natürliche Landmasse, um Investorengelder und irgendwann Pauschaltouristen anzulocken. Gleichzeitig müssen immer mehr Menschen von den erodierenden, norddeutschen Küsten ins Landesinnere fliehen. Auch Elli und Fritz hoffen in einem neu entstandenen Urban Village Zuflucht zu finden und treffen dort auf den Sandtaucher Toni. Gemeinsam mit dem Geologen Emre sagen sie der Sandmafia den Kampf an. Doch die hat längst eine Allianz mit einer Regierungsbeauftragten geschlossen. Während das Meer immer näher rückt, müssen alle Beteiligten für sich entscheiden, wozu sie wirklich bereit sind. Eine deutsche Umweltdystopie, in naher Zukunft.

Eine unsentimentale Reise genau zwischen die Welten und Ohren. Iggy Pop als vielfach verwundeter Mensch ist in seiner Furchtlosigkeit der ideale Transformator. Die Musik von Iggy, das Lasso von Anatol Atonal sowie die Stimme und der Text von Birgit Kempker reiten einen himmlischen Höllentanz.

Pause. Pause. Pause zwischen den Stücken. Pause zwischen Leben und Tod. Zwischen Bühne und Leben. Zwischen Schönheit und unwiderstehlichem Dreck. Einatmen. Pause. Ausatmen. Atman. Bergung. Heimliche Bewegung und Begegnung. Unverloren gehen. Hören im Zwischenzustand. Und wie habt ihr das gemacht? Disziplin. Zeit. Viel Zeit. Viel Disziplin. Disziplin ist Freiheit. Pause. Freude. Natur. Schneiden am See. Aufnehmen im Elsass. Nenne Namen.

Die Stücke heissen: Wahrnehmungsstörung im Totenbett. Nazigirl. Foolish dreams. Cry for me. Pain in the brain. Seven regrets. Totenparty etc. Was geht uns das an? Alles. Wir alle wollen wissen, wie es geht: das Sterben. Auch wenn wir es nicht wissen wollen. Dazwischen ist viel schöner Raum. Komm rein.

Das Messer. "Mit der linken Hand zog er das Messer heraus und stach zu, glaubte im Liegen nicht genug Kraft zu haben, weil das Messer nicht weich eindrang. Es war, als ob er der Wand Stiche beibringen wollte. Endlich stak das Messer tief im Fleisch." Im Beirut von 1976 herrscht erbarmungsloser Bürgerkrieg aller gegen alle, inmitten zerschossener Häuser, zerborstenem Beton, zwischen Schutt- und Leichenbergen. Der Journalist Georg Laschen wird von einer Hamburger Illustrierten in diese sterbende Stadt geschickt und geht dort, auch im Wortsinn, über Leichen.

Der Platz der Märtyrer. "Was sollte Laschen tun zu seiner Sicherheit? Er sah sich in Zukunft weitermachen wie bisher, aber immer heftiger angefeindet von sich selbst, immer gewalttätiger weitermachen." Im Beirut von 1976 herrscht erbarmungsloser Bürgerkrieg aller gegen alle, inmitten zerschossener Häuser, zerborstenem Beton, zwischen Schutt- und Leichenbergen. Der Journalist Georg Laschen wird von einer Hamburger Illustrierten in diese sterbende Stadt geschickt und geht dort, auch im Wortsinn, über Leichen.

Jeder kennt Las Vegas. Jeder, außer Noel Coward. Der Sänger und Schriftsteller, 'British Beef' durch und durch, Londoner pur sang, ist hoch verschuldet. Und wenn ihn etwas vor einem Leben in einer Art Dauer-Tower retten kann, dann hoch bezahlte Auftritte in Las Vegas, im berühmten Desert Inn, Lieblingslokal von Leuten wie Judy Garland, Frank Sinatra, Politikern und Gangstern, dem ganzen Ratpack eben. Wie schon in 'Mord im Negligée' wird Noel Coward auch hier wieder unfreiwillig zum Zeugen eines Mordes, der ihn selbst in höchste Gefahr bringt.


"Er hatte einen guten Artikel geschrieben, allerdings im Hochgefühl, als er von Ariane kam. Das gab es also. Seltsam, derart im Hochgefühl der Wahrheit gewesen zu sein." Im Beirut von 1976 herrscht erbarmungsloser Bürgerkrieg aller gegen alle, inmitten zerschossener Häuser, zerborstenem Beton, zwischen Schutt- und Leichenbergen. Der Journalist Georg Laschen wird von einer Hamburger Illustrierten in diese sterbende Stadt geschickt und geht dort, auch im Wortsinn, über Leichen.

Eine Anleitung zum Geldvermehren? – Nicht unbedingt. Zumindest ein spielerisches Plädoyer für das angstfreie Jonglieren mit Aktien und anderen verpönten Börseninstrumenten. Eine Art Lehrstück gegen die selbstverschuldete Unmündigkeit in Finanzfragen. Stauffers kategorischer Imperativ.

Michael Stauffer und ein illustres Team aus Experten, Laien und Betroffenen gehen der Frage nach, warum das Geldanlegen in Aktien nicht des Teufels ist und warum auch die Börse per se nicht böse ist. Nirgends in der Welt ist das Pro-Kopf-Vermögen so hoch wie in der Schweiz. Gemäß der Eidgenössischen Steuerverwaltung liegt es bei CHF 323 700 pro Person! Da wäre es doch wichtig zu wissen, was mit solchen Summen alles angestellt wird.

"Wieso verwalten viele ihr Vermögen nicht selbst?", fragt sich ein Protagonist in Stauffers Hörspiel. Ein anderer schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er nur schon online ein Broker-Konto zu eröffnen sucht. Und eine Dritte erfindet ein Smiley-Terminal, wie man es in Flughafentoiletten findet, um zu dokumentieren, wie sie sich beim Geldeinnehmen, -ausgeben, beim Geldverlieren und -gewinnen fühlt.

Die Schar von Menschen in Stauffers Hörspiel begibt sich auf eine Reise nach einem bewussteren, angstfreien Umgang mit Geld und dessen Wertschöpfung. Sie lösen sich allmählich von klischierten Vorstellungen und werden aktiv, lassen ihr – wie auch immer erworbenes Vermögen – für sich arbeiten. Sogar Stauffers Steuerkommissar hört auf, die Bürger zu drangsalieren, und beginnt ein neues freies Leben.

Stauffers Lehrstück ist entstanden aus Interviewtranskriptionen, Tagebucheinträgen und einem Briefwechsel mit der Steuerbehörde. Natürlich dürfen "echte" O-Töne von Experten aus der Finanzwelt nicht fehlen.

Auf der Suche nach der Wirklichkeit der Welt â€" die Geschichte des Kriegsreporters Gregor Laschen. Laschen, ein Reporter, dem man gewisse Ereignisse Â"anvertrautÂ", soll über den Krieg im Libanon berichten. In Beirut beginnt für ihn eine Krise, in der es schließlich nicht nur um sein Berufsbild geht, sondern um sein Leben. Laschens Bewusstsein ist von der Todes und Sterbenswirklichkeit betäubt, sodass die Wirklichkeit nur noch der Vorwand ist, um darüber zu berichten, Â"draufloszufälschenÂ". Nicolas Borns Roman ist eine Parabel der Entfremdung, er zeigt das Bild einer gefälschten Realität, einer Welt, die sich verkürzt auf Chiffren, Strukturen, Programme.

Wie weit lassen sich digitale Transformationsprozesse eigentlich denken? Gewandet in ein fröhlich-phantastisches Videospiel fragt das Bremer Musikensemble KLANK nach den Un/Möglichkeiten sozialer Bewegtheit in der BRD des Jahres 2020.

Ein Chor schafft sich ab. Alle körperlichen Versammlungen werden aufgelöst. Eine Geräterepublik entsteht. Eine Stadt leert sich. Und wird so zum real existierenden global village. Alle Macht den Drähten. Weise Mischwesen tauchen auf. Und Steine denken über die Zukunft der Menschheit nach.

Zwei Frauen vor einer Badezimmertür. Ein Mann mit schrumpeligen Fingern. Seit zwei Wochen liegt er schon in der Badewanne, weil hinter der Tür das Homeoffice lauert. Er ist fest entschlossen: Wenn das die Zukunft ist, dann will er daran nicht mehr teilnehmen. Wie hier der Wohnraum von Arbeit durchdrungen wird, wird an andere Stelle das Büro und Wohnraum ununterscheidbar. Ein Chef auf der Suche nach den feinen Unterschieden und bei dem Versuch sich selbst zu kündigen.

Die so oft als antike Sexbombe dargestellte Dame, anrüchiger als der schreckliche Krieg, an dem sie obendrein schuld sein soll, erhält von Hildesheimer zwar nicht ihre Unschuld, dafür aber ihre intrigante und charmante Naivität zurück. Außerdem deutet Hildesheimer das, was Homer und viele Dichter nach ihm berichtet haben, in einem gewaltigen Punkt um: ihre Untreue ist gar nicht der Kriegsgrund. Sie wird von beiden, von den Griechen wie von den Trojanern, nur als Figur ihres diplomatischen Schachspiels benutzt. Dabei bleibt sie zwischen den skrupellosen politischen Gaunern die einzige, die unverfälschter Gefühle fähig ist.

Die Geschichte des kleinen Beamten Bougran, der vorzeitig wegen 'moralischer Invalidität' in den Ruhestand versetzt wurde, schrieb Huysmans 1888, veröffentlicht wurde sie aber erst 1964, lange nach seinem Tod. Monsieur Bougran will sich mit den Regeln des öffentlichen Dienstes nicht abfinden. Er begibt sich in einen wahrhaft heroischen Widerstand gegen die Pensionierung, das fortschreitende Alter und die unerbittlich fortschreitende Zeit. Er will seine Tätigkeit als Beamter bis zum letzten Atemzug fortsetzen, richtet zu Hause detailgetreu sein Büro ein, schreibt sich selbst Bittgesuche, die er dann meist abschlägig beantwortet – ein Herold der von vornherein verlorenen Sachen. Der Schlag trifft Monsieur gerade in dem Augenblick, als er die Ablehnung seines eigenen Einspruchs verfasst ... am Schreibtisch, die Feder in der Hand.

Wer einen Stotterer nicht aussprechen lässt, ist am Ende selber schuld.

Der Astrogar Horpach und sein Stellvertreter Rohan stehen vor einem Rätsel, als man die unversehrte "Kondor" und die Überreste ihrer Besatzung findet. Es gibt keinen Überlebenden, aber Lebensmittelvorräte, Wasser- und Sauerstoffreserven wären für viele Monate ausreichend gewesen. Allerdings sind die Innenräume des Raumschiffs in einem unbeschreiblichen Zustand, als habe eine Horde Wilder darin gehaust. Wie die Wissenschaftler des "Unbesiegbaren" feststellen, gibt es auf Regis III keine feindliche Fauna oder Flora und doch wird der Planet von einer Macht beherrscht, die auch der Rettungsexpedition fast zum Verhängnis wird: Anfangs als "Fliegen" bezeichnete, nur millimetergroße Maschinen, die als Einzelnes völlig harmlos sind, als Schwarm jedoch ein riesiges Potential besitzen .

Erzählt wird die Geschichte einer Ehe von ihrem tödlichen Ende her. "Ich habe ihm in die Augen geschossen", teilt die Ich-Erzählerin nüchtern mit. Lakonisch und kühl berichtet sie, was sie nun – nachdem alles geschehen ist – in ihrem Haushaltsbuch festhalten wird: Wie es zu ihrer Tat gekommen ist. "So ist es gewesen!" – Aber war es wirklich so? Was die Erzählerin, die ohne Namen bleibt, wie im Zeitraffertempo memoriert, ist allein ihre Version einer klassischen Dreiecksgeschichte. Da ist die eher aus der Not geborene Verbindung der jungen, einsamen Lehrerin vom Lande mit Alberto, einem erheblich älteren Sonderling. Von Beruf Anwalt, hat er nie verheimlicht, dass er eine andere liebt. Die Katastrophe nimmt unaufhaltsam ihren Lauf. Der lakonisch unterkühlte Bericht einer Gattenmörderin, das zweite Buch der Autorin, wurde bei seinem Erscheinen 1947 in Italien von der Kritik enthusiastisch aufgenommen. Bereits hier zeigte sich die literarische Handschrift der Autorin: eine beredte Kunst des Schweigens, der Auslassung und des Verzichts auf die große sprachliche Geste.

Das "Tösstaler Anneli" ist nach Johanna Spyris "Heidi" wohl das berühmteste Mädchen der Schweizer Jugendbuchliteratur. Das aufgeweckte, krausköpfige Anneli erlebt die Frühindustrialisierung vor rund 150 Jahren im abgelegenen Tösstal im Kanton Zürich.
Anneli wächst als eines von acht Kindern Mitte des 19. Jahrhunderts in Turbenthal auf. Die Malerwerkstatt des Vaters ernährt die Familie – bescheiden zwar, aber ausreichend. Doch als der Vater viel zu früh aus dem Leben gerissen wird, müssen seine Kinder in die Spinnereifabrik arbeiten gehen, damit die Familie überleben kann.

Einem aufmerksamen Lehrer verdanken wir Olga Meyers Bestseller-Roman: Als Lehrerin hatte Meyer ihren Schülern Kindheitserlebnisse ihrer Tösstaler Mutter Anna erzählt und diese Erinnerungen für den Unterricht aufgeschrieben. Ihr Kollege Robert Suter nahm ohne ihr Wissen die Blätter an sich, und 1918 brachte die Vereinigung der Schulbibliothekare der Stadt Zürich Olga Meyers erstes Jugendbuch "Anneli. Erlebnisse eines kleinen Landmädchens" für die Schulhausbibliotheken heraus. Ein Jahr später übernahm der Rascher-Verlag das Buch. In der Folge erschienen 1927 "Anneli kämpft um Sonne und Freiheit" und 1934 "Anneli am Ziel und am Anfang".

Der 40-jährige Josef Maria Stachelmann, Dozent für Geschichte an der Universität Hamburg, ist in die Krise geraten. Seine Arthritis quält ihn, mit der Habilitation kommt er nicht voran. Nun taucht auch noch sein alter Studien-Kumpel Ossi Winter, inzwischen Kommissar bei der Mordkommission, auf und bittet ihn um Hilfe bei einem spektakulären Fall: Die Frau und zwei Kinder des Hamburger Maklers Maximilian Holler sind ermordet worden. Es gibt nur eine Spur, und die führt in die NS-Vergangenheit. Die Nazi-Zeit ist Stachelmanns Spezialgebiet. Der Historiker stellt eigene Ermittlungen an und gerät in lebensgefährliche Situationen.

Der 40-jährige Josef Maria Stachelmann, Dozent für Geschichte an der Universität Hamburg, ist in die Krise geraten. Seine Arthritis quält ihn, mit der Habilitation kommt er nicht voran. Nun taucht auch noch sein alter Studien-Kumpel Ossi Winter, inzwischen Kommissar bei der Mordkommission, auf und bittet ihn um Hilfe bei einem spektakulären Fall: Die Frau und zwei Kinder des Hamburger Maklers Maximilian Holler sind ermordet worden. Es gibt nur eine Spur, und die führt in die NS-Vergangenheit. Die Nazi-Zeit ist Stachelmanns Spezialgebiet. Der Historiker stellt eigene Ermittlungen an und gerät in lebensgefährliche Situationen.

Es gibt nichts Schöneres als den Mittagsschlaf, besonders zu zweit, in einer neu gestylten, fast fertigen Wohnung. Doch wenn die Augen zufallen, wird es tagtraum-gefährlich.

Die Wohnung mutiert zum Wohnalbtraum: Wurfkissen, Fluff-Deko, Feng Shui, scheußlich gelbe Glühbirnen, ein Bett, das unter den Schläfern verrutscht, und die vernichtende Peinlichkeit der menschlichen Existenz. Da muss man sich zanken und elektronenmikroskopische Aufnahmen von Hausstaubmilben googeln. Und dauernd raunen die Geister, ASMR-Geräusche, die zum Besuch angekündigte Mutti, der ewig singende Freddy Mercury...

Eine Überforderungsrhapsodie, ein Stück mit Unwuchten, wie eine acht im Fahrrad. In jedem Fall das heiß ersehnte Sequel mit den beiden Wunnicke Traumschläfern aus dem für beste schauspielerische Leistung ausgezeichneten Stück "Alles Rumi".

Es ist die wahrscheinlich Action-reichsten Folge der ganzen Krimi-Reihe. Hauptkommissar Mentenberg und seine Kollegin Hahnsen müssen einen gewaltbereiten Einbrecher verfolgen. Sie schnappen sich ein vorbeifahrendes Auto – und das gehört zufällig Comedian Rick Kavanian. Und für den werden die nächsten Stunden gar nicht komisch.

Teil 1 - Die merkwürdige Alte
Eine merkwürdige alte Frau bringt eines Tages eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit in die Apotheke von Apotheker Sternheim und überlässt sie ihm. Dieser blaue Saft fällt seinem Sohn Max in die Hände, der gern mit all den Flüssigkeiten, Salzen und Farben im Hinterzimmer der Apotheke experimentiert. Er kann nicht wissen, dass seine letzte Mixtur, mit eben dieser blauen Tinktur der alten Frau, alle Pflanzen unnatürlich schnell wachsen lässt. Und als sein Hund, den er nach langen Diskussionen endlich zum 12. Geburtstag bekommen hat, von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, passiert etwas ganz und gar Unglaubliches...

Was für ein düsteres Geheimnis verbirgt sich im nebelverhangenen Moor? Als schaurig-schöne Moritat erzählt Jens Rachut eine gar schreckliche, subversive Familiensaga.

"Die Tränen, sie fließen und singen im Chor: Das ist die Geschichte vom Bärenmoor." In einem einsamen Moor lebt seit Menschengedenken die Familie Draigoch, von der inzwischen nur der amputierte Rest einer Kleinfamilie geblieben ist: Vater, Tochter, Sohn und Hausschwein, verbunden durch ein fatales Geheimnis, das sie an das Bärenmoor und ihre Vergangenheit kettet.
Bis eines Tages die Fastchefin einer Behörde in der Stadt auf die Idee kommt, das Moor zu bebauen: schlüsselfertig und all inclusive, Sozialwohnungen UND Golfplatz. Nice! Aber so leicht lassen sich die Geister des Moores nicht vertreiben. Zumal wenn der paranoide Vater Draigoch seine Knarre rausholt und der bekiffte Freund der Tochter erst sein Helfersyndrom und dann das Familiengeheimnis entdeckt. Gut geht das natürlich nicht. Denn die Stadt mag korrupt und böse sein. Aber das Moor ist die Brutstätte des Wahnsinns.

Ein fast perfekter Mord. Yoshitaka Mashiba ist ein gutaussehender, wohlsituierter Mann im besten Alter. Mit seiner attraktiven Frau Ayane scheint er eine Bilderbuchehe zu führen. Doch diese fußt auf einer gnadenlosen Abmachung. Sollte Ayane ihm innerhalb einer von ihm gesetzten Frist keinen Nachwuchs schenken, wird er sich von ihr trennen. Ayane weiß, dass sie diese Bedingung nicht wird erfüllen können und ist verzweifelt. Bei einer Abendgesellschaft ergreift sie die Gelegenheit. Am darauffolgenden Tag verabschiedet sie sich von ihrem Mann und ihrer jungen Mitarbeiterin Hiromi und bricht zu einem Besuch ihrer kranken Eltern auf.

Als Ayane, die Frau des Hauses abgereist ist, verabreden sich die sehr junge Hiromi und Yoshitaka, die seit einiger Zeit eine heimliche Liaison pflegen, sogleich zu einer gemeinsamen Liebesnacht. Doch als Hiromi am Abend in Yoshitakas Villa ankommt, findet sie den Geliebten tot am Boden liegend vor. Neben sich eine verschüttete Kaffeetasse. Der ermittelnde Kommissar hat es mit zwei potentiellen Täterinnen zu tun. Der Ehefrau und der Geliebten. Beide wirken auf ihn sympathisch. Und jede der Beiden auf den ersten und den zweiten Blick völlig unverdächtig. Die Ehefrau hat sogar ein wasserfestes Alibi, da sie zum Zeitpunkt des Giftmordes nicht in der Stadt war.

Ist sie eine Himmelsmacht oder eine Projektion? Chemie oder Schicksal? Was tun, wenn sie plötzlich da ist, die große Liebe? Und was, wenn sie nichts mehr von einem wissen will?

Es ist die schönste und vertrackteste Geschichte der Welt: die von der Liebe. Jede einzelne ist besonders - nicht selten größenwahnsinnig, stets auf ewig angelegt, und dennoch brüchig. Und jede ist sich in den dramatischen Momenten mit allen anderen verdächtig ähnlich.
In "Wenn wir lieben" erzählen die unterschiedlichsten Menschen von der Liebe. Sie rennen ihr nach und vor ihr davon, hoffen und bangen, sehnen und trauern. Immer auf der Suche nach dem großen Gefühl, auf das sich eine Konsum- und Beratungsindustrie schon spezialisiert hat – die Rettungsreifen der romantischen Liebe, welche sich einst vollmundig und stolz von der Zweckehe emanzipierte.
Was ist die Liebe? Was kann sie? Sind wir ihr gewachsen? Wie viele Widersprüche haben sich in ihr verhakt, dass der banale Satz "Wer liebt, liebt mit dem Herzen" zum großen Aha-Erlebnis wird?
Private Geschichten mischen sich mit den unsterblichen Klischees und Liebesgeschichten aus Kino und Literatur. Es ergibt sich ein Mosaik, in dem die Liebe so viele Gesichter hat wie die Liebenden.

"Ein junges Mädchen, Ina, träumt sich durch ihre Beziehung zu Jan und ihr Leben in Berlin. ""Berlin ist Spaß, aber kein Zuhause"", sagt sie. Und Jan: ""Ich bin hier geboren und ich werde hier auch mal sterben."" Während der gemeinsamen U-Bahn-Fahrten, der Beziehungsspielchen und des alltäglichen Geplänkels, schwingen immer die Fragen mit: was ist das eigentlich, diese Liebesbeziehung zu Jan, passen sie überhaupt zusammen? Wohin soll es gehen? Was kann man erleben und mit wem?

2007 hat Hörspielmacher Nick-Julian Lehmann zusammen mit den Schauspielern Marie-Charlott Schube und Till Grossmann das Liebespaar Jan und Ina ins Leben gerufen. Und dann über ein Jahrzehnt lang verfolgt. Ursprünglich als Hörspielserie mit unregelmässiger Erscheinung produziert, können wir die beiden und die Entwicklung ihrer Beziehung über die Jahre hinweg begleiten: miterleben, wie aus Jugendlichen Erwachsene werden, hören, wie ihre Liebe vorbeigeht und sie trotzdem nicht loslässt. Und nach Jahren ein Wiedertreffen, das das Rad von Neuem antreibt.

Die Geschichte kommt unaufwändig daher - ""field recordings"" von Berlin vermitteln ein glaubhaftes Gefühl von Realität, die oft improvisierten Dialoge stellen Lebensnähe her und bleiben auch bei komplexen Themen so verständlich, als belausche man ein Pärchen in der U-Bahn.

""Nur Berlin ist auch zu viel"" vereint auf einfachste wie wunderbare Weise das, was im Hörspiel immer wieder gesucht wird: ""Storytelling"" und ""Authentizität"". Für diese Leistung wurde der dritte Teil der ""Nur Berlin""-Serie 2018 auch mit dem ""PiNball"" für das beste Kurzhörspiel der freien Szene ausgezeichnet."

Im SRF Krimipodcast stellen Susanne Janson und Wolfram Höll regelmäßig Kriminalhörspiele vor. Heute: Franz Musils fünfter Fall "Franz Musil ist der Kultdetektiv im Schweizer Radio: mit Witz, Spürsinn und einer großen Klappe gesegnet. Aber auch einem unglaublichen Talent dafür, immer wieder in den Schlamassel zu geraten. So auch im 5. Fall, einem Krimi, der doch eigentlich ganz harmlos beginnt: mit einem Stoßzahn...

Denn spätestens als eine Leiche im Elefantenhaus gefunden wird (Mord!), ruft das auch Polizeileutnant Linder auf den Plan, und das kann nichts Gutes für Musil bedeuten. Doch zum Glück hat er Francesca auf seiner Seite, seine Freundin und Managerin, die Musil mal wieder aus der Patsche hilft..."

In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein einmaliges historisches Archiv entstanden, das die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. Lange vor der Printveröffentlichung hatte Walter Kempowski sein Echolot-Archiv damals für den Hessischen Rundfunk geöffnet. Mehr als 200 namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus allen Teilen der Bundesrepublik lasen deutsche Familiendokumente aus den Monaten Januar bis Mai 1945. Die hr-Hörspielredaktion hatte das Material um private Dokumente aus Russland, Frankreich, England und den USA ergänzt.
Die Geschichtsforschung weiß es längst: Unsere Erinnerung verändert und verfälscht die Geschichte. Im Rückblick erzählen wir die Vergangenheit, wie wir sie heute sehen. Das Beeindruckende, teilweise auch Schockierende an dem Radioprojekt "Der Krieg geht zu Ende" war, daß die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht wurde. Alles, was zu hören ist, wurde unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebens niedergeschrieben. Das kollektive Entsetzen von einst wird ohne verfälschenden Abstand lebendig.

Wir hören stundenlang Stimmen. Es sind die Stimmen zahlloser Menschen direkt aus dem "Damals". Sie beschwören die unterschiedlichsten Bilder aus dem Zeitraum von Januar bis Mai 1945. Damals, als es endlich zu Ende ging mit dem seit sechs Jahren anhaltenden Alptraumkrieg. "Ein bombiges Neujahr", meint einer mit Galgenhumor. Ein Mädchen dagegen. "Man muß gleich einer Maschine werden, um nicht unterzugehen in der grausigen Wirklichkeit". Der sechzehnjährige Flakhelfer fühlt sich um die besten Jahre seines Lebens betrogen, denn: "Jetzt ist die Zeit, wo wir tanzen lernen würden!" Aus über 3.000 Briefen, Tagebucheintragungen und sonstigen Alltagsdokumenten sprechen, murmeln und wispern sie, beschreiben Triviales und Entsetzliches, oft beides ineinander verschraubt: das Ende des Krieges in protokollarischer Darstellung. Und zwar aus der Sicht der unzähligen Unbekannten, die ihre Erlebnisbilder in "natürliche Sprache" fassen - fernab von den konservierten Statements und Parolen offizieller Zeitgrößen.

Auf Initiative Christoph Buggerts, Hörspielchef beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, haben diese Stimmen aus Walter Kempowskis "Echolot-Archiv" jetzt einen ganzen Radiotag lang Zeit, in unser Bewusstsein zu dringen. Seit er in den sechziger Jahren mit seinem Projekt der deutschen "Spurensicherung" begannt, stellt Kempowski immer wieder eindrucksvoll sein Vertrauen in die Aussagekraft von Alltagssprache unter Beweis, seinen Glauben an die blanke Wiedergabe von Tatsachen als Denkspiel und Gedächtnisersatz für alle später Geborenen. Kempowski verzichtet dabei auf Kommentare, da die "Texteschreiber ja ihre Reflexionen mitliefern". Sein Kommentar ist der Schnitt und die Komposition des Materials. So versucht dieser Chronist imIdealfall "ein gewisses Gleichgewicht" herzustellen: zwischen Opfer und Rächer, zwischen den Seiten und Kehrseiten des Grauens. Das erschütternd thematische an diesen Zeugnissen ist gerade die private, unfrisierte Wahrnehmung, die Kempowski in jahrelanger Sammlertätigkeit zusammentrug. Das pendelt, je nach AutorIn, zwischen rührend hausbackenem Erklärenwollen und ansetzender Verdrängung:
"Wenn der Krieg aus ist, dann ist alles sicher schnell wieder vergessen" - Pause - "Wenn der Krieg vorbei ist, ist von alter deutscher Kultur sicher nur noch in kleineren Städten etwas zu finden." - Pause - "Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir nach allgemeiner Überzeugung selbst daran schuld. Und zwar nicht der kleine Mann, sondern die Führung" - Pause. So chaotisch diese letzten Monate gewesen sein müssen - der Regisseur Walter Adler entfaltet die Stimmenchronik in einer fast unheimlichen Ruhe. Ohne Hast überblendet das Hörstück die Einzelperspektiven zu einer zentralen Großaufnahme und ermöglicht so zumindest ansatzweise das wirkliche Erfassen der entsetzlichen Zeit. Gerade durch das erzählende Ausholen der vielen setzt sich ein Puzzle im Bewusstsein zusammen. Kempowski glaubt an diese Fähigkeit seines Publikums.

Notgedrungen kommen sie miteinander ins Gespräch: der alte Bauzeichner und der junge Jurist.
Notgedrungen, weil sich jemand vor den Zug geworfen hat, in dem sie sitzen. Und notgedrungen auch, weil sie offenbar die einzigen Passagiere sind.

"Personenschaden" heisst es in der Durchsage lapidar, und um Geduld wird gebeten. Aber der Unterbruch der Zugfahrt bringt die schön geplante Biografie der beiden durcheinander. Sie verpassen wichtige Termine. Man trinkt in den Ärger hinein, in die Wut. Hemmungen fallen. Galgenhumor kommt auf. Ein "Schaden" wird reklamiert. Ein Schuldiger muss her. Eine Anklage.

Dem Schweizer Autor und preisgekrönten Kabarettisten Gabriel Vetter ist mit diesem Hörspiel ein bissiger moderner Totentanz gelungen. Mit schwarzem Humor spielt der Tod zum Tanz auf und bringt das Leben aus dem Tritt.

Es gibt ein dunkles Kapitel in Josies Leben, eine moralische Schuld, die sie auf sich geladen und über die sie nie gesprochen hat. Bis sie die Internetseite "Wahre Geständnisse" entdeckt und Clare kennen lernt. Aus dem anonymen Chat im world wide web wird eine reale Begegnung. Josie, deren schlechtes Gewissen ihr Selbstwertgefühl zerfressen hat, bewundert die starke, rigorose Clare. Sie lernt von ihr, wie sich die dunklen Energien von innen nach außen kehren lassen. So verändert sich Josies Leben: Sie bekommt plötzlich, was sie will, genießt ihre neue Macht - und gerät immer tiefer in die Abhängigkeit Clares. Josie hat eine gefährliche Gleichgesinnte gefunden, gewiss keine Freundin.

Die Geschichte über den Serienmörder im Berlin der 1920er Altersfreigabe: ab 16 Jahren. Berlin, 1921, es ist ein drückend heißer Sommer: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen. Im Engelbecken werden immer wieder Leichenteile von Frauen gefunden und die Polizei tappt im Dunkeln. Monatelang treibt der Killer sein Unwesen, Angst und Schrecken herrschen in der Stadt. Man nennt ihn „Die Bestie von Berlin“. Die Kommissare Gennat und Werneburg müssen neue Wege gehen, um die immer grausameren Morde zu stoppen. Endlich geht ein entscheidender Hinweis ein, die Bestie wird neben seinem letzten Opfer liegend gefasst. Es ist Carl Großmann. Das Live-Hörspiel zeigt die düsteren 20er Jahre, Berlin wird beherrscht von Verbrechen und Armut. Eine Geschichte über Bestien und Menschen und über die Liebe, unerwartet und tragisch.

Die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes ist bei dem Juden Tabori ein Motiv, das zyklisch immer wieder in seinem Werk - Erzählungen, Hörspielen, Theaterstücken - auftaucht. Es hat in "Mutters Courage" seinen persönlichsten Ausdruck gefunden. Tabori erzählt die Geschichte der Deportation seiner Mutter von Budapest nach Auschwitz und die Geschichte ihrer Rettung, einer Rettung durch das was Tabori ihre 'Courage" nennt. Es ist vielleicht auch Taboris zärtlichste Geschichte, in der Sohnesliebe sich die Freiheit nimmt, nichts über die Mutter zu verschweigen, Tabus zu mißachten - gewissermaßen im stillen Einverständnis mit ihr. Und es ist eine Geschichte über die Geschichte, deren Grausamkeit, wie immer bei Tabori, durch Komik und Witz begreifbar und zugänglich gemacht wird.

Seit Generationen fiebern Kinder bei ihren Hörspielen mit: In Heikedine Körtings Studio entstehen Klassiker wie „Die drei ???“, „TKKG“ oder „Hanni und Nanni“. Publikumserfolge, die der Regisseurin einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde sicherten.

Wer das Tonstudio von Heikedine Körting in der Hamburger Rothenbaumchaussee besucht, fühlt sich selbst wie in einem ihrer berühmten Hörspiele. Die Eingangshalle der Jugendstilvilla ist holzvertäfelt, der Parkettboden knarrt, an den Wänden hängen große Gemälde.

Die Studioräume in der oberen Etage wirken ebenfalls aus der Zeit gefallen. Hier stehen alte Tonbandgeräte, in den Regalen stapeln sich Tonbänder, im analogen Geräuscharchiv findet man Telefone mit Wählscheibe, Kassettenrecorder und alte Schlüssel.

Schon über 40 Jahre produziert Heikedine Körting „Die drei ???“, fast alle Folgen hier in der Rothenbaumchaussee. Seit 1979 werden die berühmten drei Detektive von Jens Wawrczeck, Oliver Rohrbeck und Andreas Fröhlich gesprochen.

Was eine gute Hörspielstimme ausmacht, erklärt Heikedine Körting folgendermaßen: „Ganz bestimmt nicht, weil sie schön ist. Sondern eigentlich immer dann, wenn sie etwas Besonderes hat. Bei ‚Die drei ???‘ habe ich drei genommen, die völlig unterschiedlich sind. Damit ein Kind auch weiß, wer gerade dran ist.“

Andere Produktionen von Heikedine Körting haben mittlerweile ebenfalls Kultstatus erreicht. „TKKG“, die „Fünf Freunde“, oder „Hanni und Nanni“ – auch für diese Hörspiel-Serien hat die fast 75-Jährige mehrere Goldene Schalplatten bekommen.

Auch wenn Heikedine Körting sich schon früh für das Radio interessierte – vieles in ihrer Karriere passierte ihr eher „zufällig“. So wie die Idee, aus den Geschichten rund um „Die drei ???“ eine Hörspielreihe zu machen.

In dieser Ausgabe stellen wir mit „Teure Schwalben“ nicht nur das Hörspiel des Monats November vor, sondern vor allem das Hörspiel des Jahres 2019: „Geh dicht dichtig!“ von Ruth Maria Benrath. Ausserdem präsentieren wir eine kritische Auswahl an Ursendungen im Februar und porträtieren den Berliner Künstler Carsten Schneider, der aus Verkehrsmeldungen im Deutschlandfunk ein Hörspiel collagiert hat.

"Es ist Montagmorgen. Ein heisser Sommertag bahnt sich an. Markus kommt auf die Baustelle und klettert hinauf auf den Kran. Von hier sieht er alles: den Sonnenaufgang, das aufziehende Gewitter, die Anlieferung der Bauteile. Markus hat gestern Geburtstag gehabt. Die Kollegen haben ihm Rotwein geschenkt. Ein Geschenk, mit dem er nichts anzufangen weiß. Markus ist unzufrieden. Er hält den Vorarbeiter Rolf für unfähig und die Arbeiter, allen voranAngelo, für faul und ineffizient. Aber von hier oben ist es leicht, den Konflikten, die er mit seinen Kollegen, seiner Frau Angelika, seinen Geschwistern hat, auszuweichen. Weit unten und vermeintlich weit weg von ihm: unangenehme Erinnerungen, vertagte Entscheidungen – und eine schwer kranke Mutter. Markus hat ein Geheimnis. Schon länger belastet ihn die Frage, wer sein leiblicher Vater ist. Gestern war er bei seiner Mutter im Krankenhaus. Sie hat ihm zum Geburtstag gratuliert, mit mattem Blick, schwacher Stimme, aber sie hat gratuliert. Markus wollte die Gelegenheit nutzen, – wann, wenn nicht jetzt? – und ihr die Frage aller Fragen stellen, hat es dann aber wieder nicht geschafft. Stattdessen hat er ihr einmal mehr versprochen, mit dem Rauchen aufzuhören. Heute, an diesem Montag, sitzt seine Schwester bei ihr am Bett, und hält Markus in seinem Kran via Familien-Chat über den Zustand der Mutter auf dem Laufenden. Er glaubt, hier oben über den Dingen zu stehen. Doch dieser Montag wird ihn verändern.

""Markus ist ein Fluchttier. Er sucht instinktiv nach einem Ort, an dem er unver- letzbar ist. Ich wollte eine Geschichte über einen Kranführer erzählen, weil mich die Position der Höhe interessiert hat. Wie viel Illusion steckt in der Vorstellung eines solchen Überblicks? Was entgeht einem alles, wenn man die Position der Höhe einnimmt? Und was führt einen nach da oben? Ich wollte der Frage nachgehen, ob die in diesen Tagen so laute Klaviatur des Hasses, die ganze Bandbreite von Mikroaggression bis hin zur Gefährdung anderer Menschen, Kind einer inneren Verunsicherung ist.""
(Dominik Busch)"

Künstliche Intelligenzen haben ein Gegenüber: uns Menschen. Wie werden wir in Zukunft mit künstlichen Intelligenzen und denkenden Robotern auskommen? Erste KI-Anwendungen müssen sich in der Praxis bewähren. Auch das kleine Startup-Unternehmen "Future Mind" um den Hochschulabsolventen Niels Heidbrinck muss seine Produkte einer Alltagstauglichkeit unterziehen. Probleme sind vorprogrammiert, aber scheitern ist keine Option.

Roboter als Kindermädchen sind die Lösung für berufstätige Eltern. Was aber, wenn der Nachwuchs besser mit Computern klar kommt als seine Erzeuger und den Roboter als Erzieher mehr respektiert und sogar lieb gewinnt? Ausgerechnet beim Wochenendausflug der Familie gelingt es dem neunjährigen Janus Vanderlin den künstlichen Betreuer gegen seine Eltern in Stellung zu bringen.

Künstliche Intelligenzen haben ein Gegenüber: uns Menschen. Wie werden wir in Zukunft mit künstlichen Intelligenzen und denkenden Robotern auskommen? Erste KI-Anwendungen müssen sich in der Praxis bewähren. Auch das kleine Startup-Unternehmen "Future Mind" um den Hochschulabsolventen Niels Heidbrinck muss seine Produkte einer Alltagstauglichkeit unterziehen. Probleme sind vorprogrammiert, aber scheitern ist keine Option.

Ein autonomes Fahrzeug hat einen Unfall verursacht. Warum hat der Fahrer hinterm Steuer nicht korrigierend eingegriffen? Weil dort ein Roboter saß? Ist dieser nun schuld an dem Unfall oder hat er Schlimmeres verhindert? Die Anhörung vor Gericht bringt ein überraschendes Detail an Licht: Hinter dem technischen Aufwand verbirgt sich letztlich wie früher die menschliche Natur.

Singvögel leben gefährlich

Ein Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Was genau ist vorgefallen, das diese Erörterung erfordert?

Der junge Historiker, der berichtet, arbeitete als Guide für israelische Schülergruppen, Minister und Touristen in den Vernichtungslagern in Polen. Er ist anerkannter Experte für den Holocaust, Fachmann der Erinnerung und deren Vermittlung. Yishai Sarid lässt seine Figur mit der Erinnerung kämpfen, mit der Umdeutung der Geschichte, deren Aneignung ebenso wie mit deren Ausblendung. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach der Attraktivität von Stärke und er lässt keine moralisch gesicherte Position bestehen.

Ein Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Was genau ist vorgefallen, das diese Erörterung erfordert?

Der junge Historiker, der berichtet, arbeitete als Guide für israelische Schülergruppen, Minister und Touristen in den Vernichtungslagern in Polen. Er ist anerkannter Experte für den Holocaust, Fachmann der Erinnerung und deren Vermittlung. Yishai Sarid lässt seine Figur mit der Erinnerung kämpfen, mit der Umdeutung der Geschichte, deren Aneignung ebenso wie mit deren Ausblendung. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach der Attraktivität von Stärke und er lässt keine moralisch gesicherte Position bestehen.

Ein Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Was genau ist vorgefallen, das diese Erörterung erfordert?

Der junge Historiker, der berichtet, arbeitete als Guide für israelische Schülergruppen, Minister und Touristen in den Vernichtungslagern in Polen. Er ist anerkannter Experte für den Holocaust, Fachmann der Erinnerung und deren Vermittlung. Yishai Sarid lässt seine Figur mit der Erinnerung kämpfen, mit der Umdeutung der Geschichte, deren Aneignung ebenso wie mit deren Ausblendung. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach der Attraktivität von Stärke und er lässt keine moralisch gesicherte Position bestehen.

Ein Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Was genau ist vorgefallen, das diese Erörterung erfordert?

Der junge Historiker, der berichtet, arbeitete als Guide für israelische Schülergruppen, Minister und Touristen in den Vernichtungslagern in Polen. Er ist anerkannter Experte für den Holocaust, Fachmann der Erinnerung und deren Vermittlung. Yishai Sarid lässt seine Figur mit der Erinnerung kämpfen, mit der Umdeutung der Geschichte, deren Aneignung ebenso wie mit deren Ausblendung. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach der Attraktivität von Stärke und er lässt keine moralisch gesicherte Position bestehen.

Das "Tösstaler Anneli" ist nach Johanna Spyris "Heidi" wohl das berühmteste Mädchen der Schweizer Jugendbuchliteratur. Das aufgeweckte, krausköpfige Anneli erlebt die Frühindustrialisierung vor rund 150 Jahren im abgelegenen Tösstal im Kanton Zürich.
Anneli wächst als eines von acht Kindern Mitte des 19. Jahrhunderts in Turbenthal auf. Die Malerwerkstatt des Vaters ernährt die Familie – bescheiden zwar, aber ausreichend. Doch als der Vater viel zu früh aus dem Leben gerissen wird, müssen seine Kinder in die Spinnereifabrik arbeiten gehen, damit die Familie überleben kann.

Einem aufmerksamen Lehrer verdanken wir Olga Meyers Bestseller-Roman: Als Lehrerin hatte Meyer ihren Schülern Kindheitserlebnisse ihrer Tösstaler Mutter Anna erzählt und diese Erinnerungen für den Unterricht aufgeschrieben. Ihr Kollege Robert Suter nahm ohne ihr Wissen die Blätter an sich, und 1918 brachte die Vereinigung der Schulbibliothekare der Stadt Zürich Olga Meyers erstes Jugendbuch "Anneli. Erlebnisse eines kleinen Landmädchens" für die Schulhausbibliotheken heraus. Ein Jahr später übernahm der Rascher-Verlag das Buch. In der Folge erschienen 1927 "Anneli kämpft um Sonne und Freiheit" und 1934 "Anneli am Ziel und am Anfang".

Künstliche Intelligenzen haben ein Gegenüber: uns Menschen. Wie werden wir in Zukunft mit künstlichen Intelligenzen und denkenden Robotern auskommen? Erste KI-Anwendungen müssen sich in der Praxis bewähren. Auch das kleine Startup-Unternehmen "Future Mind" um den Hochschulabsolventen Niels Heidbrinck muss seine Produkte einer Alltagstauglichkeit unterziehen. Probleme sind vorprogrammiert, aber scheitern ist keine Option.

Inzwischen begegnen uns die Roboter nicht nur im Seniorenheim; zunehmend finden sie auch auf unseren Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Anwendung. Der Grund liegt auf der Hand: Roboter streiken nicht, bekommen keinen Lohn und bestehen nicht auf eine 35-Stunden-Woche. Außerdem sind sie unbestechlich - was sich allerdings auch als Nachteil für denjenigen erweisen kann, der sie einsetzt.

Auf der Insel Rügen lebte vor vielen, vielen Jahren ein Fürst, der einfach nicht sterben wollte. Er saß im Keller seiner Burg auf einem großen Berg von Goldstücken. Er zählte sie Tag und Nacht und überlegte dabei, wie er noch mehr bekommen könnte. Da wurde Gevatter Tod auf die Insel geschickt, er sollte den Fürsten endlich holen.

Zwölf Häftlinge aus Auschwitz-Birkenau werden im drei Kilometer entfernten Stammlager zu Krankenpflegern ausgebildet. Unter ihnen Tadeusz, eigentlich Literaturstudent. Er soll lernen, wie man steril eine Blinddarmoperation durchführt und Phlegmonen behandelt, um seine Mithäftlinge zu heilen und die Sterblichkeit im Lager zu senken. Alltag in Auschwitz. In den Briefen an seine Freundin Maria, die im Frauenlager in Birkenau verblieben ist, berichtet Tadeusz von diesem Alltag, vom Blick aus dem Fenster, von dem man das "Kremo" nicht sieht, von Boxkämpfen und Orchesterkonzerten, vom Kampf um die Habseligkeiten der neu angekommenen Häftlinge, vom Lagerbordell und vom Tauschhandel. In seinen Briefen hält er Zwiesprache mit der Geliebten - Sprache als Möglichkeit, in dem Normalität suggerierenden Wahnsinn des Lageralltags seelisch zu überleben. "... verlier nicht den Mut, wenn es Dir schlecht geht. Denn von diesem Lager, dieser Zeit des Betruges werden wir vielleicht einmal den Lebenden Bericht erstatten und die Toten verteidigen müssen." Für seine Inszenierung begab sich Regisseur Kai Grehn auf Soundrecherchen in die Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau.

Ewiges Eis und langsamer Tod, Männer ohne Frauen und eine sinnlose Expedition. Es ist das letzte Abenteuer der zivilisierten Welt: Im Januar 1912 versuchte Robert Falcon Scott im Wettlauf mit Roald Amundsen den Südpol zu erreichen.

"Die Straße ist ein Universum, das Auto „unsere Blechhaut“. Eine Frau und ein Mann fahren die ehemalige Gastarbeiterroute ihrer Eltern nach. In ihre Familienerinnerungen mischen sich Stimmen aus dem Radio.

Die Straße ist ein Universum, das Auto unsere Blechhaut. Eine Frau und ein Mann fahren die ehemalige Gastarbeiterroute ihrer Eltern nach. In die traumatischen Erinnerungen ihrer Familiengeschichte mischen sich Stimmen aus dem Radio. Es kreuzen sich die Biografien verstoßener Söhne, eines verschollenen Castingshow-Stars, eines albanischen Punks und jener jungen Tschechin, die als erster Mensch vorsätzlich einen LKW in eine Menschenmenge steuerte. "

"Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt, irgendwo mitten in Europa. Aber vom Pinzgau aus gesehen, ist Zell die Hauptstadt. Zehntausend Einwohner, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See." Soweit der Autor, bekennender Österreicher aus Maria Alm, ausgewandert nach Südwales, wieder zurückgekehrt nach Wien und nun Shootingstar des Austriakrimis. Und dort, in Zell, sind zwei Amerikaner umgebracht worden. Dass das nicht nur mit Spionage und Immobiliengeschäften zu tun hat, sondern auch mit der Vergangenheit, die ihre Krakenarme in die Gegenwart reckt, macht die ganze Sache um so spannender.

Die Berliner Autoren Andreas Schroth und Gabriele Thaler haben einen der letzten alten Scherenschleifer in Berlin auf seinen Touren mit dem Schleifblock begleitet und aus seinem ungewöhnlichen Leben erzählen lassen. Dieser heute 85-jährige Mann, der - wie er selbst sagt - frei sein wollte wie ein Vogel verkörpert ein Stück lebendiger Vergangenheit.

Erich Graf, zum Zeitpunkt der Aufnahmen 85 Jahre alt, ist ein Relikt. Sein Beruf stirbt aus. Seine Erinnerungen reichen bis in die Kaiserzeit. Doch immer noch zieht er peifend durch Berliner Hinterhöfe und preist seine Dienste an. Das Stück über Erich Graf steht nicht nur für ein bewegtes Leben in vier deutschen Systemen, sondern auch für eine dokumentarische Tradition, die Unbekannten eine Stimme geben wollte.

Der Krieg trennt die Familien, zerstört lebenswichtige Bindungen. Heimweh, Einsamkeit und Ängste, die lange nicht vergehen, sind die Folgen. Die kleine Anna aus Köln war die längste Zeit des Krieges von ihren Eltern getrennt. Insgesamt viermal wurde sie verschickt, in sogenannte Kinderlandverschickungslager. Die lagen in Gegenden, wo es seltener Bombenabgriffe gab, hunderte Kilometer von Köln entfernt, und wurden von der Hitlerjugend geführt. Besonders eingeprägt hat sich Anna das Lager Heiligensee im damaligen Niederschlesien. Fast ein Jahr lang musste sie dort bleiben, nachdem ihre Schule in Köln-Ehrenfeld zerstört und sie selber im Schulkeller verschüttet worden war. In Heiligensee erlebte Anna die strenge, bisweilen unmenschliche HJ-Erziehung und das bedrohliche Näherrücken der Front.

Die Betriebsfeier einer großen Firma: Höhepunkt des Jahres! Diesmal hat sich die Geschäftsleitung etwas Besonderes ausgedacht und einen Vergnügungsdampfer angemietet. Auf dessen bunt geschmücktem Tanzdeck wird verkündet, dass zum Wohle der Bilanzen Entlassungen anstehen. Ein Wettbewerb beginnt, Widerstand und Würde zwecklos, wenn man seinen Job behalten will. Während oben jeder reihum vortritt und unter der Leitung eines Motivationstrainers intime Beichten ablegt, warum gerade er oder sie nicht gekündigt werden sollte, laufen im Bauch des Schiffs ganz andere Spiele. Hier und da gibt es auch subversive Ecken, wo die Machtkämpfe und Intrigen, die den normalen Alltag und die Produktivität belasten, kurz ruhen. Doch bis in die kleinste Einheit, quer durch alle Führungsebenen und Lohngruppen, dringt die Debatte, wie sehr das Leben an der Arbeit hängt und ob Arbeit, jedenfalls in ihrer jetzigen Gestalt, nicht Mittel zum Zweck ist, eine großflächige Revolte zu verhindern.

"Die Fluxusikone Robert Filliou erfand 1963 den Geburtstag der Kunst. Beim 1.000.057. Art's Birthday spielt das Kollektiv HEYA: Frauen aus dem Nahen Osten und Europa vernetzen sich live für eine Performance über den Sound von Widerstandsbewegungen.

Die Kunst hat Geburtstag und das verdankt sie dem Fluxuskünstler Robert Filliou. Er gratulierte im Jahr 1963 zum 1.000.000. ""Art's Birthday"". Seither feiern am 17. Januar Menschen und Institutionen weltweit mit Performances, Konzerten und Ausstellungen.
An der globalen Party beteiligen sich Deutschlandfunk Kultur und der ORF mit einem Netzwerk-Konzert aus Berlin, Wien, Kairo und Istanbul. Vier Performerinnen beschäftigen sich an diesen Orten mit dem Sound von Protestbewegungen. Das Wort ""Heya"" bedeutet im Arabischen ""sie"", im Englischen ist es ein freundlicher Gruß. "

"Das, was gesagt wird, kann doch nicht wahr sein, denken wir, doch wen kümmert’s schon, denn es wird wahr, indem es gesagt wird. Was nicht stimmt, stimmt ein, um die anderen niederzustimmen. Das Unsagbare ist wieder ausgesprochen beredt" setzt Doron Rabinovici seinem zusammen mit Florian Klenk geschriebenen Stück Alles kann passieren! voran.

Und das, was die hier versammelten Politiker rechtsnationaler bis rechtsradikaler Gesinnung in ihren Originalzitaten von sich geben, ist tatsächlich unsäglich und wurde doch genauso zu Protokoll gegeben.
"An ihrer Sprache könnt ihr sie erkennen!" Rabinovici und Klenk montieren Reden von Europas neuen starken Männern – Matteo Salvini, Viktor Orbán, Herbert Kickl, Jarosław Kaczyński und Heinz-Christian Strache – zu einem Mosaik, das die Wende hin zu einer illiberalen Politik bis in die Wurzeln ihrer Sprache hörbar macht. Ernüchtert machen die vier Schauspielerinnen Edda Fischer, Susanne Schäfer, Anke Sevenich und Patrycia Ziółkowska das Unsägliche hinter den Worten in seiner ganzen hässlichen Gewalt begreifbar.

Benno ist ein ganz normaler Junge und lebt in einer ganz normalen Familie. Aber manchmal hat Benno das Gefühl, seine Eltern hätten seine Schwester viel lieber als ihn.
Darum möchte Benno am liebsten abhauen und ein Piratenkind werden. Ja, das wär’s: auf einem Piratenschiff sein und Abenteuer erleben! Und genau das passiert. Benno wird ein Piratenkind auf der Mollejolle, trifft er auf eine Crew und auf Käpt’n Kojote und die Wilde Esmeralda. Doch irgendetwas stimmt nicht auf diesem Piratenschiff... Wer ist Pippo? Und wie findet man den Schatz "der roten Koralle"?

Die Sehnsucht des Menschen nach Transzendenz ist eine Grundkonstante seines Daseins. Zu allen Zeiten wurde das Jenseitige angerufen – das reicht von Ritualen der Indianervölker am Amazonas über Gebete islamischer Sufis oder tibetischer Mönche bis hin zur Musik von Johann Sebastian Bach. Diesen Äußerungen einer tiefen spirituellen Sehnsucht werden Zitate aus der Bibel und dem Koran gegenübergestellt, die den autoritativen, frauenfeindlichen, machtpolitischen Charakter der drei monotheistischen Weltreligionen offenbaren. Beginnen tut das Stück jedoch mit den reinen Klängen der Natur und in die harmonische „Stille“ von Naturgeräuschen kehrt es auch wieder zurück. Vielleicht ist Gott ja nichts anderes als die Natur, die uns umgibt und deren Teil wir sind?

Originalhörspie

Künstliche Intelligenzen haben ein Gegenüber: uns Menschen. Wie werden wir in Zukunft mit künstlichen Intelligenzen und denkenden Robotern auskommen? Erste KI-Anwendungen müssen sich in der Praxis bewähren. Auch das kleine Startup-Unternehmen "Future Mind" um den Hochschulabsolventen Niels Heidbrinck muss seine Produkte einer Alltagstauglichkeit unterziehen. Probleme sind vorprogrammiert, aber scheitern ist keine Option.

An Kranken- und Altenpflegern mangelt es überall. Future Mind testet einen Pflegeroboter, der bald anfängt, das Problem auf seine Weise zu lösen - bis der Personalmangel beseitigt ist. Eine junge Musikerin erweist sich als die letzte Hoffnung, um die Maschinenintelligenz wieder unter Kontrolle zu bringen.

Künstliche Intelligenzen haben ein Gegenüber: uns Menschen. Wie werden wir in Zukunft mit künstlichen Intelligenzen und denkenden Robotern auskommen? Erste KI-Anwendungen müssen sich in der Praxis bewähren. Auch das kleine Startup-Unternehmen "Future Mind" um den Hochschulabsolventen Niels Heidbrinck muss seine Produkte einer Alltagstauglichkeit unterziehen. Probleme sind vorprogrammiert, aber scheitern ist keine Option.

Personalchefs sind voller menschlicher Vorurteile. Das junge Startup Future Mind will Bewerbungsgespräche an eine unbestechliche Software übergeben, die Kandidaten nach streng objektiven Kriterien prüft und beurteilt. Der Manager Vanderlin, der die Software einsetzen will, ist begeistert. Zumindest solange diese seine Kandidaten interviewt ...

Die Kleinstadt Neuruppin in Brandenburg könnte eine Idylle sein, wenn da nicht dieser Nachbar wäre, der Kerstin beobachtet. Und der Teenie von nebenan, der Kerstins Mann Bernd den Kopf verdreht. Ein mysteriöser Drohbrief, das lautlose Verschwinden Bernds aus ihrem Leben, der tote Kater vor ihrer Haustür - die Räume werden enger und der eigene kleine Garten zum letzten Rückzugsort. Doch auch hier lauert der Tod.
Der junge Polizeibeamte Markovicz geht die Sache pragmatisch an und kommt der Wahrheit sehr nahe. Zu spät erkennt er, dass auch er sich schon längst im Dickicht von Illusion, Lüge und Selbstbetrug verfangen hat. Die Katastrophe, in die die soghaften Ereignisse münden, kann er nicht mehr verhindern.

Sieben Mädchen auf Klassenfahrt. Frei und unabhängig, eigenmächtig über sich: ihre Körper, ihre Leben. Nach der Fahrt sind alle schwanger. Warum und von wem, das spielt keine Rolle, denn es geht um die Zukunft. Taumelnd zwischen dem Gefühl, endlich etwas zu haben, über das sie entscheiden können, etwas Konkretes und den Beschränkungen und gesellschaftlichen Konventionen, halten sie an der Selbstbestimmung über ihren Körper und über ihr Leben fest. Sieben 13-jährige schwangere Mädchen: Sie trotzen den strafenden Stimmen ihres Umfeld wo nicht sein kann, was nicht sein darf. Entwerfen sieben wilde Phantasien über die Zukunft, die in ihren Bäuchen keimt, werfen ihre eigenen Geschichte um sich, von Religionslehre über Instagram, Schwangerschaftsgruppentests, alternden Großmüttern, Piercings, Abtreibungen bis zur Gesellschaftsutopie. So entsteht ein vielstimmiger Chor der Ungehörten, der radikal Selbstbestimmung einfordert und demonstriert, dass es egal ist, aus einer Gesellschaft ausgestoßen zu werden, der man nie angehört hat. Das Hörspiel basiert auf einer wahren Begebenheit. 2014 wurde die "kollektive Schwangerschaft" von sieben Teenagerinnen in Bosnien und Herzegowina festgestellt und medial skandalisiert.

Bekannt wurde dieser Fall unter anderem durch die Verfilmung „Lebendig begraben“ von 1962. Ein Mann der unter der ständigen Angst leidet, lebendig begraben zu werden, wird durch wahre Ereignisse in seiner Angst bestärkt. Er selbst leidet an einer Krankheit – Katalepsie oder auch Starrsucht. Während eines Anfalls kann man nicht sagen, ob er tot ist oder noch lebendig. Eines Tages erwacht er nach einem Anfall in einer harten Kiste und es riecht nach feuchter Erde...

Anfang des 20. Jahrhunderts: Victor Lustigs Weg führt ihn von seinen Anfängen als Taschenspieler und Kleinbetrüger in den Spielsalons von Paris, auf die großen Liniendampfer des Atlantiks und schließlich bis nach New York. Unterwegs lernt er seine Freundin und Mentorin Zoë kennen, die ihn in die höheren Geheimnisse der Hochstapelei einweiht. Mit diesem Handwerkszeug macht er die USA unsicher und lügt, prellt und betrügt was das Zeug hält. Und trifft auf den Mann, der ihn sein ganzes Leben lang jagen wird: Paul Rubano vom Secret Service. Vor ihm auf der Flucht kehrt er 1925 wieder nach Paris zurück um dort einen seiner größten Coups in die Tat umzusetzen: Den Verkauf des Eiffelturms.

Ossi Madsohn ist die bestbezahlte Sportjournalistin Berlins. Leider hat ihr schlampiger Lebensstil sowohl ihren Steuerberater wie auch ihren Ehemann in die Flucht geschlagen. Sie haust nun allein in einer superteuren Fünfzimmer-Wohnung in Berlin Mitte, die sie sich eigentlich allein nicht mehr leisten kann. Als ihr bester Freund, der derangierte, aber gut betuchte Operntenor Felix Unger sich umbringen will, nimmt sie ihn bereitwillig bei sich auf. Felix ist von seiner Frau rausgeschmissen worden, weil sie seinen Putzfimmel und seine Tonleitern nicht mehr erträgt. Das kann eigentlich nicht gutgehen… Aber sind Freunde nicht immer viel toleranter als Ehepartner?

Christa Lehmann, 1922 in Worms geboren, mordete jahrelang in ihrer Familie und im Freundeskreis. Ihr bevorzugtes Mordinstrument: Gift, das sie in Pralinen füllte. Sie wurde überführt, verurteilt und nach 23 Jahren Haft wieder entlassen.
Heute lebt sie unter geänderter Identität in Freiheit. Eine Dame in diesem Alter braucht Pflege, Betreuung. Täglich kommt eine Schwester vorbei und betreut die nette alte Frau. Die Arbeit macht Freude, denn Christa Lehmann erzählt immer gerne Geschichten von früher. Spannende Geschichten, aus ihrer Heimat. Kurz nach dem Krieg gab es viele Verbrechen, Serienmörder trieben ihr Unwesen. Frau Lehmann hat auch immer etwas Süßes da, Kuchen oder Pralinen. Und wer würde schon die liebevoll selbstgemachten Pralinen einer alten Dame ablehnen...?

Glaubst du an die Treue? Warum? Warum nicht? Glaubst du, dass du deinen Partner wirklich kennst? Warum hast du geheiratet? Haben Ehe und Leidenschaft etwas miteinander zu tun? Ist es legitim, in einer Beziehung Geheimnisse vor dem anderen zu haben? Die Beziehung von Fridolin und Albertine wird unerwartet von Fragen, Ängsten und Zweifeln erschüttert. Ein Maskenball ist der Auslöser. Ein Fest, bei dem beide ein heftiges erotisches Verlangen in sich entdecken, das in ihrem Ehe-Alltag nicht befriedigt wird. Für beide beginnt eine (alp-)traumhafte Reise durch die Nacht auf der Suche nach dem Kern der Liebe, nach sich selbst und dem anderen. Im Verlauf von zwei rauschhaften Tagen entfernen sie sich maximal voneinander, um sich am Ende wiederzufinden. Arthur Schnitzler untersucht mit seiner 1926 erschienenen Traumnovelle die Gewalt, mit der zurückgehaltene sexuelle Wünsche unvermittelt ans Tageslicht drängen, analysiert den Druck der schwindenden körperlichen Leidenschaft in Langzeitbeziehungen und zeigt die existentielle Krise in der Lebensmitte zweier Menschen, in der die gewonnenen Sicherheiten ihres gemeinsamen Lebens plötzlich brüchig werden. Im Hörspiel werden die in der Erzählung angelegten Schichten von Traum und Realität, männlicher und weiblicher Perspektive, Erinnerung und Gegenwart, Lüge und Wahrheit noch erweitert um zeitgenössische Diskurse über das sexuelle Begehren. Hier kommen sowohl psychologische, soziologische und philosophische Stimmen zu Wort als auch die persönlichen Antworten von Paaren, die über ihren Beziehungsalltag befragt wurden.

Nach dem gleichnamigen interaktiven Hörspiel. Die Story spielt in einer Stadt in Aufruhr. Bürgerkrieg ist ausgebrochen. Extremisten haben den Tag X ausgerufen, einen Coup gestartet und ein tödliches Virus verbreitet. "Deine Augen brennen. Du blinzelst und versuchst, dich zu orientieren. Umsonst. Du siehst absolut nichts." Aber es gibt Hoffnung: ein Kind, das allein durch die Straßen streift, könnte die Katastrophe noch aufhalten. Wird es Dir gelingen, dem Kind zu helfen und die Welt zu retten? Die interaktive Version für Smart Speaker mit untereinander verbundenen Handlungssträngen steht online auf web.br.de/tag-x zur Verfügung. Die Hörspielredaktion entwickelte Tag X mit dem BR-Innovationsteam für digitale Entwicklungen und erhielt beim Prix Europa 2019 eine lobende Erwähnung in der Kategorie "Digital Audio Project".

Der Cellist Giuseppe Mastorna sitzt nach einer Konzertreise im Flugzeug von Hamburg nach Florenz. Über den Alpen gibt es ein heftiges Gewitter. Die Maschine muss notlanden, und zwar mitten im Zentrum einer Stadt. Seltsame Dinge geschehen. Menschen nehmen ihn mit an Orte, die ihm bekannt vorkommen, an denen er alte Bekannte und Freunde trifft. Doch - diese Menschen sind alle tot. Mehr und mehr gerät er in den Strudel von Chaos, Idiotie und Vulgarität, in ein absurdes Zombie-Dasein, in dem sich die Grenzen zwischen Leben und Tod für ihn verwischen. Schließlich führt Fellini seinen Protagonisten in eine Scheune, in der alle Erinnerungen aufbewahrt werden. Eine seltsame Jury zeigt ihm den Film seines Lebens. Gesucht wird eine Szene, in der er unverfälscht er selbst ist. Erst als diese gefunden ist, entlässt ihn die Jury. Er findet sich wieder im Konzertsaal in Florenz, ohne Angst. Dieser Film, den Federico Fellini zusammen mit drei weiteren Autoren geschrieben hat, ist nie gedreht worden. Der Produzent Dino de Laurentiis hatte das Filmscript abgelehnt. Man kann vermuten, dass einem Drehbuch dieser Art, platzend vor Absurdität, Metaphysik und intellektuellem Anspruch, aber auch politischen Attacken von glühendem Antifaschismus, keine großen kommerziellen Chancen eingeräumt wurden. Felix Partenzi hat diesen Text wiederentdeckt und seine fantastische Dimension für das Hörspiel genutzt.

Der Cellist Giuseppe Mastorna sitzt nach einer Konzertreise im Flugzeug von Hamburg nach Florenz. Über den Alpen gibt es ein heftiges Gewitter. Die Maschine muss notlanden, und zwar mitten im Zentrum einer Stadt. Seltsame Dinge geschehen. Menschen nehmen ihn mit an Orte, die ihm bekannt vorkommen, an denen er alte Bekannte und Freunde trifft. Doch - diese Menschen sind alle tot. Mehr und mehr gerät er in den Strudel von Chaos, Idiotie und Vulgarität, in ein absurdes Zombie-Dasein, in dem sich die Grenzen zwischen Leben und Tod für ihn verwischen. Schließlich führt Fellini seinen Protagonisten in eine Scheune, in der alle Erinnerungen aufbewahrt werden. Eine seltsame Jury zeigt ihm den Film seines Lebens. Gesucht wird eine Szene, in der er unverfälscht er selbst ist. Erst als diese gefunden ist, entlässt ihn die Jury. Er findet sich wieder im Konzertsaal in Florenz, ohne Angst. Dieser Film, den Federico Fellini zusammen mit drei weiteren Autoren geschrieben hat, ist nie gedreht worden. Der Produzent Dino de Laurentiis hatte das Filmscript abgelehnt. Man kann vermuten, dass einem Drehbuch dieser Art, platzend vor Absurdität, Metaphysik und intellektuellem Anspruch, aber auch politischen Attacken von glühendem Antifaschismus, keine großen kommerziellen Chancen eingeräumt wurden. Felix Partenzi hat diesen Text wiederentdeckt und seine fantastische Dimension für das Hörspiel genutzt.

In der Nähe eines kleinen norwegischen Dorfes findet man die Leiche eines jungen Mädchens. Es ist die fünfzehnjährige Annie. Sie ist nackt und nur mit einer Windjacke bedeckt. Auf den ersten Blick deutet alles auf einen Sexualmord. Doch die Obduktion ergibt: Tod durch Ertrinken. Spuren eines Kampfes sind nicht vorhanden. Kommissar Sejer übernimmt den Fall. Seine Ermittlungen führen lange nicht zu den entscheidenden Erkenntnissen, wohl aber tief in das Innenleben der Familien in einem modernen norwegischen Dorf.

Das "Tösstaler Anneli" ist nach Johanna Spyris "Heidi" wohl das berühmteste Mädchen der Schweizer Jugendbuchliteratur. Das aufgeweckte, krausköpfige Anneli erlebt die Frühindustrialisierung vor rund 150 Jahren im abgelegenen Tösstal im Kanton Zürich.
Anneli wächst als eines von acht Kindern Mitte des 19. Jahrhunderts in Turbenthal auf. Die Malerwerkstatt des Vaters ernährt die Familie – bescheiden zwar, aber ausreichend. Doch als der Vater viel zu früh aus dem Leben gerissen wird, müssen seine Kinder in die Spinnereifabrik arbeiten gehen, damit die Familie überleben kann.

Einem aufmerksamen Lehrer verdanken wir Olga Meyers Bestseller-Roman: Als Lehrerin hatte Meyer ihren Schülern Kindheitserlebnisse ihrer Tösstaler Mutter Anna erzählt und diese Erinnerungen für den Unterricht aufgeschrieben. Ihr Kollege Robert Suter nahm ohne ihr Wissen die Blätter an sich, und 1918 brachte die Vereinigung der Schulbibliothekare der Stadt Zürich Olga Meyers erstes Jugendbuch "Anneli. Erlebnisse eines kleinen Landmädchens" für die Schulhausbibliotheken heraus. Ein Jahr später übernahm der Rascher-Verlag das Buch. In der Folge erschienen 1927 "Anneli kämpft um Sonne und Freiheit" und 1934 "Anneli am Ziel und am Anfang".

Eines Tages fliegt ein Spatz auf Florians Kopf und bleibt in seinen roten Haaren sitzen. Da passieren ungewöhnliche Dinge. Jeden Tag geht er mit Katja zur Schule, doch als der Vogel auf seinem Kopf sitzt, da gibt sie ihm einen Kuss. Katja ist ein Jahr älter, Florian erst zehn und nun völlig durcheinander. Gemeinsam lernen sie die alte Frau Raaphort kennen, die etwas verwirrt vor ihrer Tür steht und den Schlüssel nicht mehr findet. Der Spatz fliegt zu ihr auf den Kopf, sie hat schon auf ihn gewartet. Die beiden Kinder helfen der alten Frau und kommen jeden Tag wieder. Sie kümmern sich um sie, wenn der Sohn keine Zeit hat. Aber sie schaffen das kaum, sie müssen ja auch zur Schule gehen.

Wie verwandelt man die naheliegende Lähmung ob der Komplexität der Welt in politisches Handeln? Hannah und Jasmin verbringen den Sommer in Griechenland, um als Freiwillige in einem Flüchtlingscamp zu arbeiten. Die Umstände sind schlecht. Ihre Hilfsorganisation betreibt einen kleinen Laden. Die beiden sortieren Spenden, teilen Lebensmittel aus. Um die lange Wartezeit der Menschen zu überbrücken, beginnen die engagierten Helferinnen die Kunstsprache Esperanto zu unterrichten. Doch bald wird klar, dass Jasmin nicht mit den Regeln und Hierarchien des Lagers zurechtkommt. Die Anonymität und bloß temporäre Anteilnahme der freiwilligen Helfer verstößt gegen ihre Idee einer würdevollen Behandlung der Geflüchteten. Jasmin radikalisiert sich. Wie gewinnt man den Kampf gegen die Antriebslosigkeit einer Generation? Und welche Rolle spielen dabei die Machtstrukturen unserer Sprache? 1887 wurde Esperanto als universale Sprache entwickelt. Trotz weltweiter Anhänger bis heute, konnte sich ihr völkerverständigender Ansatz nie durchsetzen. Das Hörspiel "Esperanto" führt zwei Utopien parallel und zeichnet Wege in einer schon verloren geglaubten Schlacht. Es basiert auf Recherchen des Autors in einem Flüchtlingscamp im Norden Griechenlands. Dort hat er mehrere Monate als Freiwilliger gearbeitet.

Ein langes, reiches, eigenständig geführtes Lebens steht nicht selten im Widerspruch zu dem, was die meisten von uns an dessen Ende erwartet: die letzten Lebensjahre im Altenheim.

Unweigerlich entstehen an diesem Ort Ambivalenzen auf vielen Ebenen. Während den Bewohnern nur noch wenig Zeit in ihrem Leben bleibt, steht auch das Pflegepersonal – wenn auch auf ganz andere Weise – unter hohem Zeitdruck. So begegnen sich Helfende und Hilfebedürftige unausweichlich eingezwängt in die Taktung des Betriebs. Hinter den vermeintlich banalen Gesprächen über das Wetter, den gewünschten Brotbelag und das gesundheitliche Befinden tritt vor allem eines zum Vorschein: die Ausweglosigkeit des Seins in der Zeit, die gnadenlos voranschreitet ohne die Möglichkeit einer nachträglichen Korrektur oder Einflussnahme. „Fünf Flure, eine Stunde“ ist ein Wahrnehmungsspiel. Alles was wir hören ist echt, und ist es auch wieder nicht.
Luise Voigt wirft einen neuen, angst- und vorurteilsfreien Blick auf diese letzte Etappe des Lebens. In fünf Fluren von Alteneinrichtungen haben sie und ihr Team O-Töne aufgenommen. Und zwar am selben Tag (dem 20. Mai 2019) und zur selben Stunde (jeweils von 8 bis 9 Uhr). Diese fünf Stunden wurden als reiner Klang übereinandergelegt, transkribiert und durch junge Schauspieler nachgesprochen. Sie spielen exakt zurück, was tatsächlich stattgefunden hat. Aufgenommen in nur einem Take ist auch die Produktionsweise analog zum Material, die Aufnahme eines einzigen Livetakes ohne Schnitt und ohne vorproduzierte Musik oder Geräusche.
Was wie ein konzeptuelles Konstrukt wirkt, wird bald als Verdopplung der Situation im Pflegeheim erfahrbar: Alle Beteiligten stehen unter gewaltigem Zeitdruck, dürfen aber den Kontakt zueinander nie verlieren, brauchen höchste Aufmerksamkeit füreinander. Entstanden ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Altenheim, realisiert durch die Überführung der Zeitlichkeit des Pflegeheims in den Aufnahmeprozess. Sprache und Handlungen geben zu erkennen, was uns in der modernen Lebensrealität permanent umfasst: der eine Take, der unser Leben ist.

Der Ich-Erzähler, ein Candide aus der Provinz, berichtet schonungslos von seinem gescheiterten Lebenstraum einer Diplomatenkarriere. Nur gut, dass er sich in selbst verordneter Bescheidenheit schon auf den langen Weg durch die Institutionen eingestellt hat. Der Aufstieg auf der Karriereleiter gestaltet sich mühsam, zumal er an die so genannte "russische Front" versetzt wird, zur Sektion der neu entstehenden Staaten in Ost-Europa und Sibirien, weg vom Außenministerium am Quai d'Orsay hin zum unbeliebten Ableger hinter dem Gare d'Austerlitz. Eine bitterkomische Realsatire über Bürokratie im Allgemeinen und die Binnenstruktur des Diplomatischen Dienstes im Besonderen.

Das Hörspiel basiert auf dem Debütroman "Le front russe" des jungen französischen Autors Jean-Claude Lalumière, der bei seiner Veröffentlichung 2011 in Frankreich von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Lalumière hat in verschiedenen Berufssparten gearbeitet, unter anderem auch in einer französischen Behörde.

"Ich bin jetzt, in diesem Augenblick, in der Lage, die Dinge ganz deutlich zu sehen und ruhig darüber zu sprechen. Aber das wird nicht lange andauern. Deswegen hör mir bitte gut zu! Du bist der einzige, dem ich die Wahrheit erzählen möchte.“

Es sind fragile Figuren, die durch die Textsammlung "Die Fragwürdigen" huschen: listige und lustige, schwermütige und leichtfüssige. Seismografisch beschreibt die junge Schweizer Autorin Judith Keller in Kürzestgeschichten, Miniszenen und Prosastücken Menschen, die sachte und fast unbemerkt durch ihren Alltag stolpern.

Unterwegs durch die Stadt Zürich ist man im Hörstück "Die Fragwürdigen". Angelegt ist diese Collage wie eine Tramfahrt. Man sieht die Menschen verloren am Strassenrand stehen oder an der Tramhaltestelle warten, sieht sie durchs Fenster ihrer Wohnung am Tisch sitzen. Männer und Frauen, Gesichter, die an uns im Alltag vorüberziehen, jede und jeder hat seine kleine Geschichte. Albertine fühlt sich aufgehoben und schwebt plötzlich hoch über dem Boden, eine Liebe, die nur dank der Lüge hält, ein Schattenwurf fügt zwei Männer aneinander, Anatol geht einer Arbeit nach, bis er mit ihr nicht mehr Schritt halten kann.

Verbindende Stimme ist die "weit hergeholte Frau". Unbeirrt und oft nachts geht sie dem Tramliniennetz der Stadt entlang, von Haltestelle zu Haltestelle, und verweilt an diesen Knotenpunkten, die dann plötzlich verlassen und leer dastehen. Philipp Schaufelberger und Simona Ryser sind für dieses Hörstück mit dem Mikrofon durch die Stadt Zürich gestreift, haben den Sound der Stadt eingefangen, das Rumpeln des Trams, das Flirren des Fahrrads, das Rauschen des Verkehrs, die fernen Züge, vorbeiziehende Stimmfetzen. Diese Atmos und Geräusche sind in Philipp Schaufelbergers Komposition eingegangen.

Als Herwarth Walden, Herausgeber der Wochenzeitschrift "Der Sturm" im Herbst 1911 nach Norwegen reist, schickt ihm seine Frau Else Lasker-Schüler Briefe hinterher, in denen sie sich ausführlich über ihre Liebschaften zu drei anderen Männern auslässt. Das Pikante: Sie lässt die Briefe gleichzeitig in "Der Sturm" abdrucken. Die Briefe machen Furore, dass Elke Lasker-Schüler auch noch weiterschreibt, als ihr Ehemann längst wieder zu Hause ist - und die Ehe allmählich zerbricht. Der Briefroman "Mein Herz" gilt als Schlüsselroman der Berliner Moderne und ist ein virtouses Vexierspiel zwischen Realität und Phantasie, der ein atemberaubendes Bild der "kreisenden Weltfabrik" Berlin entwirft.

"Hast du Geschwister?", fragt sie ihn bei ihrer ersten Verabredung. "Zwei, und du?", antwortet er ... "Ich habe einen Bruder, aber er lebt nicht mehr" sagt sie. Von diesem Moment an gehört dieser Bruder auch zu seiner Geschichte. Wie ein Pop-up-Fenster legt sich die Existenz des Mannes, der sein Schwager wäre, immer wieder über das Leben des Ich-Erzählers. Ihre Wege kreuzen sich im Nachhinein. Der tote Bruder seiner Frau begegnet ihm bei Partygesprächen, beim Abendessen mit den Schwiegereltern, im Kreißsaal. Irgendwann beginnt er sich zu fragen, wer dieser junge Mann gewesen ist, den er nie kennengelernt hat, der aber im Leben seiner Frau nach wie vor eine große Rolle spielt. Und er stellt fest, dass sein eigenes Leben anders verliefe, wäre der Schwager nicht viele Jahre zuvor gestorben. "Wie grob der Filz ist, und wie warm" ist die Geschichte einer Suche nach dem, was von einem Menschen bleibt, der gestorben ist, bevor er sein Leben leben konnte. Eine Geschichte über die Grenzen des Erinnerns, über Sprachlosigkeit im Umgang mit der Trauer - aber auch über die Bedeutung besonderer Momente und über die Wärme, die ihnen eingeschrieben ist. Das Hörspiel erzählt auch ein Spin-off der deutschen Davis-Cup-Erfolge 1988/1989 - mit dem Schwager im Zentrum, der im Teenageralter zu den besten deutschen Tennisspielern seiner Generation gehört hatte. Während seine ehemaligen Kollegen Spiel um Spiel gewinnen, kämpft er gegen seine Krankheit mit Methoden, die er auf dem Platz gelernt hat. Das Hörspiel beruht auf einer wahren Begebenheit.

Dieser Film hat Musikgeschichte geschrieben: 'Step Across the Border' begeisterte 1990 eine ganze Generation für die improvisierte Musik. Zwei Jahre begleiteten die Filmemacher Nicolas Humbert und Werner Penzel Musiker wie Fred Frith, Tom Cora, John Zorn und Iva Bittòva durch die Welt, filmten bei Konzerten, Proben, in Hotelzimmern und unter freiem Himmel. Dabei improvisierten sie genauso virtuos wie die Musiker. Nur ein Bruchteil der Tonaufnahmen ist tatsächlich in den Film eingeflossen. Die Magnetbänder lagerten in einer Blechkiste. 30 Jahre später hat sich Nicolas Humbert erneut an das Material gewagt.

Fünf Menschen leben die Utopie eines sexuell befreiten und von Geschlechterrollen losgelösten Miteinanders. Sie sehen und begehren mit ganz eigenen Augen, unabhängig von gesellschaftlicher Konvention. So wird der Moment eines Blicks zwischen zwei Fremden zum Möglichkeitsraum, der sich auf den Grenzen zwischen ‚hetero‘, ‚homo‘ und ‚trans‘ aufspannt. Fünf Individuen, fünf Perspektiven. Wir begleiten sie und erfahren, wohin sie ihr Begehren lenkt und über welche Stationen sie die Suche nach ihrer sexuellen Identität geführt hat.

Kennen Sie Beethoven? Wissen Sie, wie er getickt hat, der grossmächtige Komponist, der vor einem Vierteljahrtausend zur Welt kam?
Zur Eröffnung des Beethoven-Jahres hat die SRF-Musikredaktorin Elisabeth Baureithel eine launige Mini-Hörspiel-Serie geschrieben.

Die Mini-Hörspiele beleuchten das Leben und Wesen des weltbekannten Jubilars auf die etwas andere Art: Beethoven im permanenten Nahkampf mit sich, seinem musikalischen Talent und seinem lebenspraktischen Unvermögen, gespielt vom Grazer Schauspieler Helmut Berger.

Die Ingenieurin Julia Jansen soll in den Schweizer Alpen Reparaturarbeiten an einer Tunnelbohrmaschine vornehmen. Als einzige Frau muss sie sich in einem von Männern dominierten Umfeld behaupten und wird zur Zielscheibe mysteriöser Vorgänge ...

Bei Julias Ankunft hat das Tunnelbauprojekt bereits einen Maschinenführer das Leben gekostet. Was zunächst aussieht wie ein Unfall, ist der Anfang einer Serie scheinbar unerklärlicher Unglücksfälle rund um die Baustelle. Als im Tunnel die Leiche einer unbekannten Frau entdeckt wird, kann es auch die Schutzpatronin der Bergleute, die Heilige Barbara, nicht mehr richten. Der Berg scheint sich an den Tunnelbauern zu rächen!

Mit 22 hat man das Leben noch vor sich. Sagt man. Doch Jean-Philippe, der gerade durch einen zweiten Autounfall zur Vollwaisen wurde, glaubt, das Leben läge bereits hinter ihm. Im Sommer 1986 kennt er nur noch ein Ziel: Morro Bay, ein Ort an der Pazifikküste. Lloyd Cole hat ihn in einem Song Rich besungen. Dorthin will er aufbrechen. Zusammen mit seiner Exfreundin Laure und seinem besten Freund Samuel pilgert er auf Umwegen zum Meer, startet zu einem unspektakulären Roadtrip durch Kalifornien, begegnet einer Menge Leute und findet schließlich zu sich selbst und ins Leben zurück.

Das dunkle Geheimnis einer innigen Beziehung.

Das Wappen der Ortschaft, das keine Herkunft hat. Die ungezählten Verkehrstoten, die sich an den Alleen sammeln. Fußballplätze aus verkantetem Rost. Linde, Beinwell, Neophyten: Das Umland, die Gegend, die Ortschaft.
In seinem Hörspiel beschreibt Björn SC Deigner die Mechanismen des Zusammenlebens in dörflicher Struktur. Das Leben auf dem Land, Fixstern romantisierender Großstadtträume, hat klare Gesetzmäßigkeiten und Ausschlussmechanismen. Wer sich darin arrangiert, findet das private Glück - alle anderen setzen sich in Autos oder auf Motorräder und versuchen die Flucht.
"Die Mechanik der Herkunft / ist fein justiert / und braucht Fettung"
Unterland setzt verschiedene Textgenres gegeneinander und verschneidet sie zu einem literarisch-klanglichen Mosaik.

Thomas H. Cook gehört weltweit zu den absoluten Bestseller-Autoren. Gebrochene, alles andere als heldenhafte Hauptfiguren, sind sein Markenzeichen. Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit machen ihnen zu schaffen, drohen in der Gegenwart ihr Leben zu zerstören. So auch in seinem Roman "Blutspuren". In "Blutspuren" wird eine geschlossene Gesellschaft in den Bündner Bergen abgebildet. Ausgangspunkt ist ein dreissig Jahre alter Kriminalfall, der Mord an einem jungen Mädchen. Die Suche in der Vergangenheit offenbart die Brüchigkeit einer Gemeinschaft, die auf Täuschung und Lüge aufgebaut ist. Als Corsin Krüger zur Beerdigung seines Jugendfreundes Gian Bundi in die alte Heimat zurückkommt, stellt er fest, dass Bundi sich zuletzt mit dem mysteriösen Mordfall befasst hat. Corsin Krüger beschliesst der Sache nachzugehen. Was er am Ende herausfindet, verändert sein ganzes Leben.

Fünf Jahre vor dem deutsch-dänischen Krieg von 1864: Schleswig und Holstein, zwei mehr oder weniger selbstständige Herzogtümer, die nach alten Verträgen "aufewig ungeteilt" bleiben sollen, sind der dänischen Krone unterstellt, könnten aber im Fall einer veränderten Erbfolge auch Preußen zugeschlagen werden. Zu dieser Zeit lebt der charmant-lebensfrohe Graf Holk scheinbar harmonisch auf seinem holsteinischen Landgut mit seiner Gattin, der herrnhutisch erzogenen, tugendstarken Christine. Aber immer wieder geraten ihre Selbstgerechtigkeit und seine Nachsicht, ihre bibelfeste Unerbittlichkeit und seine aristokratische Lässigkeit in Konflikt, z. B. bei der Erziehung der Kinder. Beide Eheleute sind insgeheim froh, als der Graf seinen Pflichten am Kopenhagener Hof nachkommen muss. Dort verfällt Graf Holk der leichtlebigen Hofdame Ebba von Rosenberg und kündigt schließlich seiner Frau die Scheidung an. Ebba weicht jedoch vor dem Ernst des Grafen zurück und beendet das Verhältnis. Nach einer langen Zeit der Trennung gelingt es schließlich, die Gatten wieder zueinander zu führen. Doch unwiederbringlich ist das Glück ihrer Ehe – wenn es das je gegeben hat.

Beethoven hört schlecht - ganz schlecht. Für einen Kompositeur wie ihn eine Katastrophe! Dazu plagen ihn noch einige Zipperlein mehr, weshalb er sich zur Genesung in ein mondänes Kurbad begibt. Dort soll er ständig baden, baden und nochmals baden, dabei hat er doch dazu gar keine Zeit! Er muss komponieren! Wenn sein Arzt den störrischen Patienten dann doch ins Thermalbad locken kann, schafft Beethoven es tatsächlich, sich ein wenig zu entspannen - und Erinnerungen steigen auf wie kleine Wasserbläschen: an seine erste Klavierstunde, an seinen strengen Vater, an seinen Lehrer Neefe - ein Wechselspiel aus glücklichen und traurigen Gedanken.

Tobi ist 9 Jahre alt und seit er denken kann, hat er ein Radio im Kopf: "Radio Tobi". Solange die Moderatoren in seinem Radio ihn gut finden, hört er gerne zu. Auch manchmal in langweiligen Unterrichtsstunden. Eines Tages aber wird er von einer Mitschülerin überrumpelt, sie nimmt ihm sein Handy ab und filmt seine Niederlage. Nun macht das Radio ihn fertig und er kann es nicht abstellen.

Egal, was er macht, "Radio Tobi" macht ihn lächerlich. Er gehört nicht mehr zur "Oberliga", zu Sven und Nils, den coolen Jungs in der Klasse. Tobi versucht alles, um das Radio in seinem Kopf endlich abzustellen.

Beethoven hört schlecht - ganz schlecht. Für einen Kompositeur wie ihn eine Katastrophe! Dazu plagen ihn noch einige Zipperlein mehr, weshalb er sich zur Genesung in ein mondänes Kurbad begibt. Dort soll er ständig baden, baden und nochmals baden, dabei hat er doch dazu gar keine Zeit! Er muss komponieren! Wenn sein Arzt den störrischen Patienten dann doch ins Thermalbad locken kann, schafft Beethoven es tatsächlich, sich ein wenig zu entspannen - und Erinnerungen steigen auf wie kleine Wasserbläschen: an seine erste Klavierstunde, an seinen strengen Vater, an seinen Lehrer Neefe - ein Wechselspiel aus glücklichen und traurigen Gedanken.

In diesem Hybrid aus Reportage und Science-Fiction-Hörspiel fliegt ein Expeditionsteam vom Sirius zur Erde. Seine Mission: Die Suche nach dem "Studio für Elektronische Musik", jenem sagenumwobenen Soundlabor im WDR, in dem ab 1953 die Avantgarde der modernen Musik unter Führung von Karlheinz Stockhausen nie zuvor gehörte Klangforschung betrieb. Mit beiden Beinen fest in der Zukunft und in einem Nirvana analoger Maschinen stehend hörte dieser außerirdische Visionär vor 60 Jahren Klänge vorweg, die sich heute mit verbreiteter Software problemlos abrufen lassen. Doch in unseren Tagen liegt sein Heiliger Gral der Elektronik verborgen unter einem Fitness-Center im äußersten Kölner Westen, wo ihn die Sirius-Expedition schließlich aufspürt. Sie begegnet dort dem weißbärtigen Toningenieur Volker Müller, dem Wildhüter dieses Parks für aussterbende Klangmaschinen. Stegers und Bassenge lassen die Soundarchive sprechen, betten Fakten in Fiktionen und statten diese genuine Radioerfahrung in einer finalen akustischen Übermalung mit Musik aus, die die Vorbilder feiert und in die Hörspielwelt transponiert.

Es sind Erinnerungen an die Kindheit. Erinnert von noch gar nicht so alten Erwachsenen. Erinnert, weil sich neben vielen Szenen des Alltags auch Szenen des Glücks und Szenen grosser, obgleich kindlicher Grausamkeit nicht vergessen lassen wollen.

Am Anfang steht Barbara. Barbara, die sich mit zweiundzwanzig im Fluss ertränkt. Ihr Tod, der im ganzen Dorf die Telefone schellen lässt, bringt die anderen zum Reden: ihren Bruder Adam, ihre Freundin Nora und Yann, den Eindringling, der aus der Stadt neu zugezogen war. Sie alle sind mit der Verstorbenen und den Geschwistern Annemarie und Hans zur Schule gegangen.

Es waren kinderreiche Zeiten, und die Enge im Elternhaus trieb die Kinder nach draussen. Doch unter den Erinnerungen an das Jagen über die Felder oder jenes Streichholzspiel auf dem Pausenhof liegt etwas anderes, Unausgesprochenes begraben: ein Verbrechen, verübt in einer unbeobachteten Nacht.

Einen starken Sog auslösend, erzählt Mahlstrom die Geschichte sechs junger Menschen, die in einer dicht verwobenen Dorfgemeinschaft herangewachsen sind. Zugleich geschützt und bedroht von den engen Banden, sind sie im Erwachsenenleben angekommen und stecken doch noch knietief in ihrer Kindheit. Erst Barbaras Selbstmord bringt den Stein ins Rollen und zwingt die Übriggebliebenen, sich mehr als zehn Jahre nach dem Verbrechen dem Geschehenen zu stellen.

Syrien vor der Revolution, Eine junge Französin mit syrischen Wurzeln reist in das Land ihres Vaters. Verlockend erscheint die Fremde: Menschen auf den Straßen bei Tag und Nacht, der Duft von Aprikosen, die auf der Terrasse trocknen, die Cousinen, die sie kaum kennt und denen sie doch ähnlich sieht. Aber dann ist da auch die Omnipräsenz der Macht. Syrien, eine Diktatur, spaltet die Familien. Fast jede von Ihnen hat Opfer zu beklagen, doch es gilt, sich zu arrangieren, wenn man durchkommen will. Syrien nach der Revolution: Fares, ein junger Syrer im Exil, reist zurück in seine Heimat, um seinen Freund Youssef zu finden. Man weiß nicht, wo er verblieben ist. Wurde er vom IS gekidnappt oder von Straßenräubern? Es herrscht Krieg. Fares' Reisesstationen zeichnen die Linie der Zerstörung nach: Marat, al-Rakka, Aleppo. Dort begegnet er Menschen, die ihm eine Syrien zeigen, das er nicht kennt und dass sich jeder einfachen Zuschreibung entzieht.

Das Hörspiel wurde für den "Deutschen Hörspielpreis" bzw. "ARD-Online-Award" vorgeschlagen.

Als Rosa-Li wegen einer Armverletzung die Krankenhausambulanz aufsucht, bekommt sie mit, wie die schwerverletzte Ecuadorianerin Maria in Begleitung ihrer Freundin Naira eingeliefert wird. Die Bonner Journalistin wittert Menschenhandel. Von Naira erfährt sie, dass die beiden mit großen Versprechungen von einer Agentur in Südamerika ins Rheinland vermittelt worden sind und jetzt für einen Hungerlohn als Putzfrauen arbeiten. Als kurz darauf Maria ihren Verletzungen erliegt, beschließt Rosa-Li der Sache weiter auf den Grund zu gehen und macht sich kurz entschlossen auf den Weg nach Ecuador. Sie trifft mit Hilfe ihres kolumbianischen Freundes Roberto bald auf eine erste Spur.

Eigentlich hatte Heredia jetzt den Mut, seine ehemalige Geliebte, die Journalistin Fernanda, wieder zu besuchen. Doch in ihrem Hotelzimmer ist schon die Polizei. Fernanda ist tot. Sie ist gestorben wie vor ihr ein amerikanischer Journalist - durch eine Spritze. Beide kamen nach Santiago und interessierten sich für die geheime Waffenproduktion in Chile. Die Ermittlungen führen Heredia nicht nur zu Waffenhändlern. Zusammen mit seinem alten Freund, dem Kommissar Dagoberto Solis, begibt sich Heredia auf die riskante Suche nach den Mördern. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf korrupte Polizisten, Waffenhändler und eine bestechliche Justiz. Bei allen Schwierigkeiten erfährt Heredia wohltuende Unterstützung nicht nur von einer Frau.

Es wird unübersichtlich in Hamm. Zuerst der Mord an "Deutschland", dem stadtberühmten Obdachlosen und dann findet auch noch ein altbekanntes Mitglied zurück zur Task Force. Entsprechend viele Fragen prasseln auf die KollegIinnen ein: Gibt es einen auf Obdachlose fixierten Serienkiller in der Stadt? Ist Ditters noch der alte oder bereits die neue? Und was zur Hölle soll "Deutschland hat keine Pferde mehr" eigentlich bedeuten? Als dann noch ein unerwarteter Schicksalsschlag das Team ereilt, drohen Lenz & Co sich endgültig zu verzetteln. Aber die Task Force Hamm würde ihrem Ruf nicht gerecht, wenn sie nicht noch ein Ass im Ärmel hätte.

Ein Ermittlungsrichter aus der großen Stadt ist in die Gemeinde gerufen worden, um einen lächerlichen Nachbarschaftsstreit zu klären, hervorgerufen durch einen nicht existierenden Zaun. Der Richter ist ehrlich bemüht, Licht ins Dunkel zu bringen, seine Kriterien für Recht und Unrecht sind klar, für ihn gibt es prinzipiell nur eine Realität. Aber je länger er sich mit dem Streitfall beschäftigt, je mehr Zeugen er dazu befragt, desto deutlicher nimmt der Richter Anzeichen für sonderbare Geheimnisse und Gespenster wahr. Liegt das am Blaubier? Oder lauert das Böse in jedem? Geht es um den Zaun oder um siebenfachen Mädchenmord? Ist das ein Dorf von dieser Welt?

Es ist Sommer. Für Max herrscht Aufbruchsstimmung. Nicht nur, dass er endlich mit seinem Bruder un einem gemeinsamen Freund in eine Wohngemeinschaft zieht, sondern dann lernt er auch noch Njorka kennen. Eine Liebesgeschichte beginnt, die ihresgleichen sucht. Beide teilen dieselben Sehnsüchte, beide sind hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der Suche nach Geborgenheit. Alles könnte so schön sein, wenn man sich nicht immer selbst im Wege stünde...

In seinem letzten, 1921 veröffentlichten lyrischen Werk "Ein Bündel Befehle" wollte der russische Futurist Gastev nichts anderes als die Literatur endgültig zerstören: "Die Dichtkunst vernichten" (Befehl 05), dazu "Asien auf die Note d" stimmen (Befehl 06) sowie, aus künstlerischen Gründen, "die Sonne eine halbe Stunde abschalten" (Befehl 07) und endlich "die Schlacht eröffnen" (Befehl 09). In einem historischen Dokument findet sich die Schilderung eines Konzertes, das auf demText beruhte: "Auf einer Balustrade stand der Chormeister, der das Geräusch mit Hilfe eines komplizierten Signalapparates dirigierte. Nachdem diese Lärmouvertüre genügend lange Zeit getobt hatte, um das Auditorium völlig betäubt zu machen, begann das eigentliche Passionsspiel." Ammer & Einheits "Hammerschlag" versteht sich als ein Oratorium samt Vorspiel und zwei Noise-Interludes. "Hammerschlag" wurde als Live-Konzert Ende Mai 2019 an der Grenze zum Ural beim Diaghilev-Festival in Perm uraufgeführt mit Teodor Currentzis, dem Chefdirigenten des SWR-Sinfonieorchesters, als Aleksej Kapitonovič Gastev. Das Konzert diente als Grundlage für eine deutsch-russische Hörspielfassung.

Kreativarbeit am Fließband: Ein Team von Autorinnen und Autoren sitzt im Büro-Container und plottet unter Anleitung des Headautors das Handlungsgerüst für einen Wochenblock der Telenovela "Amelie, eine Frau kämpft um die Liebe". Es geht um Herz um Schmerz, himmelhohe Glücksmomente, Drama und Schicksalsschläge im Setting des Weinguts Lindenfels. Die Plot-Sitzung selbst hat wenig Romantisches. Sie wirkt eher wie die neoliberale Travestie eines existentialistischen Dramas: Hier findet kein freies, phantasievolles Erzählen statt. Die Geschichten werden vielmehr in einer Art Sweatshop-Situation entwickelt. Einerseits mechanisch, kühl kalkuliert, unter enormem Zeitdruck und auf eine rein betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung hin ausgerichtet - andererseits die aller persönlichsten Geschichten und Gefühle der beteiligten Autoren kannibalisierend. Denn: im Kreativteam herrscht enormer Konkurrenz- und Zeitdruck. Und so wird beim Erfinden immer neuer Drehs und Wendungen gern auf das Nächstliegende zurückgegriffen, das eigene Leben. Im Handumdrehen wird aus dem eigenen Fleisch Fiktionswurst, aus der Plot-Sitzung eine Psychoanalyse. Und diesmal geht es wirklich um die Wurst, denn der Autoren-Olymp brütet über Folge 100 und muss gleich zwei Enden erfinden. Die Entscheidung des Senders, ob "Amelie" verlängert wird ist nämlich noch nicht gefallen. Sollte mit Folge 100 tatsächlich Schluss sein, muss ein Happy End her, die Hochzeit des Liebespaares. Verlängerung bedeutet das Gegenteil: eine weitere Eskalationsstufe der Handlung. Die Insassen des Kreativcontainers geraten in Bedrängnis.

"Da sitzen sechs BerufstexterInnen in einem Container und zimmern sich und dem Soap-Publikum eine heile Welt. Natürlich haben sie eigene Träume, künstlerische Ansprüche und ein politisches Bewusstsein. Doch auf dem deutschen TV-Markt lassen sich die nur schwer verwirklichen. Produktionstechnische Zwänge und ein Eskapismus-Diktat dominieren das Erzählen. Und so kommt es, dass Geschichten und Gesellschaftsbildern entstehen, die eher an die Fünzigerjahre erinnern. Dass Begriffe wie "Familie" oder "Mutterschaft" enorm fetischisiert werden - die Soap-Handlung aber gleichzeitig ohne Geburten und Kinder auskommen muss - denn das wäre produktionstechnisch schlichtweg zu aufwändig. Dass emanzipierte Autorinnen Geschichten vorschlagen, in denen Frauen nur ein Ziel haben: einen reichen Mann zu finden." (Claudia Kaiser)

Der Verantwortliche für den Horror scheint enttarnt und gestellt. Das Spiel ist aus, könnte man meinen. Doch nicht auf der "Princess of Wales". Hier fängt es erst richtig an. Denn der Drahtzieher hinter allen Geschehnissen an Bord verliert auch im Arrest nichts von seiner Macht. Und er behauptet, einen mächtigen Gegenspieler namens Sam zu haben, der ebenfalls seine Finger im Spiel haben soll. Die überlebenden Passagiere müssen sich dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit stellen und entdecken, dass keiner von ihnen zufällig an Bord ist. Mit jedem gelösten Rätsel taucht ein neues auf, hinter jeder beantworteten Frage steckt eine weitere. Gibt es Sam wirklich? Können sich die Passagiere gegenseitig trauen? Und: Auf welches Ziel steuert das Schiff zu? Sicher ist dabei nur eins: Niemand an Bord ist sicher.

Der Verantwortliche für den Horror scheint enttarnt und gestellt. Das Spiel ist aus, könnte man meinen. Doch nicht auf der "Princess of Wales". Hier fängt es erst richtig an. Denn der Drahtzieher hinter allen Geschehnissen an Bord verliert auch im Arrest nichts von seiner Macht. Und er behauptet, einen mächtigen Gegenspieler namens Sam zu haben, der ebenfalls seine Finger im Spiel haben soll. Die überlebenden Passagiere müssen sich dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit stellen und entdecken, dass keiner von ihnen zufällig an Bord ist. Mit jedem gelösten Rätsel taucht ein neues auf, hinter jeder beantworteten Frage steckt eine weitere. Gibt es Sam wirklich? Können sich die Passagiere gegenseitig trauen? Und: Auf welches Ziel steuert das Schiff zu? Sicher ist dabei nur eins: Niemand an Bord ist sicher.

Der Verantwortliche für den Horror scheint enttarnt und gestellt. Das Spiel ist aus, könnte man meinen. Doch nicht auf der "Princess of Wales". Hier fängt es erst richtig an. Denn der Drahtzieher hinter allen Geschehnissen an Bord verliert auch im Arrest nichts von seiner Macht. Und er behauptet, einen mächtigen Gegenspieler namens Sam zu haben, der ebenfalls seine Finger im Spiel haben soll. Die überlebenden Passagiere müssen sich dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit stellen und entdecken, dass keiner von ihnen zufällig an Bord ist. Mit jedem gelösten Rätsel taucht ein neues auf, hinter jeder beantworteten Frage steckt eine weitere. Gibt es Sam wirklich? Können sich die Passagiere gegenseitig trauen? Und: Auf welches Ziel steuert das Schiff zu? Sicher ist dabei nur eins: Niemand an Bord ist sicher.

Der Verantwortliche für den Horror scheint enttarnt und gestellt. Das Spiel ist aus, könnte man meinen. Doch nicht auf der "Princess of Wales". Hier fängt es erst richtig an. Denn der Drahtzieher hinter allen Geschehnissen an Bord verliert auch im Arrest nichts von seiner Macht. Und er behauptet, einen mächtigen Gegenspieler namens Sam zu haben, der ebenfalls seine Finger im Spiel haben soll. Die überlebenden Passagiere müssen sich dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit stellen und entdecken, dass keiner von ihnen zufällig an Bord ist. Mit jedem gelösten Rätsel taucht ein neues auf, hinter jeder beantworteten Frage steckt eine weitere. Gibt es Sam wirklich? Können sich die Passagiere gegenseitig trauen? Und: Auf welches Ziel steuert das Schiff zu? Sicher ist dabei nur eins: Niemand an Bord ist sicher.

Eine romantische Kreuzfahrt auf dem größten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt wird zum Horrortrip. Über Nacht verschwinden mehr als 4.000 Menschen spurlos von Bord. Für die übrig Gebliebenen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Zugänge zur Brücke und zum Maschinenraum sind plötzlich durch Stahltüren versperrt. Unerklärliche Todesfälle, mysteriöse Krankheiten und monströse Gefahren durch aztekische Krieger und wilde Tiere machen den Aufenthalt an Bord zum lebensgefährlichen Abenteuer. Keiner weiß, was hier vor sich geht. Weitere Passagiere verschwinden, andere tauchen plötzlich auf. Wer steckt hinter all dem? Wem kann man noch trauen? Und wer wird am Ende der Reise auf der "Princess of Wales" noch am Leben sein?

Eine romantische Kreuzfahrt auf dem größten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt wird zum Horrortrip. Über Nacht verschwinden mehr als 4.000 Menschen spurlos von Bord. Für die übrig Gebliebenen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Zugänge zur Brücke und zum Maschinenraum sind plötzlich durch Stahltüren versperrt. Unerklärliche Todesfälle, mysteriöse Krankheiten und monströse Gefahren durch aztekische Krieger und wilde Tiere machen den Aufenthalt an Bord zum lebensgefährlichen Abenteuer. Keiner weiß, was hier vor sich geht. Weitere Passagiere verschwinden, andere tauchen plötzlich auf. Wer steckt hinter all dem? Wem kann man noch trauen? Und wer wird am Ende der Reise auf der "Princess of Wales" noch am Leben sein?

Eine romantische Kreuzfahrt auf dem größten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt wird zum Horrortrip. Über Nacht verschwinden mehr als 4.000 Menschen spurlos von Bord. Für die übrig Gebliebenen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Zugänge zur Brücke und zum Maschinenraum sind plötzlich durch Stahltüren versperrt. Unerklärliche Todesfälle, mysteriöse Krankheiten und monströse Gefahren durch aztekische Krieger und wilde Tiere machen den Aufenthalt an Bord zum lebensgefährlichen Abenteuer. Keiner weiß, was hier vor sich geht. Weitere Passagiere verschwinden, andere tauchen plötzlich auf. Wer steckt hinter all dem? Wem kann man noch trauen? Und wer wird am Ende der Reise auf der "Princess of Wales" noch am Leben sein?

Eine romantische Kreuzfahrt auf dem größten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt wird zum Horrortrip. Über Nacht verschwinden mehr als 4.000 Menschen spurlos von Bord. Für die übrig Gebliebenen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Zugänge zur Brücke und zum Maschinenraum sind plötzlich durch Stahltüren versperrt. Unerklärliche Todesfälle, mysteriöse Krankheiten und monströse Gefahren durch aztekische Krieger und wilde Tiere machen den Aufenthalt an Bord zum lebensgefährlichen Abenteuer. Keiner weiß, was hier vor sich geht. Weitere Passagiere verschwinden, andere tauchen plötzlich auf. Wer steckt hinter all dem? Wem kann man noch trauen? Und wer wird am Ende der Reise auf der "Princess of Wales" noch am Leben sein?

Auf der Suche nach einem neuen Menschenbild reist Antonin Artaud 1936 nach Mexiko. Gleichzeitig versucht er, seine Opiumsucht zu überwinden. Er besucht die indigenen Tarahumara in der nordmexikanischen Kupferschlucht. Sie feiern schamanistische Zeremonien mithilfe der halluzinogenen Pflanze Peyote. Artaud darf an ihrem Ritus teilnehmen. Das Soundwalk Collective lässt Zeugen dieser Begegnung erklingen – ferne Gesänge, eine Höhle, Trommeln. Patti Smith und Werner Herzog leihen dem Echo von Artauds Worten ihre Stimmen.

"The Peyote Dance" ist Teil der dreiteiligen Hörserie über die französischen Poeten Antonin Artaud, Arthur Rimbaud and René Daumal. Auf der Suche nach einem neuen Menschenbild reist Antonin Artaud 1936 nach Mexiko. Gleichzeitig versucht er, seine Opiumsucht zu überwinden. Er besucht die indigenen Tarahumara in der nordmexikanischen Kupferschlucht. Sie feiern schamanistische Zeremonien mithilfe der halluzinogenen Pflanze Peyote. Artaud darf an ihrem Ritus teilnehmen. Das Soundwalk Collective lässt Zeugen dieser Begegnung erklingen – ferne Gesänge, eine Höhle, Trommeln. Patti Smith und Werner Herzog leihen dem Echo von Artauds Worten ihre Stimmen. "The Peyote Dance" ist Teil der dreiteiligen Hörserie über die französischen Poeten Antonin Artaud, Arthur Rimbaud and René Daumal.

Als der Möbelhändler Costa aus Mexiko City unerwartet stirbt, erleben seine drei Söhne eine angenehme Überraschung mit höchst unangenehmen Folgen. Statt des erwarteten soliden Wohlstands hinterlässt ihnen ihr Vater ungeheure Reichtümer unbekannter Herkunft. Ehe sie sich darüber freuen können, überstürzen sich die Ereignisse: Die beiden älteren Brüder fallen Mordanschlägen zum Opfer, der jüngste, der Zeuge war, verliert den Verstand, und die Schwiegertochter fürchtet um ihr Leben. Da entschließt sich Héctor Belascoarán, der Privatdetektiv mit dem Glasauge, dem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und der 38er-Pistole, die Mörder zu jagen.

Thomas H. Cook gehört weltweit zu den absoluten Bestseller-Autoren. Gebrochene, alles andere als heldenhafte Hauptfiguren, sind sein Markenzeichen. Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit machen ihnen zu schaffen, drohen in der Gegenwart ihr Leben zu zerstören. So auch in seinem Roman "Blutspuren". In "Blutspuren" wird eine geschlossene Gesellschaft in den Bündner Bergen abgebildet. Ausgangspunkt ist ein dreissig Jahre alter Kriminalfall, der Mord an einem jungen Mädchen. Die Suche in der Vergangenheit offenbart die Brüchigkeit einer Gemeinschaft, die auf Täuschung und Lüge aufgebaut ist. Als Corsin Krüger zur Beerdigung seines Jugendfreundes Gian Bundi in die alte Heimat zurückkommt, stellt er fest, dass Bundi sich zuletzt mit dem mysteriösen Mordfall befasst hat. Corsin Krüger beschliesst der Sache nachzugehen. Was er am Ende herausfindet, verändert sein ganzes Leben.

Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens (Goethe)

Die Weiße Rose und deren Widerstand in der NS-Zeit werden häufig nur mit den Geschwistern Scholl gleichgesetzt, doch waren Menschen in ganz Deutschland aktiv. Bald nach dem Tod Christoph Probsts und der Geschwister Scholl blieben die Flugblätter in der Welt. Studenten am Münchner Chemischen Institut vervielfältigten sie, sie gingen von Hand zu Hand. Es folgten weitere Prozesse des Volksgerichtshofs, es gab Tote und Ende 1943 werfen die britischen Flugzeuge Hunderttausende des 6. Flugblatts über Deutschland ab. Die Flugblätter der Weißen Rose wurden zumeist, wo immer sie auch auftauchten, weiter gereicht, abgeschrieben, vervielfältigt, und es wurde begeistert darüber diskutiert. Warnungen von Eltern und Lehrern schlugen die Jugendlichen in den Wind. Traute Lafrenz-Page, die Freundin von Hans Scholl, brachte im November 1942 ein Flugblatt nach Hamburg und schickte mit der Post ein anderes nach. Hans Leipelt, Mitglied des Ulmer Freundeskreises und zum Tod verurteilt, brachte Ostern 1943 mit Marie-Luise Schultze-Jahn das sechste und letzte nach Hamburg. Im Dokumentarhörspiel Wagnis Weiße Rose kommen neben Briefen und Flugblättern, gelesen von jungen Schauspielern, vor allem diejenigen Zeugen zu Wort, die Flugblätter weiter verbreiteten, die Gestapohaft und Volksgerichtshof überstanden. Im Zusammenhang mit der Arbeit am Dokumentarfilm Die Widerständigen / Zeugen der Weißen Rose von Katrin Seybold wurden mit ihnen in den Jahren 2000 bis 2004 zahlreiche Interviews geführt. Es sind Erinnerungen der Beteiligten, nach 60 Jahren, es sind Mosaiksteine, Facetten des Widerstands der Weißen Rose aus heutiger Sicht. Alle Zeugen sprechen über ihre Gefühle, ihre Ängste und Taten, stellen den verlogenen Gestapoprotokollen, den widerwärtigen Anklageschriften, die wohlbehalten in unseren Archiven liegen, ihre Sicht der Dinge entgegen. Eine subjektive Sicht, die aber möglicherweise spannender und vorbildhafter ist, als die von Beschönigung, verantwortungslosem Wegschauen und Manipulation geprägten Berichte, mit denen die nachfolgende Generation aufgewachsen ist. Für ihren Mut und ihre Opferbereitschaft ernteten die meisten der Befragten nichts, bis heute bleibt die Anerkennung der breiten Öffentlichkeit versagt, fast niemand kennt ihre Namen - es sind bisher ungehörte Stimmen der Weißen Rose.

Frauke Rabauke ist wild. Nicht nur ein bisschen wild, wie die angeblich wilden Beeren in der Wildbeerenmarmelade, sondern wild wie der wilde Wilhelm, der wildeste aller Piraten

Das Hörspiel erzählt von der inzestuösen Liebesbeziehung zwischen dem Dichter Georg Trakl und seiner Schwester Grete. Trakl, der mit visionärer Sprachkraft einige Gedichte geschrieben hat, die einzigartig in der deutschen Sprache sind, blieb zeitlebens ein Fremdling in der Welt, die ihn umgab. Nur ein Mensch, den er neben sich ertrug: die viereinhalb Jahre jüngere Schwester Grete. In allem schien sie ein Abbild des Bruders zu sein, sein alter ego im tiefsten Sinne: künstlerisch hochbegabt, schwierig im Umgang, sogar äußerlich von frappierender Ähnlichkeit und auch - wie Georg - den Drogen verfallen. Mit Grete blieb der Dichter untrennbar verbunden, bis zuletzt. Als Trakl unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges, den er als Soldat im Fronteinsatz miterlebt, der seelischen Belastung nicht mehr standhält und sich umbringt, gelten der Schwester seine letzten Worte, sein letztes Gedicht. Auch Grete sieht keine Möglichkeit mehr, ihr Leben sinnvoll weiterzuführen. Auf einem Fest schießt sie sich eine Kugel durch den Kopf.

Camus hat in seinem Roman "Der Fremde" den Lebensbericht eines Mannes aufgezeichnet, der unter dem Einfluss der glühenden Sonne Nordafrikas, ohne zwingendes Motiv, einen Mord begeht. Es ist ein sinnloses Verbrechen, fast ein Zufall, aber es liefert ihn der Maschinerie der Justiz aus.

Sein ganzes bisheriges Leben tritt gegen ihn in den Zeugenstand und klagt ihn an: als "Fremden", der außerhalb der konventionellen Gesellschaftsordnung, außerhalb der menschlichen Bindungen steht. Seine "indifférence", seine Gleichgültigkeit gegenüber der Mutter, der Geliebten, der Arbeit, ja selbst gegenüber dem Todesurteil ist Ausdruck einer Fremdheit, die den Menschen in die Sinnlosigkeit, in die Absurdität führt. Die Idee, dass Handlungen ohne Grund passieren und dass Ereignisse keine Bedeutung haben, bedroht die rationale Ordnung von Gesellschaften. Das Gerichtsverfahren steht für den Versuch einer irrationalen Welt Rationalität auf zu zwingen.

Leider liegen hier noch keine Angaben zum Inhalt vor.

Commander Jannis fliegt jeden Morgen mit seinem Fahrrad zur Schule. Doch in der Schule läuft es schlecht, Jannis soll eine Klasse zurückversetzt werden. Das ist kein Weltuntergang, meinen seine Eltern, aber was wissen die schon! Als eine Projektwoche zum Thema 'Mensch und Umwelt' beginnt, vergisst Jannis seine Probleme, denn jetzt kann er – Commander Jannis – die ganze Welt vor einer ökologischen Katastrophe retten. Den Anfang macht er bei seiner eigenen Familie, die er mitten im Winter zu einem Leben ohne Strom verdonnert. Dabei hilft ihm sein Meerschweinchen George, das in Wahrheit ein Alien ist, und Jannis die Sache mit dem ökologischen Fußabdruck erklärt: "Ich mache kleine Fußabdrücke, du große. Ich bin ökologisch, du nicht." Was anfangs ein Spaß war, wird rasch zu einem Abenteuer, an dessen Ende die Welt – vorläufig – nicht untergeht und Jannis in seiner Klasse bleiben darf.

Kann man Mädchen aus Morsezeichen machen? Wenn ja, woraus könnten dann Jungen gemacht werden?

Das neue Höspiel vom Meister des grotesken Humors, Titanic-Zeichner Eugen Egner, gibt erstaunliche Antworten auf diese Fragen, wirft aber auch weitere auf, wie etwa: "Wurst du welsch von Angesicht?" Zentrale Themen dieser absurd-komischen Geschichte sind außerdem: das Patent auf ein menschliches Wesen, der Titel einer Doktorarbeit, Kochen, Essen und Hühner. Aber auch die Mundharmonikavirtuosenentschädigungsstelle hat ihren Platz – wenn nicht in diesem Hörspiel, wo denn dann?

Ein Filmmacher, ein Edelstatist und ein Faktotum warten auf den genialen Einfall zu einem Roadmovie. Aber keine Muse kommt und küsst. Und wenn die Idee zu einer Improvisation aufleuchtet, klingelt ein Handy und stört den kreativen Prozess. Oder eine Zwischenfrage wirft alles über den Haufen. Da sitzen sie also, Vertreter der Spezies verkannter Genies, leiden an der Ungerechtigkeit der Welt und trauern den Erfolgen nach, die sie beinahe gehabt hätten, wenn nicht...

Die handelnden oder auch nicht handelnden Personen: der Filmmacher Ingomar Benz Berger ("'Lepra in Zeiten der Cholera'. Wer hat mir dazu gratuliert? Wer hat auch nur einen Satz geschrieben?"), der Edelstatist Balz Bagger ("Ich bin weltweit bekannt als Unbekannter!") und das Faktotum Laurenz Bertschinger alias Schoggi ("Mein Leben ist ein Sack voll −. Ich wühle darin herum, als wär da Ausverkauf. Und ich finde einfach nichts."). Bagger bringt die Situation auf den Punkt: "Es ist die Geschichte von drei Typen, die zu Hause bleiben, weil sie schon an der Hauseinfahrt scheitern. Und da sitzen sie in der Garage, auf diesem 'Set', in dem 'Studio' und unterhalten sich. The End! Abreissen das Ganze, zurückbauen!" − Aus seinem letzten Theaterstück "Keine Aussicht auf ein gutes Ende" (Uraufführung Mai 2011) entwickelte Nielsen das Hörspiel "Mit den Waffen einer Maus". Die Produktion wurde im Basler Hörspielstudio nicht nur akustisch aufgenommen, sondern auch gefilmt. Die Videofassung ist ab Sendedatum im Netz zu sehen. Der Autor mit Bühnenambitionen hat in dieser Produktion keine Rolle bekommen. Dafür hat er sich gerächt und gedroht mit den Waffen einer Maus − während der Tonaufnahmen und vor laufenden Kameras.

Pumuckl geistert durch die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und sorgt für ordentlich viel Spuk. Legendärer Kinderhörspiel-Klassiker des Bayerischen Rundfunks mit dem wohl frechsten Kobold der Welt. Mit Hans Clarin als Pumuckl und Alfred Pongratz als Meister Eder.

Pumuckl geistert durch die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und sorgt für ordentlich viel Spuk. Legendärer Kinderhörspiel-Klassiker des Bayerischen Rundfunks mit dem wohl frechsten Kobold der Welt. Mit Hans Clarin als Pumuckl und Alfred Pongratz als Meister Eder.

Pumuckl geistert durch die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und sorgt für ordentlich viel Spuk. Legendärer Kinderhörspiel-Klassiker des Bayerischen Rundfunks mit dem wohl frechsten Kobold der Welt. Mit Hans Clarin als Pumuckl und Alfred Pongratz als Meister Eder.

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Pumuckl geistert durch die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und sorgt für ordentlich viel Spuk. Legendärer Kinderhörspiel-Klassiker des Bayerischen Rundfunks mit dem wohl frechsten Kobold der Welt. Mit Hans Clarin als Pumuckl und Alfred Pongratz als Meister Eder.

Pumuckl geistert durch die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und sorgt für ordentlich viel Spuk. Legendärer Kinderhörspiel-Klassiker des Bayerischen Rundfunks mit dem wohl frechsten Kobold der Welt. Mit Hans Clarin als Pumuckl und Alfred Pongratz als Meister Eder.

ie Geschichte dieser Familie versuche ich nun zu erzählen. Es wird in ihr eine Spur zu viel geboren, gestritten, gestorben und geweint. Darum besteht die Gefahr, daß es nur eine Bauerngeschichte mit Familienereignissen wird, wie solche an vielen Orten und in ähnlicher Weise schon oft geschehen sind. Ich will sie trotzdem schreiben, denn es wäre schade, wenn sie der Vergessenheit anheimfiele. Maria Beig, Rabenkrächzen Maria Beigs Chronik einer Bauernfamilie im 20. Jahrhundert – ihr erster Roman, der 1982 zum literarischen Ereignis wurde – nun als Hörspiel.

Das Wandern war für Hans Jürgen von der Wense (1894-1966) Inbegriff von Freiheit und Welterfahrung, die Landschaft ein philosophisches Erlebnis. Die Autorin lässt sich von Wenses lyrischer Assoziationslust anstecken.

"Wer wandert, der nimmt wahr". Hans Jürgen von der Wense (1894-1966) war Schriftsteller, Komponist, Übersetzer aus über 100 Sprachen und Dialekten und leidenschaftlicher Wanderer. Er strebte in seinen fragmentarischen Texten eine Art ‚Weltmitschrift‘ an: Das Wandern war für Wense Inbegriff von Freiheit und Welterfahrung, die Landschaft ein philosophisches Erlebnis. Die Autorin lässt sich von Wenses Assoziationslust anstecken. Zwei Dichter verschiedener Jahrhunderte begegnen sich.

Josef Kalteis wurde wegen Vergewaltigung und mehrfachen Mordes 1939 von einem nationalsozialistischen Gericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ein eingereichtes Gnadengesuch wurde abgelehnt. Da Kalteis Mitglied der NSDAP war, ordneten die politischen Schaltzentralen absolutes Stillschweigen an. Wer war der Mann, der rastlos durch München jagte wie ein Raubtier auf Beutefang? Wer waren seine Opfer? Andrea Maria Schenkels Stimmencollage rekurriert auf einen authentischen Fall. Aus den Vernehmungsprotokollen des Angeklagten und seiner Frau, diversen Zeugenaussagen, Vermisstenanzeigen sowie fiktionalen Texten zeichnet sie die Skizze eines Getriebenen, eines Zwanghaften, eines Triebtäters im Zustand des Außer-Sich-Seins. Schenkel malt zugleich ein zeitgeschichtliches Tableau von jungen Frauen, die vom Land kommen und in München den Traum der großen Freiheit träumen, bevor sie alle hart auf dem Boden aufschlagen. Nach "Tannöd" (2007) produzierte der NDR mit "Kalteis" bereits das zweite Hörspiel nach einem Roman der Erfolgsautorin.

Tief in der Nacht werden Hauptkommissarin Carola Nusser und ihr Mann Konrad aus dem Schlaf gerissen. Aus dem Nachbarhaus dröhnt Techno-Beat. Zwar kehrt bald wieder Ruhe ein, an Weiterträumen ist trotzdem nicht zu denken: Carolas Mobiltelefon läutet und ruft sie zu einer Leiche ins Nachbarhaus. Dort ist der Verursacher der nächtlichen Ruhestörung, Kevin Kuttner, tot im Hausflur aufgefunden worden. Ein Unfall - oder doch Mord? Bei ihren Ermittlungen stoßen HK Nusser und ihr Assistent Möller auf eine Mauer des Schweigens. Weder die Hausbewohner noch der Hauseigentümer zeigen Interesse an der Aufklärung des Falles. Erst recht, als sich herausstellt, dass Kuttner nicht der erste Mieter ist, der dort unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist.

"Barfußhunde": Martín Arteaga (6) ist zusammen mit seiner Frau Catalina und ihrem neugeborenen Sohn Belisario und Zurbarán, einem mexikanischen Straßenhund, nach Madrid ausgewandert. Zurbarán ist schwer krank und kotzt blutige Brocken in die Wohnung. Außerdem hat er schlimme "Fußprobleme". Als Video unter: ndr.de/dssj

"Ihren Duft zuerst": Ermelinda, das Kindermädchen und später Bedienstete von Victoriano (8), dem einst gefürchteten, ältesten Spross der Arteagas, beobachtet den Zerfallsprozess der Familie. Sie wandert durch die labyrinthischen Gänge des mit Paketen zugewucherten Familienhauses. Als Video unter: ndr.de/dssj

"Besserer Breitengrad": Es ist Laureanos letzte Schulwoche. Seine Mutter Silvia, die junge Geliebte des verschwundenen Patriarchen, versucht Laureano eine heile Welt vorzuspielen. Erst als Martín (8), der jüngere Sohn von José, auftaucht, erfährt sie, was dem Vater ihres Sohnes zustieß. Als Video unter: ndr.de/dssj

"Rotwilde": Susana, das ehemalige Dienstmädchen von Laura (3), arbeitet mit ihrer Freundin Conchita bei einem McDonald’s in Austin, Texas. Sie braucht den Job dringend, um Geld nach Mexiko schicken zu können, für ihre drei Söhne. Heute wird die Filiale aber von einem Eindringling blockiert. Als Video unter: ndr.de/dssj

"Ich balle meine Hände zu Fäusten und sie sehen aus wie die eines anderen": Die Geschwister Homero und Ximena harren irgendwo in Manhattan in einem schäbigen Apartment aus und warten auf eine Nachricht ihrer Eltern. Sie spinnen rum, provozieren sich, um sich wieder zu vertragen. Aber woher kommen diese Kratzgeräusche in den Wänden? Als Video unter: ndr.de/dssj

"Trockenpflaumen aus Pappmaché": Laura lässt sich nach dem Verschwinden ihres Vaters in Texas nieder, vereinsamt. Ihre Töchter, Fernanda (1) und Nicolasa studieren, ihr Mann arbeitet noch in Mexiko. In einem Waschsalon lernt sie Plutarco kennen, während um Austin Waldbrände wüten und Michael Jackson stirbt. Als Video unter: ndr.de/dssj

"Okie": Der achtjährige Bernado, José Victorianos Enkel, ist mit seiner Familie in die USA, nach Palo Alto, geflohen. Er hat Heimweh, alles fühlt sich falsch und verdammt ungerecht an. Und ausgerechnet seine Mutter nimmt zur gleichen Zeit wie er Schwimmunterricht – wie peinlich! Als Video unter: ndr.de/dssj

"Schon alles Wahnsinn bevor überhaupt Frühling ist": Mexiko City, 2004. Fernanda und ihre Freundinnen freuen sich auf den Sommer in Italien, auf ihre ersten Jobs und auf ein Leben jenseits von Mexiko. Doch dann kommt ihr Großvater, Don José Victoriano, der Patriarch der wohlhabenden Familie Arteaga, nicht mehr nach Hause... Als Video unter: ndr.de/dssj

In der amerikanischen Emigration las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, das um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. 1953 versuchte er seine Leseerfahrung mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert, mit Stimmen, mit Geräuschen und mit einer melodramatisch eingesetzten Musik. Die Produktion wurde zu einem Prototyp des epischen Hörspiels. In seinem Alterswerk "Novelle" fasste Goethe unter dem Eindruck der Entwicklung der französischen Revolution seine Anschauungen über Kunst, Natur, Gesellschaft, Sitte und Frömmigkeit in kunstvoller Form zusammen. Wie es der Charakter der Novelle verlangt, steht die "unerhörte Begebenheit" im Mittelpunkt. In die idyllische Landschaftsbeschreibung während eines Spazierrittes einer aufgeklärten Adelsgesellschaft bricht das Unglück eines Jahrmarktsbrandes in der nahen Stadt: Ein Tiger und ein Löwe brechen aus. Als der Tiger die Fürstin zu bedrohen scheint, tötet ihr Begleiter Honorio - zur Verzweiflung der Schausteller - das zahme Tier. Dass das Tier harmlos gewesen sein muss, erfährt die staunende Hofgesellschaft angesichts eines Löwen, den das Kind der Schausteller - unwissend und arglos - in natürlicher Zuwendung besänftigt. "Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen wird, war die Aufgabe", schrieb Goethe 1827 nach Vollendung seiner "Novelle".

Polleke hat einen Wunsch. Er möchte unbedingt einmal den Weihnachtsmann sehen. Das ist aber ziemlich schwierig, weil Bären im Winter Winterschlaf halten. Doch Pollekes Freunde Fritz Biber und Eule Eva wollen ihm helfen. Zusammen schmieden sie einen Plan. Wenn es soweit ist, wecken die beiden den kleinen Bären und sie machen sich zusammen auf die Suche nach dem Weihnachtsmann.

Ein Drache erwacht nacht einem langen und tiefen Schlaf. Sein Bauch ist leer und er hat einen Riesenhunger. Von die Dorfbewohner wurde aber nur der kleine Junge Oskar geschickt. Von dem wird er auf gar keinen Fall satt. Zufällig kann Oskar aber richtig gut kochen. Dem Drachen schmeckt es so gut, dass er Oskar zu schade zum Fressen findet.

Amin möchte so gerne Besuch von dem Weihnachtsmann bekommen. Er schreibt ihm einen langen Brief. Den bindet er an einen Luftballon und schickt ihn ab. Die Adresse ist natürlich der Weihnachtsmann am Nordpol. Leider fliegt der Ballon Richtung Süden und landet bei einem einsamen alten Mann.


Das kann doch nicht wahr sein! Lukas traut seinen Augen nicht und es glaubt ihm auch erst niemand. Doch dann ist auch sein Vater überzeugt. Mitten im Familienkühlschrank zwischen Butter, Käse und Eiern hockt ein riesiges Mammut. Es schaut sie alle ängstlich an. Das ist doch ein klarer Fall für die Feuerwehr.

Die Räuberkinder haben im Dezember eigentlich nur Vorteile. Sie bekommen einen Adventskalender von Papa und der Prinzessin und dann noch einen zweiten von Mama und dem Drachenpapa. Auch an Nikolaus bekommen sie doppelt so viel Schokolade. Aber fünf Mal Weihnachten zu feiern ist ganz schön stressig. Geschenke basteln, Musik machen, fünf Mal essen. Weihnachten muss aber einfach das schönste Fest des Jahres werden.

Bei der Suche nach einem Ball, der über das Gartentor geflogen ist, entdeckt die kleine Lili eine ganze Horde Katzen und zwar schwarze Katzen. Lili ist ganz fasziniert von den Tieren und möchte sie natürlich unbedingt behalten. Aber erstmal muss sie ihre Mutter davon überzeugen. Ihr fallen sechs Gründe ein, weshalb Katzen richtg praktische Tiere sind. Ob Lili ihre Mutter überzeugen kann?

Wo der Mensch Lebens- und Zivilisationsräume zerstört, zieht er Zäune hoch und zirkelt Todeszonen ab. Als sich am 26. April 1986 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine in Tschernobyl der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk ereignet entsteht so eine Zone. Der Film Stalker von 1979 wirkt wie eine ahnungsvolle Prophezeihung dieser Katastrophe. Als der Regisseur Andrej Tarkovskij den Film acht Jahre vor dem Unglück drehte, entschied er sich unter anderem für die direkte Umgebung des Atomkraftwerkes Tschernobyl als Drehort für die Geschichte von drei Männern, die in ein abgesperrtes Gebiet voller tödlicher Gefahren, genannt "die Zone", eindringen, um dort zu einem geheimnisvollen Raum zu gelangen, der innerste und verborgenste Wünsche ans Licht bringt und zu erfüllen vermag. Die zufällige, doch darum nicht weniger rätselhafte Analogie dieser beiden Zonen ist Ausgangspunkt für das Hörspiel Schwarzer Hund. Weißes Gras, das Elemente aus Tarkovskijs Film aufgreift und mit einer fiktiven Handlung um das Unglück von Tschernobyl verwebt. Ein ehemaliger Kriegsfotograf, einer der ersten Augenzeugen der Katastrophe, macht sich ein letztes Mal auf den Weg in das verseuchte Gebiet. Die Reise ins Herz der Zone wird zur erneuten Konfrontation mit den Folgen des Unglücks und zugleich zur Suche nach einem Wunder, die erst durch das Zusammentreffen mit Martha beendet wird, der strahlungsgeschädigten Tochter des Stalker.

Wolfgang ist Betonflüsterer. Mit seiner Stimme und viel Empathie tritt er in Verbindung mit Sichtbeton.

Daniela, 52, leidet unter einer speziellen Form des Hörverlustes. Sie hört keine tiefen Stimmen mehr – wie die ihres Mannes Wolfgang. In behutsamen Interviews versucht ein Journalist dem Problem auf den Grund zu gehen.

Der Jubel ist groß, als Emilia, ihre Schwester Henriette und beider Eltern in ein großes Haus umziehen sollen. Es handelt sich um das Haus von Tante Treppchen und Tante Klößchen - die beiden rüstigen Damen wollen auf Weltreise gehen und brauchen ihr altes Heim nicht mehr, Klar, zunächst muss einiges renoviert werden - auch im neuen Kinderzimmer. Hinter der alten Tapete tauchen ein kleiner Schlüssel und ein Zeitungsartikel auf. Und ein 60 Jahre altes Foto, das ein Mädchen zeigt … nur, dieses Mädchen sieht genau so aus wie Emilia. Für die beiden Mädchen ist sofort klar: hier muss es ein großes Geheimnis geben. Die Spurensuche beginnt.

Schluss mit Äußerlichkeiten! Die Stimme ist der Schlüssel zur Seele. In wessen Herz kannst du eindringen?

Gut im Bett sein? Das war gestern. Bist du gut am Telefon? Teste jetzt deine Phonopotenz!
Lade dir eine attraktive Stimme runter: Wähle aus hunderten Stimmprofilen oder kreiere deine individuelle Telefonstimme. Wie kommst du rüber? Sonorer Bass, labiale Überbetonung – du bist wie du sprichst. Klingt deine Stimme zu monoton? Unser Algorithmus macht sie lebendiger. Verrät sie deine Unsicherheit? Lass sie einnehmend und überzeugend klingen. Und deinen Dialekt bügeln wir gleich mit aus. Sound ist sexy.
Wir unterwandern den Lookismus. Wir schaffen eine gerechtere Welt.

Gottfried stammt aus einer alten Adelsfamilie und glaubt, dass ein Fluch auf seiner Familie lastet. Zusammen mit seinem Freund Malte versucht er diese Fluch zu brechen.

Frau Berti Bartolotti bekommt Konrad in einer Konservendose geliefert. Er ist ein so toller siebenjähriger Junge, dass sie ihn unbedingt behalten will, obwohl sie ihn gar nicht bestellt hat.

Kapitän Flitschauge hat in diesem Jahr nur einen einzigen Wunsch: Er möchte endlich einmal ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest mit seiner Mannschaft erleben.

Lernt drei Räuber kennen, die vor der Stadt Kardemomme leben! Wo Kardemomme liegt, wollt ihr wissen? Die Stadt ist so klein, dass das kaum jemand weiß.

Weihnachten mit einem Plastikbaum? So feiert Mika mit seinem Vater Weihnachten im Hotel Wunderbar. Doch dieses Jahr kommt alles anders.

Witwer Wolfram Kempner hat Krebs. Der Bibliothekar hockt in der stolzen Fabrikantenvilla seiner verstorbenen Frau und wartet auf den Tod. Karla soll helfen, dafür will er seine frühere Kollegin belohnen: Umbringen und beerdigen soll sie ihn, der Zeitpunkt ist noch festzulegen. Großzügige Erbschaft winkt als Lohn und Dank.

Karla ist bestürzt, Judith, ihre jüngere Freundin, findet das ganz wunderbar. Mehr noch, sie beginnt um die Gunst des todkranken Wolfram zu buhlen, der plötzlich aufblüht. Seine Ehe war ein Desaster, Villa, Geld und Schmuck, alles gehörte seiner Frau Bernadette. Nun soll auch Judith erben, das passt Karla nicht. Eine rabenschwarze Komödie, ein Poker um Testamente, Geld und Leben.

Der junge Mann, der an Heiligabend in die Polizeiwache von Erleboro stürmt, hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Als Kind war er für kurze Zeit Cedric Fauntleroy, der Erbe des Earl von Dorincourt. Doch dann wurden er und seine Mutter Opfer einer teuflischen Intrige, die nun, 21 Jahre später, ihrem dramatischen Höhepunkt entgegensteuert.

Der junge Mann, der an Heiligabend in die Polizeiwache von Erleboro stürmt, hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Als Kind war er für kurze Zeit Cedric Fauntleroy, der Erbe des Earl von Dorincourt. Doch dann wurden er und seine Mutter Opfer einer teuflischen Intrige, die nun, 21 Jahre später, ihrem dramatischen Höhepunkt entgegensteuert.

Sterben war auch schon einfacher...

Als der Dresdner Kriminalkommissar Schröck vom Polizeipräsidenten ausgerechnet in den Leipziger Hauptbahnhof einbestellt wird, ahnt er noch nicht, dass einer der seltsamsten Fälle seiner Laufbahn auf ihn zukommt.

Anfangs hatte sie den Mann im Zugabteil nur für etwas aufdringlich gehalten. Dass er sein Geld als Erpresser verdient, hat sie ihm natürlich nicht geglaubt. Sonderbar, dass er ihre Lebensumstände so gut erraten kann.

Seit Jake Skowrans Arbeitgeber ihre Fabrik ins Ausland verlegt haben, lebt er in einer sterbenden Stadt. Arbeitslos, von seiner Freundin verlassen und verschuldet. Als er ein lukratives Angebot bekommt, greift er zu.

Ein Engländer in mittleren Jahren, im Hause eines vermögenden Freundes wohnend, bekommt unverhofften Besuch fremder Leute. Sie konfrontieren ihn mit Forderungen, denen gegenüber höfliche Ablehnung nichts ausrichten.

Mit einer kabarettistischen Starbesetzung und pünktlich zum 50. Jahrestag der Schweizer Reaktorkatastrophe von Lucens (Waadt) präsentiert SRF 1 eine atomare Politsatire. In dem von realen Tatsachen inspirierten Hörspiel verkörpern Joachim Rittmeyer und Emil Steinberger die zwei letzten Schweizer. «Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben», so heisst der Kultfilm von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1964. Er handelt vom Kalten Krieg, der Atombombe und einem geistesgestörten General der US Air Force. Die ernst und warnend gemeinte Satire endet mit der Vernichtung der Menschheit. Hätte dieses Drehbuch auch in der Schweiz spielen können? Selbstverständlich. Immerhin hat die Eidgenossenschaft jahrzehntelang versucht, die Atombombe zu bauen, ein kleines Tschernobyl fabriziert und sogar einen atomaren Erstschlag gegen die Sowjetunion in Erwägung gezogen. Randulf Lindt hat über diese brisanten und noch wenig bekannten Vorgänge ein satirisch überhöhtes Hörspiel geschrieben.

Der Taxifahrer Frank fährt Nacht für Nacht seine Gäste durch Frankfurt. Banker, Huren, zugedröhnte Jungs. Menschen, fast schon am Ziel oder sich gern verlaufend, alle getrieben von der Sehnsucht nach mehr.

Gottfried und Malte sind dem Fluch, der auf Gottfrieds Familie lastet, auf die Spur gekommen. "Baldanders", ein guter Geist, hat ihnen einen Stuhl geschenkt und sie vor Feldeisen, dem Friedhofswärter gewarnt. Der Stuhl funktioniert wie eine Zeitmaschine, mit der die beiden in die Vergangenheit reisen können. Sie wollen zum Anfang des Fluches zurück und ihn ungeschehen machen. Sie reisen ins Weimar der Goethezeit, treffen im Schwarzwald den Erfinder ihrer Zeitmaschine und landen schließlich in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges in Magdeburg. Und immer, wenn einer der Jungen aufgeben will, hat der andere einen rettenden Einfall.

Aladin lebt mit seiner Mutter bescheiden und arm in einer Stadt im Orient. Eines Tages entdeckt er mit Hilfe eines Zauberers einen kostbaren Schatz. Doch der Zauberer ist gar nicht so nett, wie er sich gibt. Er sperrt Aladin nämlich in der Schatzhöhle ein und nur dank einem Ring-Geist findet Aladin wieder aus der Höhle raus. Aladin hat die Nase voll vom kostbaren Schatz und lebt lieber wieder als bescheidener und armer Junge. Aber kann er den Schatz wirklich vergessen?

Die Klasse der Lehrerin Bertholda versammelt sich zum Hausbesuch beim von allen verehrten Nationaldichter. Zusehen, wie Gedichte voller Nationalgefühl entstehen – was könnte es erhabeneres geben! Oder?

Die Geschichte jener Nacht spricht sich herum und hat für Rittmeister Taittinger fatale Folgen. Mizzi schreibt ihm Briefe aus dem Gefängnis. Die Presse jagt dem Skandal bis ins Kriegsministerium hinterher.

Der Schah von Persien sucht Abwechslung in der Metropole der Donaumonarchie. Auf einem Ball stürzt er seine Wiener Gastgeber in Verlegenheit, als er mit der Gräfin W. eine Nacht zu verbringen wünscht. Der k.u.k. Rittmeister Baron Taittinger hat die rettende Idee.

Auf der Farm der Cottons wurde die fremde Sheila Barnes schnell zum Glücksbringer, trotz ihres Buckels und einer schweren Kindheit. Als ihre Leiche im Maisfeld gefunden wird, ist nicht nur ihr Ehemann schockiert.

Sein Herz schlägt nur für Bücher. Professor Peter Kien besitzt und pflegt die bedeutendste Privatbibliothek seiner Stadt. Als ihn seine Haushälterin Therese Krumbholz eines Tags um die Leihgabe eines Buches bittet und dieses dann mit auffallender Sorgfalt behandelt, erregt sie zum ersten Mal Kiens Interesse. Hals über Kopf beschließt er sie zu heiraten. Doch Thereses Bücherliebe ist nur vorgespielt, die Analphabetin hat es auf sein Vermögen abgesehen.

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Paris 1934: Jemand gibt dem Trinker Andreas 200 Francs. Das reicht für ein gutes Essen und einen Friseurbesuch. Am nächsten Tag findet er Arbeit und verdient 200 Francs. Gibt er das Geld zurück?

In Venedig wird in den frühen Morgenstunden eine Leiche aus einem Kanal gezogen. Donna Leon lässt ihren Commissario Brunetti die Identität des Toten klären. Keine leichte Aufgabe, denn der Mann wird offenbar von niemandem vermisst.

Ein Coup de foudre in einer hitzegesättigten, aufgeprickelten August-Nacht katapultiert zwei Berliner Großstadt-Singles aus ihren gewohnten Bahnen. Rein in die sumpfigen Landschaften der Liebe, der Sehnsucht, des Begehrens. Er: ein nüchterner Typ, Systemberater, Sie: eine wundergläubige, zu hysterischen Exaltationen und Tränenausbrüchen neigende Geisteswissenschaftlerin. Sie langweilt sich tagein tagaus in einer Galerie, wo sie sich ausgiebig ihren eigenen Gefühlen und denen berühmter Geistesgrößen widmet. Er ist megagestresst von seinem Job. Nach der ersten ekstatischen Nacht gehen die Liebeszweifel los, beginnt die Ambivalenz ihr immergleiches Spiel ...

Besuch zu Weihnachten: Tante Karin kommt aus Stockholm, und nichts ist mehr, wie es war. Kann man sie nicht mit dem Schneemenschen verscheuchen, vor dem sogar die böse Frau Åhman Angst hat?

Berlin 1926: Charlott ist nicht nur etwas verrückt, sondern vor allem auch jung, hübsch und auf der Höhe ihrer Zeit. Doch sie hat ein Problem: Ihr fesches Cabrio ist nur zu einem Sechstel bezahlt und die Langusten zum Frühstück müssen mittlerweile auch angeschrieben werden. Da fallen ihr glücklicherweise die anderthalb Millionen wieder ein, die sie im Alter von 25 Jahren von ihrem toten Onkel aus Colombo erben soll. Doch Charlott kann unmöglich noch fünf Jahre warten. Ihr Tempo ist ein anderes und so entwirft sie auf der Avus kurzerhand einen toll-kühnen Plan: Mit einer raffinierten Intrige, die zwischen Berlin, Moskau und Paris angesiedelt ist, versucht sie ihr Ziel zu erreichen... Die 1927 erschienene Romanvorlage des Journalisten Wilhelm Speyer avancierte seinerzeit schnell zum Bestseller und wurde sogar verfilmt. Die Kritik urteilte damals: "Ein Buch wie Champagner: spritzig, heiter, überschäumend." Moritz von Rappard hat den längst vergessenen Roman wiederentdeckt und für das Radio akustisch neu bearbeitet.

Der Moment, als Rodrigo flach auf seinem Küchenboden liegt. Über sich den berüchtigten Geldeintreiber Säge, der mit seinem Lieblingswerkzeug verdächtig nah vor seinem Gesicht hantiert. Das ist der Moment, in dem Rodrigo klar wird: Jetzt wird es eng. Rodrigo ist ein mickriger, mittelerfolgreicher Drogendealer, der sich schon oft aus brenzligen Situationen herausgequatscht hat. Leider scheint das diesmal nicht zu funktionieren. Er muss eine Menge Geld beschaffen. Und das schnell. Sein Lieblingskunde Ivo soll helfen. Also rast Rodrigo Richtung "BetaVille", wo Ivo lebt. "BetaVille" ist eine geschlossene Wohnanlage vor den Toren der Stadt, die wie eine Festung bewacht wird. In Ivos Haus fehlt von ihm jede Spur. Als plötzlich ein Mann vom Dach fällt, wird Rodrigo endgültig zum Gejagten. Auf der Flucht vor Säge, der Polizei und seinem Schicksal weiß er bald nicht mehr, wem er noch vertrauen kann. Vielleicht nicht mal sich selbst.


Bevor der Leuchtturm auf den Hummerklippen eines Tages automatisch betrieben wird und niemand hier mehr wohnen muss, wollen Katja und Boy dort unbedingt noch einmal Weihnachten feiern. Zusammen mit Katjas Großvater, dem Leuchtturmwärter Hauke Sievers sitzen sie warm und trocken im runden Weihnachtszimmer, während draußen ein Wintersturm die Wellen der Nordsee hochschlagen lässt. Was könnte da schöner sein, als sich die Zeit mit Geschichten zu vertreiben. Boy, der von Beruf Dichter ist, erzählt von einem ganz besonderen Weihnachtsfest auf der kleinen Insel Lobos. Hauke hat eine ganze Kiste voll Geschichten von Seemännern, die einst im Leuchtturm Zuflucht suchten und zieht eine über die beiden ungleichen Brüder "Lieberso und Bleibdabei" heraus. Leuchtturmmaus Philine sorgt dafür, dass ihre Artgenossen nicht vergessen werden. Auch Katjas Künste im Gedichtaufsagen sind nicht zu verachten, und so erzählt und reimt sich die kleine Gesellschaft bis ins neue Jahr.

Leo Tolstoi war durch seine Romane „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ ein längst weltberühmter Schriftsteller, als er 1890 das autobiografische Schauspiel „Und das Licht scheint in der Finsternis“ begann, das nie vollendet wurde.

Der kleine Peti schliesst die weisse Gans sofort ins Herz, die sein Vater überraschend nach Hause mitbringt. Bald sind sie unzertrennlich. Doch warum hat Vater Löwenhaupt das lebende Tier überhaupt gekauft? Denn eigentlich träumt er doch die ganze Zeit nur von einem weihnachtlichen Festessen...

Grundsätzlich ist die Familie schon turbulent genug: Vater Löwenhaupt, der despotische Opernsänger, schmettert seine Arien, zwingt die Familie zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen und träumt von der guten alten Zeit und einem schönen Festessen, Mutter Sarah geht alles zu Bruch, was sie in die Finger nimmt, und die drei Kinder Elli, Gerda und Peti streiten, schreien und zoffen, was das Zeug hält. Und als dann auch noch eine lebende Gans ins Haus kommt, wird die ach so besinnliche Vorweihnachtszeit im Hause Löwenhaupt zu einer echten Zerreissprobe für die Nerven. Als die Gans dann auch noch zu sprechen beginnt, ist das Chaos perfekt.

Friedrich Wolfs Kinderbuchklassiker war viele Jahrzehnte lang fester Bestandteil der Weihnachtszeit in der DDR und wird auch heute noch gerne rezipiert: als Buch, Film oder Hörbuch. SRF hat nun erstmals eine Hörspielfassung erstellt, die das Märchen aus der Nachkriegs- in die aktuelle Zeit holt.

Ein seltsamer Zauber geht von dem Stoff aus, den Stellas Urgroßmutter vor 100 Jahren zu einem edlen Wandbehang verarbeitete: Übersät mit Sternen und Schneeflocken, eingefasst mit einem goldenen Faden. Im Laufe der Zeit diente das Prachtstück zu allem Möglichen: Als Vorhang, als festliche Tischdecke, als Himmel für Stellas Wiege und schließlich als Kleid. In den Stoff hat sich tief eingeprägt, was seine Besitzerinnen erlebten. Er erzählt vom alten Russland, vom Berlin der 20er Jahre, von der Flucht der jüdischen Familie nach New York - von ihrer Rückkehr nach dem Krieg. Wenn das kein magischer Stoff für ein Hörspiel ist.

"Als ich 19 war, fuhr ich für drei Tage in die Ukraine. Ich hatte ein Foto meines Großvaters mit einer Frau dabei, die laut unserer Familiengeschichte meinen Großvater vor den Nazis gerettet hat. Ich blieb drei Tage, am vierten fuhr ich nach Prag, wo ich zwei Monate lebte. Während dieses Sommers, in diesen zwei Monaten, schrieb ich die erste Fassung des Buches. Und dann verbrachte ich die nächsten zwei Jahre damit, es in eine druckfertige Fassung zu bringen." So Jonathan Safran Foer über die Entstehung seines Romans, der trotz aller Heiterkeit den Horror des Holocausts doch nie verdrängt.

Ein junger Amerikaner namens Jonathan Safran Foer kommt in die Ukraine, im Gepäck das vergilbte Foto einer Frau namens Augustine. Sie soll seinen Großvater vor den Nazis gerettet haben. Jonathan will Augustine finden - und Trachimbrod, den Ort, aus dem seine Familie stammt. Sein Reiseführer ist ein alter Ukrainer, sein Dolmetscher dessen Enkel Alex, ein Genie im Verballhornen von Sprache. Alex berichtet von den irrsinnigen Missverständnissen während dieser Fahrt, Jonathan erzählt die fantastische Geschichte Trachimbrods, und der alte Ukrainer begegnet den Gespenstern seiner Vergangenheit.

Wie soll man nach einem solch langweiligen Tag ruhigen Herzens einschlafen?

Was ist das nur für ein helles Licht, das die Schafe aus dem Schlaf reißt? Und wo sind die Hirten? Hat es etwas mit dem Kind zu tun, das in der Nähe geboren wurde? Ein weihachtliches Hörspiel für die ganze Familie.

Der Erzähler ist ein deutscher Emigrant, der 1942 im Hafen von Lissabon gestrandet ist. Ein fremder Mann bietet ihm alle notwendigen Papiere an für die Ausreise in die Freiheit nach Amerika. Seine Bedingung ist, er möchte in dieser Nacht nicht allein sein und seine Geschichte erzählen. Und er erzählt: Von Flucht und Vertreibung, der Verfolgung durch die Nazis bis ins Exil, von der Liebes-geschichte zu seiner Frau Helen.

1942, abends in Lissabon: Ein Mann steht am Hafen und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen in die Freiheit bringen könnte, nach Amerika. Aber es gibt keine Rettung für ihn: Er hat keine Tickets und keine Pässe. Da trifft er einen Mann, der ihm alle notwendigen Papiere überlassen wird. Unter einer Bedingung: Er soll mit ihm die Nacht verbringen und seine Geschichte anhören.

Je näher Weihnachten rückt, umso mehr fragt sich Ronnie, wie der Weihnachtsmann eigentlich so vielen Kindern zur gleichen Zeit Geschenke bringen kann. Die Mutter sagt, dass der Weihnachtsmann schon in der Nacht vor Heiligabend kommt und die Geschenke bringt, aber das sei dann so spät in der Nacht, da schlafe Ronnie schon. Ronnie stellt sich einen Wecker, denn er möchte den Weihnachtsmann sehen. Ronnies Schwester Susanne will gerade den Wecker abstellen, damit nicht alle unnütz um Mitternacht aufwachen, da steht hinter den beiden Kindern die Frau des Weihnachtsmannes und unter dem Fenster wartet ein Rentier mit Schlitten auf die Kinder. Gemeinsam suchen sie den Weihnachtsmann.

Der Präsident der Republik heißt François Mitterand. Wie jeden Morgen macht er mit seinem engsten Berater Bornand einen kleinen Spaziergang, auf dem die aktuellen Dinge unter vier Augen besprochen werden. "Sie wissen genau, dass ich Waffenverkäufe an kriegführende Staaten prinzipiell ablehne", sagt der Präsident. Doch der Absturz einer in Malta gestarteten Boeing 747 Cargo über der Türkei fördert trübe Geheimnisse ans Licht. Das Flugzeug war randvoll mit Raketen beladen, das Flugziel war der Iran. Dominique Manotti, emeritierte Professorin für Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, nimmt mal wieder ein brisantes politisches Thema auf's Korn.

Der Präsident der Republik heißt François Mitterand. Wie jeden Morgen macht er mit seinem engsten Berater Bornand einen kleinen Spaziergang, auf dem die aktuellen Dinge unter vier Augen besprochen werden. "Sie wissen genau, dass ich Waffenverkäufe an kriegführende Staaten prinzipiell ablehne", sagt der Präsident. Doch der Absturz einer in Malta gestarteten Boeing 747 Cargo über der Türkei fördert trübe Geheimnisse ans Licht. Das Flugzeug war randvoll mit Raketen beladen, das Flugziel war der Iran. Dominique Manotti, emeritierte Professorin für Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, nimmt mal wieder ein brisantes politisches Thema auf's Korn.

Wenn einem schlechtgelaunten und geizigen Bauern an Weihnachten kein Glitzern in die Augen kommt, muss ein Geist ihm helfen! Im Dorf Allenwolken lebt der Bauer und Geschäftsmann Karl Muurer. Er ist ein griesgrämiger, alter Mann, ein Geizhals, der seine Mitmenschen nur auszunutzen weiss und sich über Kinder nervt und aufregt. Alles ist für ihn schlecht, alles nur anstrengend und nervtötend. Auch an Weihnachten kennt Karl Muurer keine Freude. Für ihn ist Weihnachten ein überflüssiges Fest. An Heilig Abend aber erscheint ihm plötzlich sein Bruder, der gute und von allen geliebte Godi Muurer, der viel zu früh verstorben ist. Trotz Güte findet Godi als Geist keine Ruhe. Er kommt nun seinen übellaunigen Bruder warnen und zeigt Karl drei Weihnachtsabende: eine alte, die jetzige und die zukünftige Weihnacht. Und Karl Muurer begreift, wenn er nicht vereinsamen will, muss er sich ändern.

An einem kalten Vorweihnachtsabend findet die Argentinierin Maria Concepcion auf einer Baustelle einen schwerverletzten und wunderschönen jungen Mann; sie nimmt ihn mit nach Hause und pflegt ihn gesund. Der Junge spricht kaum, Maria erzählt ihm ihr Leben. Dann, nach mehreren Wochen, ist der Junge verschwunden - viel später werden sich die beiden wiedersehen. Der unbekannte Schöne ist Ange, "Lieblingssohn" und potentieller Erbe von Weiss, der sich als Drogenhändler und Zuhälter ein unterweltliches Imperium aufgebaut hat. Ange (d.h. "Engel") geriet mit sechzehn Jahren in die Fänge von Weiss. Nun ist Ange ausgebrochen - und will versuchen, seine Freundin Dara, genannt Soledad, ebenfalls zu befreien. Außerdem hat Ange vor, sich für einen fürchterlichen Verrat zu rächen, den Weiss an ihm und Soledad verübt hat. Doch Weiss ist seinem "Lieblingskind" auf den Spuren - und stellt ihn schließlich vor eine scheinbar unmögliche Wahl ... Der Krimi "Eine Art Engel" glänzt durch seine Vielschichtigkeit: einerseits führt Laurence Demonio die Hörer in die abgebrühte, bedrückende Welt von Kinderprostitution und Drogenhandel, andererseits erzählt sie die märchenhafte Geschichte eines jungen Mannes, der seine Geliebte aus den Fängen des Bösen befreien will. Dazu präsentiert das Stück eine unkonventionelle Liebesgeschichte: Eine Art Engel nämlich liebt drei Frauen und wird von drei Frauen geliebt - so sehr, dass sie für ihn ihr Leben lassen würden.

Weihnachten, das Fest der Liebe? Nicht in diesem Hotel. Die alljährlichen Gäste in dem leicht heruntergekommenen Schloss im Nirgendwo hassen sich nicht nur gegenseitig, sondern vor allem auch Weihnachten. Bis sie eines Tages gemeinsam für "ihr Weihnachten" kämpfen müssen. Fünf skurrile Gäste mieten sich Jahr für Jahr über die Feiertage in diesem von der Welt fast vergessenen Etablissement ein: Ein abgehalfterter Musiker, der allergisch gegen seinen eigenen Weihnachtshit ist, ein Ex-Kinder-Fernsehstar ohne Kindheit, aber mit Eichhörnchen, eine betrogene Scherenschnitt-Künstlerin und ein Zwillingspaar mit einer schicksalhaften Verbindung zu zwei Bäumen. Was sie vereint, ist die Abneigung gegen den Weihnachtswahnsinn in aller Welt, aber auch die Abneigung gegeneinander. Als jedoch ein windiger Käufer und seine Übermutter auftauchen und das Hotel in einen Konsumtempel verwandeln wollen, sind die fünf Gäste gezwungen, zusammenzuarbeiten – denn die Hotelbesitzerin will offenbar wirklich verkaufen. Angeführt vom Hotelpagen versuchen die Gäste alles dafür zu tun, ihren Rückzugsort zu bewahren.

"Das Peter-Prinzip" gehört zu den Klassikern der amerikanischen Management-Literatur und basiert auf einem Lehrsatz von Laurence J. Peter. Er besagt, dass jedes Mitglied einer beruflichenHierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat. Peter und sein Kollege Raymond Hull gehen bei ihrer Analyse von den alltäglichen Beobachtungen der Unfähigkeit aus, die jedermann kennt: der Pfusch von Ärzten, Handwerkern und Managern entgeht den beiden Forschern ebenso wenig wie der gelangweilte Beamte, verschlafene Lehrer und Hochschullehrer. Sie alle, oder doch jedenfalls viele von ihnen, waren am Anfang ihrer Karrieren kompetent und engagiert, also reif für eine Beförderung. Und zweifellos wird gerade der Fähige so lange aufsteigen, bis er eine Position erreicht, für die er sich als unfähig erweist. Und dort harrt er dann aus: Man sollte also, meinen Peter und Hull, seine Energie vielleicht sinnvoller auf die Vermeidung einer Karriere verwenden.

Ende gut alles gut? ... zwei Versprechen! Ohne hier zu viel zu spoilern: Die Verwicklungen der Liebesgeschichten von Marianne und Elinor Dashwood nehmen mächtig Fahrt auf und führen zu ungeahnten Wendungen. Das überraschende Ende wird natürlich nicht verraten. Wie schon in "Northanger Abbey" erweist sich erneut Jane Austens grandiose Beobachtungsgabe und geistreiche, geschliffene Sprache als großes und stilvolles Hörvergnügen.

Männer verzweifelt gesucht ... Elinor und Marianne Dashwood, beide keine 20 Jahre alt, sind Halbwaisen und müssen ihren Lebensunterhalt sichern, ja mehr noch, ihr Leben überhaupt auf sichere Füße stellen. Für Marianne gibt es nur ein Ziel: rasch die unbedingte Liebe finden. Ihre ältere Schwester Elinor ist ebenso ihrem Temperament ausgeliefert, nur lässt sie sich von Vernunft leiten. Beide hatten bereits die Wahl für zwei charmante junge Herren getroffen, doch plötzlich sind beide wie vom Erdboden verschluckt und melden sich nicht mehr. Was ist geschehen?

Blinde Liebe oder kühler Kopf? Auf Norland Park verstirbt der Vater dreier Töchter, die nun erst recht auf eine gute Partie angewiesen sind, da im England des frühen 19. Jahrhunderts die finanzielle Abhängigkeit von Frauen eklatant war. Aber auch die Männer müssen zusehen, dass sie nicht aus der Erbfolge gekickt werden und so ringen in Jane Austens weltberühmten Roman zwei Prinzipien miteinander: "Verstand und Gefühl".

Hänsel und Gretel – eine wahre Kriminalgeschichte? Der Märchenarchäologe Ossegg ist fest davon überzeugt, dass das Märchen auf Tatsachen beruht. Viele Indizien sprechen dafür, aber die Journalistin Karen ist nicht sicher, ob sie Ossegg glauben soll. Trotzdem begleitet sie ihn bei seinen Nachforschungen. Sie untersuchen mittelalterliche Handschriften, befragen Experten, machen Experimente. Und tatsächlich: Ossegg findet die Überreste des "Hexenhauses" – und sogar Teile eines verkohlten Skeletts. Was ist hier vor hunderten von Jahren passiert? Der Versuch, die Wahrheit über Hans und Grete zu veröffentlichen, bringt Karen und Ossegg in Lebensgefahr. Am Ende sind die Soundfiles auf Karens Aufnahmegerät alles, was Karens Freund Thorsten bleibt, um seine vermisste Freundin wiederzufinden.

In zehn frech-frivolen, melancholischen Dialogen zwischen Personen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten läßt Schnitzler seine Figuren das aussprechen, was sie vor und nach der intimen Umarmung bewegt. Geheuchelte und echt empfundene Gefühle, Banalitäten, Sentimentalitäten und Brutalitäten. Das zweimalige Auftreten jeder Figur verkettet die Szenen: Die Dirne lockt den Soldaten zu sich heran, der danach zu dem Stubenmädchen geht, welches seinerseits heimliche Schäferstündchen mit dem jungen Herrn unterhält, dessen Verhältnis eine luxuriöse Frau ist, deren Ehegatte sich heimlich mit dem "süßen Mädel" trifft, welches einem Dichter angehört, der sich andererseits einer Schauspielerin widmet, die wiederum einen Grafen verführt, um ihn dann, im Morgendämmern schließlich, an die Dirne weiterzureichen. Im letzten Paar schließt sich der Reigen.

Ein Knast, in dem man Eintritt zahlen und sich seine Unterkunft kaufen muss? In dem Frauen und Kinder der Inhaftierten leben? Ein Knast mit Restaurants und Kneipen und Laboratorien, in denen ein gewisses weißes Pulver hergestellt wird?

«Die kalte Schulter» erschien 1989, als dritter Roman des damals 45jährigen Markus Werner. Mit seinem Protagonisten Wank, einem Kunstmaler, etabliert der Autor einen Charakter, der als verschrobener Aussenseiter ganz typisch ist für die Schweizer Literatur. Und doch wiederum ganz anders und eigen. Markus Werner, so bemerkte einmal jemand, hätte – quasi in der Spätnachfolge von Albert Camus Roman von 1942 – einen schweizerischen «Étranger» geschaffen. Einen «Fremden» also, der sich fundamental in die Abgründe der Existenz verstrickt. Im Gegensatz zu Camus jedoch passiert bei Werner kein vorsätzlicher Mord. Vielmehr überrascht er mit einer fast schon herzzerreissenden Liebesgeschichte. Gleichzeitig spart er nicht mit traurig-bösem Humor. Womit er endgültig sich jeder Schubladisierung entzieht Wank, dem weder in der Kunst noch im Leben etwas Taugliches gelingt, hat eine für Markus Werner positive Eigenschaft: Weltfremdheit. Seine Position ist die am Rand, so wie sie der Autor den Alemannen zuschreibt, von denen er abstammt: «Das Randständertum als Voraussetzung für klare Sicht. () Abstand macht scharf. Unzugehörigkeit sehend; und Scharfsicht fast verrückt – es sei denn, man habe dann und wann wie wir Alemannen, die Möglichkeit, das Auge vom Getümmel abzuwenden und hinterm Wald ein wenig Blinde Kuh zu spielen. () Im Zentrum wanken wir und fühlen uns noch mehr am Rand als dort, wo wir es wirklich sind.» (Dankrede zum Alemannischen Literaturpreis, Waldshut-Tiengen 1990)

Es ist eine Geschichte von Liebe und Tod. Sie spielt in einem Hitzesommer, Mitte der 80er-Jahre in Schaffhausen. Dort, wo damals auch der Schriftsteller Markus Werner lebte. Und sich mit drei Romanen ins Zentrum der Schweizer Literatur schrieb. Jetzt kann man ihn neu entdecken, im Hörspiel bei SRF. Moritz Wank ist Ende 30, ein Kunstmaler, der nicht mehr malt und überhaupt in der permanenten Krise steckt. Wie soll er leben, wenn alles sich ihm entzieht? Sich keine «Realität» mehr festhalten lässt? Das Einzige, das Wank einleuchtet, ist seine Liebe zu Judith, seiner jüngeren Lebensgefährtin. Sie bewältigt Beruf und Alltag fast spielerisch und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Aber dann, der Grillrausch der enthemmten Nachbarn ist verraucht, der heisse Sommer mitten im Kalten Krieg zu Ende, deutet sich ein Unglück an. Wank, dem alles so fremd und fern ist wie seine Zehennägel, sieht es nicht. Und es trifft ihn mit ungeheurer Wucht. Markus Werner gilt nicht wenigen als der bedeutendste Schweizer Schriftsteller der letzten fünfzig Jahre. Und «Die kalte Schulter» als sein Meisterwerk. Zum 75. Geburtstag des 2016 verstorbenen Autors haben sich der SWR und SRF zusammengetan, um diesen unvergleichlich vielschichtigen Roman als grosses Hörspiel mit 30 Beteiligten einem breiten Publikum neu zugänglich zu machen. Dabei hat die Dramaturgin Uta-Maria Heim in ihrer Radiofassung bewusst Mundartpassagen eingebaut, denn Markus Werner definierte sich explizit auch als alemannischer Autor.

Nicht nur die Zwillinge Weidelich befinden sich wegen Betrug im Gefängnis. Im ganzen Land werden Beamte und Geschäftsmänner wegen Betrügereien festgenommen. Auch Martin Salander läuft trotz Warnungen seiner Frau Marie Gefahr, dem zwielichtigen Louis Wohlwend ein weiteres Mal auf den Leim zu gehen. Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

Martin Salanders Geschäfte laufen gut, aber er gerät ihn eine Midlife-Crises. Jugendfreund Louis Wohlwend taucht wieder auf. Mit Ehefrau und deren schönen Schwester Myrrha. Dann rüttelt eine Schreckensnachricht die Familie Salander auf: Isidor Weidelich sitzt wegen Geldhinterziehung im Gefängnis. Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

Der Haussegen hängt schief bei der Familie Salander. Die Töchter Setti und Netti haben sich in den Kopf gesetzt, die Zwillinge Isidor und Julian Weidelich zu heiraten. Selbst die Drohung des Vaters die Töchter zu enterben, lässt die beiden aus ihrem Liebeswahn nicht erwachen. Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

Martin Salander merkt, wie rasant sich die Schweiz in seiner Abwesenheit politisch und gesellschaftlich verändert hat. Er liebäugelt mit einer politischen Karriere. Die Töchter Netti und Setti haben ihre Augen auf die Zwillinge Julian und Isidor Weidelich geworfen – zum Missfallen von Mutter Marie. Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

Martin Salander kehrt nach 7 Jahren in Brasilien als wohlhabender Kaufmann zu seiner Familie in die Schweiz zurück. Doch bald erfährt er, dass ihn sein Jugendfreund, der Bankier Louis Wohlwend, fast um sein ganzes Vermögen gebracht hat. Muss Martin erneut die Familie verlassen und nach Brasilien? Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

«Martin Salander» ist die Geschichte einer Familie, die, von mehreren Schicksalsschlägen getroffen, immer wieder aufzustehen vermag. Aber auch ein Sittengemälde der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Jetzt ist Kellers Roman als Hörspiel-Mehrteiler neu zu entdecken. Die Schweiz, Mitte des 19. Jahrhunderts: Martin Salander, ein ausgebildeter Volkslehrer, der erfolgreich als Kaufmann tätig ist, wird von seinem zwielichtigen Jugendfreund Louis Wohlwend um sein Vermögen gebracht. Er beschliesst, nach Brasilien zu reisen, um dort wieder zu Geld zu kommen. Dabei lässt er seine Frau Marie und die drei Kinder Netti, Setti und Arnold in prekären finanziellen Verhältnissen in der Schweiz zurück. Jahre später kehrt Salander als reicher Kaufmann heim zu seiner Familie. Salander stellt bei seiner Rückkehr fest, dass sich seine Heimat nach den vielen Jahren Abwesenheit politisch und gesellschaftlich stark verändert hat, und in ihm erwacht der Wunsch, das politische Geschehen aktiv mitzugestalten. Idealist Martin Salander will sich einsetzen für die Ziele der neuen Verfassung, die mehr Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger vorsieht. Doch die Kehrseite dieser neugewonnenen Freiheiten zeigt sich bald – das Streben nach Wohlstand und Ansehen führt flächendeckend zu Karrierismus, Korruption und Amtsmissbrauch. Diese negativen Entwicklungen bekommt die Familie Salander auch privat zu spüren. Und dann taucht auch noch Martin Salanders Jugendfreund Louis Wohlwend wieder auf und versucht den arglosen Martin ein weiteres Mal zu prellen. Gottfried Keller zeichnet in seinem letzten Buch ein eher düsteres Bild der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der Stadt Münsterburg (Schauplatz des Romans) ist unverkennbar Kellers eigene Heimatstadt Zürich porträtiert. Keller dokumentiert, was passiert, wenn das grosse Geld, die Spekulation und das Privatinteresse in der Gesellschaft überhandnehmen. «Martin Salander» ist ein gesellschaftskritischer und in Teilen auch politscher Roman von bisweilen verblüffender Aktualität. Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller kann die Geschichte rund um die Familie Salander jetzt als SRF-Hörspiel in sechs Teilen neu entdeckt werden.

Es weihnachtet - und es tötelet! Auch beim Fest der Liebe wird gemordet und ermittelt. Und zwar in zwei spannenden und unterhaltsamen Weihnachtskrimis von Fred Vargas und Ed McBain. 01:35: «Die Nacht der Barbaren» von Fred Vargas 28:21: «Stille Nacht» von Ed McBain «Die Nacht der Barbaren» nach der gleichnamigen Kriminalerzählung von Fred Vargas spielt in Paris. Die Cafés geschlossen, die Taxis verschwunden, die Stadt wie ausgestorben. Weit und breit nicht die Spur eines Verbrechens. Es scheint eine ruhige Nachtschicht für Kommissar Adamsberg zu werden. Doch der Spezialist für unsichtbare Spuren traut dem weihnachtlichen Frieden nicht. Und er hat recht: Denn bald taucht eine Leiche auf.

Keine Langeweile unter dem Christbaum! Für den SRF-Krimi-Podcast sind über die Festtage nur die gerissensten Detektive im Einsatz. Mit einem Spürsinn, schärfer als jede Chilischote, und einem Humor, trockener als Weihnachtskekse aus dem letzten Jahr. Hochspannung und Schmunzeln sind garantiert! 01:13 «Ängeli» von Hugo Rendler 27:48 «Ein Skandal im Winter» von Gillian Linscot «Ängeli» von Hugo Rendler Susi ist der klassische Verlierertyp: Schulversagerin, Mobbing-Opfer und sehr, sehr dick. Aber Susi hat Biss. Und Susi bekommt ihre Chance: als Detektiv-Praktikantin in einem Warenhaus zur Adventszeit. Der «Morgengeschichten»-Autor Hugo Rendler hat für SRF einen schaurig-schönen Mundart-Radiokrimi mit Engel und Weihnachtsmann geschrieben.

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus.

Die schriftstellerische Wahrnehmung der Werke von Lukas Furtenagel, Pieter Bruegel d. Ä., Pieter de Hooch, Peter Paul Rubens, Joachim von Sandrart und Hans Holbein dem Jüngeren wurde von Christian Lerch und Philip Scheiner als Hörspiele umgesetzt. Entstanden ist so eine Galerie zeitgenössischer akustischer Erzählkunst.

"six seasons" entstand in Kooperation mit dem KHM Wien.

Ein junger Mann hat als Soldat getötet. Erinnerungsfragmenteund Gedankensplitter aus seiner Kindheit und Jugend, über die Eltern und Geschwister vermischen sich mit den Momentaufnahmen des Geschehens.

Samstagabend in Santa Barbara. Das Schuljahr ist zuende. Die coolste Party des Jahres soll steigen. 11 Leute erzählen von der magischen Nacht, den Stunden davor und danach. 11 Innensichten von jungen Menschen mit unterschiedlichsten Biografien, Hoffnungen, Erwartungen und ein Mega-Event, das mit einem dramatischen Knall endet.

Ein einsames und hartes Leben im ausgehenden 19. Jahrhundert, das neben spärlichen Freuden vor allem Prüfungen bereithält. Richtig glücklich ist Bahnwärter Thiel nur an seinem einsamen Bahnübergang mitten im Wald. Doch gerade dort wird er seinen schwersten Schicksalsschlag erleiden. «Bahnwärter Thiel», die «novellistische Studie» von 1888, gilt als Frühwerk des deutschen Naturalismus und enthält alles, was das spätere Schaffen Hauptmanns ausmachen sollte: Sozialkritische Anklänge stehen neben mythisch-religiösen Betrachtungen und ersten Versuchen einer psychologischen Studie. Der Bahnwärter Thiel, der von Hauptmann als Vornamen nur seine Berufsbezeichnung mitbekommen hat und dessen naturbestimmtes Leben durch den technischen Fortschritt aufgerüttelt wird, kann dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und Ohnmacht angesichts familiärer Probleme nichts entgegensetzen als die Flucht in den Wahnsinn.

Ein Kind muss am Abend allein zu Hause bleiben und hat Angst. Die Eltern reden dem Kind gut zu, denn sie wollen schnell zu einer Betriebsfeier. Aber kaum sind sie weg, da rumort es im Kleiderschrank, ein riesiges Ungeheuer kommt heraus. Eine wilde Jagd über Tisch und Stühle beginnt. Der Kühlschrank spuckt alle Eiswürfel aus, und langsam wird die ganze Wohnung geflutet. Die Angst verliert sich im Spiel, aus dem schrecklichen Ungeheuer wird ein witziges Mitgeheuer. Schöner kann ein Samstagabend nicht sein. Nur die Eltern sind irritiert, als sie spät in der Nacht nach Hause kommen...

Killer in Weihnachtsmannkostümen, Verfolgungsjagden auf Schlitten, explodierende gebrannte Mandeln und tödliche Lichterketten! All das präsentiert Kai Magnus Sting in seinem skurrilen Live-Hörspiel.

Die Hauptfiguren des schrägen kriminalistischen Adventskalenders mit 24 Toten sind natürlich wieder die beiden rüstigen Rentner und Hobby-Ermittler Alfons Friedrichsberg und Jupp Straaten. Die Studio-Version dieses Hörspiels wurde mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Bei der einmaligen Live-Aufführung der Kriminal-Groteske am 3. Dezember 2018 im Ebertbad in Oberhausen kam ein hochkarätiges Ensemble zusammen: Jochen Malmsheimer, Cathlen Gawlich, Henning Venske, Jochen Busse und natürlich Kai Magnus Sting selbst. Für den komödiantischen Live-Soundtrack sorgten Uwe Rössler und Markus Paßlick.

Aufnahme am 3. Dezember 2018 im Ebertbad in Oberhausen

Eine Stimme aus der Vergangenheit holt Lusine ein. Zufällig hört sie im Radio eine historische Aufnahme aus dem ersten Weltkrieg. Diese Stimme ist ihr merkwürdig vertraut. Wer ist es, der da spricht? Die Suche nach der Antwort wirft die junge Frau auf ihre Familiengeschichte zurück. Und auf ein großes Schweigen, das auf ihr lastet.
Denn Lusine ist Teil der armenischen Diaspora, die, seit dem Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren, über die ganze Welt verstreut lebt. So wird die Suche nach der Stimme zu einer Suche nach der Erinnerung bringt zahlreiche andere hervor. Denn über den Zeitraum eines Jahrhunderts und das beharrliche Verschweigen hinweg sind die Erinnerungen und Einzelschicksale nur bruchstückhaft zu rekonstruieren.

Einsam und abgeschieden lebt Effi in ihrer Berliner Wohnung. Der Besuch ihrer Tochter, den sie mühsam erwirkt hat, wird zur großen Enttäuschung. Auf Bitten Dr. Rummschüttels nehmen ihre Eltern Effi wieder auf. Doch sie erholt sich nicht mehr. Ihr Gesundheitszustand verschlimmert sich zusehends.

Effi ahnt nichts. Bis ein Brief ihrer Eltern eintrifft und sie über Crampas Tod und die anstehende Scheidung informiert. Da Effi Schuld auf sich geladen habe, blieben ihr fortan nicht nur Instettens Haus, sondern auch ihr Elternhaus verschlossen. Auch ihr Kind dürfe sie nicht wiedersehen.

Instetten liest die Briefe, die Major von Crampas an Effi geschrieben hatte und zieht seinen Freund, den Ministerialrath Wüllersdorf, ins Vertrauen. Wüllersdorf gelingt es nicht, Instetten umzustimmen: das Duell findet zwei Tage später am Strand von Kessin statt. Crampas stirbt.

Zurück in Berlin wirkt Effi schwermütig. Doktor Rumschüttel schickt sie zur Kur nach Bad Ems. Instetten bleibt mit Tochter Annie zu Hause. Als sich das Kind bei einem Sturz verletzt, findet Instetten auf der Suche nach Verbandsmaterial ein Päckchen Briefe in Effis Nähtisch.

In Berlin begibt sich Effi auf Wohnungssuche und wird schnell fündig. Endlich trifft auch Instetten ein. Sie genießen ihr neues Leben und brechen schließlich in die Sommerfrische nach Saßnitz auf. Aber warum muss das Nachbardorf ausgerechnet „Crampas“ heißen? Die Vergangenheit lässt Effi nicht los.

Effi hat kaum noch Lust, sich in das Kessiner Leben zu fügen. Die Affäre mit Crampas belastet sie, und die öden Besuche bei den besseren Familien sind ihr ein Graus. Da wird Instetten zum Ministerialrat in Berlin berufen. Der anstehende Umzug beflügelt Effi. Sie schreibt einen Abschiedsbrief an Crampas.

Crampas und Instetten verstehen sich gut. Man reitet zusammen aus. Bald brechen Effi und Crampas allein mit ihren Pferden auf. Die Weihnachtstage verbringt man mit allerlei Empfängen und einer Schlittenpartie. Als Crampas und Effi im selben Schlitten landen, weiß Crampas den Moment zu nutzen ...

Der Winter in Kessin ist zum Sterben langweilig! Instetten erweist sich als redlicher Ehemann, ein Liebhaber aber ist er nicht. Am liebsten verbringt er die Zeit in seinem Arbeitszimmer. Im Juli bekommt Effi ein Kind: Annie. Noch einen Neuzugang gibt es in Kessin: Major Crampas mit Frau.

Ein merkwürdig schleppendes Geräusch hat Effi in der ersten Nacht nicht schlafen lassen. Instetten kümmern solche Dinge nicht. Überhaupt hat er als Landrat wenig Zeit. Effi bleibt sich selbst überlassen und ist froh, dass ihr Apotheker Gieshübler seinen Antrittsbesuch macht.

as Hochzeitsfest war schön und standesgemäß. Doch ganz sicher ist sich Vater Briest nicht über die Aussichten dieser Ehe. Derweil fahren Effi und Instetten auf Hochzeitsreise nach Venedig. Als sie schließlich in Kessin ankommen, sieht Effi zum ersten Mal ihr neues Zuhause.

Effi wird heiraten. Um die Aussteuer zu komplettieren, fährt sie mit Mutter und Vetter Briest nach Berlin. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, kommen Effi jedoch bange Gedanken. Ist heiraten wirklich das Richtige für sie? Und dieser Instetten – liebt sie ihn wirklich? Noch wäre Zeit ...

Unbeschwert lebt die siebzehnjährige Effi in ihrem Elternhaus in Hohen-Cremmen. Das Leben könnte ewig so weitergehen. Doch ein gewisser Geert von Instetten, Landrat und mehr als doppelt so alt wie sie, hat seinen Besuch angemeldet und hält um ihre Hand an.

"Die 14. Provinz liegt in der Welt." - Da ist eine nächtliche Kneipe am Hackeschen Markt in Berlin, ein Karaoke-Wettbewerb im fernen China, eine Vergewaltigung auf dem Balkan, das reiche Haus eines weißen Mannes in Amerika, der Tschetschenienkrieg, in den russische Mütter ziehen, ihre Söhne zurückzuholen, und eben jene 14. Provinz der Exil-Chilenen, die im Spiel einer national bunt gemischten Theatergruppe plötzlich ebenso traumhaft wie gefährdet entsteht. Wie Traum- und Alptraumsequenzen reihen sich die unterschiedlichen Szenerien aneinander. Erwachsen aus dem Druck der Realität werden sie zu einer "Probe des Anderen" , sie probieren - den möglichen blutigen Ausgang einbegriffen - ein anderes Da-Sein in einer Zeit, in der "Staaten keine Hoffnungen sind".

Tom und Martha sitzen in ihrer Waldhütte und freuen sich auf gemütliche Weihnachtstage. Da klopft ein Rentier an die Tür, der Weihnachtsmann liege verletzt im Wald. So kommt es, dass Tom das Päckchenverteilen in der grossen Stadt übernimmt. Dabei stösst er auf professionelle Weihnachtsmänner, die sich über die scheinbare Konkurrenz gar nicht freuen. Aber Tom bekommt Unterstützung! Der neunjährige Paul hilft Tom aus der Patsche.

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus.

Die schriftstellerische Wahrnehmung der Werke von Lukas Furtenagel, Pieter Bruegel d. Ä., Pieter de Hooch, Peter Paul Rubens, Joachim von Sandrart und Hans Holbein dem Jüngeren wurde von Christian Lerch und Philip Scheiner als Hörspiele umgesetzt. Entstanden ist so eine Galerie zeitgenössischer akustischer Erzählkunst.

"six seasons" entstand in Kooperation mit dem KHM Wien.

Mobbing bis zur vernichtenden Erniedrigung des Mitschülers oder Verrat an der Gruppe: vor dieser Alternative steht der Internatsschüler Törless im 3. Teil des Hörspiels.

Wenn der Schaum abklingt, in Teile zerlegen. Vorheizen. Pellen, kurz schwenken und bestäuben. Waschen, putzen. Leicht überlappend auslegen: Die Klangkünstlerin Hanna Hartman komponiert mit Sounds der Haute Cuisine.

Flambieren? Braten? Garen? Die festlichste aller Speisen muss äußerst sorgfältig zubereitet werden, denn bei dem seltenen Wildvogel besteht Entflammungsgefahr! Der Philosoph und Kulturtheoretiker Allen S. Weiss hat das beste Rezept für Phönixbraten.

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus.

Die schriftstellerische Wahrnehmung der Werke von Lukas Furtenagel, Pieter Bruegel d. Ä., Pieter de Hooch, Peter Paul Rubens, Joachim von Sandrart und Hans Holbein dem Jüngeren wurde von Christian Lerch und Philip Scheiner als Hörspiele umgesetzt. Entstanden ist so eine Galerie zeitgenössischer akustischer Erzählkunst.

"six seasons" entstand in Kooperation mit dem KHM Wien.

Eines Nachts wacht der elfjährige Daniel Sempere, Sohn eines Buchhändlers, schreiend auf. Er kann sich an das Gesicht seiner toten Mutter nicht mehr erinnern. Sein Vater nimmt ihn bei der Hand und führt ihn zum 'Friedhof der vergessenen Bücher', in das Antiquariat seines Freundes Isaak. Und damit nimmt eine fulminante erzählerische Polyphonie ihren Anfang, die durch die düsteren Zeiten der Ära des spanischen Diktators Franco und ein gespenstisch schimmerndes Barcelona der Fünfzigerjahre führt.

Eines Nachts wacht der elfjährige Daniel Sempere, Sohn eines Buchhändlers, schreiend auf. Er kann sich an das Gesicht seiner toten Mutter nicht mehr erinnern. Sein Vater nimmt ihn bei der Hand und führt ihn zum 'Friedhof der vergessenen Bücher', in das Antiquariat seines Freundes Isaak. Und damit nimmt eine fulminante erzählerische Polyphonie ihren Anfang, die durch die düsteren Zeiten der Ära des spanischen Diktators Franco und ein gespenstisch schimmerndes Barcelona der Fünfzigerjahre führt.

Eines Nachts wacht der elfjährige Daniel Sempere, Sohn eines Buchhändlers, schreiend auf. Er kann sich an das Gesicht seiner toten Mutter nicht mehr erinnern. Sein Vater nimmt ihn bei der Hand und führt ihn zum 'Friedhof der vergessenen Bücher', in das Antiquariat seines Freundes Isaak. Und damit nimmt eine fulminante erzählerische Polyphonie ihren Anfang, die durch die düsteren Zeiten der Ära des spanischen Diktators Franco und ein gespenstisch schimmerndes Barcelona der Fünfzigerjahre führt.

Eines Nachts wacht der elfjährige Daniel Sempere, Sohn eines Buchhändlers, schreiend auf. Er kann sich an das Gesicht seiner toten Mutter nicht mehr erinnern. Sein Vater nimmt ihn bei der Hand und führt ihn zum 'Friedhof der vergessenen Bücher', in das Antiquariat seines Freundes Isaak. Und damit nimmt eine fulminante erzählerische Polyphonie ihren Anfang, die durch die düsteren Zeiten der Ära des spanischen Diktators Franco und ein gespenstisch schimmerndes Barcelona der Fünfzigerjahre führt.

Moritz Wank ist Ende 30, ein Kunstmaler, der nicht mehr malt, und überhaupt in der permanenten Krise steckt. Wie soll er leben, wenn alles sich ihm entzieht? Sich keine «Realität» mehr festhalten lässt? Das einzige, das Wank einleuchtet, ist seine Liebe zu Judith, seiner jüngeren Lebensgefährtin. Sie bewältigt Beruf und Alltag fast spielerisch und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Aber dann, der Grillrausch der enthemmten Nachbarn ist verraucht, der heiße Sommer mitten im Kalten Krieg am Ende, deutet sich ein Unglück an. Wank, dem alles so fremd und fern ist wie seine Zehennägel, sieht es nicht. Und es trifft ihn mit ungeheurer Wucht.

Papa hat eingesehen, dass Gretas Aktivitäten bei "Fridays for Future" wichtiger sind, als ein paar versäumte Schulstunden. Zumal sie da ja jetzt ganz groß rauskommt. Doch da sagt Greta, dass sie von nun an freitags wieder in die Schule gehen möchte...

Kevins Vater hätte am liebsten wieder die Todesstrafe zurück. In einem liberalen Land, hält Papa dagegen, werden Verbrecher nicht getötet. Sie werden durch Strafe erzogen. Da erzählt Greta Papa von dem Dealer, der auf dem Spielplatz neben der Schule Drogen verkauft...

Papa muss ganz dringend ins Bad. Was macht Greta da drin nur so lange? Als sie endlich rauskommt, vergisst Papa allerdings sogar seine dringendsten Bedürfnisse.

Kevins Vater hat einen Paketboten beschimpft, weil er nicht rechtzeitig seine Lieferung bekommen hat. Unmöglich, sagt Papa, dieser Mensch hat keine Skrupel, auf Schwächere loszugehen. Aber da klingelt es an der Tür: es ist ein Paketbote.

Ins Wohnzimmer hat sich eine Hornisse verirrt. Greta wird leicht hysterisch. Wie gut, dass Papa sie gekonnt nach draußen schleust. Oder war da etwa noch eine zweite Hornisse im Raum?

Papa ist enttäuscht. Gretas Notendurchschnitt auf dem Zeugnis liegt nur bei 1.9. Damit kann sie jedenfalls später nicht Medizin studieren – oder andere Top-Studienfächer. Was hat eigentlich Papa studiert? Und was hat sein Vater damals dazu gesagt?

Kevins Vater will seinem Sohn verbieten, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Papa hingegen ist stolz auf Gretas Engagement in dieser Sache. Als er allerdings ihre Schul-Abwesenheiten wegen Fridays for Future unterschreiben soll, kommt er auf einmal ins Grübeln.

In einer Familie braucht jeder seinen Freiraum. Mama z.B. kann sich ruhig im Spielstraßenkomitee engagieren. Doch da erfährt Papa, dass der bekannte Schauspieler Till Sprecher der neue Chef des Komitees ist. Er hat Mama sogar persönlich angerufen...

Papa macht eine 30-Tage-Fitness Challenge. Und lässt sich Pakete mit Anti-Aging-Produkten nach Hause schicken. Ab einem gewissen Alter muss man eben was für sich tun, sagt Papa. Greta hat da allerdings einen ganz anderen Verdacht.

Hat Papa überhaupt schon mal das Dschungelcamp gesehen? Greta findet, das ist eine Bildungslücke und schaltet den Fernseher an. Als Giselle allerdings durch einen Tunnel voller Maden und Kakerlaken kriechen muss, platzt Papa der Kragen.

Kevins Vater sagt, alle Männer sind im Grunde ihres Herzens Jäger. Das sagt er doch nur, um einen Freibrief für seine erotischen Eskapaden zu haben, sagt Papa. Aber wie sieht es denn eigentlich mit den Eskapaden von Papa aus?

Kevins Vater sagt, die Araber hat er alle gefressen. Unmöglich solche Sprüche, findet Papa. Es gibt doch so viele Beispiele für gelungene Integration. Stimmt, sagt Greta. Elias zum Beispiel, der junge gutaussehende Aushilfslehrer in Mama´s Volunteerprogramm.

Kevins Vater sagt, der Trump ist ein Macher und kein Debattierer und Weichei. Papa ist empört. Da kommen aus dem Radio die neuesten Katastrophen-Meldungen vom BER-Flughafen. Wie konnte das alles nur passieren? Weil die deutschen Politiker vielleicht lauter Debattierer und Weicheier sind?

Kevins Vater hat was gegen Schwule. Papa etwa auch? Natürlich nicht, sagt Papa, was sollte ich gegen Schwule haben? Da hat Greta eine Neuigkeit für ihn, die seine Überzeugungen auf eine harte Belastungsprobe stellt.

Papa findet es gut, das weibliche Geschlecht in der Sprache möglichst immer mit zu berücksichtigen. Was er nicht weiß: Greta ist inzwischen Expertin in gendergerechtem Sprechen. Was sie da sagt, klingt in Papas Ohren allerdings etwas wundersam.

Greta will Kevin bei den Breakdance-Weltmeisterschaften in Braunschweig als Cheerleaderin unterstützen. Denn darum geht es doch: Unterstützung in der Liebe! Papa traut seinen Ohren nicht: Hat Greta LIEBE gesagt?

Kevins Vater macht sich dauernd über das Aussehen der Politiker lustig. Einen Menschen nur nach seinen Äußerlichkeiten zu beurteilen ist ziemlich billig, findet Papa. Doch da kriegt Greta Besuch von ihrem neuen Kumpel Vladi...

Die Verkehrswende kommt, sagt Papa. Auch wenn Kevins Vater als Autoverkäufer das nicht wahrhaben will. Als Papa seine Tochter mit dem Auto an der Schule absetzt, gerät sein Weltbild allerdings gehörig ins Schwanken.

Greta will Kevin bei den Breakdance-Weltmeisterschaften in Braunschweig als Cheerleaderin unterstützen. Denn darum geht es doch: Unterstützung in der Liebe! Papa traut seinen Ohren nicht: Hat Greta LIEBE gesagt?

Kunst ist ein hohes Gut, postuliert Papa. Gerade weil Leute wie Kevins Vater am liebsten alles, was sie nicht verstehen, verbieten möchten. Aber was ist denn das für eine Musik, die Greta da neuerdings in ihrem Zimmer hört?

Nach dem großen Erfolg des Remakes der Kulthörspiel-Serie "Papa, Charlie hat gesagt …" dürfen sich Fans nun auf die 3. Staffel der Radio-Comedy mit Bastian Pastewka und Mia Carla Oehring freuen. Fast jede der Geschichten beginnt mit dem Satz "Papa, Kevin hat gesagt …" von Tochter Greta. Ob es nun um Donald Trump, Hip Hop oder Feminismus geht – Kevins einfache Weltsicht bringt Gretas toleranten Vater in kürzester Zeit auf die Palme. Vor allem, weil er immer wieder erkennen muss, dass seine vermeintliche Weltoffenheit bei konsequentem töchterlichem Nachfragen ziemlich ins Wanken gerät.... Demnächst kommt Greta aufs Gymnasium. Papa freut sich schon, dass dann endlich Schluss ist mit den Kevin-Sprüchen. Weil Kevin ja bekanntlich wegen seiner Noten nicht auch aufs Gymnasium gehen kann. Doch da hat Greta eine überraschende Neuigkeit für ihn.

Gewiss, seine guten Jahre liegen hinter ihm. Statt Marketingstrategien zu entwickeln und Werbeslogans zu ersinnen, darf sich Friedrich Thomas mal gerade noch im Archiv der Firma, Kellergeschoss, sein Gnadenbrot verdienen. Deshalb freut er sich natürlich, als ihm Herr Dr. Dallwitz ein wichtiges Telefonat anvertraut, und wundert sich auch ein bisschen über die - ein wenig seltsame - Nummer, die er in die Hand gedrückt bekommt. Als sich allerdings anstelle der Sekretärin von Direktor Müller-Zumsee eine Dame namens Esmeralda meldet, ihm wiederholt versichert, "schon ganz heiß" zu sein und hartnäckig darauf besteht, ihm jeden Wunsch zu erfüllen, wundert er sich doch. Und nicht schlecht! Denn was er da zu hören kriegt, bringt selbst seine sonst arg zusammengedrückte Phantasie zum Erblühen. Ja, je länger sie sich in derart unerlaubte (leider nachweislich wenig kostengünstige) Privatgespräche verstricken lässt, je mehr wirkt die ganze staubgraue Altlast von nachgerade jugendlichem Leichtsinn erfüllt ... Soll ihn dieser Herr Dr. Dallwitz doch auf die Straße setzen! Sein Aufnahmegerät, das er, gebranntes Kind, das er ist, bei jedem Gespräch mitlaufen lässt, liefert er ihm deswegen noch lange nicht aus. Auch wenn es diesmal, versehentlich, ein Gespräch des Herrn Dr. Dallwitz mitgeschnitten hat. Ein - Privatgespräch.

Eifersucht kommt vor dem Fall.

Meiringen im Berner Oberland ist schon 1891 ein umtriebiger Ort. Die beschaulichen Bergchalets werden von Touristen ebenso belagert wie die naturschönen Reichenbachfälle. In der schweizerischen Idylle herrscht bunter Kosmopolitismus– und selbst Sherlock Holmes wird für einen internationalen Hirnforscher-Kongress erwartet. H. P. Anliker, berühmter Kommissär der Zürcher Polizei, würde um das Touri-Dorf lieber einen Bogen machen, doch seine Schwester Alva – Pionierin im Umgang mit dem eben erst erfundenen Phonographen – hat dort eine Präsentation mit ihren Tonaufnahmen. Aber als Anliker Meiringen erreicht, ist Alva verschwunden und eine Reihe von grausigen Morden erschüttert die Idylle.

Der erste Radio-Tatort aus der Schweiz geht in der Zeit zurück – und legt von dort aus Spuren, die bis weit in die Zukunft reichen. Denn in der Meiringer Trilogie steht nicht so sehr ein einzelnes Delikt im Mittelpunkt, sondern der ewige Kampf zwischen dem Verbrechen – und dessen Verhinderung.

Ein märchenhaftes Feel-Good-Stück Luise berichtet von ihrem Dorf. Hier im Westerwald leben skurrile, gutmütige, hilfsbereite Menschen, die den Alltag zu etwas Besonderem und das Besondere zu etwas Zauberhaftem machen. Alles und alle hängen hier auf wundersame Weise zusammen. Im Zentrum steht Luises Großmutter Selma, die den Tod voraussehen kann, beziehungsweise vorausträumen. Sobald in ihrem Traum ein Okapi erscheint, wird im Laufe des nächsten Tages ein Dörfler sterben. Unklar ist, wen es treffen wird. Nach Selmas jüngstem Okapi-Traum herrscht Aufregung im Dorf. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Hörspiel, das auf Grundlage ihres Bestsellers entstanden ist: Ein Stück über Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan. Teil 4 Zwischen dem Leben im Dorf, der Arbeit in der Kreisstadt und der Liebe in Japan muss Luise anfangen zu sagen - und zu tun! - was sie wirklich will. Download beim WDR ab 9. Dezember 2019, CD beim DAV ab 24. Januar 2020

Ein märchenhaftes Feel-Good-Stück Luise berichtet von ihrem Dorf. Hier im Westerwald leben skurrile, gutmütige, hilfsbereite Menschen, die den Alltag zu etwas Besonderem und das Besondere zu etwas Zauberhaftem machen. Alles und alle hängen hier auf wundersame Weise zusammen. Im Zentrum steht Luises Großmutter Selma, die den Tod voraussehen kann, beziehungsweise vorausträumen. Sobald in ihrem Traum ein Okapi erscheint, wird im Laufe des nächsten Tages ein Dörfler sterben. Unklar ist, wen es treffen wird. Nach Selmas jüngstem Okapi-Traum herrscht Aufregung im Dorf. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Hörspiel, das auf Grundlage ihres Bestsellers entstanden ist: Ein Stück über Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan. Teil 3 Auf der Suche nach dem verschwundenen Hund Alaska taucht sie auf: Luises große Liebe. Download beim WDR ab 9. Dezember 2019, CD beim DAV ab 24. Januar 2020

Ein märchenhaftes Feel-Good-Stück Luise berichtet von ihrem Dorf. Hier im Westerwald leben skurrile, gutmütige, hilfsbereite Menschen, die den Alltag zu etwas Besonderem und das Besondere zu etwas Zauberhaftem machen. Alles und alle hängen hier auf wundersame Weise zusammen. Im Zentrum steht Luises Großmutter Selma, die den Tod voraussehen kann, beziehungsweise vorausträumen. Sobald in ihrem Traum ein Okapi erscheint, wird im Laufe des nächsten Tages ein Dörfler sterben. Unklar ist, wen es treffen wird. Nach Selmas jüngstem Okapi-Traum herrscht Aufregung im Dorf. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Hörspiel, das auf Grundlage ihres Bestsellers entstanden ist: Ein Stück über Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan. Teil 2 Die eigentlich unabergläubischen Dörfler wollen nach Selmas Okapi-Traum alles tun, um den womöglichen Tod von sich abzulenken. Download beim WDR ab 9. Dezember 2019, CD beim DAV ab 24. Januar 2020

Ein märchenhaftes Feel-Good-Stück Luise berichtet von ihrem Dorf. Hier im Westerwald leben skurrile, gutmütige, hilfsbereite Menschen, die den Alltag zu etwas Besonderem und das Besondere zu etwas Zauberhaftem machen. Alles und alle hängen hier auf wundersame Weise zusammen. Im Zentrum steht Luises Großmutter Selma, die den Tod voraussehen kann, beziehungsweise vorausträumen. Sobald in ihrem Traum ein Okapi erscheint, wird im Laufe des nächsten Tages ein Dörfler sterben. Unklar ist, wen es treffen wird. Nach Selmas jüngstem Okapi-Traum herrscht Aufregung im Dorf. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Hörspiel, das auf Grundlage ihres Bestsellers entstanden ist: Ein Stück über Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan. Teil 1 Luise berichtet von ihrem Dorf. Hier im Westerwald leben skurrile, gutmütige, hilfsbereite Menschen, die den Alltag zu etwas Besonderem und das Besondere zu etwas Zauberhaftem machen. Download beim WDR ab 9. Dezember 2019, CD beim DAV ab 24. Januar 2020

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus.

In "5976" stellt Hanno Millesi zwei Frauen in einen nur scheinbar durchlässigen Transitraum zwischen Ankommen und Fremdsein.

Alles, was er dachte, fühlte und erlebt, schrieb der Bremer Kaufmannssohn und Jurist Ferdinand Beneke, gesprochen von Matthias Brandt, bis zu seinem Todesjahr 1848 auf. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen.

Frank Castorf, der legendäre Theaterregisseur und Intendant der Volksbühne Berlin, ist laut offizieller Nachrichtenmeldung tot. Der investigative Reporter des Süd-Ost Rundfunk Deutschland Peter L., traut dem Braten nicht. Ist Castorf doch noch am Leben?

„Der Mensch ist kein Beilagenesser.“ Wie es ist, in Harburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Sein Kultroman als Hörspiel. WDR/NDR 2005. ndr.de/radiokunst

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus. "Im Winter" von Magda Woitzuck begleitet Jagd und Heimkehr in einer unheimlich anmutenden Schneelandschaft

In den 1990ern zieht der amerikanische Jazztrompeter Paul Brody nach Berlin. Trotz jüdischer Eltern versteht er sich selbst nicht als Jude. Erst die Klezmer-Musik bringt ihn dazu, sich mit seiner Familiengeschichte zu beschäftigen.

Deutscher Kinderhörspielpreis 2019 Daniel ist 11, ein bisschen verliebt und gerne auf der Skateboard-Rampe, auch wenn er dort von den Älteren schikaniert wird. Er führt also ein ganz normales Leben – bis er den gleichaltrigen Hayat kennenlernt.

Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien haben sich sechs Hörspielautorinnen und -autoren inspirieren lassen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Jahreszeiten, in Pieter Bruegels Epoche sechs an der Zahl, drückt sich in der Vielfalt dieser auch als Podcast angebotenen Hörspiele aus. Ida Schöns Hörspiel "Narziss" zeigt zwei Menschen, die sich selbst und einander zur Liebe verdammt haben.

Konkurrent, Untergebener, Vorbild, Beschützer - die Machtverhältnisse zwischen vier jungen Menschen in der Provinz sind in ständigem Wandel. Eines aber eint sie: Sie wollen eine gute Zukunft. Und das sofort.

Crossing Map ist ein visionäres, oratorisches und teils autobiografisches Sprach-Kunstwerk, entstanden in den Jahren 1967 bis 1974. Liliane Lijn wurde 1939 in New York geboren. Ihre Kindheit verbringt sie im vitalen Umfeld von sechs Sprachen. Diese Vielstimmigkeit begleitet sie auch während ihrer Aufenthalte in Europa. Im Kontakt mit André Breton, William Burroughs, Takis oder Caresse Crosby entwickelt sie ihren Stil. Entscheidend für Lijns Arbeiten ist die Verbindung zwischen Kunst und Physik. Mit ihren technisch forcierten Arbeiten, Licht- und Bewegungsskulpturen, wird sie eine frühe Vertreterin von Computerkunst. Die zweisprachige Hörspieladaption entstand in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin.

Ich muss hier mal Ordnung machen. Habe das bei den anderen gesehen. Diese Struktur, diese Ästhetik. Dann geht ja alles viel leichter, wenn es übersichtlich ist. Wenn es übersichtlich ist, dann übersieht man die Dinge endlich. Wie schreibt man einen guten Text, wenn man sehr privilegiert ist, aber der Flow sich trotzdem nicht einstellt? Man kann Figuren erschaffen, die die Arbeit der Autorin übernehmen. Manchmal aber sind die Figuren nicht ganz ausgreift oder kaputt, dann verstehen sie nichts. Und dann gibt es ein Problem.

Peter Larsen ist Kriegsreporter, Social-Media-Profi und: ein begnadeter Fälscher. Als sein jahrelanger Betrug aufzufliegen droht, setzt er sich nach Beirut ab, wo ihn eine böse Überraschung erwartet.

Peter Larsen ist Kriegsreporter und Social-Media-Profi. Was tausende Follower nicht wissen: Alles ist Fake. Der syrische Bürgerkrieg, die Interviews und Frontberichte: im Hobbykeller nachgestellt, aus dem Internet zusammengebastelt.

Cleopatra, der Mops der fiesen Lady Blake, ist verschwunden! Und als wäre das nicht schon schlimm genug, behauptet Lady Blake, Fabis Mutter habe den Hund vergiftet und dann irgendwo vergraben. Ein klarer Fall für unser «Team F.L.S.»! Der gute Ruf des Hotels «Saanenhof» steht auf dem Spiel. Die ersten Gäste sind bereits abgereist. Aber Fabi ist sicher: Cleo lebt. Und das wäre der Beweis, dass ihre Mutter unschuldig ist. Also ab auf Hundesuche. Doch weshalb hat Cleo Luxemburgerli gegessen? Und steckt Grandma Miller wirklich mit Lady Blake unter einer Decke? Fabi, Luiz und die smarte Sandy Handy müssen ganz schön hartnäckig an die Arbeit, um diesen kniffligen Fall zu lösen - und das so kurz vor Weihnachten.

Andi Meisfeld soll zusammen mit Aleksa während einer winterlichen Ausstellung auf ein wertvolles Gemälde aufpassen. Während der Vernissage kommt es jedoch zu einer Panik unter den Gästen, ausgelöst durch plötzlich auftauchende Gerüche, die den Ameisen gefährliche Unwetter signalisieren. Diese bleiben allerdings aus, jedoch – das wertvolle Bild ist verschwunden. Was steckt hinter diesem Coup? Downloadmöglichkeit bis 26. Dezember 2019!

Ein sardisches Dorf in den 1950er-Jahren. Maria beobachtet regelmäßig, wie sich ihre Ziehmutter nachts aus dem Haus schleicht. Das Geheimnis, das hinter den nächtlichen Ausflügen steckt, bringt das Mädchen in Schwierigkeiten.

Viviane ist in den Wald geflohen. Mit anderen Rebellen versucht sie hier, der Überwachung und tödlichen Ausbeutung zu entgehen. Sie hat Angst, ihr ist kalt. Sie spricht in ein Aufnahmegerät, denn sie beginnt zu verstehen. In Marie Darieussecqs Dystopie ist vom Wald nicht mehr viel übrig geblieben. Aber immerhin noch mehr als von den Menschenrechten und genug, um einigen Systemflüchtigen ein provisorisches Obdach zu bieten. Das, wovor sie geflohen sind ist allgegenwärtige Kontrolle, Gleichschaltung und Krankheit. Sie haben ihre "Hälften" befreit, ihre Klone, die als Organ-Ersatzteillager für sie gehalten wurden. Spät erkennt Viviane, dass die Ausschlachtung der "Hälften" viel umfassender ist, als sie geahnt hat. Und dass ihre Position in dieser Hierarchie eine erschreckend andere ist, als ihr immer gesagt wurde.

Es ist die Minute nach der Katastrophe. Nach dem Blutbad in einer Villa in L. A. am 9. August 1969, bei dem neben vier anderen auch die hochschwangere Star-Schauspielerin Sharon Tate geschlachtet wurde. Drahtzieher dieser und auch anderer Morde war Charles Manson. Genau jener Mann, dessen Hippie-Kommune der alte George Spahn im April 68 auf seiner Ranch Asyl gewährte. Angestrengt kramt der blinde George in den Archiven seiner Erinnerung: Hat er was übersehen? Die Mansons Girls waren entzückend, hilfsbereit, flippig, und auch er: Er war doch kein Monster!! Ein Beatnik, der Profi-Musiker werden wollte. Wie oft haben sie zusammen geklampft, ein paar Songs komponiert. Wie war er selbst euphorisch, endlich wieder frischen Wind in seine staubige Bude zu kriegen. Die Ranch war zu dem Zeitpunkt ja schon ganz schön abgewrackt. Die einstige Western-Kulisse nur mehr verödeter Ort mit ein paar Rest-Cowboys.

Vierzig Jahre waren die beiden Schriftsteller Joan Didion und John Gregory Dunne verheiratet, als Dunne am Abend des 30. Dezember 2003 – beim Abendessen, im Gespräch – einen Herzinfarkt erlitt und starb. "Das Jahr magischen Denkens" erzählt von dieser Ehe, von der eigenen Welt zweier kreativer Menschen, die einander im Leben und in der Arbeit alles waren. Es erzählt von der schweren Krankheit der einzigen Tochter Quintana, die zu dem Zeitpunkt, als ihr Vater starb, auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses um ihr Leben kämpfte.

Indem sie darüber schreibt, versucht Joan Didion, dem Geschehen einen Sinn abzugewinnen, es einzuordnen in Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, von Ordnung und Zweck. Als sie an sich selbst feststellt, dass sie sich von der insgeheimen Hoffnung auf die Rückkehr ihres Mannes nicht zu lösen vermag, stellt sie ihre Regression zum "magischen Denken" unter Beobachtung. Satz für Satz arbeitet sie an der Rückgewinnung der Kontrolle. So lotet ihr Bericht die Grenzen der Klugheit aus, er ist ein Aufbegehren des Verstandes gegen die existentielle Unvernunft des Todes und eine brillante und bewegende Studie der Trauer.

Über den Wolken kann die Fiesheit wohl grenzenlos sein.

Ein Reporter im Bann der Neuen Rechten Jan Brock ist freier Reporter. Sein Prinzip: Was es gibt, darüber muss man schreiben. Nun muss er über die Neue Rechte schreiben. Denn er ist auf die schwülstigen Texte Storm Linnés gestoßen. Die Gedichte des rechten Poeten widern Brock ebenso an wie sie ihn faszinieren. Er macht sich auf in den Spessart. Auf Burg Zornfried will er mehr über Linné und andere völkische Vordenker recherchieren. Doch zwischen Schaumwein, weihevollen Tafelrunden und Exkursen über die Hierarchien des artenreinen deutschen Waldes verwischen sie zunehmend: die Grenzen zwischen teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme.

Der Autor und Journalist Jörg-Uwe Albig nimmt in seiner Satire die neurechten Bewegungen unserer Gegenwart in den Fokus – und die Medien, die deren Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten.

Ein Reporter im Bann der Neuen Rechten Jan Brock ist freier Reporter. Sein Prinzip: Was es gibt, darüber muss man schreiben. Nun muss er über die Neue Rechte schreiben. Denn er ist auf die schwülstigen Texte Storm Linnés gestoßen. Die Gedichte des rechten Poeten widern Brock ebenso an wie sie ihn faszinieren. Er macht sich auf in den Spessart. Auf Burg Zornfried will er mehr über Linné und andere völkische Vordenker recherchieren. Doch zwischen Schaumwein, weihevollen Tafelrunden und Exkursen über die Hierarchien des artenreinen deutschen Waldes verwischen sie zunehmend: die Grenzen zwischen teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme.

Der Autor und Journalist Jörg-Uwe Albig nimmt in seiner Satire die neurechten Bewegungen unserer Gegenwart in den Fokus – und die Medien, die deren Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten.

71 Schafe wollen zusammen Fußball spielen. Das gibt ein wolliges Durcheinander!

Ohne sie würde im ÖV nichts laufen: Postauto-Chauffeure bedienen zuverlässig noch die hinterletzte Haltestelle. Auch im grössten Verkehrsgewühl behalten sie die Übersicht und bringen ihre Fahrgäste sicher ans Ziel. Aber es gibt Tage, da reicht es selbst dem ruhigsten Steuermann. Und er greift durch.

ÖV-Dienstleister wie Bus-Chauffeure oder Kondukteure werden zunehmend Opfer von Pöbeleien und Provokationen. Und manchmal sogar von physischer Gewalt. Renitente, betrunkene, gewaltbereite Fahrgäste sind auch in der Schweiz keine Ausnahme mehr. Zwar wird das Personal regelmässig in Anti-Aggressionskursen auf den Ernstfall vorbereitet, aber letztlich müssen die Betroffenen selber schauen, wie sie mit den Angriffen und ihren Folgen fertig werden.

In einem ebenso authentischen wie präzis gebauten Monolog hat der Hörspiel-Autor Hugo Rendler festgehalten, wie es passieren kann, dass ein Busfahrer an seine Grenze kommt. Denn ein durchgetaktetes Leben nach Fahrplan, das geht immer nur bis zu einem gewissen Punkt. Danach beginnt eine neue Zeitrechnung. Oder eine Fahrt ins Blaue. Allerdings nur, wenn auch das Herz mitmacht. Der Schaffhauser Dramatiker Andri Beyeler hat die ursprünglich in der südbadischen Grenzregion angesiedelte Vorlage für SRF in Mundart übersetzt und auf schweizerische Verhältnisse adaptiert. Die Produktion entsteht in Kooperation mit dem SWR und mit Radio Bremen – als Teil einer kleinen Mundart-Offensive im deutschsprachigen Hörspiel. Ab dem Sendetermin wird man auf srf.ch "Abgfahre" unter dem Titel "A de Grenz" ebenfalls in einer alemannischen und in einer plattdeutschen Version hören können. Mit: Martin Hug Mundartübertragung: Andri Beyeler - Musik: Martin Bezzola - Tontechnik: Tom Willen - Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2015 - Dauer: 48'

Moritz Wank ist Ende 30, ein Kunstmaler, der nicht mehr malt, und überhaupt in der permanenten Krise steckt. Wie soll er leben, wenn alles sich ihm entzieht? Sich keine «Realität» mehr festhalten lässt? Das einzige, das Wank einleuchtet, ist seine Liebe zu Judith, seiner jüngeren Lebensgefährtin. Sie bewältigt Beruf und Alltag fast spielerisch und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Aber dann, der Grillrausch der enthemmten Nachbarn ist verraucht, der heiße Sommer mitten im Kalten Krieg am Ende, deutet sich ein Unglück an. Wank, dem alles so fremd und fern ist wie seine Zehennägel, sieht es nicht. Und es trifft ihn mit ungeheurer Wucht.

München, Stunde null. Die Stadt liegt in Trümmern. Auf dem Schwarzmarkt werden Kunstwerke gegen Zigaretten getauscht, in improvisierten Stehausschänken tummeln sich zwielichtige Gestalten. Die Vergangenheit: fragwürdig. Die Zukunft: ungewiss. Für Wolfgang Koeppen der ideale Stoff für einen Film.

Was wäre Weihnachten in Deutschland ohne Rolf Zuckowski. Doch genau dem wird bei einem Auftritt auf einer Weihnachtsfeier nach dem Leben getrachtet. Nur gut, dass es sich um die Weihnachtsfeier von Hauptkommissar Mentenberg und seinen Kollegen handelt – und das Team rechtzeitig eingreifen kann … oder nicht?

Der 16-jährige Etzel ist ein leidenschaftlicher Befürworter menschlicher Gerechtigkeit und leidet unter der kalten, moralisch selbstgerechten Weltanschauung seines Vaters, des Oberstaatsanwalts Freiherr von Andergast. Dieser war vor zwanzig Jahren maßgeblich an der Verurteilung des Kunsthistorikers Leonhart Maurizius beteiligt, der des Mordes an seiner Frau angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, die Tat aber immer bestritten hatte. Nach zwanzig Jahren hofft Leonharts Vater auf die Begnadigung seines Sohnes. Etzel hegt Zweifel an dem damals gefällten Urteil und nimmt die Gelegenheit wahr, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Er will den berühmten Prozess wieder aufrollen und die Wahrheit herausfinden. Er sucht Georg Warschauer, genannt Waremme, auf, der im Prozess als Kronzeuge aufgetreten war. Von seinem Gewissen gepeinigt, gesteht ihm schließlich Waremme, meineidig gewesen zu sein.

Der 16-jährige Etzel ist ein leidenschaftlicher Befürworter menschlicher Gerechtigkeit und leidet unter der kalten, moralisch selbstgerechten Weltanschauung seines Vaters, des Oberstaatsanwalts Freiherr von Andergast. Dieser war vor zwanzig Jahren maßgeblich an der Verurteilung des Kunsthistorikers Leonhart Maurizius beteiligt, der des Mordes an seiner Frau angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, die Tat aber immer bestritten hatte. Nach zwanzig Jahren hofft Leonharts Vater auf die Begnadigung seines Sohnes. Etzel hegt Zweifel an dem damals gefällten Urteil und nimmt die Gelegenheit wahr, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Er will den berühmten Prozess wieder aufrollen und die Wahrheit herausfinden. Er sucht Georg Warschauer, genannt Waremme, auf, der im Prozess als Kronzeuge aufgetreten war. Von seinem Gewissen gepeinigt, gesteht ihm schließlich Waremme, meineidig gewesen zu sein.

Immer am Mittwoch gegen vier Uhr nachmittags besuchen Sandra und ihr Bruder Inti Herrn P. Das ist genau die richtige Zeit für Kakao und Kuchen. Doch eines Tages kommen die beiden zufällig eine Stunde zu früh. Herr P. verhält sich diesmal seltsam. Er erzählt ihnen die Geschichte von der Frau mit den tausend Namen.

Dann sucht er aufgeregt Bohnen, die angeblich ihre Farbe verändern. Schließlich behauptet Herr P., dass auf seinem Balkon eine Wahrheitsblume blüht. Aber nur wer noch nie in seinem Leben gelogen hat, kann sie sehen.

Auf dem Nachhauseweg streitet Sandra mit ihrem Bruder. Denn Inti behauptet, dass er die Blume sehen konnte. Sandra glaubt weder Inti noch Herrn P. Aber es macht Spaß, den unglaublichen Geschichten auf die Spur zu kommen.

Kurz vor Weihnachten in einem verschneiten Luxushotel im tiefsten Schwarzwald: Weihnachtsmann, Krampus, Christkind und viele andere Spitzbuben aus aller Welt tauchen auf, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
Jeden Tag geht ein grausiges Türchen auf!
– Auf SWR2.de, in der SWR2 App, der ARD Audiothek und im eigenen Podcast-Kanal: https://www.swr.de/~podcast/swr2/Podcast,podcast-artikel-tod-unter-lametta-100.xml

Ein schauerlicher Fund führt die Polizei wieder in die Olgastraße: Im unteren Schlossgarten ist eine verkohlte Leiche in einer Blechkiste entdeckt worden. Hat Leo ihren Ex-Mann ermordet? Und was ist mit Konni passiert?

Die Frist ist abgelaufen. Leslie Schmidt steht vor der Tür und will die 800.000 € oder die Olgastraße. Doch Konni hat sie nicht dabei. Ella und Ivy übernehmen die Verhandlungen. Aber das geht gehörig schief.

Alarm in der Olgastraße. Leslie Schmidt hat Konni entführt. Leo ist bereit, ihr im Austausch für ihren Sohn die Wohnung zu übergeben. Doch sie hat die Rechnung ohne ihre MitbewohnerInnen gemacht.

Die Polizei fahndet nach Leos Exmann und nimmt die Olgastraße ins Visier. Leo hat genug: Sie will zusammen mit ihrem Sohn Konni abhauen. Doch der ist plötzlich auch weg.

In der Olgastraße wird kassiert: Wasenbesucher dürfen für teures Geld unterm Küchentisch schlafen und Leos Patientinnen werden für Jasons Extraleistungen zur Kasse gebeten. Das Geld reicht trotzdem nicht und Leslie Schmidt macht immer mehr Druck.

Leo schwebt auf Wolke 7: Das Universum hilft ihr! Oder gehört das Laugeweckle, das mit Geldscheinen gefüllt durchs Fenster geflogen ist, womöglich Li, der über eine selbstgebaute Feinstaub-Messanlage Aufputschmittel vertickt?

Leo muss die 800.000 Euro Schulden, die ihr Ex-Mann bei der Geldverleiherin Leslie Schmidt hat, innerhalb von vier Wochen zurückzahlen oder die Wohnung hergeben. Ganz klar: Jetzt muss Geld her! Ab sofort wird Miete gezahlt!

In der Olgastraße wird das Geld knapp – und der Wohnraum auch. Tante Ella und ein Didgeridoospieler mit Burnout, brauchen unbedingt ein Zimmer. Und dann steht eines Abends auch noch eine dubiose Schwäbin vor der Tür, die eine Menge Geld haben will.

Die Instagrammerin Ivy, der Student Li und der heimatlose Rolli sind zu Leo in die Olgastraße gezogen. Die Utopie lebt - bis Leos Ex-Mann Lutz urplötzlich verschwindet, der die 5 ZKB finanziert hat.verschluckt.

Der Traum der Aromatherapeutin Leonore Brüderle lautet: Freier Wohnraum für alle. Doch schon bald bricht die harte Realität in ihre heile WG-Welt ein. Ab dem 30. November 2019 auf SWR2.de, in der SWR2 App, der ARD Audiothek und einem eigenen Podcast-Kanal: http://x.swr.de/s/karmakuechebad

Entwurzelt und ohne Perspektive sucht Filippo nach einem Lebenssinn. Er sehnt sich nach Liebe und Aufmerksamkeit: Deshalb beschließt er, einen Roman zu schreiben. Von Dominique Manotti, SWR/NDR 2019. ndr.de/radiokunst

In Rom hat er zu einer Gang gehört, nun sitzt Filippo Zuliani im Gefängnis. Mit Politik hat er nichts am Hut, bis er auf Carlo trifft. Von Dominique Manotti, SWR/NDR 2019. ndr.de/radiokunst

Um sich um das Erbe ihrer verstorbenen Tante zu kümmern, reist Mariola Brillowska im Sommer 2015 nach Sopot. Merkwürdige Wiederbegegnungen begleiten ihre Suche. NDR 2016. ndr.de/radiokunst

Der achtjährige Eli lief den Eltern nach, die von braunen Schergen durch die Straße getrieben wurden. Ein Soldat erschlug Eli. Michael, der Auserwählte, sucht den Mörder. Von Nelly Sachs, NDR 1961. ndr.de/radiokunst

In seinem 2018 veröffentlichten Roman "Der letzte Schnee" lässt Arno Camenisch Paul und Georg, zwei Kauze und Skiliftexperten, lakonisch über den ersten Lift und den letzten Schnee philosophieren.

•Thema• Die Täter der RAF schweigen noch nach Jahrzehnten beharrlich. Julia Albrecht, Schwester einer RAF-Terroristin, und Corinna Ponto, Tochter eines Opfers der RAF, haben dagegen einen Dialog begonnen, der den Graben zwischen Angehörigen der Täter und der Opfer überspringt. // Von Julia Albrecht und Corinna Ponto / Regie: Annette Kurth / WDR 2017 / www.hoerspiel.wdr.de

Jungjournalist Eilts wird in die Provinz nach Surbeck geschickt. Dort versucht er herauszufinden, was es mit dem plötzlichen Tod des dortigen Bürgermeisters auf sich hat.

Es geht schon wieder drunter und drüber im «Saanenhof». Ein Koffer fällt aus dem vierten Stock,und das ist nur der Anfang einer mysteriösen Sabotage-Serie im altehrwürdigen Viersternehotel. Logisch, dass das Team F.L.S. diesem Fall nachgeht! Blöd nur, dass ein Drittel des Teams fehlt. Luiz, stolzer Sohn einer Etagenmitarbeiterin, hat Sandy Handy verloren, das einzige wirklich smarte Smartphone der Welt. In höchster Not meldet sich Sandy aus einer fremden Hosentasche, und nun jagen Fabi und Luiz neben einem Saboteur auch noch einen Handy-Dieb. Ausserdem ist im «Saanenhof» wieder einmal das Geld knapp und die Hotelierstochter Fabi will unbedingt einen Mäzen für «ihr» Hotel finden. Dass bei dem Ganzen auch noch irgendwo die fiese Lady Blake mitmischt, ahnen zumindest alle, die die erste Staffel von «Team F.L.S.» bereits gehört haben. Autor: Willi Näf Mit: Lisa Brand (Fabi), Fabian Guggisberg (Luiz) Musik: Benjamin Pogonatos Tontechnik: Roland Fatzer Dramaturgie: Marek Beles und Simone Karpf Regie: Julia Glaus Eine Produktion von SRF, 2019 Empfohlen für Kinder von 8 bis 12 Jahren

»›Die revolutionären Prozesse sind die Erfahrungen, die aus der Agonie zwischen Leben und Tod heraus, hin zu einem entschlossenen Kampf für das Leben geführt werden.‹ - Am 30.11.1989 haben wir mit dem Kommando Wolfgang Heer den Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hingerichtet, mit einer selbstgebauten Hohlladungsmine haben wir seinen gepanzerten Mercedes gesprengt.« - so lautet die Erklärung der RAF vom 2. Dezember 1989. In unserem Hörstück stellen wir Alfred Herrhausens letztes, sehr persönliches und ausführliches Fernsehinterview, das er nur wenige Tage vor seiner Ermordung mit Gero von Boehm führte, Ausschnitten aus Bekennerschreiben und Theoriepamphleten der Roten Armee Fraktion (RAF) gegenüber. Wir gehen der Frage nach, wie eine Gruppe sich sukzessive die Sprache eines Systems aneignete, gegen das sie eigentlich vorgab zu kämpfen - die Sprache des Faschismus.

•Krimikomödie• Die Kunsthistorikerin Ruth Köckel-Simons findet einen schmählichen Tod. Man findet sie erhängt im Hörsaal. Die Professoren-Kollegen nannten sie spöttisch Mona Lisa. Bei den Studenten aber war sie beliebt - oder trügt der Schein? // Von Lothar Schöne / Regie: Annette Kurth / WDR 2019 / www.hoerspiel.wdr.de

Schwämme im Golf von Akaba im Roten Meer (dpa picture alliance / Stephan Jansen)Ein Museum voller phantastischer Tonapparate. Doch es wurde zerstört. Bis auf eine Ausnahme: den Audioguide.

Von Ulrike Janssen und Marc Matter
www.deutschlandfunkkultur.de, Klangkunst
Hören bis: 19.01.2038 04:14
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Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Musil | Um das Jahr 1900. Irgendwo in der Provinz der österreichisch-ungarischen k. u. k. Monarchie. Im »Konvikt zu W.«, einem Militärinternat zur Aufzucht künftiger Eliten, gerät der Zögling Törless in einen Zustand der Verwirrung, der seinen künstlerischen wie analytisch-intellektuellen Charakter zum Erwachen bringt. Der Mit-Zögling Basini, aus vermögendem Hause, bestiehlt seine Mitschüler, um seine Schulden durch Prasserei und Hurenbesuche zu begleichen. Er wird von Törless' Freunden, Reiting und Beineberg, entlarvt Wie ist darauf zu reagieren? | Mit: Michael Rotschopf, Stefan Konarske, Manuel Rubey u. a. | Komposition: Michael Riessler | Hörspielbearbeitung: Manfred Hess | Regie: Iris Drögekamp | (Produktion: SWR/ORF 2014)

•Satire• Wir haben uns fast damit abgefunden - aber unheimlich bleibt es dennoch: wir sind komplett durchschaubar und durchleuchtet. Oder ist das gar nicht nur schlimm - sondern auch ein bisschen gemütlich? // Von Walter Filz / WDR 2002 / www.hoerspiel.wdr.de

Widerständigkeit des Erzählens: Alexander Kluge beschwört in seinem Hörspiel "Das neue Alphabet" wieder und wieder eine poetische Kraft, die uns temporär Schutz bieten kann vor den Algorithmen, mit denen Silicon Valley uns zu sehen und erkennen meint. In kleinen Erzähleinheiten fahren Lebensgeschichten auf, werden Anekdoten ausgebreitet, werden überraschende Verbindungen geknüpft. Dabei wird ein ungemein scharfes Bild von unserer Welt vermittelt, die im Zuge der Digitalisierung aller Lebensbereiche wieder einmal eine andere werden musste. // Mit Alexander Kluge, Heiner Müller, Helge Schneider, Lilith Stangenberg, Thomas Combrink, Prof. Dr. Friedemann Schrenk, Sophie Kluge u.a. / Komposition: Jeb Loy Nichols/Antye Greie/Nicholas Desamory / Bearbeitung und Realisation: Karl Bruckmaier / BR 2019 // Aktuelle Hörspiel-Empfehlungen per Mail: www.hörspielpool.de/newsletter

Widerständigkeit des Erzählens: Alexander Kluge beschwört in seinem Hörspiel "Das neue Alphabet" wieder und wieder eine poetische Kraft, die uns temporär Schutz bieten kann vor den Algorithmen, mit denen Silicon Valley uns zu sehen und erkennen meint. In kleinen Erzähleinheiten fahren Lebensgeschichten auf, werden Anekdoten ausgebreitet, werden überraschende Verbindungen geknüpft. Dabei wird ein ungemein scharfes Bild von unserer Welt vermittelt, die im Zuge der Digitalisierung aller Lebensbereiche wieder einmal eine andere werden musste. // Mit Alexander Kluge, Heiner Müller, Helge Schneider, Lilith Stangenberg, Thomas Combrink, Prof. Dr. Friedemann Schrenk, Sophie Kluge u.a. / Komposition: Jeb Loy Nichols/Antye Greie/Nicholas Desamory / Bearbeitung und Realisation: Karl Bruckmaier / BR 2019 // Aktuelle Hörspiel-Empfehlungen per Mail: www.hörspielpool.de/newsletter

Unser Update des Hörspielmonats November 2019

Wir hören voraus in die erste Hälfte des Hörspielmonats Dezember 2019.

Wie entsteht eigentlich so ein Hörspiel-Podcast? Wurde die Figur des Tierarzt Dr. Tierazzt extra für Wolfgang Bahro erdacht? Und wie schreibt man zu zweit an einem Manuskript? Zur Podcast-Premiere auf der Frankfurter Buchmesse am 17.10.2019 waren die Autor*innen Fee Krämer und Alexander Hassenkamp im Gespräch mit Hörbuchlektor Dirk Kauffels.

Liebe, Aberglaube, Rivalität, Landbesitz, böse Zungen, ein Pferd und ein Mord. Das sind die Zutaten für einen packenden, skandinavischen Western von Hans Henny Jahnn. DLF Kultur/HFF Konrad Wolf 2009. ndr.de/radiokunst

•Krimi• Berlin im Winternebel 1915/16. Während die Welt auf die Schützengräben Frankreichs blickt, wird die Kaiserstadt von einem Massenmörder heimgesucht. // Von Bodo Traber / Regie: Petra Feldhoff / WDR 2014 / www.hoerspiel.wdr.de

Robert, ein Soldat, der vorzeitig aus einem Anti-Terroreinsatz nach Hause zurückkehren musste, ist vom Dach eines Hochhauses gesprungen. Auf dem Dach, heißt es in einer kurzen Zeitungsnotiz, waren zum Zeitpunkt des Selbstmords auch vier Jugendliche anwesend, darunter Roberts vierzehnjähriger Bruder Paul. Zwei Monate nach Roberts Tod will Ina, Roberts Exfreundin, von Paul, Andi und Fabi wissen, was auf dem Hochhausdach tatsächlich passiert ist. Nur Seyda kann sie nicht befragen, sie ist in der Zwischenzeit mit ihren Eltern, nach Jahren im Asyl, in den Libanon zurückgekehrt. Als sich die Jugendlichen in immer mehr Widersprüche verwickeln, lässt Ina so lange nicht locker, bis sie die ganze Wahrheit erfährt. Dabei muss sie allerdings auch erfahren, dass die Ereignisse mehr mit ihr zu tun haben, als sie ahnen konnte. Und es bleiben Fragen: Gibt es Schuldige an Roberts Tod? Oder sind alle nur Opfer einer nicht kontrollierbaren Dynamik? Andreas Jungwirth, 1967 in Linz a. d. Donau geboren, studierte zwei Jahre Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien, danach absolvierte er ein Schauspielstudium. Nach zwanzig Jahren in Deutschland, lebt er heute wieder in Wien. Seit 2001 ist er als Autor tätig, er schreibt Theaterstücke und Hörspiele, veröffentlichte zuletzt auch Jugendromane. Im September erscheint in der Wiener edition atelier seine Erzählung »Wir haben keinen Kontakt mehr«.

Sandwich mit Speck, Salatblättern und Tomaten (picture alliance / imageBROKER)Bei der vierten Sendung, die Autor und Regisseur Ulrich Gerhardt aus den historischen Audionotizen des polarisierenden Restaurantkritikers zusammengestellt hat, bereist Wolfram Siebeck England.

Von Ulrich Gerhardt
www.deutschlandfunkkultur.de, Hörspiel
Hören bis: 19.01.2038 04:14
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Vater, Erlösung, Schmerz. Mit: Inga Eickemeier (Erzählerin), Peter Kner (Vater), Peter Hottinger (Sohn Paul) Tontechnik: Basil Kneubühler Regie: Reto Ott Produktion: SRF 2014 Dauer: 10'

Moritz Wank ist Ende 30, ein Kunstmaler, der nicht mehr malt, und überhaupt in der permanenten Krise steckt. Wie soll er leben, wenn alles sich ihm entzieht? Sich keine «Realität» mehr festhalten lässt? Das einzige, das Wank einleuchtet, ist seine Liebe zu Judith, seiner jüngeren Lebensgefährtin. Sie bewältigt Beruf und Alltag fast spielerisch und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Aber dann, der Grillrausch der enthemmten Nachbarn ist verraucht, der heisse Sommer mitten im Kalten Krieg am Ende, deutet sich ein Unglück an. Wank, dem alles so fremd und fern ist wie seine Zehennägel, sieht es nicht. Und es trifft ihn mit ungeheurer Wucht.

•Dokudrama• Seine Musik ist der Black Metal, seine Religion der Islam. Aber ist es möglich, religionsfeindliche Subkultur mit aktivem Glauben zu vereinbaren? // Von Volkan T error und Holger Kuhla / WDR 2019 / www.hoerspiel.wdr.de

In "Bilder deiner großen Liebe" erzählt die obdachlose Isa ihre eigene Geschichte. Es ist der Road-Trip einer jungen Außenseiterin, die in einem provinziellen Niemandsland auf abseitig-melancholische Figuren trifft.

Es sollte nur eine Fahrt mit dem neuen Fahrrad werden, aber es wird die Fahrt in eine Landschaft voll Sorgen und Missgeschicke, in eine Welt wie von Buster Keaton und David Lynch gemeinsam erdacht. Mitten am hellichten Tag überfährt der Protagonist Jan mit seinem neuen Fahrrad das Kind seines besten Freundes. Aber natürlich muss auch dieser Tag weitergehen. Nur rutscht ihm dazu auch noch die Hose die ganze Zeit. Kaum ein Schritt, ohne dass er über die eigenen Beine stolpert. Vielleicht ist sogar das seine eigentliche Schuld. Oder jagt er auch dieser Schuld nur hinterher? Ist das womöglich seine Hoffnung? Und wie hat er bloß in dieser kurzen Zeit diesen unmöglich weiten Weg zurücklegen können? Haben die Eltern etwa schon auf ihn gewartet? Vielleicht will ihm sein Vater, der Schuft, auch nur seine Freundin ausspannen. Und die Mutter sieht tatenlos zu. Oder war vielleicht doch alles ganz anders? In stakkatohaften Sätzen und überraschenden Sprachbildern zeichnet Jan Peter Bremer in diesem Hörspiel die Szenerie eines aus den Fugen geratenen Lebens nach. Geschickt greift Regisseur Oliver Sturm die verblüffenden Zeitebenen auf und verbindet sie zu einem Vexierspiel über Schuld und Lebensmuster. Jan Peter Bremer, geboren 1965, wurde für seine Romane wie zum Beispiel »Der Fürst spricht« oder »Der amerikanische Investor« vielfach ausgezeichnet. Gerade erscheint sein neuer Roman »Der junge Doktorand«. Seit 1997 arbeitet Jan Peter Bremer auch regelmäßig für den Rundfunk. Bremers Hörspiele sind allesamt in der Regie von Oliver Sturm entstanden.